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Deutsches Reich.

Die französische Revolution und der sozialdemokratische Zukunftsstaat.

»ieberfe^en, wmn'mtch mein

Marburg,

Sonnabend, 23 Mai 189t-'

sie blickte noch einmal die Strafte entlang di- äiim Schlosse führte, dann wandte sie das Pferd

5Vei ®Ie l°rt, die das Thier von stiner lonftigen Reiteim gewohnt war. Regima sah ihr IS ?' '° * f* «-*? »rnj

r ,Der0a® bie Leeren, warf sich die Scklevve MS*b ÄE

Erpreßzug nach L-« war die Antwort schn^'ein""^ ei Z1 8toctitr Klasse >d stieg

Sre sagte sich, daß sie in der zweiten Klasse, die paffender war, sich besser verbergen könne, als in der ersten.

Wie wenig ahnte sie, als sie jubelnd dahinfuhr, daß ihr angebeteter, edler, tapferer Gatte erst vor wenigen Wochen auf derselben Bahn einem so traurigen Schicksale entgcgengeeilt war! * «J?.eir<Cff ?UrDar ^Egnete dem Knaben mit dem Pferde auf Haldem Wege und fluchte wüthend in sich hinein. Er hielt sich nicht auf, um diesen ans- zuftagen das war nicht nöthig! sondern jagte unaufhaltsam weiter. 1

,®L lohnte den nächsten Zug benutzen; es mußte noch Nacht sein, wenn Mrs. Sever in L ankam und er konnte daher leicht ihre Spur finden.___

u lf"ur,Jine Einzige bemerkenswerthe Begebenheit passiite Mrs. Sever unterwegs.

(Fortsetzung folgt.)

m 120. MWDL-rNMU Bestellg-ld» Jnsertwnsgcbühr für die aeioalten- a?;, __ober ^rkn Raum iO Pfg., Reklamen für die Zeile £5

ofö einen rechtschaffenen, energischen und höchst fähigen bezeichnet hatte, wurde vom Wohlfahrtsausschuß £ des Auswärtigen bestellt. Er verbringt als und zeigt seine Untergebenen

fiShi £ hm C ®r bat gerade einen Ver-

0C0en 1einc »-er Bureauchefs erwirkt, äjUnifter ?ene und einer von ihnen zum

Minister i mannt wird. Was thut Buchot? Er lass!n CT ^uchsolger, den er eben noch köpfen Men rooHte, ihm doch eine Stelle als 23.amter im J l,t J 3U Ia'fetI' und, als ihm dies abaeschlagen Wien ' l)n totn,0ften3 uls Kanzleidiener zu

«Nachdruck verboien.)

Die seltsame Heirath.

Roman nach dem Amerikanischen von August Leo (Fortsetzung.)

Da die Fremde sah, daß Regima sich nicht fürchtete, sprach sie mit auffallender Anstrengung, ruhig ;u iMben, doch trotz-r Mühe zitterlen sowohl ihre Hande wie we stimme, und sie blickte sich jeden Augent lick furchtsam um. ' $ 1

- U, Kind," sagte sie mit leiskr, sanfter Stimme, He der Zuhörerin Herz sonderbar bewegte. Sie Wen ein i heilnehmend es, edelmüthiges Gesicht 3ch biil aus der Flucht in Todesangst, denn «gilt mein Leben. Wollen Sie mir helfen sort- iafommen?" 1

Das schöne, lebhafte Gesicht des Kindes rötbete und ieme Augen blitzten durch Thräreu.

^Natürlich will ich/ rief sie eifrig,wenn ich nur

Wollen Sie mir Ihr Pferd leihen? O, ich be- chwore Sie' fugte fie hinzu, da Regima zu 8ckm ^tCn ~Vd) tocrbe e§ 2hnen gewiß zurück-

Weiden Sie das auch thun?«

Gewiß, gewiß, ich will es zurückschicken/

10 uehmeu Sie es!« rief das junge Mädchen.

«mmt Ent»'««' die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u Sooler in Sranffutt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien' Rudolf YYYI SWoffe in Frankfurt a M, Berlin, München u. Köln, C L

Daube u. Co. in Frankfurt a. M Berlin, Hannover, Paris!

Duvar, dessen Bemühungen ganz und gar fruchtlos gewesen, kam nach Einbmch der^Nacht ^ruck und konnte feine schlechte Laune und seine Verwunderung doch sticht gQn$ verbergen.

Ein Blick auf das finstere, angstvolle Gesicht i°-7« ha6e8l6t ***

M Ü?.I Ä-L.b** «« Entscheidung d-r Kaisers wird das Tiiirsche mit dem Jameson!ch-N / mLandon

Die Leiche wurde sofort nach Kiel übergeführt Angeleaenb'eiten tn bie p°Kt'schen

/-(Parlamentarisches.) Der Bundesrath kapstädtischen Politikern einen gar nicht mißzuver- nafan den Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung stehenden Wink ertheilt. Diese wissen nunmehr was des Zuckersteuergesetzes, und den Gesetzentwurf, be-1 8U thun haben, wenn künftighin Engländer und rrPTTPtl n ntö IKArrttM .o . . . V I nm > . # . IM Itr dH w ..k F I - 5 r . ....

