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Marburg,

Sonntag, 5. Juli 1896.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Anuoncen-Bureaux von Haaseustein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel. Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Blosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, 6. ß.

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

öchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai».

_______________ R-dEon nab ^-'ckMois: * 3Ror6or8- »«mtoortll*förtenaSgmdaen ZbdI: Ridakiair Fii.drich Colbatzky für den Jnseratenthril: Joh. Aug Koch, beide in Marburg

Zweites Blatt.

(Nachdruck verb'ten.)

Um des Geldes willen.

Novellette von M. Grundschöttel (München).

Auf dem Bahnhof einer norddeutschen Stadt stand ein junges Paar und sah dem heranbrausenden Zuge entgegen Beide waren schöne schlanke Ge­stalten der besten Gesellschaft und in jenem Alter, das noch ein volles Anrecht auf alles Lebensglück zu bieten pflegt. Das blonde Mädchen wollte die Hand des Freundes nicht loslassen und sprach mit vorwurfsvollem Ton:

Ich hoffte bis zu dieser Stunde, Du würdest auf diese unglückselige Reise verzichien!"

Ich verstehe Dich nicht, Hertha; es handelt sich ja nur um eine kurze Fahrt nach einem viel besuchten Seebade, die man eher ein Vergnügen nennen könnte."

Und dort um die Erledigung unangenehmer Ge­schäfte. Warum besorgte denn Dein Freund dort nicht längst Alles, und kam seinen Verpflichtungen gegen Euch nach? Du vertraust ihm noch immer, und ich ich mochte ihn nie! Es ist mir immer, als schiebe sich diese Reise wie ein dunkler Schatten zwischen uns und unser Glück!"

Wenn mein Vertrauen zu Olaf erschüttert wäre, dann gerade würde mein unerwartetes Erscheinen mir Alles im rechten Lichte zeigen, doch hoffe ich vielmehr, daß sich die Sache rasch aufklären und ordnen lassen wird: ich bin gewiß, daß ich den Freund nicht erst an seine Pflicht mahnen muß. Und nun sei getrost, mein Lieb!" . . .

Nach schöner günstiger Seefahrt hatte Arthur die grüne Insel erreicht, über deren hohe Dünen nur erst der alte Kirchthurm des Dorfes schaute, während der Leuchtthurm vom Hügel herab Umschau hielt. Boote fuhren dem Dampfer entgegen, die die Passa­giere zu primitiven Karren führten, und derbe Gäule zogen diese durch den flüssigen Wattcnsand der Ein­gang der Dünenschlucht entgegen. Mit Vergnügen : dachte der junge Kaufherr daran, hier einige Tage der Erholung in freier Seeluft zu genießen, wenn > das Geschäftliche erst zur Zufriedenheit erledigt war.

Das aber verschob er auf morgen; der Abend mahnte daran, sich ein Quartier zu sichern.

1 , Der folgende Tag war trüb und stürmisch; er | eignete sich so recht zur Arbeit und mit frischer Energie ging Arthur an's Werk.Was führt Dich l denn hierher?" rief der Freund bei seinem Eintritte überrascht.Ich hoffe, es ist eine andere Ver- anlassung, als die letzte Abwickelung unserer Ge- schäftsangelegenheiten, die Euch wohl etwas langsam ging. Ich meine, das hätte man mir wohl über­lassen können. Oder mißtraut man mir?" setzte er in scharfem Tone mit zusammengezogenen Augen­brauen hinzu.

Das sind verschiedene Fragen auf einmal, lieber Olaf," antwortete Arthur, indem er dem Freunde und einstigen Schulkameraden treuherzig in die Augen blickte;ich komme allerdings des Geschäfts wegen, L da Dein langes Schweigen auf mehrere Briefe Be­fremden und Verstimmung erregte. Letztere wollte ich aber nicht weiter aufkommen lassen, eben weil ich Dein Freund bin, und so enffchloß ich mich kurz, selbst nachzusehen, ob Du vielleicht krank oder ernstlich verhindert seift."

