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Man stellt sich selten den komplicirten Apparatiempfindlich sind. Es ist schon vorgekommen, daß n am HwmX V /Ti .f JE i........ • v i I C z**\ w c r M
EN ircur M leuen oe» rompllcrrten Apparat! empfindlich find. Es ist schon vorgekommen, daß, Gelehrtenrichter. Diese Einseifigkeit hat ost genug vor, den die Einrichtung ber Geschworenengerichte er-Ider Obmann der Geschworenen bei der Rückkehr von schon Urtheile zu Wege' gebracht, deren geschraubte K » Zuerst muß d,e Liste der Geschworenen der Berathung im Namen der Geschworenen erklärt Spitzfindigkeit juristischer Logik entsprechen mag, aber festgestellt werden. Dann erfolgt vor jeder Session! hat, daß man sich eine derartige Beeinflussung ver- dem gesunden Menschenverstände zuwiderläuft. Wir die Ausloosung der Geschworenen und zwar einer viel! bitten müsse; es ist andererseits nicht feste» vorge- haben die Mängel der Geschworenengerichte knapp
(Nachdruck verboten)
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Von Mary Widdern.
(Fortsetzung.)
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haben die Mängel der Geschworenengerichte knapp angeführt, die der Gelehitengcrichte flüchtig gestreift. In einem folgenden Artikel sollen Vorschläge für eine Aendemng des gegenwärtigen Zustandes enthalten sein.
Laiengerichte und Gelehrtengerichte.
Die Mängel des bisherigen Systems.
*** Bei der bekanntlich diesmal die Reichstagssession eröffnenden Berathung der Justiznovelle will das Ccittrnm den Antrag stelle», das bisherige gemischte System von Schöffengerichten, Gelehrten- gerichten und teilten Laiengerichten zu einem einheitlichen System zu gestalten. Man wird dem Anträge deßwegen seine Billigung versagen müssen, weil diese gmndlcgende Veränderung der Strafprozcßordnung das Zustandekommen der Novelle in dieser Session unmöglich machen würde.
Wenn wir trotzdem die Frage hier erörtern, so geschieht es einmal, weil natürlich durch den Centrumsantrag eine breite Behandlung dieser Frage zur Wahrscheinlichkeit gemacht wird, und weil zweitens diese Frage nicht eher verschwinden wird, bis sie endgillig gelöst ist, da der gegenwärtige Zustand unhaltbar ist. Wir möchten vornweg bemerken, daß die Frage einer Veränderung der Schwurgerichte eine durchaus unpolitische ist, da erstens die Schwurgerichte Angelegenheiten, die in irgend einer Weise politische Fragen streifen, nur in seltenen Fällen zum Gegenstände der Verhandlung haben unb da zweitens an der wirklich modernen Errungenschaft, nämlich an der Heranziehung des Datenelements zur Strafrechtspflege nicht gerüttelt werden soll. Es handelt sich vielmehr um eine Erweiterung unb Vertiefung ber Teilnahme beS Laienelements. Angegriffen werben soll nur bie Art, in ber bie Thätig- keit ber Schwurgerichte stattfinbet.
Wir stellen zum Beginn unserer Erörterung folgenbe Thesen auf:
_ !• Der Apparat ber Schwurgerichte ist ein übermäßig komplicirter.
2. Trotz des großen Apparats wird keine Garantie für eine gute Rechtsprechung gegeben.
3. Die unvermeidlichen Reibungen zwischen den Gelehrtenrichtern, besonders dem Vorsitzenden und den Geschworenen erhöhen nicht das Ansehen der Strafrechtspflege.
4. Den Geschworenen erwachsen aus ihrer Thätig- keit zu große Kosten und sonstige Schädigungen.
5. Die Abgrenzung der Kompetenz der Geschworenengerichte ist eine schematische.
6. Die Abneigung gegen die Geschworenengerichte ist nicht nur in Richterkreisen, sondern auch in Anwaltskreisen vorhanden.
