Löb sie wollte! Es war ja ihr innigstes Ver-.EHe versprochen.
der ihre
eins der auf die
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Entwickelung der Industrie weniger günstige Verhältnisse bestehen." Bis auf den Schlußsatz, der ver- muthlich nicht ganz sinngemäß wiedergegeben ist, wird jeder .Agrarier" den Worten des Landwirth- schaftsministers beistinnnen. Es ist ein völlig verfehltes Unternehmen, wenn die Freihändler die Ausführungen des Herrn Freiherrn v. Hammerstein zu Gunsten ihrer Agrarpolitik, die auf die völlige Unterjochung der Landwirthschaft unter die Interessen des Großhandels abzielt, zu deuten und auszunutzen versuchen. Wir möchten den obigen Hinweis vielmehr als eine Mahnung an die Industrie auffassen, die tatsächlich unter dem Regimcnte des Grafen v. Caprivi jene Solidarität zwischen Landwirthschaft und Industrie fast völlig außer Acht gelassen hat. Gerade die Industriellen im Westen waren es damals, die auch unter dem falschen Gesichtspunkte, Deutschland müsse Industriestaat werden, ihre Stimme zu Gunsten der Landwirthschaft erhoben; allein sie blieben in der Minderheit. Die Handelspolitik triumphierte und zerstörte die bis dahin gepflegte „Zusammengehörigkest" von Industrie und Landwirthschaft. Wer hatte davon aber dm Vortheil? Die Industrie war eS nicht, sondern der Großhandel, der in der Börse kulminirt und der sich um nationalen Wohlstand und nationales Gewerbe nicht einen Pfifferling scheert. Die Mahnung des Herrn Landwirthschastsministers war darum in der heutigen Zeit durchaus am Platze; die nationalen Produktivgewerbe gehören zusammen und eine dem internationalen Freihandelsprinzip durchaus entgegengesetzte nationale Politik, bei der selbverstäudlich die Landwirthschaft, der die übrigen Gewerbe befruchtende Nährstand, seine Rechnung fände, würde diese Zusammengehörigkeit fördern und befestigen.
* (Margarinegesetz.) Gleich dem deutschen Landwirthschaflsrath hat auch der Allgemeine Verband der deutschen landwirthschaft- lichen Genossenschaften eine Pttition an den Bundesrath gerichtet, worin er diesen um unveränderte Annahme des Margarinegesetzes auf Probe bittet. Sollte das Gesetz noch schädliche Folgen haben, so könnte dasselbe ja noch immer abgeändert werden.
* «Dreibund.) Beachtenswcrihe Aeußerungen über den Dreibund, die offenbar von dem Fürsten Bismarck herrührm, finden wir in den „Hamb. Nachr." Wir entnehmen der längeren Darlegung das Folgende: Nachdem am Eingänge sehr nachdrücklich hervorgehoben wird, daß der Zweck des Dreibundes
Im Gegensätze zu ihrem nicht minder schlechten und gewissenlosen Bruder waren ihr die Tobten viel chrecklicher als die Lebenden.
So furchtbar die Drohungen ihres Feindes auch geklungen und noch in ihren Ohren Wied erklangen, war fie es doch gewöhnt, lebendige Feinde zu be-
gekommen war, und einen Augenblick später kehrte der Herzog, aufgeregt und von dem fruchtlosm Suchen ärgerlich, zu seiner Braut zurück.
„Geliebte," flüsterte er, neben ihr niederknieend und seine Arme um ihre bebende Gestalt schlingend, „zittere nicht mehr — es war kein Geist, dessen bin ich sicher. Ich habe es schon vorher vermuthet, daß es ein Elender ist, der Dich durch seine zufällige Aehnlichkest mit Hauptmann Sever ängstigen will."
Sie barg ihr schönes, falsches Gesicht in dem Schutzorte, den ihr seine liebenden Arme gewährten, trotzdem fie wußte, daß, wenn er nur eine Ahnung von der Schlechtigkeit ihrer Seele hätte, er mit Ab- cheu von ihr zurückschrecken und sie aus seinen Armen schleudern würde wie ein giftiges Reptil, dessen bloße Berührung schon Verderben bringt.
30. Kapitel.
-Nein" gegen „Nein".
(Nachdruck verboten.)
Die seltsame Herrath.
Roman nach dem Amerikanischen von August Leo.
(Fortsetzung.)
„Gehen wir hinein," sagte der Herzog, fmchtbare Auftegung gewahrte.
Er führte sie sanft und zärtlich in leinen eleganten, abgelegenen Zimmer, die Terrasse führten, und welches leer war.
