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r36j Martha hielt ihren Fächer vor das Gesicht, denn L j F wollte ihren Nachbar nicht sehen lassen, daß sie

würgend und athemraubend die Kehle hinauf und sie

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die zweite von 18671878 (Auersperg). Im Jahre 1879 verlor die Verfassungspartei die Herrschaft abermals. Durchdrungen von dem Gedanken, daß die Deutschen Oesterreich mit ihrem Blute geschaffen haben und auch nur sie es erhalten können, glaubten sie ihre führende, Stellung durch nichts mehr ge-

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denn die schöne, kokette Frau Her big heute? Sie pflegte doch sonst ein keckes Kompliment eher mit duldvollem Lächeln aufzunehmen, als daß sie sich deßhalb alteriite . . .

Während sich diese kleine Salon-Komödie in der Ecke des Zimmers abspielte, saß Premierlieutenant Müntmann mit über dem Bauch gefalteten Händen auf einem neben dem Pianino an der Wand stehenden Stuhl und schaute Maries schlanken Fingern zu, die behende über die Tasten eilten. Er fühlte sich außer­ordentlich behaglich. Erstens, weil er eine gute Mahlzeit hinter sich.hatte, zweitens, weil es eine so angenehme Sache war, von seinem bequemen, sichern Standpunkt aus zuzusehen, wie die Anderen im Schweiße ihres Angesichts sich's sauer werden ließen, und drittens, weil er sich in Maries Nähe immer wohl fühlte.

Ter dicke Premier empfand, ganz im Gegentheil zu allen übrigen Besuchern des Hauses, mehr Sympathie für die stille, bescheidene Marie, als für die strahlende, schöne Frau Herbig. Die Art der letzteren war ihm zu lebhaft, und sie stellte nach seinem Geschmack zu hohe Anforderungen an die geistige und körperliche Gewandheit und Behendigkeit der sie umgebenden Männerwelt. Es war nicht die Sache des bequemen, dicken Lieutenants, den Galanten zu spielen und sich im Erweisen von allerlei anstrengendem Ritterdienst zu cchauffireu.

Marie beanspruchte nicht, daß mau sich in Artigkeiten erschöpfte, daß man ihr etwaige Wünsche nensteifrig an den Augen ablaS, und daß man sich das Hirn zermarteite, um sie möglich intereffaut zu unterhalten. Ihr konnte man ganze Viertelstunden ! ang gegenüber sitzen, ohne ein Wort zu äußern, sie legte nicht eine Spur von Empfindlichkeiten an den Tag.

(Fortsetzung folgt.)

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gegeben wird. § 10. Die Eintragung in die öffentlichen Büche-, dann in die Handelsfirmen-, GenoffenschaftS- und andere öffentliche Register find in der Sprache des münd­lichen oder schriftlichen Ansuchens zu vollziehen usw.

Da nun die deutschen Beamten, die ihr lebelang nur deutsch amtirt hatten, der tschechischen Sprache nicht mächtig waren, so brach jetzt für die Beamten tschechischer Nationalität, die infolge ihres Studien­ganges alle deutsch verstanden, eine goldene Zeit an. Es dauerte nicht lange, so finden wir sie in allen deutschen Bezirken. Die meisten von ihnen waren und sind energische Agitatoren für das Tschechenthum, und bald sammelten sich um sie kleine tschechische Kolonien, zumeist aus Handwerkern bestehend. Unter­stützt wurde diese tschechische Einwanderung in das deutsche Sprachgebiet wesentlich durch die wirthschaft- lichen Verhältnisse Böhmens, auf die aber einzugehen hier nicht der Ort ist.

Im Jahre 1882 setzten die Tschechen die Thcilnng der Prager deutschen Universität in eine deutsche und in eine tschechische durch, Im selben Jahre wurde auch die erste tschechische Volksschule in Wien eröffnet und in den folgenden Jahren zahlreiche tschechische Mittel­schulen auf Staatskosten errichtet'. Durch die Ab­änderung d.r Reichsrathswahlordnung für den böhmischen Großgrundbesitz (4. Oktober 1882) ver­loren die Deutschen auch in dieser Kurie die Mehr­heit, durch eine Ministerialverordnung verloren sie die Mandate der Handelskammern von Prag, Budweis und Pilsen, 1884 verloren sie schließlich die Mehrheit im böhmischen Landtage. Mit der politischen Macht­stellung der Deutschen war es vorbei.

