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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Ba< ta 3H”betfl' Zllustrirtes Sonntagsblatt. SvnchAmden drr Redaktion: 10-^-11 Uhr Vormittags **
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» nnb Feiertagen. - Quartal-Slbonnements-P^is bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 M. 25 Pfg. <exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für di« gespaltene Zeil» »der deren Raum !0 Pfg. Reklamen für die Zeile 25 Mg.
Marburg,
Sonnabend, 9. Mai 1896.
Anzeigen nimmt entgegen di« Expedition dieses Blatte» fowi« di« Annonc«n-Bur«aur von Haasrnstrin n Vogler in Frankfurt a. M., Casiel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXII. c^abra. Moff« in Frankfutt a. M., Berlin, München u Köln; C. L. "
Daube u. Eo. in Frankfutt a. M., Berlin Hannover Patt»
Die französische Revolution und der sozialdemokratische Zukunftsstaat.
IV. Religion und Familie.
Religion soll nur als Privatsache im neuen Sozialstaate geduldet werden, lehrte schon Rousseau: .Jeder, der sich beifallen läßt, irgend welche religiösen Grundsätze zu predigen, macht sich damit schuldig gegen das Volk; denn er verletzt die soziale Gleichheit, indem er sich herausnimmt, seine idealen Vorstellungen über die seines Nachbarn (Genossen) zu «heben." (Verfügung für die Vendöe und benachbarte Gebiete.) Um den Schein zu wahren, wurde zwar die Freiheit d.r Kulte beschlossen. In Wirklichkeit aber galten alle Diener der katholischen Religion für Rebellen. Ungefähr 40 000 Priester, die den vorgeschriebenen Eid verweigerten, wurden aus Frankreich vertrieben; Todesstrafe dem Pttester, der zurückkehrt! Todesstrafe dem, der einem solchen Priester Schutz gewährt! Wer am alten Glauben hing und sich mit den neumodischen Priestern nicht einlassen wollte, wurde mit ammt allen seinen Angehörigen und Freunden für ■ verdächtig erklärt, d. h. seine Freiheit und sein Leben standen auf dem Spiele. In Paris wurden die Kirchen geplündett und die Gewänder und Geräthe zu Straßenaufzügen des gemeinsten Pöbels benutzt. Der Konvent beschloß, an Stelle des Gottesdienstes den Kultus der Vernunst zu setzen; mit einem zuchtlosen Schauspiel in der Kirche Notre-Tame wurde die neue Aera der Göttin der Vernunft eingeweiht. Robespierre ließ ein halbes Jahr später (Juni 1794) diese Faree durch ein theatralisches Fest zu Ehren des „höchsten Wesens" ablösen, bei dem er den Oberpriester spielte.
Dieselbe wahnwitzige, zur größten Unfreiheit führende Konsequenzenmacherei in Bezug auf die Familie und hier wieder völlige Uebereinstimmung mit den Zielen unserer Sozialdemokraten.
„Das Vaterland hat das Recht, seine Kinder zu erziehen. Gemeinsame und gleiche Erziehung für alle Franzosen; es handelt sich nicht mehr darum, Serien zu bilden, sondern Bürger." (Robespierre). Für die Kindererziehung werden Internate geschaffen, Alles nach dem heiligen Gesetze der Gleichheit ein- genchtet. Natürlich duldet dieses Gesetz auch kein Gesinde mehr. Die Ehe ist ein einfacher Vertrag, kündbar, freie Liebe.
Konnten diese schönen Ideen auch nicht gleich alle ausgeführt werden, so übten sie doch ihren Ein- stuß auf das Leben aus. In Pans waren die Ehescheidungen bald so zahlreich wie die Heirathen. Die Zahl der verlassenen Kinder stieg in den Jahren 1790 bis 1802 von 23 000 auf 63 000 in Frankreich. Die Arbeiterkinder wurden faul und wider- jpenst'g, beschimpften ihre Eltern, stahlen und führten »»flächige Redensatten. Sie fühlten sich frei und gleirf), sie sollten ja auch keinen anderen Vater und keine andere Mutter haben, als die Republik. Die Kinder sind noch sehr frech, heißt es in einer eng«
(Nachdruck verboten.)
