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(Nachdruck verboten)
(Fortsetzung folgt.)
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Verantwortlich für den allgemeinen Theil: Redakteur Friedrich Colbatzku für den Jnseratentheil: Joh. Ang. Koch, beide in Marburg
Der Kaiserin Auguste Viktoria.
* Der deutschen Kaiserin schlagen am 22. Oktober die Herzen der Nation besonders freudig entgegen. Der Hohenzollern Freud ist des Volkes Freud, und so naht es auch der erlauchten Frau huldigend an ihrem achtunddreißigsten Geburts tage. 68 ist nicht nur die Trägerin des Königlichen Purpurs, vor deren Hoheit sich die Nation verneigt; es ist zugleich die wahrhafte deutsche Frau, die sie m unserer Kaiserin verehrt, — die Mutter, welche ihre schönste Pflicht in der treuen Bestellung ihres Hauses erkennt und es mit ihrem Geiste erfüllt, sowie die gottergebene Christin, biren frommer und demuthsvoller Sinn sich wie ein Frühlingsthau auf Aller Herzen legt.
Mit auftichttgen Wünschen für ihr ferneres Wohl umstehen alle deutschen Männer und Frauen heute ihren Thron; heiße Gebete erflehen Gottes reichen Segen für ihr Haus. In der That, das Morgen- roth des anbrechenden Geburtstagsfestes möge ein glückverheißendes Zeichen für ihr neu beginnendes Lebensjahr sein, und dieses nur Stunden des reinen Menschen- und Christenglückes für sie haben.
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* (Quebrachoholzzoll.) Die„Berl.Korresp." schreibt: Die in mehrere Blätter, u. A. auch in die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" übergegangcnen Mittheilungen der „Berliner Polittschen Nachrichten" über die im Bundesrathe erfolgte Ablehnung des Anttages auf Einführung eines Zolles auf Quebracho- holz sind, soweit sie die Stellungnahme einzelner preußischer Ressortminister zu dieser Frage betteffen, unzutreffend.
* (v. Richthofen.) lieber den neuen Kolonialdirektor Dr. v. Richthofen bringt die „Köln.-Ztg." einen längeren Artikel, der im Gegensatz zu dem bisher von der Presse über den Nachfolger Dr. Kayser's Geäußerten ausführt, daß Herr v. Richthofen, wie kaum ein Anderer, für den schwierigen Posten eines Direktors des Kolonialamtes geeignet sei. — Freiherr v. Richthofen hat, wie das rheinische Blatt mittheilt, während seiner langjährigen erfolgreichen Thätigkeit in Kairo vielfache Gelegenheit gehabt, mit unseien hervorragenderen Kolonialbeamten in Verbindung zu treten und unseren ersten Afrikaforschern schätzenswerthe Dienste zu erweisen. Unsere emften und gediegenen Kolonialkreise kommen daher dem Herrn v. Richthofen mit vollem Verttauen entgegen. In seinem überaus gastfreien Hause in Kairo haben zahlreiche Landsleute, die aus den Kolonien zurückkehrten und in Aegypten zur Erholung sich aufhielten, reiche Gelegenheit gehabt, ihn kennen zu lernen und sich mit ihm zu befreunden. Dazu gehört in erster Linie Gouverneur v. Wißmann, dessen früherer Reisebegleiter Hans Müller nach schwerer Krankheit Monate hindurch Gast Richthofen's war, dazu gehören Dr. Bumiller, Hauptmann Morgen, Otto Ehlers rc. Neben den finanziellen Geschäften, die der neue Kolonialdirektor als Leiter der ägyptischen Staatsschuldenkommission zu erledigen hatte, wobei er sich jederzett der vollkommensten Anerkennung seiner vorgesetzten Behörde zu erfreuen hatte, behielt der Freiherr v. Richthofen noch soviel Zeit übrig, um mehrere denkwürdige Reisen in das Innere Afrikas zu unternehmen. Er ist also kein Fremdling auf dem Gebiete, dem fortan seine Lebensarbeit gewidmet sein wird.
