Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg nnd Kirchhain
Jllnstrirtes Sonntagsblatt.
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Sie war in schwarze Seidengaze gekleidet, bit|e hatte den Vorzug, daß fie nicht rauschte von dem schattigem Dunkel bei Bäume nicht vorstach.
Verantwortlicher Ridatteur: Friedrich Colbatzky in Marburg. Sprechstunden der Redaktion: 10 11 Uhr Vormittags.
Druck und Verlag: Joh. Ang. Koch, Universitärs-Buchdruckerei in Marburg. Redaktion und Expedition: Markt 2i.
Duvar und Mylady waren beim Heraustie'en so sehr bemüht, einer Beobachtung aus dem Hause zu entgehen, daß es ihr verhältnißmäßig nicht leicht wurde, ihnen nahe zu kommen, ohne von ihnen be merkt zu werden.
Nach dem Ausdrucke der beiden Gesicht«r richtig voraursetzend, daß ihre Besprechung von ungewöhn- lidjtr Wichtigkeit sein mußte, wagte sie sich verwegen immer näher, bis sie faktisch unter den herabhängenden Zweigen des Baumes, dicht an den Stamm gelehnt, stand, an dessen anderer Seite sich die Beiden
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jenigtn in das Schneiderhandwerk pfuschenden „Meister"-Elemente geworfen, die vom ehrbaren Handwerk weniger als vom „Geldmachen" um jeden iZreis verstehen. Hat ein solcher „Meister" in der Konfektion auch das „Schneidergewerbe" einige Jahre selbstständig betrieben, eignet er sich also nach den Regierungsansichten vollauf zum Eintritt in die Zwangsorganisation nicht nur, sondern selbst in deren oberste Instanz, in die Handwerkskammer, so kann er doch wahrlich nicht als befähigt und geeignet zur Lehrlingsausbildung erachtet werden.
Ohne feste Garantie aber hinsichtlich der Ausbildung der Lehrlinge ist eine Handwerksorganisation ein Unding, und diese Garantie kann nur die Einführung des Befähigungsnachweises geben. Bleiben in dieser Hinsicht auch in der zukünftigen Zwangs- vraanisativn die Dinge wie sie sind, so wüd die Zurückhaltung der besseren Klassen gegenüber dem Handwerke fortbestehen bleiben, während nach Einführung des Befähigungsnachweises wieder auch die Söhne aus besseren Kreisen sich dem Handwerke zu wenden werden. Und gerade ein solches Zuführen „ftischen Blutes" ist für das Handwerk von größter Wichtigkeit.
Auch auf dem Gebiete des Unterstützungs-, Arbeitsnachweis- und Fortbildungsschulwesens sind besondere Erfolge nur dann möglich, wenn Zwangsorganisationen bestehen, deren naturgemäße Aufgabe es ist, derartige Bestrebungen zu pflegen und Anstalten zu gründen und zu unterhalten, die auf diese Weise dem Gcsammthandwerke zugute kommen. Es handelt sich also ganz und garnicht um utopische Forderungen, wenn im Namen des Handwerks auf bescheunigte Einführung der Zwangsorganisatton mit Befähigungsnachweis gedrungen wird, sondern um Herstellung einer realen Grundlage, auf welcher dann unter Benutzung des Genossenschaftswesens die Gesundung des Handwerks berbeigeftihrt werden kann. Es handelt sich darum (um ein altes, gutes Woit Bismarck's zu gebrauchen), das Handwerk in dm Sattel zu setzen; reiten wird es dann schon können.
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Deutsches Reich.
* Berlin, 12. Juni. (Tagesbericht.) Se. Mas. der Kaiser hat heute auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin das 1. und 2. Garde- Dragoner-Regiment besichtigt. Nach der Besichtigung frühstückte der Kaiser im Kreise des Offizierkorps des 1 Dragoner - Regiments und kehrte sodann nach Potsdam zurück. Am morgigen Sonnabend findet
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in ___. t
Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf ÄÄÄJ. ~ <(1111(1
Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München n. Köln, C L. ' °
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Paris.
Zur Handwerkerbewcgung.
0 Tie Handwerker haben sich niemals der Einbildung 6ingegeben, als ob durch die Einführung der Zwangsinnung und des Befähigungsnachweises plötzlich goldene Zeiten für das Handwerk anbrechen löunten. Utopisten sind unsere vielgeprüften und bielvertrösteten Handwerksmeister wahrlich nicht. Allein bie Ueberzeugung haben die Handwerker und wir mit ihnen, daß ohne die Grundlage der Zwangsinnung Aid des Befähigungsnachweises ein Ausschwung des Handwerks ganz unmöglich sei.
