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M Die französische Revolution und der

die Diktatur Weniger.

In seelischer Beziehung nicht Stolz und Selbst­vertrauen, sondern Angst und Schrecken. Barere, zwanzig Jahre nach dem Sturze Robespierre's nach dem im Wohlfahrtsausschuß herrschenden Gefühl ge-

setze». Sonn- vow

Tagt, erwiderte:Wir hatten alle nur den einen Gedanken, wie wir unser Leben, das Jeder von uns bedroht glaubte, Triften könnten. Man ließ seinen Genossen hinrichten, um nicht selbst hingerichtet zu werden!" Das einzige Mittel, der Guillotine zu ent« rinnen, war, Andere auf's Schaffot zu bringen.

In wirthschaftlicher Beziehung nicht das Wohl­befinden Aller, sondern Hunger und Elend der unteren Klassen, Bereicherung durch Schwindel, Unterschlagung, Diebstahl und Raub, bei vielen Straßenhelden und Machthabern in der Regierung.

In sittlicher Beziehung nicht das gute, edle und hilfteiche Herz, sondern die rohe, blutbefleckte Faust, nicht die Tugend, sondern das Laster, nicht die 2?e- scheidenhcit des Tüchtigen, sondern der Hochmuth des Dilettanten.

Nichts ist gefährlicher, als ein allgemeiner Ge­danke in engen und leeren Köpfen; da sie leer sind, können seinem Eindringen keine Kenntnisse hinderlich sein; da sie eng sind, ist es ihm leicht, sie ganz aus­zufüllen. Dann ist der Mensch im eigentlichsten Sinne des Wortes besessen." Was hier der Historiker Taine von den Jakobinern und ihrem Programme sagt, hat lange vor ihm der Dichter Goethe in dem Spruche ausgedrückt:Allgemeine Begriffe und großer Dünkel sind immer auf dem Wege, entsetzliches Un­glück anzurichten."

Das entsetzliche Unglück, das allgemeine Begriffe und großer Düistel in der Jakobinerzeit anrichteten, wird von unfein Sozialdemokraten nicht geleugnet, und für die erstrebte Diktatur des Proletariats hat Marr selbst ausdrücklich den Terrorismus verlangt. Seine Anhänger glauben aber, daß dies nur ein Uebergangszustand fein werde, etwa wie die Auf­räumungsarbeit nach einem großen verheerenden Brande. Nachdem das alte verwilderte Kastell der heuttgen Gesellschaftsordnung in Schutt und Trümmer gelegt ist, würde, wie sie wähnen, ein herrliches Schloß mit wundervollen Lustgärten nach ihrem Bauplane ent­stehen. Aber auf den Terrorismus der Uebergangs- zeit, der alle schlechten Leidenschaften entfesseln mußte, folgte nicht die Souveränetät der Massen, sondern das Säbelregiment eines Einzigen. Das Blut war nur insofern nicht umsonst in Strömen vergossen, als damit für alle Zeiten erwiesen ist, welches Ver­derben die Herrschaft allgemeiner Begriffe und großen Dünkels über ein Land heraufzubeschwören vermag.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Casiel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Habra. Mosfe in Frankfurt a M., Berlin, München u. Köln, EL. 9

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Varis.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen Quartal Abonnemente-Preis bei der Expe­dition 2 Mk, bei allen Postämtern 2 Mk 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld) JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

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Marburg, Sonntag, 7. Juni 1896.

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sozialdemokratische Zukunftsstaat.

