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Marburg, Donnerstag, 16. Jun 1896.
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.
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—__ VVHfHWgVVWW für den InseratenlhkU: Joh. äug. Koch, beide in Marburg.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatter, sowie di« Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Caflel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Mosse in Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln, 6. L. *
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(Nachdruck verboten.)
Die seltsame Heirath.
Roman nach dem Amerikanischen von August Leo.
(Fortsetzung.)
31. Kapitel.
Wie man sä't, so wird man ernten.
Lady Regima hatte nach jener unerquicklichen Zusammenkunft die Zimmer ihrer Mutter verlaffen, und ihr Herz klopfte wild vor Angst und Auf- Rgung.
.Ich werde wahnsinnig bei dieser Furcht und Ungewißheit," sagte sie sich, indem sie beide Hände an die schmerzenden Schläfen drückte. .Wohin soll lch mich wenden? Was soll ich anfangen? Mit wem wll ich sprechen? Mtt Jemandem muß ich es chun I°nst verliere ich den Verstand. O, wenn es noch »ehr solche Mütter in der Welt giebt, wie die meine, viel glücklicher würden deren Kinder ohne sie lnu! Ist es um meines Vaters willen, daß sie mich w haßt? — Denn sie haßt mich — das fühle ich!
kann mich nicht eines einzigen wttklich liebe- tollen WotteS erinnern, daß sie in ihrem Leben zu An sagte, - nicht eines zärtlichen Kusses, den sic ur» gegeben, oder ich ihr.-
Ee den Corridor entlang ihren Zimmern als ihr ein neuer Gedanke kam.
„$c8 Terrasien-Lesezimmer!" hauchte sie in «vendem Flüstertöne. .Dort war «s, wo, wie Lord ^wyn sagte, Mama Rupert hinbestellt — dort war wo sie auffchiie und ohumächttg wmde, und bei verz°g, den sie, wie ich dachte, um neun Uhr bon sollte, war nicht bei ihr."
Deutschland und Frankreich.
V Die Thatsache der offiziellen Betheiligung Deutschlands an der Pariser Weltausstellung vom Jahre 1900 ist mit recht verschiedenen Empfindungen ausgenommen worden. Während die Einen die Rc- gieiung zu ihrer entgegenkommenden Haltung beglück- »ünschen und hoffen, daß endlich normale Beziehungen zwischen den beiden Völkern entstehen werden, fürchten die Anderen einen Rückschlag, wenn, was wir ja doch wünschen müssen, die deutsche Judusttie einen vollen Erfolg erringt, weil sich dann der Neid der Franzosen regen würde.
SBir meinen, daß man aus den Erfahrungen der letzten 25 Jahre sowohl, wie aus der ftanzösischen Geschichte die Lehre gezogen haben müßte, daß Frankreich gegenüber weder Besorgniß noch Hoffnung, sondern nur ein ruhiges Abwarten angebracht ist. Die deuffch-französischen Beziehungen find ein ständiges Auf und Nieder, eine Art Schaukeln, daß zwar gewiß kein behagliches Gefühl aufkommm läßt, an das man sich aber nun einmal gewöhnen muß. Wir erinnern an die höchst bedenklichen Jahre 1875, 1880, 1887, 1891 und an die günstigeren Jahre 1878, 1885, 1894. In den bedenklichen Perioden ließ sich ein Krieg vermeiden und die fieundlicheren Zeiten vermochten nicht, eine dauernde Annäherung hervorzubringen. Die Herstellung rtnes stabilen Verhältnisses zwischen Deutschland und Frankreich ist deßhalb unmöglich, weil zwar die deutschen Staatsmänner in der Lage sind, der äußeren Politik eine bestimmte Richtung zu geben, nicht aber die ftanzösischen, die dazu verdammt sind, in jedem Augenblicke der ftanzösischen Volksstimmung Rechnung zu tragen.
