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In Herbig's Familienleben war wieder Auftegung Mch Zwist an der Tagesordnung. Die bessere Laune,

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geltend gemacht werden, müßten nicht nur die direkten Reichs- und Staatsbeamten sich des Reichstags- und Landtagswahlrcchts, sondern auch die Kommunal­beamten des Kommunalwahlrechts begeben. Wenn also der Freisinn unter steter Versicherung, daß er die Wahlfreiheit Hochhalte und schätze, einer ganzen Beamtenkategorie die Ausübung des Wahlrechts streitig macht, so ist das ein neuer Beweis dafür, daß bei dieser Partei Worte und Thaten ganz verschiedene Dinge sind.

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Stellung zu den politischen Fragen einnimmt und einzunehmen berechtigt ist. Gerade der Freisinn hat in der letzten Zeit wiederholt Denunziationen über \ Landräthe angebracht, worin er darüber Klage führte, daß die Landräthe nicht so gestimmt und gedacht haben, wie die Regierung wünschte. War der Freisinn durch solche Denunziationen bemüht, den Landräthen die freie Meinungsäußerung einzuschränken, so sucht er andererseits unter dem Vorgeben, die Land­räthe müßten so stimmen, wie die Regiemng vor­schreibe, diese Beamtenkategorie in den Augen der Wähler als ungeeignet für den Reichstag hinzustellen. Was bedeutet diese Manipulation anderes, als den Versuch, für die Landräthe das Wahlrecht illusorisch zu machen? Wo müßte eine solche Beschränkung der Wahlfreihest aufhören, wenn man damit bei den Landräthen anfangen wollte? Nach solchen Grund­sätzen, wie sie bei dieser Gelegenheit vorn Freisinn

die Martha anfangs nach Halleben"s Besuch gezeigt, wich bald wieder der frühere» Verdrießlichkeit und Unzufriedenheit. Ja, ihre Verstimmung schien infolge eines bei ihr natürlichen seelischen Vorganges mehr und mehr zuzunehmeu, und ein aufmerksamer Be­obachter hätte die Wahrnehmung mache« können, daß nach jedem Zusammentreffen mit Alfred von Holleben ein besonders gereiztes, empfindliches Wesen bei ihr Platz ergriff.

Ganz gegen ihre Gewohnheit und ihr Naturell zeigte fie sich wortkarg und in sich gekehrt, und ganze Stunden brachte sie grübelnd, finster vor sich hrn- brütend zu. Die Vergangenheit war es, die fie innerlich beschäfügte, und die ihrer Phantasie Stoff zu allerle bedenklichen Exkursen und Träumereien bot. Sie wurde nicht müde, sich jene Unterredung im Park von Llt-Föhren in's Gedächtniß zurückzurufeu, die so entscheidend in ihr Leben eingegriffen. Jede Phase derselben, Holleben's Verhalten, sowie ihr eigenes überdachte und prüfte sie zurückschauend, und hundert­mal legte fie sich die Frage vor, wer von ihnen beiden unrecht gehandelt, sie oder er.

Hatte Fredi nicht schwere Schuld auf sich ge­laden, als er engherzig, selbstisch ihrem Drängen, deu geheimen Beziehungen zwischen ihnen den Segen der Eltern zn gewinnen, so schroffen Widerstand entgegensetzte? Oder hatte sie größeres Unrecht be­gangen, als fie, Geduld und Muth verlierend, ihn aufgab und den elften Freier, der ihr zufällig in den Weg kam, leichtherzig erhörte? In dem marternden Dilemma, in welches diese Zweifel und Fragen fie versetzten, fand fie einen Ausweg, und die bitteren, vorwurfsvollen Empfindungen, mit denen sie bald sich selbst, bald den ehemaligen Geliebten bedachte, wandten sich einer andernn Richtung zu.