* (Kolonialrath.) Der Kolonialrath b-rieth heute den Gesetzentwurf bett, die Wehrpflicht in den Schutzgebieten und nahm die gemachten Vorschläge im Sinne des Kriegsministeriums an. Sodann wurde die Frage bett, die Erweiterung des Handels an der ostafrikanischen Küste erörtert. Die Regierung beabsichtigte, zur Begünstigung des direkten Exports von den Kolonien nach dem Mutterlande die Zölle für direkt von der Küsten statton ausgeführte Maaren zu
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Deutsches Reich.
* Berlin, 20. Oktober. (Tagesbericht.) Anläßlich des Geburtstages der Kaiserin wird am Donnerstag, den 22. Oktober, im Neuen Palais ein Familien - Frühstück und Abends ein größeres Diner stattfinden. — Das älteste Mit. ^-glied des Hohenzollernhauses, die am 21. Oktober 1813 geborene Fürstin Josephine jbvn Hohenzollern - Sigmaringen, vollendet am morgigen Tage ihr 83. Lebensjahr. Mcht weniger als drei Generattonen umgeben die hohe Frau, und dieser Kreis wächst zu ihrer Freude von Jahr zu Jahr. — Prinz und Prinzessin Heinrich von P r e n ß e n sind heute mit ihrem Hofstaat von Hemmelmark nach Kiel übergefiedelt. — Aus Friedrichsruh verlautet, daß Fürst Bismarck gesundheitshalber die persönliche Entgegennahme des Ehrenbürgerbriefs der Stadt Altoua, den ihm eine Deputation überreichen wollte, abgelehnt hat. Dem Chef des Generalstabs des 9. Armeekorps v. Gahl hat der Kaiser sein Bild »tt der Widmung: „Zur Erinnerung an den Strohrn- btrg, den 11. September 1896" geschenkt. Ter Sttohmberg ist jene Höhe, auf der bei den dies-
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Wissenschaft, Kunst und Leben.
* Gieße«, 18. Oktbr. (Universität.) Wie verlautet, wird im Wintersemester Prof. Br. Bostroem ein Kolleg über „gerichtliche Medizin" lesen. Seit dem Tode des Prof. Dr Milbrand, der zuletzt über dieses wichtige Thema sprach, wurde dieses Kolleg bisher nicht mehr gelesen.
* München, 18. Oktober. (Professor Max von P e t t e n k o f e r) wurde auf weitere drei Jahre zum Präsidenten der Akademie der Wisienschaftrn und zum Generalkonservator der wissenschaftlichen Sammlungen des bayerischen Staate» ernannt. Gleichzettig wurde ihm durch ein Handschreiben dr» Prinz-Regenten von Bayer« da» Prädikat „Exzellenz" verliehen.
— (Der Züchter der Victoria regia.) Der Botaniker, der als der erste die jetzt weltbekannte Victoria regia als Kulturpflanze gezogen hat, Baron Ferdinand v. M ü l l e r, ist in Australien gestorben. Er lebte dort als Regierungsbotaniker von Viktoria. Seit einem halben Jahrhundert ist sein Neme mit dem Fott- schritt des botanischen Wissens und der Forschung in Australien verbunden, namentlich auch mit der Nutzbarmachung seiner Pflanzenschätze. Müller, später vom König von Württemberg geadelt, war im Juni 1825 in Rostock geboren; er studirt» zuerst Pharmacie, dann Chemie und Botanik in Kiel, wo er den Doktortttel erlangte. Im Jahre 1847 stedelte er wegen seiner D-Sposition zur Schwindsucht nach Austtalien über und erhiett 1852 dort «ine Staats- stellung. Seine Reisen in Australien zu Forschungszwecken batten ein« Ausdehnung von über 25000 englischen Meilen. An den Vorbereitungen zu einer Südpolexpedition nahm «r lebhaften Antheil. Müller war ein stets dienstbereiter Korrespondent und fleißiger Schriftsteller. Man hat ihm eine gewiss« Eitelkeit zum Vorwurf gemacht, dir aber stets harmlos blieb. Die Victoria regia in unseren botanischen Gärten werden dauernd an ihn erinnern.
