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öchentlichc Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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Jllnstrirtcs Sonntagsblatt.

»nick *»> Berk«: Job. «»,. «och, wlivorfitätr-B»chdr»ckmi ta Morbora. ®«b«ßl»n mb Ewedition: Markt 21.

Brnmtworllicher Redakteur: Friedrich Tolbatzky in Marburg, Svrechiiundm der Redaktion: 1011 Uhr Vormittag»

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Erscheint täglich «eher au Werktagen nach Sonn- and Feiertagen. Q»artal-Abonnrmrnt»-Pr«is bei der Expe­dition L Mk., bei allen Postämtern L Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsrrtionSgebühr für di» gespalten» Zril» ,d«r denn Raum 10 Ma Reklamen für di» Stil« 25 Ma

Marburg,

Mittwoch, 20. Mai 1896.

Aly»ig«u nimmt entgegen di» Expedition dies»» Blatte», sowie dir Auuoucrn-Bnreaux von Haaseustrin u Vogler in Frankfurt a. M., Taffel, Magdeburg und Wim; Rudolf Most« in Frankfurt a. M., Berlin, München u Köln; C. L. Daube e. Eo. in Frankfurt«. M., Berlin Hannover Pari»

XXXI. Jahrg.

Reformvorschläge für das Gefängnißwesen.

Seit der italiemsche Arzt Cesare Lombroso seine kriminal-anthropologische Schule begründet, seit der Zeit sind die Refs,rn:vorschläge für Verbrecher- Behandlung wie die Pilze aus der Erde geschossen. Neuerdings seröffentsichte ein praktischer Arzt in kastel einen sehr lesenSwerthen Aufsatz über die in Rede stehende« Reformen, aus dem wir unseren Lesern die wesentlichsten Punkte mittheilen zu müssen glauben. Der Versaffer .geht von der Thatsache aus daß trotz der anerkenuenswerthen Bestrebungen, die dafür zielen, dem Sträfling e nach der Entlassung aus dem Gefängniß Arbeit zu.verschaffen und ihn auf diese Weise der menschlichen Gesellschaft wiederzugeben, die Zahl der Rückfälle noch immer einen so erschreckend hohen Prozenffatz ausmacht. Zu erklären ist diese deklagenswerthe Thatsache aus dem Umstande, daß während der Haft selbst zu Wenig geeignete Arbeit zu Besserungsversuchen an den Verbrecher gewendet wird. Unter der Leitung .des Gefängnißarztes aber müßte das Besserungswerk während des Ver­laufes der Jnternirung betrieben werden. Zwei Momente sind es insonderheit, welche die Gefängniß- reform in's Auge faßt, nämlich erstens die Unschädlich­machung des Verbrechers, dem bie Möglichkeit be­nommen werden muß, durch sein gesetzwidriges, antisoziales Verhalten die menschliche Gesellschaft zu schädigen, sowie zweitens: das entsprechend den neueren Forschungsergebnissen und Beobachtungen einzurichtende Besserungswerk. Unsere Gefängnißeinrichtungen sind von diesem Ziele noch weit entfernt, so groß auch die Fortschritte der Reformbestrebungen in dem letzten Jahrhundert gewesen sind. Noch zu Anfang dieses Jahrhunderts wurde in England ein zwölfjähriges Kind wegen Rebellion zum Tode vemrtheilt und hingerichtet. Geringfügige Diebstähle, selbst wenn sie ton Kindern begangen waren, wurden >iu der Regel «it dem Strange geahndet. In den Gefängnissen Englands und anderer europäischen Staaten wurden damals Verbrecher beiderlei Geschlechts in einem und demselben Raum eingesperrt, in welchem sie in ihrem eigenen Koth beinahe ersticken mußten. Und noch vor wenigen Jahrzehnten gaben die Gefängnisse die Brufftätten verheerender Seuchen ab. Trotzdem sind «nsere Gefängnisse auch noch heute nicht das, was sie sein sollen. Der Gefangene ist eben nur infolge von Umständen, über die er keine Macht hat, für eine Zeit lang dem verbrecherischen Leben entzogen.

