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Staates möglich ist, trotz mancher Reibungen fu s patriotische Opfer bringen daß es für ihn Hal- Opfer ist, kann nicht ernstlich bezweifelt h":den und für die nächste Zukunft im Amte t°riben wird, bis die nun schon seit mehr als Jahres- Zc.ft bestehenden politischen Wirrnisse eine beftiedigcnde Lösung gefunden haben und bis die Herstellung herz-

Der kommende Kanzler?

O Nachdem sich die erste Freude über die Ver­öffentlichung desReichsanzeigers" hinsichtlich der Vorlegung der Militärprozeßreform in der nächsten Reichstagstagung gelegt hatte, ist von verschiedenen Seiten hcrvorgehoben worden, daß damit wohl die Krisis gemildert, aber noch nicht erledigt sei, weil ja dieUnverantwortlichen" zwar in einer Frage unter­legen seien, im Uebrigen aber von der Beseitigung ihres Einflusses nichts verlaute. Trotz der unzweifel­haften Richtigkeit dieser Auffassung darf man an­nehmen, daß Fürst Hohenlohe, solange es ohne Ver­letzung seiner persönlichen Würde und ohne Schädigung

der höchsten Stelle. Darüber ist sich zweifellos auch der Kaiser selbst klar und wenn er trotzdem den Fürsten Hohenlohe zum Reichskanzler erwählt hat und den Fürsten Hatzfelbt zu dessen Nachfolger aus­ersehen sollte, so wird damit bewiesen, daß man dem Monarchen Unrecht thut, wenn man meint, er wolle nur gefügige Werkzeuge seines Willens neben sich dulden. Wir wissen im Gegentheil sehr wohl, daß der Kaiser eine entgegengesetzte Meinung durchaus erträgt, und wir hoffen, daß wer auch immer, ob Fürst Hatzfeldt oder ein Anderer, ob früher oder später, Nachfolger des Reichskanzlers wird, Mann genug sein wird, seine Auffassung zu vertreten, wenn er es zum Wohle des Vateilandes für er­forderlich hält.

ist, solange er es für nöthig hält, so zweifellos ist es auch, daß er in dem Augenblicke, in dem er die Hoffnung hegt, daß auf dem ruhiger dahinfließenden Strome der europäischen Politik auch ein minder er­fahrener Steuermann als er ohne Schaden für das Vaterland den Nachen lenken kann, mit gutem Rechte den Spätabend seines wohlangewendeten Lebens in Ruhe wird verbringen wollen. Unermüdlich besorgt um das Wohl des Vaterlandes aber hält er es vielleicht für seine letzte Pflicht, sich bei Zeiten einen geeigneten Nachfolger auszusuchen.

Uns will es fast scheinen, als ob er bei seinem Besuche in Schlesien dieser schwierigen Aufgabe ge­recht zu werden sucht. Er hat am jüngstvergangenen Freitag den Oberpräsidenten von Schlesien, den Fürsten Hatzfeldt, sowohl am Nachmittag, wie am Abend nach dem Diner besucht. Der Besuch am Nachmittag gebührte der Stellung des Oberpräsidenten, aber der zweite Besuch? Fürst Hohenlohe ist ein al rr, nicht mehr zu kräftiger Herr und der Tag bot der Anstrengungen genug, es ist also kaum anzu- neymen, daß er, um bei einer Tasse Thee über die Ereignisse des Tages zu plaudern, sich der An­strengung eines zweiten Besuches unterzog. Trotzdem würden wir aus diesem Besuche so weitgehende Schlüsse nicht ziehen wollen, wenn uns nicht die Persönlichkeit des Fürsten Hatzfeldt die Anregung dazu böte.

Manöver lautet: Eine Ostarmee hat eine Westarmee in Breslau eingeschlossen. Zum Entsatz werden Truppen in Sachsen und in der Mark Brandenburg zusammengezogen.