Wenn Robert sich ihr damals nicht genähert,

so wird festgestellt, daß Wißmann des Lobes voll ist über die Sachkenntniß und die Gewandtheit Dr. Kayser's, über sein geradezu ausöpferndes Ent­gegenkommen und das gänzliche Fehlen bureau- krattscher Einseittgkeit. Major v. Wißmann würde es lebhaft bedauern, wenn Dr. Kayser ginge. Er selbst fühle sich nicht im Stande, Kayser zu ersetzen. WaS die Gerüchte über die nächste Zukunft Wißmann's betreffe, so könne er (W.) sich nur auf die einzige in dieser Beziehung gethanene Aeußemug berufen, daß er auS vielen Rücksichten erst später, voraussicht­lich Ende September, seine Entscheidung treffen werde. Zum Schluß erklärte Wißmann, in der Landftage seien keinerlei Erhebungen in Deutschland gemacht worden, am allerwenigsten sei irgendwelche Miß­stimmung durch Meinungsverschiedenheiten eingetreten.

* (11 eher die Reform des Militärstraf- prozesses) Hai der Oberauditeur Solms in der deutschenJuristenzeitung" jetzt einen zweiten Aufsatz veröffentlicht. In dem ersten hatte der Verfasser be­kanntlich nach Maßgabe seiner Ueberzeugung und Erfahrung die Nothwendigkeit der Reform begründet. In dem soeben erschienenen zweiten Artikel macht er nunmehr positive Vorschläge für dieselbe; sie beruhen auf den Grundsätzen der Mündlichkeit, Oeffentlichkeit, Ständigkeit der Gerichte und der Endgill igkeit ihrer Urtheile, sind aber im Uebrigen sehr subjektiv gehalten, sowohl was die Bildung der Gerichte betrifft, als hinsichtlich mancher Einzelheiten; als Vertheidiger will der Verfasser beispielsweise nur solche Rechtsanwälte zulassen, welche Reserve- oder Landwehroffiziere sind; an solchen könnte es jedoch abgesehen von den prinzipiellen Einwänden gegen eine derartige Bedingung leicht am Sitze mancher Militärgerichte fehlen. Näher auf die speziellen Vor­schläge privaten Ursprungs einzugehen, liegt jetzt kein Anlaß vor, da binnen Kurzem die für den Bundesrath angekündigte Vorlage zu erwarten ist.

* (Zur Besteuerung des Gewerbebe­triebs im Umherziehen.) Am 1. Januar 1897 tritt bekanntlich das Reichsgesetz betr. Ab­änderung der Gewerbeordnung in Kraft. Der preußische Finanzminister macht nun durch Rund er laß auf folgende, bei der Besteuerung des- Gewerbebettiebs im Umherziehen zu beachtende Ge­sichtspunkte aufmerksam: 1) Wer in Deutschland ein stehendes Gewerbe betreibt und außerbalb des Ge­meindebezirks seiner gewerblichen Niederlassung per­sönlich oder durch in seinem Dienst stehende Reisende Bestellungen auf Maaren suchen oder an anderen

wenn er fie wenigstens nicht so rücksichtslos bedrängt, so förmlich zu einer Entscheidung gezwungen hätte! Wer weiß, ob sie, wenn ihr mehr Zett zur Ueber- legung gelassen worden, nicht doch sich lieber für das Warten entschieden hätte?

Und dann--? Dann befand sie sich heute

in einer beneidenswerthen glänzenden Lage, dann lebte sie im Ueberfluß und brauchte sich keinen Wunsch zu versagen, während sie jetzt ihr Dasein in stillen Entbehrungen und geheimen Demüthigungen hin­schleppte, für die fie sich nicht geschaffen war. . . .

Unter solchen Gedanken und Reflektiouen nahm ihre Lieblosigkeit, ihre widerspenstige Haltung gegen Robert stetig zu, und es kam mit der Zett dahin, daß sie fir ihn nur noch eine mürrische, abweisende Miene zu haben und anders, als in einem gereizten, pikirterr To« gar nicht mehr sprechen zu können schien.

