MchijW MuU Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nb Kirchhai«.
Dr»ck xub B«lag: J-H-Aug. Koch, Universitäts-Buchdruck«« in Marburg. Vnantwortlich für den allgemeinen Theil: R.daktnir Friedrich Colbatzky
R'daktion und Expeditton: Markt LI. WVWWWSWWtt* für deu Jnseratentheil: Joh- Aug. Koch, beide in Marburg.
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Marburg,
Donnerstag, 17. September 1896.
Aryeigen nimmt entgegen di» Expedition dieses Blatte», .
sowie die Annoncen-Bureanx von Haasenstein u. Vogler in „
Frankfurt a. M., Kassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Iabra Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. o
Daube u. Co. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Die Vermehrung unserer Flotte.
* Von hochgeschätzter Seite erhalten wir folgende trefflichen Ausführungen:
Die Veröffentlichung im „Reichsanzeiger", die die Absicht, dem Reichstage in Form einer eigenen Marinevorlage „uferlose Flottenpläne" vorzulegen, rundweg bestreitet, wird gewiß mit großer Beftiedigung ausgenommen werden. Wenn aber der „Reichsanzeiger" mit großer Emphase das Vorhandensein von Gegensätzen innerhalb der höheren Marinekreise nicht anerkennt, so widerspricht das wohl den That- sachen. Es haben in der Marine vielfach Reibungen zwischen dem Reichsmarineamte und dem Oberkommando der Marine bestanden, Gegensätze, bei denen die, wenn man so sagen darf, Frontoffiziere — und Herr Tirpitz gehört jetzt zu diesen — immer auf Seiten des Oberkommandos gestanden haben. Der Gegensatz hat seine natürliche Ursache darin, daß das Overkommando und mit ihm die Offiziere vor Allem die Schlagfertigkeit und Größe der Marine im Auge haben, während die Verwaltung wohl oder übel den finanziellen Punkt mit berücksichtigen muß. Wenn i nun Herr Tirpitz, nebenbei bemerkt, wegen seiner unvergleichlichen Eigenschaften neben Knorr, der Stolz und die Hoffnung unserer Marineoffiziere, keinen „uferlosen" Plan entworfen hat, so konnte man sich wohl von ihm eines solchen Entwurfes versehen; noch mehr aber von Herrn von Senden-Bibran, der ein wenig als Hofmann gilt und als solcher gewiß gern bereit ist, den Neigungen des Monarchen zu einer Vergrößerung der Marine durch das Entwerfen eines Planes entgegen zu kommen, wenn auch die Durchführbarkeit dieses Planes problematisch ist.
Trotzdem also in einflußreichen Kreisen gewiß Neigung zu großen Flottenplänen vorhanden ist, so werden sie doch so lange nicht in die Oeffentlichkeit treten, als Herr Hollmann an der Spitze der Verwaltung steht. Nicht als ob Herr Hollmann innerlich ein Gegner solcher Pläne wäre, aber wenn dieser Typus eines offenen, gradherzigen Seemannes auch nicht „gerissen" oder „gerieben" ist, so kennt er darum doch das Terrain, auf dem er zu kämpfen yar genau, und weiß, daß die Einbringung einer tz „großen" Vorlage den IInteressen der Marine nur schädlich sein könnte. Denn eine Auflösung des x Parlaments wegen dieser Frage würde keineswegs den Erfolg haben, wie die Auflösungen wegen der Heeresforderungen in den Jahren 1887 und 1893. So sehr zweifellos die Zuneigung des Volkes zu der
(Nachdruck ixiboten.)
Martha und Maria.
Roman von Arthur Zapp.
(Fortsetzung.)
Martha war den ganzen Tag über in geschäftiger Bewegung. Vor der Kostümirung hatte sie noch eine kurze Verabredung mit Robert. Es wurde vereinbart, daß dieser sich zu Fuß in das Kasino begeben sollte. Martha aber sollte später in einem Miethswagen fahren.
