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öcheutliche Beilagen: Kreisblatt für -le Kreise Marburg und Kirchhain Redaktion ^und ^pedition^ " ° ° Zllustrirtes Sonntagsblatt.

Sprechstunden der Redattion: 10^11 Uhr VormittaKr"^"^'

£l'lXA,eJ|t.e.Ä4 . Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes,

VWv (< sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in

(p. a -«o -x -«c'.rxo - Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Iabra.

Donnerstaa, 18. Ium 1896. Masse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C- L.

Daube u. Co. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und In \A\ Feiertagen. -- QuattalAbonnements-Preis bei der Expe-

141 ditwn 2 ML, bei allen Postämtem 2 ML 26 Pfg. (exkl.

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Zweites Blatt.

Ueber Andröe's Ballonfahrt zur Entdeckung des Nordpols seien noch folgende höchst interessante Details gemeldet:

Während man sonst die Nordpol-Expedition auf Jahre und Monate ausrüstete, rechnet Andrse nur mit Tagen und Stunden. Im Gegensatz zu den sonst aus stärkstem Material gebauten Schiffen be­steht sein Fahrzeug aus leichtem hölzernen Geflecht, nur mit wasserdichter Leinwand umgeben. Werden die Polar-Schiffe sonst zur Bekämpfung der grimmig n Kälte der schaurigen, monatclangen Polarnacht mit Unmengen von Brenn- und Beleuchtungsmaterial versehen, so nimmt Andree weder das Eine noch das Andere mit, weil er auf seiner Sommerfahrt keine Kälte und Dunkelheit antrifft. Nicht ein einziges Streichhölzchen wird während der ganzen Reise entzündet, aus Rücksicht auf die 5000 Kubik­meter Gas, mit denen der Ballon gefüllt ist. Trotzdem werden die regelmäßigen warmen Mahlzeiten inne­gehalten, aber da in der Gondel nicht gekocht werden darf, so sind menschliche Speisen origineller und selffamer noch niemals hergestellt worden. An einer langen Leine, tief unter der Gondel hängend, schwebt im weiten Himmelsraum der Kochapparat, der auf elektrischem Wege in der Tiefe angezündet und dort ausgelöscht wird, ehe man ihn wieder emporholt. Aus gleiche geniale Weise wird die Lenkung des Ballons betrieben, ist das wissenschaftliche Obser vatorium eingerichtet, desgleichen die Verpackung des Proviantes in 800 kleinen Säckchen für die drei kühnen Lufffegler, ihre häusliche Einrichtung in der Gondel und die Unterbringung eines Schlittens oder Bootes für eine etwa »verfrühte Landung in unbewohnten Gegenden. Andree verdankt man auch einen eigenartigen Versuch über die Einwirkung der Polarnacht auf den Menschen. Er sowohl wie Dr. Ekholm, einer feiner Begleiter, waren Teilnehmer der schwedischen meteorologischen Expeditton, die 1882 unter Leitung des Dr. Ekholm nach Spitzbergen ging und dort überwinterte. Als nach der langen Polarnacht endlich wieder der Tag anbrach, bemerkten die Reisenden, daß ihre Gesichter eine gelbgrüne Färbung zeigten. Um zu ermitteln, ob dies eine Folge der langen Dunkelheit sei oder auf Täuschung beruhte, ging Andröe in freiwilligen Arrest und hielt sich nach völligem Anbruch des Tages noch einen Monat hindurch ununterbrochen im dunklen

(Nachdruck verboten.)

Die seltsame Heirath.

Roman nach brat Amerikanischen von August Lco (Fortsetzung.)

