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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.

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Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal Abonnements-Preis bei der Expe- drtion 2 Mk, bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. sexkl. Bestellgeld) JnsertionS gebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Sonnabend, 1. August 1896.

Anzeigen nimmt entgegen dir Expedition dieses Blattes, sowie die Anuonceu-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Casiel, Magdeburg und Wien; Rudolf Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, 6. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

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WM- Wir eröffnen hiermit ein Abonne­ment auf dieOberhessifche Zeitung" für die Monate August und September. Bestellungen werden von sämmilichen Post­anstalten und Briefträgern, unseren Zeitungs­boten, somi- in der Expedition, Markt 21, angenommen.

Im Anfang des Monats August beginnt im Feuilletontheile der Abdruck des in Offizierskreisen spielenden packenden RomansMartha und Maria" von Arthur Zapp, ferner gelangen zur VeröffentlichungAus demLeben der deutschen Kriegsmarine" von Kapitänlieutenant v. Messen, Die Thurmuhr", eine lustige Geschichte von Zoe von Reuß,Auf der Teufelskanzel", Novellette von Otto Elster,Der Pechvogel", Humoreske von Agnes von Klinckowstroem rc. rc.

Die Unruhen in Zürich.

* Die in den letzten Tagen in Zürich vorge­kommenen Mutigen Ausschreitungen zwischen den Be- wohnem der Stadt und den sich dort aufhaltenden zahlreichen italienischen Arbeitern sind jetzt einge­dämmt worden, nachdem noch am Mittwoch Abend verschiedene Verhaftungen vorgenommen und ca. 1500 Italiener veranlaßt waren, die Stadt zu verlassen. Diesen ganzen Vorgängen wohnt in allen begleiten­den Erscheinungen ein weit über ihren engeren Kreis hinausgehendeS Interesse inne. Die Schweiz ist der freieste Staat der Welt, der somit auch jedem Fremden bedingungslos die Grenzen zum Aufenthalt und Er­werb öffnet. Dieser Umstand hatte nun neuerdings großen italienischen Arbeitermassen den Anreiz ge­währt, ihre Arbeitskraft anzubieten. Da der italienische Arbeiter im Allgemeinen aber ein sehr bedürfnißloser Mensch ist und zu einem verhäÜuißmäßig niedrigen Lohn seine Arbeit verwerthen kann, so mußte die freie Schweiz an ihrem eigenen Körper erleben, wie wenig fi ei- heitliche Gesetze mit dem praktischen Leben in Einklang zu bringen sind. Das Massenangebot billiger italienischer Arbeitskräfte machte binnen Kurzem saft die ganze eingeborene Arbeiterschaft brodlos, und schuf damit trotz aller internationalen Arbeiterverbrüderung Gegensätze zwischen den Arbeitern selbst, die unaus­gesetzt zu ernsten Streitigkeiten und bei dem lebhaften, zu rohen Gewaltthaten geneigten Temperament der Italiener wiederholt zu blutigen Dolchexcessen führten. Nicht weniger wie fünf Mordthaten werden den

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, (Nachdruck verboten.)

Die seltsame Heirath.

Nomau nach dem Amerikanischen von August Leo.

(Fortsetzung.)

Ungeachtet der Sonderbarkeit, ja fast Absurdität dieser Bitte willigte doch der Herzog, immer noch in «r Meinung, daß Sever fest seinerAuferstehung", »ie er es scherzhaft nannte, etwas sonderbar fti' tin und zog sich zur gewohnten Zeit in Sever's Zimmer zurück, um in dessen Bette zu schlafen, ohne «ß irgend ein Anderer etwas davon mußte.

Ohne des Herzogs Wiffen gelang es auch Sever, sich in demselben Zimmer zu verbergen. Der Herzog verfiel sogleich in einen gesunden Schlaf, und Sever Mdete lautlos das Licht in einer Ampel en, das 8«abe hinreichte, um unterscheiden zu können, was «l Zimmer vorging. WWW

Auf einem kleinen Tische an der Wand stmrd «ve Flasche Medizin und ein Glas daneben.

Hauptmann Sever hatte am Abende vorher in «hladys Gegenwart dem Herzog erzählt, daß er vmere, ihm von einem berühmten Arzte verordnete Medizin nähme.

Der Hauptmann stellte das Tischchen Allem, was sich darauf befand, so, daß es besser in's Auge fiel, und verberg sich dann zwffchen den Vorhängen an der Rückseite des Bettes.

. ^attc rticht "öthig, lange zu warten; er «mute Mylady so gut, daß er Alles einer Ge- »»uigkeit vorausberechnet hatte, die die Umstände rechtfertigten.