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„O, bitte, bitte, sprich nicht so!" Hildegard «Sinter hatte das kleine liebliche Geschöpfchen an chre Brust gezogen und streichelte auch kosend das dolle braune Haar desselben. „Gewiß nennen wir m Du/ sagte sie dann. „Und recht von Herzen lteb wollen wir uns haben/ setzte sie hinzu, als Lida zu ihr aufsah, mti so strahlender Freude, daß Ke sich gedrungen fühlle, die zarte Gestalt noch fester «l sich zu ziehen.
„Ein Kunststück wär's ja auch, Dir nicht gut M sein/ fuhr Hildegard fort, „wo nur ein Blick m. Dein liebes Gesichtchen genügt, um zu begreifen, wie viel kindliche Unschuld und Herzensgüte in Dir W, daß Du das süßeste kleine Mädchen bist von der Welt.*
„Hilbegarb, ach wie lieb das klingt/ sagte die «leine und klatschte in bie Hände. Unb sich doch Mlich von ber Brust ber neuen Freundin lösend, W)r sie fort: „Aber wo ist denn Harald, hast Du
Deutsches Reich.
* Berlin, 9. November. (Tagesbericht.) Sr. Maj. der Kaiser, welcher gestern früh 8 Uhr im besten Wohlsein im Neuen Palais aus Schlesien wieder ciugetroffen ist, empfing daselbst Mittags den Erbprinzen von Sachsen-Meiningen, kommandircnden General des VI. Armeekorps, zur Entgegennahme einer dienstlichen Meldung. Heute Vormittag nahm der Kaiser den Voittag des Chefs des Civilcabinets Dr. von Lucanns entgegen und hörte darauf die Marinevorträge. — Ihre Maj. die Kaiserin hat sich heute ftüh auf die Nachricht, daß Holprediger Fromme! schwer krank darniederliege, nach Plön begeben. Unterwegs erhielt die Kaiserin Kenntniß von dem inzwischen erfolgten Tode des Geistlichen. — Im Gesundheitszustand des Großherzogs von Baden ist eine weitere Besserung eingetreten. Der hohe Patient konnte in den letzten Tagen mehrere Stunden das Bett verlassen, die Kräfte nehmen zu, die Nachtruhe ist befriedigend. — Der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe hat sich heute Mittag 2 Uhr vom Bahnhof Friedrichstraße aus zu einem mehrtägigen Jagdaufenthalt nach seiner Besitzung Markgrabowa begeben. In seiner Begleitung befindet sich auch Major von W i s s m a n n. Die Herren gedenken am Donnerstag beziehungsweise Freitag wieder hierher zurückzukehren. Die Gemahlin des Majors von Wißmann ist heute nach Lauterberg int Haiz abgereist. — Prinz Lizzo von Leutenberg, geb. am 3. Juni 1860, Sohn des Fürsten Friedrich Günther von Rudolstadt und dessen zweiter Gemahlin Helene, Prinzessin von Anhalt, Gräfin von Reina, hat sich mit der Prinzessin Alexandra von Anhalt, geb. am 4. April 1868, verlobt. — Der frühere Kompagnieführer in ber ostafrikanischen Schutztruppe Rochus Schmidt ist zu Magdeburg als Hauptmann in die Gensdarmcrie eingetreten.
* (Hundertjahrfeier). Das Comit« Ür die Hundertjahrfeier zum Gedächtniß Kaiser
allernothwendigsten Geräthe und auch diese so primlttv als möglich von schwarzlackirtem Holz mrfertigt. Gin einfaches Bett, verschiedene Stühle, ein Tisch, dazu an der einen Wand ein kleiner Altar mit dem Bilde des Gekreuzigten, bas war Alles.
„Setze Dich, mein Kind, und bann erzähle mir, wie geht es Harald unb was — macht Deine Tante?"
