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öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.
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Druck und Verlag: Joh. 21 ug. Koch, UniversitätS-Buchdrucke: ei in Marburg Redaktion und Expedition: Markt 21.
Verantwortlicher Ridakteur: Friedrich Colbatzky in Marburg.
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Marburg,
Sonnabend 6. Juni 1896.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Anuoncen-Bureanx von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Eafsel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI. Jabra. Masse in Frankfurt a M., Berlin, München u. Köln, E L. »
Daube u. Co. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
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Der VII. Evangelisch-soziale Kongreß, her soeben in Stuttgart getagt hat, ist augenscheinlich bemüht gewesen, bei seinen Verhandlungen sowohl wie bei seinen Beschlüssen Maß zu halten. Die radikale Naumann'sche Richtung ist — soweit wenigstens aus den bis jetzt vorliegenden knappm Berichten ersichtlich ist — weit mehr als im vorigen Jahre zu Erfurt im Hintergnrnde geblieben und die Aufteizung der Besitzlosen gegen die Besitzenden, die sonst in den Kongreßverhandlungen lebhaft bettieben wurde, ist diesmal nur an einzelnen Stellen versucht worden.
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Die Verhandlungen bewegten sich, mit Ausnahme einer ungemein „tapferen" Rede des Predigers Dr. von Soden und einzelner Bemerkungen radikaler „Reformer", auf sachlichem, gemäßigtem Boden und man wird namentlich manchen Ausführungen und Borschlägen des Professors Dr. Delbrück auch vom konservaiiven Standpunkte durchaus zuzustimmen vermögen. Der genannte Gelehrte ref rirte über die
lu na Arbeitslosigkeit und das Recht auf Arbeit; er gelangte dabei aber zu dem Schluffe, daß zwar ein gewisser
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Professor Dr. Adolph Wagner vertrat darauf den Standpunkt, daß die Arbeitslosigkeit zu einem großen Theile von der übertriebenen Spekulation abhänge, die sich plötzlich auf einen Artikel stürze, viele Arbeiter heranziehe und diese dann auf's Pflaster werfe. Diesen mu Recht beklagenswerthen Uebelstcnd der sogen. „Saisonindustrie" wünscht Professor Wagner mit Recht durch Präventtvmaßrcgeln zu beseitigen. Gerade die Landwirthschaft aber leidet unter dem Arbeiter-
Mangel an Arbeit unter Arbeitern herrsche, daß aber die Arbeitslosigkeit keineswegs so allgemein sei, wie man annehme, solange die östlichen Grundbesitzer nicht genug ländliche Arbeiter haben.
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werben dieser Art spekulativer Produktion und es würde ebenso im Interesse der Landwirthe wie in dem dn Arbeiterschaft liegen, wenn sich Mittel und Wege finden ließen, um — u. A. auch auf dem Wege der Revision der Freizügigkeit und der Einführung eines Einzugsgeldes in die Städte, sowie durch Verpflichiung der Saisonindusttiellen, für ihre Arbeiter geeignete Wohnräume bereit zu halten — hier Wandel zu schaffen. Professor Wagner sprach sich sodann darüber Ms, daß die Ausgaben für unser Heer ungemein produktiv seien und äußerte, die Ausfuhr sei minder wichttg für die Volkswirthschaft als die Hebung und Erhaltung der Verbrauchsfähigkeit der Landwirthschaft. Das find echt konseroalive Grundsätze, die der Raumann- schen Richtung keineswegs sympathisch sind.
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(Nachdruck verboten.)
Die seltsame Heirath.
Roman nach dem Amerikanischen von August Leo (Fortsetzung.)
Elix mit einem leidenschaftlichen Kusse auf den Loden des Bootes legend, ergriff Van die Ruder mid fuhr dem nahen Ufer zu. Als er die nasse, leblose Gestatt in den Wagen hob, brach ein Stöhnen über seine Lippen.
„Gott sei dem Mörder gnädig, wenn sie lobt ist!" flüsterte er.