Italienern zur Last gelegt, und dies trug in die Be­wohnerschaft von Zürich eine solche Erbitterung, daß ein neuer unvorhergesehener Zwischenfall die ganze Stadt, Bürger und Arbeiter, gegen die Italiener mobilisirte und eine regt lrechte Straßenrevolte mit Kugelwechsel und Säbelhieben veranlaßte, der gegen­über die Polizei machtlos war. Ein paar Tage lang, herrschte volle Gesetzlosigkeit, so daß sich endlich der schweizer Bundesrath in's Mittel legen und zwei Bataillone Truppen nach Zürich beordern mußte.

~ In der Schweiz ist das aber keine so einfache Sache. Dort besteht bekanntlich das Milizsystem, und so mußten die einzelnen Mannschaften erst zu- sammengetrommelt werden; während dessen brach man sich in Zürich ruhig weiter die Hälse, und als die Truppen berett waren, hatte die empörte Stadtbe­völkerung ihr Müthchen bereits gekühlt und die Italiener überwunden.

Der Werth einer solchen Miliztruppe ist bei dieser Gelegenheit ebenfalls neu hervorgetreten. So ziemlich alle die unbedingte Freiheit der Person hochhaltenden Gesetze der freien Schweiz haben also im gegebenen Falle ihre Dienste versagt, alle Ruhmredigkeit über die Gemeinsamkeit der Arbeiterinteressen sich als eitel Dunst erto'efen. Zum Ueberfluß drohen noch diplo­matische Schwierigkeiten mit Italien zu entstehen, das ohnehin längst den Schweizern grollt und zum Aerger der letzteren auf dem Luganosee ein Kanonenboot unterhält. Faßt man das Alles zusammen, so wird einem die Nichtigkeit auch der schönsten Freiheits­und Menschenverbrüderungsphrasen wieder einmal recht deutlich bewiesen. Von dem Ideal des Welt­friedens ist die Menschheit ttotz des sozialistischen Londoner Kongresses jedenfalls noch himmelweit entfernt.

Deutsches Reich.

* Berlin, 30. Juli. (Tagesbericht.) Se. Maj. der Kaiser ist heute Abend 9% Uhr an Bord derHohenzollern" in Kiel eingettoffen. Der Evangelische Bund erläßt einen Auf­ruf zu feiner vom 28. September bis 1. Oktober in Darmstadt tagenden Generalversammlung. Der Bezirkshauptmann in Station Langenburg am Tauganyikasee, v. Eltz, eingeborener Balte, ist an der Malaria gestorben. Zwischen dem Könige H umb ert und dem Zaren fand, wie verlautet, ein lebhafter Briefwechsel statt, in dem es sich hauptsächlich ttotz aller Dementi um das HeirathsProjekt des italienischen Kronprinzen mit der Prinzessin Helene von Montenegro gehandelt haben soll.

Selbst die Medizin hatte er, bevor er das Zimmer betrat, eingeschlossen gehabt, und er wußte, daß Mylady schon zweimal dagewesen und unverrichteter Sache wieder fortgegangen war, da sie dieselbe nicht hatte finden können.

Natürlicherweise würde sie, um sie zu finden, in der Nacht ein drittes Mal wiederkommen.

Sie hat sich geweigert, mein Anerbieten anzn- uehmen, als sich ihr die Gelegenheit dazu bot," dachte er fest, als er dort wartete,so mögen denn die Folgen auf ihr eigenes Haupt fallen."

Er hatte dies kaum zu Ende gedacht, als sich lautlos die schon vorher gut eingeölte Thür zum Korridor öffnete und eine Gestalt hereinschlich. Es war Lady Dare. Sie war schwarz gekleidet und vollkommen ruhig, wie fie^sich es vorgenommen hatte.

Sie wußte, daß Hauptmann Sever einen festen Schlaf habe, und das tiefe Athmen des Schläfers war deutlich hörbar. Ja, wenn er selbst erwachen und entdecken sollte, was sie beabsichtige, so über­legte sie, würde sie nicht schlimmer daran sein> als jetzt; beim er wußte von früher her ebenso große Schlechtigketten von ihr.

Als sie das Fläschchen mit Gift aus bet Tasche zog und mst fester Hanb über baS Glas hielt, faßte Sever ben Herzog sanft bei ber Hanb. Dieser öffnete plötzlich bie Augen wett, ohne zu wiffen weßhalb.

Sein erster Gedanke, als er Laby Dare borl stehen unb etwas in ein Glas gießen sah, war wahr- schrinlich, baß er träume.