* (Ordensverleihungen.) DerReichs­anzeiger" veröffentlicht diverse Ordensverleihungen an hochstehende Personen der Provinz Posen aus Anlaß der Anwesenheit des Kaisers bei den Manövern des 5. und 6. Armeekorps. General der Kavallerie Prinz Heinrich XIII. Reuß erhielt das Großknnz des Rothen Adlerordens mit Eichenlaub, Oberpräsident v. Wila- mowitz den Stern zum Rothen Adlerorden zweiter Klasse.

* (Die allgemeine Handwerker-- Konferenz) wurde heute Vormittag eröffnet. Die Regierung entsandte Geheimrath Sieffert aus dem Handelsministerium und Regierungsrath Gruner aus dem Reichsamt des Innern. Obermeister Faster leitete die Verhandlungen ein und erstattete das Re­ferat. Zur Spezialdiskusston liegen zahlreiche An­träge vor. Die Konferenz wird 3 Tage dauern.

* (Konvertirung.) Betreffs der Konver- tirung der 4proz. Reichs- und preußischen Staats­anleihen wird offiziös von Neuem betont, daß Bayern seinen Konveriirungs beschließ nur gefaßt hat, nachdem man Fühlung sowohl mit der Reichsregierung wie mit der noch mehr beteiligten preußischen Regierung genommen hatte. Im Uebrigen sei zu erwarten, daß sowohl im Reiche wie in Preußen, falls mit der Konvertirung vorgegangen wird, die größtmögliche Rücksicht auf die Gläubiger genommen werden wird. ES würde sicherlich, so heißt e8 in der aus dem Finanzministerium stammenden Auslassung, wesent­lich zur Beruhigung der Inhaber der zu konver- tirenden Staatspapiere dienen, wenn dieselben die Zusicherung erhielten, daß demnächst innerhalb eines bestimmten Zeitraums eine weitere Konvertirung der eben konvertirten Staatsanleihen ausgeschlossen ist. Der Staatskredit beruht auf dem Gefühl der Sicher­heit und Unveränderstchkeit der Anlagen bei den Staatsgläubigern; eine billige Rücksichtnahme aus diese wird deßhalb der künftigen Entwickelung des Staalskredits nur Vortheil bringen. Man wird aber dadurch auch am ehesten verhüten, daß die bisherigen Inhaber von Staatspapieren, welche hierin eine dauernde Kapitalsanlage erblicken, sich um eines höheren Zinsgewinnes wegen höher verzinslichen, aber nicht annähernd die gleiche Sicherheit bietenden Spekulations­papieren zuwenden. Eine derartige Zusicherung auf eine mäßige Anzahl von Jahren ist für durchaus empfehlenswerth zu halten behufs Verhütung einer

Wir müssen nämlich gestehen, daß wir schon im Jahre 1894, als die Stellung des Grafen Caprivi unsicher zu werden anfing, an den Fürsten Hatzfeldt dachten. Indessen war damals der Fürst erst seit sehr kurzer Zeit int Staatsdienst thätig er war eben erst zum Oberprästrenten ernannt worden und außerdem mochte wohl der Wunsch, aus dem verfahrenen Geleise des Verhältnisses zu Rußland herauszukommen und gerade damals, wo die tödtliche Krankheit Al xanders III. einen baldigen Regierungswechsel zur Gewißheit machte, war der richtige Zeitpunkt dazu gekommen, dem Kaiser den Wunsch nahelegen, die Dienste des Fürsten Hohenlohe in Anspruch zu nehmen, der nicht nur als ausgezeichneter Diplomat, sondern speziell wegen seiner engen Beziehnngen zu Rußland die geeignetste Persönlichkeit war. Daß aber der Kaiser den Fürsten Hatzfeldt sehr hoch hält, beweist schon seine Ernennung zum Oberpräsidenten der dem Umfange nach größten, der Einwohnerzahl nach zweitgrößten, durch ihre hoch­entwickelte Industrie und die Grenzlage zu zwei großen Nachbarstaaten besonders wichtigen Provinz.