Die seltsame Heirath.
Roman nach dem Amerikanischen von August Leo (Fortsetzung.)
Lady Dare beobachtete, sich über das Gitter des Balkons lehnend, nicht diesen Vorgang, fonbem Rupert Sever, der in kurzer Entfernung von Regima stand und mit aufgeregten Blicken der Scene zusah. Plötzlich hötte man seine klare Sttmme mit glockenreiner Deutlichkeit rufen:
.Ich verbiete Dir, dieses Pferd zu reiten, Regima, es ist nicht sicher!"
Regima warf ihm einen verwunderten und verächtlichen Blck zu.
„Onkel MagnuS sagte, die Frauen muffen ihren Männern gehorchen und ich bin jetzt Dein Mann," fuhr der Knabe entschlösse» fort.
Die beiden Diener lächelten und Mylady lachte laut.
„Jetzt toiC ich erst recht reiten!" schrie Regima *nb einen kleinen Anlauf nehmend, sprang sie wie »er Blitz auf den gebeugten Rücken des Dieners, »elcher eine Schnalle befestigte, und von da in den Sattel.
Jeß wieherte vor Schreck, riß sich von Sennet’8 va*i> los und schoß dann wie ein Pfeil über die Maner — in die — Fasanerie — iber etie
lischen Reisebeschreibung aus dem Anfang dieses Jahrhunderts, cs wird noch manches Jahres bedürfen, um ihnen wieder einen erträglichen Ton beizubringen.
Der Mensch war nun aller Fesseln ledig, alles Ueberlieferte — Monarchie, Religion, Rang, Autorität jeder Art — war abgestreift, und nach der Theorie mußte nun die von Grund aus tugendhafte, edle, aufopfernde Natur des Menschen zu Tage kommen, ganz wie es uns Bebel für die Tage nach dem großen Kladderadatsch verheißen hat. Wie war es in Wirklichkeit?
Deutsches Reich.
* Berti«, 7. Mai. (Tagesbericht.) Se. Mas. der Kaiser hörte heute früh im Neuen Palais die Vorträge des Kriegsministers und des Chefs des Militärkabinets. Später besichtigte er auf dem Bornstedter Felde das Jägerbataillon, das Lehr- Jnfanteriedataillon und die Umeroffizierscbule zu Potsdam Abends wohnte der Kaiser dem Adschieds- essen für den früheren Kommandeur des eiftm Garderegiments, v. Kessel, bei. — Die Kaiserin ist von ihrer Reise nach Plön wohlbehalten im Neuen Palais wieder angekommen. Anläßlich des Geburtstages des Kronprinzen schenkte die hohe Frau dem Plöner Gymnasium 600 Mk. zur Anschaffung eines Ruderbootes. — Prinz Heinrich von Preußen begiebt sich morgen zu den Krönungsfe ierlichkeiten nach Moskau. — Die F r ü h j a h rs p ar a d e n des Gardekorps werden in Berlin am 30. Mai und in Potsdam am 1. Juni stattfindcn. — Der Gouverneur von Thorn, Generallieutenant Bote, ist an Herzlähmung gestorben. — Ter Landtagsabgeordnete für Berent (Westpr.) Landrath Engler (freif.) ist g e ft o r b e n.
* (Kaiser-Depesche.) Die Depesche Kaiser Wilhelms an Kaiser Franz Joseph zur ungarischen Tausendjahrfeier hat folgenden Wortlaut: „Zum heutigen festlichen Tage, an welchem Ungarn auf eine ruhmreiche tausendjährige Geschichte und auf eine mehrhunde, tjähttge segensreiche staatliche Existenz unter dem glorreichen ecepter des Königshauses der Habsburger zurück blickt, sende ich Dir in treuer Freundschaft meinen aufrichtigen Gruß und Glückwunsch; mögen Ungarns König und Volk in alle Zukunft treu vereint eine Stütze des Friedens für die öfterreich - ungarische Monarchie und deren treue Bundesgenossen sein und bleiben."
