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(Nachdruck verboten)

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nicht Neugierde, die Hildegard

wenn diese Angst andere Motive hätte, als den

(Fortsetzung folgt.)

Examen vor.

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leicht ans das Treppengeländer, freie Zeit ist schon anderweittg

Steifen" war's, derselbe, er gestern Abend mit so weichen Stimme gesagi: glücklich würde ich sein,

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jdoch selbst für die land- und forstwirthschaftlichen Arbeiters die doch in ihrem Verdienst gegen die Fabrikarbeiter sehr weit zurückstehen, der Lohn erheblich höher angesetzt. Sodann findet Stadthagen auch eine Ungerechttgkeit darin, daß nicht auch derjenige Arbeiter auf die Unfallrente Anspmch habe, welcher sich die Verletzung durch eigenes Verschulden zugezogen habe. Dies ist jedoch nicht einmal der Wahrheit ent. sprechend; denn nurvorsätzliche Herbeiführung

Handlungen gehalten habe", und hierin fällt vor Allem die Behauptung des sich stets durch seine Maßlosig­keit auszeichnenden Abgeordneten Stadthagen, daß die Unfallversicherung keine Versicherung zu Gunsten des Arbeiters, sondern eine Versicherung des Arbeit­gebers gegen das große Rsiko sei" und daß es als «neUngeheuerlichkeit" erscheine, daß nach § 7 des Unfallversicherungsgesctzes vom 6. Juli 1884 an

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die Stelle der Unfallrente freie Kur und Verpflegung in einem Krankenhaus treten kann, wenn die Art der Verletzung Anforderungen an die Behandlung oder Ver­pflegung stellt, denen in der Familie nicht genügt werden tarnt. Denn welcher Besonnene wird dies mißbilligen? Nach Stadthagm's Ansicht ist es auch eineBrutalität", daß ein verunglückter jugendlicher Arbeiter während seines ganzen Lebens die Rente erhält, die dem Er­werbsverdienst, welchen er zur Zeit seines Unfalles hatte, entspricht, ohne daß eine zeitweise Steigerung eintritt; diese Rente meint Stadthagen be­trage monatlich höchstens 10 bis 20 Mark. Wer jedoch die Höhe unserer Arbeitslöhne kennt, weiß, daß diese Behauptung wahrhaft lächerlich ist. Ist

behandschuhte Hand über meine übrige verfügt."

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zu der Tante Wohnzimmer führte, aber es regt e sich nichts da drinnen, dann lief sie auch die andere Treppe hinab und stand, ein wenig athemlos wohl, gleich darauf auf dem Hausflur unten und einem remden Herrn gegenüber, dessen beinahe merkwürdig bleiches Gesicht sie sofort an irgend ein anderes erinnerte, auf dessen Besitzer sie im Augenblick aber nicht kam. Er war wie sie selbst ganz in Schwarz gekleidet und der Ausdruck des unstreifig schönen, von dunklem, leicht gekräuseltem Vollbart umrahmten Gesichts war ein so unsäglich kummervoller, daß er vollkommen zu dieser äußeren Trauer paßte.

Einen Moment standen sich die Beiden stumm gegenüber, der junge ernste Mann schien genau ebenso überrascht durch den Anblick des liebreizenden Mädchens, wie sie durch den seinen, dann aber zog er, sich tief verbeugend, seinen schwarzen Hut und sagte mit wohltönender Stimme:Verzeihe» Sie, mein Fräulein, wenn ich Sie erschreckte!"

Als sie aber nur verlegen das Auge senkte, sie war so wenig weltgewandt, die arme kleine Hildegard, die während ihres ganzen vergangenen Lebens nie mit jungen Herren in gesellschaftlichen Beziehungen gestanden, fuhr er fort:Ich habe gewiß die Ehre, vor Fräulein Hildegard Winter zu stehen; wenn dem so ist, so gestatten Sie mir wohl, daß auch ich mich Ihnen nenne: ich bin Konrad von Stelsen "

Konrad von Stelsen," Hildegard wiederholte unwillkürlich laut seinen Namen und die schönen dunklen Augen des Mädchens blickten einen Moment w'e forschend auf in das Gesicht des dunklen

Der Gothaer Patteitag und die Arbeiter-Unfallversicherung.

