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«Bott, als die Angeredete, von den Tasten aufschauend,
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Wuftigt fort, „erstreckt sich doch wohl nur auf diel Jesus, so — 1« % Namen: Martha und Maria.* I Marie Im
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4« sonstigen Eigenschaften betrifft, nicht ganz an.
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dchen Pt. u.
11.
sofort eigen.
7.
Marburg,
Mittwoch, 26. August 1896.
(Nachdruck verboten.)
Martha und Maria.
Roman von Aithnr Zapp.
(Fortsetzung.)
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81.
Irschnnt täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal Abonnements-Preis bei der Expe- M °?en Postämlern 2 Ult. 25 Pfg. (exkl. Beuellgcld) Jnsertwnsgebühr für di- gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg
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angebracht sein. Wahrend Frau Martha das lebens-!und ihm die Füße mit Del salben — wollen Sie! TV-----------------------
kluge und lehenslustige Element der Familie darstellt,! sagen s" ! -
repräsentiren Sie die stille, innerliche Maria. Matthä „Das nun gerade nicht denn diese Art feine L Ahendgesellia aft her Herbig's war diesmal das glanzende, nach außen lebende Weltkind, Maria! Sympathie und Hochschätzung zu bekunden,ist zur I9ro6en ®imenftonen abgehalten W< Sanfte, D-müchtze. die nicht diel Wesens «°n z-it Nicht »,hr in d-r Rid- Ab" Sie »,ben ?h„ 1-. TkWLM a°-° B-'-»»'-» -e«-n. gsi, m,,. c - q. ,. «sich macht, bei der sich aber ein reiches Innenleben! ihm gegenüber in anderer Weise die Ihnen anae-l^b l' ®“"i? be" Jc6en Jahren gewonnen,
. , ? Blicke des Lieutenants Muntmann wanderten entwickelt, die man erst näher kennen gelernt ja!borene Selbstlosigkeit betbätiaen Mit erbt Wrcht der Abfütterung entledigen
langsam von den Händen zu dem Gesicht der ihm studirt haben muß, um sie nach ^0^0«^ ^ @ie £ I SÜ”en' Die Lebensmittelvorräthe, welche Alt-
L°n>?maUT: "ud wie er sie nun so schätzen zu können.* 9 ' £T™ ^3 er tSta* toerbenÜOT$)ei gespendet hatte, waren in er chrecken- '
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„Sie machen mich neugieria fiert 9ie»^nf fa0te fte er< ™ abweisend. «h°b si- sich, als in diesem Augenblick der musikalische I ' 7" “X " M bcr ÄUt6e'
gab Marie höflich zur Antwort' 'I •2tber' Fräulein Marie, Sie werden doch nichtj Fähnrich mit dem sorgfälttg zurechtgelegten Scherz, gutem Willen und ruhiger
„Ich dachte mir, daß Sie und Ihre Fraul^° glauben, daß ich leere Schmeicheleien drechsle?* 1°%^ ?Irantra£; -Gnädiges Fräulein gestatten:!Ergebenhert in diese und andere nothwendig ge- Coufine eigentlich manchenAnhaltsvunHböten I 3n des Lieutenants fleischigem Gesicht ftit« die ^^?ur Ablösung!* wordene Einschränkungen. Robert verzichtete auf dm
«nem Vergleich mit dem Schwesterpaar des armen IRöthe warmen Eifers auf, und eine ganz ungewöhn- |«n- F“1 fl t ^e l9 .mit 'hr war auch LieutenantI g^odnten Frühschoppen, mit dem er sich des