Die Volksstimmung in Frankreich ist ständigen Schwankungen unterworfen, weil fortwährend die beiden hervorstechendsten Charattcr-Eigenthümlichkeitcn der Franzosen in heftigem Widerstreit mit einander liegen: Erwerbssinn und Ruhmsucht. Der Erwerbssinn der Franzosen hat das Land so wohlhabend gemacht, daß es selbst die schwersten materiellen Schläge rasch verwinden konnte. Selbstverständlich kann die Wohlhabenheit nur in ruhigem Frieden gedeihlich gefördert werden und deßhalb ist der mäßig begüterte Kleinbürger — der in Frankreich eine viel breitere und darum einflußreichere Schicht darstellt, als in Deuffch- fanb — int Grunde ein durchaus friedfertiger Mensch. Aber auch er krankt an der Ruhmsucht, die in Frankreich den General und den Kleinhandwerker, den ernsten Gelehrttn und den Sttaßenflaneur in gleicher Weise erfüllt. Man erkennt diese Eigen
schaft am Besten in der Vergötterung der Männer, die die ftanzöfische Geschichle glänzend gemacht haben. Ludwig XIV. preßte für seine endlosen Kriege und seinen glänzenden Hof die ungeheuersten Summen aus dem Volke heraus, aber feine großen Kriege waren zu einem erheblichen Theile erfolgreich, Frankreich war der Mittelpunkt der europäischen Politik, die französischen Sitten und Trachten wurden von der ganzen Welt sklavisch kopirt, und deßhalb wurde er vergöttert und ist noch heute ein Liebling des französischen Volkes, desselben Volkes, das einen Bourbonenkönig hinrichtete und den andern schimpflich davonjagte. Und Napoleon L, der eine durch Ströme von Blut erkaufte Freiheit durch eine strenge Despotie ersetzte, der in fortwährenden Kriegen die Blüthe der Jugend Frankreichs dahinraffte, wird noch heute fast wie ein Heiliger verehrt, weil einst die ganze Welt vor seinem Namen zitterte. Daß diese charakteristische Ruhmsucht ein unüberwindliches Hinderniß gesicherter friedlicher Entwickelung im Allgemeinen und insbesondere der Herstellung eines freundschaftlichen Gefühles zu Deutschland ist, liegt auf der Hand. Dieses Moment zu beseitigen, wird weder Deutschland noch ftanzösischer Staats- kunst gelingen; das Bestreben kann höchstens darauf gerichtet sein, es einzudämmen; ob es aber nicht trotzdem plötzlich einmal die Schranken zerreißt, läßt sich nicht Vorhersagen.
Wir müssen gestehen, daß wir nur mit aufrichtigem Bedauern zu diesem Gefühle der Resignatton gelangt sind. Denn wir glauben nicht, daß es Viele in Deutschland giebt, die nicht ein herzliches Ver- hüliniß zwischen Frankreich und Deutschland mit aufrichtiger Freude begrüßen würden. Es giebt kaum zwei Nationen, die sich in ihren Eigenschaften so ergänzen, wie Deutsche und Franzosen, in den Charaktereigenschaften sowohl, wie in der wissenschaftlichen und künstlerischen Begabung, wie in den wirthschaftlichen und kommerziellen Fähigkeiten. Welch' ungeheure Bedeutung ein herzliches Verhält- niß zwischen diesen beiden Völkern für die Erhaltung des Weltfriedens, für die Kultur, für den wirthschaftlichen Fortschritt haben würden, läßt sich gar nicht ermessen. Aber wenn irgendwo, so lassen sich in der Polittk nicht die Wünsche durch Handlungen eines Theiles erfüllen und deßhalb ist Frankreich gegenüber geduldiges Abwarten die einzig mögliche Politik. Vielleicht zeitigt einmal die Weltentwickelung einen derartigen Zustand, daß sie um der Selbsterhaltung willen die Ehe zwischen den beiden Nationen herbeiführi, tie Handlungen Einzelner aber werden niemals dieses Wunder bewirken können.