Diese Verabredung war deßhalb so getroffen worden, damit Robert nicht vorzeitig hinter Marthas Maskengeheimniß käme. Gutmüthig hatte er sich gefallen lassen, daß sie vor ihm ihr Maskenkostüm ängstlich verborgen hielt und auf alle seine Fragen geheimnißvoll mü dem Kopf schüttette und schelmisch entgegnete:
„Nein, nein, das verrathe ich Dir nicht. Du mußt es auf dem Ball selbst herauszubringen versuchen. Sagte ich Dir's vorher, so hätte ich ja nur die halbe Freude!"
Im Grunde aber war es weniger das Verlangen, ihn auf dem Balle zu intriguiren und zu überraschen — denn auf den Bällen spielte ihr Gatte nur eine sehr nebensächliche Rolle für sie —, als vielmehr eine dunkle Vorempfindung, daß die von ihr gewählte Maske nicht nach feinem Geschmack sein würde. Sie wollte sich aber das Entzücken, das ihr Kostüm ihr selbst bereüete, durch eines Anderen Tadel um keinen Preis schmälern lasten oder sich gar noch schlimmerem aussetzen.
Im Kasino fand sich MarthaS stolzes Erwarten glänzend gerechfferttgt. Unter den zahlreichen Masken, die zum Theil in prächtigen, kostbaren Gewändern
Marine gewachsen ist, so würden doch hochgespannte Forderungen auf starken Widerstand stoßen, selbst in Kreisen, die unseren militärischen Kreisen — wir meinen hier die Armeekreise — nahestehen. Denn diese Kreise wünschen keine zu großen Ausgaben für die Marine aus dem einfachen Grunde, weil sie nicht mit Unrecht glauben, daß darunter die Neigung des Parlaments, Bewilligungen für Armeezwecke zu machen, leiden könnte.
Daß man in weiten Kreisen des Volkes hohen Marineforderungen ungleich mißttauischer gegenüber steht, als Heeresverstärkungen, ist nur zu erklärlich. Was die Zwecke der Offensive und des Kampfes anlangt, so wird das Volk geneigt sein, zu glauben, daß eine Heeresvermehmng um 40 000 Mann, wie 1887, oder um 80 000 Mann, wie 1893, uns eine Ueberlegenheit über Frankreich sichert, aber es wird nie glauben, daß unsere Marine der ftanzösischen oder englischen gewachsen sein kann; ebenso wird es glauben, daß unsere Grenzen und damit der deutsche Binnenhandel wirksam durch 3 Millionen deutscher Soldaten geschützt werden können, aber es wird nicht glauben, daß auch eine erhebliche Vermehrung der Marine unsere ungeheure, auf einen unermeßlichen Raum vertheilteHandelsflotte wirksam gegen französische Kriegsschiffe schützen kann.
Andererseits aber glauben wir, daß die Neigung zu einer mäßigen und allmähligen Steigerung der Kräfte unserer Marine im Wachsen begriffen ist. Denn die Marine soll nicht nur im Kriegsfälle unsere Küsten schützen, sie soll auch in Friedenszeiten ein Schutz für unfere Landesangehörigen in überseeischen Ländern und für die deutschen Handelsinteressen sein, sie soll auch das deutsche Reich angemessen repräsep- tiren. Denn wenn auch die deutschen Handelsschiffe im Falle eines Krieges mit Frankreich nicht ausgiebig werden geschützt werden können, so muß doch die Marine stark genug sein, jederzeit den Uebergriffen exotischer Völker ein Ziel setzen zu können — und, wenn es sein muß, an mehreren Stellen zugleich. Gerade, weil unser Handel nach den überseeischen Ländern so enorm gewachsen ist, muß in den überseeischen Völkern das Gefühl leben, daß hinter dem deutschen Kausmanne nöthigenfalls die deutsche Kriegsflagge steht. Den überseeischen Völkern aber gegenüber ist unsere Armee ein stumpfes Werkzeug, hier bedarf es einer kräfttgen Marine. Aber auch für den freundschaftlichen Verkehr mit fremben Völkern, für repräsentative Zwecke, ist eine kräfttge Marine eine Nothwendigkeit. Man unterschätze den Werth solcher repräsentativen Gelegenheiten nicht. Sie festigen
erschienen waren, erregte ihr Kostüm unstreittg das meiste Aufsehen. Man fand es originell, wenn auch ein wenig pikant. Alle aber stimmten darin überein, daß man etwas Derartiges noch nie gesehen habe. Besonders auf die anwesenden Herren schien es eine unwiderstehliche Wirkung auszuüben, denn Martha sah sich fortwährend von einem bunten Schwarm von Rittern, Türken, Chinesen, Dominos und anderen, mehr oder minder phantastisch ausschauenden Gestalten umgeben.