Ich wollte Sie gerade aufsuchen/ fuhr Dr. Stroud fort,Sie wissen doch, daß Sie mir damals sagten, Sie wohnten in Lianswyth, und ich vergesse nie einen Namen; deßhalb dachte ich mir, ich mache einen Sprung hinüber und frage Sie nach ihm. Er wftd, wie es scheint, vermißt, und es ist eine schöne Belohnung für den ausgesetzt, der Nachrichten von ihm bringt, gleichviel, ob er lebt ober tobt ist. Sie werben wohl nichts bagegen haben, lieber Herr, wenn ich mir dieselbe verdiene. Ich bin kein reicher Mann, Mr. Inga! wett davon entfernt und mein einziger Sohn ein guter Junge möchte schon lange gern ein hübsches Mädchen heirathen, ist aber zu arm dazu. Diese Be­lohnung könnte uns wunderbar heraushelfen, Herr wunderbar!"

Duvar zögerte wieder und dachte nach.

Wäre es möglich, diesen einfachen alten Mann zu betrügen oder zu bestechen?

Wenn er Dr. Stroud dazu bringen konnte, zu beschwören, daß er Victor Bruce bis an sein Ende behandelt und ihn sterben gesehen hatte, das wäre eine köstliche Lösung aller seiner Schwierigkeiten.

Doch hier ist nicht der Platz, so einen Vor­schlag zu machen," dachte erIch muß ihn irgend­wo allein haben, fern von Anderer Augen und Ohren, wo ich es ihm deutlich und vernünftig klar machen kann; wenn ich ihm genug biete, denke ich, wird er fröhlich auf meine Bedingungen eingehen. Und wenn nicht, dann"

Wintergebäude auf. Nach Ablauf dieser Frist stellte sich heraus, daß Andree's Gesichtsfarbe wirklich gelb- grün war, während diejenige der Anderen unter der Einwirkung des Tageslichts wieder ihr gewöhnliches Aussehen erhalten hatte. Diese Ermittelung bildet gleichzeitig einen kleinen Beweis für die Ausdauer des Leiters der gegentoärttgen Nordpol - Expedition, wenn es sich um die Gewinnung eines wissenschaft­lichen Ergebnisses handelt.

Vermischtes.

Eine Erinnerung. Man schreibt denM. N.

: Als Kaiser Wilhelm I. nach dem Kriege von 1870/71 für einige Wochen zu seiner Erholung nach den Sttapazen des Feldzuges in Wiesbaden seinen Aufenthalt nahm, gelangte an dem Abend, an dem er zum ersten Male das Theater besuchte, Lortzing's Waffenschmied" (unter Jahn's Leitung) zur Auf­führung. Gustav Siehr, der die Titelrolle fang, fügte dem bekannten Liede des Waffenschmiedes zwei von seinem Freunde Wilhelm Rullmann verfaßte Sttophen bei, deren erste folgendermaßen lautete:

Nicht nur, daß ich Waffen geschmiedet mit Fleiß, dd) teufet auch zu führen mein Schwert.

Der Tage gedenk' ich noch gerne als Greis, Da die Hand sich zum Kriege bewehrt.

Wie kämpften wir mu hig da Mann an Mann, Und ein Heldenkaffer zog uns voran Hinaus in den heiligen Streit, Das war eine köstliche Zeit!"

Schon diese Strophe wurde von dem Publikum, daß alle Räume des Hauses füllte, mit jubelnder Zustimmung ausgenommen; alsdann aber die zweite Strophe in die Verse ausklang:

Heil unferm Kaiser, dem Sieger im Feld, Der Deutschland geeint und befreit!

Das war eine köstliche Zeit!"

hörie^man die letzten Worte trotz der mächtigen (Stimme des Sängers nicht mehr; ein Sturm von Begeisterung ging durch das Haus, man sprang von den Sitzen empor, die Damen wehten mit ihren Taschentüchern und Schleiern nach der Kaiserlichen Loge hin und von allen Lippen kam der Ruf:Heil unserm Kaiser!" Dem Kaiser, der fortwährend nach allen Seiten hin dankte, traten die Thränen in die Augen und er konnte nur immer die Worte wiederholen:Das ist zu viel! Das ist zu viel!" Am anderen Tage ließ der Monarch, der diesen Abend wohl zu den schönsten seines reichen Lebens rechnete, dem Sänger feinen Dank aussprechen.