Lazarus.* gliche Bewegung arbeitete in ihm. !Muntmann aufgestandeu und schritt auf fte zu, um,Mittags nach den Strapazen des Dienstes zu stärken
Marie fab ibn ein, gx.Amh. I «x . . ' ., . „ , , l“)1 seinen Ann anzubietm. Aber sie nickte dankend, Idstegte und rauchte eine billigere Sorte Cigarren,
kllfckti nn $vtntt c c ,ug sihk über-1 " h 9 f l-, was ich empstllde, fuhr! wandte sich rasch und verließ das Zimmer Beftürrt Ibisher. Marie gab für das laufende Jahr das
L im ersten Namblick °»S bequemen Lage aufrichtend blickte ihr der Li« nach^-stürzt. fü, die Zettschrift auf Ke ihr fdt
i fur ?»--»! und sich wett zu Matte hmuberbeugend, „und ich! Marie aber flüchtete sich aus dem Lärm der Ge-I fahren lieb und theuer geworben. Nur Martha
de? Jesus vom Tode auferweckte s*"^^ natmltch,!chaupte,Sieha tu das guteTheil erwählt, Mu-Isellschast in ihr stilles, nach der Hofseite gelegene Jroar sehr ärgerlich, daß sie den Gedanken der Be-
Der Premierlieutenant ni»e LhfiAH« IbX^ wirken ber Mann! Schlafzimmer, das sie mit dem kleinen, dldjährigenlHeiligung an dem Schlitten-Korso fallen lasten sollte,
t .. bedächtig. I begegnen tonb, jn bem -sie sich ähnlich hmgezogen! Willy theitte. Mtt vorsichtigen Händen zog sie ihm|btr Don den Kavallerie-Offizieren der Garnison ae-
L & Ä ttÄ’ÄI&t*’ 1™S”> *«,»!■ I« «* eU »»" M «" E * *“*' i»t feine Wgnng
, Istrampelt, wieder hinauf, während sie in zitterndem,|M0” oaU> unb halb zugesagt, unb nun zog er sie
».> o , ,,, , , I Matte lachte laut aus, sodaß dem Sprechenden Iaus der Tiefe ihres Herzens kommendem Ton vor I zurück.
Lieutm^t eWa' SDw ÄTbürfi' ^nde stecken blieb, währmd sich hiuflüstette: „Me werde ich Dich verlaflm, nie! (Fortsetzung folgt.)
™ -1 eirt1fl- bm^ wakliene neckisch die Rede aufuahm: «Bei Dir bleibe ich, mein süßer Liebling, immer -I
- - - ’l »So werde ich demnthig vor ihm niederknien!immer!* I ———
.. . Die Klärung. K&
®er „Reichsanzeiger* schreibt: „In der Presse I Blücher: „Durch! Widersprüche mit dem obersten «auch hier nicht aus. Dazu kam ferner der Umstand ! korps des 1 Sarbe Oten'menf« imV
ftnb in letzter Zeit wiederholt Zweifel an der Durch. Kriegsherrn konnten infolge dessen nicht aushleiben; daß das „Militärwochenblatt*, welches damals noch Potsdam -beä rü?Uf eb7n"İi s Mrung .der m Aussicht gestellten Reform b es 'chon.vor Jahr unb Tag hatte benn auch Herr von allgemein für ein amtliches Organ gehalten wurdch Paares trete wie fttzt festsiebt !m4 Sevt wb ^ M l l i t a r st r a s p r o z e s s e s geäußert worden. | Bronsart als kommandirender General des 10. Armee-1 wiederholt Artikel brachte, die der Kriegsminister im I aus Berlin bas Aleranb/r-t, ^,e^6 r Demgegenüber sind wir zu ber Mittheilung ermächttgt,! ^rps seine Entlassung genommen. Daß unser Kaiser! Parlament bekämpfen mußte. Der Verttauensbruch! bes 2 Garbe-Draaoner Remmpni« ,-nL Une Tw tat es -e Allerhöchste Willensmeinung Sr'. im Interesse seiner Armee alle persönlichen Belenken mit den Kaiserlichen Erlassen' t>er im™arTl hOm ei«e
e.9r ?1 * e r.s sii, bem Bundesrath wegen!zuruckgestellt, zeigte er damit, daß er den verab-! in der Druckerei passirte, berührte den Minister gleich.! Nikolaus II vnn RnLlnnb ^at’e5