(Nachdruck verboten.)

Die seltsame Heirath.

Roman nach dem Amerikanischen von August Leo (Fortsetzung.)

»Das wird sich schon finden," erwiderte der Hauptmann sogleich.Es ist schon vorgekommen, daß man verschlossene Thürer, durch andere Mittel als durch Schlüssel geöffnet hat."

Möglich," höhnte Duvar,wenn Sie nur Ihren rechten Arm zur Verfügung hätten, doch der ist unglücklicherweise gebrochen."

Ich kann warten, bis Ihr Diener kommt, wie er es natürlich wird, um Sie zu suchen; dann mache ich es mit ihm, wie ich es mit Ihnen machte."

Duvar stöhnte, doch plötzlich stieß er einen Schrei aus. Er hatte sich eben erinnert, daß er an diesem Morgen, etwa eine Stunde bevor er heraufkam, seinen dienenden Riesen nach der ziemlich entfernten Stadt geschickt hatte, um neuen Muud- vorrath einzukaufen. Die Straßen waren sehr schlecht und er sollte die Borräthe selbst in einem schweren Wagen mit sich bringen. Auch ein altes Weib seine Schwester sollte er herzu holen, damit sie ihm behilflich sein könne. Er mußte wenigstens vier Tage ausbleiben, doch bei dem Zu­stande der Straßen und der schweren Ladung konnte es auch noch viel länger dauern.

Das ist eine angenehme Situation, in der ich mich befinde I" murmelte Derrick Duvar, als er in dem Zimmer umherlief, »ährend seine blauen Augen bösartig funkelte».Jetzt bin ich hier wie eine Ratte in der Falle und Magnus Sever hat ent­schieden die Oberhand."

Selbst wenn er sich seiner verbrecherischen Zukunfts­pläne rühmt, entlassen wird er ttotzdem und dem Staate ist damit ungefähr ebensoviel Sicherheit gewährt, als wenn alle tollen Hunde 24 Stunden lang mit Biaulkörben versehen und dann wieder freigelassen würden in der unbegründeten Annahme, daß innerhalb dieser Zeit eine gewisse Anzahl von ihnen weniger gefährlich geworden sein wird.

Was nun die Reformen angeht, so soll man dem Verbrecher zunächst Umgang mit unbescholtenen und sachverständigen Leuten gewähren. Nicht Neugierige und unerfahrene Personen, sondern solche, die auf die seelische und körperliche Förderung des Verbrechers einzuwirken vermögen, sollen zu freiwilligen Gefäng- nißbesucheu zugelassen weiden. Erziehung bedeutet Beschäftigung körperlicher und geistiger Natur. Ent­sprechend diesem Grundsätze soll durch eine den be­sonderen Umständen angepaßte, nicht übermäßig an­strengende Thätigkeit derSchädlichkeitszirkel" den verbrecherischen Ideen und Neigungen durchbrochen und zugleich auch durch körperliche Uebungen, ourch Bäder und Massage der Stoffwechsel angeregt werden. Der günstige Einfluß der letzteren Maßregeln blieb da, wo er angewandt wurde, nicht nur auf das körperliche Befinden beschränkt, sondern die in den körperlichen Zuständen sich wiederspiegelnde Besserung übte einen unverkennbar günstigen Einfluß auf die intellektuelle Beschaffenheit der betreffenden Individuen aus. Mit dem besseren körperlichen Befinden wachten sie auch geistig förmlich aus und eine vorher nie beobachtete geistige Regsamkeit stellte sich bei ihnen ein, die darin ihrerseits wieder die Grundlage bildete für die durch Unterricht zu bewirkenden intellekttrellen Fortschritte. Die erwähnten Erfahrungen sind in amerikanischen Gefängnissen gemacht worden und man will dort auch weiter konstatirt haben, daß die Zahl der Rückfälle bei dieser Behandlungsweise ganz außer­ordentlich gering geworden sei. Allerdings wird man daran gelinde Zweifel hegen. Diese Art des Ge- fängnißwesens und der Gefangenenbehandlung muß ja geradezu verlockend wirken und den Rückfall geradezu provoeiren.