Patriotischer Gedenktag. Am Dienstag, den 16. ^uni, vor 25 fahren sand der Siegeseinzug der aus Frankfurt heimgekehrten Truppen in das festlich geschmückte Berlin statt. An ihm nahmen im Ganzen

Der Satz blieb unvollendet; doch die drohende Verdüsterung seiner Augen würde Jedem, der ihn kannte, gesagt haben, daß er in einer gefährlichen Laune sei.

Dr. Stroud wartete indessen geduldig.

Duvar antwortete ihm endlich, indem er für den Moment eine täuschende Miene der Güte und Freimüthigkeit annahm.

Das ist ein Glück, daß Sie mir Begegneten, Doktor," sagte er. _Ich bin gerade jetzt auf dem Wege, Bruce zu besuchen. Er hat seit vielen Jahren ein vollständiges Einsiedlerleben geführt, und deßhalb kann man ihn nicht finden. Ich glaube nicht, daß er gefunden zu werden wünscht, und wenn Sie in dieser Angelegenheit kommen, glaube ich, würden Sie kaum sehr willkommen sein."

Ah?" fragte der Doktor ziemlich unbefriedigt.

Vielleicht würde er Ihnen mehr geben für's Schweigen, als Jene, die ihn suchen, für's Sprechen."

Er hat doch nichts Böses gethan? Er er verbirgt sich doch nicht vor der Justiz?" fragte Stroud erschreckt.

D, mein Gott, nein! Er ist nur etwas sonderbar und reich. Ich bin überzeugt, er würde Sie gut bafür bezahlen, wenn Sie ihn in Frieden lassen und ihm Schweigen versprechen wollten."

Der selbstgefällige kleine Mann richtete seine unbebeutenbe Gestalt plötzlich kerzengerade auf und blickte über die Brille hinweg scharf seinen Ver­sucher an.

Verstehe ich [Sie recht, Herr?" begann er mit einem Blicke, welcher Duvar unwillkürlich die Hände ballen machte und ihm den Wunsch einflößte, ihn niederzuschlagen, bevor er ein weiteres Wort spräche.

42 000 Manu theil, die Garde, ein Bataillon der Königsgrenadiere und Deputattonen aller übrigen Truppentheile des deutschen Heeres. Vor den lorbeer­geschmückten Truppen her wurden die erbeuteten Kriegstrophäen getragen. Alle Herzen schlugen den Heimkehrenden entgegen, vor Allem dem greifen Heldenkaiser und dem Dreigestirn seiner verdienstvollen Heerführer und Staatsmänner: Moltke, Bismarck und Roon. Graf Moltke zügelte sein muthiges Roß mit der Kraft eines Jünglings, als es vor den wehenden Fahnen scheute, während Fürst Bismarck seinen braunen gelassen gängelte und die jubelnden Zurufe freudestrahlenden Antlitzes erwiderte, und selbst Graf Roon's schwermüthige Züge heiterten sich auf: Der Gedanke an die glänzenden Proben, die bas von ihm umgeftattete Wehrspstem bestauben, überwog den Schmerz des Vaters, der auf dem Felde der Ehre einen hoffnungsvollen Sohn verloren. Nach dem feierlichen Einzuge erfolgte die Enthüllung des Reiterstandbildes Friedrich Wilhelm DI. im Lust­garten. Abends ging's natürlich hoch her. Alles wetteiferte, die siegreichen Truppen zu feiern und zu ehren! Bis spät in die Nacht hinein wurde der Siegeseinzug gefeiert und kein Mißton störte das unvergeßliche Fest des Wiedersehens.

600 Bureaugehilfen! Man schreibt ans Kiel: Als ein Zeichen der Zeit darf angesehen werden, daß ans die Seitens des hiesigen Magistrats erlassene Ausschreibung von acht Biireaugehilfenstellen, bei einem Ansanisgehalte von 1200 Mk. und viertel­jährlicher Kündigung, 600 Bewerbungen eingegangen sind! Fünf Militär-Anwärter und drei Hilfsarbeiter waren die Glücklichen, welche die vielbegehrten Stellen erhielten.