Die Werthschätzung des Fürsten Hatzfeldt ist eine durchaus begründete. Der Fürst verdient die Hoch­achtung _ des deutschen Bürgerthums schon dadurch, daß er im gewissen Sinne ein Self-made man ist. Der Vater hatte nämlich den prachtvollen Trachen- berger Besitz erheblich herunter gebracht und nur der eisernen Energie, dem unermüdlichen Fleiße und der zähen Sparsamkeit des gegenwärtigen Fürsten war es zu danken, daß das Fürstenthum Trachenbera wieder in einen besseren Stand gebracht wnrdc, als jemals. In der Umgegend, die an dem leichtlebigen Vater mehr verdient hatte, als an dem haushälterischen Sohn, medisirte man fteilich wacker über den sparsamen Fürsten. Eine gemäßigte, versöhnende Stellung, die er in wlrthschafflichm Fragen nicht minder wie in politischen Fragen einnimmt, macht ihn in unseren an schroffen Gegensätzen so reichen Zeiten zu einer leitenden Stellung besonders geeignet. Daß seine katholische Konfession der evangelischen Mehrheit Deuffchlands keinen Anlaß zu Bedenken geben kann, ergiebt sich schon daraus, daß er 15 Jahre hindurch der deutschen Reichspartei angehörte. Sein großes Vermögen und seine Zugehörigkeit zum hohen Adel sind aus mancherlei Gründen gerade für die Stellung des Reichskanzlers nicht zu unterschätzende Vortheile.

Die letzterwähnten Vorzüge sind auch aus einem besonderen Grunde sehr bcachtenswerth: sie gewähren eine gewisse Garantie der Unabhängigkeit gegenüber

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Deutsches Reich.

* Berlin, 8. Septbr. (Tagesbericht.) Se. Majestät der Kaiser beabsichtigt, da ein Residenzschloß in Westpreußen in ausreichender Größe nicht vorhanden ist, gelegentlich seiner Jagdausflüge dorthin seine Hofhaltung zeitweise nach Marien­burg zu verlegen. Ihre Maj. die Kaiserin ist heute Abend von Görlitz nach Karlsruhe gereift, um dem Großherzog von Baden zugleich die Glück­wünsche des Kaisers zu überbringen. Im Laufe des Vormittags hatte die Kaiserin in Görlitz eine Rund­fahrt gemacht und besuchte die Peterskirche, wo sie von der Geistlichkeit und den kirchlichen Behörden empfangen wurde. Nachdem die Sehenswürdigkeiten der Kirche in Augenschein genommen waren, besichtigte die Kaiserin die Rathhaustreppen, das hl. Grab und das Diakonissenhaus und begab sich hierauf nach dem Blockhaus, wo der Oberbürgermeister die Gegend er­klärte. Tas DepeschenbureauHerold" bringt aus Rom die Meldung, daß dem Vernehmen nach Kaiser Wilhelm als Trauzeuge für den Kronprinzen von Italien und der Zar als Trauzeuge für die Prinzessin Helene von Montenegro fungiren werden. Reichs­schullehrer Betz, der auf Urlaub in Geislingen weilte, ist nach Kamerun abgereift, um die durch den Tod des Lehrers Christaller verwaiste Schule zu übernehmen. DerKaiserWilhelmkanal ist bis auf Weiteres gesperrt, da der dänische DampferJohann Sim" im Kanal ge funken ist.

* (Kaisermanöver.) Die schlesischen Kaiser­manöver haben heute begonnen. Der Kaiser begab sich stütz Morgens von Görlitz aus in das Ma- növcrgelände bei Pommritz. Die Generalidee der

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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.

"* IllustrirteS Sonntagsblatt.

