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Marburg, Sonnabend, 29. August 1896.

Anzeigen nimmt entgegen di« Expedition dieses Blattes, sowie die Annonc«n-Bur«aux von Haasenstein u. Vogler in Frankfutt a. M., Eassel, Magdeburg uud Wien; Rudolf XXXI ^nFlTrt Moss« in Frankfurt a M., Berlin, München u. Köln, C L. AAA'1, Daube u. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Paris.

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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg «ab Kirchhai«.

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_________________ ___________für den Jnseratentheil: Job. Aug. Koch, beide in Marburg.

Das September-Abonnement auf dieOverhessische Zeitung" kann bereits j-tzt angetreten werden, ca öic Nummern bis zum 1. September gratis geliefert werden. Ein Jeder wird sich schon m dieser kurzen Zeit von der Reichhalti,k it derOberh. Ztg." überzeugen körnen. Be­stellungen nehmen alle Postanstalten, Brief­träger, unsere Boten unv die Expedition (Markt 21) entgegen.

Jules Roche über Deutschland.

** Der ehemalige französische Handelsminister Jules Roche hat kürzlich einen Ausflug nach Deutsch­land unternommen, wo er namentlich die Nürnberger Ausstellung besuchte. Seine Eindrücke werden nun­mehr vomFigaro" veröffentlicht. Sie sind in mancher Hinsicht interessant. Zunächst stellt er mrserm Vaterlande ein günstiges Zeugniß aus, indem tr uneingeschränkt zugiebt, daß Deutschland in den letzten Jahren an Macht bedeutend zugenommen habe:

Die Entwicklung aller Theile des deuffchen Reiches ist gewaltig. Nicht nur zwischen der Lage vor dem Kriege und der jetzigen springen die Unter­schiede und die Fortschritte in die Augen, sondern elbst in einem Zwischenräume von nur wenigen Zähren. Hamburg, Köln, Chemnitz, Frankfurt und zahlreiche andere deutsche Städte sind seit zehn Jahren einfach nicht wiederzuerkennen. Die Thätigkeit und »e industrielle Kraft hat in weit stärkerem Verhält- ttsse zugenommen, als die militärische Entwicklung, so bedeutend diese auch sein mag. Dazu kommt, daß der Deuffche der erste Verkäufer der Welt ist, daß er, um seine Erzeugnisse an den Mann zu bringen, um die widerspenstigsten Käufer gefügig zu machen, eine Ausdauer, eine Geschmeidigkeit und eine Menge ingeniöser Hilfsquellen besitzt, die ihm ge- ßatten, da Erfolge zu erzielen, wo der Franzose und der Engländer nichts zu erreichen vermögen. Darnach dnrd man begreifen, wie furchtbar die industtielle

deuffche Konkurrenz geworden ist, die überdies durch das Prestige des Sieges unterstützt wird."

Dieses Lob sucht Roche allerdings dadurch wieder auszugleichen, daß er die deutschen Erzeugnisse, was Haltbarkeit, geschmackvolle Ausführung und Preis­würdigkeit betrifft, als tief unter den französischen stehend bezeichnet. Wie wenig das den Thatsachen entspricht, ist von maßgebender englischer Seite erst kürzlich wieder festgestellt worden, als einem einfluß­reichen Londoner Blatte von großen Importfirmen mitgetheilt wurde, daß die deuffchen industriellen Er­zeugnisse denen anderer Länderhimmelweit überlegen und noch dazu viel billiger sind". Man wird daher wohl nicht fehl gehen, wenn man annimmt, daß Roche nur der Eitelkeit seiner Landsleute hat schmeicheln wollen, als er die Einschränkung machte

Zum Schluß warnt Roche davor, auf den Gegen­satz von Nord und Süd im deutschen Reiche zu spekuliren. Nachdem er mit Behagen allerlei fabel­hafte Gerüchte über die Moskauer Rede des Prinzen Ludwig von Bayern breit getreten hat, giebt er seiner Ucberzeugung folgendermaßen Ausdruck:Geben wir uns aber nicht der Illusion hin, daß das deutsche Reich deßhalb im Begriff sei, sich unter dem Ein­flüsse partikularistischer Bestrebungen aufzulösen. Die Bayern sind trotzdem enffchlossene Anhänger der deutschen Einheit." Diese Worte sind der Kern seiner Aus­führungen, und die Franzosen werden gut thun, mit diesem Faktor der deutschen Macht zu rechnen.

