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* Es ist interessant, daß sich jetzt über die historische Bezeichnung des verstorbenen Kaisers Friedrich eine Polemik entspinnt. DieVoss. Ztg." schrieb be­kanntlich neulich zu dieser Sache:

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Mit dem Panzerschiff Kaiser Friedrich III. droht sich ein schwerer Jrrthum festzusetzen. Gemeint ist Kaiser Friedrich, der als König von Preußen Friedrich III. heißt. Kaiser Friedrich III. . ist in der deutschen Geschichte ein ganz anderer Fürst, und zwar einer, dem zu Ehren ein deuffches Kriegsschiff mit seinem Namen zu benennen kein Grund vorliegt.

DieDeuffche Tagesztg." bemerkt dagegen:

So viel wir wissen, hat es in der alten deuffchen Kaisergeschichte zwei Kaiser gegeben, die sich beide Friedrich III. nannten. Wenn nun der hochselige Kaiser es für gut befunden hat, sich Kaiser Friedrich III. zu nennen, so hat das deutsche Volk eben drei Kaiser Namens Friedrich III. gehabt und dieVosstsche Zeitung" ist am allerwenigsten befugt, diese Thaffache zu bekritteln."

Der Streitpunkt ist wichtig genug, um ernsthaft besprochen zu werden. Uns will scheinen, so schreibt dieK. Vz.",E daß der verstorbene Kaiser nur König Friedrich der III. von Preußen war. Als deut­scher Kaiser war er keinesfalls der dritte. Will man die römischen Kaiser und Könige von Deutschland als seine Vorgänger nicht gelten lassen, so bleibt nichts übrig, als ihn als Kaiser Friedrich zu be­zeichnen. Die Bezeichnung als Kaiser Friedrich III. hat thatsächlich in anderen Bundesstaaten, namentlich in Süddeutschland, unangenehm berührt, und wenn man zn Lebzeiten des enffchlafenen Monarchen solche Erörterungen unterließ, so kam es thatsächlich daher, daß er todtkrank war. Bei Erhebung des Kurfürsten von Brandenburg zum König von Preußen begann ebenfalls eine neue Zählung. So lange man nicht nachzuweisen vermag, daß die preußischen Könige Friedrich 1. und Friedrich II. deutsche Kaiser waren, wird man den 1888 entschlafenen Fürsten auch nicht als Kaiser Friedrich III. bezeichnen können. Er war nur König Friedrich III. Die Bemerkung der Deutsch. Tztg.", daß erfür gut befunden" habe, sich Kaiser Friedrich III. zu nennen, vermag diese Erwägungen nicht auszuräumen. Die Nachwelt und die historische Wissenschaft haben schon oftmalsfür gut befunden", Fürsten anders zu benennen, als sie es selbst thaten.

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Marburg,

Sonntag, 19. Juli 1896.

öchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nb Kirchhai«. Jll«strirtes So««tagsblatt.

Anzeigen nimmt entgegen dir Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureanx von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. *

Daube u. Co. in Frankfurt a. M Berlin, Hannover, Paris.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und TBß 4/»Q Feiertagen. Quartal AbonnementS-PreiS bei der Expe-

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Bestellgeld) Jnsertionsgebühr für di« gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.

Zweite Ausgabe.

Deutsches Reich.

* (Margarinegesetz.) DieBerliner Korre­spondenz" bespricht den bekannten kürzlichen Arftkel derKreuzzeitung" über die Ablehnung des Margarinegesetzes, weist die darin erhobenen Vorwürfe zurück und kommt nochmals auf die Gründe der Ablehnung zurück, betonend, die Regierungsvorlage hätte den Schutz gegen den unlauteren Wettbewerb auf dem Gebiete der Margarinefabrikation ausreicheud gesichert. Weitergehenden Wünschen, namentlich um Beseitigung oder Verekelung der Margarine, konnte und wollte die Regierung nicht entgegenkommen. Im Falle der Annahme des Färbeverbots würden zur Her­stellung der Margarine von Natur gelbe Fette und im Auslande gefärbte Zusatzmittel verwendet und damit die Herstellung noch billiger und die Konkurrenz für die Butter noch gefährlicher geworden sein. Be­züglich der getrennten Verkaufsräume konnte die Regierung sich nicht überzeugen, daß die Forderung der Landwirthschaft Nutzen bringen würde.