Doch Elix war nicht tobt; lange und ausdauernde Pflege rief sie wieder in's Leben zurück; doch sie war dann ein so nervöses Geschöpf, so furchtsam und halb wahnsinnig von dem, was sie durchgemacht, daß Lau, als er die unerwartete Nachttcht einer sie in Australien erwartenden Erbschaft erhielt, beschloß, die Sache persönlich zu untersuchen und zu gleicher Zeit seine theuere Schwester von Allem, was sie an ihre frühere Leiden und ihre Furcht erinnern konnte, in entfernen.
, In Australien also ist es, wo wir, einige Jahre später, dem Leser dieses zärtliche Geschwisterpaar wieder vorführen. Sie hatten jahrelange Schwierigkeiten und Hindernisse zu bekämpfen, ehe sie zu dem Werke zurückkehren konnten, welches sie sich gelobt, unermüdlich zu verfolgen.
„Endlich ist es vorüber! Wir haben den Prozeß gewonnen und nichts hält uns jetzt hier länger!" s^gte Van, als er das Zimmer betrat, in dem seine Schwester ihn erwartete.
Schöner als je, mit einem Reize ausgestattet, der sich kaum beschreiben läßt, war jetzt Elix Sever, ^vtz Allem, was sie gelttten.
Auch die von dem Kongreß angenommenen Resolutionen entsprechen in keiner Weise den Gesinnungen und Bestrebungen der christlich - sozialen „Jungen". Namentlich stellt sich die Resolution hinsichtlich der sozialen Wirksamkeit der Pastoren aus den Standpunkt, brn auch bie Konservativen stets eingenommen, nämlich auf ben ber Kaiserlichen Erlasse. Von beiden Referenten über diese Sache aber wurde bttom, daß das Pfarramr dem Inhaber desselben agttatorisches Wirken ebensowohl wie Eintreten für das Interesse nur einer sozialen Gruppe verbiete.
Kurz gesagt, die auf dem Kongresse gefaßten Resolutionen, also die greifbaren Ergebnisse der Verhandlungen bedeuten einen Mißerfolg der „jungen" Christlich-Sozialen, zu dem dem Evangelisch sozialen Kongreß nur Glück gewünscht werden kann.
Deutsches Reich.
* Berlin, 4. Juni. (Tagesbericht.) Unser Kaiser machte gestern Nachmittag mit mehreren Marineoffizieren eineSegelparthie auf derIacht „Louise" und begab sich sodann nach der Pfaueninsel, woselbst er mit der Kaiserin, die dem Wetttenncn des Berlin- Potsdamer Reitervereins bei Neubabelsberg angewohnt hatte, zu Abend speiste. Heute unternahmen die M a j e st ä t e n einen Spazierritt in die Umgebung des Neuen Palais. Später hörte der Kaiser im Schloß die Vorttäge des Kriegsministers Bronsart von Schellendorff, sowie des Chefs des Militärkabinets, Generaladjutanttn von Hahnke — Für den Besuch des Kaiserpaares anläßlich der Einweihung des Willibrordi-Domes in Wesel ist der 7. August bestimmt worden.
* (Der Kaiser als Pathe.) Der Kaiser hat die zahlreichen Beweise der herzlichen Zuneigung, die er für den Fürsten Bisma rck und dessen Haus empfindet, durch einen neuen, besonders bemerkens- werthen Akt vermehrt. Er hat dem Oberpräsidenten Grafen Wilhelm Bismarck in Königsberg telegraphisch die Nachricht zugeheu lassen, daß er bei seinem jüngstgeborenen Sohne die P a t h e n st e l l e übernehmen werde. Bekanntlich ist der jüngstgeborene Sohn des Grafen Wilhelm Bismaxck der erste Enkel des Alt- Reichskanzlers, der den Namen Bismarck trügt. Wenn auch Fürst Bismarck keine Sorge zu haben braucht, daß der Name Bismarck im deutschen Reich je in Vergessenheit gerathen könnte, so ist cs doch begreiflich, daß die Gebutt eines Stammhalters den Einsiedler im Sachsenwaldc mit hoher Freude erfüllt
Als sie den blitzenden, goldfunkelnden Blick zu ihrem Stuber aufschlug, spielte ein weiches, freubiges Lächeln um ihre Lippen.