** Daß auf dem am 16. d. M. geschlossenen sozialdemokratischen Parteitag die Forderung, daß die Allersrente schon mit dem vollendeten 60. Lebensjahr zu oerwilltgen sei, abgewiesen wurde, ist allerdings an- ^kennenswerth und zu diesen vernünftigen und sach- »erständigen Auslassungen rechnen wir auch die Rede pes Dr. Quarck, der dafür eintrat, daß an di- Stelle der Zersplitterung der Organisafion der Versicherung in Kranken-, Unfall- und Invaliditäts- Versicherung eine Centtalisation zu treten habe. Im Nebligen sind aber daselbst über diese Materie Vor­schläge und Urtheile laut geworden, die wahrhaft haarsträubend sind, was derVorwärts" in seinem neuesten Leitartikel sehr glimpflich mit den Worten «usdrückt, daßsich die Debatte über den Arbeiter- schütz nicht ganz auf der Höhe der übrigen Ver-

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Marburg,

Freitag, 23. Oktober 1896.

Mannes.Konrad von den Harald gemeint, als viel Schmerz in seiner Ach, Großmutter, wie

bezeichnet halten. DieStaatsbürger­zeitung" ist heute konfiszirt worden, weil sie den Freiherrn v. Marschall als Urheber der Depeschenfälschung über den Breslauer Zarentoast denunzirt hatte, v. Marschall erhob sofort Anklage.

* (Der neue Kolonialdirektor.) Die Berufung des Frhm. v. Richthofen an die Spitze der Kolonialverwaltung wird in einer aus kolonialen Kreisen an dieMünch. Allg. Ztg." gerichteten Zuschrift sehr beifällig begrüßt; gesagt wird: Bei dem Wechsel in der Kolonialabtheilung ist von manchen Seiten gewünscht worden, daß die Regierung, anstatt einen der bekanntenAftikaner" auf den verant­wortungsreichen Posten eines Kolonialdirektors zu berufen, eine mehr neutrale Persönlichkeit wählen möchte. Denn in der Kolonialpolitik hat sich sehr zu ihrem Schaden in manchen Fragen eine so scharfe Scheidung der Geister vollzogen, daß man mit fast allen Personen, welche in den Zeitungen bisher ge­nannt wurden, ein gewisses Programm verknüpfen konnte. Es hätten sich also sofort wieder Parteien gebildet, während in dem nächsten Jahre das Be­streben nothwendig darauf gerichtet sein sollte, die verschiedenen Sttömungen zu vereinigen und in ein gemeinsames Bett zu leiten. Aus diesen Gesichts­punkten heraus ist die Wahl eines diese ganzen, etwas verworrenen Verhältnisse und Strömungen mit objekfiver Ruhe bettachtenden und behandelnden Dirigenten der Kolonialabtheilung in Kolonialkreisen mit einer gewissen Beruhigung ausgenommen worden. Denn es wird dadurch anscheinend die Gewähr einer systematischen Fortentwickelung auf dcr einmal ge­wonnenen Grundlage gegeben, und die Aussicht der Bildung eines eigenen Kolonialamts dürste etwas nähergerückt werden. Daß Frhr. v. Richthofen in sein Amt noch besondere Qualifikationen mitbringt, geht aus seiner ganzen Vergangenheit hervor, obwohl er öffentlich weniger hervorgettcten ist.

* (Kolonialrath.) Vom Kolonialrath be­richtet derReichsanzeiger", daß ein Anttag ange­nommen wurde, welcher die fernere Unterstützung deS Brüsseler Kolonialinstituts bezweckt. Sodann ging die Ve sammluug zur Berathuug des Entwurfs einer Verordnung bett, die Erfüllung der Wehrpflicht in Südwestafrika über, an welcher ein Vertreter des Reichs - Marineamts theilnahm. Nach der Verab­schiedung des Entwurfs wurden Vorschläge zur Hebung des Handels in Ostafrika erörtert. Es zeigte sich dabei allseitiges Einverständniß darüber, daß von dem Bau von Bahnen und Sttaßen am meisten

die Frage stellen ließ:So find Sie wohl an irgend einem Lehrinstitut permanent beschäftigt?" aber da er keine Anstalt machte, hinaufzugehen, sondern ruhig vor der Thür stehen blieb, glaubte sie die Verpflichtung zu haben, noch irgend etwas zu sagen.

