Einzelbild herunterladen
 

41.

(290$ reii Ihr

*rt

Ms

E-

Wl i

Iw

JS 113

öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham.

1 BieCtnl11 Zllustrirtes Sonntagsblatt.

©Drtdifttmbc: bei Redattion: 10^-1 Uhr Vormstt^s^^

Sä3SsSs'F£'& Marburg, » CäVäM' r.

W-cE-AMU Donnerstag, 14 Mal 1896 m

ürt a.M.

W* Des Himmelfahrtfestes wegen er-

lecitativ Aber eia Stimme'; e: Tan-

scheint morgen keine Nummer derOber­hessischen Zeitung".

Die Regierung und die Beamten.

) Uhr,

Vorm.

tt.

derobe

[2913

M. 2.-

t'sehen

* Wie dieBerl. Korresp." bekanntlich mit- cheilte, sind infolge eines Beschlusses des Staats- «inisteriums die Beamten sämmtlicher Ressorts nach­drücklich darauf hingewieseu worden, daß ihre Be­theiligung an Agitationen, die gegen die Durchsührung der Regierungspolitik gerichtet sind, pflichtwidrig sei. Die bundesfeindlichen Organe sprechen nun die An­sicht aus, dieser Erlaß richte sich gegen die Bethei- «gung von Beamten an den Bestrebungen des Bundes der Landwirthe. Diese Auffassung hält dieKorresp. d. B. d. L." für irrthümlich. Sie führt aus:Der Erlaß des Staatsministeriums fußt auf einem König­lichen Erlaß aus dem Jahre 1882, der die vor- l liegende Frage grundsätzlich regelt und dessen Stand­punkt inzwischen von der Regierung niemals ver- | leugnet ist. Auf diesen Erlaß und auf die Umstände, denen er seine Entstehung verdankt, müssen wir deß- l halb zurückgehen, wenn wir den Sinn der ministc- F riellen Kundgebung richtig verstehen wollen. Nun

assel

trlsruhe, Cassel, sowie

in dei , sowie ingange (2914

em nach- ir 1895. >,000. ),746.40 1,829.20 !,018.90 1,000.- 1,000. ',627.50 1,222.-

>,199.-

var die Lage, die zu jenem Erlasse führte, die, daß prinzipielle Gegnerschaft gegen die bestehende staatliche Ordnung, persönlicher Haß gegen den leitenden Minister und parteitaktische Rücksichten eine Mehrheit schufen, die sich der national-monarchischen Reichspolitik der Negierung, namentlich auf finanziellem Gebiete, ver­sagte, und damit die Grundlagen der ganzen staat- fichen Entwickelung in Frage stellte. Hiervon sind die Dinge, wie sie heute liegen, so verschieden wie möglich. Allerdings steht der Bund der Landwirthe m einer gewissen Opposition zur Regierung, zu ein» ielnen Mitgliedern derselben sogar in scharfer Oppo­sition.^ Aber nicht allein, daß er die Grundlagen der bestehenden staatlichen Ordnung voll anerkennt, daß er, wie er durch die That bewiesen hat, bereit ist, zu ihrer Wahrung die größten Opfer i» bringen, daß er mit einem Worte national- »onarchi>'ch ist wie nur irgend einer im Staate, ab- ,eschen hiervon steht er auch, was seine besonderen wirthschaftspolitischen Ziele angeht, in keinem grund­sätzlichen Gegensätze zu der Politik einer Regierung, die kaum eine Gelegenheit vorübergehen läßt, ohne zu versichern, welchen Werth sie auf die Erhaltung einer gesunden und leistungsfähigen Land- wirthschaft lege. Was also die Opposstion des Lundes der Landwirthe gegen die Regierung ver­anlaßt, sind Meinungsverschiedenheiten über die Art and Weise, wie das beiden gemeinsame Ziel am leichtesten zu erreichen ist. Nicht also Prinzipien sind das Trennende, sondern Zweckmäßig- keitsfragen. In solchen aber kann keine Regierung »on ihren Beamten die unbedingte Nachfolge, sei 18 auch nur eine negative, verlangen. Es könnte

sonst dahin kommen, daß ein Landrath, der heute in Uebercinstimmung mit Ministeräußerungen für das Verbot des Margarinekäses eimritt, morgen gemaßregelt wird, weil er sich an Agitationen be- tbeiligt hrt, die gegen die Durchführung der Rcgierungspolitik gerichtet sind. Daß der Erlaß des Ministeriums sich gegen den Bund der Landwirthe richtet, ist überdies besonders unwahrscheinlich in einem Augenblicke, wo sich die Regierung täglich mehr und mehr auch von der Z w e ck m ü ß i g k e i t der vom Bunde der Landwirthe vertetenen Polifik zu überzeugen scheint."