Erst als sie sich in diesem luxuriösen Gemache
befand, die seidenen Vorhänge ihr die Außenwelt irihüllten und ihr Verlobter sich um fie bemühte, ing sich Myladys gedrückte Laune ein wenig zu erholen an trotz der letzten furchlbaren und gefahrdrohenden Scene.
übergossen, der schöne Schloßgarten und! seinem Halse, ließ Mylady auf einen dort stehenden die Luft mtt seinem Blüthendufte. .gepolsterten Divan sinken, schwang sich über die Als sich der Herzog herabbeugte, um den ge-.niedere Balustrade, sprang hinunter und begann mrt einem Kusse zu besiegeln, eifrig und sorgfältig die Umgebung zu untersuchen, raschel e das Welnlaub neben ihnen und theilte sich; Er sagte sich, daß der Mensch, wer er auch Es war so unbeschreiblich fü6 für «„mW v geisterhaftes Gesicht blickte durch..immer war, nicht weit sein könne, da er weder das
Süe ™ Sever, doch drohender und ent- P 4 suchte überall genau und gründlich; doch er
Alarmen zu können $ ohne WiderstandIsetzllcher als damals. Eine Feuersbrunst glühte in.mußte es aufgeben und zu Lady Dare zurückkehren,
= rT JL T; . k den großen Augen, und ein erhabener Zorn furchte da er sie nicht so lange allein lassen wollte und da
seine Zweifel und Befürchtungen, die -dl- Stirn. he in Todesangst sich auf dem Divan zusammen-
^Leben '"den verflo,tenenviemndzwanzigStunden I Der Herzog hob den Kopf, Lady Dare wandte kauerte. Wenn sie gekonnt hätte, würde sie davon-
: ! ~cbcn 3“r £“aI geEA' und küßte sie innig..den ihrigen — Beide sahen es — fie blickten gerade I gelaufen sein; doch sie war kraftlos und wie erstarrt
M vergaß die Vorsicht, die er sich zum Gesetze.^ die nicht drei Fuß entfernten entsetzlichen Angen..vor Furcht und Schrecken und schien wie an den Mwrcht, und die Fragen, welche er hatte stellen.Dann, wahrend sie noch hinstarrten, schien es zu.Platz gebannt, sodaß sie nicht im Stande war ibn Men, ehe er einen entscheidenden Schritt gethan. .verschwinden. — Es war fort, und das Wein-!zu verlassen.
^»Werde die Meine, Sylvia," flüsterte er leiden-!!'"!? toiebeI bcn Platz ein, wo es sich gezeigt. In dem Augenblicke, in dem Lord Berwick in Mftlich; „wenn ich ou Deiner Seite stehe, brauchst.° QnSh ~ m , den Garten hinabsprang, glitt die Gestalt, die er
L alle Geister des Jenseüs nicht zu fürchten. | „ , .*L dieses Mal nicht auf und! suchte, geräuschlos durch das Gitter und trat nahe
W Du?" T .wurde auch nicht ohnmächtig; fie klammerte sich nur zu Lady Sylvia, welche starr vor Furcht an allen
“ ^ntpfbaft “n den Mann, dem fie sich soeben zur.Gliedern vor Entsetzen gelähmt, dasaß.
m „Verrätherin!"
L .34 liebe Dich, Arthur," flüsterte sie tiibcm Lm her (IrÄm™ ^attmtn U'fen Aihem- Wie das Zischen eines todtbringenden Drachens stch fester an ihn schmiegte und ihre Arme umP 9 drang dieses einzige Wort durch die Nacht an das
Ha s schlang. „Ich habe Dich schon anm k " mit überzeugendem Tone, Ohr des halbtodten Weibes.
Miebt!" 9 " 9 toDn Iatl0£ war das Gesicht emes Lebenden, keines-Ge-i Dann beugt- er sein Gesicht zu dem ihren herab
„Und Du willst mich also hcirathen!" ftaate er I warten willst, werde ich.und blickte ihr so nahe in die Augen, daß die Gluth
L sr * •* - ** „O ja bald!" rief fie mit einem zu stoaen. . stimme. „Ich kenne endlich olle Deine Unthaten
Schauder f ’ unwillkürlichen „Önern, nern!" suchte sie „verlass- mich nicht! und werde für jede einzelne Rache nehmen! Für
| Sie standen ganz am Ende der T,rrnne 13^ fteiße, toenn sortgehst! . jeden Schmerz, den Du mir und den Meinigen ver-
! Dicbte8 Meintnnd frfifnü k- s wn L' |, . bl der m 1 einem heißen Wunsche dieses Ge-!ursacht hast, sollst Du büßen in der einzigen Art
iMtiri',?1 ? ~'?aU? schloß die dem Monde gegen-1heimniß auszuklären, schien er sie gar nicht zu hören.!die Dich in's Herz trifft' Zem bin ick an dnr Reibe'" rhe9Cnbe selte °b' und unter ihnen lächelt-, * löst- sanft, doch s-st und schnell ihr? Arm? von! Dann bLwan? er Ä
Dle ?VrnnCnbetDtoHltfl I 2Brefen ,lft nur zu leicht vcr-1 nahm, indem er auf norwegisch sagte: „Mange Tak!"