Origineller Brief des Marschall Vorwärts. Lieber Eisenbart! Ich bin wie vom Blitz getroffen. Der Stolz der Weiber (die Königin Louise) ist also von der Erde geschieden. Gott im Himmel, sie muß vor uns zu gut gewesen seyn Schreiben Sie mich ja, alter Freund, ich bedarf uffmunterung und Unter­haltung. Es ist doch unmöglich, daß einem Staht so viel auf einander vollgendes nnglück treffen kann, als den unfrigen. UebrigenS gebe der Himmel, daß sich alles, was ihr letzter Brief enthält, bcftättiget, in meine jetzigen Stimmung ist mich nichts lieber, als daß ich erfahre, die Welt brenne an allen vihr Enden. Immer derselbe Blücher."

Heiliger Fernsprecher. König Menelik hat den Brüsseler Elektriker Ingenieur Mourlon mit der Her­stellung eines umfassenden telegraphischen und Fern­sprechnetzes, das alle Hauptpnnfte Abessiniens ver-

Verstehe ich Sie recht, daß Sie mich bestechen wollen mich, Doktor Felix Sttoud?"

Keineswegs," erwiderte Duvar ruhig.Ich habe nur von der Möglichkeit gesprochen, daß Bruce es vielleicht haben könnte."

Ah!" stieß der kleine Mann mit einem neuen Anfalle von Entrüstung aus.Er thut besser, es bleiben zu lassen ja, besser, es bleiben zu lassen!"

Duvar wandte plötzlich sein Gesicht ab; es war ihm, als müsse der Mann sonst die wilden und drohenden Gedanken lesen können, die in ihm tobten.

Ganz gut!" antwortete er, immer noch seitwärts blickend.Sie können mit mir kommen und ihn sprechen, wenn Sie wollen; es ist dieselbe Richtung wie nach Lianswyth."

I t. Sttoud willigte ein, und bann waren sie Beide während der Fahrt still und gedankenvoll.

Es war ein einsamer, unbewohnt aussehender Ort, an welchem sie den Zug verließen.

_ Gs war wohl eine Station, und eine Laterne brannte auf dem Perron, doch sonst war weder ein Licht, noch ein Mensch zu sehen.

Schade!" sagte Duvar,Bruce wußte nicht, daß ich komme, sonst batte er mir einen Wagen ge­schickt. Doch wir können bequem hinüber gehen."

®r schritt, ohne eine Antwort abzuwarten, hinaus in die Finsterniß, und der Doktor folgte, den Stock in einer und die Reisetasche in der anderen Hand tragend.

Sie gingen durch die, wie es in der Dunkelheit schien, einzige Sttaße, des kleinen, elenden Dörfchens und bettaten dann einen nach und nach aufwärts führenden Weg, welcher aber endlich so steil und schlecht wurde, daß der kleine Doftor ziemlich viel keuchte und auch etwas vor sich hin brummte. Duvar ging

binden soll, wie mit der Lieferung des gefammten Marerials beauftragt. Jede telegraphische Station erhält einen Fernsprecher und auch Meneliks Palast wird durch den Fernsprecher mit den Hauptpunkten verbunden. Damit die weite Einnöden durchschreiten­den Drähte nicht gestohlen oder zerstört werden, hat Menelik durch die Priester den Telegraphen und den Fernsprecher für heilig erklären lassen, wer sie be­rührt, unterliegt der Todesstrafe. Auf einer Sttecke von 1100 Kilometer sind schon die Phähle angebracht.

Patent-Nachrichten.

Auszug für dieOberhess. Zeitung" v,n BrockhauS & Technisches Patent- und Uebersetzungs-Bureau. Köln a. Rh.

Metzerstraße 6.

Patent-Anmeldungen.

Verfahren zur Darstellung von Diamanten oder diamant- ähnlichen Körpern aus Kohle mittels elektrischer Glühhitze. E. Moyas, Darmstadt.

