Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Marburg,
Dienstag, 29. September 1896.
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XXXI. Jahrg.
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Verlag und Redaktion der „Oberh. Ztg."
Im französischen Tollhause.
*** Während noch der Zar in England weilt, um seiner Großmama die Versicherung seiner kindlichen Achtung zu Füßen zu legen, rüstet man sich i» Frankreich zu dem Ausstattungsstück, dessen Mittelpunkt abermals das blutjunge „Väterchen" bilden soll. Künftige Geschlechter werden cs vielleicht nicht mehr verstehen, wie es möglich war, daß die stolzen Nachkommen der Robespierre und Danton, die den hundertsten Jahrestag der Erstürmung der Bastille 5 als nationalen Festtag begingen, bis zu jener Sklaven- demuth sich erniedrigen konnten, die am liebsten sich einen Schweif anbinden möchte, um damit zu wedeln; für uns aber, die wir das letzte Vierteljahrhundert durchlebten, liegt nichts Staunenswerthes darin. Denn man mag sich noch so holden Illusionen hingeben, so bleibt doch die Thatsachc bestehen, daß man in Frankreich Alles, was geschieht und nicht geschieht, einzig und allein unter dem Gesichtswinkel des Deutschenhasses ansieht. Auch Zar Nikolaus wird nicht um seiner selbst willen geliebt, sondern lediglich als Träger der ausschweifenden Hoffnungen, die ganz Frankreich, vom bigottesten Monarchisten bis zum verrottetsten Anarchisten, auf ihn setzt. Wir haben alles Mögliche gethan, um Frankreichs Freundschaft wiederzuerlangen, das Ende vom Liede lautet dennoch wie der Anfang: Revanche.
Schon jetzt gleicht ganz Frankreich einem Nanen- haus. Wir haben bereits mehrfach eine Blüthenlese jener exaltirteu Vorschläge gegeben, die in Frankreich ausgesonnen werden, um den Zeitgenosien und küns- sigen Geschlechtern den Beweis zu liefern, daß ebenso wie die ägyptische Augenkrankheit, die Cholera und die Pocken auch die Narrheit ansteckend wirken und ganze Nationen befallen kann. Es gewährt ein tiefes Interesse, die Blüthenlese von Zeit zu
(Nachdruck verboten.)
Martha und Maria.
Roman von Arthur Zapp.
(Fortsetzung.)
Am eiftigsten waren der Infanterist und Artillerist jeder für sich bemüht, der von ihm vertretenen Truppengattung die ausschlaggebende Rolle in allen künftigen Kriegen zuzusprechen, neben der alle übrigen Waffen von nur untergeordneter Bedeutung wären.
„Gemach, meine Herren," protestirte Holleben, l.totr lassen uns nicht von Ihnen zu Truppen zweiter Klaffe herabdrücken. Ich behaupte, daß gerade in Zukunst der Kavallerie wieder eine hervorragende Stellung eingeräumt werden wird, in erster Linie aber nnS Ulanen. Bekanntlich war siebzig in Frankreich keine Truppengattung so gefürchtet, wie die Ulanen."
Robert Herbig that auS dem Glase, daS er soeben gefüllt, einen ttefen Zug uud entgegnete dann mit schneidendem Sarkasmus, sodaß die Ander» ihn «staunt ansahen:
„Sie irren, Herr Kamerad von der Lanze, die glänzenden Tage der Kavallerie find längst vorüber. Die Einführung des rauchlosen Pulvers hat sie für den Zukunstskrieg unverwendbar gemacht. Die Kavallerie ist nur uoch eine Paradetruppe, die lediglich im Frieden eine Bedeutung hat, auf dem Paradefeld und — im Ballsaal, wo sie sich ja allerdings durch schneidige Attacken auf empfäugliche Mädchen axszeichutt."
Die Herren lachte», Hollebe» aber biß sich auf die Lippen uud wußte im Augenblick nicht, ob er herbig's Worte als einen Scherz oder als eine Provokation auffaffe» sollte. Noch ehe er sich eut-
Zeit fortzusetzen, schon um die Gemüthcr vorzubereiten auf das, was in der Wirklichkeit noch toller aussehen wird, als jetzt. Daß man den Tag der Ankunft des Zaren als einen nationalen Festtag proelamiren will, daß also auch in dem entferntesten Winkel der Haukes Pyrenses und der Gascogne die Schulbuben die Fibel in die Ecke werfen können, mag noch dahingehen: daß der Vorschlag ausgeheckt wurde, während der Anwesenheit des Zaren sollten alle politischen Zeitungen Leitartikel in russischer Sprache bringen, ist schon ein deutlicheres Anzeichen partiellen Gehirnschwunds ; wenn die Presse dem Gaste einen goldenen Tisch und eine diamantenbesetzte Feder dediciren wollte, eine „Ehrung", die sich der Zar bekanntlich verbat, so mag hierin eine erheiternde Satire auf die russische Preßfreiheit liegen; wenn man dem Zaren auf der Place de la Concorde ein Denkmal errichten will, so wird sich der also Geehrte mit Vergnügen der That- sache erinnern, daß an derselben Stelle Ludwig X > 1. geköpft worden ist. Der Gedanke, dem Zaren ein Palais in Paris zu schenken, damit er bei künftigen Besuchen „seine Bequemlichkeit hat", mag wohl als leidlich vernünftig erscheinen, wenn aber der Vorschlag auftauchte, ihn zum „Protektor der französischen Republik" zu ernennen, so ist der Gipfel der Selbsterniedrigung wohl so ziemlich erreicht. Aber auch dieser Vorschlag hat noch Konkurrenten: Französische Edelleute wollen dem Zaren anbieten, eine Art von Nobelgarde für ihn zu bilden, es sollen während seines Besuches Postmarken mit seinem Bildniß ausgegeben werde», alle Kinder, die während- dieser seligen Zeit geboren werden, sollen auf den Namen Nikolaus oder Alexander getauft werden. Sehr hübsch ist auch das kleine Stimmungsbild, das die „Köln. Zig." zeichnet: die Zahl der stanzöfisch-russischen Gesänge ist angeblich auf 70 gestiegen, aber einstweilen hat sich noch keiner zu der Berühmtheit des Boulanger- Liedes emporgeschwungen. Bei verschiedenen mußte die Censur einschreiten, weil sie die gegen Deutschland gerichtete Spitze allzu offen zur Schau trugen. So beim Liede von „Francillonette et Nicolas". Jene, die wackere Francillonette, wird von zwei hübschen Burschen umworben, von Wilhelm und Nikolas, aber der Geliebte, dem sie den Vorzug giebt, ist der schöne Mkolas: Elle ne sera plus seulette, car Nicolas la d6fendra. Später machen dann Francillonette und Mkolas ihre Hochzeitsreise nach Paris und ärgern dadurch sehr den zurückgesetzten Wilhelm.
Auch die Provinz steht nicht hinter Paris zurück. In allen Ortschaften, die der Bahvzug des Zaren
schlossen, etwas zu erwidern, fuhr Robert fort: „Im Zukunftskriege werden nur drei Truppengattungen eine Rolle spielen: Infanterie, Artillerie und Train."
Allgemeine Sensatton entstand. Einige der Herren lachten und glaubten, der Kamerad vom Train wolle die Diskussion in's Heitere hinüberspielen. Aber der ernste Blick und die Röthe der Erregung, welche des Trainoffiziers Wangen bedeckte, bezeugten, daß er nichts weniger als eine humoristtsche Wirkung beabfichttgte. Und nun nahm er von Neuem das Wott:
„Ja, meine Herren, auch der Trai» und seine Leistungen werden im Zukunftskriege von ausschlaggebender Bedeutung sein. Das ist mein völliger, heiliger Ernst. Denn bekanntlich werden wie unsere Zukunftsschlachten zum großen Theil in Rußland schlagen. Auf diesem, durch sein Klima und andere Verhültniffe überaus schwierigen Kriegsterrain werden unerhörte Anforderungen a» unfern Train gestellt werden, denn, meine Herren, das vollkommenste Gewehr und die tocittragenbften Geschütze werden nichts ausrichten, wen» die Truppe Hunger leidet und durch schlechte Verpflegung Disziplin und Courage zum Teufel gehen. Deßhalb, Herr Kamerad von Holleben, rathe ich Ihne» allen Ernstes, je eher je lieber von der Paradetruppe zum Train überzutteten."
Der höhnende Spott, der in der Stimme deS Sprechenden zum Ausdruck kam, sowie das Gelächter der übrigen trieben dem Angeredeten die ZorneSröthe in's Gesicht. Auch die Erkermtniß, daß eS sich doch wohl tim mehr, als um eine humoristische Plänkelei handette, trug dazu bei, seine Erregung zu steigern. Der auffallmd aufteizeude Ton, der sonst gar nicht in der Art des ruhigen und maßvollen Kameraden lag, sowie der Umstand, daß deS Sprechenden Rede fortwährend zu ihm hinübeMckende, feindselige Blicke
berührt, haben sich, wie die „Voss. Zig." berichtet, Ausschüsse gebildet, um Triumphbogen zu errichten, längs der Schienenstränge Blumen- und Laubgewinde, Schilder, Fahnen und sonstigen Aufputz, farbige Leuchtkugeln und Lampen anzubringen. Städte und Dörfer werden ebenfalls erleuchtet, die großen Bauwerke und Kirchen der Städte feenhaft in elekttischem Lichte erstrahlen. Die Bevöllcrnng stellt sich mit französischen und russischen Fahnen die Bahn entlang auf, weißgekleidete Jungfrauen schwingen riesige Blumenbündel, Gesang- und Mnsikvcreine lassen sich hören, Alle rufen fleißig hoch auf den Zaren, Frankreich, Rußland. Von der Spitze des Eiffcllhurmes wird ein riesiger russischer Adler, ans elekttischen Glühlampen zusammengesetzt, seine leuchtenden Fittiche Über Paris ausbreiten, gleichsam als Sinnbild der Unterordnung Frankreichs unter den Zaren, und von der dritten Plattform des Thurmes wird eine sechzig Fuß lange russische Flagge wehen. Selbst die Unsterblichen der Akademie werden sich an der Huldigung betheiligen; Zar Nikolaus wird in eine ihrer Sitzungen geführt, und dort wird Francois Koppe einen Hymnus vortragen. Die Lieder, die heute in Paris gesungen werden, tragen die Ueberschrift: „Triumphmarsch des Zaren", „Gehen wir nach Rußland", „Der Zar von Frankreich", „Die Hoffnung Frankreichs", und Verse wie „Laßt jedes Echo verkünden unsere Leidenschaft für Rußland und seinen Kaiser" sind noch das Mildeste von dem, was die erhitzte Phantasie der Franzosen ersann.
Man muß von den Erscheinungen, ine jetzt der Russentaumel zeitigt, ernsthaft Noch nehmen, wenn anders Ereignisse, die in der nächsten Zeit bevorstehen, volles Verständniß finden sollen. Schon heute, wo der Zar noch jenseits des Kanals weilt, scheint die Exaltation, die sich der ganzen Nation bemächtigt hat, kaum noch einer Steigerung fähig, und doch wird sie noch übertroffen werden, wenn erst einmal der Angebetete im Lande weilt. Läßt man aber die lächerliche Seite der seltsamen Erscheinung, die sich jenseits der Vogesen zeigt, außer Acht, zieht man nur die ernsthaften Momente in Bettacht, die in der Erkenntniß gipfeln müffen, daß Rußland in der Republik eine willfährige, zu allen Diensten bereite Sklavin besitzt, so kann man doch auch der Folgerung sich nicht entziehen, daß eine Nation, die so völlig ihre Würde preisgiebt, degenerirt sein muß. Mag der Chauvinismus noch so sehr als Triebfeder in Rechnung gezogen werden, fo darf er dennoch nicht zur moralischen Selbstverstümmelung fühlen. Noch kennt die Geschichte kein Beispiel, noch hat es keinen
begleiteten, erweckten in ihm das Gefühl, daß es von Leiten Hcrbig'8 auf eine ernste Herausforderung abgesehen sei. Und wenn er auch den wahren Beweggrund von Herbig's Ausfall gegen ihn noch nicht erkannte, die Empfindung, daß Eifersucht im Spiele, daß Marthas Gatte eine geflissentliche Beleidigung beabsichtige, dämmerte ihm doch auf.
„Ich bedauere," entgegnete er, dem Blick des Andern, gegen den er feit Jahren eine stille Animosität gehegt, hochmüthig begegnend, „ich bcdaure, Ihrem liebenswürdigen Rathe keine Folge geben zu können, denn ich kann mich zu der erforderlichen Wetthschätzung Ihrer Waffe —" er sprach das letzte Wott mit einer unvettennbare» Ironie — „nun einmal nicht aufschwingen. Ich würde befürchten, als Angehöttger derselben überhaupt nicht in die Lage zukomme», die vornehmste Tugend des Soldaten vor'm Feinde betätigen z» können."
3» Stöbert spannte sich jede Muskel; er sah, daß er sich seinem Ziele näherte.
„Bon welcher Tugend spreche» Sie, Herr Kamerad?"
„Von der Tapserkett."
Acnßerlich ganz ruhig, eutgegutte der Train- osfizier, während im Ton seiner Stimme ein harter, metallischer Klang lag: „Ihre Worte enthalten eine Beleidigung und ich ersuche Sie, dieselbe» zurück- zunchmen."
Dieser Aufforderung folgte die Antwott auf dem Fuße: „Ich habe nichts zurückzunehmen, denn ich habe nur eine einfache Thatsachc konstatitt."
(Fortsetzung folgt.)
Vorgang gegeben, der dem jetzigen gleiche. Gewiß wenn die Cäsaren in Rom cinzogen oder byzantinische Kaiser zur Arena fuhren, dann jubelte ihnen das Volk zu; aber es waren doch die e i g e n e n Fürsten, denen die Huldigung galt. Aber Nikolaus ist ein Fremder, ein Sohn des einst so verachteten Ostens, ein Barbar, er ist überdies der Repräsentant einer Regierungsform, die dem Republikaner von Grund aus verhaßt fein muß, er herrscht nicht nur über das europäische Rußland, sondern auch über die sibirischen Steppen; wenn ihm dennoch das ganze französische Volk, nicht nur figürlich sondern wörtlich genommen, zu Füßen liegt, so wird man vom Standpunkte des ruhigen Beobachters aus die Ueberzengung nicht nntcrdrücken können, daß ein solches Volk im Niedergange begriffen ist. Nur eine Nation, die sich selbst achtet, ist dem Gegner gefährlich; ein Volk von Sklaven mag an feinen Ketten rütteln, aber es wird sie nie zerbrechen.
Deutsches Reich.
* Berlin, 26. Septbr. (Tagesbericht.) Se. Maj. der Kaiser gedenkt bis Anfang Oktober in Rominten zu verweilen und sich bann nach Jagdschloß Hubertusstock in der Schorfhaide zn begeben, lieber die Dauer des Aufenthalts dort sind feste Bestimmungen noch nicht getroffen. Am 18. Oktober wohnt der Kaiser der Feier an der Porta west- phalica bei. — Die Nachricht, der Monarch habe das bayettsche Schloß Abenberg gekauft, wird als unrichtig bezeichnet. — Der „ Reichs anzeiger" veröffentlicht die Verleihung des Schwarzen Adlerordens an den Prinzen Albert von Sachsen und den Prinzen Albert von Belgien. — In Wiesbaden ist der frei» sinnige Reichstagsabgeordnete Major Hintze gestorben. Er stimmte im Jahre 1893 mit noch 5 anderen Freisinnigen für die Militär Vorlage und der- anlaßte dadurch die Trennung der Liberalen in die freisinnige Vereinigung und die fteistnnige Volkspartei. — Aus Kiel telegraphirte man heute Nlittag: Prinz Heinrich traf soeben per Rad von Hemmelmark bei der Hochbrücke am Kaiser Wilhelm- kanal ein und begab sich mittelst eines Kanaldampfers zur Besichtigung der Unfallstelle des gesunkenen Dampfers „Johann Siem", der die Durchfahrt durch den Kanal versperrt. Morgen beginnen die Hebungsarbeiten. — Der „Hambg. Korr." hött, daß infolge der Ausdehnung des Waheheaufstandes eine Vermehrung der Schutztruppe in Ostafrika in
Professor Behring über das Antitoxin.
2Bi» b rcüS mitgetheilt, begrüßte Herr Profeffor Behttng die nach Höchst zur Besichtigung der Serum- abtheilung der Farbwerke gekommenen Naturforscher. Aus einer Rede trägt di» „Frkf. Ztg." folgerte sehr intereffante DetallS über einige neuere Erfahrungen mit der Serum- Therapie nach: „Wir können, so führte Herr Behring aus, das Serum als das beste, wenn auch noch nicht idealste aller der bis jetzt vorhandenen Diphtherie-Mittel brzeichncn; dies erkennt auch der Staat an, indem er die sich auf 1 Million Fälle wohl beziffernd« Sammelforschung geschloffen hat. Doch find wir unermüdlich bestrebt, Verbesserungen an unserem Präparate herzuftellrn; zunächst wollen wir die schädlichen Nebenwirkungen des Mittels, welche sich namentlich in Hautausschlägen und Gelenkschwellungen äußern, beseitigen. Es ist nun unzweifelhaft, daß es nicht das Antitoxiu ist, welche« diese Störungen herbeiführt, sondern das Serum, denn auch auf eiufach« Serum-Injektionen können derartige Komplikationen erfolgen. Wir sind deßhalb daran gegangen, durch immer stärker» Koncentratiou ein Serum ,u gewinne», w»lches nahezu völlig aus Antitoxin besteht, so daß wtt hoffen, daß eS uns noch gelingen wird, das Antitoxin chemisch rein darzustellen. so daß wir in Zukunft nicht mehr von einer Serum-, sondern von ttittr Antitoxin-Therapie werden sprechen können. Was ge- chirht nun mit dem Antitoxin, wenn wtt eS dem Organismus ettverleibeu? Speziell Knorr in Marburg hat sehr eingehend« Thiervrrsuche über diese Frag» gemacht. ES geht daraus hervor, daß das 8tntito$in nicht etwa von den lebenden Zellen gebunden wird und auch nicht gltichmäßig vettheilt wird, so daß auf 1 Kilo Körpergewicht die gleich« Quantität deS AntitoxiuS kommt, sondern aus dies« Bauchen resultitt:
1) DaS Blut besitzt die Fähigkett, von da Ein- piitzungrstelle her da» ganze Antitoxin in Anspruch zu nehmen.
2) ES find nicht bie Blutkörperchen, welche da» Mittel äufnet;nun, sondern die wässerigen Bestandihelle deS Blutes.
3) Di« tu dem Blutserum ang»häustr Quantität des AntitoxiuS nimmt dann giadatim ab, geht nach Verlauf von ttwa 8 Tagen auf etwa den 10. Theil zurück und ist nach 3 Wochen nahezu völlig au» dem ßörptr au»geschieden.
Di« Versuche, d e Profeffor Heubner in Balin an feiner Diphierie • Abtheilung anstellte, decken fich vollständig