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v. 684. 1550 2248,

150ß 2439 3443. 4050 5105.

466. 1929 2774 3392 3906 4372.

1132.

. 738.

Marburg,

Donnerstag, 18. Juni 1896.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen - Quartal Abonnements-Preis bei der Erve- 2,JRt' bei allen Postämtern 2 Mk 25 Pfg. (Sfi. Bestellgeld) JnsertionSgcbühr für die gespaltene -teile ober deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in tJranffurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C 8.

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

(MchlW Shilling

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. "* " ** Jlluftrirtes Sonntaasblatt. w.».»

wrvnmWByyWtW Sprechstunden der Redaktion: 10 11 Uhr Vormittags.

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Wenn am Jahrestage der Schlachten von Fehrbellin mh Belle-Alliance die Hüllen vom Kaiser-Denkmale uf dem Kyffhäuscrberge fallen, dann ist im Herzen Deutschlands ein Wahrzeichen errichtet, das beredt.

Erstes Blatt. I i1*16C8im,t ~ «W"»"**riw*ö

Bürgerrecht und Bürgertugend.-£££ÄtTS-J; ÄÄ'Ä

m mch, gering TM- a.f d-s totate L L' L"" Minmn (AnfangJuly. r-is-n haben, da» auf ein, B-rft-Mgung licht z» rechnet

ständnch für die Grundlagen eines gesunden Staats-1 vinzial- ^Be-irks- &r5a 9' der Centtal- Pro-1 d,e Prinzen m Begleitung ihrer Kaiserlichen Mutter ist. Infolgedessen hat die Staatsregierung selbst die ÄÄÄtÄ

?E um^k ernste BmOung, ?l?ein^!mdnttes fasiung und^Vttwalüing dargch llt"°^ ?d " Th' |toSfauer Z w i s ch e n f a l l.)s ch n e ike°r e uktzm B eVe V hal zwar auf Grund

vollem Verständniß der ihnen im Staatsierbcnbebe« bal beÄTSelafftlaPff?rr $CI1dbetoar?tbabDV,eSebeutu0 bcS 8egen den ersteren erhoben, Hot aber jetzt fallenden Aufgaben und mit aufrichtiger Hingebung I Aktienaestüschaiten ? ^"^griff der Zwischenfalles zu übertreiben.Gott weiß es, was nach Verlauf von 2 /, Monaten auch nicht den

rai das allgemeine Beste zu gemeinsamem Wirken das ReichÄasreckt nach PT'r T /^°'?r, daß wir 1870 die Legende vom Schein eines Beweises für seine bekanntlich von

fest an einander schließen. Dazu ist es aber un- De? zweite Tbe,? " ! Deutzen haß in Suddcutschland geglaubt. Es wäre Peters auf das Entschiedenste bestrittene Behauptung

"laßl'ch, daß die Staatsangehörigen über die Grund, preußischen Wahl-vrncbe- § WtSo bcn' \ wenn sotolle Ideen abermals unsere beizubringen gewußt. Mir Recht ist er dcßhalb als

lagen eures geordneten Staatswesens aufgeklärt und! Vaterland'"non ^mg undlvottiichin Tendenzen fälschten. Die deutsche Einheit I böswilliger oder, an Böswilligkeit grenzend fahr-

'hnen diejenigen Tugenden vor die Augen gefügt ^aterlalkiebe ans ! istThalsache, die absolut Niemand rückgängia machen lässiger Ehrabschneider in der g strigen Sitzung des

roerben, welche sie sich aneignen und in Hebung er- Treue im engen Familknkrelle wk .T? ®eL,"3'embä beurtt>e,It benZwischenfall" I Reichstages festgenagelt worden. Er mußte sich

halten müssen, um sich nach ihrer Kraft und ihren ruf/mit bereiten auf (£i h b? b? ^"ger als ein großer Therl der deutschen dabei auch an seine ebenso frivolen und falschen Arn

Fähigkeiten dem Staatswesen nützlich zu erweisen. Worten der Prosa wie 5t m9Imin ^ye-ns wird durch schuldPungen verschiedener Militärpersonen erinnern