Sie wandte sich plötzlich, lenkte ihre Schlüte zurück, Überschi fit die Galerie, und suchte, am Ende derselben eine Treppe hinuntersteigend, das Zimmer auf, an das sie dachte.
Als sie ihre Hand an das Thürschloß legte, störte sie einen Ton, als ob dlfiinen gesprochen würde, und zögerte unwillkürlich. Einen Augenblick später jedoch trat sie wuthig ein.
Es war Niemand da; doch die Thur, die in >as Elmenwäldchen führte, flirrte noch leise, als ob te eben geschlossen worden wäre.
In ihrer Angst und Auflegung that Lady Regima etwas, was sie sonst gewiß nicht gethan haben vürde: sie eilte zu der Thür, öffnete sie und sprang, >a sie unten im Mädchen sich etwas bewegen sah, hinaus, die Stufen hinunter und den düsteren Weg entlang, s» daß sie der Gestatt, der sie folgte, fast in die Arme fiel.
„O, Sie find es, Mrs. St Ulm?" rief sie enttäuscht und brach in Thränen aus. Mrs St. Ulm 'chien selbst sehr bewegt, und ihr schönes Gesicht war geisterhaft in seiner entsetzlichen Blässe.
»Mein liebes Kind," tief sie zärtlich, indem sie hren zitternden Arm um das aufgeregte Mädchen schlang, »suchten Sie Jemand?"
»Ja — ja — Rup ril Liebe Mrs. St. Ulm, wo ist er? — Wo kann er fein? Noch niemals ist er fortgegangtn und — und Mama — ach! Alles st so settsam, ich weiß nicht, woS ich denken soll!" rief sie, indem sie sich an die Lady anschmiegte und steftig schluchzte: »Tas — das Geheimniß — der Verdacht tobtet mich!"
»Mein liebes, liebes Kind!" bat Mrs. St. Ulm beruhigend.
Deutsches Reich.
* Berlin, 14. Juli. (Tagesbericht.) Ein Telegramm aus Lärdalsören vom 14. ds. flüh besagt: Se. Majestät der Kaiser unternahm heute früh 7 Uhr eine Kanalfahrt nach Borgund hin und zurück 60 Kilometer. An Bord Alles wohl. Das Wetter ist herrlich. — Kolonialdirektor Kayser tritt demnächst einen mehrwöchentlichen Urlaub an, von dem er erst Mitte September nach Berlin zurückkehrt. Dann wird Major vonWißmann, der den letzten Krankheitsfall fast überwunden hat, wieder auf seinen „ Posten nach Ostafrika zurückkehren. — Kompagnieführer Johannes hat sich wieder nach Ostaflika begeben, um dort die Verwaltung des Bezirks am Kilimandscharo von Neuem zu übernehmen. — Der Enkel des Fürsten Bismarck, Sohn des Oberpräsidenten Grafen Wilhelm Bismarck, ist heute in Königsberg i. Pr. getauft worden. Graf Herbert und Graf Rantzau mit Gemahlinnen waren als Pathen anwesend. Der kleine Graf erhielt den Namen Otto. Der Kaiser, welcher bekanntlich Pathenstelle übernommen hatte, ließ sich durch seinen Generaladjutanten, Landhofmeistcr im Königreich Preußen, General der Kavallerie Grafen Lehndorff- Preyl verrieten.