Deutsches Reich.

* SScrlin, 12. Mai. (Tagesbericht.) Se. Majestät der datier wohnte gestern Abend in Wiesbaden der Vorstellung im Hoftheater bei. Der Monarch sprach dem Intendanten v. Hülsen seine Anerkennung aus und ernannte den Sänger Julius Müller zum Kammersänger. Nach der Ankunft im Schlosse dankte der Kaiser vom Balkon aus der zahlreichen Ntenschenmenge für die enthusiastischen Kundgebungenk Heute Vormittag begab sich Se. Majestät nach Erledigung der Regierungsgeschäste nach dem Neroberge und dem Walde. Abends erfolgte die Abreise nach Potsdam. Am Sonnabend trifft der Kaiser in Prökelwitz zur Rehbockpürsche ein. Fürst BismarL,dankt in einem Schreiben an den Grafen Gutdo»Aenckel v. Donnersmarck bei der 25. Jähmng des Frankfnrter Friedens für die Mit­arbeit vor und bei den Friedens Verhandlungen im Reiche. Die Abberufung des französischen Botschafters am Berliner Hofe, Herbette, soll für d>n 1. Juni bereits angekündigt sein. Herbette verläßt den Staatsdienst und will seine Muße mit wissenschaftlichen Arbeiten anssüllen. Nach einer Meldung aus Frankfurt a. M. sollen dort in den letzten drei Tagen 40 Verhaftungen wegen Majestätsbeleidigung erfolgt sein.

* (L e h r e r b e s o l d u n g s g e s e tz.) In der heutigen Litznng des preußischen Abgeordnetenhauses antwortete betreffs der A b l e h nu ng d e s Lehrer­besoldungsgesetzes durch das Herrenhaus der Kultusminister Dr. Bosse auf die von dem Abg. Tzschoppe und Frhrn. v. Zedlitz gestellten Anfragen, daß die Regierung das Scheitern dieser vom Ab­geordnetenhause mit großem Fleiß durchgearbeiteten Vorlage im Interesse der Lehrer tief beklage. Allein die Regierung gebe das Ziel nicht auf, sondern werde dem Landtage beim nächsten Zusammen­tritt eine entsprechende Vorlage zu­gehen lassen.

(Margarinegesetz.) Das Margarine- geietz ist vom Reichstage im Wesentlichen nach den Beschlüssen der Kommission in zweiter Lesung ange­nommen worden. Besonders werthvoll ist es, daß der Regierungsvorlage die Bestimmungen hinzugefügt worden sind, wonach Margarine nicht gefärbt und

