Druck und Verlag: ^»6 <*eg. «och, U«iv«M«.Buchdrucker«! in Marburg »«rantwortlichrr Shbntitur: Fri«drich Solbayky in Marburg.
Ätbdtien und Expedition: Markt 81. IV»W ’w VSvrtchfttmdrn dar Redaktion: 10—11 Uhr Vormittags
öchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
M 107
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Marburg, Donnerstag 7 Mai 1896
Anzeigen nimmt entgegen bi« Expedition dieses Blattes, sowie bi« Annoncen-Burean; von Haasmüein u Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXLI. c>abra Stoff* in Frankfurt a. M., Berlin, München u Köln; C. L. "
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover Paris
Unverantwortliche Ralhgeber.
Man schreibt uns:
Jedem Kundigen ist es bekannt, daß unser Kaiser tuf seinen Reisen, insbesondere aber auf seinen Seefahrten, sich der srischesten, ftohestcn Stimmung erstellt. Er tauscht manches Scherzwort mit seiner Umgebung aus, ohne empfindlich zu sein, wenn ein Scherz mit einem anderen erwidert wird, er bewegt ßch frei und ungezwungen, kurz er ist offenbar froh, in freier Natur und unter Menschen, die ihm nahestehen, und deren Erziehung ihm dafür bürgt, daß se nie gewisse Grenzen überschreiten werden, Kamerad unter Kameraden sein zu können und nicht Herrscher Unter Unterthanen sein zu müssen. Daß die Männer, die in Zeiten, in denen der Monarch der lästigen Fesseln der Hofetikette überhoben ist, in der näheren Umgebung des Herrschers sein dürfen, ihm näher treten, als Andere, mit denen ihn nur das geschäftliche Zusammenarbeiten verbindet, ist nur zu sehr er- Wrlich. Es wird auch sicherlich Niemand dagegen etwas einzuwenden haben, daß der Grad der persönlichen Freundschaft des Monarchen sich nicht nach der Rangstufe der seiner Freundschaft gewürdigten Person richtet.
So lange nun dem Monarchen persönlich nahestehende Männer die Beziehungen, die sie mit dem Herrscher verknüpfen, nicht in anderer Weise benutzen, '«ls daß sie die Auszeichnung im geselligen und ßesellschafhlichen Verkehr froh genießen, mögen sie zwar den Neid manches hochgestellten Herrn vom Hofe genießen, das deutsche Volk wird ihnen ihre bertrmite Stellung gern gönnen. Es kann sogar nur erfreut darüber fein, daß dem Herrscher das Recht jedes anderen Menschen, seine Freunde nach der Neigung seines Empfindens zu wählen, vergönnt ist, nnd daß er von diesem Rechte Gebrauch macht. Ein «mderes aber ist es, wenn die Männer, die das persönliche Vertrauen des Monarchen genießen, »ersuchen, einen Einfluß auf die politischen Anschauungen des Herrschers und auf die sachliche Entwickelung der inneren Politik zu nehmen. Dann ist, ganz abgesehen davon, daß die Räthe der Krone dadurch in der ihnen obliegenden Thätigkeit, sich mit dem Herrscher über die zu befolgende Polifik in's Einvernehmen zu letzen, empfindlich gestört werden, ganz abgesehen davon, daß in die Entwickelung der inneren Verhältnisse eine wenig fördersame Unsicherheit hineinkommt, die Gefahr vorhanden, daß Männer, deren ganze Stellung sie nicht dazu befähigt, die «llgemeine politische Lage unbefangen zu beurtheilen, ihre einfeiligen politischen Auffassungen bei dem Monarchen geltend machen und ihn dafür zu gewinnen suchen, nicht etwa um persönlicher Vortheile
willen, sondern in bester lleberzeugung, mit bestem Willen, aber nicht mit bestem Wisst« und bester polittscher Einsicht.
