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öchentliche Beilagen: Kreisblatt Mr -ie Kreise Marburg und Kirchhai«.

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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, 6. L. Taube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

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Marburg,

Dienstag, 21. Juli 1896.

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Die Schutztruppen.

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Hieraus entwickelten sich in der Folge manche Unebenheiten und Verlegenheiten. Mit einander rivalisirende Kräfte und Einflüsse, nicht zuletzt die nach dem Uebergewicht strebenden militärischen Stömungen lähmten das Leben in den Kolonien, vor Allem ihren wirthschaftlichen Aufschwung. Aber noch in dem Gesetz vom 9. Juni 1895 wurden die für Ostafrika geltenden Bestimmungen über die Schutztruppen auf Kamerun und Südwestafrika über-

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tragen, leider auch mit'denselben Folgen, wie : für Ostafrika. Gouvernement und Oberkommando (39 73 widerstrebten sich nur zu oft, und dies gab in diesem »erllll. Jahre unserm Kaiser persönlich Veranlassung, auf einen durchgreifenden, den Interessen der deutschen Kolonien entsprechenden Wandel der bezüglichen Vcr- tnaie hältnisse zu dringen.

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DerReichsanzeiger" hat die vom Kaiser vollzogene Novelle zum Schutztruppengesetz veröfftnt- licht. Für unsere Kolonien beginnt damit eine neue Epoche. Tie Entwicklung derselben wurde bisher vielfach beeinträchtigt durch die Schwierigkeiten, welche sich aus der Stellung der Schutztruppen zu den ver­antwortlichen Trägern der Kolonialämter ergaben. Ursprünglich war die Schutztruppe lediglich zu dem Zwecke der Unterwerfung des in Ostaftika durch den Araberhäuptling Buschin angezettelten, höchst gefahr­drohenden Aufstandes vom Major von Wißmann in's Leben gerufen worden. Sie bestand aus ehemaligen Offizieren und Unteroffizieren der deutschen Armee und aus angeworbenen Sudanesen. Die Lage in Ostafrika bedingte auch nach Wiederherstellung der friedlichen Ordnung die Beibehaltung der Schutz- verden. truppen, und in dem Reichsgesetz vom 22. März 1891 wurden deren Verhältnisse für Ostaftika dahin ge­regelt, daß sie dem Reichskanzler unterstellt, aber gleichzeittg noch der Kompetenz der Kolonial-Abtheilung des Auswärtigen Amtes im Hinblick auf ihre Ver­wendung und Verwaltung und der Kompetenz des Reichsmarineamts im Hinblick auf ihre Organisation und Disziplin untergeordnet wurden.

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Dieser Kaiserlichen Anregung entstammt das neue Gesetz über die Schutztruppen. Dieselben erhalten fortan überall die gleiche Grundlage. Während sie früher als abkommandirte Angehörige der Marine galten, in Südwestaftika im Armeeverbande blieben,

llig zu galten, in Südwestaftika im Armeeverbande blieben, affe Tr l scheiden sie jetzt völlig aus jedem Verhältniß zu den (435» [ heimathlicheu Truppenkörpern aus, jedoch mit dem

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i Recht zum späteren Rückttitt in dieselben. Sie bilden ) 'mit "Eben dem Heer und der Marine einen besonderen

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Mylady. schauderte jedesmal, wenn er sie verließ, und beobachtete prüfend sein Gesicht, wenn er wieder- kam, aus Angst vor dem, was vielleicht indessen vor­gefallen sein konnte.

Doch noch zögerte ihr Feind.

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bei den verschiedensten Handwerkern zu thun hatte, welche ihm seine zahlreichen, herrlichen Schlösser neu wöbiliren und ausstatten sollten. Er war ebenso beschäftigt, wie er glücklich war.

(Nachdruck verboten.)

I Die seltsame Heirath.

I Roman nach dem Amerikanischen von August Leo

(Fortsetzung.)

