h ift illige, k rta.
OSechsW Btitiiii
öchentliche Beilagen: Kreisblatt für -ie Kreise Marburg und Kirchham.
Druck und Vertag: Ioh Aug. Koch, Unioersitätr-Buchdrucke ei in Morbus Redaktion und Exvcdition: Markt 2i.
Veramwortlicher R-dakteur: Friedrich Colbatzky in Marburg. wVIWWI|j¥VHH’H Lprechftunden der Redaktion: 10 11 Uhr Vormittags.
ngeitz, SPfg. hinzu, ognac,
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und '■.'1 4 nn Feiertagen. — Quartal Abonnements-Preis bei der Expe-
e I=. Joy* dition y Mk, bei allen Postämtern 2 Mk 25 Pfg. (exkl.
Bestellgcld) JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pk«.
Marburg,
Dienstag, 16. Juni 1896.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annonren-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln, C. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
XXXI. Jahrg.
eit
(Nachdruck verboten. /
>el
Die seltsame Heirath
(Fortsetzung.)
ana
m.
n bä )rster. Wests.
in ben tt unb [2449
irlle
rügte
(6
en.
■ei
gOD
er,
1171
Esseiz Heu zu ge des lNghlf
fahren erinnere an das Durchpcitschen des österreichischen Handelsvertrages im Jahre 1891. Eine Vorlage von der Bedeutung des bürgerlichen Gesetzbuches müsse in ihren Einzelbestimmungen zunächst zur Kenniniß aller davon betroffenen Kreise gelangen. Dann erst könne das Plenum des ReichS- mges — nicht eine kleine Gruppe des Reichstags im Hochsommer — in eine Berathung eintreten.
Es ist nothrrendig, die Thatsache sesizuhalten, baß der greise Staatsmann, so sehr er sich im All gemeinen Reserve auferlegt in seiner kritischen Würdigung der politischen Vorgänge und so sehr er bemüht ist, dem Ministerium Hohenlohe Verlegenheiten zu ersparen, doch wiederholt auf jene Gefahren hin- zaweisen für seine Pflicht hielt, die sich mit der Durchpeitschung des Gesetzbuchs verbinden müssen Wir haben ja eine Anzahl von Jahren durchlebt, in denen das, was aus dem Waldesfrieden an der nordischen Küste zu uns herüber drang, wohl einen Wider- Ml in nationalen Herzen, aber nur taube Ohren bei den amtlichen und parlamentarischen Machthabern fand, ir haben unter dieser Taubheit unendlich gelitten nd uns genöthigt gesehen, nach der Liquidirung der xrbschaftsmasse des Caprivismus in heißer Arbeit möglichst das nachzuholen, was uns der weitsichtige Staatsmann im Sachsenwalde rechtzeisig angeraiheu \ hatte. Auch heute wiederum vereinigt sich die ganze offiziöse Presse mit dem Schwarm jener Politiker, die stets.das Böse wollen und zum Unterschiede von Mephisto nur das Gute erreichen, um im Gegensatz zu der Mahnung des ersten Kanzlers in wüihender llebcreilung das wichtigste Werk der neuen Zeit zu Stande zu bringen. Es ist noch gar nicht lange her, !M wenige Wochen, da erhoben sich im Seniorenkonvent des Reichstags fast sämmtliche Stimmen gegen das übereilte Verfahren; um so größer muß das Mißtrauen jetzt sein, wo die modernste Krankheit, die Fallsucht, die übrigens recht nahe verwandt zu sein scheint, mit
(ie». ttt- Pfg., ttg.; ren ar« eit >il« W., ner: re« >M.
Et> Satt men. >rd
angenehm wäre oder nicht.
Es war ihm natürlich nicht angenehm; aber wie konnte er es ändern?
Wie er Regima sagte, war er noch nicht mündig, nvd wenn er sich weigerte, den Befehlen seiner ge- sitzlichen Tyrannen zu gehorchen, konnten sie ihn aut btm Schlosse weisen, ihm Einkünfte vorenthalten und chn in jeder Art von ihr trennen.