VIU. Schluß.

cf Unsere Sozialdemokraten können sich also nicht darauf berufen, daß die große französische Revolution s politischen Mißständen, aus dem Hasse gegen

je überlebten Vorrechte des Adels und der Geistlichkeit ffprungen sei, während der Sturm und Drang von heute auf's Engste mit ökonomischen Beschwerden pisammenhänge. Denn abgesehen davon, daß die chronische Finanznoth, ungerecht vertheilte Steuerlast, die drückenden Grundrechte der Privilegirteu, also eben ökonomische Leiden, das Umsturzbegehren des dritten und vierten Standes hervorriefen, bleibt auch die Thatsache bestehen, daß sich das Jakobinerthum 1793, nach der völligen Beseitigung aller mittel­asterlichen Reste, daran machte, Religion, Eigenthum und Familienrechte abzuschaffen und einen neuen Kesellschaftszustand der unnatürlichen Gleichheit aller

Ein Antrag des Abg. Richter (frf.), bif zwei­jährige Dienstzeit der Fußtruppen als eine dauernde verfassungsmäßige Einrichtung einzuführen, wurde gegen 6 Stimmen (Freisinnige Volkspartei, Sozial­demokraten und Polen) a b g e l e h n t. Auf eine Anfrage des Abg. Richter, ob der Grundsatz der Oeffeutlichkeit in dem Entwurf der Militärstrafprozeß­ordnung anerkannt sei, hatte Kriegsminister v. Bronsart erwidert: Wenn der Herr Reichskanzler sich für >ie Oeffeutlichkeit ausgesprochen habe, würde auch eder Kriegsminister dieselbe Erwartung hegen! Sodann begann die Berathung des Nach­ttagsetats. 350000 Mark zum Neubau einer Jnfanteriekaserne in Charlottenburg wurden mit Zu­stimmung der Regierung abgelehnt, da beabsichtigt ist, mehrere Bataillone nach Ostpreußen zu verlegen, wodurch der Bau überflüssig wird. Für Magdeburg wurden 100 000 Mk. als erste Rate für einen Kasernenneubau bewilligt, ebenso die ersten Raten zu Neubauten für Paderborn 450 000 Mk. (nur mit 14 gegen 11 Stimmen), für Itzehoe 180 000 Mk., Hildesheim 150 000 Mk., Worms 250 000 Mk., Darmstadt 180 000 Mk. Genehmigt wurden ferner 820 000 Mk. für Wellblechbaracken. Dagegen wurde abgelehnt mit allen Stimmen gegen die Konservativen der Kasernenneubau für Wiesbaden, erste Rate von 300 000 Mk. Morgen werden die Berathungen fortgesetzt.

* (Reichsvereinsgesetz.) Die gestern unter dem Vorsitz des Fürsten Hohenlohe abgehaltene Sitzung desStaatsministeriums dauerte über fünf Stunden, von 2 bis nach 7 Uhr. An der Sitzung nahm auch der Staatssekretär des Reichs- justizamts Nieberding Theil. Man wird kaum fchk- gehen in der Annahme, daß diese Sitzung des Staats­ministeriums der Stellungnahme zu dem vom Reichs- tag in zweiter Lesung angenommenen Reichs ver­ein sgesetz gegolten hat. Dem Vernehmen nach wurde beschlossen, von einer Regelung des Vereins­wesens von Reichswegen bis auf Weiteres abzusehen und diese Materie den Einzelstaaten zu überlassen. Unter diesen Umständen haben auch die Bemühungen, noch in diesem Frühjahr ein Nothvereinsgesctz zu Stande zu bringen, kaum noch einen Zweck. In Reichstagskreisen furfirten heute Gerüchte, daß die Aussichten des Zustandekommens des bürgerlichen Gesetzbuchs in dieser Session sich plötzlich wieder ver­schlechtert hätten. Ob diese Gerüchte etwa in ursäch­lichem Zusammenhang mit der gestrigen Entscheidung des Staatsministeriuws in der Vereinsfrage stehen, muß dahingestellt bleiben. Uebrigens wird auch be-

Deutsches Reich.