* (Kaiserlicher Sympathiebeweis.) Der Kaiser hat den Franzosen soeben abermals einen Beweis feiner Sympathie gegeben. Er hat nämlich, wie bereits gemeldet, von seiner Nordlandsreise aus, auf die Nachricht, daß der flanzösische Dampfer „General Chanzy" bei der norwegischen 3insel Floroe auf den Grund gc fahren sei, dem deutschen Kriegsschiff „Gefion" den Befehl ertheilt, dem französischen Dampfer zu Hilfe zu eilen. Nach langen Bemühungen gelang es, den „Chanzy", einen Vergnügungsdampfer, welcher 48 Personen an Bord hatte, abzubringen. Sämmtliche Passagiere sind gerettet worden. Die Insel Floroe liegt auf dem 61. Grad nördlicher Breite. Sie gehört zum Stift Bergen und zählt etwa 500 Bewohner. Diese neueste Kundgebung des deutschen Kaisers hat offenbar in Frankreich einen tiefen Eindruck gemacht, denn wie dem „B. T." aus Paris telegraphirt wird, schreibt der „Eclair", der Kaiser habe damit einen neuen Beweis feiner großherzigen Empfindungen und feiner Cour- toisie gegenüber Frankreich gegeben. Das Blatt drückt dem Kaiser und den Mannschaften des „Gefion" seinen wärmsten Dank aus. Auch der „Figaro" begleitet die Nachricht, die er an erster Stelle bringt, mit einigen anerkennenden Worten. Alle anderen Blätter publiziren sie entweder an unauffindbarer
„0, sagen Sie das nicht! Ich wünschte, ich wäre Ihr Kind — nein, das wollte ich nicht sagen — aber Mama — aber Lady Dare ist so seltsam und kalt. Ich glaube, sie weiß es, aber sie sagt mir es nicht. Siebe, liebe Mrs. St. Ulm, bei dem Andenken an die Zeit, wo ich Ihnen behilflich war, helfen Sie mir jetzt I"
Mrs. St. Ulm erbebte bei diesen letzten sonderbaren Worten, und eS überlief sie kalt und heiß Einen Augenblick war sie sprachlos vor Erstaunen, dann sagte sie mit leiser, unterdrückter Stimme und nnbefieglicher Aufregung:
„Regima, wissen Sie, was Sie jetzt eben sagten?"
„Gewiß!" erwiderte das Mädchen.
„Was meinen Sie bamü?" fragte sie ängstlich, indem sie sich mit glühenden Augen über sie beugte.
»3ch meinte," antwortete Regima mit einem unbeschreiblichen Blicke und plötzlicher Ruhe, „daß ich von Anfang an gewußt habe, Sie seien die Dame, der ich vor langer Zett einmal mein Pferd ge> liehen hatte, damit Sie Ihren Feinden entfliehen könnten,"
Die schöne Wtttwe zitterte wie Espenlaub.
„Wirklich?" stießen ihre bebenden Lippen heraus. „Doch wie — wie?" — Wieso haben Sie mich erkannt, da es keine Andere vermochte?"
„An ihrer Stimme und an Ihren Augen und — mein Herz sagte eS mir," erwiderte sie mit tiefem Athemzuge, indem sie die Händchen auf das Herz drückte.
„O, Kind, Kind, Kind!" Das war Alles, was Mrs. St. Ulm sagen konnte, als sie daß süße Gesichtchen mtt sehnenden, liebevollen Augen anblickte und dann, wie von einem Magnete angezogen, ihre
Stelle ober gar nicht. — Ein Theil ber Franzosen kämpft also noch mit sich selbst, um sich dem Banne zn entziehen, mit bem bie Persönlichkeit Wilhelms II. einen anberen Theil ihrer Landsleute bereits umstrickt hat.
* (D e r B u n b e s r a t h) hat heute bas Margarinegesetz abgelehnt. ES bleibt also bezüglich ber Fabrikation sowie beS Verkaufs von Margarine zunächst Alles beim Alten. In derselben Sitzungertheilte derBunbcsrath bem bürgerlichen Gesetzbuch unb bem Einführungsgesetz zn bemfelben feine Zustimmung.