Vergebens war Roberts redliches Mühen, ihre Uebeümmigkett durch nm so größere Geduld und Milde zu überwinden. Er bestrebte sich, soviel nur irgend in seinen Kräften stand, ihr Zerstreuung und Unterhaltung zu verschaffen und ihren Wünschen nach Möglichkeit zu willfahren. Auftegungen und hefttge, zuweilen stürmische Scenen konnte er ttotzdem von seiner Häuslichkeit nicht fernhalten. Es war, als ob fie über und über mit Zündstoff geladen sei, und es bedurfte nur der geringsten Kleinigkeit, um eine Explosion zu Wege zu bringen.

Eines Tages schlug er ihr vor, am Abend das Theater zu besuchen. Ein neues Stück gelangte zur ersten Aufführung, das in Berlin großen Erfolg ge- ijabt, und er glaubte, Martha einen besonderen Gefallen zu erweisen, wenn er für die Premiere Billets besorgte. Sie aber schüttelte nachlässig ab­lehnend den Kopf.

dieser Fragen sind in den Kommissionssitzungen, wie erinnerlich, bereits erledigt worden. Da die Session diesmal nur vertagt und nicht geschlossen worden ist, so behalten die Kommissionsvorarbeiten ihre Giltig­keit und die in Rede stehenden Gegenstände gelangen alsbald zur Plenarberathung und voraussichtlichen baldigen Erledigung, wenn auch die Einzelberathungen in zweiter Lesung nicht über daS Knie gebrochen werden können. Daß die Militärstrafprozeß- reform im Herbst an den Bundesrath gelangen wird, steht nunmehr fest. Es besteht auch die be­gründetste Hoffnung, daß die Vorlage nicht etwa im Bundesrathe scheitern oder aus unabsehbare Zeit dort zurückgehalten werden wird, gleichwohl dürfte es un­möglich sein, dieselbe bereits mit den ersten Ent­würfen an den Reichstag zu bringen, da die Be- rathungen im Bundesrathe doch einige Zeit erfordern weiden. Dagegen besteht die Hoffnung, daß der Rieichshaushaltsetat für 1897,98 auch dies­mal, obschon der Tagungsabschnitt wesentlich früher beginnt als die sonstigen Tagungen, bald nach der Wiederaufnahme der Sitzungen eingebracht werden kann. Auch mit dem zur Vorlage am weitesten vor­bereiteten der an das bürgerliche Gesetzbuch sich an­schließenden Entwürfe, dem neuen Handelsgesetz­buch, hoffe man, nachdem zu Beginn des Oktober die letzten Gutachten der Interessentenkreise einge­gangen sein werden, so frühzeittg fertig zu werden, daß es dem Reichstage bald werde zugestellt werden können. Kommt zu diesen Entwürfen noch der über das Auswanderungswesen hinzu, von dem gleichfalls offiziös bestätigt wird, daß er den Reichs­tag demnächst beschäftigen soll, so wäre damit schon, und noch mehr, wenn man bedenkt, daß die Hand­werksorganisationsvorlage in anderer Ge­stalt als in dem vorigen Tagungsabschnitte an den Reichstag gelangen soll, eine Fülle von Aufgaben zur Lösung gestellt, wie sie nur in recht bedeutungsvollen Tagungen vorzukommen pflegt. Unter diesen Um­ständen ist es doppelt erfteulich, daß der Reichstag, abweichend von der Hebung der letzten beiden Jahre, schon im ersten Drittel des November zusammen- tteten wird.

* (Major v. W i ß m a n n) hat, um den durch ihre hartnäckige Wiederkehr die Sache schädigenden Gerüchten über die leitenden Kolonialfteise den Boden zu entziehen, dieKöln. Ztg." zu einer Klar­legung der Thatsachen veranlaßt. Was zu­nächst die Behauptung betrifft, ein Hauptgrund zu der Absicht Wißmann's, seinen Abschied zu nehmen, seien Zerwürfnisse mit dem Kolonialdirektor Kayser,

Deutsches Reich.