Deutsches Reich.

* Berlin, 27. August. (Tagesbericht.) Se. Maj. der Kaiser besichtigte heute Vormittag auf dem Bornstedter Felde bei Potsdam die zweite Garde-Kavalleriebrigade. Später hörte der Monarch im Neuen Palais den Vorttag des Kriegsministers v. Goßlcr und arbeitete mit dem Chef des Militär - kabinets v. Hahnke. Morgen wird der Kaiser einer Einladung des Henn v. Benda zu einem Jagd­ausflug nach Rudow folgen. Wie aus Hirsch- ierg i. Schl, gemeldet wird, verschied gestern, rüh 6*/2 Uhr, im Schloß Stonsdorf Frau Fürstin Heinrich LXIII. Reuß j. L., Karoline, geborene Gräfin zu Stolberg-Wernigerode. Die Verstorbene war am 16. Dezember 1806 geboren und erreichte omit ein Alter von fast 90 Jahren.

* (Kaisertage.) Zu den schlesischen Kaiser tagen wird gemeldet, daß das Kaiicrpaar am 4. September auf dem Oberschlesischen Bahnhofe in Breslau eintrifft und zwar kommt der Kaiser aus Dresden, seine Gemahlin direkt von Berlin. An demselben Tage ftüh wird Prinz Albrecht von Preußen mit seinen beiden ältesten Söhnen an- kommen, ebenso Prinz Viktor von Italien, Prinz Georg von Sachsen und der Herzog Nikolaus von Württemberg. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland werden am 5. Septcmb.r um 9 Uhr Vorm. in Breslau erwartet. Als Oberschiedsrichter bei den Kaisermanövern fungirt der Kaiser und an denjenigen Tagen, wo Se. Majestät selbst die Führung übernimmt, Prinzregent Albrecht von Braunschweig.

* (Zar en besuch.) Es verlautet, der Zar hege den Wunsch, auch eine Begegnung mit dem Fürsten Bismarck zu haben; es sei aber z. Zt. noch fraglich, ob das Programm Raum bieten werde für eine solche Zusammenkunft und ob das Befinden des Altreichskanzlers befriedigend genug fein dürfte, um dem greifen Staatsmann die Aufregungen einer solchen Zusammenkunft ohne Gefahr zuzumuthen. Im Hofhalt des Prinzen Heinrich von Preußen wird eine große Thätigkeit entfaltet, um die Vorbereitungen zum Empfange des Zarenpaares zu treffen. Der Empfang des Zaren durch den Prinzen findet nicht in Kiel, sondern in Hemmel- mark, dem prinzlichen Gute bei Eckernförde, statt Es handelt sich somit um einen Familienbesuch im engsten Kreise. Bekanntlich ist die Prinzessin Heinrich eine Schwester der Kaiserin von Rußland. Die Pariser Presse spricht nur noch vom Zarenbesuch. Clemenceau erklärt: Rußlands Interesse war 1870, uns zermalmen zu lassen, heute ist cs entgegengesetzt. Rußland hat aus unserer Niederlage Nutzen gezogen; es ist jetzt bereit, aus unserer Wiederauftichtung Nutzen zu ziehen. Das ist die nackte Wahrheit, das ist der Grund, weßhalb unser großer Freund uns besucht. Wir wollen, daß Rußland das Werkzeug unserer Revanche weide. Vergessen wir also nicht, daß wir ein Geschäft machen wollen, nichts als ein Geschäft, und man erzähle uns keine Geschichten von der idealen Schönheit unserer gegenseitigen Gefühle. Da es aber ein Geschäft ist, o wäre es endlich Zeit zu erfahren, was Frankreich ür feine Milliarden bekommen soll.

