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Anzeigen nimmt entgegen di, Expedition dieses Blatte», sowie di« Annouceu-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Iaüra. Mofle tn Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, 6. L. ,Ou"*

Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

Marburg,

Freitag, 9. Oktober 1896.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feienagen. Quartal^ Abonnements-Preis bei der Erve- dirion 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfa. («rkl Bestellgeld) Znsertionsgebühr für di, gespalten, Rtilt «d« deren Raum 10 Pfg., Reklamm für die Zeile L5Pfg.

Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt Mr >u «reife Marburg u«b Kirchhain.

Jllnstrirtes Sonntagsblatt.

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für das vierte Quartal auf die sechsmal wöchentlich erscheine.iveOberhessische Zeitung" werden zu den in obigem Kopfe bemerkten Bedingungen noch jederzeit bei den Postanstaltcn, den Boten sowie in unserer Expedition entgegengenommen. Die bereits erschienenen Nummern werden auf Wunsch kostenfrei nachgeliefert

Die französische Armee.

*** Am 9. Oktober wird Zar Nikolaus die Parade über die ftanzösischen Truppen im Lager von CHLlons abnehmen. Es wird ein großartiges militärisches Schauspiel sein, denn die Franzosen haben klugerweise ihre besten Truppen dazu ge­nommen: Algerische Elitetruppen, die sowohl durch ihre malerische Uniformirung, wie durch ihr kräftiges Aussehen aufzufallen geeignet sind, dann Marine- Infanterie, bekanntlich eine ftanzösische Kerntruppe, die sich schon im Jahre 1870 mit ausgezeichneter Bravour schlug, dann das VI. Armeekorps, auf dessen Ausbildung, weil es Grenzkorps ist, besonderer Werth gelegt wird. An dem vorzüglichen Ausfall der Parade ist demnach nicht zu zweifeln.

Zar Nikolaus hat wenig soldatische Neigungen, man wird aber trotzdem nicht annehmen dürfen, daß er sich so ohne weiteres von dem bloßen (Andrucke einer Parade gefangen nehmen lassen wird. Gerade, weil er wohl fühlt, daß er selbst nicht Militär ist, wird er bei seiner anerkannten Gewissenhaftigkeit auf das Urtheil seiner militärischen Sachverständigen besonderen Werth legen. Den Sachverständigen aber wird es nicht entgehen, daß der divisionsweise Vorbeimarsch der französischen Truppen nur erfolgt, um die geringe Stärke der einzelnen Kompagnien zu verdecken. Diese geringe Stärke ist nicht nur eine Folge der Entlassung der Reservisten, sondern sie ist überhaupt ein ständiger schwacher Punkt der ftanzösischen Armee. Sie geht nicht nur daraus hervor, daß die Zahl der Diensttauglichen nicht ganz ausreicht, um den vielen Regimentern eine genügende Stärke zu geben, fonbent auch daraus, daß eine unverhälMißmäßig große Zahl von Soldaten von

(Nachdruck verboten) Waisenkind.

Von Mary Widder«.

(Fortsetzung.)

Hildegards junges Herz klopfte noch jetzt, trotz­dem sie doch mit vollkommen ruhiger Stimme sagte: »Und nun, Johann, führen Sie mich zur Tante; wir finden wohl fpäter noch einmal ein Stündchen," fuhr sie fort, ihre Hand ftcundlich auf seine Schulter legend,in dem ich Ihnen gegenüber lieb Mütter­chens gedenken kann, das mit so viel freund­lichem Erinnern von Ihnen gesprochen und mir noch auf dem Sterbebette gesagt hat,eine" treue Seele fände ich im Hanse der Tante gewiß, den guten aufrichtigen Freund, den alten Johann, der den Solms-Hegendorf immer mehr gewesen, als ein ge­wöhnlicher Diener und ich sehe es Ihnen an die Sterbende hatte Recht."