Gut, wenn es sich so verhält, wie Du sagst. Wenn Du wünschest, können wir gleich an die Arbeit gehen und an die von Euch so ersehnte Abrechnung," setzte er mit bitterem Spott hinzu.

Ich wollte, Du faßtest die Sache anders auf, 1 Olaf; es handelt sich einfach um eine Pflichterfüllung.

Ich bin, wie Du weißt, glücklicher Bräutigam, und als solcher möchte ich gern vor meiner Hochzeit Alles zwischen uns klar und geordnet, jede Ver­stimmung beseitigt wffsen."

Nach zw°i ernsten Arbeitstagen war das Wichtigste geschehen, und Arthur hatte die Genugthuung, die Forderungen seines Handelshauses in einer be­deutenden Summe einziehen und zur Absendung bereit legen zu können. Dann schrieb er rasch noch einige Zeilen an seine Braut, um ihr seine baldige Rückkehr «itzutheilen.

Ich will das Geld lieber gleich zur Post bangen!" sprach er mit einem Gefühl froher Er­leichterung zum Freunde;dann bin ich alle Sorge dämm los."

Gut, so gehen wir zusammen zur Post; dann aber machen wir noch einen Spaziergang durch die Dünen; Du kennst ihre wilde Schönheit noch nicht."

Die beiden jungen Männer kamen zum kleinen Postamt der Insel; doch es war schon zu spät; der Schalter war geschlossen.

So muß ich noch einmal nach meiner Wohnung, um das Geld dort in Sicherheit zu bringen."

Das würde ich nicht thun, wo ist das Geld sicherer als bei Dir? Der Abend ist so wunderschön, ich schlage einen Gang nach der Möven-Kolonie vor; der Weg dahin ist aber etwas weit, und durch Deine Rückkehr würden wir jetzt zuviel Zeit verlieren."

Einen Moment noch schwankte Arthur, dann steckte er den inhalffchweren Brief und auch den kleinen an die Braut in die Brusttasche seines leichten Ueber- ziehers:Wohlan, komm und zeige mir den Weg."

Anfänglich durch grünes Wiesenland an einem murmelnden Bache, den Erlen einfaßten, entlang, führte der Weg bald aufwärts in einsame Düncn- fchluchten und wieder abwärts an stillen Moor- Gewässern vorbei, an denen die feinste Sumpf-Flora blühte, über weiße Sandhügel, auf deren Scheitel der struppige Sandhafer nie lange haftete. Zwischen den Kuppen bot sich oft plötzlich ein Blick auf das weite,. ewig belebte Meer, auf die Schiffe, die vor­über in die Ferne zogen. Dann öffnete sich ein einsames, muldenförmiges Thal vor ihnen, grünes Haideland, in dessen Mitte ein verwildeter Garten zu liegen schien. Mn Halbverwittertee schwarzer Holz­zaun umgab ihn, theilwcise durch die auf der Insel üblichen felsartig gewordenenen Stücke von Walfisch­rippen ersetzt; verwilderte Sträucher, hier und da noch eine Rose umgaben die halb unigesunkenen schwarzen Kreuze.Das ist der Drinkeldodenkarkhof, der Kirchhof der Ertmnkenen," erklärte Olaf.Da liegen all' die Heimathlosen, die das Meer an diesen Sttand spülte, friedlich nebeneinander; Kinder ver­schiedener Zonen, wie weit verschiedener Stände."

Ich verstehe nicht," antwortete Arthur ernst, wamm Du mich in solche düstere, tobte Einsamkeit führst. Ich hätte den heutigen Abend lieber in heiterer Gesellschaft zugebracht."

Ei, ich dachte, Du seist doch sonst ein Freund der Romantik! Doch habe nur ein wenig Geduld; bald haben wir eine Punkt erreicht, wo Dich eine großartige Aussicht belohnen wird. Dann können wir ja umkehren."

