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Sozialpolitik
im neuen Handelsgesetzbuch.
V Das deutsche Handelsgesetzbuch, welches bereits seit fünfunddreißig Jahren in Geltung ist, hat, abgesehen von den in den Jahren 1870 und 1884 erlassenen Novellen zum Aktiengesttz, Abänderungen nicht erfahren. Jetzt hat aber die einheitliche und umfassende Regelung des gesammten Privatrechts durch das bürgerliche Gesetzbuch eine Revision nothwcndig gemacht mit dem doppelten Ziele, einmal, die Vorschriften des Handelsgesetzbvchks im Einklang und die durch dasselbe überflüssig gewordenen Bestimmungen in Wegfall zu bringen, dann aber auch, um diejenigen praktischen Erfahrungen, welche umn aus der im steten Fluß befindlichen Entwickelung des Handelsverkehrs gesammelt hat, der gesetzgeberischen Nutzbarmachung entgegenzusühren. Und gerade hier weist der neue Entwurf eine Reihe dankenswerther Neuerungen auf, welche bestimmt und geeignet sind, Mißstände, die nach allgemeinem Urtheil sich nament- üch im Verhältniß zwischen Handlungsgehilfen und Prinzipal entwickelt haben, zu beseitigen. Man steht es diesen neuen Vorschlägen auf den ersten Blick an,
(Nachdruck verboten.)
Die seltsame Herrath.
Noman nach dem Amerikanischen von August Leo (Schluß.)
Es war noch sehr früh, als Hauptmann Sever r ober Lord Darc, wie wir ihn jetzt nennen müssen zu dem Schlosse zurückkehrte, nachdem er seinen Srmnd, den Herzog von Berwick, auf die Bahn, be- Uckct hatte.
Wenige Worte waren zwischen dcn beiden Männern «Vvechselt worden.
I .Sobald ich es ertragen kann, werde ich Sie Mersehen," sagte der Herzog, als er seinem Freunde |*wt Scheiden die Hand drückte.
L Lord Magnus hatte gar nicht geschlafen, und k«e Nacht war sehr auftegevd für ihn gewesen, trotz- *8 fühlte er sich wie verjüngt.
Als er jetzt auf der östlichen Terrasse stand und m edles Haupt in der Morgenluft badete, hob sich rate Brust in dem Entzücken des Lebens und der «eiheit, und aus feinen Augen strahlte dankbare anbetende Freudigkeit.
.Barmherziger Vater, ich danke Dir!" flüsterte er.
Dudar hatte eine geschriebene Bestätigung der Svlzen Angelegenheit, welche er lauge vorher in einem r^enblicke der Gewiffensbiffe angefertigt hatte, Hinterem, unb bei dieser lagen zahlreiche Beweise von «rgimaS Abstammung.
Bis jetzt war Lord Magnus der Einzige, der «was davon wußte, mit Ausnahme Ruperts, dm er wlch Regima spähend, draußm getroffen, und welchem - F die ganze wunderbare Geschichte erzählt hatte.
Der glückliche Jüngling hatte ihn diesen Angen- «a verlassen, um sein jnngftäulicheS Weibchm suchen ? Schm, als ©euer, welcher sich nach dieser dank ^m Gefühlsäußemng nmdrehte, sie von der anberen
beite?sick aber ÄÄKS mein Lord Magnus zum Van war zu einer Reise gekleidet.'
’ Or.ktt Maanus^rief ? J cn toir e8 Deiner Mutter sagen, .Er fährt, um nach vr Sttoud zu sehen," erklärte
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Wirklich ?" faate er mit lärtliAem J‘r lst ks, als ob mir das list bei ihm, und wenn er reisen kann, will er nach
er bie Feinen Ät alsHerzvor Freude zerspringen müßte." Hause zmückkehren, um der Heirath seines Sohnes
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.Mu weißt, daß ich mich an meinen Papa nicht!während Regima an die Thür klopfte. wenn er davon hört" '
u” Ä lffnde * , „ D-P-« muß,- doch mit fdnem Hofm«» einig.
’ ®dn iüte C* „ r„ I. --°-r °-»- ich»n »»f u»b ang.fl.ibd, nochIZeit ans Seifen gehen, da er noch sehr jung unb
.ich'd" Dein S-idi- - ®r % fe ti.M « to M ” ®,0K »nb seh,. Eeziehmig bnrchanr noch nichi nollendet n>n.
und bas mein, haben diese« Sie breitete die Sterne an«, als sie Regima sech, R-iwenÄeÜ °eÄah°"° 1x1 “ die
n?cr?anb 1$on nnm” gefühlt. Es ist wahr, mein! „O, mein Liebling!" flüsterte sie sie leidmsckastlick I Nvthwendigkett emsah.
