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Marburg,

Sonnabend, 22. August 1896.

Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marlmrg nnb Kirchhai«.

t< nb &d,,: ÄLaiaff"h"= Zllustrirtes Sonntaasblatt.

' yywnwyvww für den Jnseratentheil: Joh. Aug. Koch, beide in Marburg.

Anzeigen nimmt entgegen di, Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. cy, Mosse in Frankfurt a M., Berlin, München u. Köln, C. L. *

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

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Der Rücktritt des Kriegsministers in amtlicher Beleuchtung.

* DerRcichsanzeiger" bringt eine Veröffent­lichung, die wie ein Sonnenstrahl im tiefen Dunkel wirkt und schwere Sorgen von hinnen nimmt, welche die innerpolitische Lage nach dem allgemeinen Urtheil erregen mußte. Das amtliche Blatt veröffentlicht eine R i ch t i g st e l l u n g gegenüber den Meldungen der Presse über die Gründe des Rücktritts des Kriegs­ministers. Schon Ende Frühjahr habe General von Bronsart wegen angegriffener Gesundheit seine Ent­lassung nachgesucht und aus demselben Grunde während des Urlaubs sein Gesuch erneuert. Fric- tionen mit dem Militärkabinet hätten deßwegen schon nicht bestehen können, weil dieses nur eine Kanzlei des Monarchen darstelle, welches diejenigen persön­lichen Militärangelegenheiten bearbeitet, welche als Ausfluß der dem Könige nach Geschichte und Ver­fassung zustehenden Kommandogewalt anzusehen sind. Einfluß in politischen Dingen stehe dem Chef des Militärkabinets nicht zu. Bei der W i ch t i g k e i t des Gegen st andes citiren wir die Erklärung desReichsanzeigers" im Wortlaut. Er schreibt:

Das Ausscheiden des Generals der Infanterie Bronsart von Schellendorff aus seinen Funktionen als Kriegs Minister hat in der Presse zu den mannigfachsten Kombinationen über die Beweg­gründe geführt, welche für den Rücktritt des ver­dienten Generals bestimmend gewesen sind. Dem gegenüber darf auf die Thatsachen verwiesen werden, unter welchen sich das Ausscheiden des Generals von Bronsart aus seiner Stellung vollzogen hat. Schon gegen Ende dieses Frühjahrs hat General von Bronsart seine Entlassung als Kriegsminister unter Berufung auf seinen angegriffenen Gesundheitszustand nachgesucht. Um den Minister möglichst seinem Amt zu erhalten, ist ihm ein Urlaub bis Ende August d. I. ertheilt. Roch vor Ablauf desselben hat der bisherige Kriegsminister fein Ent­lassungsgesuch erneuert unter der Begründung, daß sich sein Gesundheitszustand in der Zwischenzeit nicht so gekräftigt habe, um die Funktionen der arbeits­reichen und verantwortungsvollen Stellung als Kriegs­minister wieder übernehmen zu können. Infolge dessen sahen Se. Maj. der König sich genöthigt, dem Gesuch des Generals zu entsprechen. Zugleich aber ernanten Se. Majestät denselben zu Allerhöchstihrem General-Adjutanten und sprachen die Hoffnung aus, daß es sein Gesundheitszustand baldigst gestatten

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reichtet.

(Nachdruck verboten.)

Martha und Maria.

Roman von Arthur Zapp.

(Fortsetzung.)

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DaS Gut war über und über mit Schulden belastet und der Stand der Ländereien war außer­dem durch die Nachlässige Bewirthschaftung der letzten Jahre so herabgebracht, daß jahrelanges Meltoriren dazu gehörte, um sie wieder in einen leidlich ertrags­fähigen Zustand zu bringen.

Martha hatte nur einen Bruder, der in Heidel­berg studirte. Der junge Nehring erklärte sich be­reit, das Gut zu übernehmen, wenn ihm die Mög­lichkeit geboten würde, es halten zu können. Dazu gehörte in erster Linie, daß der Schwager für die nächsten Jahre auf die Verzinsung der ihm von dem Verstorbenen gewährten Mitgift verzichtete. Robert hatte keine Wahl, denn willigte er nicht in diese Bedingung, so gelangte das Gut zur Subhastation, und in diesem Falle war es sicher, daß die für ihn ^eingetragenen füufzigtauseud Mark überhaupt aus- 2'fielen und ihm uud den Seinen für immer verloren gingen. Sah er aber von der vorläufigen Zahlung ab, so konnte bei sparsamer Wftthschast und ange­strengter Arbeit das Gut nach uud nach wieder so west gehoben werden, daß die Hypothek einmal wieder ihren Werth erlangte. UeberdieS konnte er schon im Interesse seiner Schwiegermutter uud seines Schwagers nicht anders handeln, die völlig mittellos dastondeu, falls ihnen das Gut genommen wurde.