Wieder wandte sich der Weg der Dünenkette zu, ein« Alpenwelt im Kleinen, bald bergauf, bald berg­ab führend, und wurde zum engen Hohlweg. Mit einem Gefühl zunehmender Verstimmung eilte Arthur voran; und die Oede erschien ihm fast trostbringend belebt, als er Spuren menschlicher Arbeit an den steilen Wänden, wie am Wege selbst bemerkte: eine Hacke, ein großer Hammer, sie mochten vielleicht von Arbeitern dort vergessen oder liegen gelassen worden sein. Jetzt öffneten sich die weißen Wände nach einem tiefen wildromantischen, von Sümpfen durch­zogenen Thale zu, und weit darüber hinweg, zwischen den Kuppen der es abgrenzenden Dünen wogte das blaue Meer im stillen Abendftieden.

Arthurs Brust hob sich wie erleichtert; und eben setzte er den Fuß auf eine der weißen Sandstufen, die nach dem freien Vorsprung eines Hügels hinab führten, da traf ihn ein furchtbarer Schlag von hinten!

Ein Schrei, dann wurde es Nacht um ihn; er üürzte kopfüber hinab und blieb auf dem Vorsprung liegen, der ihm den weiten herrlichen Blick bieten sollte..... .

Ter Andere hatte den verhängnißvollen Brief aus seiner Brusttasche gerogen und war damit nach seinem Hause geeilt. Von dort aus wollte er die erste beste Schiffsgelegenheit nach dem' Festlandc benutzen.

Auf dem einsamen Hügel aber liegt der Er- chlagene stundenlang regungslos, dann kehrte die Be- innung für kurze Augenblicke noch einmal zurück, lm ihn rauscht und flüstert der Seewind im hohen Strandgras und wirst den feinen weißen Sand aus das dunkle Haar. Das Gesicht liegt auf dem aus- gestreckten Arm. Mit äußerster Ansttcngung gelingt es ihm sich umzuwenden, und er öffnet noch einmal

die Augen. Der Mond ist aufgegangen, steht über ihm und beleuchtet die einsame öde Landschaft. Da ist es dem Sterbenden, als vernähme er den angst­vollen Ruf:Arthur, Arthur!" Das war Herthas Stimme. Seine Hand tastet nach der Brusttasche, nach dem schweren Unglücksbrief, und als sie ihn nicht findet, nach dem kleinen an die Braut.

Mein Liebling," stand darin,Alles ist er­ledigt; gleichzeittg mit diesem Briefe geht das Geld, das Dich so beunruhigte, an unser Handlungshaus ab. Nun soll mich nichts mehr hatten, ich kehre bald zu Dir zurück." ....

Die Hand, die den Brief hielt, wurde kalt und starr; sie ließ ihn nicht wieder los. Noch einmal öffneten sich die Lippen und flüsterten einen Namen: Hertha!" dann schlossen sie sich für immer.

Am anderen Morgen fanden Arbeiter, die eben jenes Handwerkszeug dort zurückgelassen, den Er­schlagenen. Wie ein Schleier war der weiße Dünen­sand über die schöne, vor Kurzem noch so kraftvolle Gestalt geweht, als hätte die Natur selbst den ersten unerhörten Mord auf der friedlichen Insel verhüllen wollen. Heber den Mörder blieb kaum ein Zweifel; der kleine Brief wies zuerst auf seine Spur. Am Posthause hatte man ihn noch am letzten Abend mit seinem Opfer gesehen; er konnte dem Arme der Ge­rechtigkeit nicht entfliehen.

Auf der Stelle, wo man den jungen Mann ge­funden, errichteten die Insulaner ein schlichtes schwarzes Holzkreuz, das auf der einen Seite nur das Wort enthielt:Mord!" auf der anderen die Worte:Hier erschlug Einer seinen Freund um des Geldes willen." Die Schlucht aber erhielt fortan den Namen:Dode- mannsdelle" (Todten Mannes Schlucht) und wird noch heute wegen ihrer schauerlich wilden Romantik von Fremden viel besucht.

Vermischtes.