„Enblich!" wieberholte sie mit einem Tone, der wie ein Fehberuf klang, „enblich, Mylaby, kommen wir!"
„Laby Dare ist wahrscheinlich noch in Paris!" fagte Van.
»Das werben wir sehen. Jebenfalls gehen wir da zuerst hin," erwiderte Elix.
„Bist Dn noch immer entschlossen, diesem Weibe gegevüberzutreten?" fragte Van ängstlich. „Ist das auch wirklich klug und vorsichtig?"
„Du glaubst, ich wage es nicht?" fragte seine Schwester mit einem seltsamen Lächeln.
„Ja, Tu hattest doch ftüher eine so wahnsinnige Angst vor ihr."
„Wahnsinnig — ja, das ist das rechte Wort. Ich war toll vor Furcht. Hatte ich nicht genügenden Grund? Von der Stunde an, wo sie, Magnus Sever liebend, trotzdem sie einen Anderen gehettathet hatte, es zu Stande brachte, mich, eia bloßes Kind, zu seiner Frau zu machen, nur damit er eine Andere nicht hettathen sollte, auf die sie eifersüchtig war — von dieser Stunde an, in der ich sie kennen lernte, habe ich Ursache gehabt, Sylvia Dare zu fürchten — bis jetzt. Du hast doch nicht vergessen," fuhr sie fort, „wie ich mich zufällig in dem angenehmen Hause, in dem Du mich als Gouvetnannte untergebracht, kennen lernte, und wie sie, die so viel älter war als ich, nicht nur an Jahren, sondern auch an Wellkenntniß und Erfahrung, in meinem kindischen, romantischen Herzen eine Art Anbetung für Hauptmann Sever entzündete, ehe er noch kaum ein Dutzend Worte mit mtt gesprochen hatte? Wie sie cs anftellte, ihn so weit zu bringen, mir einen
hat Wenn Kaiser Wilhelm diese Freude noch dadurch steigert, daß er selbst die Pathenstelle bei dem jüngsten Bismarck übernimmt, so wird ihm für diese neue Ehrung des greisen Schöpfers der deutschen Einheit das deutsche Volk Dank wissen.
* (Herbette.) Aus Paris wird mitgetheilt, daß der frühere ftanzösische Boffchafter Herr Hcrbette deßhalb undekorirt aus Berlin schied, weil er in seiner Eigenschaft als Ritter des Großkrcuzes der Ehrenlegion nur den Schwarzen Adler - Orden annehmen konnte, dessen Verleihung, dem „Gaulois" zufolge, nicht angemessen erschien.