Welche Stellung die Regierung zu der Natio­nalitätenfrage nahm, geht aus einer Erklärung des damaligen Finanzministers Dunajewski hervor. Er sagte am 23. März 1886,daß die Regierung es fortwährend als ihre Aufgabe betrachte, daß keine der verschiedenen Nationalitäten in Cisleithanien das ent­scheidende Uebergewicht erhält". Damit war auch offizi ll ausgedrückt, daß die Vorherrschaft der Deutschen vorüber ist. Betrübend für das deutsche Empfinden mußte es sein, daß die deutschen Klerikalen, die ihren Hauplsitz in Tirol, Oberösterreich und Salz bürg haben, die deutschfeindlichen Maßregeln des Grafen Taaffe unterstützten. Seit 1880 bestand das innerpolitische Leben Oesterreichs nur in Kompromissen zwischen der Regierung, den Slawen und den deutschen Klerikalen, deren Preis das Deutschthum bezahlen mußte.

den Kniern beutelartig, von unmodernem, provinzialem Schnitt Nur mit schwerer Mühe gelang es ihr, aus sein grüßendes Kopfnicken mit einem freundlichen Blick zu antworten. Jetzt wandte sie sich an den Lieutenant an ihrer Seite und sagte leichthin, als handle es sich um die Erfüllung alltäglicher Höflich­keitspflicht:

Sie können Ihrem Freund meinen Glückwunsch bestellen, wenn Sie ihm schreiben."

Herr von Prittwitz nickte mehrmals galant mir dem Oberkörper.Werde es mir zur Ehre rechnen, Auftrag der Gnädigsten auszurichten. Holleben wird schauderhaft erfreut sein. Schwärmt heute noch für die gnädigste Frau in einer Weise--"

Der Fächer in der sich nach dem Sprechenden am streckenden Hand fiel klirrend zusammen. Marthas Antlitz zeigte wieder jenen abwesenden Ausdruck kühler Unnahbarkeit, über den sie mit virtuoser Geschicklich­keit verfügte und der aflemal auf den davon Be­troffenen wie ein Strahl lallen Waflers wirkte.

Ich will doch Herrn von Holleben rathen," sagte fie mit ironischem Lächeln,sollte mich einmal der Zufall mit ihm zusammenführen, in der Wahl seiner Freunde etwas vorsichtiger zu sein. Finden Sie nicht, Herr von Priüwitz, daß Diskretion eine der Haupttugenden der Frcnndschast ist?"

Der Lieutenant machte ein so verblüfftes Gesicht, daß ihm das Monokle, das er inzwischen wieder in's Auge gekniffen, euifiel. Dann biß er sich auf dir Lippe, senkte mit zerknirschter Miene das Haupt und entgegnete:Gnädige haben recht, mir eine Lektion zu ertheilen. War in der That tölpelhaft von mir, mich zum Dolmeffcher der Gefühle eines Anderen zu machen, während in meiner Brust selbst äh äh"

Gin eifigcr Blick brachte ihn tu's Stocken und ließ ihn schließlich ganz verstummen. Was hatte

fährdct. In ihrer Sicherheit wurden sie noch bestärkt durch den Umstand, daß sich die Krone seit lb71 endgiltig für die staatseinhcitliche Ver­fassung entschieden hatte und daß sich der deutsche Großgrundbesitz in Böhmen gegenüber dem tschechischen in der Mehrheit befand. Sie widersetzte sich daher der Okkupation Bosniens und der Herzegowina, welche Oesterreich vom Berliner Kongresse übertragen wurde, weil sie im Heeresauswand sparen und weil sie ver­hindern wollte, daß durch die Erwerbung zweier slawischen Länder eine Kräfteverschiebung der öster­reichischen Völker zu Ungunsten der Deutschen statt­finde. Seit 1879 gehört somit die liberale Partei der Opposition an und nur zur Zeit der unseligen Koalition (1893/94) wurde sie wieder zeitweilig Re­gierungspartei.