Dieser elende, schändliche Mensch!" murmelte Annette.Der brüthet wieder ein Unheil in seinem gelben Kopfe."

Zu dieser Zeit war die Nachricht von der bevor­stehenden Heirath der Lady Dare mit dem Herzoge f von Berwick ein öffentliches Geheimniß.

Wozu es verbergen?" sagte sich Mylady, wenn sie an Sever dachte.Er weiß es ja doch!"

Und trotz ihrer Furcht, ihrer qualvollen Zweifel betrieb sie doch kühn alle Vorbereitungen.

Der Herzog war auch sehr geschäfttg während kder Zeit zwischen der Stadt und dem Schlosse, da er sowohl beim Juwelier, als beim Advokaten und

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Lady Dare hatte die Fragen nach Rupert damit beantwortet, daß sie sagte, er habe seinem alten Lehrer in der Grayson Rektory einen Besuch abgestattet.

Es ist nicht wahr," erklärte Regima, welche chrer Mutter in ihr Zimmer folgte,Du weißt so gut wie ich, daß das nur eine Lüge ist."

Theil der Kriegsmacht Deutschlands und * sind wie diese dem Kaiser als dem obersten Kriegsherrn un­mittelbar unterstellt. Ihre Verwaltungsangelegen­heiten hat das Gesetz dem für alle Reichsangelegen­heiten allein verantwortlichen Reichskanzler überwiesen. Kompetenzstreittgketten zwischen dem Gouverneur und Oberkommandeur können fortan also nicht mehr vor­kommen, die Beziehungen zwischen beiden regeln sich etwa so, wie die zwischen den Oberpiäsidenten unb kommandirendeu Generälen in Preußen. Das Gesetz bewirkt also sehr wohlthätige Neuerungen und wird ersprießliche Fortentwicklung unterer Kolonien ver­bürgen helfen. Der Reichskanzler aber hat durch seinen Antheil an dem Gesetz unb burch fein Wirken für bas Zustanbekommeu desselben sich neue Verdienste um die von ihm stets besonders geförderte Kolonial­politik erworben.

Deutsches Reich.

* Berlin, 18. Juli. (Tagesbericht.) Se. Majestät der Kaiser nimmt während der Nordlandreise einen etwa 3tägigen Aufenthalt in Drontheim, wo dieHohenzollern" und der KreuzerGefion" Kohlen einnehmen werden. Nach der Wiederabfahrt von Drontheim dürfte nacheinander vor Molde, Noeste, Kleve, Naes und Sylte geankert werden, während Seine Majestät von Bord aus noch Eckerdalrand und Romsdal zu besuchen und von Sylte ans eine Karriolfahrt zu unternehmen gedenkt. Nach den bisherigen Bestimmungen liegt es in der Absicht Sr. Majestät, auf der Rückfahrt zwei Tage in Alesund zu verweilen und von dort am 27. d. Abends in Oie am Norang-Fjord einzntreffen. Im Auftrage des Kaisers überreichte Generaladjutant v. Mischte dem Fürsten zu Wied aus Anlaß der Feier der silbernen Hochzeit des Fürsten mit einem Glückwunschschreiben denSchwarzenAdlerorden. Dem Erbprinzen zu Wied wurde der Rothe Adlerorden dritter Klasse mit der Kgl. Krone verliehen. Dem früher als General in chinesischen Diensten gewesenen Lieutenant a. D. v. Hanneken zu Berlin verlieh der Kaiser den Rothen Adlerorden 3. Klasse.

* (Uferlose F l o t t e n p l ä n e.") Zur Beruhigung derer, die sich wegen vermeintlich bevor­stehender bedeutender Marineforderungen aufregen, wird anscheinend offiziös geschrieben: Für den mit den Verhältnissen unseres schwimmenden Flottenmaterials Vertrauten liegt kein Grund zu der Annahme vor, daß die Etats der nächsten Jahre Neuforderungen für Panzerschiffe bringen werden, die

Mylady lächelte herausfordernd.