Liebling — wahr!" Und dann erzählte er ihr in!küssend, „ich sehe es, daß er es Ihnen gesagt hÄ l Lord Magnus lebte mit seiner lieblichen Frau tul8c“' eiligen, doch gefühlsberedtm Wortm Alles.!und Sie sind gekommm, um mir zu aratulirm "IS^ßtentherls auf Schloß Darc. Die große Wett
Rupert kam herbei, bevor er vollendet hatte, und! Regima lächelte, und, indem sie sich, von benlft -roent9 Anziehungskraft für die so lange gettmut Regrma, bereu eine Hand in der ihres neu gefundenen , Armen ihrer Mutter nmschloffm, zurückbeugte um I ®tto«rCItC^.
Sätet» ruhte, reichte ihm die andere mit einem!diese mit glückstrahlenden, thränmfeuchten Augen annL . 9lut’ert üblich zmückkehrte, um für immer Lächeln überirdischer Glückseligkeit. zublickm, sagte sw rnft bebender Stimme- 9 Ibei seinem angebetetm, liebenden Frauchm zu
Sw,hörte die ganze Erzählung mit wunderbarer, .Er hat mir doch noch etwas gesagt, waS $JbIttbcn' nahmen auch sie Wohnsitz auf Schloß Darr. Stube, selbst, daß Mrs. St. Ulm — Lady Elixlnoch nicht weißt. Kannst Du es nicht auf meinem! . 9'Zur einmal fragte Regima ihre abgöttisch ge- Seb" »hre Mutter sei, und bemerkte nur noch! Gesichte lesen? Kannst Du es nicht errathm, Mama |Iit6fe Mutter, woher es komme, daß ihr Haar weiß zuletzt mit ihrer gewohnten Einsachhett: Io, meine geliebte, meine süße Mama'" 'lfei, währmd Lord Magnus noch nicht einen Silber-
“ft' t% etofltl Elix Sever's große, rothbraune Augm ertoetierten fabe int bem habe Elix küßte sie zärtlich Dermttges wäre, wenn ich nur darüber nachgedachl! sich, als sie das Mädchen anstarrte und sie dann mtt »ud gab,ernt ausweichende Antwort. Regima, welche hätte — LadyShlvia haßte mich so | einem Frmdmschrei fest an sich drückte. bcn Euftetzensausdmck in ihrem Gesichte gewahrte,
Von der Seit an ledoch erwähnte sie, wenn fiel .Ich wußte es ja, ich sagte es auch Van, doch ^e nicht wieder und erfuhr niemals, was ihre e8 irgenb vmweidm konnte, niemals wieder den!er wollte es mir nicht glauben!" rief sie schluchzend. I butter m der einen entsetzlichen Nacht erlebt, in der Namen des Weibes, das sie so lauge „Mama" ged Zu diesem Augenblicke öffnete sich leise die Thür,!Schreck, Furcht und Todesangst in wenigen ©tunten aunt hatte, unb tterar e8 unvermeidlich war, spraä lund Lord Magnus, Rupert unb Bau Ruble traten IbaS goldbraune Haar zu Schnee erbleichen machten, e um von .Lady Sylvia". |nrit sttahlenden Gesichtern herein. | Cnbe
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg unb Kirchhain. “ w Jllustrirtes Sonntagsblatt.
MM- Wir eröffnen hiermit ein Abonnement auf die „Oberheffische Zeitung" für die Monate August und September. Bestellungen werden von sämmllichen Postanstalten und Briefträgern, unseren Zeitungsboten, forot’ in der Expedition, Markt 21, angenommen.
3m Anfang des Monats August beginnt im Feuilletontheile der Abdruck des in Offizierskreisen spielenden packenden Romans „Martha und Maria" von Atthur Zapp, ferner gelangen zur Veröffentlichung „Aus demLeben der deutschen Kriegsmarine" von Kapitänlieutenant v. Niessen, „Die Thurmnhr", eine lustige Geschichte von Zoe von Reuß, „Ans der Teufelskanzel", Novellette von Otto Elster, „Der Pechvogel", Humoreske von Agnes von Klinckowstroem rc. :c.
l rS^5r ro??8ien/ie,fe’ bic durch Die für die Handlungsgehilfen weitaus wichttgstel Zeit vollständig konstant geworden Und so wird die mii?n?fCti ber?e"- toDrben sind, «Bestimmung findet sich jedoch in dem § 67 des Ent- Judikatur auch bald festlegen, was als unbillige^?