Die geänderte parlamentarische Lage blieb natür­lich nicht ohne Rückwirkung auf die Partciverhältnisse ver Deutschen. Die sich immer mehr steigernden An­sprüche der Slawen, vornehmlich der Tschechen und der Polen, auf Beftiedigung ihrer nationalen Wünsche, zwangen die Deutschen zur Abwehr. Es ist unge mein lehrreich, zu betrachten, wie rasch sich die Tschechen, die im vorigen Jahrhundert schon halb germanistrt waren, auf ihr angestammtes Volksthum besannen. Bereits im Jahre 1848 traten die Tschechen mit einem nationalen Programm an die Oeffent- lichkeit, das als 4. Punkt enthielt:Abweisung einer jeden Unterwerfung unter eine fremde Nationalilät." Die Zeit der Germanisirung der Tschechen, die durch eine zielbewußtt Politik im vor gen Jahrhundert vielleicht möglich gewesen wäre, war uun vorüber. Ihre Wünsche wurden immer größer, ihr Verlangen immer begehrlicher und dank ihrer rücksichtslosen Entschlossenheit und leider dank auch der schwäch­lichen Nachgiebigkeit der Deuffchen, errangen sie jetzt unter Taaffe's Regierung Erfolg auf Erfolg. Da sie zum eisernen Ringe gehörten, ließen sie sich ihre Stimmen gut bezahlen.

Am 19. April 1880 erschien die Sprachen- verordnung für Böhmen, der erste große Erfolg d-r Tschechen. Die einschneidendsten Be- sttmmungen derselben lauten:

§ 1- Die politischen, Gerichts- und staatSanwaltlichei, Behöroen im Lande find verpflichtet, die an die Parteien auf deren mündliche Anbringen oder schriftliche Eingaben ergehenden Erledigungen in jener der beiden Landessprachen auszufertigen, in welcher das mündliche Anbringen vor gebracht wurde oder die Eingabe abgefaßt ist. § 2. Proto kollarische Erklärungen der Parteien sind in jener der beiden Landessp achen auszufertigen, in welcher die Erklärung ab

Durch die Revolution 1848 kam das freifinnige deutsche Bürgerthum in die Höhe. In seinem damaligen Programm befand sich auch ein Punkt, aber ziemlich weit hinten:Führende Stellung der Deutschen in Oesterreich und durch Oesterreich in Deuffchland". Die damalige Verfassungspartei war, wie ihr Programm und ihre ganze Politik beweist, nicht national, sondern

Marburg,

Dienstag, 25. August 1896.

Die deutschen Parteien Oesterreichs.

** DieAlldeutschen Blätter" erwerben sich das Verdienst, uns ein möglichst getreues Bild von der uns häufig schwer verständlichen Lage unserer Stammes- genossen in Oesterreich zu bringen, so wie sie von ihnen selbst aufgefaßt wird. Im gegenwärtigen Augenblick vollzieht sich dort eine Scheidung und Neugmppirung, deren Endergebniß jedenfalls von schwerwiegender Bedeutung nicht nur für Oesterreich und das Deutschthum daselbst, sondern auch für uns sein wird. Der unter dem obigen Titel in der letzten Nummer derAlld. Bl." begonnene Aufsatz ist von einem Deutschen in Reichenberg (Böhmen) verfaßt, an ihn werden sich Meinungsäußerungen anderer Kenner der dortigen Verhältnisse anschließen, die von der Schriftleitung derAlld. Bl." in der richtigen Erwägung veranlaßt sind, daß es ganz be­sonders in einer Gährung, wie sie jetzt der Zerfall aller und die Bildung neuer Parteien mit sich bringt, uothwendig ist, alle Theile zum Wort kommen zu lassen.

I.

Die Mehrzahl der Deuffchen war, seit Oesterreich konstitutionell regiert wird, in der deutsch-liberalen Partei vereinigt, die indeß verschiedene Namen

(Nachdruck verboten.)

Martha und Maria.

Roman von Arthur Zapp.

(Forffetzung.)

Deutsches Reich.