* (Lihungtschang bei Fürst Bismarck.) Der chinesische Staatsmann Lihungtschang beabsichtigt, nach der Moskauer Krönungsfeier auch dem Fürsten Bismarck einen Besuch abzustatten. Der Shanghaier „Schim Pao" berichtet hierüber: Lihungtschang hat seinen Söhnen gegenüber geäußert, er wolle von seiner Reise nicht heimkehren, ohne alles das Große und Schöne in Augenschein genommen zU haben, was er von der europäischen Kultur sich
zweite Mauer, — in den — Hirschpark — immer weiter, wie toll.
In einem Augenblick war Alles in Verwirrung die Männer rannten, die Framn schrieen, Rupett stellte sich bei einer Biegung dem Thierc entgegen, um es aufzuhalten, doch wie der Wind raste die Stute an ihm vorüber.
Regima saß auf ihr wie ein Vögelchen und ließ ein jubelndes, kindisches Lachen hören; sie wenigstens fürchtete sich nicht.
Ein Mann, welcher eilig aus der entgegengesetzten Richtung zwischen den Bäumen daher kam, blieb mit einem Ausrufe des Schreckens stehen, als die schwarze Jeß mü langen furchtbaren Sätzen, kaum den Boden zu berühren scheinend, ihm entgegengerast kam. DaM warf er die Cigarre fort, sprang vor und stellte sich ihr entgegen. Die Stute kam heran wie ein Wirbelwind; es sah aus, als müffe sie ihn niederreiten. — Doch nein — als sie sich ihm näherte, bog sie leicht ans; er faßte b.n Zaum mit beiden Händen und hielt fest, als ob feine Finger von Stahl wären.
Jeß sprang und stampfte einen Augenblick, dann stand sie, vom Kopf bis zu den Füßen zitternd, still.
Regima saß während dieser ganzen Zett voll- kommen ungestött und augenscheinlich so sicher auf ihrem Sitze, wir ein Vögelchen tat Neste.
glaube versprechen zu dürfen. Aber mehr noch als an den großen Dingen, die schließlich jedes Schiff nach China tragen könne, liege ihm daran, die großen Männer persönlich kennen zu lernen. „Darum, meine Söhne," so schloß der greife Staatsmann, „möchte ich Bismarck besuchen. Ich weiß ja nicht, wie viel Kraft die weite Reise und alle die mit den Festen und ernsten Arbeiten verbundenen Anstrengungen mir altem Manne noch lassen werden. Auch muß ich, selbst wenn ich Berlin wohl und munter erreicht habe, daran denken, daß der Kaiser für das Vaterland mir noch fernere Reisen befohlen hat. Aber läßt es meine Gesundheit irgend zu, dann werde ich den großen Bismarck besuchen." — Hierbei ist zu bemerken, daß Lihungtschang stets zu den größten Verehrern Bismarck's gehört hat.
* (v. Wißmauu's Urlaub.) lieber Major v. Wißmann war in einigen Zeitungen die Nachricht verbreitet worden, derselbe werde seines leidenden Gesundheitszustandes halber nach dem erbetenen Urlaube nicht mehr auf seinen Posten nach Ostafrika znttick- kehren. Mau hatte in der Person des früheren Landraths v. Bennigsen auch schon einen Ersatz für den scheidenden Gouverneur entdeckt. Alle diese Mittheilungen sind vollkommen grundlos und gehen lediglich von denen ans, die mit her Ernennung des Majors v. Wißmann von vornherein unzufrieden waren. Major v. Wißmann hatte unter schweren Fieberanfällen zu leiden und lediglich ans diesem Grunde um Urlaub nachgesucht; in diesem Gesuche aber zugleich der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß er nach Rücksprache mit feinem Arzte nur eines kurzen Urlaubs, etwa 2 oder 3 Monate, bedürfen würde.
