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Jts. 145
iDer Schluß der Landtagssession.
* Die preußische Landtazssession ist am Sonnabend Nachmittag geschlossen worden. Wenn man das Gesammtergebniß der fünfmonatigen Sitzungen überblickt, so wird man sich sagen müssen, daß bte praktischen Früchte zwar ziemlich zahlreich, aber nicht von so großer Bedeutung sind, wie die lange Zeit dies hätte voraussetzen lassen. Die wichttgsten Gesetzentwürfe, w lche dem Landtage vorgelegt wurden, sind gescheitert.
Das Handelskammergetz, welches eine einheitliche Organisation der Handelskammern in Preußen und eine Ausstattung dieser Körperschaften mit Korporationsrechten und eine Erweiterung ihres Ge- schäftskretses vorsah, wurde von der Regierung zurückgezogen, nachdem die mit der Vorberathung beauf- ttagte Kommission den § 1 abgelehnt hatte. Das Paradestück der Session, das Lehrerbeso ldungs- gesetz, wodurch den Volksschullehrern eine, wenn auch bescheidene, so doch auskömmliche Stellung gesichert werden sollte, ist vom Herrenhause unrühmlich beigesetzt worden. Die Schuld daran tragen die meistens freisinnigen Vertreter der großen Städte. Ihrer lediglich materiellen Gründen entspringenden Oppositton ist das Gesetz zum Opfer gefallen. Sie wollten nicht auf die Zuschüsse verzichten, die sie bisher zu Unrecht erhalten hatten, ttotzdem ihnen die Staatsregierung, soweit es irgend möglich, entgegengekommen war. Der Kultusminister hat jedoch bereits einen neuen Gesetzentwurf angekündigt, und da auch der gefallene erst im Jahre 1897 in Kraft treten sollte, so läßt sich Alles wieder nachholen, ohne daß die Lehrer auf die Aufbesserung ihrer Gehälter länger zu warten brauchen.
Wie das Lehrerbesoldungsgesetz vom Herrenhouse, so ist das Richterbesoldungsgesetz vom Abge- ordnetenhause abgelehnt worden. Die Klippe, woran dieser Entwurf scheiterte, war der vielgenannte § 8, welcher bestimmte, daß die Anstellung der Richt.r in Zukunft nur nach Maßgabe des Bedarfs erfolgen sollte. Erreicht hat man mit der Ablehnung nichts als dieses eine: eine Verzögerung der notwendigen Gehaltsaufbesserung. Tenn darüber ist man sich allerseits klar, daß die Regierung ohne oder mit dem Paragraphen das unbestrittene Recht und auch die Pflicht hat, nicht jeden Assessor unbesehen anzustellen, sondern zu prüfen, ob er neben der vorgeschriebenen Vorbildung auch die nicht minder erforderlichen persönlichen Eigenschaften hat, die eine gedeihliche Führung des Richteramtes erwarten lassen.
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Deutsches Reich.
* Berlin, 22. Juni. (Tagesbericht.) Gestern fand in Kiel die Regatta des Norddeutschen Regattavereins statt, wobei „Meteor" wieder einen glänzenden Sieg errang. Heute wurde der Goites- )ienst auf der „Hohenzollern" abgehalten. Später war große Flo tenparode zu Ehren Lihungtschang's. — Dem Kardinal Prinzen zu Hohenlohe n Rom hat der Kaiser das Großkreuz des Rothen Adlerordens verliehen. — Der Cerewonienmeister Herr von Kotze wi>d die Festungshaft, welche wegen eines Duells mit dem Ceremonienmeister Freiherrn von Schrader gegen ihn verhängt worden ist, heute n Gl atz antreten. — Zu der kürzlich wilgetheilten
Ordensverleihung an den Vizepräsidenter des Moskauer Deuischenvereins Camesaska erfährt die „Köln. Ztq." nachttäglich, daß jene Aus zeichnung mit der bekannten Rede des Herrn nicht- zu thun hat. Herr Eamesaska fei schon Wochen vorher zum Orden ein gegeben gewesen, und es war nur Zufall, daß der Orden daselbst erst drei Tag. nach der Rede einlief.
* (Kaisertelegramm.) Der Kaiser hat mf das Huldigungstelgramm der deutschen Landwirt he bei Gelegenheit der Wanderausstellung zu S t u t t g a r t-Cannstatt folgende Erwiderung an den Vizepräsidenten der Gesellschaft für den 11. Gau (Königreich Württemberg), den Grafen von Rechbero, richten lassen: „Der Kaiser ist durch das Huldigmigs- telegramm der dort versammelten Landwirthe Deutschlands und Mitglieder der Landwirthschafts- gesellschaft auf's Angenehmste berührt woiden und läßt für die Versicherung unwandelbarer Treue herzlich danken. Se. Majestät wünscht, daß auch von der diesjährigen Wanderversammlung und der damtt verbundenen Ausstellung reicher Segen für die deutsche Landwirthschaft ausgehen möge. Kabin- tsrath v. Lucanus.
* (Lihungtschang.) Der chinesische Vizekönig Lihungtschang besichtigte am Sonnabend die Werft des „Vulkan" in Stettin. Lihungtschang traf dort ge. en 11 Uhr Vormittags ein und wurde von dem Oberpräsidenten, dem Regierungs- und dem Polizeipräsidenten, dem kowmandirenden General und dem Obeibürgermeister, sowie von Mitgliedern des Aufsichisraths und der Direktion des „Sultan" auf >em Bahnhof empfangen. Er begab sich sofort zur Werft des „Vulkan", die eingehend besichtigt wurde. Nach einem Festessen int „Hotel de Pruste" erfolgt die Rückkehr nach Berlin, wo der Reichskanzler Abends zu Ehren Lihungtschang's ein Diner gab. Am Sonntag entsprach Lihungtschang einer Einladung her Marineveiwaltung in Kiel. Ein Sonderzug brachte den ostasiatischen Staatsmann, fein Gefolge unb die Spitzen der Marinebehörden von Berlin nach der Marinestation der Ostsee. Im Kieler Kriegshafen war das beinahe gesammte in den heimischen Gemässem im Dienst gehaltene Flottenmaterial versammelt und es fand im Beisein des Kaisers eine großartige Parade statt. Nach derselben besichttgte Lihungtschang die Katie-liehen Werftanlagen, owie die Germaniawerft. Für seinen Aufenthalt in ftcl ist dem Vizekönig der prachtvoll au-gestattete Kreuzer „Gefion" zur Verfügung gestellt worden.
Wir kommen nunmehr zu dem positiven Ergebniß der Session. Die Thronrede hatte versichert, daß die Staatsregierung entschlossen sei, alle Mittel in Anwendung zu bringen, die zur Abhilfe der Noth- lage der Landwirthschaft geeignet seien und eine Besserung der Lage dieses für unsere wirth- schastlichen Virhältnisse so hochwichttgen Gewerbes gewährleisten. Erfteulicherweise hat der Landtag die Staatsregierung in ihrem Bestreben unterstützt. Die Vorlage über die Errichtung einer besonderen Generalkommission fürOstpreußen, welche in der vorigen Session im Herrenhause abgelehnt wurde, ist dieses Mal zustande gekommen. Angenommen wurden ferner das Sekundärbahnengesetz, die Erhöhung des Kredits für die Kleinbahnen auf 8 Millionen und des Kapitals der Centralgenossenschaftskasse von 5 auf 20 Millionen Mark. Neu bewilligt wurde ein Kredit von 3 Millionen für die Errichtung von Korn- Häusern. Alle diese Gesetze sind Schritte vorwärts auf dem Gebiete der Unterstützung der Landwirthschaft in ihren berechtigten Ansprüchen. Außerdem wurde eine lange Reihe von Anträgen aus dem Hause angenommen, unter anderen ein Antrag wegen Ueber- süllung der Berliner Stadtbahn, ein Anttag gegen die Bäckereiverordnung und Anttäge wegen Be- steuemng der Wanderlager und der Versandtgeschäfte.