Das weiß Gott, gnädiges Fräulein!" er wischte sich die Thränen aus den Augen, dann machte er eine respektvolle einladende Handbewegung.

Geleiten Sie mich jetzt zu ihr zur Frau Obrist?" fragte Hildegard, und diesmal bebte auch durch ihre Stimme die innere Bangigkeit.

Zuerst in Ihr eigenes Zimmer, gnädiges Fräu­lein gnädige Frau haben's so befohlen nachher aber, das heißt wenn Sie sich Ihres Mantels und Huts entledigt, geleite ich Sie hinunter zur Frau Tante."

Schweigend gingen sie dann die dunkle Treppe in die Höhe an dem Zimmer vorüber, in dem dir Obristin ungeduldig dir Nichte harrte' über lange, unheimliche Korridore, dann wieder eine Treppe hinauf, bis der Alte endlich vor einer hohen Thüre

den Offizieren dem Dienste entzogen werden, um dem privaten Dienste der Offiziere zu dienen.

Diese Erscheinung wirst eben kein gutes Licht aus die Offiziere, denen ihre privaten Zwecke über der Ausbildung der ihnen anverttanten Soldaten stehen. Sie zeigt, daß die französischen Offiziere für den idealen Zweck ihres Berufs wenig Sinn haben. Es hat denn auch eine sehr angesehene ftanzösische Zeitschrift vor etwa einem Jahre mit großer Bitterkeit darauf hingewiesen, daß ein erheb­licher Theil von Offizieren sich ans Männern zu- sammensetzt, die durch den Glanz der Uniform, durch die Aussicht auf eine gute Heirath, durch ihre un­zureichende Befähigung zu einem anderen höheren Berufe, nicht aber durch die Neigung zum militärischen Handwerk ihrem Berufe zugeführt werden. Der Gegensatz zwischen diesen Elementen und denjenigen, die aus alter Tradition ihres Geschlechtes das Waffenhandwerk ergreifen, führt es mit sich, daß in der ftanzösischen Armee ein gewisses Kliquenwesen und ein Mangel an jener Kameradschaftlichkeit besteht, die das deutsche Offizierkorps so sehr auSzeichnet. Auch die starken politischen Gegensätze, die in Frankreich bis in _ die Offizierskreise hinein'pielen, verhindern das Aufkommen einer herzlichen Kameradschaft. Auch unter den Mannschaften fehlt es an dem kamerad­schaftlichen Sinne, und vollends das Verhältniß zwischen den Offizieren und den Mannschaften läßt viel zu wünschen übrig. Diese Erscheinung ist darauf zurückzuführen, daß die Franzosen eine kriegerische, aber nicht eine soldatische Nation sind. Die Dis­ziplin, die die Grundlage jedes Heerwesens bilden muß, ist ihnen nicht etwas Selbstverständliches, wir möchten sagen Angeborenes, wie den Deutschen, sondern sie ist ihnen eine fatale Nothwendigkeit. Fällt diese Nothwendigkeit fort, so ist cs mit der Disziplin auch vorbei. Uns steht ein Bild vor Augen, das ein Zeichen ist sowohl für das unerfteuliche Ver­hältniß zwischen Offizieren und Soldaten, tote zwischen den Soldaten untereinander. Als wir von Tunis abreisten, kehrte auf demselben Schiffe die ausgediente Mannschaft eines in Tunis liegenden Turkoregiments nach Frankreich zurück. Die Regimentsmusik und das Offizierkorps hatten den Leuten das Geleit von der Kaserne zum Schiffe gegeben. Die Mannschaften zeigten sich aber keineswegs dankbar für die Aus­zeichnung, sondern als das Schiff abstieß, rief ein Theil den Offizieren höhnische Motte zu, Andere schüttelten die Faust, wieder Andere schwangen drohend ihre Olivenstöcke, kurz, es war ein beschämendes Schauspiel. Als dann das Schiff bei der Gotzletta

im dritten Stock stehen blieb, einen Schlüffe! aus der Tasche zog und Hildegards Heim öffnete.