wonach dieses Produkt nicht in denselben Räumen feilgehalten werden darf, in denen auch Butter ver­kauft wird. Den Butterverfälschungen, die heute allenthalben im Schwünge sind, wird dadurch wenigstens einigermaßen der Weg verlegt; jetzt liegt es in der Hauptsache an der Handhabung des Gesetzes, ob das Publikum gegen den tollen Margarineschwindel, wie man ihn jetzt betreibt, fortan geschützt sein wird. Es war bisher ein Mißstand ohne Gleichen, daß Säufer für ihr gutes Geld statt Butter Margarine oder ein Gemisch aus beiden Produkten erhalten durften und es ist nur zu bedauern, daß der Vorschlag, den Gast- wirthen aufzugeben, daß sie diejei igen Speisen, die mit Margarine bereitet werden, als solche auf der Speisekarte bezeichnen, aus technischen Gründen ebenso fallen mußte, wie das Verbot, Margarinekäie herzu- stellen. Insoweit Margarine dazu dient, den Unbe­mittelten als billiger Ersatz für Butter dargeboten zu werden, ist das Gesetz absolut unschädlich. Im Gegentheil wird durch die Besttmmungen, die den unreellen Verbrauch dieses Surrogates verringern, eine Verbilligung der Margarine wahrscheinlich. Thöricht ist die Behauptung, daß durch das Färbc- verbot der Margarine den Minderbemittelten deren Genußverekelt" werden solle. Wieviel reines Schmalz wird nicht genossen, ur.b auch dieses hat die Farben, die künftig die Margarine tragen wird. Be­zeichnend ist es darum, daß die Sozialdemokraten, die ja für jede Art von Geschästsschwindel, wenn er ju Gunsten des Großkapitalismus ausgeübt wird, einzntteten pflegen, auch gegen das Margarinegesetz Hand in Hand mit dem Manchesterfreisinn ankämpsten. Wir sind davon überzeugt, daß die befferfitmrten Arbeiter doch wohl lieber reine Naturbutter essen, als daß sie für ein fragwürdiges, wenn auch noch so wohlschmeckendes" Kunftprodukt, das ihnen als Butter verabfolgt wird, ihr gutes Geld ausgeben.

* (Koloniales.) Aus D eutsch-Südwest- af rika berichtet Major Leutwein unter dem 1. April, daß das friedliche Bild, welches er in seinen letzten Berichten über die bärtigen Verhältnisse ent­werfen konnte, sich plötzlich wieder geändert hat. Derartige unerwartete Wandlungen müsse man in der Kolonialpolitik mit in Kauf nehmen. Vom Distriktschef in Gobabis sind plötzlich Nachrichten über Viehdiebstähle und Feindseligkeiten gegen kleinere Stationen und Pattouillen angekommen. Leutwein entsandte vorläufig den Hauptmann v. Estorff mit 50 Mann und einem Geschütz nach Gobabis. Behufs Regelung der politischen Fragen hat er seinen Stell­vertreter v. Lindequist mitgesendet. Dann hat er dem Distriktschef im Süden die Ergreifung von Maß­nahmen l ehufs Verhinderung eines Durchbruchs der Khauas befohlen, weiter Witbooi an die Pflichten seines Bündnißverttages erinnert, sowie an feine Mit­verantwortlichkeit in dieser Sache, nachdem er die ihm f. Z. zur Aussicht übergebenen Khauas habe ent­rinnen lassen. Aus neuere Nachrichten ist Leutwein mit allen verfügbaren Mannschaften und einem Theil der schon zur Disposition entlassen gewesenen Leute

nach Gobabis gerückt. Er hofft, einen etwaigen ernsteren Krieg in die Länge zu ziehen, bis Verstärkungen eingetroffen sind. Bis jetzt scheint, schließt Leut­wein, ein ganz frivoler Friedensbruch vorzuliegen, ob zuerst von den Hereros oder von den Hottentotten ausgehend, ist noch unklar. Sollten wir am Vor­abende eines allgemeinen Herero-Krieges stehen, so würde die Truppe einer bedeutenden Be wehrung bedürfen.

* Frankfurt a/M., 12. Mai. (Bismarck- Telegram ui.) Von dem Magistrat ist am Sonn­tag folgendes Telegramm an den Fürsten Bismarck gerichtet worden: Frankfurt a M., 10. Mai 1896. Sr. Durchlaucht dem Fürsten Bismarck, Friedrichs- ruh. Bei Beginn des festlich gefeierten Tages, an welchem Ew. Durchlaucht hier vor 25 Jahren den denkwürdigen Frieden schlossen, der die herrlichsten Früchte gewaltiger Kämpfe und Siege dauernd sicherte, senden wir in Ehrerbietung und Dankbarkeit heiße Segenswünsche für das fernere Wohlergehen Ew. Durchlaucht, deren Abwesenheit wir schmerzlichst empfinden. Der Magistrat. Adickes. Vom Fürsten Bismarck ist folgendes Telegramm einge- ireffen: Friedrichsruh, 10. Mai 1896. Oberbürger­meister Adickes, Frankfurt a M. Ew. Hochwohl­geboren bitte ich, dem Magisttat für die ehrenvolle Begrüßung meinen verbindlichsten Dank übermitteln zu wollen, v. Bismarck.