Ich mußte ihnen doch aus Anstandsrückstchten irgend etwas sagen," meinte sie kalt.

Und Du hast die Kühnheit, mir gegenüber weiter auf der Behauptung zu bestehen, Du wüßtest nicht, wo er ist?"

Ja, meine Liebe, ich habe die Kühnheit."

RegimaS große, magnetische Augen betrachteten sie mit Verwunderung.

Wie ist es möglich," rief sie,daß wir beide, Du und ich, das gleiche Blut in den Adern haben können ? Ich habe mich schon oft gefragt, ob es nicht möglich wäre, daß ich vielleicht vertauscht sein könnte. Glaubst Du nicht, Mama?" fragte sie bitter.Tu müßtest es ja doch wiffen, ob nicht die Wärterin Dein eigenes Kind mit mir vertauscht hat?"

AlS Regima diese Worte äußerte, stand Lady Dare von ihrem Sitze auf unb ging auf sie zu.

Der Ausbruck ihres Gesichtes war unaussprechlich 'chrecklich; es war sprachlose Wuth und Furcht ver­eint. Sie sagte kein Wort; sie staub nur und blickte te mit dem versteinerten Gesichte und den Flammen­augen wlld an.

Mama," rief Regima,toarum siehst Tu mich io an? Ist es wegen dessen, was ich soeben sagte? Es ist doch nicht zu verwundern, wenn ich mich rage, ob ich wirklich Dein Kind bin?"

Lady Dare schien sich plötzlich zu besinnen. Sie zögerte einen Augenblick, um ihre trockenen, zitternden Lippen zu befeuchten, ehe sie antwortete.

Das ist es nicht!" sagte sie wegwerfend. Aber ich bin es müde, fortwährend Rupert Sever's Namen zu hören."

Regimas schöner Kopf richtete sich hoch auf,

außerhalb des Rahmens des letzten Flottengrünonngs- planes liegen würden. Vielmehr wird die Marine­verwaltung nur vor Allem bestrebt sein müssen, auf absehbare Zeit für Panzerersatzbauten Sorge zu (lagen, sodaß dadurch von einer Vermehrung unserer Panierschlachtflotte der Zahl der Schiffe nach feine Rede sein kann, wohl aber dagegen von einer Verstärkung. Die augenblicklichen Sorgen der Schwarz­seher vonFlottenerweiterungsplänen", von einer Vermehrung unserer Hochfeepanzerflotte", oder gar, um das am meisten angeführte Schlagwort zu ge­brauchen, vonuferlosen Flottenplänen" werden daher zweifellos nicht in Erfüllung gehen. Wenn die Marineverwaltung in die nächsten Etats Forderungen einstellen wird, die sich auf den Ersatz von bereits vorhandenen Schiffen beziehen, so entwickelt sie damit keineswegs neue Gesichtspunkte; denn der Ersatzbau für unsere älteren und ältesten Panzerschiffe ist ja von allen Seiten längst als nothwendig anerkannt und hat bereits seit Jahr und Tag begonnen.

* (Zur Handwerkerfrage.) Für eine Hand­werker - Organisation auf Grundlage der Zwangs- imiungen, die Preußen beim Bundesrath beantragt hat, stehen auf Seite der preußischen Regierung noch das Königreich Sachsen, die thüringischen Staaten und die beiden Mecklenburg. Von den süddeutschen Staaten widerstrebt am meisten Württemberg, Bayern schwankt. Es ist nicht unmöglich, daß dadurch, daß die bayerischen Handwcrkervertretungen mit ihren Wünschen über das Ziel der preußischen Vorschläge hinausgehen, die Ueberführung dieser Vorschläge vorbehaltlich durch den Bundesrath oder durch den Reichstag herbeizuführender Einschränkungen in die praktische Wirklichkeit gesährdet wird. Hoffen wir jedoch zunächst, daß eine Einigung erzielt wird. Im August schon dürfte die Berliner Handwerkerkonferenz und im September der große Gewerbekammertag über die Einzelheiten eines Entwurfs, dessen Veröffent­lichung in etwa 14 Tagen bevorsteht, in Beralhung treten. Dem Reichskanzler ist die Vorlage bereits in der vergangenen Woche zugestellt worden, so daß die Veröffentlichung im günstigen Falle auch noch im Laufe nächster Woche erfolgen könnte.