* Berlin, 22. August. (Tagesbericht.) Nachdem Se. Majestät der Kaiser heute Mittag der Denkmalsweihe (siehe diese. Die Red.) beige­wohnt hatte, hörte er im Palais Vorträge nnd nahm militärische Meldungen entgegen, darunter auch die des Kriegsministers v. G o ß l e r. Zum Ehren- dienst beim Zaren während dessen Aufenthalt in Breslau und Görlitz wird der kommandirende General des 3. Korps, v. Lignitz, kommandirt werden. Wie weiter verlautet, wird das russische Kaiserpaar vor der Abreise von Kiel nach Kopenhagen der Prinzessin Heinrich, der Schwester der Zarin Alexandra, auf dem Gute Hemmelmark einen Besuch abstatten. Fürst Bismarck hat folgendes Telegramm aus Rio de Janeiro erhalten: An­läßlich ihres 75 jährigen Stiftungsfestes sendet die Gesellschaft Germania in Rio de Janeiro dem Mit­begründer des Reiches und hochverehrten Altreichs­kanzler in dankbarer Verehrung ehrerbietigsteu Gruß. Der neue Kriegsmini st er v. Goßler erklärte auf dem ihm zu Ehren in Darmstadt veran­stalteten Liebesmahl, wie verlautet, daß er als guter Soldat in Treue und Folgsamkeit erzogen worden sei und daher dem ganz ungesucht und in über­raschender Weise an ihn gelangten Rufe des allerhöchsten Kriegsherrn folgen zu müssen glaube. Der Gouverneur von Kamerun, von Puttkamer, schiffte sich heute von Bremer­haven aus nach Las Palmas ein.

* (Graf Mirbach) erklärt in derKons. Korr.", daß der Grund stines Ausscheidens aus dem Vorstande der ostpreußischen Landwirthschaftskammer der sei, daß er auf ärztliches Anrathen jede Thätigkeit meiden solle, die ihn zu einer sitzenden Lebensweise zwinge. Deßhalb werde er auch seine pai lamentarische Thätigkeit auf ein thunlichst geringes Maß einschränken muffen.

* (v. Wächter.) Von dem bekannten Theodor von Wächter wurde neulich berichtet, daß ernerven- leidcnd" sei, dann, daß er die Absicht habe, In die Anstalt des Pastor v. Bodelschwingh einzutreten. Wie derPost" jetzt geschrieben wird, hat v. Wächter sich mit seinen Verwandten wieder ausgesöhnt und befindit sich als Rckonvalesc nt bei seinem Vater in Stuttgart. Nach seiner Wiederherstellung wird er eine Redakteurstelle in dem Blatte des Pastor Nau- mann übernehmen.

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erzitterte unter der Anstrengung, es zurückzudrängen. Der Impuls durchzuckte sie, aufzuspringen und in ihrem Schla^immer ihren Thränen freien Lauf zu taffen. Als sie den Kopf erhob, traf ihr Blick ihren Gatten, der am Rahmen der Verbindungsthür H nächsten Zimmers lehnte und mit dem mechanischen meundlichditr lächeln des Gastgebers in das Gewühl i kr Tarrzstzeu blickte, während er Innerlich voll Eorge an das gestörte Gleichgewicht des HaushallungS- Budgets dachte.

Sie fühlle, wie sich eine feindselige Empfindung » ihr regte. Nie war ihr ihr Satte so unschön er­schienen. DaS Gesicht hatte unter dem krampf­haften Bemühen, freundlich zu blicken, einen fremd­artiges Zug. Seine Heine untersetzte Figur sah in tarn lottrig fitzenden, der Billigkett Segen vom Bataillousschueider gearbeüeteu Rock noch gedrungener vrd plumper ans, als sonst. Die Taille schien fast so breü wie die Schullern, über die Brust lief eine Wiche Falle. Seine Beinkleider waren eng, an

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1 Mk echt, 18.

(Nachdruck verboten.) Manöver in alten Tagen.

Von C. Falkenberg.

Welch' gewaltige Dimensionen 6aben4in unseren Tagen die Maewv r angenommen! Mächtige Truppenmaffen werden koncentritt, Tausende reiten zum Angriff an, Alles wird noch Möglichkeit den wirklichen Bedingungen des Krieges angepaßt. Wenn so unsere heurigen Manöver ein Bild der unendlich kunstvoll n Organismus unseres Heer­wesens Meten, so zeige ein Blick auf ihre Geschichte uns in einem Ausschnitte die allmählige Entwickelung dieses riesigen und kompllcirten Körpers.