Es war ein großes quadratisches Gemach mit zwei auffallend breiten, vielscheibigen Bogenfenstern, in das die Beiden getreten; im Augenblick war es dem jungen Mädchen aber ganz unmöglich, die Ein­richtung beffeiben zu mustern, man lebte im Dezember und ba bereits fünf Uhr Nachmittag vorüber, so herrschte in bem an sich schon nicht hellen Gemach eine beinahe greifbare Dunkelheit.

Hildegarb überlief eS fröstelnd dieser seltsame Empfang that ihr weh; sie hatte gewiß nicht erwartet, daß man zu ihrer Begiüßung Ehrenpfotten bauen würde, aber ein freundliches Gesicht auf dem Bahnhof und daheim im Hause der Tante ein Helles, warmes Zimmcr und nun? Aber jetzt blitzte ein Fcuerstrahl auf der Alte zündtte eine Kerze an, die zum Entsetzen des Mädchens in einer zerbrochenen Lasche steckte, aber was that's, sie konnte nun doch Umschau halten im neuen Domizil!

Wie enttäuscht war Hildegard aber, als fir nichts als elendes Gerümpel um sich sah, Alles zer­brochen, jeder Stuhl invalid nirgends ein Haus- rath, auf dem ihr schönheitsliebendes Ange hätte Rast halten können und dazu noch überall,Staub und Schmutz!

Um Gottes willen, Johann, wie faul und un­sauber müssen Eure Mägde sein," sagte sie und startte auf das Bett an der Wand,'über das man eine zerfetzte Decke gebreitet, über deren Grundfarbe wirklich nicht zu entscheiden war.

Der alte Mann sah sie mitleidig an: .Mägde, gnädiges Fräulein! Seitdem der Herr Obrist ge­storben und die Frau Tante in dieses ihr vom alten gnädigen Herrn vermachte Haus gezogen, mit dem zugleich ich wieder in ihre Dienste kam, hat kein

vorbeikam, dem früheren Hafen von Tunis, standen eine Anzahl von Rekruten am Lande, denen die auf dem Schiff befindlichen Reservisten spöttisch zuriefen: Ah, les bleus" (Spitzname für Rekruten)noch drei Jahre Tunis, da laßt's Euch nur recht gut bekommen".

Man erkennt aus einem derartigen Verhalten den scharfen Gegensatz zwischen Deutschen und Franzosen. Der Deutsche, der gedient hat, fühlt sich zeitlebens als Soldat und ist stolz aufsein" Regiment; der Franzose wird zwar, wenn das Vaterland ruft, wieder zn den Fahnen eilen, aber es fehlt ihm bann ber innere Zusammenhang mit dem Heere, ber ben Deutschen auch in Friedenszeiten erfüllt, und der ihn, wenn der Kaiser ruft, sich in ber Armee sofort wieder zu Hause fühlcn läßt. Und darum ist das ftanzösische Heer, und barum, weil bie Disziplin und das mili­tärische Zusammenhangsgefühl den Franzosen nicht in das Blut übergegangen sind, ist die ftanzösische Armee in bem Falle eines Unglücks in ihrem Zu­sammenhänge gefährbet.

Wir wieberholen es, baß es ein glänzenbes Schauspiel sein wird, das sich dem Zaren am 9. Oktober bieten wird. Aber es wird eben mehr ein Schauspiel sein, als der Anblick wirklichen gesunden und kräftigen Lebens.

Deutsches Reich.