So besann er sich nicht lange, leistete den von ihm gefottnrtrn Bericht und traf mit ruhiger Ge­faßtheit die von der abermaligen Verschlechterung seiner Lage gebotenen Maßregeln.

möge, seine bewährte Kraft wieder für Allerhöchstsich und die Armee dienstbar zu machen. Inzwischen hak sich General von Bronsart aus Anrathen der Aerzte zu einer Kur nach Neuenahr begeben.

Für jeden Unbefangenen müßten diese einfachen und klaren Thaffachen genügen, den Rückttist des bisherigen Kriegsministers völlig motivirt erscheinen zu lassen. Es ist daher ein eitles Bemühen, hinter diesen offenkundigen Vorgängen nach verborgenen Motiven zu suchen. Völlig verkehrt aber ist es, den eigentlichen Grund des Rücktritts des Generals von Bronsart in einem Gegensatz zwischen Kriegsminister und Chef des Militärkabinets erblicken zu wollen. Das Militärkabinet ist nicht, wie es in der Presse vielfach dargestellt wird, eine selbstständige Behörde, und An­ordnungen gehen von demselben überhaupt nicht aus. Das Militärkabinet ist nichts als eine Kanzlei Sr. Maj. des Kaisers und Königs, in welcher Se. Majestät diejenigen persönlichen Militärangelegenheiten be­arbeiten läßt, welche als Ausfluß der nach Geschichte und Verfassung dem Könige zustehenden Kommando- gewalt anzusehen sind, sodaß der Chef des Militär­kabinets selbstständig Verfügungen überhaupt nicht tteffen kann, sondem nur die Ausführung der Befehle Sr. Majestät zu vermitteln hat. Der Chef des Militärkabinets kommt daher garnicht in die Lage, einen Einfluß auf die Allerhöchste Entschließung in denjenigen militärischen Angelegenheiten zu üben, welche zum Ressort des Kriegsministers gehören, wie denn auch letzterer selbst regelmäßig Vorttag bei Sr. Majestät hat. Am allerwenigsten aber wird dem Chef des Militärkabinets ein Ein­fluß in politischen Dingen gewährt."

Das amtliche Organ schließt obige Darlegung mit der Hoffnung, daß dieselbedazu beittagen wird, die mannigfachen Mißverständnisse und Mißdeutungen, welche sich an den im Kriegsministerium vollzogenen Personenwechsel angeknüpft haben, zu zerstreuen".

Deutsches Reich.

* Berlin, 20. August. (Tagesbericht.) Se. Maj. der Kaiser machte heute einen Spazier­ritt in die Umgegend von Potsdam und hörte später im Neuen Palais Vorträge. Für die Fest- vorstellung im Breslauer Stadttheater am Abend des 6. September bestimmte der Kaiser neben dem Opernakte das GenrebildMilitärftomm" von G. v. Moser und v. Trotha. König Albert von Sachsen muß sich, wie amtlich mit-

Das erste war, daß er seine Versetzung be­antragte. Bei der Kavallerie war das Leben, mochte man sich auch noch so sehr einrichten, immer theurer, als bei jedem andern Truppentheil. Leicht wurde ihm der Entschluß nicht, denn er war mit Leib und Seele Kavalleiist, und deßhalb konnte er sich auch nicht entscheiden, zur Infanterie überzugehen. Er trat vielmehr zum Train über, weil hier der Dienst mit dem kavalleristischen die meiste Aehnlichkeit hatte. Mattha freute sich der Versetzung, schon weil es eine Abwechselung war in ihrem während der letzten Monate ziemlich einförmig gewesenm Leben. Auch in dem Tausch der Garnisonen lag ein Vortheil, denn die Stadt, in welcher das Train-Bataillon stand, war eine Provinzhauptstadt und bot in jeder Hinsicht viel mehr, als daS kleine Landstädtchen, in dem man bisher gelebt. Außer dem Train lagen hier noch ein Infanterie- Regiment und ein Ulanen- Regiment in Garnison, sowie eine Abtheilung Artillerie.

Freilich, die Vorzüge, di« sich Mattha vorweg von dem Wohnungswechsel versprochen, erwiesen sich n der Wirklichkeit bald als rein imaginäre, denn te hatte in Anschlag zu bringen vergessen, daß die Dürfstgkest ihrer Msttel sie von den meisten geselligen Genüffen ausschloß.

