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öchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg ««d Kirchhai«.
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gesetzbuch zahlreiche Verhältnisse mit berücksichtigte, welche sonst dem bürgerliche» Recht Vorbehalten sind.
In dem Augenblick, wo die deutsche Nation zu einem einheitlichen Civilrecht gelangt, wird dementsprechend auch wieder eine Anpassung des geltenden Handelsrechts an jenes unabweislich, und das Reichsjustizamt hat zu diesem Zwecke die Veröffentlichung des Entwurfs eines neuen Handelsgesetzbuchs bereits bewirkt.
Dieser Entwurf faßt das Handelsrecht in drei Büchern mit 446 Paragraphen zusammen. Das erste Buch behandelt in 93 Paragraphen die allgemeinen Rechtsverhältnifle des Handelstandes, das zweite in 221 Paragraphen die der Handelsgesellschaften, namentlich der Aktiengesellschaften, und der stillen Gesellschaft, das dritte in 131 Paragraphen die Handelsgesellschaften.
Das alte Handelsgesetzbuch berückfichttgte dieselben Rechlsstoffe in vier Büchern und außerdem noch das Seerecht in einem fünften Buche. Das letztere ist dem neuen Entwürfe ganz fern geblieben; es soll später in einem besonderen Gesetz geregelt werden. Neu hinzugefügt ist dem gegenwärttgen Entwurf ein Titel über die Handlungsagenten und über die Privathandelsmakler, sowie ein solcher über das Lagergeschäft. Dagegen ist davon abgesehen, solche RechtS- stoffe, die zwar Handelssachen betreffe», aber in selbstständigen Reichsgcsetzen behandelt sind oder behandelt werden sollen, wie daS Wechselrecht, das Recht der Gesellschaften mtt beschränkter Haftung und der ein- gettagenen Genossenschaften, das Recht der Binnenschifffahrt und Flößerei, das Versicherungs- «nd Verlagsrecht usw., in das Handelsgesetzbuch hineinzuziehen.
Wir stehen vor dem Wechsel deS Quartals und ver- fthlen daher nicht, unsere geschätzten Abonnenten zu bitten, für die Weiterverbreitung der»ObrrhesstschenZeitung' mit Sorge tragen zu helfen. Durch daS Eingehen des hiesigen .Tageblattes" liegt es auf der Hand, daß die Zahl der Leser deS einzigen hier nun noch bestehenden Blattes, daS das Wirken für Kaiser uud Reich, dieBekämpfung der sozialdemokratischeo Umfturz- üestrebungen, sowie das Entgegentreten gegen die plan- vlätzige Volksverhetzung auf seine Fahne geschrieben hat, wachsen wirb. In Ansehung der daun größeren Auflage der .Obrrh. Ztg," find wir auch bemüht gewesen, für wechselreiche Ausgestaltung de« Inhaltes ausereS Blattes Sorge zu tragen. Wird es bezüglich seiner Politischen Tendenz weiter in den eiageschlageueu Bahnen wandeln, dem kommunalen Leben, wie bisher, das regste Interesse entgegenbringen und alles Wifsenswerthe aus miserer engeren und weiteren Heimath, sowie der ganzen Welt mitthrUen, in Kunst, Wissenschaft und Leben stets von den neuesten Vorkommnisien Notiz nehmen, so ist auch »eben allem Diesen eine Erweiterung des f e u i l l e t o n i ft i s ch e n Theiles in's Auge gefaßt.