Parlamentarisches.

Daß die Reichstagssession wahrscheinlich bis Ende Juli dauern wird, ist vom Staatssekretär v Bötticher ver­schiedenen hervorragenden Parlamentariern gegenüber be­stätigt rorrccn; aber auch davon, daß der Landtag noch längere Zeit na- Pfingsten tagen wird, wird wieder be- ftimniei gesprochen.

Deutscher Reichstag.

* Berlin, 12. Mai. (88. Sitzung.) Der Reichstag setzte heute die zweite Beralhung der Zucker st euer- v orlaa e fort. Bei der Besprechung des PrämiensystcmS erregte sich der freisinnige Abg. Barth, Indem er meinte, sei bald genug an der Liebeegabengesetzgebuna; Deutsch­land sei durchaus ko kurienffähig, und die Erhöhung unserer Piämien würde Frankreich zur Nachsolge veranlassen. Redner schloß mit den Wo,ten:Er icheink, als ob unsere wind'chaftlicb Moral stark im Sinken ist" Vom praktischen Stardpenkie aus antwortete der Abg Frege tkons.) und begründete die Roihwendigkeit der Piämien. Abg Meyer-Danzig (Rcichrp.) kündete für di- dritte Lesung einen Antrag an, die Prämie auf d Mk. zu erhöhen oder die Konsumabgabe von 21 auf 20 Mk herabzusetzen. Abg Eros v. Bernstorfs (Welfe): Es würde bei d r Behandlung solcher Fragen immer von den Gegnern ver­schwiegen, daß Zucker und Branntwein al- Produkte einzig und allein mit einer ganz erheblichen Konsumsteuer belastet seien und dadurch in ihrem Absatz benachtbeiligt würden. Abg. Paasche (natltb) machte der Linken den Vorwurf, sie habe seit der ersten Lesung nicht« gelernt und wolle auch nichts lernen. Ter Abg. Richter wurde durch die Ab­stimmungen zu Gunsten der Vorlage augenscheinlich sehr unangenehm berührt und damit äßt sich vielleicht die Be­merkung entschuldigen, die Mehrheit komme t ur durch die Abstimmung erheblich intertffiner Abgeordneter zu Stande. Eine Rothlage der Zuckerindustrie erkennt »in in krasse»

(Nachdruck verboten.)

(2915

Die seltsame Heirath.

Roman nach dem Amerikanischen von August Leo (Forfietzung.)

bessere» «geführte

imb sinb

>ch be»

(2916

t

ten,

Mt

Lady Sylvia trat zu der Thür ihres Ankleibezimmers Mb öffnete bieselbe weit.

Sophie befestigte bie Schleifen an einem weißen «orgenkleibe ihrer Herrin; sie staub ganz an ber entgegengesetzten Seite bes Zimmers, boch vielleicht dar dies nur eine Einbildung Mylady fanb sie falt z» unschuldig aussehenb, als sie auf ihr Rufen in ihr trat.

Du kannst gehen," sagte sie zu ihr mit prüfendem «licke,ich brauche Dich heute nicht mehr."

.Sylvia," begann Derrick Duvar, als sie zu 4m zurückkam,Du mußt schon emschuldigen, wenn $ Dir es offen sage, aber Du bist eine uuglaub- mhe Närrin. Ob ich gehorcht habe?. Natürlich. Du brauchst ja Jemanden, der Dich' bewacht. Du mst nicht halb so gut imstande, Deine Sachen zu Morgen, als dieses Kind die seinen verfechten kann. 3ch wundere mich gar nicht, daß Sever die Ueber- Racht über Dich gewann nein, wirklich nicht."

.Kurz," rief Myladtz mit Zorn und Verachtung, »Du glaubst, ich brauche so eiue Art Beichtvater uud

eisten Minister, um meine G schäfte zu besorgen, und bewirbst Dich um die Stelle."

| Duvar lachte. Trotz seiner seinen zarten Schön­heit sah man ihm doch an, daß er zuwcflen wild wie em Tiger sein konnte; aber bie Wuthausbrüche feiner Schwester brachten ihn nicht dazu.