* Berlin, 29. August. (Tagesbericht.) Se. Mas. der Kaiser begab sich heute früh zur Hühnerjagd nach Rudow, kehrte jedoch von dort bereits heute Abend 10 Uhr wieder zurück. Die plötz­liche Reise Ihrer Majestät der Kaiserin nach Plön, welche die hohe Frau, wie gemeldet, am Freitag Vormittag um 9 Uhr antrat, und von der sie bereits heute Vormittag in das Neue Palais zurückkehrte, war durch die Meldung von dem Un­wohlsein des Prinzen Eitel Friedrich veranlaßt worden. Generalarzt Dr. Zunker, welcher die Kaiserin be­gleitete, konnte alsbald feststellen, daß es sich nur um eine unerhebliche Krankheitserscheinung handelte. Beiden Prinzen bekommt die gesunde Plöner Lust im Allgemeinen ausgezeichnet. Auf seiner Rückreise von Fanoe und Sylt besuchte Feldmarschal! Graf Blumenthal ben Für st en Bismarck in Friedrichsruh, nahm dessen Einladung zum Fa­miliendiner an und verblieb den ganzen Abend in lebhafter Unterhaltung bei dem Fürsten. Das Be­finden des letzteren ist ein recht zufriedenstellendes. Theodor v. Wächter erklärt die Gerüchte von einem Beitritt zur christlich-sozialen Partei für falsch.; er werde nach wie vor das sozialdemokratische Programm vertreten. Die Sozialdemokraten wollen aber von Heim von Wächter nichts wissen. Der chinesische Vizeköuig Lihungtschaug ist jetzt in New-Aork angekommen und dort vom Präsidenten Clevelaud empfangen worden.

* (Reich Stags aufgaben.) Ueber die Auf­gaben der nächsten Reichstagssession wird offiziös mitgetheilt, daß zunächst ein recht umfangreiches Ueberbleibsel, und zwar die Novelle zum Ge- richtsverfassungsgesetz und zur Sttaf- prozeßordmwg, in der Fragen wie die Entschädigung unschuldig Bemrtheilter, Wiedereinführung der Be- rufiing in Strafsachen u. A. m. erledigt werden sollen, aufzuarbeiten sein wird. Die Vorarbeiten

(Nachdruck verboten.)

Martha und Maria.

Roman von Arthur Zapp.

(Fortsetzung.)

Robert," fuhr Martha fort,aber ich werde Dir den wahrm Gmnd sagen. Weißt Du, wamm Marie Müntmann nicht ansteht, wamm sie seinen Antrag mit so so leidenschaftlicher Empörung zurückweist?"

Die Sprechende schöpfte Athem, während Robert gespannt, völlig ahnungslos an ihrem Munde hing.

Weil sie einen Andern liebt nur deßhalb! Das ift der einzig denkbare Grund, der ein Mädchen in ihrer Lage bewegen könnte, einen so voriheilhaften Anttag ---lächerlich, sonst würde sie sich

wohl schö« gehütet haben."

Aber »en wen?" stammelte Robert, den die plötzliche, unerwartete Erklämug außerordentlich zu überrasche« schien.

Das weiß ich nicht, denn mir ist es selbst erst in diesem Augenblicke klar geworden. Aber ich werde es schon herausbringen ich werde sie be­obachten einem Frauenauge bleibt so etwas auf die Dauer nicht verborgen. Ich bin doch neugierig, wen eigentlich das stolze Fräulein mit dem hohen Gnadengeschenk ihrer stillen Liebe beglückt."

Sie lachte ttonisch und verließ das Zimmer, um aus der Speisekammer, die fie immer unter sorgfältigem Verschluß hielt, Brot und Butter zum Frühstück herausgegeben. Robert aber stand wie angewurzelt und starrte nachdenklich vor sich nieder.

Bemühe Dich nicht! Ich will Dich nicht zu einer Ausgabe verleiten, die Du Dir doch nicht gern zumuthest, und die Du am Ende hinterher wieder bereust."

Er lächelte und that, als ob er ihre üble Laune und ihre Gereiztheit gar nicht bemerkte.