Daß bei artige Einflüsse sich geltend zu machen suchen und schon wiederho t geltend gemacht haben, ist Niemandem mehr zweistlhaft. Schon der berühmte „Schetterhaufenbrief" des Herrn Stöcker beweist, daß bereits kurz nach dem Regiernngsantrit e des Kaisers gehofft wurde, persönliche Einflüsse zu Gunsten der Beseitigung des ersten Staatsbeamtin in Anwendung zu bringen. £6 es denn gerade diese Machinationen waren, die den Sturz des Fürsten Bismarck veranlaßten, läßt sich nicht sagen, aber daß mancherlei Jntriguen dazu gehörten, um den Herrscher, der nicht ganz zwei Jahre vorher den greifen Kanzler begeistert den Führer genannt hatte, dem er folge, zur Abkehr von dem Fürsten Bismarck zu bringen, ist doch sehr wahrscheinlich. Einige Zeit nach dem Sturze des Fürsten Bismarck schienen bereits wiederum die Einflüsse unverantwortlicher Rath- geber sich geltend zu machen. Die Kaisermanöver im Herbst 1890 wurden bekanntlich in Schlesien ab- gehalten, wobei ein Aufenthalt in Liegnitz vorgesehen war. Schon im Sommer hatte der kommandirende General mit den Liegn tzer Behörden über die Festlichkeiten zu Ehren des Kaisers verhandelt. Ta hieß es plötzlich mitten im Manöver, der Kaiser werde von dem Aufenthalte in Liegnitz Abstand nehmen. Zwei Tage später war aber der ursprüngliche Plan wieder hergestellt, der Kaiser kam nach Liegnitz und wurde begeistert empfangen. Als am Abend ein glänzender Fackelzug dargebracht wurde, äußerte der Monarch ben Spitz n der stäbtisch.-n Behörden feine Anerkennung über ben schönen Tag unb fügte hinzu, daß er sich besonders über die treffliche Ordnung, die in der Stadt herrsche, gefreut habe. Nun fiel diese Aenßerung natürlich auf, denn es ist ja doch glücklicherweise die Regel, daß in deutschen Städten gute Ordnung heirscht, ganz besonders wenn es gilt, den Kaiser zu empfangen. Die Lösung dstscs Räthsels soll aber darin bestanden haben, daß es Personen in der Umgebung des Monarchen gelungen gewesen sein sollte, ihn zu der Auffassung zu bringen, daß Liegnitz ein böses demokratisch-revolutionäres Nest sei, für dessen gutes Verhalten nicht eingestanden werden könne. Erst die ganz emschiedenenGegenäußerungen des kommanbirenden Generals bes V. Korps, bem begreiflicherweise das Ausfallen des Liegnitzer Empfanges, den er mit vorbereitet hatte, höchst peinlich gewesen wäre, sollen die Wiederherstellung des ursprünglichen Programms be- wirtt haben. Die wackeren Liegnitzer würden nun zwar selbst dann, wenn der Kaiser nicht gekommen wäre, nicht revoltirt haben, aber sie würden sich doch gekränkt gefühlt haben. Die eigenthümliche polen-
ftenndliche Regierungspolittk, die mit der Zeit, da polnischeHerren bei Hofe per sonae gratis."imae waren, • zufammenfiel, die Umstände, unter denen der Sturz des Grafen Caprivi erfolgte, und nun wieder die gegenwärtigen Krisengerüchte: all' das beweist, daß die Versuche, auf die Enffchlüffe des Kaisers persönliche Einflüsse geltend zu machen, nicht aufgehört haben.
Wie gefährlich eine solche „Nebenregierung", die den berechttgten Einfluß der verantwortlichen Minister illusorisch zu machen geeignet ist, für unsere innere Politik ist, braucht garnicht gesagt zu werden. Die Geschichte, auch die preußische, belehrt uns oft genug über die schädlichen Folgen des Einflusses der „Unverantwortlichen" und des geminderten Ansehens der Regierung. Wir wünschen wohl, daß die Männer, die das persönliche Verttauen des Monarchen genießen, sich darüber klar werden, in welche Lage sie dadurch unsere Politik und damit das Vaterland, dim sie doch auch in Treue anhängen, bringen können. Mögen sie daran denken, daß sie aber vor der Geschichte die volle Verantwortung für Entschlüsse, zu denen sie den Monarchen zu bringen suchen, zu tragen haben.