* (Einer sehr merkwürdigen Auffassung über die Sozialdemokratie) und ihre Bekämpfung scheint, so lesen wir in btt „Post", bie Herzoglich sachsen-meiningen'sche Regierung zu hulbigen. Sie hat bas Gesuch eines Saalfelber städtischen Vereins, einen öffentlichen Aufzug bei ber sozialistischen Maifeier zu verbieten, abschlägig beschieden, obwohl sie bent bezeichneten Vereine selbst bas Zeugniß verbienstlichen Wirkens gegen bie sozialrevolutionären Bestrebungen zuerkennt. Aus ber Begründung des ablehnenden Bescheids geht hervor, daß er namentlich aus dem Grunde ergangen ist, weil die Sozialdemottaten sich durch das Verbot eines öffentlichen Aufzuges bei ihrer Maifeier verletzt und zurückgesetzt fühlen könnten. Die guten und treuen Bürger fühlen sich beschwert und verletzt, daß die Sozialrevolutionäre ihnen zum Hohne mittelst öffentlichen Aufzuges diejenige Feier begehen wollen, welche dem künftigen Siege des Umsturzes der ganzen bestehenden Rechts- und Staatsordnung gilt. Sie befürchten zudem mit Recht, daß die Zulassung einer solchen öffentlichen Herausforderung von Staat und Gesellschaft nicht nur aus dem Heere der „Mitläufer", um diesen Bebel'scheu Ausdruck zu gebrauchen, der Sozialdemottatte feste Genossen in größerer Zahl zuführen, sondern auch auf bisher von der Propaganda unberührte Kreise Eindruck machen werde. Die guten, um die Ver- theidigung des Staates und der Gesellschaft wohlverdienten Bürger werden von der Regierung aber einfach und kurzweg abgewiesen. Die Sozialdemottaten dagegen dürfen Staat und Gesellschafl sowie die guten Bürger durch einen öffentlichen Auszug bei der Maifeier ungestört herausfordern, für sie hat man nichts als zarte Rücksichten, man fürchtet, sie durch Eingreifen der Staatsgewalt zu verstimmen. Es ist kaum glaublich und doch scheint es wahr zu sein. Wenn unter diesen Umständen in Meiningen
Heirathsantrag zu machen, das begreife ich nicht; denn er liebte mich nicht. Damals wußte ich es nicht, ich merkte es erst später: er heirathete mich nur, weil Sylvia Dare es wollte. Unterbrich mich nicht Van," sagte sie als er sprechen wollte. „Wir haben darüber ja schon oft genug gesprochen. Du sagst, er lernte mich später, nach unserer Hochzeit, lieben, daß er damals in ber Schweiz, als wir uns bas letzte Mal sahen, kaum zurechnungsfähig war, ba jenes Weib währenb seines Aufenthaltes in Englanb, von wo er aber zurückgekehit war, es vermocht hatte, sein Herz mtt wüthender Eifersucht zu erfüllen. Gut, nehmen wtt an, es war so. Mein Gatte mag mich eine Zeit lang geliebt haben, wie ich chn liebte — wie ich ibn noch Hebe," brach sie plötzlich in leibenschafiliches Weinen ans; boch augenblicklich wischte sie sich die Thrünen mit beiben Händen aus den Augen und ging einige Male heftig im Zimmer auf und ab. „Ja, Von," sagte sie bann, zurückkommend unb ben Kopf an seine Schulter lehnenb, „ich glaube fast, mein Mann haßt mich; wenn Du ihn an jenem Morgen gesehen unb gehört hättest, bann würbest Dn nicht baran zweifeln. Aber ich liebte ihn! O, ich liebte ihn unaussprechlich !" schluchzte sie auf's Neue, ermannte sich jeboch toieber, „unb ich liebe ihn noch."
„Ich kann mir ihn nicht tobt beulen; ich weiß ja, baß er es ist, unb doch kann ich mir ihn nicht tobt benfen. Bedauere mich, San! Ich habe solche wllden, unsinnigen, unmöglichen Träume, baß ich ihn wiebersehen unb seine Liebe noch erringen werbe. Weßhald sollte eine solche Anbetung, wie sie noch heutigen Tages mein armes Herz verzehrt, immer ohne Erwiberung fortleben ?"
„Mein armes, armes Kdib!" bat San, inbem er sie zu besänftigen suchte, obgleich a»ch seine
bie guten Bürger in ber Abwehr gegen bie Sozialdemottatte erlahmen, biefe selbst aber immer mehr erstarkt, so wirb bies bie natürliche Folge ber Art sein, wie bie Herzoglich meiningen'schen Regierung Licht unb Schatten zwischen ben guten Bürgern und den Sozialdemottaten zu Gunsten der letzteren ver- theilt. Darüber kann ernstlich kein Zweifel bestehen. Und das passtrt in Deutschland, wenige Monate nachdem die Sozialdemottaten insolge ihres schmählichen, die deutsche Natton verletzenden und herausfordernden Verhaltens gegen die Feier der großen Tage von 1870 71 als vaterlandslose Rotte sttgmattstrt werden mußte. Giebt eine Regierung das Beispiel einer solchen Schlaffheit gegenüber dem geschworenen Feinde von Staat und Gesellschaft, so ist es allerdings kein Wunder, wenn die Aufforderung an das deutsche Volk, sich ernstlich zu ermannen, nicht ben gewünschten Erfolg hat.