* (Einjährig-freiwillige Volksschul­lehrer.) Zur einjährigen Militärdienstzeit der Volks­schullehrer verlautet von infoimirter Seite, daß sich bisher kein einziger Lehrer zu Ableistung eines ganzen Dienstjahres bereit erklärt hat. Was die Lehrer erstreben, ist nämlich nicht die Erlaubniß, sich durch eine einjährige Militärdienstzeit im Interesse ihres Berufs als Erzieher des Volks eine gründliche soldatische Ausbildung zu erwerben, sondern doch zugleich auch der Wunsch, daß das Zeugniß der be­standenen ersten Lehrerprüfung dem Zeugniß der wissenschaftlichen Befähigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienste gleich geachtet werde. Dieser Wunsch erscheint insofern als berechtigt, als z. B. Hand­werker, die in ihrem Fache Hervorragendes leisten, unter Dispens von der Forderung der Kenntniß fremder Sprachen, die Erlaubniß, als Einjährig- Freiwilliger zu dienen, erhalten können. Es kommt den Lehrern also darauf an, daß das Zeugniß über die bestandene erste Lehrerprüfung am Seminar dem einjährig-freiwilligen Zeugnisse gleichwerthig angesehen werde. Dadurch würde der Lehrerstand einmal an Ansehen gewinnen, und ferner würde sich dadurch auch, was nicht zu unterschätzen wäre, für diejenigen Lehrer, welche ihren Lehrerberuf aus irgend welchem Grunde mit einem anderen Berufszweige vertauschen wollen, leichter als jetzt die Möglichkeit bieten, eine andere angemessene Lebensstellung zu erringen.

* (D e u t s ch l a n d und China.) In der Kreuzzeitung" läßt sich der Herr Abgeordnete von Langen über Deutschlands Beziehungen zu China aus. Er räth davon ab, die chinesische Regierung

gegen chren Willen zur Abtretung eines Hafens oder Landgebiets zu zwingen. Ein Hafen in China hätte bei dem jetzigen Entwickelungszustand der deutschen Flotte ungefähr denselben Werth wie ein Pfcrdestall für denjenigen, der kein Pferd besitzt, um es hinein- zuthun. Vielmehr käme es darauf an, daß die chinesische Regierung nicht unserer Kriegsflotte, sondern unserer Kultur, unserer Industrie, unserer Handels- flottille Eingang gewähre. China beabsichtige seine großen Reichthümer an Kohlen und Edelmetallen durch den Bau von Eisenbahnen auszubeuten und damit sei der Punkt gegeben, wo unsere Politik ein­setzen sollte. Hier könnte man Vorrechte erwerben und ein reiches Arbestrfeld für deutsche Ingenieure und Arbeiter, für deutsche Eisenbahnen und Maschinen­bau, für Handel und Schifffahrt eröffnen. ES sei Aufgabe der Diplomatie, diese Erfolge aus der Mission Lihungffchang's zu ziehen.

* (Siet a.) Die Lage auf Kreta ist so ge­spannt wie nur je vor der verunglückten Eröffnung der kretensischen Landliga. Angesichts dessen hat denn auch, wie aus 'Athen telegraphisch gemeldet wird, die griechische Regierung neuerdings eine Note an die Mächte gerichtet, in welcher sie die Aufmerksamkeit derselben auf die letzten Er­eignisse auf der Insel lenkt. Die Konsuln in Kanea haben bereits den Botschaftern in Konstantinopel empfohlen, auf die Abberufung Abdullah Paschas hinzuwirken, und somst ist die Einwirkung der Mächte, die sich eine Zeit lang diskret zurückgehalten hatten, wieder in Aktion getreten. Wie wenig Ver­laß auf eine Zusage der hohen Pforte ist, welche die Einstellung der Feindseligkeiten versprach, beweisen die über London kommenden Drahtmeldungen von fortwährenden bewaffneten Zusammenstößen in der Umgegend von Kalywes. Die türkischen Truppen wiederholen beständig ihre heftigen Angriffe auf die Stellungen der Christen, in der Hoffnung, sich den Weg in den Distrikt von Apokorona gewalsam zu offnen.

Aus Marburg und Umgegend.

* Marburg, 18. Juli. Universität. Die Wahl des Rektors der Universität für das nächste Studienjahr findet voraussichtlich am 25. Juli statt. Nach dem bei dm Rektorwahlen eingehaltenen Tumus wird dieses Jahr ein Vertreter der juristischen Fakultät gewählt.

ft Erforderlicher Schutz gegen Verwüstung. Das an der Kreuzung des Hainwegs und der Renthofstraße am Pook'schen Hause im vorigen Jahre hergestellte Plätzchen, welches durch das Ge­

fällige seiner Anlage jeden Vorübergehenden erfreute, fällt immer mehr der Verwüstung durch die Kinder anheim; der schöne Rasen ist vertreten, daß Strauchwerk ist geknickt und zerrissen, der Schutzdraht hängt in Fetzen herum, kurz, anstatt zur Verschönerung zu dienen, muß sich jeder Vorübergehende über solche Zerstörung des mit Mühen und Kosten Geschaffenen ärgern. Man sollte doch denken, daß gerade die an­liegenden Hausbewohner ein Interesse an der Er­haltung dieser Anlage haben müßten, und daß die­selben ein aufmerksames Auge auf die Kinder richten würden, aber leider ist davon nichts zu merken, man läßt die Kinder ruhig gewähren und die Zerstörung nimmt ungestört ihren Fortgang. Da kann nur ein energisch durchgeführtes Strafverfahren gegen die Eltern der Kinder helfen, und muß die Erwartung ausgesprochen werden, daß hiermit im allgemeinen Interesse nicht länger gezögert wird.