Hilbegarb berichtete — als sie aber fdjilberte, in welcher Weise bie Obristin ihr Leben zubrachte, seufzte bie Nonne leise. „Sie könnte so viele Thränen ttocknen ml ihrem Reichthum/ sagte sie, „an Stelle besten — aber ich bin nicht bazu be- rufen, über sie ein Urtheil zu sprechen, Gott allein richtet Herzen unb Hanblungen; unb boch, Hilbegarb, all mein Denken unb Sinnen, mein tägliches Beten richtet sich barauf hinaus, in biefe Seele einzugreifen, baß sie, so nahe bem Grabe, boch noch Einkehr in sich selbst hält unb —"
„Gesteht, welch ein fürchterliches Unrecht sie biesem Hause gethan, in welcher entsetzlichen Weise sie sich an Deinem Bruber gerächt," setzte Hilbegarb hinzu, als bie Nonne zögerte, fortzufahren. „Ach, liebe Tante, gewiß auch ich wünsche von ganzem Herzen, Herr von Steifen gewänne Freiheit, Ehre unb Glück toieber zurück, bennoch aber graut mir vor bem Ge- lankeu, bann bie Tante, des Meineibs überwiesen, m ba8 Zuchthaus abgeführt zu sehen."
Lubowika hatte sich unter ben letzten Worten ber Nichte auf einen ber beiden im Gemach befindlichen Stühle niedergelassen und toinfte, das jungt Mädchen möchte ihrem Beispiele folgen; so saßen sie sich ein >aar Minuten stumm gegenüber, dann hob sich das n ebergehaltene Haupt der Mattone wieder, sie seufzte chmerzlich.
(Fortsetzung folgt.)
größeren Zahl, als für den einzelnen Fall Geschworene I kommen, daß der Vorsitzende am Schluffe der Be- erfordcilich sind, ferner wird für jede Session derlrathnng den Geschworenen Vorhalten zu müssen ge- Vorsitzende besonders ernannt. In der Sitzung selbst I glaubt hat, daß sie in einer Anzahl von Fällen werden die Geschworenen wiederum für jeden einzelnen I falsch entschieden hätten.
Fall ausgeloost; dabei haben Staatsanwalt und Ver-I In Landgerichtsbezirken, die dünn bevölkert sind theidiger das Recht der Ablehnung. Am Schlussel und deßwegen weit ausgedehnt find, müssen die Geber Verhandlung erfolgt die Rechtsbelehiung und die I schworenen während der ganzen Dauer ber Session Feststellung bet an bie Geschworenen zu richtenden! am Landgerichtsorte verbleiben, selbst wenn sie ent- und nut „Ja" oder „Nein" zu beantwortenden I weder durch einen Zufall nie ausgeloost werden oder Fragen. Die Geschworenen ziehen sich zurück, er-1 ständig abgelehnt werden, so daß sie eine ganz Überwahlen einen Obmann und berathen über die Schuld-1 flüssige Rolle spielen. Da sie aber am nächsten Tage fragen. Nach der Rückkehr verliest der Obmann! ja immer wieder am Landgerichtsorte fein müssen, nochmals die Frage und zu jeder Frage den! so können sie wegen der weilen Entfernung vom Spruch der Geschworencn. Alsdann zieht sich der! Heimathsort oder der schlechten Verbindung dorthin Gericht? Hof zur Berathung über das Strafmaß zurück »nicht nach Hause fahren. So haben sie das Gefühl, und dann endlich erfolgt die Verkündigung des Urtheils.I gänzlich überflüssig zu sein, müssen aber trotzdem
Trotz dieses mühseligen, zeitraubenden und kost-!große Kostenaufwendungen machen, und erfahren eine spieligeu Apparates ist bie Garantie für eine gute I weitere Schäbigung burch ihre lange Entfernung von Rechtsprechung keine sehr große. Bei ber Annahme Iber beruflichen Thätigkeit.
unb Ablehnung ber Geschworenen gehen Staatsanwalt I Nur flüchtig wollen wir berühren, baß bie Ab- unb Vertheibiger nicht bavon aus, ob ber Geschworene! grenzung der den Geschworenen zugewiesenen Delikte zur Urtheilsfällung besonders geeignet ist, sondern I eine rein schematische ist. Nicht auf das für die ob von ihm eine Verurtheilung bezw. Freisprechung I einzelnen Delikte festgesetzte Strafmaß sollte es an« zu erwarten ist. So acccptirt z. B. die Staats-! kommen, sondern auf die Leichttgkeit des rechtlichen anwaltschaft bei Brandstiftungen mit Vorliebe Guts-1 Thatbestandes.