. o » S' I sucht, die keineswegs absichtlich, zur Unterdrückung! (Vielen Dank!) — Der Kaiser hat gelegentlich
“ ~te Berathung über das einheitliche bürger-1™ urau gesteckten, sondern von selbst aus den Ge-.seiner Anwesenheit zur Kieler Woche einem liche Recht der deutschen Nation hat naturgemäß auch |bDte“ ber guten Sitten und des Wohlanstandes I Goldschmiede in Kiel dm Aufttag ertheilt, im Laufe die Frage der Rechtsfähigkeit der Frau einer Lösung!entwickelten und von dem weiblichm Naturell un-.des kommendm Winters alle Vernickelungen auf der wtgegenzuführen gesucht, aber durch die gewählte!trennbaren konventionellen Schrankm zu verlassen,.Jacht „Hohenzollern" durch massives Nickel Faffung der bezüglichen Besttmmungcn des Gesetz-1 8U bedenken, daß es damtt seinen köstlichsten! zu ersetzen. Der Aufttag repräscnttrt einen Werth bucheS vielfachen Widerspruch, nicht zuletzt von de»!Schmuck verüett, den Schmelz wahrer Weib-!von etwa 300000 Mk. — Prinz Heinrich wird Frauen selbst heraufbeschworen. Die Frauen beklagen,!"^hkeit. .am 17. Juli in England erwartet. Gr soll den
baß ihre berechttgten Ansprüche auf Freiheit des! Das Verlangen, dem Manne es gleich zu thun,.Kaiser bei der Hochzeit der Prinzessin Maud von Handelns im bürgerlichen Erwerbsleben nicht ge= |lbm nachzuäffen selbst in der Kleidung und in seinen.Wales und des Prinzen Karl von Dänemark ver- sügend berücksichttgt worden sind, und daß Vorzugs-.Untugendeni, tritt mehr und mehr als ein ah|treten. — Wegen Majestätsbeleidigung ist weffe ihre Stellung im ehelichen Leben dem Manne. stoßender Zug der Frauenbewegung hervor. Das. gegen den Herausgeber der „Kritik", Karl Schneidt, gegenüber weder den modernen Rechtsanschauungen,."^ °en Frauen wahrlich nicht. Sie entfremden.ein Verfahren eingelettet worden. Schneidt soll sich noch wohlbegründeten Forderungen des praktischendadurch de Männerwelt, ohne selbst eine ttefere.dieses Deliktes in einem Leitattikel schuldig gemacht Lebens genüge, vielmehr auf eine weitgehende Be-. Befriedigung zu gewinnen. Sie laufen Gefahr, den. haben, in welchem die Stellung des Frhrn. v. Stumm vmmundung durch den Mann, selbst bei der Ver-. ^r’e6enben Strömungen der Zett anheimzufallen. In. zu Kaiser Wilhelm II. einer kritischen Beleuchtung walmng des eigenen Vermögens der Frau, hinaus-, brr Berliner Frauenversammlung machte sich in dem runterzogen wurde, komme. I Ton und Inhalt der meisten Damenreden thatsächlich j * .