+ Schützenverein. Das 2. Sommerfest des hiesigen Schützenvereins findet Sonntag, den 26. Juli, auf dem Schießplätze statt.

-4- Silberne Hochzeit. Unser Mitbürger, Herr Ofensetzer Georg Sch lein ing, feierte gestern das Fest der silbernen Hochzeit. Aus Anlaß desselben brachte ihm gestern Abend der Gesangverein Liederkranz", dem der Jubilar als Mitglied ange­hört, ein Ständchm.

* Jägerkonzert. Das gestrige Abonnements­konzert unserer Jägerkapelle im Schützenpfuhl hatte leider wiederum unter der Ungunst der Witterung zu leiden und war daher nicht allzu gut besucht. Nächsten Mittwoch findet nun im Museumsgarten das bereits angekündigte öffentliche Konzert der­selben Kapelle statt und hoffen wir, daß an jenem Tage die Sonne von einem blauen Himmel herunter­blicken möge, damit das Bemühen des H rrn Kapell­meisters Schonert auch belohnt wird.

* Berichtigung. Zur Richtigstellung unserer vorgestrigen Notiz über die unbefugte Entfernung eines hiesigen Jägers vom Truppentheil wird uns mitge- theflt, daß jener Rekrut nicht feit einigen Tagen ver­mißt wurde, sondern sich nur zwei Stunden infolge Wirthshausbesuchs verspätet hatte.

* Anzeigentheil und Preßgesetz. Ob der Berichtigungsparagraph (§ 11) des Preßgesetzes auch auf den Jnseratentheil der Zeitung angewendet werden kann, war Gegenstand einer Gerichtsverhandlung in Köln. Im Anzeigentheil derKölnischen Volksztg." hatte eine Kommanditgesellschaft in Aachen gegen eine Firma in Köln wegen eines Schornsteinaufsatzes polemisirt. Die Firma verlangte von dem genannten Blatte eine kostenlos aufzunehmende Berichtigung und erhob, als diese nicht erfolgte, Klage auf Grund des

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(Nachdruck verboten.)

Das Grab im Meere.

Novellette von Joss Echegaray.

Nach dem spanischen von Karl Hamann.

An Bord des Dampfers, auf dem ich meine Reise nach Amerika machte, zog eine ältere Dame in Trauer­kleidung unsere Aufmerksamkeit auf sich. Nicht allein die Trauerkleidung, sondern auch das von Schmerz verwüstete Gesicht, das scheue, gedrückte Wesen, der wirreBlick drückten einen tiefen grenzenlosen Kummer aus.

Niemals mischte sie sich unter die anderen Passa­giere, niemals kam sie in den Salon herunter, niemals sah ich sie etwas zu sich nehmen. Von des Morgens Frühe bis spät in die Nacht hinein saß sie auf dem Verdeck und blickte stier hernieder aufs Meer, in die unergründliche Tiefe, während stille Thränen über ihre Wangen Herabflossen.

Wer ist die Dame dort?" fragte ich bei Tische eines Tages den Kapüän und machte mich bantti zum Sprecher der ganzen Reisegesellschaft.

Eine Unglückliche," sagte er; und mit einem fragenden Blick auf einen ernst ausfehenden Mann, heften Aeußeres zeigte, daß er ein Geistlicher war, fuhr er fort:

Ja, eine Unglückliche. .. Drei Jahre lang ist sie jetzt auf diese Weise mit jeder Tour mitgereist. Von Cadiz nach New-Aork, von New-Jork nach Cadiz l und wieder zurück. Und immer sitzt sie so, wie jetzt, auf dem Verdeck und stiert über Bord, ohne mtt k Jemandem ein Wort zu sprechen nicht einmal mtt Seiner Hochwürden hier und träumt von , ihrem Kinde und weint."

Von ihrem Kinde?" fragte ich verwundert.

3a, von ihrem Kinde, der schönsten und liebens­würdigsten jungen Dame, die ich je gesehen habe, denn die Tragödie, deren erschütternden Epilog Sie vor Ihren Augen haben, spielte an Bord meines Schiffes."

Wie und wann? Erzählen Sie uns das," bat man von allen Seiten.