Wir bringen novellistisch« Beiträge u A. von Ott» ilftei, Clarissa Lohde, Julius Lohmeyer, Emil Peschkau, Z. von Reuß, Carl Taaera, Konrad Telmaun, B. W. Zell. Ferner eine große Anzahl von interessanten Aufsätzen auS allen Gebieten, aus denen wir auführen: Blumenmoden, von B. SB. Zell. Europas jüngster König, von E. Pardo 6« Baztm. Am italienischen Königshofe, von Ä. M. Amadori. Die Hygiene der Ferien, von Dr. Max Radziejewski. Der eiserne Zar (zu Molaud' I. 100. Geburtstage), von Robert Berndt rc re. Ans der Feder des Herrn Kapitän-LieutenantS a. D. von Riehen bringen wir eine .Aus dem Leben der deutschen Kriegsmarine" betitelte Attikelserie, die bei dem großen Jnteresie für die Entwickelung unserer Seemacht hohe Attualität beanspruchen darf. Wir erwähnen aus dieser 6 Artikel umfassenden Reihe u. A.: Auf dem Torpedoboot; in fremden Häfen; Klarschiff zum Gefecht. Mußestunden an Bord. — Nach alledem könueu wir also auch für das kommende Quartal ein ebenso reichhaltiges als intrresiantcs Material versprechen, das alle Ansprüche befriedigen wird.
Die Bezugbedtngungen für die „Oberh. Ztg * sind aus dem Kopfe des Blattes zu ersehen. Dieselben find in Ansehung der Reichhaltigkeit der Zeitung sehr »äßig gestellt, was auch uur infolge der großen Verbreitung
Fieude mehr Kraft als für den Kummer, und unter Verhältnissen, wie die des Hauptmanns Sever, verlangt das Warten mehr als menschliche» Muth und Geduld.
Seine Lage war in diesem Augenblick unerttäglicher als je, wegen der Kette, die ihn festhielt, und welche die Beiden nicht sprengen konnten.
Der als Held berühmte Soldat, welcher sich so lange aufrecht erhallen hatte, brach jetzt zusammen und weinte beim Anblicke der Schwierigketten, welche sich seiner Befteiung entgegenstcllten.
Dr. Stroud war unaussprechlich gerührt und betrübt, ihn so zu sehen.
„Es giebt zwei Mittel," sagte er, „Ihre Freiheit zu erlangen, das eine, indem man sich dircll an die Obrigkeit wendet und einen Schmied Herkommen läßt, um diese elende Kette abzunehmen, das zweite, indem ich in die nächste Stadt gehe und mtt die Mittel verschaffe, düs selbst zu thun — das letztere wäre das schnellste und sicherste."
„Ich möchte jedenfalls das letztere versuchen," sagte Sever hastig. „Ja jedenfalls das — ich möchte nicht, daß mich noch mehr Augen in dieser Verfassung sähen! Doch — o Doktor," fügte er mit plötzlichem, fast wildem Flehen hinzu, „ich bitte Sie — vergessen Sie mich nicht! Ich würde sonst jetzt wahnsinnig werden und mir den Kopf an der Wand zerschmettern."
„Hauptmann Sever," sagte das hochttabende Männchen ernst und dramatisch, „sehen Sie mich an! Sehe ich aus, wie ein Mann, der sein Wort bricht! Sehe ich aus wie ein Mensch, der etwas unternimmt und es nicht zu Ende führt? Ich werde zu Ihnen zurückkommen, wenn ich lebe — und wenn ich beim Herabklettern von diesem verfluchten Felsen nicht mein steifes, altes Genick breche. Und ich ge-
Erfcheint täglich außer an Werttagen nach Soun- und Feiertagen — Quartal AbonuemeMs-Preis bei der Expedition 2 Mk, bei allen Postämtern 2 Mk 25 Pfg. (exti. Bestellgeld) JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile ober deren Raum 10 Pfg., Rellameu für die Zeile 2b Pfg.
„Herr," rief er heiser, „ich glaube, Gott hat Ihre Sitte» erhört. Sehen Sie mich aal"
Als wenn er plötzlich in Stein verwandelt worden wäre, so stand Hauptmann Sever »nd starrte ihn an.
Dann begann er am ganzen Körper zu zittern, •IS ob er das Fieber hätte.
„Sind Sie ein lebendiger Mensch oder ein Geist?' keuchte er mit trockenen Lippen. .Oder träume ich?"
Dann jedoch, ehe der Doktor noch imstande
Das neue Handelsgesetzbuch.