,Unbesorgt!" entgegnete er.In diesem Falle würde ich gar nicht davon angefangen haben. Du brauchst wirklich kein Bedenken zu tragen. Diesen Monat können wir's uns schon leigen. Wir haben ja ohnedies seit Wochen kaum einen Abend außer dem Hause verbracht."

Allerdings," warf fie mit verletzender Schärfe ein.Es ist, als ob Du Dir vorgenornmen hättest, uns zu Einfiedlem auszubildm."

Er drehte mtt den Fingem nervös an feinen Schnurrbartspitzen, bemühte sich aber tin Uebrigen, jeden Ausdruck von Empfindlichkeit zu vermeiden.

Wtt muffen uns eben nach der Decke strecke». UeberdieS bin ich der Ansicht, daß ein Theaterbesuch immerhin ein ganz anderer, würdigerer Zeitvertteib ist, als das alberne Zangen. DaS ist gut für junge Leute."

Sie zuckte zusammen, als habe man ihr einen Nadelstich »ersetzt, und heftete einen feindseligen Blick auf ihn.

Willst Du vielleicht damit sagen, daß ich zu alt zum Tanzen bin, daß ich--"

Er erschrak und unterbrach sie rasch.

Gar nichts will ich damit sagen." Schmeichelnd umfing er sie.Sei gut, Martha! Ich bitte Dich um Himmels willen, such' doch nicht in jedem Wort eine bösartige Anspielung. Es liegt mtt doch fern, Dich irgendwie kränken und beleidigen zu wollen. Aber wenn man sich nicht mehr eine unschuldige

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Der Freisinn und das Wahlrecht.

* Der Freisinn schützt bekanntlich immer vor, er sei besonders berufen, das freie allgemeine Reichs­tagswahlrecht zu vertheidigen. Wir sehen, so führt dieKons. Korresp." aus, davon ab, daß zur Zeit das Wahlrecht selbst nicht ernstlich bedroht ist; allein wtt müssen feststellen, daß keine Partei das Wahlrecht in mancher Beziehung so mißachtet wie der Freisinn. Gegenwärtig sind die Parteien des Wahlkreises Brandenburg-Westhavelland anläßlich des Todes des Abgeordneten Wiestke in den Wahlkampf eingetreten. Es konkurrirt daselbst mit dem Freisinn und der Sozialdemottaiie der konservative Landrath von Loebell. Nachdem dieser in einer öffentlichen Erklärung feine Stellung bezeichnet und besonders betont hatte, er werde den Wahlkampf sachlich und ohne jede persönliche Schärfe führen, war zu erwarten gewesen, auch die konkurrirenden Parteien würden sich auf diesen löblichen Standpunkt stellen. Diese Erwartung hat sich nicht erfüllt; ein fteisinniges Flugblatt weiß nichts von sachlichem Kampfe, sondern gipfelt in dem persönlichen Argument: Wählt keinen Landrath. Der Landrath gehött in den Kreis, nicht in den Reichstag. Der Landrath ist ein abhängiger Mann und muß zu Allem, was die Regiemng will, Ja sagen. Wir sehen hier neben der persönlichen Spitze dieses Flug­blattes das Bestteben des Freisinns, eine ganze Beamtenkategorie des Wahlrechts zu berauben. So thöricht sind nämlich die freisinnigen Wahlenmacher nicht, daß sie das glauben, was sie geschrieben haben. . Sie wissen ganz genau, daß auch der Landrath nach seinem Gewissen und in voller Meinungsfteihett seine

Anzeigen nhmnt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annouceu-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Gaffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Iabra. Stoffe in Frankfurt a. M., Berlm, München u. Köln, EL. O ) »

Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg «ich Kirchhai«.

Druck und Verlag: 3-h. Aug^«Koch, UniversMS-Buchdruckern in Marburg. Verantwortlich für den allgemeinen Theil: R.datteur Friedrich Colbjatzky

Redaktion und Expedition: Marti 21. für den Jnseratentheil: Joh. Äug. Koch, beide in Marburg.

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