besitzet, während die Vertheidigung die Gutsbesitzer! Schließlich wolle» wir noch bemerke», daß nach- in diese» Fälle» ablehnt, hingegen bei Sittlichkeits l gerade keineswegs mir die Richterkreise, sondern delikten acceptirt. Ferner verhindert das getrennte! auch vielfach die Anwaltskreise Gegner der Schwur- Nebeneinanderwirken von Laienrichtern und Gelehrten-1 gerichte geworden sind. Die Möglichkeit, die Ge- richtern die Möglichkeit einer vernünftigen Einfluß-1 schworenen durch eine sophistische Rede zu beschwatzen, »ahme der juristischen Auffassungen auf die Auf-1 mag für Männer vom Schlage eines Fritz Fried- sassungen der Laie». Dadurch wird zu ost die Ge Itnann ihren Reiz besitzen, der ernsthafte Anwalt aber fahr herbeigeführt, daß das Herz n einem der I will nur den Sieg des guten Rechtes. Zudem sehen Gerechtigkeit schädlichen Maße über den Verstand!die Anwälte in brr Rechtsbelehiung mit Recht eine Gefahr für ihre Bemühungen, ba bie Rechtsbelehrung
®te Rechtsbelehrung des Vorsitzenden ist kein! nach ben Plaidoyers stattfinbet. Unsere Abneigung geeignetes Mittel, um bem letzterwähnten Uebelstanbe I gegen bie Geschworenengerichte in ihrem gegenwärtigen abzuhelfen. Denn einmal ist ber Vorsitzenbe bei ber l Zustanbe soll, wie schon erwähnt, keineswegs bie Be- Beiathung ber Geschworenen selbst nicht zugegen unb I Heiligung von Laien an ber Strafrechtspflege zurück- zweltens geht es in ber Rechtsbelehrung vielfach weit! weisen, sie soll ferner nicht etwa eine Minberung über bas Maß ber wirkliche» Belehrung über bie! ber Zustänbigkeit ber Geschworenengerichte zu Gunsten Rechtsfragen hinaus, unb sucht den Geschworenen! der Strafkammer», wie fie in die Justiznovelle ge- eine Meinung aufzuoktroyiren. Abgesehen von der! Plant war, befürworten. Auch die Strafkammern Inznlässtgkeit dieses Verhaltens führt es leicht zu I haben ihre bedenklichen Mängel, wie z. B. die Eintreibungen zwischen dem Gerichtshöfe und den Ge-! seitigkcit der nur in Strafrechtssachen thätigen und chworenen, da die letzteren über eine Bevormundung I dem Zusammenhänge mit dem Leben entzogenen
„Ach," sagte Lida in ihrer kindlichen Weise zu Hildegard, „mein Bruder hat gar nicht übertrieben, Sie sind wirklich sehr hübsch und wissen Sie, aber nennen wir uns lieber Du," — unterbrach fie sich, jetzt Mantel und Hut des Gastes auf einen Stuhl legend unb Hilbegarb selbst zum Sopha geleitenb - „wir finb boch noch Cousinen, nicht wahr — nnb wenn auch —" sie wurde plötzlich sehr traurig und mit zuckenden Lippen das Köpfchen senkend, fuhr sie fort, „aber ich habe wohl kein Recht zu dieser Bitte, wir sind ja so unglücklich und so von Schmach niedergedrückt, daß —"
ben armen Jungen nicht mitgebracht? Freilich, l ihre Brust, ba aber hörte sie liises Geräusch unb Sonrab sagte schon, Du würbest cs wohl nicht Irasch aufblickcnb, sah sie, wie eine Thür, bas Zimmer /h" mit in unser Haus zu nehmen, aber! hatte bereu brei, sich langsam aufthat — eine hohe dachte mir, vielleicht thitt sie's doch und habe! Frauengestalt, ganz noch in der unsäglich schmucklosen
Tante Lubowika auch feinen Besuch in Aussicht I Tracht der Normen von Sanft Marie» stand auf 0e*1 «4. r .d r Schwelle; aus dem blüthenweiße» leinenen Kopf-
"Z/ ronnte eh» unmöglich mit mit nehmen, Ituch, das auch noch nicht ein Härchen fteiließ, blickte "" ~ . lein bleiches trauriges, aber noch immer rührend
„O, ich weiß, weiß, ich weiß," unterbrach LidaIschönes Gesicht, ein paar ernste dunkle Augen, in x’ willst Du nicht Platz nehmen," setzte siel denen die ganze Welt von Liebe und Barmherzig- chnell hinzu, „hier m der Fensternische, bitte, bitte. I kett lag.