Deutsches Reich.
* Berlin, 5. Mai. (Tagesbericht.) Se. Majestät der K a i s e r besichtigte heute auf bem Tempelhofer Felbe das Gardefüsilierrcgiment, das Garde- Schützen- und das Pionierbataillon. Nachdem der Monarch militärische Meldungen entgegengenommen, entsprach er einer Einladung des Offizierkotps des FüstkierreglMekiks zur Tafel. Später begab sich Se. Majestät zur Rehbockpürsche rach Hohenfinow. Morgen früh gedenkt der Kaiser von Berlin ans zur Truppenbesichtigung nach Spandau zu fahren. Hiernach erweist sich die Kieler Meldung, daß der Kaiser am Mittwoch in Plön eintreffen werde, als falsch. — Zn Ehren des Geburtstages der Kaiserin von Rußland sand in der Kapelle der Berliner russischen Botschaft ein Gottesdienst statt. — Fürst Ferdinand von Bulgarien ist in München angekommen. Morgen begiebt er sich nach Tegernsee anläßlich des Todestages seiner Schwester, der am 6. Mai 1894 verstorbenen Herzogin Max Emanuel in Bayern. — Der Gouverneur von Deutsch - Ostafrika, Major v. Wißmann, der in jüngster Zeit mehrfach unter Fieberanfällen zu leiden hatte, wird sich nach einer Meldung aus Dar-es-Salaam am 11. Mai in Zanzibar auf dem dort abgehenden französischen Dampfer einschiffen und dem Wunsche seines Arztes entsprechend sich zu mehrmonatlichem Urlaub nach Europa begeben. — Der Staatssekretär des Marineamts, Vizeadmiral Hollmann ist zum Admiral ernannt. — Die konservative
Fraktion des Abgeordnetenhauses beging heute das 25 jährige parlamentarische Jubiläum ihres Führers Grafen Limburg - Sttium und überreichte ihm einen Ehrenpokal. — Der Zustand des jungen Prinzen von Cumberland ist hoffnungslos.
* (As sessor en Paragraph abgelehnt.) I» preußischen Abgeordnetenhause wurde heute bei der zweiten Lesung des Richterbesoldungsgesetzes der § 8 (sog. Assessorenparagraph) ebenso wie alle dazu gestellten Abänderungsanträge gegen die Stimme» der beiden konservativen Fraktionen abgelehnt.
*(ZurAblehnung des Lehrerbesoldungsgesetzes) wird der „Post" von beachtenswerther Seite geschrieben: Die entschiedene Ablehnung, welche daS Lehrerbesoldungsgesetz im Herrenhaus erfahren hat, war keineswegs eine unüberlegte oder übereilte Handlung, sondern der klare, konsequente Ausdruck der Ansichten, welche dort über diesen gesetzgeberischen Versuch herrschten. Man war auf alle» Seiten des Herrenhauses einig darüber, daß sich in diesem Gesetz ein vollständiger Bruch der Continuität mit dem Gesetze von 1887,88 vollzog; man sah in der willkürlichen Zurückziehung zu dauernden Zwecken ftüher den Kommunen gewährter Zuschüsse einen wider Recht und Billigkeit verstoßenden Akt; man war, belehrt durch den Erfolg der Bezirkskaffenbildung für die Lehrerbesoldung, abgeneigt, daffelbe System für die Alterszulagen anzunehmen, unb endlich sah max keinen Anlaß, der Unterrichtsverwaltung ein besonderes Vertrauensvotum zu ertheilen gegenüber den lebhaften und begründeten Klagen bett ffs vielfacher Uebergnffe derselben. Schon bei Gelegenheit der Budgetberathunge» in der Kommission des Herrenhauses waren die Klagen über unerträgliche, fast unbegreifliche Einmischung der Schulabtheilungeu der Bezirksregierungen bei Bauten, Personenfragcn nsw. mit einer Schärfe hervorgetreten, wie sonst keinem anderen Ressort gegenüber. Die angeführten Fälle blieben unwiderlegt und wurden eigentlich nur mit Betheuerungen des besten Willens erwidert. Durch die der Plenarberathnng vorangegangenen Fraktionsberathungen war festgestellt, daß völlige Uebcreinftimmung herrschte über die Ablehnung der Vorlage, und es war für den noch offen gelassenen Fall der Ueberweisung an eine Kommission bereits eine Liste von 15 Gegnern des Gesetzes für die Kommission vereinbart worden. Ein materieller Schaden geschieht dem Lehrerstand dadurch überhaupt nicht, insofern als das Gesetz keinesfalls vor 1897 in Kraft getreten wäre und bis dahin völlig Zeit ist zu wetteren Verhandlungen und Vereinbarungen.