* (Bismarck.) Ein bisher unveröffent­lichter Brief des Fürsten Bismarck an Kaiser Wilhelm I. gelangt gerade jetzt zur Veröffentlichung, wo er im Hinblick auf die orientalischen Wirren ein ganz besonderes Interesse beanspruchen kann. Der Brief bezieht auf die Jnttigue des Fürsten Gortchakow im Jahre 1875, den Frieden als durch Deutschland bedroht darzustellen. Fürst Bismarck weift diese Unterstellung, an die damals auch die Königin von England glaubte, zurück, und betonte die friedliche diplomatisch? Thätigkeit der deutschen Regierung. Bezüglich der Dinge auf der Balkan- Halbinsel erklärt der Brief des Fürsten: Die türkischen Sachen können kaum große Verhältnisse annehmen, wenn nur die 3 Kaiserhöfe einig bleiben, und dazu können gerade Ew. Majestät am erfolgreichsten wirken, weil wir die einzigen sind, die zunächst und noch sehr lange keine direkten Interessen auf dem Spiele stehend haben.

* (Redaktionsstreik imVorwärts".) Ein häuslicher Streit in der Redakffon desVorwärts" zwischen dem zur Zett in Offenbach weilenden Chef­redakteur Liebknecht und den in Berlin zurückgelassenen Mitredakteuren wirft nicht nur ein bezeichnendes Licht auf die programmmäßige Brüderlichkeit, die unter den hervorragenden Genossen herrscht, sondern zeigt auch vor Allem, daß die von sozialdemokrafischer Seite immer abgeleugnete Spannung zwischen den Akademikern und denMännern der schwieligen Faust" fortbesteht. Die Eingeweihten wissen längst, daß Herr Liebknecht der unverträglichste Charakter ist, den man sich denken kann. Wegen der ewigen Streiiig- keiten mit dem Cheftedakteur, dem der Parteitag in Halle in letzter Stunde noch die Sinekure verschaffte, chied seiner Zeit der nach Zeugniß einwandsfreier Personenbefähigteste" sozialdemokratische Journalist i r. Schönlank" aus der Redaktion desVorwärts" aus. Auch der Reichstagsabgeoidrete Schippet hat, wie man allgemein annimmt, nur aus dem Grunde die Stellung des politischen Redakteurs an dem Blatte nicht angenommen, weil er nicht unter dem Liebknechl'schen Regime arbeiten wollte. Liebknecht war und ist bis heute noch Protektor derjenigen Elemente, die der Abgeordnete Fischer jüngst als das unfertige Studententhmn" bezeichnete, das sich an die Patteikrippe dränge. Auch Dr. Adolph Braun's Berufung an denVorwärts" ist auf seinen Rath

scheint

Er schwieg, zog fein Taschentuch und wischte sich die Stirn.

Sehen Sie," fuhr er fort,achtunddreißig Jahre bin ich geworden und habe mich allzett wohl gefühlt in meiner Junggesellenhaut, und nun muß mich plötzlich der Teufel plagen, daß ich mich mit allerlei kühnen und unsinnigen Wünschen und Hoffnungen narre. Seit ich Fräulein Maria kenne, feit ich Ge­legenheit habe, zu beobachten, was für eine prächtige Sache es ist um das Walten zarter, fürsorglicher Frauenhände, feitbem verläßt mich der Gedanke nicht mehr: Müntmann, Kerl, wenn Du einmal so eine behagliche, gemüthliche Häuslichkeit, solch einen lieben, herzigen Hausgeist dein eigen nennen könntest, es müßte zu wunderschön müßte es sein. Aber" er schüttelte wiederholt den Kopfes ist ja Un­sinn, es ist ja zu dumm!"

Robett Herbig aber faßte angesichts dieser offen­herzigen Erklärung einen energischen Entschluß.