□ Es ist bekannt, daß die Ferttgstellung eines allgemeinen deuffchen bürgerlichen Rechts die Reform anderer wichttger Rechtsstoffe bedingt. Zu diesen gehört das deuffche Handelsgesetzbuch, welches den gegenwärtigen Zeitverhältnisfen nicht mehr entspricht, auch zum Theil durch zahlreiche Bestimmungm des neuen bürgerlichen Gesetzbuches überholt worden ist. Man wird dies unschwer zu ermeffen vermögen, wenn man sich der Zeit und der Umstände erinnert, unter denen das Handelsgesetz in's Leben gerufen wurde. Sein Ursprung fällt in das Jahr 1861, wo es in Deutschland noch keinen Nationalstaat, dafür aber die größte Mannigfaltigkeit im bürgerlichen Recht und einen ziemlichen Reichthum an kodifizierten bürgerlichen Gesetzbüchern in den Einzelstaaten gab.
Unter den Nachtheilen dieser vielgestaltigen Rechtszustände litt besonders der Handel und Verkehr in Deutschland; doch wie das prakttsche Bcdürfniß im deutschen ollverein bereits die jenem entgegenstehenden einzelstaatlichen Zollschranken überwunden und zu den Anfängen einer deut'chen Handelseinheit den Grund gelegt hatte, so führte es auch zu der Erkenntniß des Nutzens eines allgemeinen deutschen Handelsrechts, welches die tausendfachen Wechselbeziehungen und gemeinsamen Interessen im Handel und Verkehr der deutschen Nation auf eine gemeinsame Rechtsgrundlage stellen sollte. Nach langen Verhandlungen der Einzelstaaten ist dies ermöglicht worden; aber da eben aus der Fülle der geltenden Einzclrechte für alle ein gemeinsamer Rechtsboden geschaffen werden mußte, so war es unvermeidlich, daß das deutsche Handels-
Marburg,
Sonntag, 28. Juni 1896.
»Nachdruck verboten.)
Die seltsame Heirath.
Roma» nach dem Amerikanischen von August Leo (Fortsetzung.)
' Dr. Stroud erkannte das unglückliche Geschöpf, das da wie eine Galeerensklave angeschmiedtt war, natürlich nicht. In der großen, dürren, verfallenen Gestalt mit dem bleichen Gesichte, dem verwilderten Bart und dem ungekämmten Haar, das wie die Mähne eines wilden Thieres herabhing, war nichts, was ihn ihn an den im Delirium liegenden Patienten mit dem gebrochenen Arme erinnern konnte, den DerrickDuvar vor so langer Zeit aus dem Tenmut-Hotel weggefühit.
Doch da war eine barbarische Grausamkeit; er sah tiefeä Leiden, namenlose Seelcnangst und Ver- Meiflnng in diesem gespensterhaften Gesichte mit den glühenden Augen, wie fie Dr. Stroud nie vorher gesehen hatte!
[ Ein drittes Mal klang diese herzzerreißende Klage in Tönen der Verzweiflung an sein Ohrr
„O, allmächtiger Gott, habe Mitleid mtt mtt!"
war, seine Aufregung genügend zu bewältige», um sprechen zu können, fügte er, sich selbst antwortend, hinzu:
„Verzeihen Sie mtt! Gleichviel, woher Sie gekommen find; ich sehe, daß Sie wenigstens ein Mensch sind, nnd das ist etwas, was ich seit sechs Jahre nicht gesehen habe."
Sechs Jahre! Genau die Zett, seit der Bruce verschwand.
Dr. Stroud's kleine, lebhafte Augen begannen zu blitzen und zu funkeln nnd seine Thränen trockneten.
„Sie wollen doch nicht sagen — Sie find doch nicht etwa Victor Bruce?" stotterte er.
„O nein!" rief Magnus Sever mtt einem wilden Fluche.
3» diesem Augenblick sah der scharfsichtige Doctor den Ring mit dem Affcngesichte, welchen der Hauptmann seinem unglücklichen Reisegefährten nach deffen Tode bei dem Eisenbahn-Unglück abgezogen hatte, und erkannte denselben.