* (Der Fall Joest.) Zu der Mittheilung, der sozialdemokratische Abgeordnete Joest sei von seiner Partei gezwungen worden, seine Mandate niederzulegen, wird Folgendes bemerkt: In dem Falle Joest wieder­holt sich die Erscheinung, daß diejenigen unter den Genossen", welche eine finanziell bessere Stellung in der Partei einnehmen, alsbald von dem Neid der übrigen verfolgt werden. Joest hat nicht nur seit

ihre Wagen glühten und ihre dunklen Augen sprühten Feuer.

Wirklich?" entgegnete sie.Das ist schade; denn Du wirst wahrscheinlich noch sehr viel von ihm hören, wenn er sich nicht bald einfindet Du weißt, wo er ist, davon bin ich überzeugt. Bringe ihn herbei, oder ich will nicht nur das Schloß Dare, sondern das ganze Land davon sprechen machen, in welcher Weise Du unb mein würbiger Onkel mit dem Schicksale bes Hauptmanns Sever verknüpft seib. So wenig ich auch bavon weiß, wirb es doch genug sein, um jedes rechtlich fühlende Herz zu ver­anlassen, von den unterirdischen Höhlen bis zu den Bergesspitzen das Land zu untersuchen, bis dieses furchtbare Geheimniß enthüllt ist!"

Du bist wahnsinnig!" stotterte Lady Dare. Du bist wirklich wahnsinnig!"

Dann wirst Du finden, daß Methode im Wahn- tnne ist," erwiderte Regima.Zum Anfänge werde ch mich an dm Herzog von Berwick wenden."

Wage es, zu dem Herzog von Berwick ein Wort davon zu sprechen, und Du wirst sehen, was daraus entsteht!" drohte die Mutter mit er« tickter Stimme.

Regima lächelle.

Ich gebe Dir Zeit bis morgen früh," sagte sie. Ich denke wohl, daß er nicht so weit entfeint ist, daß ihn nicht ein Telegramm bis zu dieser Zett er­reichen könnte."

Ohne ein weiteres Wort verließ sie da8 Zimmer.

Du mußt Regima in irgend einer Weise Hin­halten," sagte Duvar, als seine Schweister ihm dies erzählte.Jetzt können wir Rupert hier nicht brauchm; er würde uns gerade jetzt furchtbar im

Jahren ein Reichstags- unb ein hessisches Landtags- Mandat inne, sondern er hat auch in Mainz die Stellung als Stadtverordneter errungen und erfreut sich in pekuniärer Beziehung notorisch recht angenehmer Lage. Das genügt, um zahlreiche andere Genossen lüstern zu machen nach denüberflüssigen" Ein­künften dieses Herrn. Die Einnahmen des Abg. Joest sollen deßhalb etwas beschnittm werden. Der bequemste Weg dazu ist die Kassirung der Abgeordneten­mandate des Beneideten. Die Reichstagsdiäten, die Joest aus den Arbeitergroschen bezieht, welche die sozialdemokratische Parteikasse füllen, würden ohne Zweifel von viel wenigerreichlich" versorgtenGe­nossen" als ein willkommener Zuwachs an Einkommen bewachtet werden, zumal sie, wie gerade daS Ver­halten des Herr Joest gezeigt hat, keineswegs zur Anwesenheit in Berlin verpflichten. Für die Art der Werthschätzung, die man in sozialdemokratischen Kreisen den sogenannten Ehrenämtern angedeihen läßt, ist der Fall Joest zweifellos bezeichnend. Aus Mainz wird zu dem Falle berichtet: Der Sozialdemokrat Joest erläßt eine öffentliche Erklärung, daß er schon vor mehreren Monaten, nach dem Tode seiner Frau, mit Rücksicht auf fein Geschäft, von allen Aemtern habe zurücktreten wollen. Joest übergab dem Parteivorstande verschiedenes Material zur Ent­kräftung der gegen ihn erhobenen Beschuldigung eines nicht einwandfteien geschäftlichen Verhaltens und wiederholte den Ausdruck seiner Absicht, seine Man­date wegen geschäftlicher Inanspruchnahme demnächst niederzulegen.