3m nächsten Augenblicke hatte er sich in seinem

* (Ministerreisen - Einbrücke.) Herr v. Hammerstein - Loxten, ber Lanbwirthschasts- minister, hat jetzt mehrere Tage in ber Provinz Ost­preußen geweilt unb hat sie auf biefe Weisekennen gelernt". Auf einem ber Tiners, bie ihm bei biefer Gelegenheit gegeben worben sinb, hat er eine Rede gehalten, in ber er nach ben Berichten ostpreußischer Blätter u. A. sagte: Er sei nun seit vier Tagen in Ostpreußen. Die Eindrücke, bie er bisher ge­wonnen, waS er bis dahin gesehen habe, hätten ihn durchaus befriedigt. Er habe eine Bevölkerung kennen gelernt, die mit Ernst und Muth, mit Lust und Siebe ihre Scholle bebaue, die keineswegs verzagt in die Zukunft schaue, sondern, wie ihm von den verschie­densten Landwirthen versichert wäre, bas Vertrauen hätte, baß, wenn bie Erfolge in ber Laudwirthschast in manchen Jahren zu wünschen übrig ließen, boch auch toieber Jahre kämen, in welchen bie Erträge gut unb reichlich wären. Das Vertrauen auf die eigene Kraft, die Selbsthilfe sei ein sehr noth- weudiger und wichtiger Faktor in ber Laudwirthschast, aber hiermit allein sei es natürlich nicht getijan, sondern es müsse auch Hilfe von anderer Seite, von dem Staat, hinzukommen, soweit solche möglich unb angezeigt sei. Er habe sein Amt übernommen mit bem festen Willen, ben er auch beute noch habe, für bie östlichen Provinzen ber Monarchie einzutreten unb zur Erfüllung ihrer be­rechtigten Forberungen bas ©einige nach Kräften zu thun, unb er hoffe auch, daß ihm dies gelingen unb seine Bemühungen, bie Zufriedenheit ber Herren Lapb- wirthe, soweit möglich, zu erreichen, von Erfolg ge­krönt sein würden.

* (Lehrerbesoldungsgesetz.) Bei Be- rathung des Lehrerbesoldungsgesetzes war in der Kommission eine Resolution gefaßt worden, ber zu­folge in ben nächstjährigen Staatshaushaltsetat Mittel eingestellt werden sollten, um den Lehrern bei den im Auftrage der Schulauffichtsbehörde oder aus deren Verfügung ausgeführten Reisen zu Kreis- konserenzen eine Vergütung aus der Staatskasse zu 'zahlen und zwar nach Maß­gabe der vom Unterrichtsminister im Einvernehmen mit dem Finanzminister gesüßten Bestimmungen. Diese Resolution nahm auch das Plenum des Abgeordnetenhauses an. Gegenwärtig werden nun Erhebungen darüber angestellt, welcher Mehraufwand für bie Staatskasse sich durch bie Ausführung jener Resolution ergeben würbe. Der Minister erwartet dabei, daß es sich nur um eine mäßige Entschädigung als Ersatz für bie thatsächlichen Ausgaben an Reisc- uvb Zehrungskosten hanbeln werbe. Zu bedauern würde es fein, wenn die Zahl ber Kreiskonferenzen mit Rücksicht auf bie neue Ausgabe wesentlich einge-

Erstaunen aufgesetzt; Laby Dare blickte hin unb er­kannte ihn. Sie blieb stehen, ohne sich zu be­wegen, ohne zu schreien, bie Flasche über das Glas haltend, bis dieselbe leer war gerade, als ob sie in Stein gemeißelt wäre.

Endlich setzte sie mit einem langen, keuchenden Athemzuge die Flasche hin, richtete sich hoch auf und wandte sich, ohne ein Wort, um das Zimmer zu verlaffen.

Doch Sever war im Augenblick neben ihr.

Sie blieb stehen unb warf ben Kopf auf.

Du wußtest, was ich thun wollte, unb hast dies so arraugttt?" rief sie mst wuthzischenbem Tone.

Ich vermuthete es," antwortete er,ja. Du weißt, baß ich Dtt sagte, es wäre bester für Dich, mein Anerbieten gleich anzunehmen. Soll ich Dich zu Deinem Zimmer führen?"

Nein!" erwidette sie giftig.Bleibe nur unb beenbe Deine Geschichte."

Ich habe ihm bis jetzt noch nichts gesagt."

Sie starrte ihn aufgeregt, verwunbert an unb fragte sich, ob es vielleicht irgenb eine Lüge gäbe, bie bie Situation aufklären könnte. Doch fanb sie nichts ihre Schlauheit war verschwuuben ihr frecher verbrecherischer Much gebrochen.

So erzähle es ihm," sagte sie,ich bin besiegt. Lasse chn mir nicht nahe kommen Niemand soll mir nahe kommen bis zum Morgen. Watt!" fügte sie bann hinzu.Vielleicht sehe ich Dich nicht roieber. Das Kiub es ist Regima Derrick brachte mir sie, unb ich wußte nicht, baß es Euer Sinb war, bis lange nachher. Ich hatte fein eigenes Kinb unb wußte, baß ich in einem solchen Falle,

schränkt würbe, da die segensreiche Wirkung dieser Konferenzen außer allem Zweifel steht. Wir glauben nicht, daß man Befürchtungen nach dieser Richtung zu hegen braucht.