* (8 Uhr-Geschäftsschluß.) In Berlin hatte sich eine Liga zur Herbeiführung des Achtuhrfchlufses in sämmtlichen kaufmännischen
(Nachdruck verboten.)
Die seltsame Heirath.
Roman nach dem Amerikanischen von August Leo (Fortsetzung.)
„So hast Du also Dein mir gegebenes Wort, Deinen Eid gebrochen!' fuhr Sylvia fort.
„Ich habe meinen Eid nicht gebrochen, Sylvia."
„Dann hast Du ihn nicht von meiner — von xnferer, von —“
Der Hauptmann lächelte. Lady Dare blickte über das Zimmer zu Rupert und sah den Blick des Knaben mit einem so seltsamen Ausdrucke auf sich geheftet, daß es sie kalt durchbebte.
„Du hast es ihm gesagt!" rief sie mit einer Stimme, in der sich Schreck und Wnth mischte.
„Sylvia," sagte Magnus Sever, ihr so nahettetend, daß er in ihre, sie in seine Augen blicken konnte, „ich schwur, niemals einem lebenden Wesen zu enthüllen, daß —"
Lady Dare hob die Hände abwehrend in die Höhe; ihre Augen blitzten.
„Wage es nicht, auszusprechen — was!" hauchte sie leidenschaftlich. „Die Wände haben Ohren für ein solches Geheimniß."
„Das ist wahr," bestätigte der Hauptmann. „Doch ich schwur, das Geheimniß zu bewahren unter zwei Bedingungen: Die eine ist soeben erfüllt worden — Deine Tochter ist Rupert's Fra»; die andere — denkst Du daran?"
Die Dame schauderte ein wenig, dann zuckte sie die Achseln.
„Es war die, daß, wenn ich jemals einen Angriff auf Dein Leben versuchte, Du Deines Schwurs entbunden wärest."
„Ja," bestätigte «r, indem er wieder in einer Weise läch Ite, die Lady Dare weder liebte, noch verstand.
„Nun," sagte sie unschuldig und mit verächtlichem Zorne, welcher, wenn er nicht echt, ausgezeichnet! dargestellt war, „für so schlecht Du auch vorgiebst mich zu halten, ich denke doch nicht, daß Du glaubst, ich könnte mich dessen schuldig machen."
DaS sellsame, undurchdringliche Lächeln spielte noch immer um seine Lippen.
„Sift Du nicht so schlecht, dann ist auch Dein Geheimniß sicher."
Mylady schlug ihre herrlichen Augen nftder.
„In Deinem Grabe wäre es sicherer," dachte sie finster.
Der Geistliche war schon fortgegangen. Auch Hauptmann Magnus ging jetzt sogleich, da er dm Schnellzug nach Newyork noch erreichen wollte und dieser in Kurzem ankam.