In emsach-natürlicher Jedermann verständlicher und werthen Dichterskch »efeü t * beherzigens- de Worte des Prinzen nicht berührt, das ist von lassen. Herr Stadthagen ist von dem Land- uberzeugender Darstellung erreicht dies das Buch So biettt b eks Buck vkls^Pn s- s S Hellen Stellen her erklärt worden. Daß rath Stubenrauch einer mit Vorsatz verübten Ver- .Burgerrecht und Bürgerrugen d", welches Skaatsbiiraer iineiObehrrkn K/,iff 6? ' ^nige persönliche Reibereien von der leumdung des Amtsvorstehers in Mixdorf überführt

kürzlich in zweiter Auflage im Verlage von GeorgILdisck>enV^rs!ttkno^?Np^k '^er vater-«R.de herleiten soll garnicht verschwiegen werden, worden, und Herr Singer hat sich gegen die von Reimer m Berlin erschienen ist. Die Verfasser sindk /wahn vor dm DfJ,6r"^n-1eD9ar ber Präsident der bayeriscten Abgeordneten-1dem Abg. von Eynern erhobene Anschuldigung der

der Geheime Ober-Finanzrath Marcinowski und der Lehren und begeistert ^r da? Varn önd Stt/ ^m-r v Walter benutzte den Zwsichenfall, um in Verleumdung lediglich durch den Kunstgriff formell Hosprediger Frommkl. Vorzüae ^d- Als große seiner Schlußrede dem Hause Wittelsbach dafür zu zu vertheidigen gewußt, daß er die Zusammen-

Zu dem Verständniß trägt wesentlich die Heran- die "dem «eser ermöallwt I b^ - unablässig bestrebt lei,die reiche-I gehörigkeit des auf Theilnahme an dem Tanze um's

Siebung von Beispielen bei, die thcils der vater- über baS Elmc ne ri, /spg!' '1*,. lchnell i oeisassungswatzig gewährleistete Selbstständigkeit goldene Kalb bezüglichen Satzes seiner Rede mit

-indische-- Geschichte, theils dem nächstliegenden (d ff ff TiÄrf * enge,en Vaterlandes" zu erhalten. - Be- den vorher aufgefühtten SRameJ beftritt obffl bie

Mirungskretse in der Familie entnommen sind. So ganz besonders fuffih-"erkt möge noch teilt, daß der Präsident ter deutschen Hörer und Leser zu der Annahme kommen mußten

oirb gleicf) in ber Einleitung 5um erften Zbeile, bie Mfafä Moskau, Karl Camesaeca, aus dem und jedenfalls auch sollten, daß bk vorher >

icm siaarsweserr im Allgemeinen, dessen Begründung,|---- 9 - 1^ e s, i > ch en stemmt, schon seit den 60er Jahren I nannten Heiren der gedachte Vorwurf treffe Nettes

tzntwickelung und Erhaltung handelt, bie wahre lebt er in Moskau, wo er durch Fleiß und Tüchtig- Kleeblatt von Genossen! Mit diesen Festnaaeluriaerr"

Wrhert dahin gekennzeichnet, daß sie wie in berl Deutsches Reich. kett zum angesehenen Kaufmann geworden ist; er be- kommt es nur darauf an, immer wieder zu zeigen

iMillie nicht in her Schwächung der StaatsgewaltI Berlin 16 b°rt großem Erfolge ein ImportgeschäftImit w lchen Mitteln die Sozialdemokraten arbeiten'

zu Gunsten der Rechte der Einzelnen, sondern in der!Die Sa i ferl i ä e n 8 )|in$rogueti unb Warben. Wer Camesasca kennt, weiß, wenn sie ungescheut die Tribüne be» Re chstags

erarfung des Staates durch hingebende Mitarbeit früh einen Spazierritt i^ die feiner bekannten Festrede keine beabsichtigte Spitze zu ehrabschneideiischen Verhetzungen mißbraucheu und

Volkes an den Aufgaben des @emetnme)-eng B2tottP6onM b°' W°'t Gefolge ohne eine Spur von sittlichem Ernst und v°7La7r- Ntebt. sie dazu glücklich gewählten und erläuterten, Neuen Palais die Norträne h'pakr» Monarch tm I einfach damit, baß er unvorbereitet offenbar dae I heiteliebe vorgehen. Es würde recht zweckmäßig sein Beffpiele betreffen den Kaufmann, den Sanbmirtb,Begleitung" nicht fand Unb letzteres ist am Ende jeder Session bie im berfelben kn Hanbwerker unb Fabrikbesitzer nicht weniger alslKönig Albert oo n a»f<>« pwhfi" " sehr begreiflich, bie wissen, daß in ber langen!von den Sozialdemokraten zu Aufhetzungszwecken im

tB ronb b'" ^er. fi ben BWutata bei £ L's Le ens tm Auslanbe ber bentsche Mott- Reichstage vorgebrachten

m palrrotrschen Weste ist der folgenbe!Moltte. Das Leben ber Kaiserlickien Nrin7n r 8 , . m unwahren Behauptungen zusammen- unb dem wirk-

Die K-isers-ge wm WW^r.' ESäS£ÄSSÄSfS u: Enthüllung d-s Saifer »t,h-lm. Ah-I dam !»m-n dn -mh!" df, d-r As-I>- nurein Ilein Sein", und dieser

