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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain.

®6ät6 Zllnftrirtes Sonntagsblatt.

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®d<6«htt täglich «»6er en Werktagen nach Soun- und Feiertagen. Quartal-Aboimernents-Prei« bei der Expe- Ltion L DL, bei allm Postämtern 2 DL 25 Pfg. («kl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile «der deren Raum 10 Pfg. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Mittwoch, 29. April 1896.

Arteigen nimmt entgegen die Expedition dieser Blatte», sowie die Annoncen-Bureau; von Haasenstein » Vogler in Frimkfurta. M., Cassel, Magdeburg und Wim; Rudolf XTII Qrtfil'ft Masse in Frankfurt a. M., Berlin, Münchm u. Köln; C. L.

Daube ». Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover Pari»

Für die Monate Mai und Juni beträgt der Bezugspreis derOberhessischen Zeitung" 1.40 Mk., durch die Post (excl Bestellgeld) 1.50 Mk Das Abonnement kann jetzt bereits angetreten werden.

Das rothe Gespenst in Frankreich und die auswärtige Politik.

***On ne sallie pas avec un cadavie soll Napoleon III. hochmüthig gesagt haben, als ihm lm^ nach dem Kriege von 1866 eine Allianz mit Oesterreich in Vorschlag gebracht wurde. Und aber über ein Kleines lag das ftanzöfische Kaiserthum tobt am Boden und das ftanzöfische Reich hatte eine schwere Wunde empfangen, während Oesterreich ßch zu erholen begann. Der kalte Rechner auf dem französischen Throne hatte bei seiner hochmüthigen »eußerung eben einen wichtigen Faktor nicht berück- fichtigt; daß nämlich Oesterreich in seinem bunt­scheckigen Gemisch von Nattonalitäten zwar hinter dem national einheitlichen Frankreich zurückstand, daß es aber vor Frankreich das Faktum einer seit Jahr- h»nderten an der Spitze des Landes stehenden, fest- gegründeten Dynastte voraus hatte.

Der Mangel einer solchen festen, von den Partei- lkmpfen nicht erreichbaren Spitze hat eben jetzt wieder die innere ftanzöfische Polittk in eine Verwirrung gebracht, die auch für die äußere Polittk Frank­reichs und damit für die allgemeine europäische kituatton nicht ohne Bedeutung ist. Wir wollen »icht sagen, daß ein Staat nothwendig der Monarchie bedarf, um nach Innen und Außen gefestigt zu sein, «brr für ein Volk von dem rasch wechselnden, leiden­schaftlichen, unruhigen Temperament der Franzosen ist es ein besonders schwerer Uebelstand, daß es nicht einen König Karl besitzt, der am Steuer sitzt und fein Wort spricht und das Schiff zum sicheren Port feitet, unbekümmert um den Sturm von Außen und das Geschrei der Bootsinsassen. Statt dieser festen Leitung sich zu erfreuen, wird das Land von einem Präsidentenregiert", dessen Ansehen und Bedeutung ständig im Sinken begriffen sind. Und wie von diesem Vertheidigungswerke gegen die Angriffe zügel­losen Demagogmthums das Mauerwerk mit beäng­stigender Raschheit abbröckelt, so droht auch das Weite Bollwerk gemäßigten republikanischen Regiments, der Senat, unter der Maulwurfsarbeit der radikalen

(Nachdruck verbaten.)

Aus niedrem Stand.

Original-Roman von Irene v. Hellmuth.

(Fortsetzung.)

Und so machten wir uns auf," fuhr die junge Frau fort,aber Roth und Kälte haben unsere Kräfte erschöpft. Doch glaube ich, haben wir jetzt nicht mehr wett und vielleicht ist Elisabeth imstande, nns ein wenig aus der Roth zu helfen."

Wie ist Euer Name?" fragte der Hausherr othemlos, eS blieb kaum ein Zweifel, wen er da kor sich hatte.

Wir heißen Liberti, Herr, mein Mann hieß Eilski, der ist aber bereits gestorben."

Etoen Augenblick bedeckte Förster die Augen mit der Hand, dann faßte er sich rasch, gewaltsam die Bewegung unterdrückend.

So braucht Ihr nicht mehr Wetter zu wandern, Ihr seid in meinem Hause gut aufgehoben und wenn Ihr vure Elli sucht, die könnt Ihr «uch hier finden, denn fie ist meine Fran."