* (Förderung der Lehrerbesoldungs- frage.) Um die Lehrerbesoldungsfrage zu fördern, ist von den freikonservativen Abgg. v. Tz schoppe und Frhr. v. Zedlitz mit Unterstützung der überwiegenden Mehrzahl der Mitglieder der freikonservativen Partei folgende Interpellation eingebracht worden: Was gedenkt die Staatsregierung zu thun, um nach der Ablehnung des Lehrerbesoldungsgesetzes durch das Herrenhaus den beabsichtigten Ausbau des Alterszulagesystems zu Gunsten der Lehrer sobald als möglich herbeizusührcn und die Mißstände zu beseitigen, die sich aus dem Mangel einer gesetzlichen Neuregelung der Lehrergehälter ergeben?
* (Staat und Kunst.) In Berlin ist bekanntlich dieser Tage unter der Theilnahme des Kaisers und des Staatsministeriums das Jubiläum des 200jähiigen Bestehens der Akademie der Künste gefeiert worden, und bei dieser Gelegenheit wie bei der sich anschließenden Eröffnung der Internationalen Kunstausstellung sind wieder einmal manche bemerkens- werthe Worte gefallen, aus denen man, so schreibt man dem „Rh. K.", über das Verhältniß der offiziellen Welt zur Kunst lehrreichen Aufschluß bekommen kann. Auf eine schüchterne Anoeutung des Akademieprofessors Ende, die den neueren Kunstbestrebungen eine freundlichere Beachtung zuzulenken versuchte, kam
Wangen und Augen glühten ihr vor Aufregung, als sie jetzt mit klarer, Heller Stimme sagte:
„Danke, Onkel Derrick! Ich glaube, wenn Du sie jetzt tüchtig peitschen wolltest, würde sie sich ein anderes Mal solche Dinge vergehen laffen — denkst Dn nicht?" — Derrick Dnvar blickte das Kind neugierig an.
„Du Kätzchen!" sagte er, „weißt Du denn nicht, was Furcht ist?"
„Ach, Unsinn! Wirst Du sie peitschen?"
Sie gab ihm ihre Reitpeitsche.
„So steige ab."
„O n in — ich bleibe, wo ich bin; mich wirst sie nicht ab."
Duvar bestand ein Weilchen darauf, doch sie beharrte. Das Pferd wurde nach Gebühr bestraft, natürlich springend und stampfend, doch ohne daß dies die junge Reiterin im Mindesten störte. Als Duvar glaubte, daß es genug sei, ließ er das Pferd los und das jetzt gebändigte Thier trug Regima geduldig weiter.
Duvar ging dem Schlöffe zu, begegnete Lady Dare und den Anderen und sagte ihnen, daß Regima sicher fei.
„Das Mädchen scheint, wie die Katzen, immer auf die Füße z» fallen," sagte er z» seiner Schwester,
aus dem Munde des Kaisers die Antwort, daß die Akademie seiner fortgesetzten Huld sicher fein dürfe, wenn sie die „überliefertenIdeale" pflege. Am Tage darauf meinte der Kaiser bei der Betrachtung der Kunstausstellung, daß unsere Künstler von den Meistern des vorigen wie des beginnenden 19. Jahr- hnndetts immer noch recht viel lernen könnten, und in der Berliner Kunstwelt weiß man noch allerlei Weiteres über Aussprüche des Kaisers zu erzählen. Dem Rundgange durch die Ausstellung war ein offizieller Festakt vorhcrgegangen, wobei der Kultusminister Bosse nicht verfehlte, der steten und so überaus segensreichen Förderung aller Künste durch die Fürsten aus Hohenzollernstamm zu gedenken. Herr Bosse, der sich nur selten zu rednerischem Schwünge erholt, fühlte sich bei dieser Gelegenheit dazu angeregt, einen Blick in die Weite und Breite des Verhältnisses von Staat und Kunst zu werfen. Er rief aus: „Unsere gejammte Kultur ist durch tausend ge- heirnnißvolle Fäden eng verknüpft mit der geistigen, politischen und witthschaftlichen Entwickelung des Vaterlandes .... Es ist unsere Ehre und unser Stolz, daß in unserem Vaterlande j e d.e s künstlerische Können, es mag auf einem Boden gewachsen fein, wo immer es fei, mit dankbarem und'gerechtem Blick die verdiente Würdigung findet. So ist's in deutschen Landen und in Preußen von jeher gehalten worden; so ist es heute noch und so wird es mit Gottes Hilfe auch in aller Zukunft bleiben."