Wir wollen uns bei diesem Punkte nicht lange aushalten und, um Wiederholungen zu vermeiden, nur berichten, daß die uothwendigen Aufklärungen zwischen den Beiden erfolgten.
Duvar war weit entfernt, auf seiner Rückkehr nach Schloß Dai e, und Zeno kam nur in unbestimmten Zwischenräumen; es war also keine Ueder raschung zu fürchten. Der kleine Doktor übernahm jetzt die Führung. Magnus Sever, welcher seine entsetzliche, barbarische Einkerkerung so heldenmmhig getragen hatte, fühltt bei der Aussicht auf Erlösung von diesem lebendigen Tode eine Art nervöser Abspannung, welche, wenn auch seltsam, doch leicht zu begreifen ist.
Man braucht manchmal für eine unerwartete
Deutsches Reich.
* Berlin, 26. Juni. (Tagesbericht.) Unser Kaiser ist heute von Kiel aus zur Regatta in Travemünde eingettoffen, während die Kaiserin nach Plön gefah-en ist. »Nach den bisherigen Bestimmungen verläßt der Kaiser Sonntag Abend Travemünde wieder und ttifft Nachts oder Montag srüh im Kieler Hafen ein, wo die Kaiserin, von Plön zurückkehrend, sich Montag Vormittag an Bord der „Hohenzollern" begiebt. Sodann dampft die Jacht durch den Kaiser Wilhelm-Kanal nach Helgoland ab, wo die Majestäten einen kurzen Aufenthalt nehmen und hieraus nach Wilhelmshaven weiterfahren, um dort am 1. Juli dem Stapelllauf des Panzers „Ersatz Preußen" beizuwohnen. Der Kaiser ttitt später die Nordlandsreife an, die Kaiserin reist nach Potsdam
zurück. — Dem Fürsten Günther zu Schwarz- burg-Rndolstadt hat der Kaiser ans Anlaß der Kyffhäuser - Feier den Schwarzen Adlerorden verliehen. — Fran von Kotze ist ans Schloß Erdmannsdorf bei Hirschberg i. Schl, znm Besuch bei der Erbprinzesfin von Meiningen (der Schwester des Kaisers) eingettoffen. Herr v. Kotze hat soeben in Glatz seine Festungshaft wegen des Duells mit Frhm. v. Schrader augetteten. — Bischof Korum von Trier wurde zum päpstlichen Hausprälaten und Thronassistentm ernannt. — Die Ansiedelungskommission in Posen hat das im Kreise Gostyn gelegene, 810 ha große Rittergut Czeluscin von dem Kammerherrn von Morawski gekauft.
* (v. Berlepsch.) Der Handelsminister Frhr. v. Berlepsch hat, wie die „Nat. - Ztg." hött, seine Entlassung nachgesucht; es wird angenommen, daß dieselbe gewährt werden wird. Die nahezu all- seitige Ablehnung des Entwurfs des Handelskammergesetzes im Abgeordnetenhause dürste im Zusammenhänge mit anderen Vorgängen, die erkennen ließen, daß Herr v. Berlepsch fast völlig isolirt war, den Rückttitts-Entschluß veranlaßt haben. Was den Nachfolger bettifft, so werden die Namen mehrerer hoher Beamten genannt, ohne daß eine dieser Angaben bis jetzt größere Wahrscheinlichkeit für sich hätte, als die anderen.
* (Protest.) Gegen die Beschlüsse in der zweiten Lesung des bürgerlichen Gesetzbuchs über das Eherecht berufen die Berliner Frauenvereine eine Mafsenprote st versammlungdeutscher Frauen zum 29. Juni nach Berti».