* (Zur Handwerkerorganisations- frage), bereu Veröffentlichung im „Reichsanzeiger" in balbige Aussicht gestellt wirb, wirb offiziös geschrieben : Neben ben als fakultativer Einrichtung beibehaltenen Jnnungsausschüssen sollten in bem Entwürfe auch bie Jnnungsgesellen - Krankenkassen unb Jnnnngsschiedsgerichte Berücksichtigung gefunden haben. Sobald die Veröffentlichung erfolgt fein wird, wird das jetzt schon organisirte Handwerk für die weiteste Verbreitung der Vorlage in den Handwerkerkreisen Sorge tragen, da durch die Veröffentlichung des „Reichsanzeigers" allein nicht die gelammten Interessenten von den auf diesem Gebiete vorliegenden Plänen unterrichtet werden dürften. Wie verlautet, wird ein bei den Vorarbeiten zu dem Entwurf mit thätig gewesener Beamte des preußischen Handelsministeriums, Regierungs-Assessor Dr. Hoffmann, zu diesem Zweck eine besondere Ausgabe des Entwurfs und der Begründung veranstalten, der er zum besseren Verstäudniß der ganzen Sachlage eine Schilderung der Entwickelung des Entwurfs vorausschicken will. Das korporirte Handwerk will dann Sorge tragen, daß diese Ausgabe in die Hände der weitesten Handwerkerkreise gelangt. Nachdem so bie einzelnen Interessenten unterrichtet sein werben, werben bie einzelnen Korporationen berathen, unb erst, wenn diese zu cud- giltigen Beschlüssen gelangt sein werden, wird eine allgemeine Handwerkerkonferenz Nord- und Süddeutschlands zusammentreten. Diese Konferenz ist (wie schon telegraphisch berichtet) für den Anfang September in Aussicht genommen.
* (Parlamentarisches.) Für die Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Brandenburg- Westhavelland an Stelle des verstorbenen Abgeordneten Wiesele wird in kürzester Frist ein neuer nationalliberaler Kandidat ausgestellt werden. Der verstorbene Abgeordnete Wicseke hat im Jahre 1893 5538 Stimmen erhalten, während auf den freisinnigen Kandidaten Hugo Hermes 4121 Stimmen entfielen. Der Nationalliberale hatte also einen
Lippen langsam in innigem Kusse auf den Mund des Mädchen drückte.
„Ich kann es nicht begreifen," sagte sie endlich. „Ich liebe Sie, als wären Sie mein eigenes Kind, und Sie find doch das ihre!"
„Und ich liebe Sie viel mehr als meine Mama. Ich muß ein recht böses und schlechtes Kind sein!" rief Regima. „Denn ich hasse sie manchmal! MrS. Ulm" — fuhr sie begierig fort — „glauben — glauben Sie, daß sie weiß, wo Rupert ist?"
Die Lady zögerte.
„Ich — fürchte — ja!" sagte sie dann leise unb erregt.
»Sie — Sie fürchten?" wieberholte Regima jetzt mtt trockenen Augen, in denen ein unnatürlicher Feuer brannte, als sie die Hände fest in einander verschlang und Mrs. St. Ulm anblickte. „Weßhalb nrchten Sie? Ich bitte Sie, sagen Sie mir es — ich muß es toiffen!" bat sie, als die Lady zu zögern schien. „Verzeihen Sie," rief sie plötzlich, indem sie Mrs. St. Ulm's Hand an ihre Lippen drückte und dieselbe dann an ihr heftig pochendes Herz legte, —„verzeihen Sie mir, daß ich so sprach. Aber Sie müssen ja sehen, baß ich nicht wie anbere Mäbchen bin; ich hatte niemals Gelegenheit dazu, unb Rupert war Alles, woS ich zu lieben hatte. O, agen Sie mir, weßhalb Sie fürchten?"
„Weil ich weiß, baß Labh Dore sehr enffchieben n Allem ist unb — sehr gewissenlos."
.Nicht wahr?" fragte bas Mädchen. „War sie unter den Feinden, vor denen Sie flohen, als ich Ihnen mein Pferd lieh?"
„Ja!" sagte Mrs. St. Ulm zögernd.
(Fortsetzung folgt.)