Vereinfachung deö Schreibwerks. Der Bureau- krattsmus wird weiter beschnitten. Der Staatssekretär des Reichspostamts hat kürzlich verfügt, daß kleinere Anzeigen nicht mehr in Berichtsform unter Ver­wendung eines ganzen Bogens Papier, sondern nur auf Viertelbogen auf einem bestimmten Vordruck Seitens der Verkehrsstellen zu erstatten sind. Uebrigens hat, wie dieNord. Allg. Ztg." mitthcilt, chon vor Jahresfrist der preußische Justizminister an die ihm unterstellten Behörden eine ähnliche Ver­ordnung erlassen. Diese Verordnung stimmt im Wesentlichen mit dem Inhalte derjenigen überein, die kürzlich von dem preußischen Finanzminister, dem Minister des Innern und dem Landwirthschaftsminister ergangen sind.

Duell. Im Walde bei München fand Donnerstag rüh zwischen dem Kaufmann und Reservelieutenant Jrlbeck von dort und dem Studenten Rosenblum aus Hamburg ein Pistolenduell statt. Der Student wurde tödtlich gettoffen Die Veranlassung zu dem Duell oll ein Streit gewesen sein, den die beiden Gegner am letzten Sonntag in Nymphenburg miteinander ge­habt haben

Tod eines deutschen Dynamitarden. Aus Havanna meldet man: Die Kundschafter der Truppen- abtheilung des Oversten Gaston überraschten und tödteten bei Limonar einen deutschen Insurgenten Namens Wal! her Sandt, der als Urheber der Dynamit­attentate gegen die Züge der Matanzas-Linie galt.

Schrecklicher Tod. In Lokau (Ostpreußen) ereignete sich ein schweres Brandunglück. Beim Brande eines Wohnhauses des Besitzers Grunert eilte dieser auf den Boden, um seine Werthsachen zu retten. Inzwischen wurde ihm der Rückweg durch die brennende Treppe abge'chnitten. Er suchte sich darauf durch das Dachfenster zu retten, doch dieses erwies sich als zu eng. Der mit dem Tode Ringende blieb in der Fenstereinfassung stecken und verbrannte.

Bayerische Gemüthlichkeit. Heber eine Be­gegnung des Prinzen Ludwig von Bayern mit dem Wurzelscpp", der in der Berliner Ausstellung seinen Enzian-SchnapS verkauft, wird berichtet: Auf den Gruß des Prinzen antwortete Sepp:Was willst denn Du in dem dalketen Berlin?"Die Ans­tellung anschaun."Da siehst woas Rechts," knurrte Sepp. Zum Schluß gab Sepp dem hohen Herrn >ie Hand und den guten Rath dazu, in Berlin kein Bier zu trinken. Lachend versprach der Prinz dies

und wollte sich entfernen. Der Sepp aber meinte: ®u, Kgl. Hoheit, eh' Du abreift, kimmst zu mir Schnaps trinken; brauchst Di nit zu schämen, 's kimma no andere anständ'ge Leut' zu mir." . .

Damen in Herrenkleidern. Unter den jungen' Hörerinnen der verschiedenen amerikanischen Damen- Hniversitäten (Colleges) macht sich immer mehr das Streben- geltend, Herrenkleider anzulegen. In dem College von Bryn-Mawr, das sich seit jeher gymnasti­schen Hebungen und allerhand in Europa alsmänn­lich" bezeichneten Sport hingegeben hat, ist es der stärkeren" Hälfte der jungen Mädchen gestattet, bei denCollege Dances" in schwarzem Frack, Knie­hosen, Seidenstrümpfen und Schnallschuhen zu er­scheinen. Die jungen Damen haben es mit aller Entschiedenheit abgelehnt, unter einander in Fruuen- fleibem zu tanzen. Auffällig erscheint eS bei dieser ausgesprochenen Vorliebe der jungen Dumen für Frack und Hosen, daß sie dem stärkeren Geschlechte selbst nur wenig Sympathie entgegenzubringen scheinen, denn von den ausgemusterten Studenttnnen ver- heirathen sich nur wenige. Der Prozentsatz der Ehen unter diesen früherenCollege Giris" ist nur ein Viertel bis ein Fünftel int Vergleiche zu den Mädchen, welche Collegs nicht besucht haben. Sein Wunder, daß die jungen Herren in der neuen Welt vor den Damencollegs eine Heidenangst haben.