„Ganz gleich, Du sollst Dich nicht unterwerfen/ kieth Regima. „Ich sage Dir, ich stehe Dir bei!"
So standen die Sachen jetzt, und es war deß- halb für Rupert Sever ein sehr unangenehmer Gedanke, den Menschen, der ihm so widerwärtig war, bei etwas zu fangen, was nicht ganz „richtig" war.
„Auf Wiedersehen!" hörte er Dnvar heiter zu «rS. St. Mm sagen. „Ja, ich sahre mit dem Ochsten Zuge."
Bismarck warnt.
* Von Neuem wird eine Mitrheilung vcröffcni- sicht, die unseren nationalen Parlamentariern wohl Anlaß zu ernsterem Nachdenken bieten könnte. Wie die „D. Tagesztg." von durchaus kompe, enter unb ^verlässiger Seite erfährt, hat Fürst Bismarck vor einigen Tagen erklärt, er würde es auf des Lebhafteste bedauern, wenn der Reichstag eiwm durchaus unberechtigten Drucke nachgäbe, der dahin geht, den Entwurf eines bürgerlichen Gesetzbuches noch in der gegenwärtigen Session durchzudrücken. Ein solches Ber
iet Li, »er ak. ei:
mmen- 'ich iS d Be-
^[28^ Vornan nach dem Amerikanischen von August Leo
Wir müssen hier bemerken, daß nach jenem Eisenbahnunglücke, bei wclchem, wie man glaubt, Hauptmann Sever verunglückt war, Lady Dare und Derrick Duvar es vermocht hatten, sich zu vereinigten Bor- - Mündern des jungen Rupert bestimmen zu lassen, und gelM daß Duvar kurz nach der Unterredung mtt seiner davrH Schwester im Parke, welche Mrs. St. Ulm belauscht Mte, Rupert hatte rufen lassen, um ihm in seiner weichen, sanften, unnahbaren Art zu erklären, daß seine Vormünder den festen, unumstößlichen Beschluß gefaßt hätten, ihn mit seinem Hofmeister für zwei Jahre auf Reisen zu schicken, gleichviel, ob es ihm
der G e f a l l s u ch i, unsere Volsverrrcter wieder einmal ergriffen und sie veranlaßt hat, das, was sie eben ein Wiesel nannten, jetzt für .in Kameel zu erklären. Das Mißtrauen wird auch dadurch nicht verringert, daß die Sozialdemokraten, die urplötzlich die eifrigsten Vertreter der Durchpeilschung sind, sich jeder Obstruktionspolitik zu enthalten bereit sind und auf den Ver uch verzichten wollen, durch tägliche Stimmenauszählung die Beschlußunfähigkeit des Hauses fist stellen zu lassen. Da wir der Panei nicht zulraueu, daß sie die neue Taktik nur deßhalb wähle,. um dem deutschen Volke und der heutigen Gesellschaft ein Gesetzbuch zu schenken, das vielleicht an gewissen Fehlern kranke, so registriren wir als einen der Erklärungsversuche das ziemlich bestimmt auslrctende Gerücht, daß ihre Nachgiebigkeit aus einer anderen Ursache herzuleiten sei. Der Sozialdemokratie liegt ungemein viel daran, daß ihr alter siebzig- jäyriger Liebknecht möglichst lange verschont bleibe von bcrjbm in Breslau zudiktirten, harten Gesüngnißstrafc, und daß auch über einige andere Dinge dieser Art möglichst ausgiebig Gras wachse. Eine Vertagung des Reichstages würde cs zur Folge haben, daß der Staatsanwalt keine Hand nicht an die von ihm in’S Auge gefaßten Opfer legen kann, während ein Schluß der Session ben Abgeordneten die allgemeine Vogelfteiheic von Neuem verleiht. Man munkelt nur davon — wir glauben natürlich kein Sterbenswörtchen — daß den Sozialdemokraten unter der Hand die Vertagung zugesichert worden sei, wenn sie als Gegenleistung die Obstruktionspolitik an den Nägel hängen, daß aber im andern Falle der Schluß der Session erfolgen und Herr Liebknecht mit den Seinen hinter den Kcrkermauern st ine Zeit vertrauern würde. Als Ursache der Vertagung könnte ja immer die Jnstiz- novelle dienen, deren kostbare Vorarbeiten nicht unter ben Tisch fallen sollen. Wie gesagt, wir glauben an die Erzählung nicht, so gut sie uns auch verbürgt wird, ober ein pikantes Jmeresse hätte es doch, wenn thaffächlich das nationale Werk zu Stande gebracht würde durch die freundliche Mithilfe der „Genossen"!