Ein Schrei tönte »on Beider Lippen:Eure Frau?"

O Gott, Gott," rief der Ute lebhaft,wie danke ich Dir!"--

Er wandte sich wieder zu dem sinnend da­stehenden Manne:Ihr seid ein so guter, edler tetr, nicht wahr, Ihr verlaßt auch meine Madlou nicht, wenn ich gestorben bin? fie hat Niemand auf der weiten Welt und wir find so arm, so bettelarm I"

Beruhigt Euch deßwegen, armer Manu, fie soll bei uns bleiben mtt ihrem Kinde, wir haben Platz

Wühler zusammenzubrechen. So nähert sich das rothe Gewenst wieder dem Lande, in dem es schon so oft zu Gaste gewesen ist.

Daß aber die sich rasch steigende Unsicherheit der inneren Verhältnisse Frankreichs auf die auswärtige Polittk des Landes zurückwirken muß, versteht sich von selbst. Vor Allem muß das Bündnß mtt Ruß- laud nicht das Faktum, aber die Bedeutung dieses Bünduiffes darunter leiden. Wir finden an sich das Bündniß eines absoluten Staates mit einer Republik nicht so ungeheuerlich. Die Sentiments haben in der äußeren Politik seit Jahrhunderten keine große Rolle mehr gespielt und sie haben in diesem nüchternen 19. Jahrhundert an Macht vollends ver­loren. Aber eins muß doch bei jedem Bündniß Voraussetzung sein: daß jeder Verbündete weiß, an wen er sich wegen der Innehaltung des Bündnisses halten kann. Nun ist in Frankreich die Stetigkeit der Leitung und damit der Verantwortlichkeit immer geringer geworden. Zwar die Ministerien wechsellen schon vom Beginüe der dritten Republik an in einem zauberhaft raschen Tempo, aber den Präsidenten wurde doch wenigstens eine gewisse Seßhaftigkeit gegönnt. In den ersten 22 Jahren der ftanzösischen Republik waren Thiers, Mae Mahon, Grcvy und Carnot Präsidenten, also 4 an der Zahl. Seit der Er­mordung Carnot's, also seit noch nicht zwei Jahren, besitzt aber Frankreich bereits den zweiten Präsidenten und wenn Präsident Faure, was ihm bei den un­würdigen Angriffen, mit denen er von rechts und links beeehrt wird, Niemand verübeln könnte, binnen Kurzem auf sein domenvolles Amt verzichtm sollte, so würde Frankreich, wenn man Carnot, der seit Ende Juni ermordet wurde, hinzugerechnet, in zwei Jahren vier Präsidenten gehabt haben. Ganz abgesehen aber von dem raschen Wechsel des Präsidiums, also von der Veränderung der Person des Staatsleiters, ist in Frankreich ein sehr rascher Wandel der Regienmgs- f orm sehr wohl möglich. Auch der kühnste Prophet wird nicht vorauszusagen wagen, ob Frankreich sich in drei Jahren der Anarchie, der republikanischen Staatsform, der Diktatur oder des Imperialismus zu erfreuen haben wird. Diese Unsicherheit in der obersten Leitung muß den Werth, den Rußland demBünd- nisse beimessen kann, stark herabmindem. Denn wenn auch, welches immer die Staatsleitung in Frankreich sein möge, an dem Prinzip des so populären Bündnisses mit Rußland festgehalten werden wird, so können sich doch über gemeinsame Akttonen, also über die prak- ttsche Durchfühmng deS Bündnisses immer nur Personen verständigen. Wenn aber diese Personen rasch wechseln, erleidet die wir möchten sagen: Manövrirfähigkeit des Bündnisses einen heillosen Stoß.

genug im Hause und zu elfen und zu trinken, mehr als sie braucht. Ich will Eure Tochter vor jedem Mangel schützen und ihr helfen, ihr Kind zu einem guten Menschen zu erziehen, aber auch Ihr werdet hoffentlich bald wieder gesund und noch manches Jahr fröhlich mit un8 leben; ich thne nur meine Pfiicht, wenn ich Euch bei mir aufnehme und für Euch"

Ein halberstickter Schrei wurde von der Thüre her laut und mtt dem Freudenmfe:Emst, mein Emst, Du guter, edler Main!" stürzte Elli in die Arme ihres ©alten, der fie fest umschlang. Sie wehrte ihm nicht mehr, als er ihren Mund und chre Stim mit leidenschaftlichen Küssen bedeckte.