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irbert. I; sicher Beziehungen zu Rußland auf lange Zeit hinaus sittelst^ gesichert ist. So zweifellos es aber einerseits ist, daß Fürst Hohenlohe dieses Opfer zu bringen bereit

M 213 ^tion°L Mk, bei allen Postämtern^L5^P^. § Marburg, iowie die Annoncen-Mremir vo^Haasenstein u. Vogler

r gkg Donnerstag, 10. September 1896. £1*3®® HU J-hrg.

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(Nachdruck verboten.)

Martha und Maria. Roman von Arthnr Zapp.

(Fortsetzung.)

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(5182 und

(5179 aus 8. eselle gesucht, elfter, (5208 üeauf kor«, (5224 ichen (5225 ieg 6.

Schlaf und Appetit ließen bei Marie viel zu wünschen übrig. Ihre Augen wurden trüb, ihre Wangen noch blasser, als sie ohnedies gewesen, ihre Haltung mott.

Sie überanstrengen sich, Marie," redete Robert sie einige Tage später an, als sie eben vom Mittags­tisch ausgestande« waren.Wie übel Sie aussehen! Sie sollten sich mehr schonen, sonst werden Sie uns am Ente noch ernstlich krank."

Als Marie verlegen protestlren wollte, unterbrach Martha sie lebhaft.

Jawohl, Robert hat ganz recht, Dn stehst wirk­lich wie das Leiden Christi aus."

Sie faßte fle mit freundlicher Gebärde um die Taille und führte fie halb gewaltsam zum Sopha.

Da, ruhe Dich ein bißchen aus und später wachst Du mit mir einen Spaziergang, einen recht großen, hörst Du? Du hast zu wenig Bewegung in der frischen Lust. Willy? Ach was, den werde ich schm besorgen. Du aber mußt Dich selbst erst einmal ordentlich Pflegen."

Marie empörte diese ganz ungewohnte Fürsorge und Rücksichtnahme der Cousine, denn sie erkannte den wahren Beweggrund derselben sehr wohl. Es lag der Heuchlerischen nur daran, auf Robert einen guten Eindruck zu machen und ihn, je näher der Maskenball heraurückte, je mehr mit sich auszu'öhnen. Es kostete sie eine förmliche Ueberwindung, sich Marthas erheuchelte Freundlichkeit widerspruchslos gefallen zu loffcn.

Ans eine noch härtere Piobe wurde ihre Selbst­beherrschung gestellt, als Martha endlich ihren Plan, Robert für die Theiluahme am Maskenball zu ge­winnen, in's Werk setzte.

Robert zeigte sich Anfangs ganz erschrocken, als Martha ihm ihren Wunsch in der liebenswürdig be­strickenden Weise, die ihr so ausgezeichnet zu Gebote stond, vortrug.

Aber bedenke doch," sagte er mti einer Miene, ber man es ansah, wie furchtbar schwer es ihm dies­mal wurde, ihre Bitte abzuschlagen.Bedenke doch die großen Kosten! Bei unserer Lage, - «z ist ja die reine UnmSglichkeit, das mußt Du doch selbst eiusthen, Kind."

Sie schüttelte mit liebenswürdigem Lächeln den Kopf setzte sich zu ihm auf die gepolsterte Armlehne des Fauteuils, in dem er ruhte, schlang einen Arm um seine Schulter und begann:Nun, nur nicht gleich so rundweg abschlagen, Robertcheu! Laß uns mal die Sache in aller Ruhe besprechen. Wenn die Kosten wirklich s, ungeheuer wären, so würde ich ja selbsttnrständlich gar nicht davon angefangen haben. Ich bin doch kein Kind. Was nicht geht, geht eben "icht. Aber die Geschichte ist wirklich nicht so theuer, tote Du glaubst."

.So?"

"achte ein halb erstauntes, halb mißtrauisches Gesicht.

Sieh mal," fuhr fie fort,ein Domino für Dich kann doch die Welt nicht kosten."

Freilich nicht, den könnte ich wohl noch er- chwiiigen."

Siehst Du. Na also."

Aber Tu?"