* Berkin, 7. Oktober. (Tagesbericht.) Beim K a i s e r p a a r fand heute in Hubertus- stock im Anschluß an bie Sitzung des Kronraths eine Tafel statt, zu der außer der nächsten Umgebung der Majestäten bie Theilnehmer an ber Sitzung ge­laden waren. Der Monarch hat dem Ham­burger Senat anläßlich der Feier der 25 jährigen Wiederkehr des Friedensschlusses das nach seinem Entwurf hergestellte neue Kunstblatt Überreichen lassen. Die Vermählung des Erbgroß- herzogs von Oldenburg mit der Herzogin Elisabeth von Meklenburg - Schwerin findet in Schwerin am 28. Oktober statt. Der Erbgroßherzog ist seit einigen Jahren Wittwer. Die A n - s i e d e l u n g s k o m m i s s i o n hat das Rittergut Topolno im Kreise Schwetz (Westpreußen), das seit 130 Jahren im Besitz derselben polnischen Familie war, im Subhastationswege erworben. Der DampferJohann Siem" wurde gestern glück­lich aus dem Kaiser Wllhelmkanal bugsitt und Nach­mittags in den Kieler Hafen geschleppt. Mit dem Ablösungstransport für die Schiffe der

weiblicher Dienstbote mehr hier festen Fuß gefaßt und alle häuslichen Verrichtungen tourben in meine Hani) gelegt .... Sie werden mich nun fragen, wie ich denn so viel Unordentlichkeit dulden kann? Scheuen Sie es nicht, gnädiges Fräulein, ich persön­lich liebe ja Reinlichkeit und ein geordnetes Haus­wesen über Alles; aber Frau Obrist nennen es Zeitoerschwendung, wenn man die Fenster putzt und den Staub tagtäglich von den Möbeln entfernt, dazu aber Sie werden Frau Tante ja selbst kennen lernen und sich nur zu bald im Hause zu orientiren wissen, sehen Sie doch, Baroneß Ottilie, der gnädigen Frau Mama so ähnlich, so ähnlich, wie das Ei dem andern, und die erfreute sich ja eines sicheren Blickes, wie sollte er Ihnen dann fehlen? Und nun, nicht wahr, Sie sind bereit, gnädiges Fräulein! Da, bitte ich, ist ein Nagel," sagte er, als er bemerkte, wie das Mädchen sich, Mantel und Hut in den Händen, suchend umsah.Garderobehalter, Kleideischränke oder auch nur Ständer flieht es hier oben nicht mehr, aber Ihr Paletotchen wird es gewiß auch nicht übelmhmen, wenn ihm sein Platz nur an der kahlen Wand angewiesen und für das Hütchen findet sich ja wohl ebenfalls noch ein Aufbewahrungsort: Bitte, bitte, schieben Sie die Kommodeschublade nicht zu oft auf und zu, das Ding ist nur künstlich am einanbergefügt und kann gar zu leicht zusammen- stürzen."

Wie Alles hier, guter Johann," unterbrach das junge Mädchen, indem sie seufzend die Idee aufgab, ihrem schwarzen Crephut ein Plätzchen anzuweisen, an dem er nicht von überall aufwirbelndem Staub zu leiden hatte.W'e Alles hier," setzte sie hinzu, sich zu ihrem Handköfferchen niederbeugend, das sie öffnete und ein blüthenweißes Tüchelchen heraus­nahm,mir ist's fast, als müsse mir auch das

westafrikanischen Station ist heute der DampferLulu Bohlen" von Wilhelmshaven nach Kamerun in See gegangen.

* (Parlamentarisches.) An demKron- r a t h, welcher heute unter Vorsitz des Kaisers in Hubertusstock abgehalten wurde, nahm außer den aktiven Ministern auch der Staatsseftetär des Reichs, schatzamts Graf Posadowsky theil. DerNordd. Allg. Ztg." zufolge sollte in dem Kronrath das Programm für die parlamentarische Session festge­stellt werden. Aus der Antheilnahme des Grafen Posadowsky an den Berathungen schließt man wohl nicht ohne Grund, daß die Konvertirungsftage Gegenstand der Besprechungen in Hubertusstock ge­wesen ist. DieMünch. Allg. Ztg." will er- fahren haben, daß der preußische Landtag in der zweiten Hälfte des November wieder zusam­mentreten wird, und daß die Absicht bestehe, die Generalberathung der wichtigeren Gesetzentwürfe vor Weihnachten erledigen zu laffen, damit die Etats- berathung nach Neujahr nicht gestört werde. Die Aufbesserung der Beamtenbesoldung erfordere 27 Millionen; eine Konversion sei zur Aufbringung dieser Summe unumgänglich, dieselbe soll jedoch so schonend als möglich bewerkstelligt werden.