Jenermiles perpetuus, den die Energie des Großen Kurfürsten den widerwilligen «Herren Ständen" abrang, ene8_ erste stehende Heer Preußens war für eigentliche Manöver noch viel zu steif und ungelenk Damals kannte man nur Revuen. Zu Crossen auf dem Felde z. B. traten 1686 vor das Auge des Kriegsherrn 8060 Mann, die bes­timmt waren, in Ungarland Lorbeeren zu ernten. Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, trachte in dies Etillleben Bewegung. Bisher hatten bei den «Spezial-Revuen" Kommiffare den Zustand der Truppen in ökonomischer Hin­sicht untersucht. Was Kommiffare! Dieser König Ueberall wollt« Alles selbst sehen, Alles selbst prüfen. Wenn Friedrich Wllhelm inspizirte, so begann er seine Prüfung von Mann zu Mann. Dabei stellte er dann die historisch gewordenen Fragen: «Wie heißt Du?" «Wir alt? «Haft Du Alles richtig bekommen?" - Fragen» bi« der de» Deutschen un­kundige Polack bekanntlich zur großen Verwunderung deS Königs in falschen Reihenfolge beantwortete. Dann erst begann die General-Revue. Dabei wurden, wie uns sei« Sohu erzählt, «einige Evolutionen" gemacht, sehr genau, ehr stramm, aber etwas langsam schien es dem Thron­erben, etwas zu sehr parademäßig und zu wenig kriegS- ähnlich. Ja, zu wenig kriegsähnlich, obwohl der König eine Freud« am Schießen hatte, und das Pulver bei solenn Gelegenheiten nicht spart«. «Mein« Ohren sind taub von der lärmenden Beredsamkeit unser«! Infanterie", mrint wieder der Kronprinz. Er sah auf diesen .Feuereifer" emeS Kouiglrchen Vaters, den Leopold von Dessau ganz und gar theiüe, vielleicht mtt einiger Ironie; aber «r hat nte verkannt, daß die Revuen und Hebungen Friedrich Wilhelms I. den Grund zu jener Manneszucht gelegt haben, die das preußisch« H««r unb«fi«glich macht«.

MM nur liberal, der centtalistische Staat ging ihr über in feint das deutsche Volksthum, für das sie erst sehr spät *2 Ma einiges Verständniß gewann. Tie deutsch - liberale mglisch Partei erlebte zwei Perioden, in der sie herrschte;

(483 die erste dauerte von 18611865 (Schmerling), esdoff. l' "

ICr.p Farbe gewechselt hatte. Die nnerwaitete Nach- | acht traf sie jäh und vernichtend, wie ein Blitzstrahl.

!--4 Alles Blut drängte sich ihr zum Herzen, und es be=

IJgf taufte einer ungeheuren Anstrengung, ihre Haltung 3» bewahren. Reue, Zorn und Wuth siedeten in lihr so ungestüm, daß ihre Pulse wie im Fieber serstr. ^psten; fie glaubte, es müsse ihr die Brust zer- --- sprengen. Ein krampfhaftes Schluchzen stieg ihr

(397! fftr. 48 reich lec.am h unva 1. Hart .nreinij die all

(39S geführt hat. Zuerst hieß sieVerfasiungspartei", bis 1881Klub der Liberalen" undVereinigte Forffchrittspartci", bis 1885 .Vereinigte Linke", bis 1888Deutsch-österreichischer Klub", seit 1888 linin -Vereinigte deutsche Linke". Jetzt soll sie inDeutsche Stck/b Fortschrittspartei" umgetauft werden.

Anzeigen nimmt entgegen dir Expedition dieses Blatte», sowie bi« Amioncrn-Burraux von Haasenstrin u. Vogler in Frankfurt a. M., Gaffel, Magdeburg unb Wien; Rudolf XXXI. Iabra. Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C L.

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

MchM Iälmg.

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhai«.

- JllnftrirteS Ssnntagsblatt.