□ (Zur Margariuevorlage.) Wie der „Vorwärts" mittheilt, hat der Margarinefabrikant Mohr in Bahrenfeld an sozialdemokratische Abgeordnete die folgende dringliche Depesche gesandt: „Dritte Lesung der Margarinevorlage wahrscheinlich heute. Bitte höflichst der Abstimmung bcizuwohnen." Eine solche direkte Einmischung Seilens eines Interessenten in die Reichstagsabstimmungen ist wohl noch nicht dagewesen. Herr Mohr scheint ganz „eigenartige" Ansichten über das Wesen der Volksvertreter zu haben; jedenfalls ist es kein schmeichelhaftes Zcugniß für die Mohr'sche Werthschätzung der Margarine- fteunde unter den Abgeordneten, daß er diese als Schutztruppe seiner werthen Person und Industrie zu kommandiren unternimmt. Welch großes materielles Interesse muß der große Margarinefabrikant doch an dem heutigen Zustande der Butter
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Anuoncen-Bureanx von Haasenftein u. Vogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Mira. Moffe in Frankfurt a M., Berlin, München u. Soin, C L. ' "
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
deffelbeu möglich war. Denn di« ,Obrrh. Ztg." hot mit die größte Auflage der in der Provinz Hesien-Nassau erscheinenden Zeitungen und ift daS beste, angesehenste, für die Jntereffen der Bevölkerung gesundeste und verbrei tetste Blatt des Kreises Marburg und der diesen berührenden Kreise; eS ist ein in allen GesellschaftS- schichten gelesener uud ein gern geseh«ner FamUienfreund. Beweis« hierfür erübrigen fich, denn obige Angaben wiederholen nur bekannte Thatsachen.
Der Jnseratentheil, deffen Umfang von Woche Woche zunimmt, empfiehlt sich von selbst. D«r Preis der Zeile ist der denkbar niedrigste, er bettägt bekanntlich 10 Pfg.
Probenummern der „Oberh. Ztg." ftihen gern zu Diensten.
Hochachtend
Redaktion und Verlag der „Oberh. Ztg."
Druck und Verlag: Zo^Aug. Koch^niverfiMS^nchdruckerei in Marburg. SdtttttddSBIdtL Verantwortlicher Redakteur: Friedrich Colbatzky in Marburg.
_______________Ntdaktion und Expedition: Marti 21. WUIHUyPVWIh Sprechftunden der Redaktion: 10-11 Uhr Vormittags.
denke, um Ihretwillen noch mehr als um meinetwillen, sehr vorsichtig zu sein."
„Haben Sie einen Revolver, Doktor? O, bann geben Sie mir ihn; dann kann ich mir wenigstens eine Kugel vor den Kopf schießen, wenn Sie nicht zurückkehren," sagte der Hauptmann bitter.
„Ich habe keinen Revolver — trage niemals einen," sagte der kleine Mann bekümmert. „Aber ich werde zurückkommen, lieber Herr! Ganz gewiß werde ich zurückkommen!"
„Nichts in dieser Welt ist gewiß, das habe ich auf meine Kosten kennen gelernt," erwiderte Sever.
«Lasten Sie mir wenigstens etwas znm Zeichen, daß Sie hier waren, damit ich, wenn Sie fort sind, sehe, daß ich nicht nur geträumt habe. Haben sie ein Messer?"
Stroud durchsuchte eifrig seine Taschen.
ES war kein Mester darin; er hatte einen Bleistift, ein paar alte Nägel und die Ueberbleibsel einer alten Lanzette — das war Alles: selbst die Taschen des Dottors waren Zeugen seiner Armuth.
„Ich will die Nägel und die Lanzette behalten," sagte der Hauptmann finster. „Behalten Sie den Bleistift und kiffen Sie die Thür offen, durch die Sie Herkommen."
23. Kapitel.
Myladys Absicht.
Lady Dare suchte und fand Duvar.
„Ersinne irgend ein Mittel," sagte sie zornig, „Rupert foitzuschicken, wenn auch nur für mehrere Stunden, bis einige Vorbereitungen getroffen find. Regima hörte gestern Abend unsere Unterredung, und ich kann Sie nicht beruhigen."
Duvar ftarrte sie erschrocken an.
Der kleine, weichherzige Doktor stürzte mit Thränen m wBlchpH ta den Angen, »ach Äthern ringend, Hütter dem Bette hervor und lief zu ihm hüt.