* Berlin, 5. Juni. (Tagesbericht.) Se. Maj. der Kaiser stattete heute der Kunstausstellung einen längeren Besuch ab und kehrte sodann nach dem Neuen Palais bei Potsdam zurück. Dem Prinzen von Wales hat der Monarch telegra­phisch zu seinem Derbysiege gratulirt, der Prinz ant­wortete mit einem Glückwunsch zum Sieg des Meteor". Ihre Maj. die Kaiserin Friedrich trifft am 12. d. Mts. mit der griechischen Kron- prinzen-Familie zum Sommeraufenihalte in Kron­berg ein. Major v. Wißmann hat eine Schweizerreise unternommen. Vermuthlich wird er Ende September wieder auf seinem Posten in Ost- aftika fein.

* (Der Sieg der KaiservachtMeteor".) Zn dem Siege feiner JachtMeteor" (vergleiche Deveschentheil der gestrigen Nummer. Die Red.) beglückwünscht die LondonerTimes" den deutschen Kaiser, indem sie herzlich bedauert, daß er nicht Augenzeuge der Triumphe, die seiner Jacht beschieden zu sein scheinen, sein könne. Der Kaiser habe be­schlossen. dieses Jahr Cowes nicht zu besuchen. Die Weisheit dieses Enffchlusses könne unter den gegen­wärtigen Umständen nicht in Frage gezogen werden. Das englische Blut in den Abern bes Kaisers bekunde sich von Zeit zu Zeit in mehr als einer Weise. Er sei zu vertraut mit den englischen Ge­wohnheiten und der englischen Gedankenrichtung, um nicht im Stande zu fein, einen klaren Unterschied zwischen politischen Entzweiungen, so ernst diese auch sein mögen, und gesellschaftlichen Stteitigkeiten zu ziehen. Seitdem die Wolke zwischen Deutschland und England entftanben sei, habe er in mancher ver­ständlichen Weise gezeigt, daß er nicht wünsche, die privaten Beziehungen zwischen Engländern und Deutschen weniger freundlich, als sie es waren, zu setzen, der Kaiser sei indeß gezwungen, Gefühlen und Wünschen Anderer Aufmerksamkeit zu schenken, die England und die Eng­länder mit ganz anderen Augen als den fettigen betrachten. Leider gebe es Männer und Kreise in Deutschland, die die englische Verfassung, Englands kommerzielle und industrielle Größe und seinen Er­folg als Kolonialreich mit einem unverständlichen Abscheu bettachten.

* (Militärvorlage.) Die Vorlage über die Umformung der vierten Bataillone ist heute von der Budgetkommission des Reichstags ange­nommen worden, und zwar mit großer Mehrheit.

des Volkes) kulturfeindliche, weil die baare Zahl \ über Intelligenz und Charakter setzende Massen- prinzip.

Bei so gleichen Voraussetzungen müßten auch die Wirkungen im Zukunftsstaate die gleichen sein.

In politischer Beziehung nicht die Freiheit, sondern il Zwang und Willkür, nicht die Herrschaft Aller, sondern

tj I? Bürger zu bilden.

Unsere Sozialdemokratie vertritt auch keineswegs blos eine neue wirthschaftliche Richtung, sondern eine ganze Weltanschauung, und zwar eine Weltanschau­ung, die sich in den Grundzügen mit der Roufscau's, MbeS Lehrmeisters der Jakobiner, völlig deckt und genau ebenso wie sie die physische, seelische und sitt­liche Beschaffenheit des Menschen völlig verkennt. Dieselbe unnatürliche Zumuthung der vollkommenen Hingabe des eigenen Ich an die Gesammtheit oder .Gesellschaft", die so weit geht, daß man aufhören -soll, nicht nur Herr seiner erworbenen Güter, sondern MIM-Mch Christ und sorgender Vater zu sein: dasselbe blinde Zutrauen in die Vervollkommnung aller _ * I Menschen zur höchsten Güte, nachdem man vorher BIk t btu Staat aller wirksamen Mittel dazu beraubt hat. Dchelbc, in seiner absoluten Herrschaft (Souveränetät

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhai«.

Druck und Verlag: Job Aug Kock, UniversttätS-Bnchdrncke ei in Marburg. Verantwortlicher Redakteur: Friedrich Colbatzky in Marburg.