ber Militarstrafprozeßordnung im Herbste bi eses!gebeten General, um besten hervorragenber Tüchtig-!falls auf bas Unangenehmste, so baß er eine ZeitlangITrompeterkorvs in Bressikir ein ^nbarte sUnb Safte» einen Gesetzentwurf »°tle,en »i«™ anf'8 Nene mit feinem Vertrauen ehrte e-tf«I-fsen war, eineel9ene®ili°Äetei.u£S S .r ““
10 c^> i der von bem Reichskanzler am!U"d denselM zum Chef des Kriegsministeriums er-1Dagegen wendeten sich jedoch wieder einflußreicheIsind zum Ebrenbienfk b-i hon
,m ^‘^“g6 abgegebenen erHäntng h“n"te- General v. Bronsart blieb seiner Natur «Personen, und der ganze unerquickliche Stteit gelangte Ikommandirt Istlchen Majestäten
enlchrichl." jedoch auch aus dem neuen Posten getreu und ver- vor den Kaiser, dem schon wiederholt den Kriegs! I ? L. Ä. A
. Diese Mittheilung des „Reichsanzeiger" ist ein ?airrtr£ lemer Meinung, auch wenn der Monarch Minister betteffende Klagen vorgelegen hatten. Endlich!^» 3t9‘" bemei,hrt
werterer hochersreulicher Fortschritt indem Klärungs-!^ nicht thellte..^ Bei gänzlich untergeordneten I wurden bei den in den letzten Jahren zahlreicher aus- K?» baLb?r ""^emenb drohende Rücktritt
Prozeß, der das von der großen Mehrheit ber|^e,n/,to!e ber Emsührung der grauen Mäntel, berIgetretenen Lmdesverrafhsprozessen vom Reichsgericht!Streitigkeiten zwischen Presse gezeichnete büftere Bild ber inneren politischen!Schleßschnure^ ec., ^ blieben kleine Differenzen nicht! Mängel in den Militärwerkstätten entbecH, sür-welche | UItr, Kolonialdirektor Dr. Kayser in Zu-
Lage, das aus Mißdeutung und Mißverständniß zu-!?"?' Dieselben hatten jedoch nichts zu sagen gedbem Herrn v. Bronsart bie Verantwortung zur Last!!■“*^en)mi® • Wlßmann beab-
sammengesetzt war, in bas richtige Licht setzt 2ßer mag 1 labt' toenn tm Jahre 1895 eine schwerere! gelegt wurde. «sichtige vrelmehr keineswegs, zurückzu-
nach dieser kurzen und bündigen Erklärung des „Reichs- Kontroverse ausgebrochen wäre, die zunächst zwar So sah sich der Kriegsminister von den ver- ©llJA 8um Direktor der
anzcigers" noch länger die Behauptung aufstellen, der dem Rücktritt des Ministers v. Köller endete, schiedensten Seiten angegriffen und verdächtigt und "ur ctn ungettübtes,
Kiiegsmlnister v. Bronsart, ber sich dem Reichstage gegen-1 «e.r aber zugleich auch einen Bruch zwischen bem | glaubte auch an feinem Allerhöchsten Herrn nicht 1!?»" freundschaftliches. Diese Nachricht
über für die Reform der Militärgerichtsbarkeit engagirt! ^ ,„ unb ^»16111 Sneg2minifter herbeiführte, der! mehr denjenigen Rückhalt zu finden, dessen er wrl 'L”“® „mtt ^Eft'edigung aufzunehmen. Wie der hatte, mußte dem Gegner derselben, dem Chef bed|tcb unüberbrückbar Herausstellen sollte. ! Durchführung seines Dienstes unbedingt bedürfte. hL?’ ^n bie Aerzte des Herrn
Milttarkabmets, weichen, nachdem der Kaiser sich!^.^Der Hergang war Folgender: In einer geheimen!Der Kriegsminister bot deßhalb wiederholt sxjne!^ „^E/Eart haben, daß scmer Rückkehr nach selbst zu der Reform, in dem vom Reichskanzler an- ^^5 des staatsrnlnisteriums war der Entwurf Demission an. Aerger und Verdruß waren auch „ ^ Wege stände, jedoch dürfe