* (M a r i n e.) Als Ersatz desI l t i s" wird voraussichtlich der neue Kreuzer vierter Klasse Geier" nach Ostasien abgehen. Der Kreuzer Habicht" wird ben KreuzerSperber" in West­afrika ersitzen. Die H er b stü bungs f lo tte soll bekanntlich auch den Kaiser Wilhelmkanal von Brunsbüttel nach Holtenau durchfahren. Diese Durch­fahrt wird in mehr als einer Linie von dem höchsten Interesse sein; denn durch sie wird erwiesen werden, welche Zeit nothwendig ist, um eine in Kriegs­bereitschaft fahrende Flotte, wie sie der Zahl unserer Kriegsschiffe nach z. Z. im Ernstfall über­haupt nur formirt werden kann, von der Nord- nach der Ostsee zu beordern. Gleichzeitig werden die Durchschleusungsanlagen ihre Brauchbarkeit zu er­weisen haben, denn auch von der Thätigkeit dieser Werke wird besonders eine schnelle Durchfahrt der aus mehr denn fünfzig Schiffen bestehenden Flotte abhängen. Auch die vielbeschriebenen Tiefenverhält­nisse des Kanals werden beweisen müssen, daß sie den Tiefgängen der größten Kriegsschiffe nun genügen.

* (Koloniales.) Zur Ergänzung des Be­richtes unserer Schutztruppe über bie Kämpfe gegen bie Khauashotteutotteu in Südwestafrika melden briefliche Nachrichten, daß ein Kriegsgericht über die gefangen genommenen Häuptlinge Nikodemus unb Kahimemmcr abgeurtheilt hat. Sie würben beibe zum Tode verurtheilt unb der Spruch auch un­mittelbar danach vollzogen. Acht Soldaten ber Schutztruppe erschossen sie. Nachbem bei Gobabis Ruhe eingetreten, hat sich bie Schutztruppe nach Norben und nach Osten gewanbt, da auch von dort allerlei Mittheilungen über die unsichere Haltung ber Herero beim Landeshauptmann eingettoffen sinb. Den Verwundeten aus der Schutztruppe geht es gut. In Groß- und Klein - Windhoeck haben die Ansiedler Liebesgaben für die im Felde befindlichen Truppen gesammelt und einen ganzen Wagen voll dorthin ge­sandt, der mit großem Jubel ausgenommen worden ist. Die Abfahrt der 4(0 Mann Verstärkung der Schutzttuppe war im Juni dort bekannt und brachte eine anregende Wirkung auf alle Ansiedler hervor. Die Überführung der Schutzttuppen nach dem Innern kann nur in kleineren Abtheilungen nach und nach vollzogen werden. Der Wassermangel gestattet nicht, hundette von Leuten und eine vielfach größere An­zahl von Ochsen 4 bis 500 Kilometer nach dem Innern zu gleicher Zeit zu schaffen.

wenn Fergus stürbe, die Revenüen nicht weiter be­ziehen könne, deßhalb verlangte ich von Derttck Hilfe, und er half mir in dieser Weise. Die Beweise müssen sich irgendwo vorfinben."

Ich habe sie," sagte Sever sanft.Dein Bruber hinterließ ein Tagebuch unter seinen Papieren."

Mylaby ging heraus, Sever fehlte zu bem Herzoge, welcher in die Kissen zurückgefallen war unb sich baS Gesicht mit ben Hänben bedeckte, zurück.

Nach bem, was er gehört hatte, bebuifte es nicht viel, um ihn aufzuklären wenigstens, so wett eS nöthig war. Hauptmann Sever schonte baS Weib, bas Jener fast geheftathet hätte, so viel als möglich.

Der Herzog reiste am nächsten Morgen ganz früh ab.

Als man an bemfelben Morgen in Myladys Zimmer hat, fanb man sie zusammengekauett auf bem Ofen fitzen. Ihr Haar hing wllb herab, unb ihre Augen rollten unftät Als man sich ihr näherte, schrie sie wilb auf, daß bie Hunde sie zerreißen wollten, unb nur unter gellenbern Schmerzensschrei konnte man sie herunter unb in angemessene Obhut bringen sie war eine rafenbe Wahnsinnige.

Sie lebte noch einige Jahre in einem Jrrenhause, immer in ber Einbilbung, daß sie jede Nacht von Hunden zerrissen würde, und War größtentheilS so rasend, daß sie gebunden Werden mußte.

Dann starb sie, wie sie gelebt hatte; sie hatte sich ben Kopf an die Wand geschlagen unb sich dabei töbtlich verletzt. q

(Schluß folgt.)