Der Kapitän lehnte sich in seinen Stuhl zurück, leerte sein Glas und erzählte:

Drei Jahre ist's nun her. Wir waren auf der Heimreife von New-Jork. Unter den Passagieren war ein junges Paar, das seine Hochzeitsreise nach Europa machte, nachdem sie einen schweren und herzbewegenden Abschied von der Mutter der jungen Fran genommen hatten.

Alle beneideten den Ehemann um feine reizende Frau, die an ihm mit schwärmerischer Zärtlichkeit zu hängen schien. Ich konnte den Mann don Anfang an nicht leiden. Ja freilich, es ist möglich, daß ich mir das jetzt hinterher einbilde, da ich unter dem Eindrücke des Dramas stehe, das sich unter meinen Augen abgespielt hat ... .

Eines Abends gerade waren wir au die Stelle gekommen, wo wir, wenn bis dahin Alles gut geht, in einigen Stunden fein werden hörten wir aus der Kajüte des jungen Paares einen Schrei. Einen herzzerreißenden wilden Schrei. Im selben Augenblick wird die Thür der Kajüte aufgeriften, und mit einem Päckchen Papiere ober Briefe in ber Hand stürzt bie junge Fran aufs Verdeck. Der Mann ihr nach.

Marigutta," rief er flehend, in verzweifeltem Tone.

Laß mich!"

Und sie eilte weiter und griff fest in bie Reling. Marigutta," flehte er wieder und stürzte ihr nach. Aber sie rief nur wiederum:

Laß mich, laß mich, oder ich nehme mir das Leben!"

Ohne barauf zu achten, folgte er ihr Wetter unb weiter, unb in biefem Augenblick hörte man einen zehn-, zwölf-, zwanzigfachen Schrei: bevor noch Jemanb hatte baran benfen können sie zurückzuhalten, hatte sich die junge Frau über bie Reling geschwungen unb war in ben Wellen verschwunden.

Mann über Bord!" hallt ber Kommanboruf.

Die Maschine stoppt, ein Boot wirb augenblick­lich ausgesetzt. Da. . . da . . . da taucht sie auf . . . noch glaube ich ihr Gesicht zu sehen, ihren Blick, ihre in Todesangst wett aufgeriftenen Augen. Schon war das Boot, in das ich selbst mtt hinein gedrungen war, ihr ganz nahe, da sank sie ... . um nie mehr wieder herauszukommen."

Der Kapttän hielt inne.

Und ber Mann?" fragte Einer.

Unb bie Ursache s" ein Anderer.

Der Mann?" sagte ber Kapttän mit einem bitteren Lächeln auf ben Lippen.Der Mann lag, wie wtt zurückkamen, auf seinen Kni.n. Später er­hob er sich, ging herunter in seine Kajüte, schloß sich ein unb zeigte sich währenb ber ganzen Reise nicht mehr. In Cabiz ging er an Laub und zu seinem Glück habe ich ihn setther nicht mehr gesehen."

Und die Ursache?"

Die Ursache ach ja, 's war nicht viel. Die junge Fran hatte blos einen Brief, ben ber Schurke bei sich ttng, gefunben, baß er in Amerika eine anbere junge Fran zurückließ, die gleichfalls seine rechtmäßige Gattin war."

Oh! Unb bie Dame in Trauerkleidung"

Ist, wie ich erzählte, die Mutter der Ver­storbenen. Am selben Tage, da ich nach New-Jork zurückkam, kam sie an Bord. In Trauerkleidung, wie jetzt; zerschmettert vor Kummer, wtt jetzt.

Sie wollte Alles von mir hören. Wie Alles gegangen war, wo ihr Kind ertrunken war, welche Kajüte sie bewohnt hatte, von welcher Stelle des Verdecks sie sich in's Meer geworfen hatte; und ich zeigte ihr Alles unb erzählte ihr Alles unb suchte sie zu troften.

Trösten! Giebt es einen Trost für ben Smeiz einer Mutter!

Am Tage barauf erfuhr ich, daß sie bie Kajüte auf mehrere Jahre für alle Reifen gemietet hatte. Die Kajüte würbe zu einer Kapelle gemacht, und als ich meine nächste Reise antrat, kam mtt der Dame ein Geistlicher an Bord" sein Blick ruhte auf dem schwarz gekleideten Herrn.Stumm setzte sie sich da nieder, wo sie jetzt fitzt, an die Stelle, von ber sich ihre Tochter in bie Wellen warf.

Wie ich aber an ben Punkt kam, wo bie schöne Fran sich ben Tod gegeben hatte, da machte ich Halt, und Seine Hochwürden traten im vollen Ornate zur Reling hin und sprachen den Segen. Die Mutter aber versenkte einen Kranz von Stahlblumen, herab zu ihrem Kinde. Aus Stahl waren bie Blumen, damit sie zu der Todten niedersinken konnten.