Müwmann," sagte er und klopfte dem dicken Lieutenant auftnuntemd auf die Schulter,Ihnen kann nicht anders geholfen werden, als daß ein Luderer für Sie die Sache in die Hand nimmt, sonst kommen Sie im ganzen Leben nicht zu einer Frau, und das wäre doch jammerschade in Ihrem Interesse und in dem des Mädchens» das Sie beglücken könnten. Sie haben alle Anlagen zu einem muster­haften Ehegatten, und deßhalb"

Herbig," der dicke Lieutenant fuhr wie elettrifitt in die Höhe,Kamerad, Freund, wenn Sie mit die Liebe erweisen würden, wenn Sie an meiner Statt mit Marie sprechen wollten, ich ich würde es Ihnen in meinem ganzen Leben danken. Wann würden Sie mit ihr reden, Herbig, wann?"

Der Geftagte mußte über den plötzlich er­wachsenden Eifer des dicken Müntmann lachen, der, da sich ihm mit einem Male eine Aussicht zeigte, an das ersehnte Ziel zu gelangen, von fieberhafter Ungeduld ergriffen zu sein schien.

Nun morgen Vormittag, wenn es Ihnen

recht ist. Sie kommen dann gegen Mittag, holen sich die Ant- wortundsprechen eventuell selbst mit Marie. Jst's recht?"

Er streckte dem anderen seine Hand hin, die Müntmann mit einem Eifer erfaßte und mtt so kräftigem Druck festhielt, als müsse er in seiner Be- drängniß nach einem festen Halt suchen. Und dann fetzte er von Neuem fein Taschentuch in Thätigkeit und stöhnte aus tiefstem Herzen:Mein Gott, wenn es nur erst vorbei wäre! Ich habe ja keine ruhige Minute mehr bis morgen." (Fortsetzung folgt.)

Ich bitte Sie, Herbig, nicht Hoffnungen in mir zu erregen, die"

Ohne den Satz zu vollenden, lehnte er sich in feinen Stuhl zurück, legte feine beiden Handflächen auf sein rundliches Bäuchlein und zeigte eine schwer- wüthige, zerknirschte Miene:Sehe ich aus wie einer, der imstande wäre, ein schwärmerisches Mädchenherz zu berücken?"

Lieber Müntmann," versetzte der Andere mit aufrichtiger Wärme,der Werth eines Mannes liegt nicht im hübschen Gesicht und in einer schlanken Figur, sondern in einem ehrlichen, zuverlässigen Charakter. Und vollends Marie gehött nicht zu den­jenigen Evastöchtern, die sich von Aeußerlichkeiien bestechen kaffen. Daß ich mir einen unpassenden Scherz mir Ihnen oder Marie erlaube, werden Sie doch am Ende nicht annehmen. Im Uebrigen frei­lich / er zuckte mit den Achseln und machte ein bedächtige» Gesicht,was ich gesagt habe, ist nnr eine Vermuthung."

Er sah mit wirklich theilnahmsvollen Blicken zu dem Kameraden hinüber, der, ein Bild ängstlicher Kleinmüthigkeit, in seiner gewöhnlichen Positton im Stuhl lehnte, die Finger über dem Bauche ineinander verschlungen. Die selbstquälerische Muthlofigkeü des braven, schüchterneu Kameraden ging ihm zu Herzen, und er hätte gern geholfen, zwei Menschen, die ihm lieb und werth waren, und die er wie für einander geschaffen hielt, zum Glück zu verhelfen.

Müntmann," redete er ihn an,warum so verzagt? Donnerwetter, Sie sind ein Soldat! Fassen Sie sich doch ein Herz, wenn es Sie ernstlich ver- angt, klar zu seheu, wie Ihnen Matte gesonnen ist. fragen Sie sie selbst."

Ich?" Der Angeredete sah sein Gegenüber ganz erschreckt an.Ich ich sollte sie fragen, so direkt, Auge in Auge fragen ? Nein, das kriege ich ja in meinem ganzen Leben nicht fertig. Und doch"

Wissenschaft, Kunst und Leben.

" Güttingen, 27. August. (Universität.) Der außerordentliche Profeflor Dr. Alexander Backhaus hier- elbst ist zum ordentlichen Profeflor ernannt und als Nach- olger des nach hier berufenen Professors Fleischmann als Direktor des landwirthschaftlichen Instituts nach Königs- berg berufen worden.