Deutsches Reich.

* Berlin, 18. Mai. (Tagesbericht.) Der Kaiser hat heute die Kaiserin von Rußland zum Chef des 2. Garde-Dragoner-Regiments ernannt. Das Regiment heißt daher von heute ab: 2. Garde- Dragoner - Regiment Kaiserin Alexandra von Ruß-

So war es wirklich und so lange der arme Mensch es aushalten konnte, behielt er sie auch.

Aber er war durch seine Krankheit, den ge­brochenen Arm und die Betäubungsmittel, die Duvar ihm beigebracht hatte, um ihn nach Dangcr-Cliff zu bringen, immer noch sehr schwach, und als sein Feind ihm die Thatsache erklärte, untersuchte, er seinen Aufenthaltsort ganz genau, ob es nicht mög­lich sei, irgend eine andere Methode des Entkommens als durch die Thür ausfindig zu machen, doch er fand keine.

Die Wände waren schön gemalt und mit Nischen und zerfallenen Statuen verziert, doch sie waren höchst solid, und das Zimmer war nur von schmalen Fenstern beleuchtet, die so hoch angebracht waren, daß man sie nicht erreichen konnte.

Das Tablett mit Nahrungsmitteln, welches Duvar bei seinem hastigen Einfall in daS innere Zimmer zurückgelassen hatte, stand noch do, und Hauptmann Lever theilte sich die darauf befindlichen Speisen auf's Sparsamste ein, damit er so lange wie möglich damit auskommen könne.

Er wußte, daß er nicht Kraft genug habe, um einnt wirklichen Kampf mit Duvar um den Schlüssel wagen zu können.

Duvar unterhandelte, bat und' beschwor, doch sein Kerkermeister fühlte, daß er seinen Versprechungen nicht trauen könne und wollte deßhalb die Thür nicht öffnen.

Als die Nacht herankam, schlief Derrick Duvar in dem Bette, das der Hauptmann bis jetzt benutzt hatte, und hierin war er im Vortheile; denn in dem äußeren Zimmer befand sich nicht einmal ein Stück Teppich auf dem kalten Fußboden. Am zweiten Tage wurde Duvar sehr hungrig; drohte, versprach, lat Alles vergeblich.

land. Der Kronprinz von Italien traf heute früh hier ein. Er erschien im Lause des Vor­mittags mit dem italienischen Boffchafter Lanza im neuen Reichstagshause und unterzog dieses einer ein­gehenden Besichtigung. Heute Abend setzte der Kron­prinz die Reise nach Moskau fort. Der frühere Minister v. Camphausen ist heute hier an Altersschwäche gestorben. Der Reichstags­abgeordnete Liebknecht ist in London ange­kommen. Er beabsichtigt, eine Reihe von Vorträgen in deuffcher und englischer Sprache in der Hauptstadt und in den Provinzen zu halten.

* (Getreideterminhandel.) Um zu ver­hindern, daß das Getteidetermingeschäft nach Ein- sührnng des Verbotes in Deutschland sich nach dem A u s l a n de zieht, waren, wie seiner Zeit gemeldet, in parlamentaiischen Kreisen Vorschläge gemacht worden, die Regierungen aufzufordern, mit den anderen Mächten behufs Erlasses eines ähnlichen Verbotes in Verbindung zu treten, sowie die Voll­streckbarkeit von im Auslande erzielten Urtijeilen in Prozessen, die sich aus Getreidetermingeschäften her­leiten, zu untersagen. Von dem letzten Vorschläge ist, derPost" zufolge, wieder Abstand genommen worden, weil dafür im Reichstage keine Mehrheit zu finden wäre.

* (Reichstag.) Der Reichstag erledigte heute in kaum vierstündiger Sitzung die erste Lesung der Bi i l i t ä r v o r l a g e, die der Budgetkommission über­wiesen ward. Der Reichskanzler kündigte an, daß der Entwurf der Militärstrafprozeßreform so weit fertiggestellt fei, daß er im Herbst dem Reichstag unter­breitet werden könne. Am Schluß der morgigen Sitzung, auf deren Tagesordnung der Nachttagsetat für Deuffch-Südwestaftika und kleinere Gegenstände stehen, wird der Reichstag die Psingstserien bis zum 2. Juni an treten. Ihn bis zum Herbst zu ver­tagen, ist in einer Sitzung des Staatsministeriums abgelehnt. Es wurde daran sestgehalten, den Reichs­tag nicht früher zu schließen, als bis das bürgerliche Gesetzbuch die dritte Lesung passirt hat.

* (Abgeordnetenhaus.) Das Abgeordneten­haus nahm heute nach längerer Debatte sowohl die Kommissionsbeschlüsse zum Anttag des Abg. Wall- brecht, betreffend die Einführung von Orts­statuten, zur Sicherstellung der Forder­ungen für Lieferungen und Arbeiten bei Bauten, wie die dazu eingebrachten Anttäge der Abgg. Jrmer und Eynatten an. Bei einer Abstimmung stellte sich Beschlußunfähigkeit heraus. Morgen wird auch das

Sie sind ein Lügner, wie Ihre Schwester ich traue Ihnen nicht!" war seines Kerkermeisters beständige, feste Antwort.

Ich verhungere!" stöhnte und jammerte Duvar am dritten Tage.

Ich auch 1" brummte der Hauptmann.

Ich sterbe!" weinte Duvar flehend am vierten.

Ich ebenfalls," ertoiberte der Hauptmann. So stirb muthig, Mensch!" fügte er mit strengem, unheimlichem Humor hinzu,wie ich!"

Erft am sechsten Tage kehrte der Diener von Ausfluge in die Stadt zurück, und dann wartete er erst noch mehrere Stunden, ehe er Verdacht schöpfte und die Thür erbrach.

Nachdem er dies gethan, fand er eist in dem äußeren Zimmer Hauptmann Sever anscheinend tobt. Da ber Schlüssel im Schlosse des inneren Zimmers steckte, öffnete er auch bieses und sah in demselben seinen Herrn, fast sprachlos und jedenfalls mehr tobt als lebenbig.

Duvar ließ sich von bem Riesen hinansttagen, doch ehe er noch ttgendwelche Nahrung berührte, befahl er Sever, gleichviel ob tobt oder lebendig, in seinen früheren Aufenthaltsort zu bringen n»d dort zurückzulassen.

Ich hoffe, daß er tobt ist!" buchte er wilb. Ich glaube nicht, baß ich e8 jemals hätte aus ihm herausbringen können!"

*

Das war einer der Gründe, weßhilb Derrick Duvar so fürchterlich angegriffen nid erschüttert aus­sah, als er nach Schloß Dare zurückkam.

Es vergingen acht Tage ein achttägiger Waffenstillstand zwischen Lady Sylvia und ihrem Bruder während dessen sie fich gegenseitig be­obachtete».

Abgeordnetenhaus in die Ferien gehen, wahrscheinlich bis zum 9. Juni. DerPost" zufolge, besteht keineswegs die Absicht, den Landtag länger znsammen- zuhalten, was in einigen freisinnigen Blättern in den letzten Tagen behauptet worden ist, als zur Er­ledigung der eigenen ihm vorliegenden Arbeiten nöthig ist.