Die „Nordd. Allg. Ztg." tritt freilich an leitender Stelle den Bedenken gegen eine vermeintliche lieber« Haftung der Erledigung des bürgerlichen Gesetzbuches entgegen. Es muß aber zugeben werden, baß beiden Kommissionsberathungen so viele neue Gesichtspunkte, die wiederum der Abhilfe bedürfen, hiuzugetteten sind, daß es Jammer und Schade wäre, wenn von einer kleinen Zahl schwitzender Abgeordneter, die innerlich keinen anderen Wunsch haben, als möglichst
Rupert ging ruhig hinaus und ließ sich ein Pferd satteln, um zum Stationsbahnhof zu reiten.
Er war früher dort als Duvar.
Es gingen zu gleicher Zeit zwei Züge ab, einer vorwärts, der Stadt zu, und der andere fast in der entgegengesetzten Richtung.
Zu Ruperr Sever's innigster Befriedigung benutzte Duvar den letzteren.
„Ich glaubte gar nicht, daß er in die Stadt führe," frohlockte er heiter, „aber wohin in aller Welt kann er denn nur in jener Richtung fahrens"
Als Rupert, welcher in das Schloß zurückkehrte, damit man ihn nicht vermisse, durch die Gartenthür eintrat, begegnete er in einem der Hauptgänge Mark Aiwood, eine Cigarre rauchend. Die Beiden hatten sich gern, und ein gleiches Gefühl gegen Duvar brachte sie einander plaudern, und erzählte Arwood in seiner Freude über den „Possen", den er Duvar ipielen wollte, die ganze Geschichte.
Mark nahm seine Cigarre aus dem Munde und starrte ihn in Aufregung an.
„SBaS für ein Thor ich werde!" brummte er bor sich hin, als Rupert chn verließ. „Anstatt daß ich in die Stadt relegraphirt habe, man solle ihn bei seiner Ankunft dort beobachten, hätte ich ihn hier beobachten sollen, wie es dieser Knabe gechan hat; doch vielleicht ist es noch nicht zu spät. '
17. Kapitel.
Unwillkommene Erkennung.
Derrick Duvar war auf seinem Wege nach Danger Cliff, und er war so ungeduldig, zu wissen, was am Ende seiner Reise lag, daß ihm schien, als ob die Waggons wie Schnecken dahinschlichen. Er saß in die dunkelste Ecke zurückgelehnt, den weichen Filzhut über die Augen herabgedrückt unb ben Rockkragen
bald „zu Muttern" zu kommen, das große Werk im Fluge erledigt würde. Die Warnung
des Fürsten Bismarck sollte nicht wieder zu
tauben Ohren dringen, sonst kon mt das Heulen und Zähneklappen vielleicht wieder einmal zu spät.
Deutsches Reich.
* Berltr», 13. Juni. (Tages bericht.) Unser Kaiser wohnte heute Nachmittag nach der Besichtigung der Garde-Kavallerie-Regimenter mit der Kaiserin einer Schülerregatta in Grünan unweit Berlin bei. Abends weilte der Monarch bei den Offizieren des 2. Ulanenregiments. — Der Vizekönig Lihungtschang ist heute Abend 7 Uhr 53 Min. hier eingetroffen. In seiner Begleitung befinden sieh sein Sohn Lichinglow, sowie fein von ihm besonders geliebter Adoptivsohn Lofenghuh, sein Vertrauter und bevollmächtigter Minister Lichingfong, zwei Aerzte, Maihsienchien und ein Engländer Mr. Irwin, vier Sekretäre, sieben Attaches, vier Sareiber und ein Koch, 24 Domestiken, Ordonnanzen re. — In rascher Aufeinanderfolge werden sich in den nächsten Tagen alle geplanten Konferenzen des chinesischen Staatsmannes mit Vertretern der deutschen Reichsregierung und Besichtigung industrieller Etablissements, sowie Ausflüge nach Kiel und Hamburg anschließen.
