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(Nachdruck verboten)
(Fortsetzung folgt.)
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* Darmstadt, 17.Oktbr. (Die Hessischen Landtagswahlen) sind abgeschlossen; dic Opposition in der II. Kammer besteht aus 8 Antisemiten, 6 Freisinnigen, 6 Centrumsleuten und 5 Sozialdemokraten, denen 25 Nationalliberale gegenüberstehen.
Deutschland und England.
* Die englische Presse gefällt sich gegenwärtig darin, von politischer Vereinsamung Deutschlands und Lockerung des Dreibundes zu reden. Den Zweck, der damit verfolgt wird, hat jetzt die „Times" offenbart, indem sie es für unbegreiflich erklärt, daß deutsche Staatsmänner eine Entfremdung Englands wünschen sollten „zu der Zeit, wo es offenkundig ist, daß Deutschland nicht länger die vorherrschende Stellung in Europa einnimwt und alle Anzeichen dafür vor- ' liegen, daß der Dreibnnd ständig lockerer und schwächer, der Zweibund dagegen eher stärker und fester wird". Es handelt sich also um ein verstecktes Liebeswerben bet Deutschland. Nachdem sich die an den Zarenbesuch in Balmoral geknüpften Hoffnungen einer Verständigung mit Rußland nicht erfüllt haben und man daher genöthigt gewesen ist, in der türkischen Frage den Rückzug anzutreten, kommt unseren sogenannten Vettern jenseits des Kanals ihre Ohnmacht gegenüber einem Zusammengehen der übrigen europäischen Mächte immer mehr zum Bewußtsein, und es wäre ihnen daher sehr erwünscht, wenn sie dieses Zusammengehen stören und mit Deutschland wieder bessere Fühlung erlangen könnten. Der Weg, den sie dazu einschlagen, ist fteilich so verkehrt wie möglich. Denn wenn eine der europäischen Mächte heute politisch vereinsamt dasteht, so ist es sicher nicht Deutschland, und die angebliche Lockerung des Dreibundes gehört vorläufig noch in das Gebiet der frommen Wünsche. Deutschland hat es aber auch durchaus nicht nöthig, sich davor zu fürchten, daß sich die, wie die „Times" sagt, schon in der Entfremdung begriffene Stimmung des englischen Volkes gegen uns vielleicht gar in erklärte Abneigung verwandelt. Ueber den recht zweifelhaften Werth englischer Freundschaft ist man sich in Deutschland nachgerade klar geworden, aber wie viel England an guten Beziehungen zn Deutschland gelegen ist, beweist recht deutlich das hinter schulmeisterlichen Drohungen versteckte Liebeswerben der „Times".
Was auf das Gerede von der politischen Vereinsamung Deutschlands und der Lockerung des Dreibunds zu geben ist, geht übrigens auch daraus hervor, daß die „Morning Post" England ein Abkommen mit Deutschland und Oesterreich-Ungarn empfiehlt, um Rußland und Frankreich zu über- zeWen, daß sich durch ihre Vertheidigung des Sultans bas europäische Gleichgewicht gegen sie wenden würde. Dieser Empfehlung liegt derselbe Gedanke zu Grunde, vie der Drohung der „Times", daß sich die Stimmung des englischen Volkes gegen Deutschland in
erklärte Abneigung verwandeln könnte. Man hofft auf diese Weise das der englischen Orientpolitik so überaus unbequeme Einvernehmen ter europäischen Festlandmächte in der türkischen Frage stören zu können. Allein in beiden Fällen düifte der beabsichtigte Zweck nicht erreicht werden. Denn immer Harer kommt es den europäischen Festlandvölkern zum Bewußtsein, daß sie zusammenhalten müssen, um den unausbleiblichen Kampf gegen die Macht siegreich zu bestehen, die die ganze Erde, allen Kolonialbesitz und allen Handel für sich allein monopolistren und feinem Andern etwas übrig lassen möchte.
Steifen hat sich in dieser Weife ja erst jetzt wieder berüchtigt gemacht," fuhr sie höhnisch fort, „aber das gehört nicht hierher," sagte sie gleich darauf und fuhr sich mit einer eigenen, man möchte sagen pagodenhastcn Bewegung mit der Hand über Gesicht und Stirn — „ich wollte Dir ja nur sagen, weß- halb ich das Andenken dieser Ludowika so glühend hasse, daß mir der Anblick ihres Bildes ein Gefühl nahezu des Grauens erregt, sie hat dem Namen Solms - Hegendorf Schande gemacht," flüsterte sie dann, sich an das Ohr ihrer Nichte beugend, „in noch schlimmerer Weise, als Deine Mutter, ich überraschte sie, die die angebetene Gattin meines Bruders war, in den Armen eines anderen Mannes, dessen Namen sie uns übrigens zu nennen verweigerte. Selbstverständlich trug der beleidigte Gemahl sofort auf Scheidung an — ihre Ehe war kinderlos geblieben, das wurde ihm vor Gericht ein triftiger Grund — die Eheleute gingen auseinander — Ludowika in ein Kloster und mein Bruder —" sie juckte die Achseln, „je nun, er war eine schwärmerische ^atur und hatte sie sehr geliebt, mein Bruder träumte um sie, lange, nicht bloS Wochen und Monde, andern Jahre hindurch, dann aber gab er meinem Drängen nach und verheirathete sich zum zweiten stale, er wählte diesmal in meinem Sinne, ich uchte ihm die Braut aus den ersten Geschlechtern des Landes und fand sie in der Gräfin Mathilde von Rauneort — aber auch diese Ehe blieb kinderlos vnd —"
„Und hat Onkel Kurt nie wieder in das schöne Gesicht feiner Frau gesehen?" unterbrach Hrldegard die Tante — es schien, ihre Gedanken konnten sich von der armen verstoßenen Gemahlin, an deren Schuld sie nicht glauben konnte und wollte, nicht losreißen.
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@ntü v. Richthofen, geboren und gegenwärtig genau 50 Jahre alt. Wie erinnerlich, verstarb die Frau des künftigen Direktors als eines der ersten Opfer an der Cholera, die in diesem Jahre in Aegypten wüthete, wo Herr v. Richthofen bisher als Mitglied der ägyptischen Schuldenkommission seinen Aufenthal hatte; Herr v. Richthofen kennt Afrika aus eigener Anschauung; er ist nicht nur Theoretiker sondern auch Praktiker. Seiner Wahl stehen die Blätter noch abwartend gegenüber. So schreibt die „Nat. Ztg.": „Wir haben gegen Herrn v. Richthofen schon darum nichts, weil wir nichts von ihm wissen. In solcher Unkenntniß über den Beruf des genannten Herrn zur Leitung der kolonialpolitischen Angelegenheiten dürste man sich allgemein befinden; ebenso allgemein aber ist in den Kreisen, in denen man eine zielbewußte Förderung der kolonialen Unternehmungen wünscht, die Ansicht, daß dazu eine bureankratische Besetzung des wichtigen Postens nicht genügt." — Aehnlich äußern sich die „Hamb. Nachr.", welche hinzufügen, daß, wenn die Wahl des Leiters der Kolonialabtheilung nicht richtig ausfällt, e3 kein Wunder ist, wenn sich das deutsche Kapital an kolonialen Unternehmungen nicht betheiligt. — Die „Köln. Ztg." bezeichnet dagegen die Wahl v. Richthofen's als eine überaus glückliche. Das Blatt sagt, von den ersten deutschen Kolonialkreisen sei Herr v. Richthofen bei Erörterung der Möglichkest eines eventuellen Wechsels als derjenige bezeichnet worden, der für diesen Posten in erster Linie in Betracht komme. Freiherr v. Richthofen besitze das vollste Vertrauen unserer Kolonialkreise und sei befreundet mit den ersten Afrikaforschern.
* (Neue Militärvorlage.) Die Schieß- versuche, welche im Beisein des Kaisers auf dem Artillerie-Schießplatze zu Knnnersdorf stattgefunden haben, dürsten, wie man dem „B. L." von besonderer Seite mittheilt, der Anlaß für die Regierung fein, dem Reichstage eine neue Militärvorlage zu machen, welche die Mittel für die Verbesserung der Artillerie verlangen soll. Die Meldung klingt an sich keineswegs unwahrscheinlich. Erwägungen über diese Frage haben wiederholt ftattgefunben. Bis vor Jahresfrist glaubte man jedoch von der Maßnahme absehen zu können.
* (Heirathen der Offiziere.) Den „Berl. Neuest. Nachr." zufolge ist vor einiger Zeit eine Kabinetsordre ergangen, in welcher denjenigen Offizieren, die auf Grund von Heirathsannoncen in Zeitungen eine Ehe eingehen, mit der Verabschiedung gedroht wird.
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Ausland.
Italien.
* (Kassala.) In Londoner Kreisen erzählt man sich, daß zwischen England und Italien bezüglich Kassalas Verhandlungen geschwebt hätten, die jetzt zum Abschluß gekommen wären. Kaffala ist bekanntlich die an der Grenze der astikanischen Kolonie Italiens gelegene Stadt, welche die Italiener den Mahdlsten im Jahre 1894 entrissen und um die später der abessinische Krieg entstanden ist. ES verlautet, Italien werde Kaffala an England abtreten, wofür letzteres die Kosten der Besatzung und Befestigung übernimmt, die durch eine gemischte Kommission fcst- zustellen sind. ES soll dann eine Eisenbahnverbindung mit Massauah hergestellt werden, deren Kosten zum Theil von England, zum Theil von Italien getragen werden sollen. Nun ist diese Nachricht von anderer Seite als unbegründet bezeichnet worden, und es ist auch bekannt, daß König Humbert, der Kassala nicht in den Händen der Abessinier hat lassen wollen, dasselbe auch nicht an die Engländer abzutreten gewillt ist; trotzdem zweifeln wir keinen Augenblick daran, daß England Unterhandlungen mit Italien wegen Kassalas eingeleitet hat und ebensowenig daran, daß es glaubt, die peinliche Lage Italiens in Abessinien ausbeuten zu können. Wie in Transvaal und im Orient werden hoffentlich Englands Beutepläne aber auch in Abessinien scheitern.
Kr<ri»kr-ich.
* (Nachklänge.) Je näher die parlamentarische Session rückt, umso unbehaglicher wird dem Präsidenten Fanre, der während der Pariser Zaren tage mit Wonne die Rolle eines kleinen Königs spielte und zur Einrichtung eines pomphaften Hofstaates mehr Geld aufgewendet hat, als republikanische Ver- hültnisse zu derartigen Zwecke gestatten. Der dringenden Aufforderung des Präsidenten entsprechend, ist jetzt )ie Regierung bemüht, den speziellen Antheil der Präsidentschaft an den 7 Millionen — nicht 5, wie eS bisher immer hieß — betragenden Staatskosten ür die Zarenfeste möglichst herabzumindern, bevor )er Gegenstand das Parlament beschäftigt. Darum wird der Prästdentenzug, welcher hinsichtlich feiner
Von Mary Widdern.
(Fortsetzung.)
„AIS ich noch jung war," sagte die Obristin leise, „fand man allgemein, ich gliche dem Bilde. Aber vas kümmert'S mich und Dich jetzt, da ich alt und hinfällig bin." Sie seufzte doch, bann ging sie Hietier, bei jebem Silbe ein paar Augenblicke stehen bleibend, bis sie an die letzte Reihe kamen, die aus fünf Porträts bestand, denen der beiden Brüder, des Löters derselben und zweier jungen Damen.
„Tante, welch ein reizendes Gesicht?"
Die Augen des jungen Mädchens hingen begeistert den reinen Zügen des letzten Bildes, sie glaubte wirklich noch nie so vielem Liebreiz begegnet zu sein; ®ber als sie den Blick von dem Porttät fort auf die taute richtete, sah sie zu ihrem grenzenlosen Erstaunen, wie ba» Gesicht berfelben sich fratzenhaft btrjerrte unb in ben tiefliegenden Augen ein dämonisch Ebes Feuer loberte „Um Gotteswillen, Tante!" L „Still, Mädchen, still," zischte eS über die blut- wfen Lippen unb bann richtete sich bie große Gestalt »tt alten Frau noch höher auf: „Du sollst mich nie Zach ber fragen," sagte sie langsam, als koste es
Mühe, bie Worte anetnanber zu reihen, „aber •amit Du weißt, weßhalb ich mich mit keiner Silbe «« sie erinnert sehen möchte, will ich Dir sagen, wer fie ist."
„Sieh mich nicht mit diesem starren Blicke, Mer ängstlichen Frage darin an, Hildegard," fuhr we Obristin fort, „sie war keine Mörderin unb keine «iebin, bie erste Gemahlin meines verstorbenen Bruders, trotzdem Mord unb Diebstahl nicht eben ^chterlich zu fein schienen für ihre Familie — ein
Deutsches Reich.
* Berti«, 17. Oktober. (Tagesbericht.) Die Kaiserlichen Majestäten werben morgen bie Reise nach Minden und Wiesbaden antreten. In Minden erfolgt die Ankunft gegen 2 Uhr Nachmittags, von wo dann die Fahrt nach ber Porta Westfalica zu Wagen geschieht. Von Minden ab bü fte bie Weiterreise nach Wiesbaden morgen gegen 4 Uhr Nachmittags angetreten werden und die Ankunft in Wiesbaden Montag Vormittag kurz nach 9 Uhr erfolgen. — Der Ober-Hof- und Haus- marschall G r a f z n E u l e n b u r g hat sich heute nach Coblenz begeben, um Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich und diejenigen höchsten Herrschaften daselbst zu empfangen, welche an der am 18. Oktober statt- findenden Enthüllungsfeier des in den Rheinanlageu errichteten Denkmals der K a i f e i n Augusta theil- nehmen werden und ans diesem Anlaß auf Ein- abung des Kaisers im Königlichen Schlosse zu Coblenz absteigen. — Im Auftrage des Kaisers und >er Kaiserin wird ber Geheime Regierungsrath Mießner morgen, am Geburtstage des Kaisers Friedrich IIL, einen kostbaren Kranz am Sarge des verewigten Monarchen im Mausoleum ber Friedeus- irche in Potsdam niederlegen. — Der Kaiser Wilhelm-Kanal wird gegenwärtig von mehreren höheren Beamten des Snezkanals besichtigt.
* (f r. Kayser ' s Nachfolger.) Der kolonialdirettor Dr. Kayser hat bereits einen Nach- olger erhalten unb zwar in ber Person des Geheimen Legationsraths ü'r. jur. Freiherr Oswald v. Richthofen. Der neue Direktor der Kolonialabtheilung des Auswärtigen Amtes ist zu Jassy, der verkehrsreichen Handelsstadt Rumäniens, als Sohn des vormaligen Kaiserlichen anßerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers zu Stockholm, Freiherru
Die Obristin warf ihr einen finsteren Blick zu. „Du hast eine seltsame Weise, Nichte, immer da Deine Fragen zu stellen, wo sie ganz und gar nicht hingehören," sagte sie derb, „nun, ich ändere Dich noch," setzte sie mit einem mißlungenen Versuch zum Sätteln hinzu und fuhr dann gleich darauf fort, „fteilich einmal hat er sie noch gesehen, auf dem Todtenbette; Tage vorher, er fühlte eS lange, wie sich die Seele dem Körper entwinde, sprach er wiederholt den Wunsch aus, Ludowika noch einmal zu sehen — Baronin Mathilde behauptete mit aller Entschiedenheit entgegen meinem Einreden, daß ihr die Wünsche eines Sterbenden immer heilig seien, die ihres Gatten noch ganz besonders und so — kam sie. Zwei ganze Stunden brachte sie ohne irgend welche Zeugenschast am Bette ihres einstigen sernahlS zn, als sie bann aber gegangen, mit verhülltem Gesicht, ba fanben wir ben armen Kurt in einer ganz unbeschreiblichen Aufregung."