Die Fremde wartete nicht länger, sondem stieg «u Regimas Hilfe auf und fragte dann- Wohin^soll ich das Pferd schicken?«

T -'^4 Schloß Dare; ich 'bin Lady Regima Kind mit stolzer Offenheit. k.J*er Fremden stockte der Athem; sie heftete einen ^chdringmden Blick ans das Mädchen.

Tas würdige Paar hatte kaum noch Zeit ge-

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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchkain ÄLustrirtes S-nntagsblatt. -

- ------------ ^prccvstundm der Rkdaktion: 10 11 Udr Vormiltags. 9

Wohffahrtsaussch^ mit0liebe.r be§ allmächtigen

und Gewissen, ein Schwätzer, nimmt ani^ Sttirze!^^"? dw Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, I^im in Südafrika freunduachbailich ^nebm- und Robe/icrres Theil, entrinnt später auch demVerhängniß, I "acb bcn ^ef^Iuffen des Reichstags an. Auch der l/t^nander Hausen sollen. Sie sollen ganz einfach mAbcr bte Thermiüorianer, die Ve-schwörer gegen ^A0^ tißI 8" ^ai, betr. die Kontingentirung neu Bestrebungen, für England in Südafrika die Robespierre, herembricht, und tritt in die Dienstej ENtandener kleiner landwirthschaftlicher und Material-I^tellung derparamount powei« zu erwirken apoleons als Zeitungsschreiber, als Spitzel und! brenuernen, sowie den Beschlüssen des Landes- «ausgeben und die Südafrikanische Republik ihre gegen die überlebenden Jakobiner, von Elsaß-Lothringen, betreffend die Ge-j Eignen Wege gehen lassen. Uebrigens ist nicht

E n aber sei st für die niedrigsten Dienste als ^erbcstcuer und Wandergewerbesteuer, wurde die Zu- äu übersehen, daß die vorliegenden Meldungen Iebto=

^er Ritter von ©aint.3nftl ;erbhmmun0 erW ö ich aus englischer Quelle stammen unbTä, S

-Zrn tvhS,,Di?^beSAerre§' ber Emst zu Hause! , ( m p f e i n d en K° lo n i en.) Privat- b"nbnett ®eife »°ch wesentliche Er- ffiJL AÄ1 ben ^lös in Paris mit bn-se bring«n jetzt nähere Einzelheiten über f 9 Unb E-ganzung erfahren können.

Mutter auf Anzeige seiner eigemn!Anlaß des Krieges unserer südwestafrikanischen! * Dessau, 21. Mai. (Jubiläumsfeier)

feierlicher @rnft- e^trieh'h ießt mit ben Hereros und der I Die Feierlichkeiten anläßlich des 25jährigen Regienmas-

arten und ? bon bombastlschen Redens- Schlacht bet Gobabis. Die Khauas-Hottentotten, die jubiläums des Herzogs Friedrick beaanne?^ L,

-tt-cht« »"«-NM »i. d.n H««-s z.m-msch»ft,ich, Sachs Eröffn--, »e8 U»riä 1b 'bTwun!

»le l b'"" °b-'->»n»i x»»chI l|«»-p, imten ,n d,n »n--ln -I- ,i ilm[, »«» zri°dnchd«km»ls am d<z Z

, 'N rm Wohlfahrtsauslchuß und im|fIciner aber Überaus räubischer Stamm aesckildert der Feier nahm der cefammte fint v 4 unb bes Mahren SürQcrfttitips I nnrfihptrr pin» !^mmenAerathen war,! wesenden Fürstlichkeiten Theil, darunter als Vertreter

uuo^oes^^vahr-n Burgersinnes begangen wurden. nachdem eine Patrouille von 3 Mann Schutzttuppen des Kaisers sein Schwager Prinz Friedrich Leopold ==5^T:====:Z--; ISS ?e" genannten Eingeborenen überfallen und ge- Tue Bevölkerung brachte dem hohen Jubilar große

Deutsches Neich tobtet worden war. Khauas und Hereros machten iDvattoneu. Die Stadt Dessau prangt im reicksten

* Nerliu si M zusammen etwa 300 Mann aus, denen gegenüber F-Mmuck. P 8

MaieM der?» (Tagesberich t.) Se. Hauptmann Egestorff bei Gobabis mit nur 50 Mann--------------------------------

des Äes« Prockelwitz den Vortrag Schutztruppen siegreich das Feld behauptete. Der ! ---

rahm wei Vürickaäno^?? v.Hahnke und unter- gefallene Reserveoffizier Schmidt erhielt 5 Schüssel Ausland.

uaym zwei Purschgange, auf denen derselbe je einen m die Brust. " |

ÄnS V*« ä-ä, t **

ye|en >ußenAugen findet man nicht ihren!Sie ist zu Haufe'« faate 9i?hrkh k ... L war schon ganz dunkel, als Mrs. Sever

* - *1,8 ttieberfefcn, wenn mick mein (S,rJVerborgt? - An wen?« rief ihre Mutter 9'

IAu eine Dame. Ich weiß nicht, wer sie wär "

ri antwortete das Mädchen ruhig. jfte würde es zurückschicken.« | Lady Dare ftarrte sie an.