T &8 ' ?e K «geueu l Wurfes, nach welchem eine Vereinbarung zwischen schwerung des Fortkommens des Handl^ngsgehttfen" Leibe gemocht haben zu Worte gekommen sind. Prinzipal und Handlungsgehilfen, durch die letzterer anzusehen ist und was nicht gsgeb f
der derttagsmaßtgen Regelung der Rechts-!für die Zett nach der Beendigung des —
Handlungsgehilfen uisses in seiner gewerblichen Thäiigkett beschräntt -----------------
sich das Maß der Rechte und Pflichten vielfach! wird, nur insoweit zulässig sein soll, als die Be-, Deutsches Reich.
zu Ungunsten der letzteren verschoben, insbesondere in I schränkung nach Zeit, Ott und Gegenstand die Grenzen * »«litt, 31. Juli. (Tagesbericht.) ""f b^ Befugniß zur Lösung des Vettrags-»nicht überschreitet, durch welche eine unbillige Er-,Die Ankunft Sr. Majestät des Kaisers auf Verhältnisses und durch die zu Gunsten des ChefsIschwerung des Fortkommens des HandlungsgehilfensWilhelmshöhe erfolgte heute Abend 8 Uhr. Auf durch übermäßig hohe Konventtonalsttafen gesichettelausgeschloffen wird. Mit den Konkurrenzverboten ist!dem Bahnhofe waren die Kaiserin und die Kaiserlichen Konmrrenzriausel. Namentlich m den großen Städten in der That bedeutender Mißbrauch getrieben und der Kinder zur Begrüßung anwesend. Die Fahtt nach DOrÄmen' ba^ btc Prinzipale sich IHandlungsgehilfe in feiner ferneren Erwerbsthätigkett!dem Schlöffe fand unter dem Jubel einer vielköpfigen srusbedingen, wahrend sie!in einem das berechtigte Interesse des PnnzipalsIMenschenmenge statt. Der Kaiser verbleibt bis zum Z •$leC§LItl.2tn,prUcb nebmen' b« weit überschreitendem Maße behindert worden. DieU August in Wilhelmshöhe und reist dann nach 9hL^UtC S?"e rl6 Kündigung lederzett entlassen I Gerichte haben dem schonungslosen Gebrauch, welcher Ruhrott, Wesel und Essen. Mitte August dürste Se.
1 Handlungsgehilfen! von der Konkurrenzklausel gemacht worden ist, nicht! Majestät wieder im Neuen Palais bei ^1^001 ein»
"b^ N-ltthschaftliche Gefahr ist eine! genügend begegnen können, well sie nach der Lage treffen. Ueber die Absicht des Kaisers, nach Danzig außerordentllche. Man darf nicht sagen, daß er sich! der gegenwärtigen Gesetzgebung durch die Rechtsprechung, ZU gehen, ist an maßgebender Stelle nichts bekannt. hV-a brau<!t, <cl1. lbEL nur insoweit als unverbindlich anerkannt werden,Heute Vormittag hatte der Monarch noch in Kiel hnn schwächeren, der bereite Mittel, konnte, als sie sich als eine gegen die Sittlichkeit das Kadettenschulschiff „Stosch", das kürzlich aus
Vettümina fiJ'S ft ^unb öffentliche Ordnung verstoßende Beseittgung freier Rußland zurückgekehrt war, besichttgt. Ferner hatte
Verfügung hat, nicht die Möglichkeit offen steht, sich,wltthschastlicherSelbstbethättgungdarstellte. Wiederum!der Mattneattachä der Berliner französischen •“ Diesem, erschien eine vollständige Untersagung der Konkurrenz-, B o t sch a ft auf der „Hohenzollern" dem Kaiser den
l°ll ru Zukunft durch die, klausel deßhalb nicht angängig, weil unter Umständen Dank der ftanzösischen Regierung abgestattet für die 2 h vorgebeugt werden, daß bei vettrags-,und innerhalb gewisser Grenzen es als berechtigt an- Hilfeleistung, die auf Kaiserlichen Befehl der Kreuzer v, .abweichender Regelung der! erkannt werden muß, wenn ein Gewerbetteibender sich .Gefion" dem gesttandeten Dampfer „Chanzy' ge= Kundlgungsstist diese für beide Theile gleich sein dagegen zu sichern sucht, daß der bisherige Angestellte währte.