— (Althochdeutsch.) Auf Anttag des Direktor» der chirurgischen Klinik zu Breslau, Prof. Mikulicz, wird in dem neuerbauten astptischen Operation! saale der genannten Klinik eine althochdeutsche Inschrift folgenden JrhaltS angebracht werden: „Ben zi bena, bluot zi bluoda. lid zi geliden, soft gelimida fin." (Knochen zu Knochen, Blut zu
jährigen Kaisermanövern in Schlesien der Kaiser am II. September den Truppenübungen beiwohnte.
* (Ein politischer Prozeß.) Die falsche Wiedergabe des Breslau.er Zarentoastes scheint ein gerichtliches Nachspiel haben zu sollen. Nach der seinerzeit zuerst verbreiteten Lesart sollte der Zar gesagt haben: „daß ich von denselben ttadittonellen Gefühlen für Eure Majestät erfüllt bin, wie mein Vater;" in Wirklichkeit hatte ber Zar gesagt: „daß ich von denselben traditionellen Gefühlen beseelt bin, wie Euere Majestät". In einem Montagsblatt war nun die Behauptung ausgestellt worden, die falsche Wiedergabe des Zarentoastes sei durch den Oberhofmarschall Grafen Eulenburg veranlaßt worden. Gegen zwei Journalisten, welche letztere Angabe in die Presse gebracht haben, den Lieutenant a. D. von Lützow und einen angeblich Heinrich-Leckert-Larsen, ist nun von der Staatsanwaltschaft Anklage wegen ver- leumdettscher Beleidigung des Oberhofmarschalls Grafen Eulenburg erhoben. Leckert-Larsen ist nach dem ersten Verhör in Haft genommen. Nach einem Abendblatt soll auch v. Lützow sich mehrere Tage in Haft befunden haben, jedoch wieder freigelassen sein, weil gegen ihn Fluchtverdacht nicht vorliegt. Es wild behauptet, die Regierung habe das größte Interesse daran, die Motive des ungerechtfertigten Angriffs auf den Oberhofmarschall aufzuklären und die Hintermänner der genannten Journalisten zu entdecken. Die unrichttge Meldung über den Breslauer Zarentoast sei nur ein neues Glied in ber Kette falscher Anschuldigungen, die systematisch den Zweck verfolgen, zwischen Regiemngskreiseu und Hofkreisen Unfricben zu stiften.
* (v. Wißmann.) Die Mittheilung, daß Gouverneur v. Wißmann nicht mehr nach Afrika zurückkehrt, wird jetzt allerseits bestätigt. Vorläufig wird Oberst v. Trotha die Geschäfte des Gouverneurs weiter führen. Gouverneur v. Wißmann wird zunächst zur Disposition des Direktors der Kolonialabtheiluug gestellt werden, um diesem mit seinen reichen Erfahrungen zur Seite zu stehen. Es liegt im Bereiche der Möglichkeit, daß Major von Wißmann später, wenn seine noch immer etwas geschwächte Gesundheit ganz wiederhergestellt ist, wieder aktiv in den Kolonialdienst zurückttilt. Jedenfalls ist die Thaffache mit Geuugthuung zu begrüßen, daß Herr v. Wißmann vom Berliner Kolouialamte aus die Sache unserer Kolonien mit Rath und That fördern wird, so lange es ihm versagt ist, in Afrika seines Amtes zu walten.
Speisereste auf ein großes Theebrett setzte, das aus dem Hotel mit herübergekommen. „Aber ich denke, Alterchen, sein Leben soll sich von nun an auch ein wenig freudevoller gestalten — ich will ihm ja jede freie Minute widmen und auch in anderer Weise für ih» sorgen. Denken Sie sich nur," setzte sie leiser hinzu, wie fürchtend, man könne sie behorchen, „die Tante hat es gestattet, daß ich fortfahre, selbst für mich zu sorgen — da soll denn auch mancher Groschen abfallen, mit dem wir dem Kranken eine Freude bereiten."