(Kaufen*8 Pläne.)Daß Nansen eine neue Expedition von Franz JosephS-Land aus in Schlitt n unternehmen wolle, ist," so schreibt man den ,L. R. N." aus Christiania,durch nichts bekräftigt und wird in unterrichteten Kreisen ChristianiaS für unwahrscheinlich ge- halten Nansen hat sich hierüber wohl kaum geäußett; es würde die« auch absolut nicht seiner Att entsprechen. Aber Thatsache ist, daß Johannsen in einem Briefe ge- chtteben hat:Ju unserem Winterqnattire sprach«» vir (Nanskn und er) oft davon, nach dem Südpol zu reisen, toeni wir heimgekommeu seien. Stoßet Nansen wirklich eine Südpolexpedition aus, was nicht unwahrschein­lich ist, so soll ich wieder mit ihm sein. Doch jedes Ding hat seine Zett." - So Johannsen! Der Bries gewinnt dadurch an Bedeutung, daß er am 8. August an Bord d«S Windward" geschrieben worden ist. also kurz vor der Heimkehr! - Die Blätter von Chris, iania schreiben: Nansen beabsichligt, nach den Südpolargegenden mtt zwei Schiffen und vielen Hunden zu gehen. Das ein« Schiff überwintett in Roß-Hasen (?) bei Erebus und Terror, das andere soll Theile des SüdpolkonttnenteS topographflch ausnehwen. Schlittenexpedition nach Süden." - Aus if f *l>August, wird gemeldet: DerJndspendance beige zufolge wird Nansen die geplante nächstjähttge Süd­pol-Expedition in Begleitung deS belgischen Offizier« de Gerlach« unternehmen, welchem bereits 200 000 ftrc». zur Verfügung liehen. Die belgische Regierung wird, falls Nansen die Führung des Südpolruges übernimmt, alle weiteren Kosten tränen.

(Nachdruck verboten.)

Martha und Maria.

Roman von Arthur Zapp.

(Fottfetzung.)

Lieber Müntmann," sagte Robett,es ganz und gar ausgeschlossen, daß Marie so

ckvas wie eine feindselige Gesinnung Ihnen gegen­über haben sollte. Denn welche Veranlassung läge dazu vor? Ich kann mich auch gar keiner Aeußerung »on ihr erinnern, ans der eine Antipathie gegen Sie hräche. Freilich, daß sie eine gewisse Scheu und Zurückhaltung Ihnen gegenüber an den Tag gelegt, N, daß sie eine gewisse Empfindlichkeit beweist, wenn »«1 Ihnen die Rede, das ist auch mir aufgefallen. Aber," er lächelteich ziehe daraus einen ganz «deren Schluß, als Sie, lieber Müntmann."

Einen anderen Schluß?" Der dicke Premier riß feine gutmütigen blauen Augen weit auf und sah den Kameraden verständnißlos, überrascht an.

Nun ja, haben Sie denn noch nicht beobachtet, noch nie davon gehört, daß junge Mädchen, besonders * itvsittoe, zart empfindende Naturen gerade demjenigen Nanu gegenüber, gegen den sie sich schwach fühlen, fine merkwürdige Scheu, ja, eine förmliche Furcht «tätigen? Es ist die natürliche Reaktion einer Nöden, weiblichen Natur"

Den dicken Lieutenant durchfuhr ttn sichtbarer M. Mit krampfhaftem Griff umfaßte er das Sandgelenk des ihm Gegenübersitzenden, und in ieinem ganzen Wesen kam eine tiefe Erregung zum Ausdruck.Herbig, nm Gottes willen, treiben Sie keinen Spott mit mir! Sie wissen ja nicht, wie ivchtbar nahe mir die Sache geht und was Sie «richten, wenn Sir"

Er brach ab und sah ängstlich hinter und um N. AIS er sich überzeugt hatte, daß Niemand in Urbarer Nähe, fuhr er schmetternd fort: