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öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

J2 143

während er sich

dieses Weib z«

Absichten herge-

Sache

und Sie sind

hatte, wiffen,

kommen. Erstens sich zu vergewissern, daß er seine Beute noch immer im Netze habe, und zweitens Lady Dare's Geheimniß von Sever zu erzwingen,

zu bringen nicht wahr?"

Im Augenblicke, wo Sie mir das gesagt Ihr Ehrenwort darauf gegeben haben, daß das, was hier geschehen, verschweigen wollen. Sie frei," sagte Duvar zuredend.

was es war, das die stolze und mächttge Lady Dare so zu Magnus Sever's Sklavin machte, war bei ihm zur Monomanie geworden und hatte der­maßen von ihm Besitz ergriffen, daß er fast vor Nichts zurückschrack, um es zu erfahren.'

(Fortsetzung folgt.)

mit heiserem, erzwungenem Lachen, im Stillen dachte:

Und ich bildete mir einst ein, lieben!*

Derrick Duvar war mit zwei

Druck und Verlag: J o h. Aug. Koch, Univerfitäts-Buchdruckerei in Marburg Redaktton und Expedition: Mark: 21.

Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und Feiertagen, Quartal Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2 Mk, bei allen Postämtern 2 Mk 26 Pfg. (exkl, Bestellgeld) Jnserttonsgebühr für die gesvaltene Zeile oder deren Raum JO Pfg, Reklamen für die Zeile 25 Pfg

der WahlspruchMit Gott für Kaiser und Reich" kein leerer Schall ist. Möge solche Gesinnung die Krieger­vereine durchdringen bis in die fernste Zukunft und herausgettagen werden aus ihnen in die weitesten Kreise des Volkes. Möge es dem deutschen Volke nie an Männern fehlen, welche in Treue, Opfer­willigkeit und Vaterlandsliebe denen gleichen, welche dem Großen Kaiser dienen und dadurch zur Vollendung seines Lebenswerkes, der Wiederauftichtung des Reiches, mitwirken durften. Das walte Gott."

Währmd der Rede des Kaisers ertönte aus der Feme leise grollender Donner, der die herrlichen kraftvollen Worte, die weithin über alle Terrassen und den Denkmalsplatz schallten, begleitete. Nach einem dreifachen brausenden Hurrah stimmte die Ver­sammlung spontan den ersten Vers vonHeil Dir im Siegerkranz" an. Nach einem Hoch des Fürsten Günther auf den Kaiser, das unter dem Krachen der Salutgeschütze ausgebracht wurde, begann der Rund­gang zur Besichtigung des Denkmals. Inzwischen führte der Reichskanzler Fürst von Hohenlohe die Großherzogin von Mecklenburgs und die Fürstin Rudolph von Schwarzburg in das Zelt zurück. Um 1 Uhr, während der Himmel sich in tiefes, drohendes Grau tauchte, begann der Vorbeimarsch der Ehren­kompagnie, der sich 17 000 Krieger mit Fahnen anschloffen.

Nach der Einweihung vereinte ein Frühstück die Fürsten im Jagdschlösse Rathsfeld, während die Krieger sich zum Festkommers auf der Schloßwiese versammelten. Nachmittags hat dann der Kaiser nach herzlicher Verabschiedung von seinen hohen Bundesgenossen unter großen Ovationen seine Reise nach Kiel zu den Segelregatten angetteten.

*

Die Beschreibung des Denkmals, dessen Entwurf von Bmno Schmitz-Berlin herrührt, möge nach­stehend folgen: Eine gewaltige halbkreisförmige Ringterrasse, die als Festplatz dienen soll, nimmt den Besucher zunächst auf. Von hier vermag man einen Totaleindruck zu gewinnen. Drei Portalbogen öffnen den Blick in einen Felsenhof, von dem aus man herrliche Ausblicke auf die in blauer Ferne daliegende Landschaft der Goldenen Aue genießt. Diese Portal­bogen leiten zu der geschlossenen aus dem Felsen aufragenden Hauptstirnwand hinüber, wo unter einem reich mit Ornamenten geschmückten Bogen der alte Kaiser Barbarossa auf seinem Throne sitzend darge­stellt ist, im Augenblick des Erwachens, das bart- und haarumwallte Haupt mit der Kaiserkrone ge­schmückt, die reckenhafte Gestalt von dem Krönungs-

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein n. Vogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Jabra. Moye in Frankfurt a, M., Berlin, München u. Köln, E L. °

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

falls dies möglich wäre. Er wollte Jbie immer noch nicht aufgeben.

Nicht etwa, daß er wirklich die Absicht ihn dann zu befteien; doch der Wunsch zu

ordentlich gut befestigt und doch verließ seinen Kerker­meister die Furcht nicht, daß ttotz aller Vorsicht sich ein Wunder ereignen könnte, ihn zu befteien.

Die Wuth, welche beim Anblicke Duvar's in Sever aufflammte, war wahrhaft versengend.

Lügner! Verräther l Feigling!" zischte er.Teufel ist ein zu anständiger Name für Dich! '

Still!" sagte Duvar, immer vorsichtig in der Entfernung bleibend.Wollen Sie mft noch nicht sagen, was das Geheimniß ist, das meine Schwester in Ihre Hand giebt?"

O natürlich," höhnte der Hauptmann mtt zuckenden Lippen.Sie haben ja immer geglaubt, mich dazu

Also wirklich," höhnte Sever wieder,ist das Ihr Ernst? Ich fürchte, daß es nur einer Ihrer kleinen Späßchen ist, Mr. Duvar. Ob ich es Ihnen sagen will?" donnerte er plötzlich mit einer Stimme, welche Duvar bis an das andere Ende de? Zimmers zurückweichen machte.Nein! Lieber will ich hier verfaulen. Und ich glaube kaum, daß es so weit kommen wttd, im Gezentheile, ich hoffe es noch zu erleben, daß ich Sie erst mit der Reitpeitsche züchtige und dann hängen sehe. Ich habe gar nicht den Wunsch, Sie jetzt zu tobten, das hieße dem Henker in'S Handwerk pfuschen und wäre nur eine unzureichende Rache für mich. Aber ich will Sie dazu bringen, stch zu wünschen tobt zu fein lange vor diesem Zeitpuntte, und mein prophetischer Geist sagt mir, daß ich das erleben kann.'

Duvar's prophetischer Geist schien ihm etwas

Marburg,

Sonnabend, 20. Juni 1896.

iner Schilderung des Kriegervereinswesens schloß der Redner:Möge der Wahlspruch des DenkmalsFür Kaiser und Reich" auch die Herzen der kommenden Generationen erfüllen! Möge das Bildniß Kaiser Wilhelms des Großen von hier oben bis in die fernsten Zeiten ein vaterlandsliebendes einiges deutsches Volk erblicken. Ew. Kaiserlichen Majestät und Ew. Majestät erhabenen Bundesgenossen aber geloben die Erbauer des Denkmals, die deutschen Kriegervereine, hierzu beizutragen, was in ihren Kräften steht, beim fest wie bie Schrift hier oben in ben Stein, ist in ihre Herzen ber Wahlspruch eingegraben:Für Kaiser unb Reich!"

Darauf erwiberte Kaiser Wilhelm:Freudig bewegten Herzens stehe Ich mit Meinen erhabenen Bundesgenossen heute in Ihrer Mitte, um dem Denkmale, die Weihe zu geben, welches Hundert­tausende von alten Kriegern aus allen Gauen Deutsch­lands in einmüthigem Zusammenwirken dem Andenken an Meinen erhabenen Herrn Großvater, des Kaisers und Königs Wilhelm 1. Majestät, auf diesem sagen­umwobenen Berge gewidmet haben: der würdige Schlußstein für die Gedenkfeier der Siegestage des großen Krieges. Ich danke Allen, welche dieses unvergleichliche Werk erdacht, gefördert und vollendet haben, an erster Stelle dem durchlauchtigsten Landes­herrn, welcher es unter seinen besonderen Schutz zu stellen geruht hat. Ich weiß, daß die Erinnerung an den Großen Kaiser von denen bis zum letzten Athemzuge heilig gehalten werden wird, welche seinen sieggekrönten Fahnen folgen und mit ihm für die Einigung des geliebten Vaterlandes Leben und Blut einsctzen durften. Solcher Gesinnung ist dies Denkmal ein unvergängliches Wahrzeichen; die ihm zugewiesene Aufgabe ist aber eine noch höhere, edlere: Den kommenden Geschlechtern soll es ein Mahnzeichen fein, einig und treu zu bleiben in ber Hingebung an Kaiser und Reich, an Fürst und Vaterland; festzuhalten an dem, was das Vaterland groß gemacht hat; Deutsch­lands Ehre und Wohlfahrt höher zu stellen als alles irdische Gut. Wenn in dem deutschen Volke der Geist lebendig bleibt, aus dem dieses Denkmal er­schaffen ist und dazu erflehe Ich den Segen des Allmächtigen dann wird das Vaterland allen Stürmen, welche die Zukunft heraufführen mag, mit unerschütterlichem Vertrauen entgegensehen können, dann wird auch das heute aufgerichtete Wahrzeichen die Frucht tragen, welche feine Stifter erhofft und ersehnt haben. Mit wahrer Befriedigung habe Ich das erneute Treugelöbniß Meiner alten Krieger entgegengenommen, von denen Ich weiß, daß ihnen

führer des Denkmalsausschuffes, Hauptmann der Reserve, Prof. Westphal Berlin, die Festrede:Zu einem Feste von hoher Bedeutung hat sich heute der sagen- geweihte Kyffhäuser geschmückt. Zum ersten Male seit mehr denn sieben Jahrhunderten betritt ein deutscher Kaiser den Boden des ehrwürdigen Berges. Und welch' ein Gegensatz gegen ftüher. Heute ist das erlauchte Oberhaupt der Nation, im Verein mit den hohen Reichsgenoffen, als den festesten Stützen des neuen Reichsgedankens erschienen, um einem Werke die Weihe der Vollendung zu geben, welches dem Begründer des neuen Reiches und dem dank­baren Gedenken an seine unsterblichen Thaten ge­weiht ist. Wie anders in jenen vergangenen Zeiten! Erst dem großen Herrscher, dessen Gedächtniß wir heute feiern, war es beschieden, das Sehnen des deuffchen Volkes zu stillen. Seiner Weisheit gelang es, die richtigen Männer an die richtige Stelle zu setzen, den großen Kanzler, dessen geniale Staatskunst die Wege zu dem Einigungswerke ebnete, Roon, der das Schwert schärfte, Moltte, der es lenkte. Und als wiederum der Kriegsruf des Feindes an unseren Grenzen erscholl, da fand et eine begeisterte, in ihrer Einheit unüberwindliche, eine starke Nation, da stand der Preuße zum Bayer, der Schwabe zum Sachsen, da zog des preußischen Kronprinzen Siegfriedgestalt den süddeutschen Stämmen voran, da standen Bayerns Fürsten in treuer Waffem brüderschaft zu ihren norddeutschen Kampfgenossen. Da leitete Sachsens Königssohn preußische Truppen zum Siege. Ja, herrlich war der Siegespreis. Barbarossa war erwacht, die Sage erfüllt, ein Kaiser ward uns gegeben. Ein neues Reich erstand, mächtiger und durch innere Einheit kraftvoller, als das alte. Der Deutsche hatte wieder ein Vaterland. Redner pries die Herzensgüte, die Frömmigkeit des Heldenkaisers. Sein Leben war Arbeit, Arbeit für das Glück seines Volkes, Arbeit bis zum letzten Athemzuge. Noch eine lange Reihe gesegneter Jahre war es dem Begründer des Reichs vergönnt, s in Werk zu schauen und auszubauen. Und als der greise Held hochbetagt von uns schied, da waren seine alten Krieger einig darin, daß sie berufen seien, ihm ein Denkmal zu weihen, und daß dieses Denkmal, als ein Sinnbild des neuen Reiches deutscher Nation erstehen müsse, an der Stelle, die das Sehnen des Volkes durch Jahrhunderte hindurch war, aus dem Kyffhäuser. Heute steht es vollendet da! Seine Bedeutung ist eine doppelte: seine Parole heißt: Kaiser Wilhelm I., derHohenzoller, Preußens König" undsein Feldgeschrei:Für Kaiser und Reich!" Nach

Aehnliches zuzuflüstern, und es war ihm, als ob man ihn soeben mit Eiswaffel begossen hätte.

Er zweifelte nicht einen Augenblick daran, daß der Hauptmann fein Wort halten würde, wenn sich ihm je Gelegenheit dazu böte.

Ich kann es garnicht begreifen," stotterte er, weßhalb Sie für Sylvia so opfermuthig sind. Sie ist es für Sie nicht, die Versicherung kann ich Ihnen geben. Sie sind mir Dank schuldig, Sever, ohne daß Sie es wissen."

Weiß ich es beim nicht, Mensch?" rief Sever mit bitterer fdjneibenber Ironie.

Sie wissen nicht, baß Sylvia Sie längst unter ber Erbe glaubt," sagte Duvar finster.

Sie verrnuthm boch nicht, baß ich Ihnen bas auf Ihr Wort hin glaube?" erwiberte ber Hauptmann

doch er kam nie ohne Furcht und Zittern. Er wagte sich nicht gern in die Nähe des hochherzigen, edlen Mannes, den er fo entsetzlich und erbarmungslos mißhandelte.

Als er da stand, rief eine Stimme innerhalb:

Duvar! Ich weiß es, daß Sie da sind. Fürchten Sie sich selbst jetzt noch vor mir? Elender Hund!"

Eine fahle Bläffe flog wie ein Peitschenhieb über das schöne Gesicht desExchirurgen"; doch er trat jetzt hinein, blieb ober wohlweislich immer in der Nähe des Dieners.

Ein großer, bleicher Mann mit einem dicken Barte Hauptmann Magnus Sever stand ungefähr sechs Fuß von der Thür entfernt, sestgehalten von einer starken Eisenkette, welche um seine Taille ge­schmiedet und an der Wand befestigt war, sodaß der Gefangene nur wenige Schritte gehen konnte.

Hauptmann Sever wäre einmal ttotz aller An­strengungen des Riesen entflohen, wenn die Bluthunde ihn nicht daran verhindert hatten. Darauf betäubte man ihn durch Vergiftung feiner Nahrungsmittel und ßeno, welcher von Gewerbe ein Schmied war, schmiedete die Sette um ihn an einen Ring in ber Wand.

Doch in dem Augenblicke überragte er trotz der beschimpfenden Kette den Elenden, welcher ihm all' diese Gewaltthätigkeiten zugefügt, so hoch, wie in Gestatt der Mann das Weib überragt.

Derrick Duvar haßte ihn, wie der Verbrecher ge­wöhnlich sein Opfer haßt aber er fürchtete ihn auch. Sever hatte Recht.

Er fürchtete sich, ihn zu ermorden, wie er seine Schwester hatte glauben machen wollen, und er fürchtete für fein eigenes Leben, so lange Sever leben und entfliehen konnte. Dieser war natürlich anßer-

(Nachdruck verboten.)

Die seltsame Herrath.

Roman nach dem Amerikanischen von August Leo (Fortsetzung.)

Der riesige Wätter kam, ttieb dieblutdürstigen Bestien", wie Duvar sie nannte, in ihre Hütten, be­festigte sie dort und ließ Duvar ein.

»Ist Alles hier in Ordnung?" fragte dieser schnell.

»Alles in Ordnung, Herr," war bie Antwort.

Sicher?"

Ganz sicher, Herr."

Haben Sie mir genau in bem Punkte gehorcht, wenigstens breimal des Tages hineinzusehen, um sich zu versichern, daß er da ist?"

Ganz getteulich, Herr."

So kommen Sie jetzt mit mir; ich wage mich nicht allein in feine NÄje. Wann sahen Sie ihn zuletzt?"

Gestern Abend acht Uhr."

Sie fliegen hinauf, immer höher und höher, einen steile», gewundenen, absettS liegenden Weg, dis fie zu dem hohen, schlau angelegten Neste tarnen, welches von demtollen Duvar" gebaut worden war.

Ist er auch gewiß fest?" fragte Duvar angst­voll, als der Riefe den Schlüffe! in's Schloß steckte.

O ja, Herr."

Sehen Sie zuerst hinein. SRan kann nicht vor­sichtig genug sein."

Zeno blickte hinein, wie ihm befohlen worden war, dann erst folgte Duvar.

Er war während aller dieser Jahre vorsichts­halber hin und wieder auf Tanger Cliff gewesen;

Die Weihe des mächtigen Kyffhäuser-Denkmals ist, tote schon kurz durch Privattelegramm gemeldet, em Donnerstag in feierlichster Weise vor sich ge­gangen. Die Völkerwanderung zur Einweihung hatte schon seit Tagen begonnen, und die sonst so stille Goldene Aue wußte ihre Gäste kaum zu fassen. In Gegenwart des Kaisers und der Bundesfürsten hat sich eine würdige patriotische Feier abgespielt, die den schönsten Abschluß des Jubiläumsjahres der Reichs­gründung bildete.

Im kühlen Kaiserzelt, über dessen Eingang ein Kranz des Memeler Kriegerveieins hing, aus den Blättern jener Königseiche gewunden, unter deren Schatten Kaiser Wilhelm I. als Kind an der Seite seiner Mutter, der Königin Luise, spiette, sammelten sich nach und nach die Fürsten Deutschlands nebst den Bürgermeistern der Freien Städte. Fürst Hohen­lohe fuhr als einer der ersten Festgäste vor. In Vertretung des Kaisers machte die Fürstin Günther von Schwarzburg-Rudolstadt gegenüber den fürstlichen Gästen die Honneurs. Mit dem Großherzog von Baden fast gleichzeitig langte der König von Württemberg in Kürassiruniform an. Beide Herrscher wurden von brau­senden Hurrahs empfangen. Um 12 Uhr Mittags traf der Kaiser in Begleitung des Fürsten zu Schwarzburg-Rudol­stadt auf dem Denkmalsplatze ein. Die Ankunft auf dem Bahnhof in dem festlich geschmückten Roßla war gegen lli/2 Uhr erfolgt. Auf dem ganzen Wege von Roßla nach dem Kyffhäuser wurden die Fürsten ' V von einer kolossalen Menschenmenge mit brausendem Jubel begrüßt. Namentlich die Spalier bildenden Kriegervereine und Schulen brachten ihre Huldigung in stürmischen, nicht endenwollenden Hochrufen dar. Am Eingänge zum Denkmalsplatze war eine Ehren- kompagnie des Thüringischen Infanterie - Regiments aufgestellt, welche die Honneurs erwies. Auf dem Platze begrüßte der Kaiser bie Fürsten und begab sich mit denselben, gefolgt von den Schwarzburgifchen Beamten, dem Denkmalsausschuffe und den Künstlern auf die Plattform der Bogenhalle, wo der eigentliche Festakt stattfand. Der Vorsitzende des Ausschusses, General der Infanterie z. D. von Spitz, be­grüßte den Kaiser mit einer Ansprache, in der er dem Monarchen und den versammelten Fürsten den Dank j I der Kriegerverbände aussprach und versicherte, daß der von ihnen gestiftete Denkmaisbau ein Abbild ihrer unerschütterlichen Treue fei. Nachdem der Kaiser den 11 Beginn der Feier befohlen hatte, hielt der Schrift

Verantwortlicher Redakteur: Friedrich Colbatzky In Marburg. Sprechstunden der Redaktion: 10 11 Uhr Vormittags.