Sie reichte mit den letzten Worten das Theebrett zu Johann herüber — aber die Hände, die nach ihm faßten, zitterten so bedenklich, daß Hildegard zögerte, ihm die ihr in Haralds Interesse so werthvollen Reste auzuvertrauen. „Alterchen, was fehlt Ihnen?" fragte sie erstaunt.
»Ich — ich kann es nicht ausdeuten, daß die gnädige Fra« Tante wirklich erlaubt haben sollte, daß eine Enkelin der Solms-Hegendorf für Geld arbeitet, aber wenn Sie's sagen, gnädiges Fräulein," etzte er traurig wie beschämt hinzu, „so ist es ja ganz gewiß wahr; — und im Grunde genommen, Arbeit schändet auch nicht."
„Arbeit adelt," hatte er wohl sagen wollen, aber der böse schrille Ton von ber Obristin Klingel verhinderte ihn, den begonnenen Satz zu beenden — „so spät noch einmal," sagte der Alte Ungehalten, „aber sie treiben es oft so, die Frau Tante, )en ganzen Tag habe ich kaum eine Minute für mich, und nun lassen Sie mir auch nicht einmal in der Nacht Ruhe."
Von Mary Widder«.
(Fortsetzung.)
Kann ich Harald nicht noch sehen und ihm „gute Nacht" wünschen?" fragte Hildegard leise, °ls Johann eben im Begriff stand, ihre Thür zu öffnen. Aber ber Alte verneinte bie Frage: „Er schläft schon, guäbiges Fräulein, unb bie Ruhe nach so vielen Schmerzen bürfen wir nicht stören, es wäre geradezu sündhaft!" Damtt hatte er aber auch schon den Schlüssel umgedreht, «nd eine Sekunde - später warf Hildegard einen erstaunten Blick in ihr nunmehriges Heim — was Wunder auch, das Zimmer war möglichst sauber und hell erleuchtet — «uf dem rein gedeckten Tisch aber dampfte ein appetitliches Mahl.
Fräulein, und lassen sich's gut schmecken, für «uferen Harald verwahre ich, was davon übrig bleibt, dem armen Jungen ist auch einmal eine kräftige Kost von Nöthen."
„Wie Ihnen, Johann!" Und ehe der Alte sich's versehen, hatte Hildegard die Ente trauchirt und einige ihrer besten Stücke nebst Kartoffeln und Compot auf einen Teller gelegt: „Da Alterchen," sagte sie liebreich, „essen Sie auch, wenn er mir gut schmecken soll — und wollen Sie mir einen besonderen Gefallen thun, so nehmen Sie sich einen Stuhl und setzen Sie sich zu mir, hier oben find Sie nicht der Diener des Hauses, sondern mein und Haralds Freund."
Dagegen prolestiite er aber mit komischem Erschrecken : „Nein, eine solche Gleichstellung ginge denn doch nicht an, es wäre schon übergenug," meinte er, „wenn das gnädige Fräulein ihm erlaubte, das Mahl hier mit in einem Zimmer zu theilen, aber an einem Tische?"
Er schüttelte energisch den grauen Kopf und wirklich ließ er sich nicht überreden, anders als stehend und in respektvoller Entfernung von ihr die ihm ge eichten Speisen zu verzehren.
Hildegard langte inzwischen tapfer zu — das Herz des alten Dieners hüpfte heimlich vor Freude, als er sah, wie trefflich es ihr mundete.
„Ihre Kochkunst in Ehren," sagte sie, als sie sich gesättigt hatte, lachend. „Aber das schmeckte doch besser, als die Roggensuppe unten! Und nun wollen wir schnell wieder Alles zusammenstellen,' meinte sie dann, „damtt wir nicht noch einmal Appetit bekommen und schließlich nichts für unseren armen Harald übrig bleibt."
„Wie leid er mir thut," sagte sie mit auftichttger Theilnahme, während sie flink und gewandt die
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vermindern. Es wurde beschlossen, von dieser Maßnahme abzuseheu.