'enkrnals auf dem Kyffhäuser am 18. Juni. Dichter verkündeten begeistert, daß der Barbäros a Mit ben wanb^rnden^Rettelmön^Pr. m JSft? bcWe ba8 Volk von Neuem in dem e'-« » Ix* k mb ** MSf ? L-dL

b°- e A^^uck ^Ruh- bleve", erzählt u. A. Dettmar von Lübeck. Aber die Das folgende Jahrhundert brachte nun wieder

r luum ein underes.' die

J^atferg Werßbart, des Gründers unseres neuenkI6eit Fulda^s^Ernst wT9 2S°^t f,c standen aus seiner Seite in dem großen Stücke zerschnitten, ja zu Staub verbrannt denn Gott

Mes; m bas Dunkel des Inneren versetzt bie E £L'Sk 3 rUnb *nimr haben Kampfe, unb barum meinten sie vielmehr, er habe will es so in einem

!olksphanta,ie den alten Kaiser Rothban, ben einstigen I b Thatsache erwiesen, baß der Kaiser «sich geweissagter Gefahr entzogen unb unsichtbar ge-IfJobann von Mikrtß..^ i-? Rathschluffe

»ter von Deutschlands Macht und Ehre, bT ff b^ Barbaroffa, sonbern macht. ®nft aber wirb c? i^SnSrS ben S Ät

togc schlafen unb ber Wiederkunft der deutschen | ' f ,b.. !r aucb blc llanze sage in »Kampf gegen Pfafferei unb Möncherei beenden, das I ber Kaiser ben Frieben aebrmfit nnh hpa

Ö^ÄgScü unb^©egentoart Sem 9trma* XÄX er

ffiiralle mbanfen^b'»/yffhänser? Friebrich^ Sbem^Ka^b ben^Tob Jostph7i7°k7da7b7 71^«7schenkt e7sin7fchilffr"grüne?unbTbN

und unser? unze"rDr°b«e X £i? ben ä5amCr$yS'äÄ "'p ""X ^ge^die Wiederkehr Kön7g?Ma^s7 F° $? finff w?r Ä nSSent in ber Sage

fOmm Gedichte, bas Friedrich Rücken 1816 in dem! die Welt mit sich?ttiM ?L Es that noch. Trübe Ter Kaiser fährt in» heilige Land, legt seine HenMft

ffer Enttäuschungen dichtete. I sonders in den Kreisen 'der Joacksten "bks^e' |3etienan über Deutschland gekommen. Es gab Ian einen dürren Baum nieder und dieser ergrünt >titbem begleitete ber schlafende Kaiser im Kyffhäuser! Glaube. Das sind die »»3? berff bte'er | Kaiser und kein Reich, unsicher waren die allsogleich. Dieser Zug geht auf ältere kirchliche

le nationalen Träume unb Bestrebungen in Deuffch-1 Franziskaners aus dem Anfmia^d,« ^^"1 Straßen, das Recht setzte aus, blutige Fehde tobte I Prophetien zurück, die jetzt mit dem Kaiser in Be-

Als im Jahre 1830 ein Zug frischer Hoff- Joachims von Sorteber S £l3 ?" 'ol<5)tx 3cit kl-mmert sich Glaube und ziehung gesetzt wurden; es scheint aber doch auch die

mg durch s Land wehte, fragte P. A. Pfizer den Kirche zornesvoll gmredig/ und d-r Hoffnung des Volkes an messianische Ideen; und wie urgermanische Vorstellung von der Wettesch? mtt

ttbar0)fa:Wann erwachst Du, Heldenseele?"! Unterdrückung geweiskt hatte^Sk b" ®eun9toar, Kaiser Fnednch sei noch amzuspielen, bie neues Leben gewinnt. AM dem

ls die natwnalen Hoffnungen wieder schwer barnieber l stellung, daß der große KirckenkiM^ b I ^b-n, ^'-bt sich aus der Thattache, daß in der I Antichrist ist also nach hundert Jahren in deutschen toi, klagte Hoffmann von Fallersleben (1849)|angetünbigte Antichrist und bestimmt ki b^!^"EnHalftedks 13. Jahrhunderts 4 bis 6 falsche I Landen der letzte Kaiser zum 'Friedebringer, zum Eroberer $enn her Kaiser doch erstünde! Ach, er schläft zu ihrem Meister vor«aaw ' .^von Friedriche au,standen und Glauben fanden. Einer des heiligen Grabes geworden.

*6e Zett!" Und Julius Sturm ließ ihn nach d n|Ärche zu vollziehen^Wohl bat eHh?IZdekS°Jub' fonnte zwei Jahre lang richtig! Wo aber der Kaiser wellte, darüber herrschte 15 8 6 -r.hr schon schwereslHvs halten, und daß Friedrich damals (1284) 8s|lange Zeit Unsicherheit. Allmählig bild" sich btt