muß und zwar so, daß sie stets zum Schluß des die Kenntniß des Geschäftes, insbesondere der Kund- * (v. Eltz und sein Nackfolaer) sw ht Füftorae^ist°weite bin Nachtheile seines ehemaligen Dienstherrn Deutsch-Ostaftika verstorbene Bezittshauptmann v. Eltz
Fürsorge ist weiterhin d e Vorfchnft zu bettachten, ausnutzt. Deßhalb darf man den vom Entwurf ge- war einer unserer ältesten Afrikaner und bat daß dem Handlungsgehilfen bei Beendigung des fundenen Mittelweg, welcher dem Richter die Mög- große SeIbienf Jm bi enS2 ALfriK f ?» Ä» L kJ’?™'"’. d>° A-°» öffnet. In -,„««»«- n-chb-Ib-n S-II?» «b°b-n. -LL ist
Vettanast?anA J Beschäftigung und aus sein, Licht und Schatten gleich zn vettheilen, berechtigte, Kilimandscharogebietes bekannt Besonders ttef wird k.gL°wdb"n soll 3 8 6 Ute °°-°«flnn-n, ohne b!m b-o Z.A& b.w-htt-n BE» -nb
9 9 Tim Mrnn,Ln "n<.rt»n".f, i' wx < . Handlungsgehilfen fein Fortkommen zu erschweren,, forschers den Gouverneur v. Wißmann berühren
u r* ' hlustchtttch dertn das als durchaus prastisch brauchbar bezeichnen. Die dem, denn Herr von Eltz war es, der ihm bei dem Trans- hftLift ft re aUw ben Dttsgebrauch, Richter hier gewährte Latttüde braucht man nicht zu, Port des Dampfers nach dem Nyaffa auf der be-
neuer Verpflichttrngen "uf di7 i^W^nttt^n Än ^^^A'A^" biC Rechtsprechung auch sonst, schwerlichen Fahrt dm Gombesi uud Schire sehr
• m n?9en U'z ?tc 2m Bresentlichen den I namentlich m Handelssachen, den richttgen Weg auch, werthvolle Dienste leistete nMrfirr SÄ ”a(5: ka gewußt hat, wo das Gesetz nach Lage Berufung^
bewähtt haben So soll her T ®a,cbe genau umschnebene Bestimmungen nicht, Gouvernements war Herr v. Eltz in den Dienst des
werden f TP { konnte. Wir verweisen hier darauf, daß das Reiches getreten, indem ihm die Bezirkshauvtmann-
eistunaen die m feiner faufmännltorn Ah " b I beispielsweise neben einzelnen genau, schäft am Nyaffasee übertragen wurde. Als sein
erforderliche 3ei^ ;Zsckmäte22h^b 1 b'st-mmten, auch sogenannte „wesentliche" Gründe zur Nachfolger ist der frühere Kornpagnieches in der ost- Besuche von FottbiSassckulen und b^ Handlungsgehilfen zuge-,asnkanischen Schntztnippe v. Elpons bestimmt.
Dienstes nMtaTf e e Sftaffe^^h b ®Dtic§Ta en ft D-e Rechtsprechung ist in der Bestimmung Georg v. Elpons ist am 24. Juli 1865 zu fünfter» ft8 nothige freie Zett zu lassen. dessen, was als „wesentlich" anzusehen sei, mit ber berg in Schlesien geboren und war ftüher Lieutenant
1 Cß Feiertagen. — Quartal Abonuemems-Preis bei der Expe- Sergen nimmt ewchegen die Expeditton dieses Blattes,
JlS. loU* dttion u Mk, bei allen Postämtern L Mk 25 Ma. M WMtVVWvCv fonne bte Annoncem-Bureaur von Haasenstein u. Vogler in
Bestellgeld). JnsettionSgebühr für die aefyaltene steile O 1 one? Frankfurt a. M., Caflel, Magdeburg und Wien; Rudolf Hiss ^(ihrrt
ober deren Raum 10 Pfg„ Reklamen für die »teile ‘25 ätfa ÖDITntQQ, 2. ÄllllUfl 1896. Moste in Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln, C L. ’
w' uamtn Tur me äetie 25 Ptg. o ° ' Daube u. Co. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, PattS.