Die nächste Session des Landtages wird voraussichtlich schon im November beginnen. Die ftühere Berufung wird nöthig sein, wenn das angekündigte Lehrerbesoldungsgesetz bereits am 1. April nächsten Jahres in Kraft treten soll, und ferner um die Erwerbung von Theilen der hessischen Ludwigsbahn zu genehmigen.
— Lihungtschang hatte mit dem Reichskanzler unb dem Staatssekretär des Auswärtigen abermals eine längere Unterhaltung, wobei die Frage einer Kohlenstat i o n für unsere Flotte in China zur Sprache gekommen sein dürste. Voraussichtlich findet die dritte und Schlußbesprcchnng Ende dieser Woche statt.
* (Der Erlaß in Betreff des politischen Verhaltens b er Beamten) ist, wie bie „Staateb.-Ztg." mittheilt, nicht blos vom preußischen Staatsministerium, aus gegangen, sonbern auch ben R e i ch s b e a m t e n burch ben Reichskanzler zugegangen. Bei allen Reichsämtern in Berlin haben bte Beamten durch ihre Unterschrift bestätigen müssen, von dem Erlaß Kenntniß genommen zu haben.
* (Zum Fall Bashford) schreiben u. A. die „Berl. Neuesten Nachr.", daß das -xcessive Benehmen des Angeschuldigten nach ben von bem Blatte eingezogenen Erkundigungen an zuverlässigen Stellen als bei Weitem schlimmer ge!childert worden ist, als es der Herr Staatssekretär sicherlich in bestem Glauben kürzlich im Reichstage darstellte. Weiter sagt dann das Blatt: Wir müssen die Gleichgilttgkeit gegenüber diesem keineswegs bagatellmäßig aufzufassenden Falle, wie sie sich im Reichstag bethätigt hat, vom nationalen Standpunkt aus für fehlerhaft erklären. In England oder Frankreich würde man einem Ausländer gegenüber bei so gröb- lichem Verstoße gegen die internationalen Anstandsrücksichten nicht so duldsam verfahren, sondern der nationalen Selbstachtung eine energische Genugthuung erschafft haben. Von einem Reichstage freilich, über dem das unheilvolle Gestirn des 23. März steht (Ablehnung der Ehrung für den 80jährigen Fürsten Bismarck), kann man im Punkte der nationalen Empfindung keine besonderen Leistungen erwarten.
* (Frauen vereine.) Der Verbandsiag der rutschen Frauen - Hilfs- und Pflegevereine unter dem Rothen Kreuz in Würzburg sprach seine lebhafte Sympathie für die Eintichtuug von Haushalt ungsschulen aus; er erklärte ferner.bie Einführung einer geschulten Wochenpflege auf dem Lande für die Sache der Frauen verein und beschloß, die darauf gerichteten Arbeiten mit dem Vereine für Armenpflege gemeinsam fortzuführen. Nach Annahme einer Refolution betr. Angliederung der Frauenvereine, oweit sie den Kranken und Armen dienen, an eine otganiftrte Armenpflege wurde der Verbandstag geschlossen.
öchentliche Beilagen: Kreisblatt für bie Kreise Marbnrg und Kirchhai«.
Redaktion^und ^pcdition^Markt^u^^"" i.».,°.» Jllustrirtes Sonntagsblatt. Sprechsiunden der Redaktion: 10^11 Uhr Vormittags.^"^
’ _ Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatter,
sowie die Anvoncen-Bureanx von Haasenstein u. Vogler in ___
<tTV Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Iaüra.
Dlensraa, 23. Ium 1896. Moste in Frankfurt a M, Berlin, München u. Köln C 8.
Daube u. Co. in Frankfurt a. M , Berlin, H-nnooer, Paris.
(Nachdruck verboten.)
Die seltsame Heirath.
»oman nach dem Amerikanischen von August Leo (Fortsetzung.)
„Also was denn, in Teufels Namen?" rief Duvar wild. „Ich sage Dir, ich verttage dieses Hereinstürzen nicht, Sylvia. Du siehst wirklich aus, wie eine Wahnsinnige! Was würde einer der Gäste
der Herzog z. B. — denken, wenn er Dich so sähe s"
„Still!" befahl Lady Dare herrisch. „Höre, wozu Deine blöde, wahnsinnige Vernarrtheit in dieses Weib uns gebracht hat!"
„Soll dieses Weib Mrs. St. Ulm sein?" fragte er verächtlich.
„Sie ist Mrs. St. Ulm so wahr, wie ich Mrs. St. Ulm bin; sie ist keine Andere, als Elix Sever!"
Duvar warf ben Kopf auf unb lachte; doch er erbleichte selbst bis zu den Lippen.
„Höre," sagte er, „ich tin dieser Thorheiten müde. Was ist es? Was ist jetzt geschehen?"
„Das ist geschehen," rief Lady Dare leidenschaftlich: „Du verlangtest, daß ich dieses Geschöpf pflegen «nd zu mir tzeranziehen solle, unb ich versuchte es, inbem ich hoffte, meinen Widerwillen gegen sie zu Überwinben; mtt erstarrt bas Blut, wenn sie mir nm nahe kommt. Ich fürchtete mich wirklich, mit ihr in bemfelben Zimmer zu sein; boch Du sagtest, es sei Unsinn, unb in ber Hoffnung, daß es so sei, oder daß ich, wenn ich mit ihr höflich wäre, eine Heirath fördern möchte, bie mich von Euch Beiben desnien fönnle, that ich, was ich konnte. Ich habe sie zuweilen aufgeforbert, in mein Zimmer zu kommen, unb sie kam gern — sie kam endlich öfter als mir
gefiel; boch ich konnte es nicht änbirn. Er nmrst Du Dich an jenen sonderbaren Schmuckgegenstand, welchen das — das - Kind trug, an die kleine Smaragdkugel in dem Goldfiligrannetze?"
„Ja ich erinnere mich daran."
„Erinnerst Du Dich, daß wir, um sie los zu werden, sie durch ein Loch in das geschnitzte Holzrelief meines Zimmers warfen?
„Auch daran erinnere ich mich."
„9?un also, dieses Weib bewunderte die Holzschnitzerei und untersuchte fie; dabei muß sie irgend eine verborgene Feder berührt haben, von ber ich uicht einmal Etwas wußte — bie ganze geschnitzte Tafel flog auf wie ber Deckel einer Schachtel, unb ba lag in einer mit Sammet tapezirien Höhlung bie Smaragbkugel, bie Du vor fast achtzehn Jahren hineingeworfeu hast."
Mylady hielt inne, um Athem zu holen.
Duvar hatte so wett sprachlos, wie im Traume, zugehört.
Jetzt fragte er mit bebender Stimme:
„Und was dann? Ist das Alles?"
„O nein — fie — Deine Mrs. St. Ulm, die chncezopfige Australierin — nahm es in bie Hand, starrte es einen Augenblick an, als ob ihr bie großen Slugen aus bem Kopfe springen wollten, unb fiel bann mit einem burchbringenben Schrei ohnmächtig zu Boben. Im nächsten Augenblicke .stürzte Mr. Atwoob — was sagst Du bazu? — Mr. Atwoob! — ohne anzuklopfen, in mein Zimmer unb verzehrte mich förmlich mit ben Augen. „Was ist geschehen'^" rief er. „Was haben Sie ihr gelhan?" Dann hob er te, ohne weiter ein Wort zu verlieren, auf, als ob ’ie ein kleines Kind fei, und trug sie aus dem Zimmer "
Duvar saß wie öerfteinert vor Erstaunen und war von Verwirrung überwältigt.
„Du wirst wohl geschlafen unb allen diesen Unsinn getiäumt haben," sagte er endlich ärgerlich. „Cs ist zu thöricht und unglaublich, als daß es wirklich geschehen sein könnte."
„Das hätte ich selbst gesagt, wenn mir es Jemand erzählt hätte," antwortete Lady Dare aufgeregt. „Doch Du wirst finden, daß es eine ver- hängnißvolle, entsetzliche Wahrheit ist. Dieses Weib, das Du M>s. St. Ulm nennst, ist Elix Sever und keine Andere."
„Sie ist nicht Elix Serer, wer sie auch sonst sein mag!" erwiderte Duvar wild, „unb sage mir das nicht noch einmal. Ich weiß, daß es unmöglich ist! Außerdem, wieso. — Aber lächerlich! Es kann nicht sein. Ich sage es Dir, es ist unmöglich!"
20. Kapitel.
Ein freiwilliger Detektiv.
„Wohin willst Du gehen?" rief Lady Dare, als er plötzlich auffprang und der Thür zuschritt.
„In Dein Zimmer, ich muß diese geheimnißvolle Ccffnung in Deiner Wand sehen. Hoffentlich werden wir Niemandem begegnen," fügte er hinzu, als sie den Korridor entlang schritten; „wie Du aussiehstt! — Warum schicktest Tu nicht nach mir oder kleidetest Dich ordentlich an?"
Sie erreichten das Zimmer der Lady. Richtig! Ta war diese geheime — bis j.tzt nicht einmal von ihnen geahnte — Höhlung — in der Größe von ungefähr anderthalb Fuß — wahrscheinlich bei der Erbauung des Schlosses für wichtige Dokumente bestimmt.
Derrick Duvar untersuchte sie sorgfältig und schloß ie endlich wieder.
„Die ganze Geschichte war nur ein Zufall," sagte er entschieden, „und nichts weiter. Du wirst sehen,
daß Mrs. St. Ulm's Ohnmacht durchaus keine Bedeutung hat. Es war doch ganz unmöglich, daß sie die Smaragdkugel gekannt haben sollte — total unmöglich!" wiederholte er bestimmt, so, als ob er sich und auch sie damit beruhigen wollte.
„Du wirst sehen, daß ich wieder Recht habe," behauptete er, als Lady Dare verächtlich lächelte. „Wenn Du Mrs. Ulm wiederfiehst, wirst Du mir deipflichten"
„Nun wohl," sagte die Dame, „wir wollen jetzt darüber nicht weiter streiten. Wie steht es mit Deiner Wertung?"
„lieber alle Erwartung gut," antwortete er Reiter. „Sie ist jetzt außeroibentlich freundlich zu mir; ich glaube, sie liebt mich."
Lady Dare richtete ihren flammenden Blick angstvoll auf sein Gesicht und flüsterte: Es kann n'cht sein!"
„Was kann nicht fein?" fragte ihr Bruder.
„Mrs. St. Ulm kann nicht Elix Sever fein; Du müßtest sie ja doch erkennen, selbst nach allen diesen Jahren. Es iräie das doch der entsetzlichste Stteick, ben das Schicksal Dir spielen könnte, Dich io unsinnig in sie zu verlieben! Unb doch," fügte fie in düsterem Nachdenken hinzu, „sagt mir Etwas, daß nicht Alles in O-dunng ist!"
Duvar lachte leichtfertig — er war schon wieder ganz er selbst.
„Mir sagt dieses aber nichts," sagte er, ben Kopf lächelnd aufwerfend. „Ich liebe sie — ich, der ich immer den kleinen Schalk Amor verlacht habe. Ich möchte den Staub von den Füßen dieses Engels küssen! Und ich gedenke sie zu heirathen. Sie ist reich; wir werden dieses Land verlassen unb ihm auf ewig den Rücken kehren; denn ich hasse es."
(Fortsetzung folgt.)