Getriebe für die Contaktwerke elekttischer Fernmelder.

H. Gran, Inhaber der Firma, Cassel.

V a t e n t - E r t h e i l u n g e n.

Wasserröhrerkessel mit getheiltem Umlaufstrom. Simonis u. Lanz, Frankfurt a/M.

Absatz-Nagelmaschine. A Andres, Rieder-Walluf.

Gebrauchsmuster.

Hosenträger oder Tragbänder mit leicht lösbar und ver­stellbar angebrachtem elastischen Hinteren Verbindungsband. H. Fried, Cannstadt.

Büchse zur Verpackung sterilisirter Verbandstoffe mit ein­gekittetem Boden. EvenS u. Pistor, Caffel.

Portemonnaie, ganz oder th-ilwetse aus durchsichtigem Material. D. Heymann, Offenbach a/M,

Wärmapparat für Wurst- und Fleischwaaren mit abnehm­barem schneidbrett Blammeser u. Kiemisch, Offenbach a/M.

Obige Firma ertheilt den Lesern derOberheffischen Zeitung unentgeltliche Auskunft in allen das Patenffach betreffenden Anfragen. Die Red

Vergnügungsanzeiger.

Repertoir-Entwurs der Frankfurter Stadttheater.

Opernhaus.

Donnerstag, den 18. Juni:Troubadour". Freitag, den Zur Erinnerung an die erste Vorstellung des Waffenschmied" vor 50 Jahren, bei ermäßigten Preisen. Zver Waffenschmied". Sonnabend, den 20. Juni:Mignon"' Sonntag, den 21. Juni:Der Evangelimann". Gr. Pr'

Schauspielhaus.

Donnerstag, den 18. Juni: Schiller-Cyclus VI. Abend bei kleinen Preisen:Maria Stuart". Freitag, den 19. ZunnHotel zum Freihafen". Sonnabend, den 20. Juni: Zu Ehren des deutschen Journalisten- und Schriststeller- "Fausts Sonntag, den 21. Juni, Nachmittags 3-/» Ubr: Bei ermaßigten Preisen:Die Ehre" Abends 7 Uhr: .Allfrankfurt". Montag, den 22 Juni:Hotel zum Freihafen".

Voran mit Gedanken, wie sie nur ihm znzuttanen waren, und vollkommen schweigend, bis der Doftor endlich ärgerlich sagte:

Darauf war ich nicht vorbereitet."

Gehen Sie zurück, wenn Sie wollen; ich habe nichts dagegen!rief der Führer unfreundlich, ohne stehen zu bleiben.

Der Doftor ging weiter; doch der Weg wurde immer gefährlicher; es gab da dunkle, tiefe Löcher hin und wieder gähnende Abgründe, und ans der Entfernung hörte man irgendwo das Rauschen des Wassers.

Das gefällt mir gar nicht," stöhnte endlich der Doktor.Gehen wir lieber zurück. Wir hätten am Bahnhofe bis zum Morgen warten sollen; ich bin überzeugt, daß ich noch in irgend einen dieser Ab­gründe falle und den Hals breche."

Gott gebe es!" brummte Duvar im Stillen.

Doch er blieb stehen und drehte sich um.

Nun, reichen Sie mir Ihre Reisetasche jetzt geben Sie mir die Hand so! Bei der Biegung dort ist ein Sitz, wo wir ausruhen können."

Als sie den schmalen Weg neben dem Abgrunde säst entlang krochen, warf Duvar einen finsteren, suchenden Blick über den Rand desselben.

Es war ein langer, fast senkrecht abfallender Felsberg, an dessen Fuß ein reißender Fluß rauschte, der in's Meer mündete.

Es würde nicht viel Mühe machen, diesen Alp irgend wohin zu befördern, wo er Niemanden mehr belästigen könnte," dachte Duvar.

Doch er hielt sich nöch zurück.

Ich will ihm noch eine Gelegenheit geben," sagte er, die Zähne fest zusammenpressend.

(Fortsetzung folgt.)