ES war eine hatte, an stillen Entbehrungen und geheimen Demüthigungen rttche Zest, die nun für die kleine Lieutenantrfamilie begann. Robetts ämmtliche Bezüge als Premierlieutenant betragen noch nicht zweitausend Mark, und es wäre eine Un­möglichkeit gewesen, damit auszukommen, wenn nicht von Alt-Föhren hie und da eine Proviantkiste ein­getroffen wäre, die allerlei zur Nothdurst des Lebens unentbehrliche Herrlichkeiten enthielt, wie: Fleisch, Schinken, Wurst, Butter und Eier. Aber ttotz dieser

getheilt wird, noch einige Schonung auferlegen; in­folge dessen werde er sich nicht nach Görlitz begeben, sondem während der Kaisermanöver vom 10. bis 12. September in Bautzen Wohnung nehmen. Die Parade bei Zeithain gedenkt der König am 3. Sep­tember abzuhalten. Die Prinzessin von Wales und ihre Tochter Viktoria, sowie die Kron­prinzessin von Griechenland sind in Homburg v. d. H. eingetroffen. Dort weilt bekanntlich auch der Prinz von Wales. Neuerdings heißt es, die Zarin werde ihren Gemahl nicht nach Frankreich begleiten. Sie werde vielmehr, wenn der Besuch in Schottland sein Ende erreicht hat, über London unb_ Vlissingen nach Darmstadt fahren, wo der Kaiser seine Gemahlin nach der Rückkehr von Paris treffen wird.

* (Marineforderungen.) Nach offi­ziöser Mittheilung werden die Marineforderungen für das kommende Etatsjahr die Summe von 1520 Millionen nicht übersteigen.

* (Zur Frage der Militärstrafprozeß­reform) äußert sich jetzt vom Standpunkte des Centrums aus dieGermania". Das Blatt schreibt: Ein Fallenlaffen der Militärgerichts­reform wäre von den schlimmsten Folgen für die Autorität der Regiemng, deren wichtigste Qualität neben der Gerechtigkeit die Festtgkeit sein muß. Dieselbe würde auch nicht gefördett durch eine Verquickung der er­wähnten Reform mit neuen Marineforderungen. Das Centrum würde sich aus keinen Fall darauf einlassen. Die beiden Sachen haben nichts mit einander zu thun. Es scheint, als werde die Reform der Militärgerichtsbarkeit immer aussichtsloser, auch bezüglich der übrigen schwebenden Fragen erwattet dieGermania" wenig Gutes; neue Wirrsale seien unausbleiblich. Daß dieser Pessimismus übeittiebeu ist, liegt auf der Hand.

* (Fürst Bismarck) dankte in einem Schreiben für die ihm durch Ernennung zum Ehrendoktor der medizinischen Fakultät in Jena erwiesene Aus­zeichnung, die ihn besonders erfreut habe, da er in seiner amtlichen Thätigkeit der Förderung der ärzt­lichen Interessen nach Thunlichkeit zu dienen gesucht habe. Das Urthefl darüber, ob die Einrichtung des Reichsgesundheitsamts in allen Theilen die richtige gewesen sei, müsse er seiner Herren Kollegen sach­kundiger Beurtheilung überlassen. Von hervorragendem Werthe sei ihm ferntr die erwiesene Ehre im An­denken an die Begrüßung in Jena vor vier Jahren und als ein Symbol näherer Beziehungen zu der

altberühmten Universität, die stets eine Schutzstätte freier Wissenschaft gewesen sei und deren hoher Rector Magnificus ihm stets seine Gnade bewahrt habe. Zuletzt gedenkt der Fürst der Ausstattung des Diploms, in der er mit Freude den Beweis der Entwickelung des Kunstgewerbes in Thüttngen sieht.

* (Sozialdemokratisches.) Für die sittlichen Anschauungen der Sozial­demokratie bezeichnend ist ein Artikel, den der Vorwärts" in diesen Tagen veröffentlicht hat. In der Berliner Gewerbeausstellung, und zwar in der Fischkosthalle, waren einige Kellner entlassen worden, weil sie das Publikum fottgesetzt planmäßig bettogen hatten. Das genannte Blatt knüpft an diese Mit­theilung folgende Bemerkungen:Was sollten die Entlassenen machen? Gehalt gab es bei angesttengtester Arbeit nicht; die Trinkgelder waren gering und un­zureichend zur Ernährung, also blieb den Aus­gebeuteten nichts übrig, als das Publikum zu betrügen. Moralisch steht der Betrug kaum schlimmer da, als der Brauch selbst der honnettesten Wirthe, von dem Kellner eine Fülle von Arbeitsleistungen zu verlangen, ohne dafür auch nur einen Pfennig Lohn zu zahlen." Es liegt uns fern, das Verhalten der Wirthe zu billigen. Die Trinkgelderwitthschaft ist eine Unsitte, die wir nie gutheißen können. Aber waren benn bie Kellner verpflichtet, unter solchen Bebingungen ihre Stellung anzutreten? Durchaus nicht! Unb wenn sie, nachbem bie Stellung angetteten war, merkten, baß sie einen Mißgriff gethan hatten, konnten sie sie ja wieber auf­geben. Auf keinen Fall aber dursten sie zu be­trügerischen Manipulationen greifen, um ihre Ein­nahmen zu vergrößern. Ein Betrug ist unter allen Umständen zu verurtheilen; und wenn das sozial- demokrattsche Centralorgan dies nicht einsieht, so zeigt es damit, wie traurig es um seine sittlichen An­schauungen bestellt ist.

