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dozent

hier zur

selben Stoff und rothe Strümpfe gekleidet. Mit dieser Kaiserlichen Dreiheit kam der Sultan Abdul Aziz in schwarzem, mit schweren Goldstickereien und Orden bedecktem Uniformrocke, den Fez auf dem schwarzbärtigen Haupt, in dessen blassem, schön geschnittenem Antlitz die tiefdunklen Augen unter den breiten Lidern so schwermüthig träumerisch blickten. Zog durch seine Seele etwa damals schon eine Vorahnung seines grausigen Endes? Unser Kronprinz im lichtblauen Waffenrock, mit gelbem Kragen, der Uniform seines schlesischen Dragonerregiments, recht­fertigte in vollem Maß» jene fast enthusiastische Schilderung, welche Kaiserin Eugenie in seiner herzgewinnenden, männlich schönen ritterlichen Erscheinung in einem bekannten, später an die Oeffentlichkeit gelangten Brief« entworfen hat. Der Prinz von Wales in der Scharlach-Uniform eines eng­lischen Generals schien durch sein Aussehen, seine schon damals zur Fülle neigende Gestalt, seine bequemen Be­wegungen, den genußfrohen Ausdruck seines blonden Gesichts den Ruf des unersättlichen ViveurS zu bestätigen, den er sich redlich erworben hatte, Kronprinz Umberto, in deffen hagerem schnurrbärtigen Antlitz dir großen, mitten im Weiß stehenden dunkeln Augen wie ein Paar Feuerräder rollten, schloß sich dem britischen Thronerben an, dem er, wie das Gerücht behauptet«, in tr«u«r Kameradschaft auch bei besten tollsten Pariser Abenteuern gesellt war. Des italienischen KönigSsohnes arm« Schwest«r, da« Opfer der savoyisch- französischen BundeSgenoffenfchaft von 1859, erschien in einer Robe von blaßfliederfarbigem Ton au der Seite ih eS Ge­mahls, desrothen Prinzen", Napoleon, genannt Plon- Plon; die frapant« Aehnlichkeit seines Gesichts mit dem seiner großen Oheims, des ersten Kaisers der Franzosen, ließ über das echt bonapartische Blut in seinen Adern keinen von jenen nur zu begründeten Zweifeln, welche die politische Welt in Bezug auf di« wirkliche Abstammung des regierenden Kaisers von einem Napoleoniden hegte. Ein« ander« Ver­wandte der Kaiserfamilie, die bereits etwas angejahrte Kunst und Literatur liebende Freundin der Brüd«r Goncourt, Prinzeß Mathilde, in einer prächtigen Robe aus grünem Seidenstoff, ließ ihr« durch das Lorgnon geschärften Augen rasch durch den Saal schweifen, bis fu auf die Trophäen der AurstellungsgruppeSchön« Künste" trafen. Dort er­hob sich, di« um ihn versammelten Herren hoch überragend, bi« imposant« Gestalt und der bärtige, schöne, stolz und hoheitSbewußt getragen« Kopf d«S Baron Nieuwekrrke, d«s damaligenDirecteur des Beanx-arts. Auf ihm blieben di« Blick« der geistreichen Prinzessin mit kaum verhehltem Wohlgefallen hasten. D«n Pariser Beobachtern verkündete dar Äug«nspi-.l beider kein« Neuigkeit.

Noch einmal trat Rouher vor die Ststelreihe, um die Namm der MtdMenempfäng«r vorzulesen. Mit denen aus der Grupp« der schönen Künste begann er. SB tim er einen Namen aus der langen Liste aufg«rufen hatte, stieg deffen -i-?tTn£ e Stiege zu dem Thronseffel hinauf, ver- a^süte sich vor dem Kaiser und der Laiseria, nahm aus ?tul' welches die ihm zugesprochene PreismedM« oder Orden enthielt, entgegen, und wurde