Den Ruhm, das älteste Gasthaus in Deutsch­land zu fein, sollDer Löwe" in dem Städtchen Adorf bei Plauen i. V. besitzen. Sollte irgendwo noch ein älteres Gasthaus existiren, so hat sicher Der Löwe" den unbestrittenen Vorzug, daß wohl kein Gasthaus der Wett sich rühmen kann, so lange im Besitze einer und derselben Familie zu sein. Nachweislich ist seit dem Jahre 1440 die Familie Klarncr die Besitzerin des Adorfer Löwen.

Patent-Nachrichten.

Auszug für dieOberheff, Zeitung" vsn BrockhauS & Cie. Technisches Patent- und Uebersetzungs-Bureau. Köln a. Rh.

Meserstraße 5.

Patent-Anmeldungen.

Ausmauerung für Winderhitzer, Rheinische Chamottefabrik u. DinaSwerke; Abtheilung Benelor u. Bendorf a/RH.

Befestgung des Leders an dem Bügel von Reisetaschen u. dgl. E. Th. Hinkel, Offenbach a/M

Selbstkassirender Gasabgeber. L. HaaS, Mainz.

Tropfschmiervorrichtung mit konstanter Druckhöhe. E. Hoch gesand, Mannheim.

Verfahren zum Bedrucken von Reliefs unter Anwendung von Schablonen. A. Reich, Hanau.

Formmaschine zum Formen von Rohr-Paßstücken. Cnrt Nube, Offenbach a. M.

Einrichtung zur staubfreien Entleerung des Müllkastens in den Müllwagen. L. Lebach fr., Corbach, Waldeck.

Vatent-Ertheilungen.

Möbelrolle. Dr. G. Böcker, Göttingen.

Centrifugalpumpe oder Ventilator mit einstellbaren Rad- schaufcln. A. Hückmann, Mannheim.

Mit einem Ueberfluchhydranten vereinigter Vent lbrunnen.

C. Reuther i. F. Bopp u. Reuther, Mannheim.

Obige Firma ertheilt den Lesern derOberhesstschcu Zeitung" unentgeltliche Auskunft in allen das Patenffach betreffenden Anfragen. Die Red.

E » beachtenSwerther Wink. Sehr häufig macht man die Wahrnehmung, daß bearbe-tetes Holz ohne ichlltzenden Anstrich den Witterungseinflüssen, sowie der Bodenfeuchtig­keit ausgesetzt ist, wodurch dessen Dauerhaftigkeit wegen baldigen Eintritts von Fäulniß bedeutend verkürzt wird Es dürfte daher für Jedermann von Interesse sein, an ein Anstrichmittel erinnert zu werden, welches sicher wirft und dessen Anwendung mit nur geringer Mühe und unbedeutenden Kosten verbunden ist. Wir meinen dar Avenarius Carbolinenm D. R.-P. Nr. 46021. Dasselbe ist seit zwei Jahrzehnten im Gebrauch und für seine Beliebtheit fprictt am besten die Thatsache, daß es in stets ausgedehnterem Maßstabe in allen Kulturstaat n benützt wird. BessnderS fei hervorgehoben, daß das patenlirte Origiralfabrikat Avenarius Carbolinenm infolge seiner erhöhten Wirksamkeit und größeren Ausgiebigkeit billiger als Oeifarbe oder Theer zu stehen kommt und daß es den damit bestrichenen Hölzern ein hübsches nußbraunes Au-seden giebt

Da unter der BezeichnungCarbolineum" auch minder- werthige Nachahmungen Angeboten werden, bei deren An­wendung Mißerfolge keineswegs ausgeschloffen sind, so werden die Konsumenten gut thun, sich nicht durch billige Preise blenbtn zu lassen, sondern auf den vollen Namen Avenarius Carbolineum D. R.-P. dr. 46021 zu achten.

Der Gesammtverkauf liegt in den Händen der Firma R. Avenai ins & Co. in Stuttgart, Hamburg, Berlin und Köln, welche eine Verkaufsstelle bei Herrn Kaufmann P. Tromm, Marburg, errichtet hat.