* (Ein großartiges militärischesS chau- spiel) spielte sich am Sonnabend von früher Morgenstunde bis zur Mittagszeit auf dem umfangreichen Platz des Tempelhofer Feldes bei Berlin ab. Die Einleitung zu demselben bildete die Besichtigung des Garde Kürassier- und des 2. Garde-Ulanenregiments. Punkt 6 Uhr traf der Kaiser int weißen Koller der Gardekürassiere, einen Braunen reitend, am rechten Flügel der Aufstellung ein und ritt dieselbe unter bm Klängen des Präsentirmarsches ab. Die Regimenter formirten sich sodann zum Vorbeimarsch in Zügen, bei dem die Kürassiere einen von der Erb- piinzcssin von Meiningen komponirten Marsch bliesen. Gleich darauf begann das Vorexerzieren der beiden Regimenter, das bei jedem mit einer brillant gerittenen Attacke unter persönlicher Führung des Kaisers endete. Bei dem Beginn des Exerzierens waren die Araber aus „Kairo" auf dem Felde als Zuschauer eingetroffen. Die Beduinen erschienen in langem weißen Gewände, in der Rechten baS lang; gestreck-c Gewehr, theils beritten auf schön gezäumten Schimmeln, theils auf Kamelen in reicher Ausstattung. Ein weiterer Theil ritt auf Eseln. — Um ’/28 Uhr
bis zu den Ohren aufge'chlagen. Er wünschte nicht, von irgend einem zufällig Bekannten oder von einem Freunde bemerkt zu werden, unb freute sich bet Macht des Dunkels, baS ihn verbergen half. Deßhalb war sein Verdruß und sein Mißvergnügen groß, als ihn plötzlich Jemand araebete-
Es war ein kleiner, ziemlich ältlicher Herr, welcher eine goldene Brille und in der Hand einen Stock mit einem goldenen Knopfe trug. Er sprach Drivar unter dem Namen Mr. Inga! an; bieS war nämlich der Name, den der Erzschurke in jenem kleinen Hotel angenommen hatte, in dem er Mr. Sever fand, und dieses bewegliche, kleine Männchen, welches in einem so unpassenden Momente sich seiner erinnerte, war bi. Stroud, der Arzt, welcher damals den unglücklichen Hauptmann behandelt batte.g
Duvar erkannte ihn augenblicklich, und eine entsetzliche Wnth und Furcht bemächttgte sich seiner.
„Ich bin überzeugt, mich nicht zu irren," sagte br. Stroud geschäftig; „ich vergesse niemals einen fRamen ober ein Gesicht; ich habe ein bewunderns- toürbigeS Gedächtniß, mein Herr." — Duvar's erfter Gedanke war, den Mann wie einen Fremden zu behandeln und zu leugnen, daß er Inga! fei; doch er fürchtete sogleich, baß baS nicht angehen würde.
Der Schreck, den Doktor gerade zu dieser Zeit zu treffen, erstarrte ihn förmlich; er war für den Augenblick sprach- und athemlos.
_ »3st es möglich?" rief Dr. Stroud, über sein schweigen erstaunt. „Hätte ich mich znrn ersten Male in meinem Leben geirrt?"
Duvar dachte nach; vielleicht war es doch möglich, ibn abzwchüllteln.
„3$r Gesicht ist mir ganz unbekannt," sagte er keck.
war die Besichtigung der beiden genannten Regimenter zu Ende; um 8 Uhr begann das Gefecht der inzwischen angekommenen acht anderen Garde-Kavallerieregimenter unter Betheiligung der reitenden Ab- theilungen der beiden Garde - Feldarttllerieregimenter. Es wurden drei Attacken geritten, die einen höchst imposanten Anblick boten. Den Beschluß bildete ein Parademarsch sämmtlicher Truppen. Nach der Krittk führte der Kaiser unter dem brausenden. Jubel einer nach Tausenden zählenden Menschenmenge die Standarteneskadron nach dem Schlosse zurück und begab sich dann zum Frühstück in das Offizierkasino der Kürasfiere.