Vielleicht," antwortete er, leicht bie Achseln zuckenb.Doch ba Du so blinb für Deine eigenen Interessen bist, meine Dienste zurückzuweisen, bin ich auch damit zufr eoeu."

Lady Dore waif verächtlich die Oberlippe auf. Mas hast Du gehört?" fragte sie.

Genug, um mir zu beweisen, wie blöde es von Dir ist, diesen Jungen einschüchtern zu wollen. Er hat mehr Muth in seinem kleinen Finger, als Du in Deinem ganzen Köiper hast. S-ehst Du denn nicht, daß, wenn Sever ihm etwas erzählt hat. Du dessen Wichtigkeit vor dem Kinde nur erhöhst, wenn Du so daraus bestehst, es zu erfahren? Und begreifst Du nicht, daß bei seinem Naturell, wenn er einmal »crsvroch n hat, es nicht zu sagen, es keine Macht der Erde idm entlocken könnte? Doch das war es nicht, weßhalv ich jetzt, in di, ser Stunde, aufs Schloß gekommen bin. Als ich in's Hotel zurückkehrte, hörte ich etwas, was mich zurückttieb: Es ist etwas ge- ichehen, was Dich viel mehr interesfirt als Alles, wo» dieser Junge wissen kann."

Er hielt inne, fein schönes Gesicht war plötzlich ernst und finster geworden und feine Aug«n heiteten sich mit einem bebeutfamtn und unheilverkündenden Ausdruck auf die Züge feiner Schwester.

»Nun," keuchte sie, indem sie krampfhaft die Hände faltete.Weßhalb fährst Du nicht fort? Was ist es? betrifft es Magnus Sever?"

.Ja!"

Viertes Kapitel.

Ein Theil der Bezahlung.

Als er dies Wörtchen aussprach, sprang sie in unbezwinglicher Aufregung auf.

»Er hat mich verathen!" hauchte sie zitternd. Er hat mich also doch verrathen! O, der Elende! Der"

Sylvia!" unterbrach sie ihr Bruder,wenn Du Dich überwinden kannst zuzuhören, so will ick Dir erzählen. Ich weiß nichts davon, daß der Hauptmann Dich verrathen hätte."

Also was bann? Er ist doch nicht tobt?"

Das ist bie Frage. Es ist ein Unglück ge- chehen. Der Schnellzug, mit dem er fortfuhr, stieß mit einem anderen im Tunnel zusammen und es sollen entsetzlich viele Menschenleben dabei zu Grunde gegangen sein. Mau sagt, daß Sever unter >eu Tobten sei."

Lady Dare's Augen blitzten und sie aihmete nur stoßweise.

»Und bas nennst Du schlechte Neuigkeiten?" rief sie jauchzenb, inbem sie in nervöser unruhiger Weise im Zimmer umher ief, als ob sie nicht ruhig bleiben könnte.O, kann kann es wahr sein?"

Ich berichte nur, was man sagt," rief Duvar. Vielleicht ist er gar nicht verletzt; ich beabsichtige, auf den Schauplatz des Unglücks zu eilen und jede Gelegenheit zu ergreifen, bie sich mir barbieten wird. Ich weide den Nachtzug benutzen, wenn ich ihn noch err.ichen kann, uno" fügte er auf bie Uhr blickend hinzuda muß ich mich sehr beeilen. Aber ich brauche Geld für etwaige Auslagen, und das ist es, weßhalb ich herkam." (Fortt, folgt)

EvlsltNscdusl, ttrtnsl und Leden

, (S e r f <61 e b e n e 8.) In Bonn ist Geheimrath Finkel bürg am Herzschlag gcstorb-n Prof. Röntgen wurde, einer Meldung aus Rom zufolge, auf Antrag des Ministers Giamurco zum Ritte der Krone von Italien ernannt. In Frei bürg t. B. starb, 47 Jahre alt, der Konviktsdirektor und P ofesior der Theologie S ch i l l an einer Blutoergifrung, die er sich durch Auf- schneiden von Blasen am Fuße zugezogen haben soll. Aus S t ra ß b u r, wird berichtec: Der Privatdozent für Zoologie an der Universität Straßburg, Dr. Fr. v. Wagner, ist nach Gießen übergesiedelt, um in den Lehrkörper der dortigen Hochschule einzutreten.