* (Spionen"-Asfaire.) Nach einer beim Auswärtigen Amt eingegangenen telegraphischen Be­nachrichtigung des mit der zeitweiligen Verwaltung des Konsulats in Hongkong bettauten Konsuls L>r. Knappe verhält es sich mit der Vernrtheilnng zweier Offiziere des Po st Kämpfers Hohenzollern" wie folgt: Der Kapitän und der Arzt desHohenzollern" waren auf ber be­festigten Insel im Hafen .von Hongkong gelanbet, was burch ein besonberes Gesetz verboten ist. Der Kapitän würbe zu brei, ber Schiffsarzt zu vier Monaten Zuchthaus verurtheilt. Bei bem Arzt würbe es als erschwerenber Umstanb erachtet, baß er bei ber Lanbung mit einem photographischen Apparat versehen war. Durch Vermittelung bes Kaiserlichen Konsuls ist bann bas Verfahren toieber ausgenommen nnb das Urtheil in eine Gelbstrafe von 100 Dollars abgemilbert worben. Damit bürfte also biefe Sache einmal toieber ihre Erlebigung gefunben haben.

|- (lieber ben Werth unserer Kolonien) herrschen im großen Publikum noch immer bie ungereimtesten Anschauungen. Vor Allem ist man ber Ansicht, baß sie als Auswanberungsgebiete gänzlich ungeeignet feien unb höchstens ein paar Beamte, Kaufleute unb Plantagenleiter aufnehmen können, bie an ben Gefahren bes ungefunben Klimas feinen Anstoß nehmen. Diese Meinung ist gänzlich irrig. Das Klima Sübwestafrikas ist für ben Europäer burchaus unsch üblich. Das vollkräftige Gedeihen ber Nicberbeutschen in ben südafrikanischen Republiken ist ber beste Beweis bafür. Aber auch Ostaftika hat in seinen höheren Lagen weite Sttecken, bie ber Be­siedelung burch Europäer offen stehen. Es ist zweifellos, baß biefe günstigen Vorbedingungen aus­genutzt werben, sobalb bas Laub burch vollkommenere Verkehrsmittel erschlossen ist. Diese offenbar nicht mehr ferne Entwickelung mit vorzubereiten, hat sich eine eigene Gesellschaft gebilbet, bereu Unterstützung wir allen Kolonialsreunben nur an's Herz legen können. Ein großes Hemmniß nämlich für ben Eingang ber Lanbwirthschaft in unseren Schutzgebieten, wie überhaupt für ihr Fortkommen liegt in bem Mangel an jenen Haus- unb Nutzthiereri, bereu Hilfe

Sie waren einanber gewachsen, trotz Mr. Duvar's verächtlicher Meinung von seiner Schwester Klughett. Trotz Ruperts unb was noch mehr war Regimas Widerstande war Ersterer von dem Schlosse entfernt und in ein Pensionat geschickt worden und sollte, wie Mylady sich im Stillen vornahm, doch ohne den Kindern etwas davon zu sagen, selbst zu den Ferien nicht zurückkommen.

Duvar richtete sich, wie er es vorher nicht ge­wagt hatte, in dem prächtigen Hanse seiner Schwester vollkommen häuslich ein, trotzdem diese sich im An­fänge mit allen Kräften widersetzte, fich schließlich aber doch fügen mußte, worüber er im Stillen triumphirte, daß sie ihm in diesem Punkte hatte nachgeben müssen.

Wie es auch ht den anderen Punkten geschehen soll," sagte er mit wilder Entschlossenheit.

Schloß Dare war ein sonderbares, alterthümlicheS Gebäude, weitläufig, prächtig, labyriniisch, mit einem alten und einem neuen Flügel. Derneue* war vor zweihundert Jahren, der alte vor undenklichen Zetten gebaut, und jeder Besitzer batte hier und dort angebaut, wodurch zahllose Gänge und Zwischen­gemächer entstanden waren.

Eine Gallerie stieß an die andere; ein pracht­volles Gemach folgte bem anberen in großer Anzahl und Pracht und es machte Duvar großes Vergnügen, alle diese riesigen Räumlichkeiten neugierig zu durch­forschen. Er untersuchte ein Zimmer nach dem anderen so vorsichtig und sorgfältig, als ob er einen besonderen Grund dazu hätte; er hob jeden Vorhang in die Höhe, klopfte an jede Wand und rückte fast jedes Möbelstück vom Platze.

Suchte er nach geheimen Schränken, Kammer», Simmern? Deren gab es ohne Zweifel hier viele.