Freilich gab es auch unter den Ballgästen, und nicht nur unter den Damen solche, welche die pikante Vertreterin des Tabacks im stillen shocking fanden. Zu ihnen schien auch Robert zu gehören, der sich begnügte, die reizvolle Maske von weitem zu bewachten. Es widersttebte ihm, sich in den Knäuel der die kokett Zurückweichende fortwährend schwatzend und lachend Umdrängenden zu mischen. Ja, er konnte sich einer widrigen Empfindung nicht erwehren, als er sah, wie man sich förmlich stritt und darum kämpfte, in ihre Nähe zu kommen und eine der Cigarren, die locker in kleinen, aus gelbseidenen Cigarrenbändern gebildeten Behältern steckten, zu erobern. Je zwei Reihen solcher mit Cigarren gefüllten Hülsen liefen über Brust und Rücken, von der einen Schulter bis zur anderen. Der tabakfarbne Rock endete eine Handbreit über den -Knöcheln, das Meder hatte die Form eines Tabakblattes, war weit ausgeschnitten und ließ die schöngeformten Arme vollständig frei. Oben an den Achseln hielten es schmale gelbseidene Bänder zusammen.
Mit einem Achselzucken, worin sich deutlich seine Krittk offenbarte, wandte sich Robert von dem Schauspiel ab, um nach Martha zu forschen. Er nähette sich einer jeden Maske, die durch blondes Haar oder irgend eine Aehnlichkeit in Figur und
das Ansehen des Reiches und nützen damit auch dem Ansehen und der Wohlfahrt des einzelnen Deuffchen im Auslande und dem deutschen Handel. Die Frage, ob die deutsche Flotte schon jetzt diesen Zwecken, die ste erfüllen können muß, genügen kann, wird bestritten werden können, wenigstens erinnern wir uns, daß bei verschiedenen Gelegenheiten, die einen repräsentativen oder einen demonstrativen Charatter trugen, Schwierigkeiten wegen Mangels an verfügbaren Schiffen bestanden, und daß dann schließlich Deutschland gegenüber anderen Mächten nicht gut abschnitt.
Deßhalb sollten, wie wir meinen, billige Forderungen der Marineverwaltung angemessene Berücksichtigung finden. Wenn man solchen Wünschen gegenüber sich auf einen strikt ablehnenden Standpunkt stellt, so dürste man sich kaum im Einklänge mit den mehr und mehr int Volke sich geltend machenden Auffassungen befinden.
Deutsches Reich.
* Berlin, 15. Septbr. (Tagesbericht.) Se. Majestät der Kaiser arbeitete heute Vormittag int Neuen Palais nach einem Spazierritt mit dem Chef des Militärkabinets v. Hahnke. Hierauf empfing der Monarch den Reichskanzler Fürsten Hohenlohe zum Vortrag. Zur Tafel war der Chef des Generalstabes v. Schlieffen geladen. — Außer dem General v. Seeckt ist auch dem kommandirendm General des 4. Armeekorps v. H ä n i s ch der Schwarze Adlerorden verliehen worden. — In der Kabinetsordre, durch welche Graf W a l d e r f e e zum Chef des 9. Feld-Artillerie- regiments ernannt worden ist, wird die ausgezeichnete Führung der Armee und Erhaltung des regen Geistes in den ihm unterstellten Tntppen anerkannt. — Die Herbstübungsflotte ist heute durch Flaggensignal in Wilhelmshaven aufgelöst worden. Auf jedem Schiff erscholl ein dreimaliger Hurrahruf auf den Kaiser.