Redaktion und Expedition: Martt 21. Sprechminden der Redaktion: 10 11 Uhr Vormittags.

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(Nachdruck verboten.)

Die seltsame Herrath.

Roman nach dem Amerikanischen von August Leo (Fortsetzung.)

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Es ist wohl wegen ihrer Güte zu Dir in jener Zeit," tagte Ban,wo Du dieser dringend bedurftest, oder vielleicht, weil sie Dir das Bild Deines Kindes in das Gedächtniß zurückruft, welches, wenn es lebt, wohl eben ein solch süßes Geschöpf geworden ist, und welches Du noch immer hoffst, in die Arme schließen zu können."

3a," sagte Elix langsam mit dem schönen Kopfe nickend, während ein strahlendes Lächeln um ihren Mund spielte.

Für Lady Sylvia- Dare wird es ein schrecklicher Sturz sein, wenn wir das beweisen, was wtt er­warten," fuhr Vcm Ruble fort,und daß es gerade durch Dich kommt, wird ihr das Schlimmste sein."

Elix warf bei diesen Worten den Kopf auf; dos Lächeln erstarb auf ihren Lippen und die Sanft- «uth in ihren goldschirnmernden Augen.

Wenn sie gewußt hätte, was wir jetzt wissen," entgegnete sie,so wäre es wohl nicht Fergus Dare gerne)«!, den sie damals geheirathet hätte."

Er lachte schadenftoh.

Wenn sie gewußt hätte, was sie that, als sie die Heirath zwischen Sever und mtt betrieb, so würde sie sich wohl lieber die rechte Hand abgeschnitten haben. Es scheint, als ob das Schicksal selbst ihrer fpotten wollte. Oder wenn Magnus selbst es ge­wußt hätte."

Ich glaube, er wußte eS," sagte Van,doch tt wollte Fergu» Dare nicht zu nahe treten. Sie waren als Knaben Spielgefährten gewesen, und

Fergus hatte sich iebr schön gegen Maanus benommen zu einer Zeit, wo ihm dies sehr wodlthat; ja, er hatte ihm zweimal das Leben gerettet. Wenn es der Hauptmann auch noch so sicher gewußt hätte, io würde er, so lange sein Freund lebte, nichts ge­sagt haben, und später, glaube ich, dürfte ihn Sylvia durch irgend ein Versprechen gebeten haben. Es war da ein Knabe ein Neffe oder Verwandter des Hauptmanns welcher fein Erbe fein mußte, wenn er feine Rechte genau genug kannte, um sie zu erzwingen. Meiner Meinung nach wurde die sonder­bare Heirath, von der ich Dir erzählte, die in Sever's Gegenwart ftattfanb, vollzogen, um die Rechte des Knaben zu schützen."--

Van Ruble und seine Schwester reisten die nächste Wockie von Sydney ab.

Sie gingen erst nach Paris, wo sie, wie sie er­wartet, Lady Dare ttafen. Derrick Duvar war bei ihr. In letzterem erkannte Elix Sever ihren ge- heimnißvollen Verfolger und den ihr von Annette Veli bezeichneten Räuber ihres Kindes.

Diese Entdeckung änderte die Pläne der Beiden ein wenig, wie man sogleich sehen wird.

Van Ruble und Lady Dare hatten ^sich nie ge­sehen, und es ist zweifelhaft, ob letztere sowohl, wie Dnvar je von seiner Existenz gehört hatten; Elix jedoch war so verändert, daß sie sich sicher fühlte, von ihnen nicht «könnt zu werden, zumal sie sie tobt glaubten.

Lady Sylvia Dare war mit ihrer Tochter von ihr« großen Reise zurückgekehrt; sie waren jetzt ungefähr acht Tage zu Haufe, und das Schloß war von ein« ausgesuchten Gesellschaft geladener Gäste belebt.

ihrer Reise begleitet ja, er begleitete sie eigentlich überall, wohin sie ging, gleichviel, ob es ihr angenehm war oder nicht.