! -Du hast Dein Pferd einer Fremden geborgt? i wiederholte sie ungläubig, während fie mit Duvar pBltcfe wechselte. Dann entließ fie den Diener und «wartete, bis derselbe die Thür geschloffen hatte

-Verrathe Dich nicht,« sagte ihr Bruder leise.

!Das Unglück ist einmal geschehen.«

I Wenige eilig gestellte Fragen brachten Alles heraus «was Regima zu erzählen hatte.

L diese aus dem Zimmer ging, ballte Duvar I tue Hande und schüttelte sie drohend in die Luft Sie hat mich angeführt!« knirschte er.Sie "ach her Nordstation geritten. Ich suchte uatür- lich auf der Südstation, da diese die nächste ist und ! vvch Nicht ahi en konnte, daß fie ein Pferd habe Ich hoffte immer noch, daß sie hier in irgend einem ber unzähligen Zimmer verborgen sei.«

Labh Dare schlug wüthend und verzweifelnd die Hande zusammen und drohte rasend:

Ich lasse das Pferd todtschießen!«

Und Regima vielleicht ebenfalls?« lachte Duvar verächtlich.Sei nicht verrückt, Sylvia ich werde unser Wild schon noch fangen. Sie kennt

VI. Die Tugend in Paris.

p<{ Ter stabtrath von Paris übte seine Macht mi» durch 48 über bie Stabt vertheilte revolutionäre Comrt' s deren Mttglieb r zum größten Theil an- mchige ^cilte waren unb bas gemeinsam hatten, baß ,ie befurchten mußten, im Falle einer Gegenrevolution gebangt zu werben. Biele, die kaum bes Lesens kundig waren, hielten sich für große Philosophen, CÖtn\» ^utzutage mancherGenosse« mit Bier-els- unb Achtelsblldung im Besitze ber wahren Wissen- 1 ,aft ^n. 1Eln wähnt. Meißner, ber 1795 Paris befuate, schreibt, die revolutionären Cornitös seien Geiellichasten, organisirt durch das Verbrechen und m ?Ein Zwecke, ungestraft alle Arten von Unge- rechngteit, Mord, Raub unb Diebstahl zu begehen. Bei bem fortwahrenben Reinigungsprozeß, ber in ben revolutionären Comit^s mit der Verfolgung und Hin- nchtung von Volkshelden, wie Chaurnette, Hubert Desmoullns, und ihrer Anhänger vorgenommen wurde'

; dlldeten sie immer mehr den Tummelplatz für Leute ! bm,^ere be® Volkes. Von bem ComitÖ ber ' ^EN Mutze z. B. würben brei Monate nach bem

Sturze Robespierre's zehn Mitglieber zum Pranger unb zu 20 Jahren Zuchthaus verurtheilt. H

* m .1!m (le bei guter Laune zu erhalten, muß bie fftegterung _ nicht nur ihre Schaubthateu ruhig qe- Aehen lasten, sonbern sie noch mit Geld belohnen. T" ^Eittiehmer an ben Sitzungen erhielten zwei . ^« C"nn s ?nV ^gust 1793 erhalten bie armen Mitglieder ber Couiris 50 000 Franken ber

r General Heuriot, Kommandant der Bürgergarbe ehe- " ma S EM wegen Diebstahls aus bem Dienste ge- agter Lakai, erhalt 300 000 Franken,um die An- l^ ugE zu vereiteln und ben Triumph ber Freiheit 5 monnn^V fßf0Ctt bann Posten von 40- bis 100 000 Franken zur Entdeckung ber Böswilligen -der zur Verbreitung guter Grundsätze. Die ge- memiien Dnrchsftchereien waren an ber Tagesordnung. Sabeuf, em Falscher öffentlicher Schriftstücke, ist Ge­meinde,ekretär für Unterstützungen. Von 88 Mit- ghebern des Gemeinderaths, deren Berufsstellung be­kannt ist find 56 ungebildete Leute, Schreiber, Krämer llcme Handwerker, Tagelöhner. Niemals war die Angeberei und das Cpitzelthnm in solcher Blüthe,

pie mr Zett Robespierre's. Server

t0XnD^ ^vher hinauf in die regierenden treffen Kreste! Em Schulmeister Buchst, den Ro espierre