* (Pariser Welt-Ausstellung.) Der Reichskommissar für die Pariser Weltausstellung, Dr. Richter, beabsichtigt sich in den nächsten Tagen nach Süddeutschland zu begeben, theils um mit den dortigen Regierungen in dieser Angelegenheit persönlich Fühlung zu nehmen, theils auch um sich mit einzelnen Großindustriellen zu besprechen. In etwa zwei Wochen dürften dann auch die Programme u. s. w. den Handelskammern, Vereinen von Jndusttiellen und anderen betheiligten Körperschaften mit der Auf-
Haltung an Martha erinnerte. Aber all sein Bemühen war umsonst. Keiner begegnete er, die in ihrer Stimme ober burch bett Inhalt ber Worte, bie er aus ihr herauslockte, bie Möglichkeit aufkommen ließ, daß er die Gesuchte vor sich habe.
Er schlenderte durch die Restaurationszimmer, in denen Hungernde und Durstige an kleinen Tischen sich's wohl sein ließen. An einem kleinen Tische am Ende des letzten Zimmers ließ sich Robert aufathmend nieder und bestellte sich eine Flasche Wein. . . .
Im Saal war durch bie Tanzorbner ein freier Raum geschaffen worden, der durch Bannerträger in altdeutscher Tracht — man hatte einige gut gebaute Soldaten dazu gewählt — markirt und so gegen den Andrang der Zuschauenden geschützt wurde. In kurzer Frist entwickelte sich hier ein lebhaftes Hin- unb Herwogen tanzenber Paare, die für den ver- hältnißmäßig kleinen Fleck fast zu zahlreich waren.
„Schöne Tabacksfee," hörte sich Martha, als eben ein neuer Walzer begann, von einer als Don Carlos kostümirten Maske angcrebet, „dürfte ich Dich zu einem Tänzchen bitten?“
Sie zögerte schelmisch. „Fürchtest Du Dich denn nicht vor mir?" entgegnete sie mit verstellter Stimme. „Ich gehöre zur Familie der Nachtschatten, die Giftpflanzen find. Bedenke, daß ich nikotinhaltig bin."
Er lachte. „Gegen Nikotin bin ich längst immun. Und übrigens —“er nahm ihre Hand und hielt sie mit festem Druck; sich zu ihrem Ohr hinüberneigend, flüsterte er leidenschaftlich: „Wenn auch — es müßte süß fein, in Deinen Armen feine Seele auszuhauchen.“
Sie zuckte leicht zusammen, sie hatte seine Stimme erkannt. Ihre Hand der seinen entwindend, erwiderte
forberung zugehen, feststellen zu wollen, wie weit auf eine Betheiligung burch deutsche Aussteller zu rechnen sein wird. Selbstverstäublich kann es sich dabei nur um vorläufige Ermittelungen handeln, denn vor der Hand ist eine Hauptfrage, nämlich die des zur Verfügung stehenden Platzes, noch nicht entschieden. Soviel bis jetzt feststeht, werden von dem überhaupt verfügbaren Raum, der 180 ha umfaßt, nur 40°/o den fremden "Nationen zur Verfügung gestellt werden, so daß es sich für diese nicht darum handeln kann, ein irgendwie umfassendes Bild ihrer Industrie zur Ausstellung zu bringen, sondern nur darum, einzelne hervorragende Leistungen, die für den jeweiligen Stand der Jndusttie und Kunst als typisch gelten müssen, vor Augen zu führen.