Nach den Rezepten der Freihändler läßt sich eine Gesundung des Handwerks nicht erreichen, darüber kann heute kein Zweifel mehr obwalten. Wir haben bereits freie Innungen, ja wir haben auch „liberale" freie Innungen mit allen den „segensreichen" Einrichtungen, die der Liberalismus als einziges Heilmittel zu empfehlen nicht müde wird. W«s haben ober diese fakultativen Gebilde zu erreichen vermocht? Im günstigsten Falle Vortheile für Einzelne, aber nichts, absolut nichts für die Gesammtheit des Handwerks. Es nimmt sich also höchst sonderbar aus, wenn trotz dieser Mißerfolge das Anpreisen der liberalen Heilmittel „unentwegt" fortgesetzt wird.
Wird neuerdings wieder darauf hingewiesen, daß das Genossenschaftswesen berufen sei, das Handwerk zu einem erfolgreichen Wettbewerb mit der Großindustrie zu befähigen und zu kräftigen, so ist das ganz richttg. Allein bevor es möglich ist, das Genossenschaftsprinzip erfolgreich für das Handwerk in Anwendung zu bringen, muß das Handwerk organifirt sein. Ist diese Organisation aber nicht leistungsfähig, umfaßt sie nicht alle, die großen wie die kleinen Berufsgenossen, so taugt eine solche Unterlage »uch für die Errichtung von Genossenschaften nichts; denn von solchen fakultativen Vereinigungen halten die Großen entweder sich fern oder sie herrschen als Äsolute Gebieter darin. Wie die Untersuchungen über die Lage des Handwerks gezeigt haben, sind > denn auch Genossenschaften auf dem Boden der fakultativen Innung bis jetzt nur in seltenen Fällen lebensfähig gewesen, und haben in keinem Falle für den Berufszweig als solchen eine erhebliche Bedeutung gehabt.
Die Organisatton des Handwerks in Zwangs- innungen wäre aber auch dann unvollkommen, wenn diesen der Befähigungsnachweis fehlte. Die Lohnbewegung in der Konfektionsindustrie hat in dieser Hinsicht ein scharfes Licht auf das Gebühren her
ein Wort — trotzdem ich gierig horchte; aber sie sprachen ganz sonderbare Dinge über Magnus."
Mark schrak zurück.
„Hast Du jemals vermuthet, daß dieser Elende etwas mit seinem Tode zu thuu hatte?"
„Erzähle mir, was Du gehört hast," sagte Mark mit tiefer, ruhiger Stimme, eine Antwort vermeidend.
Und als fie ihm eilig die ganze Unterredung wiederholte, wichen seine Augen nicht von ihrem Gesicht, und er horchte athemlos.
„Mein geliebter, mein angebetehr Mann!" stöhnte sie, als sie geendet hatte. „Was magst Du für ein entsetzliches Schicksal gehabt haben? Du sagst, Mark, daß er mich doch ttotz Allem liebte, und wären diese Tmfel in Menschengestalt, diese Mörder nicht getoefen," sagte fie, während das schöne Gesicht sich vor Schmerz und Leidenschaft verzerrte, „würde ich mit meinem Manne und meinem Kinde vielleicht heute noch im Paradiese der Liebe und des Glückes leben! Kann denn eine solche Schlechtigkeit immer unbestraft bleiben? Werden diese beiden Dämonen eine genügende Strafe empfangen für die Schand- thaten, die sie begangen Haden?"
„Mft Gottes Hilfe, gewiß, mein Kind! Sei geduldig, Liebste!" sagte Atwood, ihre gefährliche Aufregung besänftigend. „Komm mein Herz; es heißt unsere Pläne nnd Hoffnungen anf'S Spiel
Marburg,
Sonntag, 14. Juni 1896.
16. Kapitel.
Das Telegramm.
Es war Mark Atwood, der neben ihr stand.
„Mein armes Herz!" sagte er mitleidig. „War etwas Schlimmes?"
„Ich hörte nichts von meiner Kleinen — nicht
setzen, wenn Du Dich so gehen lässest. Wie, wenn Dich irgend Jemand jetzt sähe?"
„Ich weiß es," sagte sie, sich mit mächtiger Anstrengung zur Ruhe zwingend, „ich will es nicht wieder thnn." Und den Gegenstand wechselnd, fuhr sie fort:
„Ich liebe Lady Regima, weil fie Magnus so liebt, ttotzdem fie das Kind dieses schlechten WeibeS tst."
„Es ist sonderbar, wie diese Tochter von der Mutter verschieden ist. Wenn man es nicht weiß, würde man niemals eine Verwandtschaft zwischen ihnen vermuthen," sagte Mark. „Sprachen fie auch von Bruce?" fragte er, den Hauptgegenstand toiebet aufnehmend, mit angstvoller, bekümmerter Miene. „Je weiter wir kommen, desto trüber wird die Sache — und mit jedem Schritte rätselhafter. Doch wenn ich lebe, werde ich das Räthsel lösen, und sollte ich darüber zu Grunde gehen!"