„Ich ahnte es ja, sie ist unschuldig," sagte er, während feine Hände auf der Bettdecke irrten, „und leschuldigte mich noch, ihn dazu getiieben zu haben, ich von ihr zu trennen: Ich konnte nur die Achseln dazu zucken, feine Gemahlin aber hatte sich vor dem Bette in die Knie geworfen und meinte, ich habe nie vorher und nachher einen Menschen so meinen ehen, eS mar, als wenn ihre Seele sich auflösen wollte in Thränen.
Auch ihn rührte eS endlich und er sagte leise: „Zürne mir nicht, Mathilde, ich war ja auch Dir gut, aber sieh, Ludowika war meine Jugendliebe und —"
„Und ich will ihr Andenken in Ehren halten," ägte sie feierlich.
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(Nachdruck verboten.)
Von der Berliner Gewerbe- Ausstellung.
Abschieds-Brief von Georg Paulsen.
ES wird abgerissen! Die Aexte krachen, Bretter und Balken fallen in « gelbe Laub, und bald wird von Allem, wo «in lustiges Völkchen sich den Sommer hindurch amüstrte wo ernste Gewerbetreibende und Industrielle, Arbeitgeber und Arbeiter aut stellten, schauten und lernten, nicht viel mehr übrig sein.
Eins nur bleibt: Das Defizit!
„ Ruhige Leute, welche von vornherein die heutige AuS- tellungS-Begeisterung mit den Unkosten der Berliner Aus- stellung vergliche», meinten sofort, ohne ein Defizit werde es nicht abgehen. Sie wurden aber von ben profitbegeisterten Leuten an der Spree auSgelacht; ein Plätzeschacher wurde auf dem Ausstellungsgebiet getrieben, der nicht schön, erst recht nicht würdevoll war, und der Biele verdrießlich limmte.
Mit Volldampf trat der Berliner in dar Ausstellungs- geschäft ein, i, zum Kuckuk, das G.ld mußte ja blos zum Fenster bereinregnen, erstens war die Ausstellung wirklich schon und wirklich großartig, und zweitens war fte in Berlin.
Alft dn Bombengeschäft für die Berliner, dn Bomben- Überschuß für die Ausstellung!
. ix e8 »un mit dem Bombengeschäft? In Wahr-
heit ist es nicht eingetreten.
Restaurationen, Gasthäuser mit Mittelpreisen in frequenter Lage, die allbekannten großen Geschäfte haben zwdsellos ein besseres Geschäft, al« sonst, gemacht, aber Alle, die auf rerches Publikum spekulirten, die vornehmen Etabliflements, die Produzenten von Luxusartikeln find grimmig enttäuscht: Hier hat man 1895 ein besseres Geschäft, als 1896, gemacht, die reichen Leute find in diesem Sommer eben nicht nach der Spree gekommen. Man hört das überall.
Die weitaus meisten Besucher waren Leute'mit mittleren und kleinen Geldbörsen, die fich weidlich hüten, das Geld fortzuwerfen, die schon über die Trinkgelderfrage garz andere Anschauungen haben, wie die Berliner. Vielleicht nimmt nach den bitteren Erfahrungen ber Kellner bie Trinkgeldseuche endlich dnmal etwa« ab. Zeit hierfür wäre e8 wahrlich.
itr£ fl ecXt idlung# tetsa
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für bie Kreise Marburg im> Kirchhain. """"" Jllnstrirtes Sonrttagsblatt.
Arqdgeu nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Auuonceu-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfutt a. M., Cafiel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI Moffe tu Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln, C 8. AAAi‘ Daube u. Eo. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Patts.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und At1 ,
jke 247 Kt™,: MteM? £ S; S? Marburg,
SÄK.ÄSÄX S Ä““s< Dienstag, 20. Oktober 1896.