* (Z e i ch e n der Zeit.) Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Erklärung der Direktion des preußischen Statistischen Bureaus, in welcher zur Vermeidung erfolgloser Meldungen darauf aufmerksam gemacht wird, daß der Bedarf des Bureaus an Hilfskräften mehr denn vollständig gedeckt ist, und daß fernere Beschästigungsgesuche unbeantwortet bleiben müssen. Auch andere Behörden haben wiederholt ähnliche Erklärungen publizirt. Ein charakteristisches Zeichen der Zeit!
* (Sozialdemokratisches.) In der fernsten Ecke des dunklen Erdtheils in Johannesburg in Südafrika ist, wie der „Vorwärts" ttiumphirend verkündet, ein deutscher sozialdemokratischer Verein gegründet worden, dessen Mitgliederzahl bereits auf 44 gestiegen ist. Vielleicht wird dieser Umstand schließlich auch bei der Sozialdemokratie eine gewisse Kolonialfreundlichkeit herbeiführen. Es wäre auch gar nicht so unrecht, wenn die „Zielbewußtesten" der deutschen „Genossen" die Gelegenheit benutzen, eine Agitationsreise nach Südafrika anzutteten, um dort ihre Zukunftsstaatsidee zu verwirklichen.
* (D i e Polen.) Der polnische „Kuryer" stellt der „Pos. Ztg." zufolge mit großer Genng- thuung fest, daß der Kaiser den zum Görlitzer Festmahl geladenen Polen gegenüber sehr gnädig gewesen sei. Schon die Liste der Geladenen, die 12 Namen aufweise, zeige, daß die Polen entgegen dem Wunsche gewisser Leute nichts an der Gunst des Monarchen eingebüßt hätten. Nur zwei der Eingeladenen seien, da sie außer Landes weilen, der Ladung nicht gefolgt, nämlich Graf Z. Skorzewski und Fürst F. Radziwill. Der Erzbischof habe die Ehre gehabt, in unmittelbarer Nähe des Kaiserpaares zu sitzen Als besondere Auszeichnung des Erzbischofs betrachtet der
sie mit erkünstelter Kälte: „Hüte Deine Zunge, Du kecker Fant von Spanien. Du irrst, wenn Du mich für eine Eboli nimmst."
„Nein, eine Prinzessin Eboli bist Du nicht, sondern eine Königin im Reich der Schönheit, die Königin meines Herzens!"
Sie lachte spöttisch. „Ich danke, das Königreich behalte gefälligst für Dich! Ich bin nicht lüstern danach. Komm, laß uns tanzen!"
Er führte sie zur Reihe der Tanzenden und wirbelte mit ihr durch den Saal wieder und wieder, als sei es der letzte Tanz seines Lebens, den er nicht lange genug ausdehnen könne. Endlich stammelte sie keuchend: „Genug!" Als er nun gehorchte und sie aus dem Saal hinausführte, stand sie eine ganze Weile erschöpft, nach Athem ringend.
„Führe mich nach irgend einem ruhigen Plätzchen!“ gebot sie, „wo man sich ein wenig erholen kann. Das war ja, als wolltest Du mit mir direkt in die Hölle hineintanzen!“
„In den Himmel!" berbefferte er galant und bot ihr den Arm. „Verzeihe! Aber bedenke, welche Selbstüberwindung dazu gehörte, Dich so bald wieder frei zu geben."
Sie erwiderte nichts, aber ihm kam es vor, als ob er einen leichten Druck ihres Armes verspürte, der in dem seinen ruhte. Glückselig schritt er mit ihr dahin, um sich nach einem lauschigen Plätzchen mnzusegen. Eine Bewegung seiner Tänzerin zwang ihn plötzlich, stehen zu bleiben.
„Laß uns umkehren, — schnell, ich bitte Dich!“ raunte sie ihm zu.
Au dem Umstände, daß sie diesmal ganz außer Acht gelaßen, ihre Stimme, wie bisher zu verstellen, erkannte er, daß es ein ehrlicher, auftichttger Schritt war, der sie unwillkürlich erfaßt hatte.