»* (O f f izi er s-Bekleidungsvorschrift.) Die neu ausgegebene Offiziers - Bekleidungsvorschrift enthält folgende für Geschäftskreise beachtenswerthe Eingangsbestimmung:Geschäftsinhaber, welche den Offizieren ttotz ergangener Warnung unvorschrifts­mäßige Sachen liefe n, find dem Kriegsministerium namhaft zu machen, damit deren weitere Heranziehung den Offizieren verboten wird."

in regelmäßigen Zwischenräumen eintteffenden Liebes- gaben war die äußerste Beschränkung aller Ausgaben geboten, wollte man einigermaßen mit Ehren be­stehen, ohne fich in Schulden zu stürzen. Um die letztere Kalamität, die gleichbedeutend mit dem An­fang vom Ende gewesen wäre, unter allen Um­ständen zu vermeiden, wurde an jedem Quartalsersten zwischen Robert und den beiden Damen eine ein­gehende Berathung gepflogen und das Budget des Haushaltes bis in bie kleinsten Details voraus- bestimmt. ES wurde mit aller Gründlichkeit kalkulirt unb berechnet unb die einzelnen, in längerer Debatte 'eftgesetzten Etatsposten jebesmal einer sorgfältigen Prüfung unterzogen. Der kleinste Bettag würbe für gesellschaftliche Verpflichtungen anSgeworfen. Ganz ohne biefe kam man selbstverständlich nicht davon. Es war unumgängliche Pflicht, daß man in den Familien der verhettatheten Bataillons-Kameraden Besuche machte, unb baß während der Wintersaison hin und wieder eine kleine Gesellschaft veranstallet wurde.

Da man diese sogenanntenAbfütterungen" mmer kurz hinter die Termine verlegte, an welchen )ie Alt-Föhrener Proviantsendungen erfolgten, so bot )ie Tafel, zur stillen Genugthuung der Geladenen, hinsichtlich ihrer Bestandtheile in fester Form immer einen freundlich einladenden, ja opulenten Anblick. Weniger reichlich war es freilich um die Flüsfigketten bestellt, und es war stets Roberts geheime Sorge, baß einmal die in sehr beschränkter Anzahl vor­handenen Weinflaschen b<h Anforderungen der Gäste nicht genügen würden. Um solche Eventualitäten, die doch mehr als peinlich gewesen wären, zu ver­meiden, studttte Robert mtt genauester Beobachtung die Gewohnheiten unb ben Charakter ber einzelnen Gäste, um danach bie Vettheilung ber jedesmal zur

Verfügung stehenden Weinvorräthe auf der Tafel vor­zunehmen.

Vor dem Couvett des mtt etwas epikmäischen Neigungen behafteten Kompagniechefs wurden zwei Flaschen gestellt, denn mit einem geringeren Quantum begnügte fich Roberts Vorgesetzter nun einmal nicht. Um das dadurch gestörte Gleichgewicht denn es wurde pro männliches Haupt eine Flasche gerechnet, die Damen mit inbegriffen wieder auszu­gleichen, wurde dem jungen Sekondelientenant aus Roberts Kompagnie, ber seine ersten Epaulettes noch nicht abgetragen hatte, unb bem flaumbärtigen Fähnrich zusammen nur eine Flasche zugetheilt. Ereignete es sich, baß bie beiben mit bem ihnen bestimmten Quantum schon vorzeitig zu Enbe waren unb nun hre Blicke begehrlich über ben Tisch hin schweifen ließen, so mußte in solchen Fällen auf einen Wink Roberts Matthä zu Hilfe kommen unb bie üngeren Herren in ein Gespräch verwickeln, sodaß die darob Entzücktm geschmeichelt ihr Weingelüst ver­gaßen.

Zu den intimeren Bekannten, bie auch unein- gelaben ab unb zu einen Abend in ber kleinen Familie verbrachten, gehötte ein älterer Premier­lieutenant bes Bataillons unb ein junger Sekonde- lieutenant. Beide boten einen in die Augen springen­den Gegensatz zu einander. Der Premier war ein ruhiger, bequemer Gesellschafter, der keine großen Anforderungen an bie Unterhaltung stellte. Er war zufrieden, wenn er sich nicht echcmffiren brauchte unb till auf seinem Stuhl sitzen konnte, bie Hände über dem stattlichen Bäuchlein gefaltet, in schweigen­der Beschaulichkeit.

(Fortsetzung folgt.)