* (Die englischen Schiffsbauer,) welche bekanntlich Tags zuvor Gäste des Kaisei paareS in Potsdam waren, besichtigten am Sonnabend die Berliner Ausstellung. Im Hörsaal beS ChemiegebäudeS hatte zuvor eine geschäftliche Sitzung ftattgefunben, in welcher der Vorsitzende für ben warmen Empfang in Berlin dankte und betonte, die Beziehungen zwischen Deutschland und England sollten nur freundschaftlicher Natur sein.
* (LandwirthschaftlicheS.) Die deutsche Landwirthschaft hat einen kleinen Erfolg zu verzeichnen. Der Schweineeinfuhr auS Rußland soll ein Ende gemacht werden, Die ministerielle „Berl. Korrespondenz" schreibt darüber: Zum Schutze gegen die Einschleppung von Viehseuchen ist die Grenze gegen Rußland für die Einfuhr lebender Schweine feit Jahren gesperrt. Ausnahmsweise darf jedoch mit Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse des ober- schlesischen Industriegebiets eine bestimmte Zahl — jetzt 1900 in jeder Woche — Schweine au§ Rußland nach den Städten Myslowitz, Ka towitz, Tarno- witz und Beuchen zur sofortigen Abschlachtung in den dortigen Schlachthäusern eingeführt werden. Da die inländische Schweinezucht inzwischen erheblich zugenommen hat und die Preise für Schweinefleisch in ganz Deutschland so gefallen sind, daß die Versorgung des Industriegebiets mit dem für die Arbeiterbevölkerung unentbehrlichen Schweinefleisch zu angemessenen Preisen auS dem Jnlande gesichert erscheint, wird beabsichtigt, dem erwähnten, vom vetcrinärpolizeilichcn Standpunkte bedenklichen Ausnahmezustand ein Ende zu machen. Um aber jede Erschütterung beS Fleischmarktes in dem Jndustrie- bczirk zu vermeiden, soll die Schweinezufuhr aus Rußland nicht mit einem Schlage verboten, sondern es soll schrittweise vorgegangen werden. Zunächst ist die Herabsetzung dcS Einfuhrkontingents der
„Ist Ihr Name nicht Jngal?" fragte der Doktor eifrig, „und hatten Sie nicht einen Freund Namens Viktor Bruce, welcher vor etwa sechs Jahren bei einem Eisenbahn-Unfalle schwer verletzt mürbe?"
Das entschied. Bei dieser Bestimmthest in den Angaben war er nicht abzuschütteln.
„Noch ein Hund auf meiner Fährte!" stöhnte er innerlich.
„Nun, und was wünschen Sie?" fragte er, äußerlich ruhig, doch innerlich kochend vor Wnth.
„O, ich bin Dr. Stroud! Erinnern Sie sich denn nicht an mich? Ich richtete Ihrem Freunde den gebrochenen Arm ein, ehe Sie kamen."
„Ja, ich erinnere mich deutlich. Freut mich, Sie zu sehen Doktor!"
„Und ihr Freund, Mr. Bruce? Ich habe niemals gehört, ob er vollständig genas — es war ein krittscher Fall," sagte der Doktor theilnehmend.
Duvar dachte wieder nach. Was war sicherer? Sollte er sagen, er fei tobt, ober er lebe?
Welche Antwort würde diesem Manne am leichtesten den Mund verschließen?
Er hatte wahrscheinlich die Anzeige in der Zeitung gesehen oder würde sie sehen, und wenn er ihm sagte, Bruce sei tobt, so konnte er nach unbequemen Einzelheiten gefragt werben.
„O, er genas," erwiberte er leichthin.
„Und wissen Sie, wo er jetzt ist?"
„Warum?"
„Man sucht ihn," antwortete der Doktor ftenndlich; „ich las in der Zeitung eine Anzeige dieserhalb."
(Fortsetzung folgt.)