Er blickte sie einen Augenblick sinnend an, dann ei widerte er hastig:Sie haben es errathen, gnädiges Fräulein, ich bin Lehrer am Königlichen Gymnasium und eben dort sehr in Anspmch genommen, außerdem unterrichte ich aber noch an mehreren anderen Privat- instituten, und während des Abends bereite ich junge Leute zu dem militärischen Einjährig-Freiwilligen-

Es war freilich noch ganz dunkel, aber sie erschrak doch darüber, nicht früher aufgewacht zu fein: Daheim im stillen Wittwenstübchen der Mutter war sie Winter und Sommer stets Schlag fünf Uhr aus den Fedem gewesen und saß um sieben Uhr schon an ihrer Arbeit, nachdem die häuslichen Ver­richtungen beendet. Aber fteilich, die Vergangenheit konnte keinen Maßstab legen an das, was jetzt vor ihr lag, und sie hatte sich ja noch gar nicht darüber informirt, wie es hier um die Hausordnung stand. Dennoch aber erhob sie sich in möglichster Eile und machte beim Schein der Lampe ihre einfache Toilette.

Eine halbe Stunde darauf finden wir sie schon auf dem noch dunklen Korridor. Nichts regte sich im Hause, kein Laut war vemehmbar.Hier heißt es Geduld haben," flüsterte sie vor. sich hin, nachdem sie fich's überlegt, daß sie unmöglich unaufgefordert jetzt schon bet der Tante eintreten konnte und beschloß ruhig auf und niederzugehen, bis der alte Johann irgendwo zum Vorschein käme. Sehr erbaulich versprach diese improvisirte Morgen- iromenade fteilich nicht zu werden, es war, wie ge- agt, nachtdunkel, der Fußboden dazu hier oben tellenweise recht schadhaft nun, sie wollte schon möglichst vorsichtig sein und langsam gehen aber gehen mußte sie, bei diesem Stillstehen wurde es ihr ganz und gar unheimlich und zurück nach ihrem Zimmer wollte sie nicht, da drinnen konnte sie ja nur zu leicht überhören, wenn es in der Tante'Etage lebendig werde.

So wanderte sie langsam wohl eine gute Stunde auf und nieder, da schien es ihr endlich, als wenn die Hausthür leise auf und wieder zugemacht würde. Es war inzwischen auch schon viel Heller geworden und so eilte sie denn leichtfüßig die Treppe hinunter, einen Augenblick blieb sie an der Thür stehen, die

Deutsches Reich.

* Berlin, 21. Oktober. (Tagesbericht.) Das Kaiserpaar hat heute Vormittag Wiesbaden wieder verlassen. Am Bahnhofe waren Prinzessin Luise von Preußen, Prinzessin Elisabeth von Schaum­burg Lippe, Admiral Mensing und der Polizeipräsi­dent Prinz Ratibor, dem der Kaiser persöalich den Rothen Adlerorden überreichte, erschienen. Die Kaiserin erhielt reiche Blumen'penden. Das Publikum brachte den Majestäten begeisterte Huldigungen dar. Kurz nach 11 Uhr sind der Kaiser und die Kaiserin in Kronberg eingetroffen und von der Kaiserin Friedrich empfangen. Nach herzlichster Begrüßung fuhren die Herrschaften nach Schloß Friedrichshof. Aus Wiesbaden wird noch berichtet, daß die Fest­vorstellung im Hostheater am Dienstag Abend einen glänzenden Verlauf nahm. Der Kaiser trug Garde- Kürassier-Uniform, die Kaiserin hatte eine heliotrop- farbene Toilette und ein Diamantenkollier angelegt. Das Publikum brachte den Majestäten große Huldi­gungen dar. Vor dem König!. Schloß fand eine prachtvolle Illumination statt. Hierzu war eine künst­liche Kaskade von über 150 Fuß Höhe hergerichtet. Eine tausendköpfige Menschenmenge bereitete dem Kaiserpaar stürmische Ovationen; die Majestäten er­schienen wiederholt auf dem Balkon. Von Kron­berg hat das Kaiserpaar Abends gegen 10 Uhr die Rückreise nach Potsdam angetteten. Morgen früh erfolgt die Ankunft im Neuen Palais, wo der Ge­burtstag der Kaiserin in üblicher Weise gefeiert wird. Der aus seinem Prozeß bekannte Assessor W e hlan hatte sich bei dem von ihm beabstchligten Wiedereintritt in den Justizdienst unter Anderem auch um eine Anstellung im Kammergerichtsbezirk be­worben. Diese Bemühung ist jedoch erfolglos ge­