* (S o zi a ld em o kra ti s ch e s.) DerVorwärts" unterhält seine Leser wieder einmal mit dem nächstens voraussichtlich einttetenden Zusammen st urzalles Bestehenden. Schlagende Beweise dafür entnimmt er dem Konkurse des von Hause aus todtgeborenen, von England importirten und ohne alle Rücksicht auf deutsche Verhältnisse und deutsche Gewohnheiten gehandhabten Fuhrwerks Unternehmens für die Berliner Gewerbeausstellung, desMail-Coache". Er hat den Einfall, daß cs wegender nervigen Faust, die mit dem Hammer ans märkischem Sand hervorragt, und vor der unfern Kapitalisten unheimlich wird", zufammengebrochen ist. Da wird es verständlich, daß er auch das Anwachsen der Sozialdemokratie bei den belgischen Wahlen um 117 000 Mann als sicheres Vorzeichen für ben Einmarsch einer deutschen Armee nach Belgien zum Schutze der Monarchie, für den daraus entstehenden Weltftieg und für den allgemeinen Kladderadatsch" bewachtet. Die irdischen Dinge spiegeln sich eben auch im sozialdemokratischen Auge, unb so wirb es toieber einmal zur Wahrheit:

Wege sein. Der Herzog wird doch vor Abend noch zurückkommen?"

Ich erwarte ihn. Hast Du irgend welche be­friedigende Vorbereitungen für heute Abend getroffen ?"

Wunderbar," erwiderte der hartgesottene Ver­brecher mit entzückter Miene.Der Mensch aus L. ist ein Prachtkerl und zu Allem zu gebrauchen "

Lady Dare sah nicht so befriedigt aus, wie ihr hübscher, pläneschmiedender Bruder.

Hast Du schon von MrS. St. Ulm Deine Ant- w»tt erhalten?" fragte sie.

Noch nicht!" antwortete er stirnrunzelnd.

Ein leichtes Lächeln kräuselte MylcätzS Lippen.

Du hast wttklich die unglücklichste Geduld und den ungewöhnlichsten Glauben, den ich je bei einem Mauue gesehen," sagte sie.

Derrick Duvar antwortete nicht, sondern runzette nur die Stirn.

Du glaubst noch immer, daß dieses Weib Dich heirathen wftd?"

Ich bin dessen sicher," erwiderte er,eben o sicher, als daß Du de» Herzog zu heirathen ge­denkst aber viel sicherer, als daß er Dich zn heiracheu gedenkt!"

Was willst Du damit sagen?"

Einfach, daß zwischen Lipp' und Kelchesrand u. s. w.," antwortete er boshaft.

Du.meintest mehr als das. Was war es?"

Was könnte ich denn noch mehr meinen? Das ist übrigens gleichgflttg. Es ist Zeit, zum Diner Toilette zn machen," fügte er hinzu.

Mylady blickte ihm finster nach, als er in der Gegend seines Ankleidezimmers verschwand, und chritt dann langsam dem ihrigen zu.

(Fortsetzung folgt.)