*(Grnmbkow Pascha), bekanntlich Ueber- bringer eines Handschreibens des Sultans für den deutschen Kaiser, wird von letzterem zur Ueberreichung desselben in Hubertusstock empfangen werden. Es wird behauptet, daß die Sendung Grumbkow Paschas nicht blos bet Uebermittelng des Dankes des Sultans für das Bild ber Kaiserfamilie gelte, fonbent barüber hinaus politische Bedeutung habe.

* (Kolonialrath.) Auf die Tagesordnung des am 19. d. M. zusammentretenden Kolonialraths ist zunächst die Durchberathung des Etats unserer Kolonien gesetzt. Alsdann wttd ein Entwurf zur Abschaffung der Haussklaverei und Schuldknechtschaft, sowie die Vorlage betr. die Ableistung ber Wehr­pflicht in ber südwestafrikanisck en Kolonie zur Be­rathung gelangen. Daran schließt sich die Frage der Ausbildung unserer Kolonialbeamtm, die Regelung des Sttaftechts und des Sirafverfahrens gegen Ein­geborene. Die in letzter Zeit viel erörterte Frage der deutsch - ostafrikanischen Centtalbahn wird den Kolonialrath in der bevorstehenden Tagung noch nicht beschäftigen, da gegenwärtig noch Verhandlungen darüber schweben, ob der geplante Bau von Reichs­wegen vorgenommen oder einer Gesellschaft überlassen werden soll. Sollen die Verhandlungen so schnell zu

Haus über den Kopf zusammenstützen. Baufällig genug erscheint eS auch äußerlich übrigens machte selbst der Droschkenkutscher, den Tante beauftragt hatte, mich vom Bahnhof abzuholen, seine hämischen Be­merkungen, ob es beim meine Absicht wäre, hier zu leben? fragte er mich."

Der Alte nickte traurig mit bem Kops, sein Ange war auf eine Stelle an bet Wanb g. heftet, an ber bie Tapetenfetzen in langen Streifen hetabhlngen. Ja, ja, mir sinb zum Gespött ber Leute geworden," seufzte er . . .Wenn das der verstorbene alte Herr wüßte," setzte er bann hinzu,wenn er sehen könnte, welch' elenb Leben jetzt in ben Räumen gesühtt wttd, in betten früher bie luxuriösesten Feste gegeben tourben, heiteres Lachen klang und froher Gesang, ich glaube, er brehte sich noch im Grabe auf bie anbtte Seite, er war ja auch zu aller Zett ein lebenslustiger, prachtliebender Herr, Ihr Großvater, gnädiges Fräulein, dazu menschenfteundlich und gar nicht hochmüthig, o, ich bin überzeugt, wenn die Frau Obristin nicht gewesen, bie barnals gerab toiebei einmal einen ihrer langbauernden Besuche auf dem Majorat machte, Baroneß Ottilie, mein Golb- prinzeßchen, wie ich sie immer nenne, hätte auch nicht nothig gehabt, heimlich bas Haus zu verlassen, um sich mtt bem seligen Herrn Vater kauen zu lassen aber bas Geputsche hätten sie hören sollen unb"

In diesem Augenblick schrillte die Glocke ber 3rau Obrist beängstigend laut durch das sonst tobten- stille Haus. Der Dienet fuhr erschrocken zusammen. Bitte, bitte gnäbiges Fläulein, kommen Sie," sagte er hastig,bie Fran Tante wirb schon ungebnlbig, sie sitzen auch ja noch ganz im Dunkeln! . . ."

(Fottsetzung folgt.)