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des Betriebsunfalles" beraubt nach § 5 jenes Ge­setzes den Verletzten des Entschädigungs-Anspruches, aber keineswegs auch bloßer Leichtsinn, selbst wenn derselbe -inen hohen Grad erreichte, und es soll sogar vorsätzliche Herleifühmng des Unfalles nach der Rechtsprechung des Reichsversicherungsamtes den Ver­lust der Unfallrente für den Fall nicht zur Folge haben, daß sich der Verunglückte damals in einem Zustande geistiger Gestörtheit befand. Ueberhaupt wird dies Gesetz von allen Behörden, namentlich auch von den Schiedsgerichten und dem ReichSverficherungs- amt, in einer so humanen Weise gehandhabt, daß die Berufsgenossenschaften weit eher als die Arbeiter zu begründeten Klagen Veranlassung hätten.

blieben. Lihungtschang ist in Peking, der Hauptstadt von China, angekommen.

* (Parlamentarisches.) DieNordd. Allg. Ztg." bringt eine Mittheilung in offiziösem Sperrdruck, wonach der Reichstag am 10. No­vember zusammentteten wird. Die Einberufung des Landtages ist, wie von derNordd. Allg. Ztg." offiziös bestätigt wird, für den 20. November in Aussicht genommen, eine enbgiltige Entscheidung hierüber aber noch nicht getroffen. Bei der Ersatz­wahl zum preußischen Abgeordnetenhaufe in Schlciden- Malmedy-Montjoie wurde Oberpfarrer Pauli (Ctt.) mit 117 von 230 abgegebenen Stimmen gewählt.

* (Zum Fall Brüsewitz.) Etwas mehr Oeffcntlichkeit! überschreibt dieKöln. Ztg." einen Artikel, in dem sie sich mit der Angelegenheit Brü- sewitz-Siepmann beschäftigt. Bei der Verschiedenheit der Angaben über den Hergang wird der wahre Sach­verhalt, sv befürchtet das Blatt, durch das geheime militärische Gerichts^ Verfahren niemals bekannt werd n. Das liegt aber nicht im Interesse des deutschen Heeres, das ein Vvlksheer ist. Es wurzelt und hat seine wichtigste Kraft in dem festem Vertrauen, in der un­erschütterlichen Anhänglichkeit, die unser Volk dem Heere und seinen Einrichtungen entgegenbringt. Das Heer selbst hat das dringende Interesse dafür zu sorgen, daß niemals im Volke der Gedanke auftauchen kann, daß dort Dinge vorkommen, die das Licht der Sonne zu scheuen haben. Gewiß kommen auch im Heere Vergehen und Verbrechen vor, tote in jedem anderen Berufe, aber ebenso gewiß ist, daß solche Thaten mit aller Entschiedenheit und Rücksichtslosigkeit be- sttaft werden; und Niemand kann im Heere ein Interesse daran haben, daß dieses strenge Walten der strafenden Gerechtigkeit durch völlig veraltete und dem Heere nicht zum Ruhme gereichende Rechts- eiurichtungen künstlich verschleiert wird. Wer in diesen Fragen das Walten der Oeffentlichkeit ein- schränken und eindämmen will, der schädigt geradezu das Ansehen unseres Heeres.