Seiner hatte es bemerkt, als die junge Frau leise eingetreten war, dann wie festgebannt, unfähig einen Schritt vorwärts zu geben, an der Thüre fteben blieb. Da Jeder mit sich selbst zu sehr be- schäftigt war, hatte Niemand eine Ahnung bon ihrem Hiersein gehabt, so hatte fie die ganze Scene mit «ugehört.

Da ging ihr das Herz auf und fie fühlte deut­lich, was ihr schon während ihrer Krankheit klar ge­worden war, daß fie ihrm Manu liebte, mit jener echten, wahren Liebe, die nimmer erlischt.

Am heutigen Abmd war ihr plötzlich der Ge­danke gekommen, ben Gatten aufzusuchen unb ihn zu überraschen, daher schlich fie auf ben Zehenspitzen aus ihrem Zimmer und kam so in das Gemach, wo man ben alten Mann hineingelegt hatte.

Sanft machte sich Elli aus ben umschlingmbm Arme» frei nud trat an bas Lager des Vaters, deffen leuchtende Blicke verriethm, wie glücklich er »ar.

Darüber muß man sich in Rußland klar sein, und deßhalv wird man zwar zunächst an dem Bündnisse im Prinzip festhalten, aber man toiib auch klug genug sein, sich nicht 'fo eng zu verstricken, baß man sich nicht schlimmsten Falles burch einen ftäfttgen Fußstoß von dem werthen Verbündeten frei machen könnte, diesem allein das über Bord Fallen überlassend.

Es ist ein für Frankreich fataler Zufall, daß die böse innere ffrifiS gerade in die Zeit der russischen Kaiserkrönung fällt. Der Pomp und der Glanz, den Franfteichs Verttcttr b i diesem Feste entwickeln werden, werden ben russischen Kaiser unb sein Volk nicht darüber Hinwegtäuschen können, baß sich unter dem schimmemden Gewände ein ungesunder Leib verbirgt. Und so wird die Arttgkeit, mit der den Franzosen Seitens der mssischen leitenden Persönlich­keiten begegnet werden wird, kaum mehr an die stürmische gegenseitige Begeistemng der Tage von Kronstadt und Toulon erinnern. Den mittel­europäischen Staaten aber kann es nur erwünscht sein, wenn Rußland dem ftanzösischen Bündniffe einen geminderten Werth beimißt; es wird dann um so wehr zur Auftechterhalttrng guter Beziehungen zu Deutschland und Oesterreich geneigt sein.

Deutsches Reich.

* Berlin, 27.April. (Tagesbericht.) Unser Kaiser besuchte gestem in Schlitz ben Gottesdienst in der Stadtkirche. Die Auerhahnjagd hat der Monarch aufgegcben. Obwohl das Wetter in Schlitz selbst milder und freundlicher sich gestaltet hat, bieten sich in den umliegenden Revieren der Ausübung der Jagd durch die vorhergegangene ungünstige Witterung doch noch immer große Schwierigkeiten dar. Das Befinden des Kaisers ist vortrefflich.Prinz Heinrich von Preußen ist von England auf feiner JachtEsperance" Mittags in Kiel eingettoffcn. Das Befinden des Reichskanzlers hat stch bedeutend gebessert.. Wenn Fürst Hohenlohe auch noch nicht wieder auf längere Zeit das Palais ver­lassen kann, so unternimmt er doch täglich Spazier- «änge im Garten.Der Fürst von Bulgarien wirb nach den bisherigen Besttmmungen Donnerstag aus Paris in Berlin eintteffen und im Kgl. Schlosse absteigen. Auf der türkischen Boffchast wird ihm zn Ehren eine größere Festtafel stattfinden. Gegen 1000 Veteranen versammelten sich gestern Vor­mittag hier zur Besprechung der am 11. Mai zu veranstalt,nden Friedensseier. Bisher haben sich 4000 Theilnehmer gemeldet. Dem Vulkan in Stettin ist von Setten des Reichs-Marineamtes

Es dauerte eine ganze Wette, ehe er zu sprechen vermochte, die Rührung hatte ihn übermannt, er schämte sich der Thränen nicht, die ihm über die ein­gefallenen Wagen rollten.