Er reichte Lady Dare die Hand, drückte die ihre in bezeichnender Weise und blickte ihr seltsam prüfen» in das halb abgewandte Gesicht. Dann wandte er sich an Regima und sagte:
„Mein liebes, kleines Nichtchen, wttst D» manch' mal an mich denken?"
Das Kind blickte lebhaft aus.
„O, gewiß, gewiß, das werde ich!" tief fie mit leidenschaftlicher Innigkeit xnb schlang, als et sich
niederbeugte, um fie zu küssen, ihm ihre Arme um den Hals. „Ich liebe Dich noch mehr als Rupert."
„Liebe mich eben so sehr, Herzchen, dann bin ich schonzufrieden," sagte er lächelnd, als er sie an sich zog, ihr die Locken zurückstrich und einen kuizeu Augenblick das herrliche Gesichtchen, das ihn in seiner reichen Schönheit so sehr an eine tropische Blüthe mahnte, studirte.
„Aber ich glaubte, wir gehen Alle mit Dir nach Europa?" rief Regima aus, woraus Lady Dare, dem Hauptmann einen bezeichnenden Blick zuwerfend, erklärte, daß sie noch nicht jetzt gleich, sondern erst spater gingen. „Ach!" rief das Kind, indem es seine Mutter vorwurfsvoll ansah, „ich hätte wiffen können, daß es nicht wahr ist."
Erst zuletzt ergriff Magnu» Sever die Hand seines Neffen.
„Denke an das, waS ich Dir gesagt habe, Rupert, und handle zur geeigneten Zeit danach, falls ich nicht mehrzurückkehren sollte," sagte er mtt leisem, doch nachdrücklichem Tone.
Der Knabe blickte auf, seine Rügen schwammen in Thränen, als er ausrief:
„Weßhalb sprichst Du davon, nicht zurückzukehren? Wenn Du nicht zurückkehren willst, weßhalb kann ich nicht mtt Dtt gehen?"
„Was?! Und Dein kleines Weibchen so bald verlassen?" rief der Hauptmonu heiter.
„Sprich nur nicht von Regima, Onkel!" bat der Knabe flüsternd.
„Nur noch ein Wort, mein Junge: Regima wird allem Anscheine nach eine sehr schöne mb liebens
würdige Frau werden und Du wirst eines Tages stolz darauf sein, sie dir Deine zu nennen."
„Das werde ich niemals, Onkel!" sagte Rupert stolz und bitter, da er an das zerrissene Buch dachte.
Als Hauptmann Sever davon fuhr, blickte er gewissermaßen ängstlich nach den stolzen Manern des Schlosses zurück.
„Ich hoffe, daß ich da keine Thorhett begangen habe," murmelte er. „Es scheint der unverzeihlichste Leichtsinn nach meiner Erfahrung mit Sylvia Dare, den Knaben in ihren Händen zu lassen. Doch," fügte er gedankenvoll hinzu, „es ist jetzt in ihrem Interesse, ihn zu schonen und ich glaube, das wird fie thun. Nichtsdestoweniger ist es ein sehr gefährliches Experiment." (Fortsetzung folgt.)
Wissenschaft, Kunst und Leben
— (Sichtbarkeit der Röntgenstrahlen.) Eine hochinteressante Meldung kommt aus Halle. Danach ist e« dem dortigen Pri atdozenten Brander gelungen, di« Sichtbarkett der Röntgenstrahlen nachjuweisen.
— (Verschiedenes.) Der Kaiser von Oesterreich hat dem Komponisten Johanne« Brahms das Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft verlieben. — Wie die „F. Z." aus Wien meldet, hat sich der Architekt Ladilau« v. Boguslawski,d-r Erbauer des Wiener Rathhaus viertel», in Salzburg «rschosseu. Sein Name bleibt mit diesen herrlichen, im galhischen Stil gehaltenen Bauten dauernd verknüpft. — Da» in Wiehe errichtete Ranke-Deukmal widam 27. Mai enthüllt werden. Herr Geheimer RegierungSrath Professor vr. Theodor Lmder au» Halle wird die Festrede halten.