* (P v l i t i s ch e r P r v z e ß.) Zu der Sttaf- verfolguug der Journalisten Karl v. Lützow und Heinrich Leckert gen. Larsen wegen Beleidigung des Hausmarschalls Grafen zu Eulenburg in Sachen des Zarentoastes in Breslau wird weiter mitgetheilt, daß der Strafantrag von dem Reichskanzler gestellt worden fei, und zwar auf Grund der Thatsache, daß v. Lützow und Larsen verschiedenen Personen gegen­über jene den Grafen zu Eulenburg beleidigende Notiz als von dem Freiherrn v. Marschall inspirirt

Von Mary Widdern.

(Fortsetzung.)

Vor dem belasteten Gewissen können die Frau Dbriftin nicht schlafen," fuhr Johann fort,da fürchtet sie sich in ihrem einsamen Zimmer und"

Ihr belastetes Gewissen," unterbrach Hildegard ihn,Johann, ich bitte Sie, was ist's mit der Tante."

Er sah erschrocken zu ihr hinüber.Fragen Eie mich doch nicht, gnädiges Fräulein," sagte er bittend.Ich ließ mich von dem Aerger, hier ge­stört zu werden, hinreißen," setzte er hinzu,Dinge M reden, die ich gewiß nicht verantworten kann Und nun will ich auch eilen, hinunterzukommen. 6eben Sie mir das Theebrett, bitte, ich bringe es schnell in's dunkle Kämmerchen hier oben, wo eS gewiß gut aufgehoben ist. So jetzt schlafen Sie wohl und träumen Sie etwas recht Liebes in der ersten Nacht hier im Hause Ihrer Verwandten."

Ihr belastetes Gewissen," das Wort des Allen wollte dem jungen Mädchen nicht aus dem Sinn, <8 klang ihr fortwährend in den Ohren und selbst als sie die Lampe, die Johann gewiß auch von seiner Gönnerin geliehen, ausgelöscht hatte und zu Bett gegangen war, hörte sie es immer noch und zerbrach sich den Kopf darüber, was es wohl sei, fragte sie sich, das die Tante so ängstlich gemacht, trotz ihres rauhen und männlichen Wesens. Aber dann hatte die Natur doch ihr Recht gefordert und ste war plötzlich eingeschlafen.

unversöhnlichen Haß gegen Konrad von Steifen damit der Doktor nicht Majoratsherr wird"

Sie sehen mich so angstvoll an, mein Fräulein, ist irgend etwas an mir, das ihre Furcht erregt?"

Sie zuckte leicht zusammen und tief errötheud kam ihr das Bewußtsein, wie unbeschreiblich sonderbar sie sich diesem Manne gegenüber benehme:O, nichts," zwang sie sich deßhalb zu sagen,ich erinnerte mich nur daran," fuhr ste schon ein wenig dreister werdend, fort,daß ich Ihren Namen bereits gestern gehört nicht wahr," fragte sie bann, Sie sind doch der Mentor des kleinen Grafen?" Und als er sich stumm bejahend verbeugte, fuhr ste fort, nun da der erste Schreck, den der plötzliche Anblick des Fremden in ihr verursachte, überwunden, sogar in beinahe sicherer Weise:Aber so früh am Tage beginnen Sie Ihren Unterricht?"

Ich habe leider nur die Morgenstunden für Harald übrig," erwiderte er und legte die schwarz

Anzeigen nimmt entgegen di« Exvidition diese« Blatte«, sowie di« Annoncen-Bureaux von Haastnstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXL Mra Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C L.

Daube u. Co. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Pari«.

Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für >ie Kreise Marburg ««b Kirchhai«.

Jllnstrirtes S-««tagSblatt.

Es war ein langer, erquickender, traumloser betoobl Schlummer, der über Geist und Körper gekommen, 1 Daub unb sie öffnete erst die Augen wieder, als die Kirch- (611i tzurmglocken die siebente Morgenstunde schlugen.