In einer Berliner Frauenversammlung gab fiefiI’j?0", bie höhere Blüthe des sozialdemokratischen!^....k IV"t9 V"- Aus Anlaß des bekanntlich der Unmuth der zahlreich anwesenden.^^ns und Empfindens wahrnehmbar. Behalten!der Arbeiten der bürg er lich en G esetz- Damen über die neuen Gesetzesvorschriften laut Iciberl?'6 bort ba8 Wort führenden Damen die BewegungI°nsber Kaiser dm Mitgliedern — zu laut, zu erkennen. Mit Rücksicht auf bag|in bcr ^anb' bann ist sie schon jetzt gerichtet, unb!? ^.^"Esiston Auszeichnungen verliehen, unb zwar schönere Geschlecht selbst wirb man dtt mannigfattigen I Wohlmeinende kehrt ihr den Rücken. Wir haben b°m bayerischen Kammerer v. Gagem m Neuenburg Verirrungen des guten Geschmacks bei dieser!"' un'"erm öffentlichen Leben gerade genugsam Ele-1 ben Rothen Adlerorden dritter Klasse, dem preußischen Gelegenheit lebhaft bedauern. Di- Frauenftage mcntc ber Zersetzung aller historisch gegebenen, durch ^E^enchtsrath Hoffmannund dem Generaldirektor welche seit längerer Zett um eine ernfte Stoq ®ttte unb besetz geheiligten Verhältniffe. SBoIIen I ®oIb’?m‘bt. 23“hn be" Adlerorden vierter Klasse, ihrer tieferen Beweggründe wirbt, darf sich einer wohl-1bl! grauen mit ihrer Logik und ihrem impulsiven I ?em«S”tbr<!lb /"*L®ammkbcrrn Ö‘ ^^dorff wollenden Beurtheilung versichert halten. Sie ist I Charakter dazu noch ein Kontingent stellen, bann, ja! '" Bedra den Kömgl. Kronenorden zweiter Klasse insofern berechtigt, als sie bem weiblichen Geschlecht! bann ma0 aüe Hoffnung braußen bleiben. b^m, ^enklichen Professor an ber
eine möglichst ausgedehnte -- I Universität Halle Geh. Regierungsrath Conrad und
Erwerbsleben zur selbstständigen Wahrnehmung seiner! der Diskontogesellschaft Konsul
Angelegenheiten und insbesondere zur Erzielung einer! 4.Cllt|(I)C0 JlClO). I Russell m Berlin den Kronenorden zweiter Klasse,
imabhängigen Lebensstellung zu erringen strebt |„ .* Berlin, 10. Juli. (Tagesbericht.)!b^ ^'rettor der Foistakademie zu Ebers- Aber darüber sollten die mm! |Ueber die Nor dlands r eise unser es!®aIbe! Ober orstmelsterDanckelmann, unter Belassung ureigensten Interesse niM »"k-^ElK at ser s enthalten die norwegischen Blätter nur!'" '£tnem Amt als Akademie - Direktor zum Land-
I* ‘T » Rilth-Iümg.». W C » r i«i» », a „ d »>t bem Range der m,he weiter Ätoffe
Le M L Schmitt-, wurde --"«
Ansprüche der Ehefrau. Ein Weiteres fordern, und des d-urick-n besuch! □ (Industrie und Landwirthschaft.)
-benein meiner so unsachlichen Weise, wie die Damen, NM bÄ^k" 8 uberralcht, der hier gegen 6 Der Landwirthschastsminister Freiherr v. Hammer- der Berliner Protestversammlung, die nickt einmal I « ber.. ''Hohenzollern und dem Panzerschiff! stein hat kürzlich zu Osnabrück mit großer Wärme Sennmiß hatten von den Bestimmungen, über die sie I 9^! b£? Salut der Batterie die Interessengemeinschaft von Landwirthschaft und
den Stab brachen, — bas würbe bie ganze Stellungb£r sogleich erwibert würbe.! Jnbusttie hervorgehoben unb ungefähr bas Folgenbe der Frau innerhalb ber bestehenben9 Gesellschasls9 .!??^ b>" beS bc“tf<?en Konsuls geäußert: „Lanbwirthschaft unb Jnbusttie müßten sich
ordnung, unb — was noch mehr besagt — benln^mX/? h f“?6“ a”k ®flb Jnt9e9en= l9egen^lti9 unterstützen, sie gehören zusammen, bann Charakter der Ehe und hiermit die Grund It£§ £r sich und jein Gefolge in!würden die Verhältnisse auch glückliche sein und
lagen des Familienlebens und der gamen 1 hCn s? ®a"bh'9en „an ba§ Land setzen,|bleiben, wie dies der Westen beweise, wo man an staatlichen Gemeinschaft tief erschüttern ° £5 dann Spaziergänge in der Umgegend, diesem Prinzip festhalte; denn dadurch, daß int Westen
Die Frauenbewegung ist schon bisher nickt n6nJ™f k®‘" S'”/8 ^äb<?fn überreichte und insbesondere im Fürstenthum Osnabrück, Laud-
höchst bedenkliche Erscheinungen geblieben Das ?em Cl” J^önc8 Rosen-1 wirthschaft und Industrie zusammen arbeiten, seien
---- ryc ^memungen geblieben. Das m bouquet, das er mit tt-undlichem Lächeln entgegen- die Verhältnisse bessere als im Osten, wo für die
Mciheßsch Seiteng.
1 öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
to”"i-» Zllustrirtes Sonntaasblatt. TM.r.i.h.,«
--— wrwmwyrrmm für den Jnseratenihetl: Zoh. Aug. Koch, beide in Marburg.
Anzeigen nimmt mtgegrn bie Expedttion dieses Blatte«, «Viurulirilf sowie die Annoncen-Bnreaux von Haasenstein u. Vogler in
~ ,.05 Frankfurt a. M., Casiel, Magdeburg und Wien; Rudolf HU
Lonntllg, 12. Juli 1896. Müsse iu Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. 8. ___________ ________ Daube n. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».