„Gott gebe Dir Glück — oder vielmehr uns!" bauchte MrS. St. Ulm innig. „Aber ist es nicht merkwürdig, daß fie niemals ein Wort von meinem Kinde sprechen?"
„Es ist entweder ein Geheimniß, daS so vollkommen begraben ist, daß fie keine Entdeckung mehr fürchten und deßhalb nicht mehr davon sprechen," sagte Mark, „oder es ist eins von so kritischer Wichttgkeit und Bedeutsamkeit, daß fie es selbst nicht einmal unter einander anSzusprecheu wagen.
Mrs. St. Ulm's schlanke Finger verschränkten fich krampfhaft in einander, und ihre Augen sprühten Feuer von unterdrückter Pein.
„Ob fie lebt?" fragte fie mit hohler, furchtsamer Stimme, „vielleicht lebendig begraben, wie es chre Mutter so lange war? Oder deckt wirklich die Erde ihren süßen Körper?"
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l Nachdruck verboten.!
Die seltsame Heirath.
Roman nach dem Amerikanischen von August Leo (Fortsetzung.)
Mylady beobachtete Duvar lauernd; fie wunderte fich; doch nicht der geringste Verdacht, was es zu bedeuten habe, beunruhigte, kein weissagender Entsetzensschauer schüttelte sie, obgleich ihr eigenes Schicksal ebenso auf dem Spiele stand als das feine.
Duvar sprach kein Wort.
„9hm, für jetzt nur so viel davon!" sagte Lady Dare endlich. „Wir können nicht länger hier bleiben; doch wenn Du nicht willst, daß fie Alle auf den Gedanken kommen sollen, Du wissest mehr von diesem Brnce als irgend ein Anderer, so thust Du besser, Dich sobald als möglich etwas natürlicher in benehmen nnd ein anderes Gesicht aufzusetzen. Ich bin erstaunt über Dich, Derrick! — Du, der gewöhnlich so viel Selbstbeherrschung besitzt, so kaltblütig und furchtlos ist, Du solltest doch wissen, daß, wie groß auch die Gefahr fein möge, unsere Kühnheit und Selbstbeherrschung noch größer sein muß. Du setzest Dich burch ein solches Aussehen und Benehmen dem Schlimmsten aus!"
„Du hast Recht, Sylvia!" rief Duvar mit einer Art Schauder. „Ich will auf hören, den Narren zu spielen. Komm," fuhr er fort, „kehren wir, lachend und plaudernd, als wären wir das sorgloseste und zärtlichste Geschwisterpaar in der Welt, in das Gesellschaftszimmer zurück."
Wir sagten, daß Lady Dare mit ihrem Bruder anscheinend unbemerkt in den Park hinabging; doch das war nur anscheinend.
MrS. St. Ulm war schon im Parke, und
bekanntlich ein Gefechtsexerzieren der gefammten Garde-Kavalleriedivision im Beisein der arabischen Reiterei aus der Ausstellung „Kairo" auf dem Tempelhofer Felde statt. — Seinem Flügeladjutanten, Obersten v. Hülsen, kommandirt bei der Botschaft m Wien, hat der Monarch,, dem „Reichsanzeiger" zufolge den Kronenorden zweiter Klasse verliehen. — Ihre Maj. die Kaiserin Friedrich ist heute Nachmittag zum Sommeraufenthalt in Kronberg eingetroffen, nachdem sie zuvor noch die landwirth- schaftliche Ausstellung in Stuttgart besucht hatte. — Der chinesische Vizekönig L i h u n g ts ch ang, der morgen hier ankommt, wird am Sonntag im Rittersaale des König!. Schlosses in feierlicher Audienz vorn Kaiser empfangen. Eine Eskadron wird bei der Auffahrt den Galawagen des Vizekönigs eskorttren, eine Ehrenkompagnie mit Fahne und Regimentsmusik auf dem Schloßhof Aufstellung nehmen. — In dem Befinden des Prinzen Georg vonCumberland scheint die Besserung anzuhalten. Nach dem neuesten Krankheitsbericht ist das Fieber in der Abnahme begriffen, das Aussehen der Wunden beftiedigend.
* (Die englischen Schiffsbauer) waren am Freitag Abend Gäste des Kaiserpaares in Potsdam. Aus diesem Anlaß fand großer Zapfenstteich vor dem Neuen Palais statt, der von den Kapellen und Spielleuten aller Potsdamer Regimenter ausgeführt wurde. Die Begleitungsmannschaften, welche das 1. Garderegiment stellte, waren mit etwa 400 Magnesiumfakeln versehen. Das Sommeressen der Schiffsbauer am Abend zuvor im „Hotel Kaiserhof" hatte einen glänzenden Verlauf genommen. Der Kaiser sandte auf eine Huldigungsdepesche eine Antwort, in der er innig für die Begrüßung dankt und hofft, daß der herzliche Empfang, den die Vereinigung in Berlin gefunden, derselben die Wahrheit des Spruches beweisen werde: Blut ist dicker als Wasser.