* (Parlamentarisches.) Die „Post" versichert, baß ber bevorstehenbc Antrag des Centrums bett. Aufhebung des Jesuiteugesetzes auch diesmal ebenso wenig Aussicht hat als bisher, die Zustimmung des Bundesrathes zu finden. — Ebenso hält es die „Post" für ausgeschlossen, daß der int Reichstage in zweiter Lesung angenommene Kommissionsentwurf betteffend das Vereinsgesetz für den Bundesrath annehmbar sein wird. Wie die preußische Regi rung über eine Aufstellung des § 8 des VereinsgcsetzeS, ber eine Verbinbung polttischer Vereine unter einanbei verbietet, denkt, ist nicht bekannt. Jedenfalls wäre es dem Staatsinteresse nicht entsprechend, wenn bie Aufhebung des § 8 nicht mit anderen Aenderungen unseres auch sonst noch mehrfach verbesserungsbedürftigen Vereingesetzes in organischen Zusammenhang gebracht und dazu verwerthet würde, diejenigen wirksamen Schutzmaßregeln gegen den Mißbrauch des Vereins- und Versammlungsrechts durchzusetzen, deren es zur Abwehr gegen die sozial- revoluttonären Bestrebungen bedarf.
* (Militärdruckerei.) Es ist schon wiederholt davon die Rede gewesn, daß sich der KriegS- minifter mit dem Gedanken der Errichtung einer besonderen Militärdruckerei trägt. Dieser Plan, den man im Hinblick darauf, daß die Reichsdruckerei nicht vollauf beschäftigt ist, sondern Privatkundschaft zu bedienen genöthigt ist, für unwahrscheinlich hielt und dessen Ersprießlichkeit nur von einigen wenigen Preßorganen sofort anerkannt wurde, geht bereits seiner Verwirklichung entgegen. Das Budget für 1897 98 wird voraussichtlich schon eine Ratenforderung für
Augen voll Thränen standen, „das sind Dinge, die wir nicht verstehen können. Vielleicht in einer anderen Welt -"
Doch seine Schwester unterbrach ihn.
„Davon will ich nichts hören. Ich sage Dir, für mich ist er nicht tobt. Doch das Alles gehört nicht hierher," fügte sie mit plötzlich verändertem Tone hinzu. „Wir sprachen von meiner Furcht vor Lady Dare; sie ist verschwunden, San. Diese Jahre hier mit Dir haben ein Weib aus mir gemacht, wie ich früher niemals die Gelegenhett hatte, es zu werden. Ich war sonst immer Kind, ttotz der Jahre, und well Lady Dare mit ihren Schandthaten Alles durchsetzte, gewöhnte ich mich daran zu denken, dies müsse immer der Fall sein Doch das ist vorüber — jetzt bin ich an ber Reihe. San," sagte sie plötzlich, ihn küssenb, „ich möchte Dir etwas Souberbares sagen: Du erinnerst Dich boch an bas Kinb, von bem ich Dir erzählte — von bem ich schon so oft gesprochen habe — an bie kleine Laby Rcgima?"
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„Nun wohl; sie kann ich nicht Haffen, obgleich sie bas Kinb bieses Weibes ist. Wenn ich an Sylvia benke unb mich meiner Leiden erinnere — selbst, wenn ich an meine Kleine denke, deren sie, wie wtt boch fest überzeugt find, mich beraubt hat, selbst dann kann ich bieses Kinb nicht Haffen. Mein Herz ist voll gehässiger Gefühle gegen bie Mutter, unb boch sehnt es sich fast nach bem Anblicke bes kleinen, süßen, stolzen Gesichtchens. Ist bas nicht fonberber?"
(Fortsetzung folgt.)