»3d)?" Sie lächelte schelmisch und schmiegte sich schmeichlerisch an ihn.Ein Paar neue Handschuhe

und zwei Mark für die Fiiseuse wird Dir ja wohl nicht zuviel fein, wenn Tu mir damit ein großes, großes Glück erkaufen kannst. Ach Robert, wenn Du nur wüßtest, wie furchtbar ich mich auf den Maskenball freue! Ich habe ja gar keinen anderen Gedanken mehr."

Sie war seit lange nicht so bezaubernd liebens­würdig gewesen und es kostete ihm eine ordentliche Anstrengung, mtt einer abwehrenden Miene zu sagen:

Aber das Kostüm?"

Das kostet mich nichts," antwortete sie, als handle es sich um die selbstvelständlichste Sache von der WeltNicht einen Pfennig. Das borgt mir Toni Krenkel."

Toni Krenkel?" fragte Robert verstäudnißlos.

»Ja. Du erinnerst Dich. Meine Busenfreundin von der Pension. Sie hat im vorigen Winter einen Maskenball mitgemacht. Das Kostüm soll noch völlig wie neu aussehen, und da fie dieselbe Figur hat wie ich"

»Du hast also schon an fie geschrieben?"

Freilich." Sie sagte das in einer entzückenden, »emüthigen Weise, die Augen vor seinem Blick be- chömt senkend.Ich wollte doch erst ihrer Zusage gewiß fein, ehe ich Dich mit meiner Bitte behelligte. Davon hing ja doch Alles ab. Ich hätte doch sonst gar nicht daran denken können"

Sie drückte sich wieder fester an ihn.Aber nun nun willigst Du doch ein?"

Er lächelte, und es bereitete ihm eine wirkliche Freude, daß er ihr einmal ein Vergnügen, von dem te sich soviel zu versprechen schien, gewähren konnte.

Herzlich gern Tu sollst nicht denken, daß ich Dir nicht Alles gönne, was ich irgend imstande bin, Dir zu bieten."

Sie umfaßte ihn stürmisch mit beiden Händen

und küßte ihn. Dann sprang sie ans, wirbelte durch das Zimmer zu Marie hin und umhalste auch diese ungestüm.

Hast Du's gehört?" rief fie, vor Entzücken närrisch wie ein Kind.Ich gehe zum Maskenball. Hurrah! Zum Maskenball I" Ihre Stimme dämpfend, wisperte fie ihr rasch in's Ohr:Daß Dn nichts sagst."

Und die wie versteinert Tasitzende freigtbenb, tänzelte fie, eine Walzerrnelodie vor sich hinsummend, in ungeheucheller Ausgelassenheit durch das Zimmer. Marie ober befand sich in einem Zustand unbeschreib­licher Erregung. Jeder Nerv in ihr zuckte vor Empörung und vor dem Verlangen, aufznspringen und de» schändlichen Lügengewebe ein Ende zu machen. Aber eine unüberwindliche Scheu hielt sie dennoch zurück, diesem inneren Antriebe zu folgen. Und so verharrte sie unthätig, mit Mühe die in ihr glühende Aufregung verbergend.

Kaurn noch eine Woche trennte die vor Erwartung Fiebernde von dem großen Ereigniß, als eines Tage» tait des erwarteten Geldes au» Alt-Föhren von Fran Rehring ein Brief einlief. Kaum hatte Martha das hastig aufgeriffene Schreiben überflogen, als sie einen Schrei furchtbaren Entsetzens ausstieß, ich jäh verfärbte und wie von einem schweren Schlage gettoffen, halb ohnmächtig auf den nächsten Stuhl nieder sank.

Was ist denn geschehen?" fragte Marie erschreckt. Ist Jemand erkrankt?"

Wenn es nur das wäre'!' stöhnte Martha, und bann in einen Wmhanfall ausbrechend, rief sie, ihre Fäuste ballend:O, es ist schändlich, empörend! Es ist"

In einer Fluth von Thronen erstickte sie bas