Und nun verzeihe ein paar Augenblicke, ich will nur] „Hildegard!"
einen Blick in die Küche werfen. Du mußt nämlich! „Tante, liebe, theure Taute Ludowika!"
wissen," setzte sie mit komischer Wichtigkeit hinzu, I Das junge Mädchen hatte sich rasch erhoben,
„ich bin momentan MarnaS Mädchen für Alles, ljetzt lag sie vor der Nonne auf ihren Knieeu, eS Seit uns baS Unglück getroffen," sie senkte toieber Iroar, als wenn eine unsichtbare Gewalt sie nieber- bas Köpfchen unb von Neuern trübten Thränen ihre I gezogen, unb ihre Sippen auf bie blaffen schmalen SSIicfe, „leben wir nur von bem, was Sonrab er-1Hände ber Hochverehrten drückend, flüsterte sie: wttbt — und das ist so viel noch nicht — wir! „Ach, wie segne ich diesen Augenblick, theure, theure muffen uns also einrichten und ba — aber bitte, | Xante, ist mir’S boch," setzte sie leise hinzu unb ihr bitte, verzeihe schon, ich höre bas Wasser brobeln im I Auge sah in bemütljiger Liebe zu bem schönen bleichen Kessel unb will nur schnell ben Kaffee aufbrühen, I Greifinnenantlitz empor, „als wenn ich jetzt wieder nachher stelle ich Dich auch meinem armen Mütterchen!— eine Mutter hätte unb eine neue Heimath." ""b Tante Lubowika vor." _ I „Mein liebes, liebes Kstib!" Mit ihren schlanken
Mtt einigen lustigen Sprüngen war fie, ganz I schwachen Armen hatte Lubowika das junge Mädchen ein Kind in wechselnder Stimmung, aus dem! zu sich emporgezogen: jetzt Hopfte das warme Herz Zimmer geeilt, Hildegards Blicke folgten der schlanken I der Jugend an bem lange — lange gebrochenen ber Mten Gestalt, aber als sich bie Thür hinter ihr,ge>lärmen Dulberin unb auch über sie kam es in einem schlossen, seufzte sie tief auf unb ein schmerzliches I Gefühl so unsagbaren Fricbens — als wenn sie Lächeln zuckte um ben schönen Munb. ! gleich bem vertrauenden jungen Wesen, das sein
„Noch fühlt fie nicht vollkommen die ganze!Köpfchen an ihre Schulter schmiegte, wieder eine Furchtbarkeit ihres Unglücks," flüsterte sie, „aber ber!neue Heimath gefunben.
Tag ist nicht mehr fern, an bem fie zur Erkeuntniß! Unb bann geleitete fie langsam bie Enkelin kommen wirb, welch ttne entsetzliche Last bie Ver-1 Solms-Hegendorf in ihr eigenes Zimmer, in urtheilung ihres Vaters auch auf ihre schwachen I mit bunfelgrauem Tuch ausgeschlagene Gemach, in Schultern gelegt." Unb toieber hob ein Seufzer|bem sich keinerlei Luxus bes Lebens zeigte, nur bie
öchenttiche Beilage«: Kreisblatt für Kreise Marburg nn> Kirchhain. Jllnstrirtes Sonntagsblatt.
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