gegebenen Umfang, bekannt hat. Daß auch in biefe|u£,f. bte Deform der Militärgerichtsbarkeit ausge nicht ohne Einfluß auf seine Gesundheit geblieben |S / ,Aufeuthalt daselbst mtt Rücksicht auf seine neue Kundgebung des „Reichsanzeigers" Zweifel qe- unb Don bcn Mitgliedern des Ministeriums Je empfindlicher sich dieser Einfluß geltend machte |®^unbbett nicht über die Dauer eines Jahres aussetzt werden sollten, glauben wir nicht. I einhellig unterzeichnet worden. Der damalige Minister! um so dringlicher ersuchte der Minister um feine jöebnen"
Greifen wir nochmals zurück auf den Umstand, daß ^tte wohl seine schweren Entlassung, die ihm dann auch unter ber gnädigsten!^ *.(ü- Putt kam er.) Bezüglich der erfolgten
der kürzlichen Auslassung des „Reichsanzeigers" hid^r-^" die Reform nicht verschwiegen, sich I Anerkennung seiner hohen Verdienste ertheilt tourbe. 13t6rcite be8 Gouverneurs v. Puttkamer nach Las -4- jetzt von einem Theile der Presse immer noch mit Vesti-! - Ueberzengung bes Gesammt-I «o motioirt sich ber Rücktritt des bisherigen! P°^ schreibt der „Hamb. Korrespondent", der
mismus begegnet war, dürfte sich baldigst immer mehr!angefchlossm und seinen Namen unter Kriegsministers Bronsart v. Schellendorff auf diel R"chskanzler habe vor seiner Abreise nach Rußland Herausstellen, wie unbegründet ein solcher war Mange- gefetzt, trotzdem die in Rede stehende allermttürlichste Weise. Die Auffahrt der schweren b'^ Darlegungen des Gouverneurs als durchaus be-
winntnämlichjetzt aufGmnd einer einem Berliner Mon' s-n^""^El"e geheime war, hatte sich Herr von! Geschütze, ein Dualismus in der Heeresverwaltung, | ^digend gefunden und sich mit Pnttkamer's baldiger tagsblatte von sehr autoritativer Stelle zugegangenen si R ^'Elbe dennoch geäußert, wovon General Bestehen einer einflußreichen unverantwortlichen! Abreise einverstanden erklärt. Die Angelegenheit Darlegung einen sehr tiefen Einblick in den wahrenI. v» c? ®encr“1 ö- Pässen Kenntniß Nebenregierung und was der kühnen PhantasiegebildeI»erbe ganz von der Aufsichtsbehörde geführt.
Uchkeit des Generals von BronM^nmIl L-r SwSjÄ & ti bronsart ^''chwinden werden. verliert das Reich e i „ eV (eher em* ?"ru°hen Zu den hervorragenden Geisteseigen- ein äußerst strmges R?Znt für ettrnderlick^An- =T- sten Pioniere in Afrika. Zehn Jahre weilte er
°^b^'edeten Ministers, welche jederzeit!griffen und Anklagen, die mit Namensunterschrift an! Deutsches Rtlch. |ber Kolonie und war dem Dienstalter nach der
die hohe Anerkennung des Kaisers gefunden haben,!ihn herantraten ging er rücksichtslos auf hon (Srunhl * =>a. gr„ » <<v = t |a te,^e Beamte in Kamerun. Für Sprachen, wie
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
______________ ^ti>ftta7f>2RaripSLto,<,<rei aJ!artnrfl- ^tiUÄrirtei^ V-raotevortlich für den -llg-m-in-a Th-il: Rrdaktmr Frilb rlch Colbatzky für den Jm-ratenth-il: Joh. Aug. Koch, beide in Marburg