Anlaß des Besuches des russischen Kaiserpaares in Paris hat der Minister des Innern angeordnet, die Fremdenpolizei mit voller Strenge zu handhaben. Sämmtliche Ausländer, die sich in Paris aufhalten und den Forderungen in Bezug auf die Anmeldung nicht genügt haben, oder außer Stande sind, sich über ihre Verhältnisse oder Mittel gehörig auszuweisen, sollen gezwungen werden, Paris innerhalb 5 Tagen nach der Mittheilung des Polizeikommissars ihres Stadtviertels zu verlassen. Anläßlich des Zaren­besuches ist ein großes allgemeines Volksfest für ganz Paris geplant, während zur Veranstaltung von Lokalfestlichkeiten den Comites der einzelnen Stadt­viertel Beihilfen von 100 000 Francs zur Ver­fügung gestellt sind. Außerdem sollen 200 000 Franks zur Vertheilung an die Armen gelangen. Daß die Stadt auf's Reichste geschmückt wird und von Fahnen und Kränzen die Häuser verdeckt sein werden, ist selbstverständlich. Die Anarchisten- sorge besteht indeß fort, und wenn man seine Befürchtungen auch wohlweislich nicht laut äußert, so ist diese doch zur Zeit das treibende Moment und überwiegt alle anderen Empfindungen vollkommen. Es ist daher auch begreiflich, daß man in Paris von der Entdeckung des Anarchistenkomplotts möglichst wenig her macht und der ganzen Angelegenheit den denkbar harmlosesten Charatter beizulegen bemüht ist. Die eigentliche Meinung ist aber sowohl in Frankreich als auch in England eine wesentliche andere. Auch in London verdopp lt man die Vorsichtsmaßregeln, nachdem aus den beschlagnahmten Briefen der ver­hafteten Anarchisten klar geworden ist, daß auch auf zahlreiche öffentliche Gebäude Londons Dyramit- anschläge geplant sind; überall wurden die Polizei­wachen verstärkt.

* (Der deutsche Samaritertag) ist in Berlin zusammengetteten. Im Namen der Regierung begrüßte Ministerialdirettor v. Bartsch die Versamm­lung mit dem Ausdmck lebhaftester Sympathie für die Humanitären Bestrebungen des Samariterbundcs. Die preußische Medizinalverwaltung suche ihren Stützpunkt in der thätigen Mitarbett weiter Volks­kreise und von diesem Gesichtspunkt aus bettachte sie auch den Samariterbund als einen werthvollcn Ver­bündeten. Den Geschäftsbericht erstattete der Bundcs- schriftführer Dr. Georg Meyer-Berlin. Der Haupt­ausschuß hat über die in Deutschland vorhandenen Rettungseinrichtungen stattstische Erhebungen ver­anstaltet. Solche fanden sich in 234 von 321 Städten mit über 10 000 Anwohnern. Zur Theilnahme waren zahlreiche Reichs- und Staatsbehörden undKorporattonen eingeladen; Vereine, die sich notorisch mit Kurpfuscherei beschäfttgen, wurden übergangen. An den darauf folgenden Bericht des Stabsarztes Dr. Pannwitz über die Stellung des Samariterbundes zu den Vereinen vom Rothen Kreuz knüpfte sich eine lebhafte Debatte an, wonach der Antrag des Ministerial­direktors Dr. Barttch einstimmig angenommen wurde, den nächsten Hauptausschuß damit zu betrauen, über die Frage der Vereinigung mit dem Centralausschuß des Rothen Kreuzes zu verhandeln und auf dem nächsten Jahrestage hierüber zu referiren. Der Ausschußentwurf der Bundersatzungen und der Ge- schäftsordnung wurden auf Antrag des Ministerial­direktors Bartsch en bloc angenommen. Als nächster Versammlungsort wurde Leipzig gewählt und sodann der Samaritertag mit einem Hoch auf den Samariter- bnnd geschlossen.

* (Internationaler Frauenkongreß.) Im Bürgersaal des Berliner Rathhauses ist der erste internationale Kongreß für Frauenfrage und Fraucn- besttebungen zusammengetreten zu dem Zweck, die rechtlichen, wirthschaftlichen und sozialen Verhältnisse der Frauen nach Möglichkeit zu verbessern. Der Kongreß wurde von den Behörden sehr sympathisch begrüßt. Ob derselbe wirklich reale Erfolge zu ver­zeichnen haben wird, bleibt abzuwarten.

* (Katholische Weltkundgebung.) Ein Comite, das in Bologna (Italien) seinen Sitz hat, richtete an den Papst ein Schreiben, worin ihm mitgetheilt wird, daß eine katholische Weltkundgebung geplant werde. Das Ende dieses Jahrhunderts soll durch eine über die ganze katholische Welt sich er­streckende religiöse Feier begangen werden. Dem Comite ist daraus ein päpstliches Anerkennungs­schreiben mit dem apostolischen Segen zugegangen.

* (Die Sozialdemokraten unter sich.) Die sogenannte Palastrevolution imVorwärts" ist b e i g e l e g t. Das sozialdemokratische Centralorgan schreibt:Die Differenzen, die anläßlich der Veröffent­lichung der Artikel über die Gewerkschaftsvorschläge des Genossen Quark imVorwärts" zwischen dem Ge­nossen Liebknecht und der Mehrzahl seiner Kollegen in der Redaktion entstanden waren, sind Gegenstand einer längeren Verhandlung gewesen, an der außer den Mitgliedern der Redaktion die gesammte Partei­leitung theilgenommen hat. Eine gegenseitige gründ­liche Aussprache führte zu dem Ergebniß, daß eine Reihe von Mißverständnissen und unrichtigen Voraus-

eine sttenge Untersuchung anzuordnen. Ferner wird aus Posen derPost" geschrieben: Vor einigen Tagen fanden die Bewohner des Ansiedelungs­gutes Alt-Bukowitz an einen Baum, weithin sichtbar, einen Aufruf angeheftet, der mit lateinischen Buch­staben geschrieben, in seiner nicht ganz orthographischen Fassung hier mit diplomatischer Treue wiedergegeben wird:Krieg dem Deutschen, Landsleute unserer Religion! Wir siad und werden bedrengt und ver­trieben von dem Deutschem, wir fühlen es auf allen Ecken wir müssen zusammen halten und gegen die Deutschen Front machen und sie verdrengen mit dem Schwert sind wir zu schwach wir müssen zu anderen Waffen greifen nemlich ihre Gehöfte in Asche legen und solange bis der Deutsche von keiner Gesellschaft versichert wird dan tragen wir den Sieg davon, sie werden verarmt abziehen und toi haben dan gesiegt, folgt meinem Rath und Muth alle Brüder." Zwei Tage später brannte ein großer Ziegelschuppcn des deutschen Gemeindevor­stehers mit seinem gesammten Inhalt nieder. Da er nicht versichert war, ist dem Eigenthümer ein sehr schwerer Schaden entstanden. Angesichts des offen an die Adresse der Polen gerichteten Aufrufs kann ein Zweifel darüber, wer für die ruchlose Ein­äscherung des Schuppens verantwortlich zu machen

ist, nicht bestehen. Hoffentlich wird man auch eine Untersuchung einleiten und den Thäter sttengsten Rechenschaft ziehen.

* (Zum Zarenbesuch in Paris.)

mit einem holden Lächeln und Augenwinken EugenienS noch extra belohnt. Dann freilich hatte et di« schwierige Aufgabe zu lösen, sich möglichst graziös und schneidig die Stufen abwättS zu koncentriren. Nicht Jedem wollte das Experiment in gleichem Maße gelingen. Als Maiffonier aufgerufen wurde, der die grande medaille dhonneur zu empfangen und feine kleine, breitschultrige Gestalt, von dem langbärtigen Charatterkopf gekrönt, festen und trotzigen Schrittes di« Stufen hinaufstampfte, erscholl ein stürmisches Jubelgeschrei aus allen französischen Kehlen. Noch einige andere Künstler und Industrielle wurden lebhaft begrübt und beklatscht. Wir Deutschen hatten die Freude, unfern Knaus sogar zu zwei verschiedenen Malen aufiufen zu hören, zuerst als Empfänger des Preises für die ersten Künstler «der Nation, der großen Ehrenmedaille, dann, um das Offijicrkreuz der Ehrenlegion zu empfangen. Besonders leicht schien ihm übrigens die Dovpelverbeugung da oben und der Rückwärtsabstieg beide Male nicht zu weiden. Ueber «ine Stunde hatte die Preisvertheilung gewährt. Nach dem Schluß erhob sich das Kaiserpaar mit seinen Gästen und Verwandten, um den Rundgang durch die Halle an» zutrcten. Aber in diesem Augenblick kam der kleine Prinz Louis zu seinem Vater geeilt, und überreichte alsEhren­präsident" der Ausstellung ihm die Ehrenmedaille, di« dem Kaiser für seine Verdienste um die Herstellung guter und gesunder Wohnhäuser für Arbeiter zuerkannt worden war. Natürlich erbrauste beim Anblick dieser gut arrangirten Familienscene der loyalste Beifallsjubel durch di« wkite Hall«

(Schluß folgt.)

- (Neue Durchdringungsstrahlen?) Der Bremer General Anzeiger" bringt folgend« Nachricht: Herr Tormann, zur Zeü in Syk« bei Siemen, habe neue Durchdringungsstrahlen entdeckt, welche es ermöglichen, durch dicke (22 Zentimeter starke) Eifenplatten ,ü photographiren. ES sind berests über 50 Aufnahmen ge­macht. Professor Slaby-Berlin soll sich sehr für die Ent­deckung interesfireu. Möglich sch« int jetzt Aller zu sein.

Leipzig 19. Septbr. (Universität) Privat- Emst Pi-drich ist als Nachfolger des ver- storbenen Prof. B. Schmidt zum Direktor des poliklinisch- chirurgischen Institutes der hiesigen Universität ernannt.

l nachdem die erste Veranlaffung dazu von London ZlUvlUUÜ. I ausgegangen ist. Daselbst machte nämlich ein Arzt

Frankreich. |bie Beobachtung, daß sich sein Kopffchmerz, der, wie

zns , . m m ... bei so vielen Menschen, seine Ursache in zu starkem

(D"Yfus.) , Gegenüber der BeschwerdeschriftIBlutandrang hatte, beim Schlürfen von kaltem Wasser der Frau Dreyftrs, rhr Gatte sei widerrechtlich in die! ^herte und bisweilen sogar ganz aufhörte. Es Verbannung geschickt worden, .schreibtEclair an- ein deuffcher Arzt, Namens Kronecker, die scheinend rajpmrt, Dreyfus sei nicht nur auf Grund I physiologische Erfahrung gemacht, daß das Schlürfen eines einzigen geheimen Aktenstücks, sondern erae8Lon faItem Wasser den Puls beschleunigt. Diese ganzen Stoßes von Beweisen verurtheilt worden. I beiden Thatsachen veranlaßten nun, weitere Be- Dänernark. lobachtnngen und Untersuchungen in Bezug auf den

* I Zusammenhang zwischen Blutdruck und Kopfschmerzen

* ^o^Nhagerr, 19. September. (® e = I anäufteKcn, wobei man zu dem merkwürdigen Resultat chenke für den Zaren.) Der Kaiser nonIfam, haß unter 200 Fällen von Kopfschmerzen ein Rußland empfing gestern den Baron de Caze de großer Theil sich nach dem Schlürfen von foltern la Bove in Audienz, welcher rat Namen von 80001 Wasser besserte, ein anderer kleiner Theil unverändert Franzosen, unter denen sich auch Präsident gaurelbIie6 unb der Rest sich sogar verschlimmerte. Da befindet, Geschenke überreichte. Dieselben waren keine billigere und anderersetts sicherlich keine un» ursprünglich für die VermählungSfeier des Kaisers I südlichere Medizin geben dürste, so kann Jeder, der besttmmt, später sollten sie gelegentlich desl^ Kopffchmerzen behaftet ist, die Wirkung des Krönungsfestes überreicht werden. Die Ehrengabe kalten Wassers an sich selbst probiren.

besteht auS einem Tafelgeräth aus Sevres-I . m.-ff7 = n »nr. £ SÄft äWSSSx

Aauarellen I Soun«n-Aufg-ng 5,16 ~ Mond-A-fgem, 5,36

Aquarellen. ____________ I 6onn«n»Untergcmg 5.59 ® Mond-Untergang 5,8

Lahn wasser temperatur:

I Morgen-11Gr. R. Mittags 11»/» Gr. R. Nach«. 11'/. Gr. R.

Wissenschaft, Kunst und Leben.

- 7 ?^Elberg. 19. Sept. (Kongreß der Irren atzte.) Auf der letzt hier abgehaltenen 4 Jahres- Versammlung t^s Vereines deutscher Irrenärzte wurde eine New« von Leitsätzen angenommen, deren Grundgedanken in einem Alltag des ProfeffotS Fürstnet (Karl»ruhe) medergelegt ist, der folgenden Wortlaut hat: Es ist au» »"streben, daß für die Behandlung Geisteskranker ein be- ondetS anSgebüdeteS Pflegepersonal gewonnen werde, das längere Zett im Berufe bleibt.

1 Atzungen aufgeklart und damit der Boden für einl Alls MarbUNl UNd UüMtttttb.

: ferneres gemeinsames Zusammenwirken gefunden I a

> wurde." Eine Krähe hackt eben der anderen die Augen! + Marvnrg, 21. September. Hoch lebe nicht auS. Daß die genosieuschafiliche Brüderlichkeit! der Reservemann! Unsere Jäger trafen am Sonn­innerhalb der Redaktion desVorwärts" wie der!"benb Nachmittag, vom Manöver zurückkehrend, auf gesammten sozialdemokratischen Parteileitung im! hiesigem Bahnhof ein. Mit kliagendem Spiel zog Uebrigen nicht gar so weit her ist, ist ein offenes «das Bataillon, gefolgt von einer nach Hunderten Geheimniß. ! zählenden Knabenschaar, deren besonderes Vergnüge»

* (Christlich-soziales.) Hofpredigera.D. '^", in Reih' und Glied mitzumarschiren, durch Storcker veröffentlicht imVolk" einen längerenIi $cn>te Der e$en &te .mci^en Artikel zu Gunsten der Förderung der christlich- 2 n en UfCr^@taAtS UnLma3

sozialen Sache, in dem er zu einem heißen «^_?st«rn Abend noch manche bitt re Throne Freiheitskrieg gegen die dem Volke verderb-1-,- "^rau2e .geflossen fein. Gestern Abend liehen Mächte aufruft, schlichter Glaube und kirchlichesI, Nacht sowie heute Morgen horte

Bekcnntniß gefordert und die gesetzliche Bekämpfung 1,... , . "A - den Straßen und in den Wlrth- der offenbaren Volkssünden, tote Unzucht und Trunk-Iufii9e Reservelieder singen.

sucht verlangt wird; ebenso müsse der Duellunfug I + Verbot. Da die Passanten der Damm- ein Ende nehmen. Die christlich-soziale Partei werde I flraßevom Kämpftasen nach der Schützenpfuhlbrücke kämpfen bis zum Sieg. Isthr oft durch Reiter, Radfahrer usw. belästigt sind-und

lasten immer deutlicher erkennen, daß die Wirren das I Warnungstafeln angebracht, wonach künfttg für Stadium einer reraeu Armenierhetze langft uber^ptten 10&enbe3ei^netc das Pasfiren des Dammes verboten ist. haben und dle Situatton jeden Augenblick in offen ei , . 1

Revolution umschlagen kann, sodaß auch die Re-1 _ * Sonntagsrückfahrtkarten. Die auf einzelnen gierenden und die Angehörigen der europäischen Groß-1 Stationen zur Verausgabung kommenden Sonntags­mächte vor den Verschwörern und den Pöbelhorden I rückfahrtkarten werden, wie schon gemeldet, fortan nicht mehr gesichert sind. In Skutari wurden wieder-1 0a"3e" Jahres, also auch im

um zahlreiche Verhaftungen von Armeniern borge« 12Braterijan)ja[jre, ausgegeben. Demgemäß ist die nommen, die zur Entdeckung von Sprengstofflagern I Benutzung dieser Karten an allen Sonn- und den geführt haben sollen. Das deutsche Generalkonsulat folgenden Festtagen zulässig: am Neujahrstage, Char- erhielt einen Drohbrief, in welchem angekündigt I fteitage, Ostermontage, Himmelfahrtstage, Pfingst- wurde, daß das Gebäude in die Luft gesprengt! montage, ersten und zweiten Weihnachtsfeiertage und werden solle. Eine Verschwörung gegen den Sultan!"" &en Buß- und Beilagen.

ist entdeckt, infolge derselben sind einige hohe Persön- + Turnfahrt. Wie uns mitgetheilt wird, findet lichkeiten verhaftet. Auch die unglücklichen Sofias «die diesjährige Herbst Tut nfahrt der hiesigen Turn- streben den Staatsstreich an, trat die Armeedisziplin! g e m e t n d e am nächsten Sonntag statt. Es ist hält bisher den Ausbruch der allgemeinen Umwälzung! für diesmal eine Tour in Aussicht genommen, die fern. Die Ruhe blieb heute aufrecht erhalten, aber! genannter Verein vor 5 Jahren schon einmal und die Stimmung ist sehr gedrückt. Die Verhaftungen I zwar damals in Form einer Nachtturnfahrt aus­dauern fort. Die russischeNow. Wremja" erklärt,! führte. Der Weg führt über Fronhausen, die daß man ein einscittges Vorgehen Englands in der Schmelz, Kirchvers, Krumbach und von dort nach orientalischen Frage nicht dulden könne, vielmehr «dem Dünsberg. Nach kurzer Rast daselbst geht es müßten die Mächte gemeinsam die Pforte zwingen,! zum Vetz- und Gleiberg und von dort nach Gießen, alle Maßregeln zu ergreifen, um die christliche Be- Bei günstigem Wetter wird sich die Turnfahrt ver- völkerung vor dem Fanatismus der Muselmanen zulmuthlich zu einer recht amüsanten gestalten.

bewahren, welchen in teuflischer Weise die englischen! ,,___m .

Inspiratoren der Armenier ausbeuten. Wenn bicL. r" " Hausinsassen. Bei einer

Pforte dies nicht thun könnte, so müßten es die " in der Untergasse wohnhaften Familie Mächte selbst unter Ausschluß Englands thun. V 82 s -

' I Person mit einem kleinen Krade ein und erhielt ein

* (Die Zeit"), das neue Blatt deslkleines ebener Erde gelegenes Zimmer angewiesen. Pfarrers Naumann, ist jetzt erschienen.! Die betreffende Familie zog nun vor einigen Wochen Es nennt sichOrgan für nationalen Sozialismus I wieder aus und infolge dessen hätte also auch die auf christlicher Grundlage". Ein Programmartikel!Aftermietherin das von ihr benutzte Zimmer räumen Nanmann's antwortet auf die FrageWas wollen! müssen. Dieselte hielt sich jedoch noch weiter in wir?" folgendermaßen: Von drei Seiten nehmen! diesem Raume auf, besonders die Nacht, trotzdem wir unsere Grundgedanken und von drei Seiten! kein Stück Möbel darin vorhanden war. Alle Be- ertoarten wir Leser und Mitarbeiter: 1) Sozialisten, I mühungen des Hausbesitzers, die unliebsame Haus- welche mit der allgemeinen politischen Haltung der l insassin zu entfernen, blieben erfolglos. Wenn die Sozialdemokratie nicht zufrieden sind; 2) Liberale, I Polizei oder sonst Jemand kam, war Alles leer, welche mit nationalem Liberalismus Ernst machen! Trotzdem schließlich Fenster und Thüren des Zimmers wollen; 3) Konservative, welche das praktische! ausgehoben waren, kehrte die Frauensperson Nachts Christenthum der Hilfe und der That fördern wollen. I immer wieder in das Haus zurück. Heute Morgen Ein Artikel über nationalen Sozialismus ist von! nun entdeckte der Schutzmann eine kleine nach einem H. Oberwinder unterzeichnet, dem früheren Redakteur! früheren Schweineställchen führende Thür, er öffnete des Stöcker'schenVolk". Ueber das bürgerliche! dieselbe unb siehe da, hier, in einer mit Unrath unb Gesetzbuch läßt sich Rudolph Sohm au?. Ueber! allerhand faulen Lumpen und zerbrochenem Geschirr den armenischen Putsch' schreibt H. von Gerlach! belegten Ecke hatte jetzt die unliebsame Zimmer­aus Constantinopel. Das ganze Blatt, als dessen Imietherin ihr Quartier aufgeschlagen. Letztere wurde Redakteur H. Oberwinder zeichnet, macht nach dem! vorläufig in das hiesige Arbeitshaus überführt.

3'9'' Nn,aIW dnt" * ®te«rine». Sind, einer neuen SBerfügung der

n itnoni . I preußischen Eisenbahnverwaltung ist es zulässig, daß

* Münster i, W., 19. Sept. (Arbeiter- Reisenden d-is Betreten des Bahnsteigs, und das Wohnungen.) Die Stadtvertretung hat denIEinsteigen in einen bereits fertig geordneten Zug Anfang mit der Erbauung von Arbeiterwohnungen I nicht erst im letzten Augenblick vor dem Abgang des gemacht, indem sie 63 000 Mk. aus dem General !Zuges, sondern möglichst frühzeitig gestattet armenfonds bewilligte zur Ausführung von vier wird. Auf diese Weise soll die bequemere allmäh- Doppelgebäuden, in denen 20 Familien Pl'tz finden I lige Abfertigung und Unterbringung der Reisenden sollen. Der Miethspreis stellt sich für drei bis vier! ermöglicht werden.

Räume auf 136 bis 200 Mk. ! ** Eine neue Behandlung dcö Kopfschmerzes

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