* (R e i ch s h a n s h al t s c t a t.) Der bereits angekündigte zweite Nachtragsetat zum Reichshaushaltsetat enthält eine Forderung von 400 000 Mark zu Versuchen im Bereiche des Artilleriewesens. Dazu kommt dann noch die auf Bayern entfallende Quote im Betrage von 51057 Mark, so daß der Nachttagsetat im Ganzen 451057 Mark Vorsicht. Hierzu bemerkt die „Post": Der Grund, weßhalb die Regierung jetzt noch mit dem Nachttagsetat für artilleristische Versuche an den Reichstag herantritt, dürste darin zu suchen sein, daß die Rechnungskommission
„Im Kriege und in der Liebe ist Alles erlaubt," hauchte fie vor fich hin, als fie fich fragte, in welche Absicht sie hier sei, und ihre ganze Aufmerksawke anspannte, um jede Silbe zu erlauschen, welche die Beiden aussprachen.
Während des Gesprächs zitterte sie vom Kvsft bis zu den Füßen vor bangem, furchtbarem Ensetzen.
„Allbarmherziger!" dachte sie, starr vor Schrecken, „was kann das bedeuten? Ist er ermordet worden, statt bei dem Eisenbahnunfalle getödtet worden zu sein? Und thaten fie es?"
Als Lady Dare und Duvar den Ört verließen, glitt fie nieder auf das Moos und barg convulfivisch schluchzend ihr Gesicht in den Händen.
„Nun, was hast Du gehört?" fragte eine Stimme dicht neben ihr.
Mrs. St. Ulm sprang auf und stieß einen wilden Schrei aus, der jedoch bald erstarb.
des Reichstages in diesem Jahre die nachttägliche Bewilligung von Etatsüberschreitungen im Betrage von 393 371 Mark zu Versuchen dieser Art abgelehnt hat, und nun für das laufende Jahr 1895,96 bet hat abermals bereits um 401000 Mark überschritten ist.
* (Reichstag.) Der Reichstag hat heute die dritte Lesung der Gewerbeordnungsnovelle beendigt. Art. 2, welcher die Zahl der Gegenstände vermehrt, die im Umherziehen nicht angetauft oder feilgeboten werden dürfen, wurde nach der Regierungsvorlage mit der einzigen Aenderung angenommen, daß das Haustren mit Gemüse- und Blumensamen, aber nicht mit anderen Sämereien erlaubt bleibt. Die Befugniß für die Landesregierungen, für bestimmte Zeit den Handel mit Rindvieh, Schweinen, Ziegen ober Geflügel zu untersagen ober zu beschränken, würbe genehmigt unb auf Schafe ausgedehnt, anbeierseits jeboch bahin eingeengt, baß von ihr nur zur Abwehr ober Unterbrückung von Seuchen Gebrauch gemacht werben barf. Bezüglich bet Voraussetzung für bie Versagung des Wanbergewerbescheins griffen zwei Milderungen ber Regierungsvorlage Platz. Personen unter 25 Jahren sollen den Schein erhalten, wenn sie Ernährer einer Familie sind und bereits vier Jahre im Hausirgewerbe thätig waren. Ferner wurde die Vorschrift beseitigt, wonach dem wegen Landfriedensbruchs Bestraften unter gewissen Voraussetzungen der Schein versagt werden muß. Der Rest des Gesetzes wurde unverändert angenommen, die Gesammtabstimmung jedoch ausgesetzt. Es folgte die dritte Lesung des Handelsverttags mit Japan. Morgen stehLll-Jnitiativanttägc auf her Tagesordnung.
* (Reichstagswahl.) Bei her Reichstagsersatzwahl in Jllertissenist Frhr. v. Hertliu (Ctr.) mit einer Mehrheit von fast 3000 Stimmen gewählt worben.
** (@inen neuen Dreibnub) hat sich ber Pariser „Solei!" ausgetüftelt, inbem er ben Wunsch äußert, daß ber Bund zwischen Frankreich unb Rußland durch den Beitritt von — Abessinien erweitert werden möge. Diese schöne Idee scheint aber auf russischer Seite keine Gegenliebe zu finden; u. A. bemerkt hie „Petersburger Zeitung": „Das klingt fast wie ein schlechter Scherz bes „Solei!": wenn von Dreibund und Zweibund gesprochen wird, so erlaubt es bie gegenwärtig giftige Anschauung doch wohl nur, barunter Verbindungen annähernd gleichartiger Faktoren zu erblicken! Die Großmächte Europas sind es, die sich in zwei Gruppen
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