* (Gewerkschafts-Kongreß.) Der Kongreß der sozialdemokratischen Gewerkschaften Deutschlands setzte im weiteren Verlauf seiner Berathungen die Aufgaben der Generalkommission fest, unter denen Organisation und internationale Agitation obenan stehen.
* (Parlaments-Schluß.) NeberdenSchluß der Parlamente werden jetzt bestimmtere Mit- theilungen gemacht. Der Seniorenkonvent des Reichstags beschloß heute, etwa Mitte der Woche vor Pfingsten die Ferien beginnen zu lassen. Es besteht die Absicht, nächste Woche mit der zweiten Lesung der Zuckersteuernovelle zu beginnen und außerdem noch die dritte Lesung des Börsengesetzes, sowie der Gewerbenovelle zu beendigen. Es würde dann für die Zeit nach Pfingsten die dritte Lesung der Zuckersteuernovelle und des Margarinegesetzes, das Depotgesetz und etwaige neue Vorlagen verbleiben. Man rechnet mtt einer Vertagung des Reichstags, der am 1. Juni wieder zusammentreten würde, in der zweiten Hälfte des Juni. Voraussichtlich werden die Verhandlungen daun im Oktober wieder aufgenommen werden. Die Kommission für das bürgerliche Gesetzbuch wird, falls am nächsten Freitag und Sonnabend Plenarsitzungen stattfinden, was dem Wunfche des Seniorenkonv nts entsprechen dürfte, noch zwei ganze Tage nach der Vertagung des Plenums vor Pfingsten arbeiten. — Was den Landtag anlangt, so erwartet man, nachdem es jetzt den Anschein hat, als würde die Anerbenvorlage im Plenum des Abgeordnetenhauses nicht mehr zur
als sie hineingingen. Lady Dare stimmte zerstreut bei und führte ihn in die Bibliothek.
Sie dachte schon an etwas ganz Anderes als an die Gefahr und das Glück ihres Kindes.
Denick Duvar war der Stiefbruder der Lady Sylvia und mehrere Jahre jünger als sie. Er war ein Mann von mittlerer Größe, schöner, wohlgeformter Gestalt, mit einem feinen, schönen Gesichte, blauäugig, mit dickem, lockigem, gelbblondem Haare.
Die drei Eigenschaften, mit welchen man den Panther beschreibt, — Anmuth, Geschmeidigkett und Stärke — waren auch ihm eigen.
„Dein Hauptmann ist fort?" fragte er, als er sich in einen Lehnstuhl warf und mtt den seinen, weißen Fingern durch die Locken fuhr.
Lady Dare preßte ihre Lippen zusammen.
„Ja," anttoortete sie mit Bitterkeit.
„Und was ist geschehen?" fragte er mit einem scharfen Blicke in ihr verzerrtes Gesicht.
„Das würdest Du niemals erra hm."
„Ich versuche es auch nicht. Nichts, wozu Dich Sever zwänge, würde mich überraschen."
„Zwän e?" rief Sylvia hochmüthig.
„Gleichviel — was ist cs?" fragte Duvar leichthin. Sie erzählte ihm von der Trauung.
(Fortsetzung folgt.)