* (Bäckereiverorbnnng.) Unmittelbar nach dem Zusammentritt des Reichstages wird die Regierung in Angelegenheit des Nationalarbeitstages in Bäckereien interpellttt worden. Betreffs der Wirkung dieser Verordnung hat der Bäckerinnungsverband „Germania" eine Erklärung abgegeben, in der es heißt: In den Berliner Bäckereien sind die Gesellen mit wenigen Ausnahmen in das sozialdemokratische Lager übergegangen. Der Verein christlicher junger Männer ist in seiner Mitgliederzahl, soweit es Bäcker sind, von 500 auf 300 herabgegangen. Der geschäftsführende Ausschuß der Bäckerinnung Germania beschloß, an den Bundesrath eine Petition um Aufhebung der Bäckereiverordnung zu richten und hierbei insbesondere auf den unheilvollen Einfluß derselben auf mittlere und kleinere Betriebe hiuzu- wciseu. Einige Bäckermeister, die mit großem Gesellen- und Lehrliugsapparat arbeiten und trotzdem ihre Arbeit in 12 Stunden nicht erledigen konnten, haben ihr Personal noch vergrößert, und laffen nun, um dieses auch während der übrigen Zett zu verwenden, auch gegen Abend noch frisches Gebäck Herstellen. Die Folge davon ist, daß sie das Publikum an sich ziehen und daß die kleinen Bäckereien ihre Kunden verlieren. Dauere die Bundesrathsbestimmung noch ein Jahr, so sei die Hälfte aller Bäckereien luinirt. Es soll von den Bäckern endlich eine Petition an das Ministerium abgesandt werden, den Sonn- und Festtagsverkauf bis 5 Uhr Nachmittags ausdehnen zu dürfen.
* (Kreta.) Die österreichische Regierung hat die deutsche Reichsregieruug ersucht, das deutsche Konsulat in Kauea wieder zu besetzen, da die dortigen Konsuln die Ueberwachungsbebörde über die treten« fische Landesverwaltung zu bilden haben, und beim Fehlen eines deutschen Konsuls der österreichische leicht überstimmt werden könnte.
* Koblenz, 19. Oktober. (Denkmals- enthüllung.) Bei der bereits gemeldeten gestrigen Enthüllung des Kaiserin Augusta-Denkmals hielt Großhcrzog Friedrich von Baden eine Rede, worin es hieß: „Ich darf wohl in diesem Augenblick den Empfindungen aller Anwesenden Ausdruck geben, wenn ich sage, daß wir in Ehrfurcht und Wehmuth zu dem Denkmal aufschauen und zugleich auf die große Zett zurückblicken, welche heute, als am Geburtstage des Sohnes unseres Heldenkaisers, in ganz besonderer Bedeutung wachgerufen wird, des Sohnes Kaiser Wilhelm I., des helden-
„Johann, wie in aller Welt haben Sie das zu Wege gebracht?" fragte fie und streichelte dem Alten schmeichelnd die gefurchte Wange.
„SM!" er legte den Finger auf den Mund (593' »nd erst als er die Thür hinter fich geschloffen, . nachdem er mit freundlichem Lächeln Hildegard den >ig, Lortrttt gelassen, sagte er, dicht an den Tisch ttetend, wobei er nicht unterließ, wohlgefällig auf die gebratene Ente und eine kleine Eierspeise zu blicken, um die sich allerlei eingemachte Früchte auf zierlichen Schüsselcheu reihten. „Frau Jürgens von drüben, unsere Wirthin im Hotel zum Bären, ist meine spezielle Gönnerin, und that mir gern den Gefallen, «inen kleinen Imbiß für unseren jungen Gast herüberzuschicken, um so lieber, da ich ihr sagte, das junge Flräulein, die nun für immer hier bleiben würde, sei die Tochter Baroneß Otttliens, die sie recht gut gekannt. — Aber nun setzen Sie sich auch, gnädiges
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Anzeigen nimmt enlg«g«n di« Expedition dieses Blattes, sowie di« Annoncen-Mireaux von Haasenstein n. Vogler in Frankfntt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Iabra. Moss« in Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln, C L. ,x)uv*’o‘
Daube u. Co. in Frankfntt «. M., Berlin, Hannover, Patts.
Erscheint täglich außer an Wervagrn nach Sonn- und «
Feiertagen Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe-
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.