In diesem Augenblick war Mylady allein in ihren Privatzimmern; sie hatte eben ihre Diner- Toilette beendigt und ihr Mädchen weggeschickt. In einem blaßgelben seidenen Kleide mit gelben Rosen in dem schwarzen Haare und unschätzbaren Rubinen um Hals mb Arme war sie schöner als je.

Sie wartete auf Duvar, welcher ihr hatte sagen lassen, daß er fr vor dem Diner zu sprechen wünsche; doch die Zeit verging und er kam nicht, und Mylady klopfte ungeduldig mit ihrem atlaSbefleibeten Fuße den Boden.

Er weiß, wie ich das Warten hasse; aber er liebt es, mich zu peinigen, selbst ix solchen Kleinig­keiten," murmelte sie.Ach, Magnus, Du bist ge rächt! Ich habe nur den Herrn gewechselt und einen schlimmeren bekommen, als Du jemals warst!"

Sie seufzte tief und ging langsam im Zimmer umher, zu unruhig, um unbeweglich zu bleiben.

Ich möchte wissen, was Derrick will? Wahr­scheinlich wieder wegen des Herzogs einige impertinente Fragen stellen. Fiüher hätte ich hettathen können, ohne ihn zu fragen, jetzt wage ich es nicht."

Die Thür öffnete sich und Duvar trat in voller Gesellschaftstoilette und bildhübsch aussehend ein. Das Gold seines Lockenhaares war nur wenig ge­bleicht und seine Augen so blau und funkelnd wie tarn«. Er lächelte.

Sier," würde fast Jeder gesagt haben,ist endlich ein glücklicher Mensch, deffen Pfad niemals ein Schatten verdunkelt haben kann, in dessen Brust weder Reue noch Gewissensbisse Platz finden können."

Sylvia preßte ärg«lich die Lippen auf einander,

wie heiter er das Leben nahm, während das ihre trotz aller Zerstreuung so qualvoll war

Nun," sagte sie ungeduldig,was giebt es? Ich hätte schon seit einer halben Stunde unten fein sollen bei meinen Gästen."

Hättest Du?" fragte Duvar leichthin, als er vor einen großen Spiegel trat und sich darin be­wunderte.Wozu? Hast Du vielleicht ein Rendezvous mit dem Herzoge? Ich wollte Dir nur sagen" hier wandte er sich um und blickte ihr gerade in das hochmüthige, erblassende Gesichtdaß Du gegen meine Freundin, Mrs. St. Ulm, und deren Cousin, Mr. Atwood, eine heftige Abneigung gefaßt zu haben scheinst Höre!" rief «, als seine Schwester ihm antworten wollte, gebieterisch seine schmale, weiße Hand ausstteckend, an deren kleinem Finger ein großer Diamant blitzte.Es ist mir ganz gleichgiltig, ob sie Dir gefällt oder nicht, und ebenso gleichgilttg sind mir Deine Gründe. Was ich indeß verlange, ist, daß Du sowohl die Dame, als den Herrn so behandelst, wie es sich der Wirihin den Gästen gegenüber ziemt. Du wirst aufmerksam und zuvorkommend gegen sie sein und ihnen mit ansgezeichneter Liebenswürdigkeit und Freundschaft entgegenkommen."

O nein!" erwiderte Lady Dare schnell und gehässig.Höflich natürlich, in meinem eigenen Hause; freundschaftlich nein!"

Duvar lachte wegwerfend.

Höflich und fteundschaftlich, ma ch6re 1" sagte ' er.Ich will Dir auch verrathen, weßhalb! Ich [will Dich bestechen. An dem Tage, an dem Mrs. !St. Ulm sich mir vnlobt, habe ich nichts mehr da- | gegen, wenn Du den Herzog ober irgend einen Anderen heirathest. Und an dem Tage, an welchem

Derrick Duvar hatte seine schöne Schwester auf als er eintrat. Es erbitterte sie imm« zu sehen, Mta St. Ulm meine Gattin wird, befreie ich Dich