Also Du bist meine kleine Elisabeth »on da­mals," hob der Alte leist an.Siehst Du, nun will ich gern sterben, da ich das noch erlebt habe."

Ach Du wirst nicht sterben, Vater, Du wirst Dich erholen unb bei un8 bleiben nnb wir werben Dir bie Mühseligkeiten Deines bisherigen Lebens vergessen machen, nicht wahr, Ernsts"

Ein fast schelmisches Lächeln glitt über das süße Gesicht bet jungen Frau, das den Gatten mtt Wonne erfüllte.

Dan» ttat Elli auf die Schwester zu, die noch immer das Gehötte kaum zu faffen vermochte unb küßte -e herzlich auf ben Muub.

Doch ber Vater rief seine wiedergefnndene Tochter schon toieber zu sich heran.O Kinb, Kinb, welch' edlen, braven Mann hast Du gefunden, habe ihn recht lieb dafür."

Sie nickte unter Thränen und schmiegte sich ver­traulich an des Gatten Brust: ber sah ihr tief in bie herrlicher, Augen, badet murmelte er, nur ihr verständlich:Jetzt erst habe ich Dich gefunden, nun bist Du endlich mein, ganz meint"

_ Regelmäßige Athemzüge verkündeten bald daraus, daß ber Alte, freilich vor Erschöpfung, eingeschlafen war. Förster wintte bie beiben Frauen in das an- stoßenbe Zimmer, wo man rasch ein Lager für ben schlaftrunkenen Kleinen hergt richtet hatte. Behaglich streckte biefer sich in ben weichen Kiffen ans. Die Mutter beugte sich über bas lächelnbe Kind, es

ber Auftrag auf Erbauung eines Kreuzers zweiter Klasse ertheilt.

* (Bürgerliches Gesetzbuch.) Aus bem Reichstage wirb mitgetheilt, nach Ansicht bes Vor- sitzenben würben bie Arbeiten der Kommission für das bürgerliche Gesetzbuch jetzt einen beschleunigteren Gang nehmen; der Vorsitzende hege die feste Hoffnung, daß die erste Lesung bis Pfingsten wird be­endigt sein können. Die Centrumspartei Hai zu den Bestimmungen über die Ehescheidung eine Reihe Abänderungsanttäge eingebracht, deren charakteristischster lautet:Ein Ehegatte kann auf Scheidung klagen, wenn der andere Ehegatte die zugesagte kirchliche Trauung verweigert."

* (Beseitigung des Dualismus.) Der Hamburger Korrespondent" meldet: In der ost­afrikanischen Schutztruppenfrage ist nun­mehr eine Verständigung im Sinne der Beseitigung des Dualismus zwischen Civll- und Militärbehörde erreicht worden, mit anderen Worten, Kommandeur der Schutztruppe wird der Gouverneur.

* (Die Reform des Militärstraf­prozesses) steht angeblich furj vor ihrem Abschluß. Der vom Kriegsminister v. Bronsatt auf Grund von Vorarbeiten und unter Mitwirkung der Ressottchefs persönlich im letzten Sommer fettiggestellte neue Ent­wurf zu der Reform, welcher bekanntlich im November v. I. die einstimmige Annahme des Staatsministeriums fand und dann dem Kaiser unterbreitet wurde, hat mit einigen Abänderungen die prinzipielle Billigung des obersten Kriegsherm gefunden, nachdem dieser sich in ben jüngst vergangenen Monaten mit ber einschlägigen Materie eingehenbst beschäftigt unb wieberholte Rücksprachen mit seinen Bundes­genoffen hatte. Näheres über die Reform entzieht sich vor der Hand noch der Oeffentlichkeit, doch kann festgestellt werben, daß sie sich auf mittlerer Linie bewegt und stch durchaus mit ben Anschauungen bes Ministers deckt, welchem, wie auch von biesem toieber» holt im Reichstag bargelegt, in erster Linie bie Wahrung ber Autorität unb Disziplin im Heere als Richt- schnür bient.

* (Sozialdemokratisches.) Der sozial­demokratische Reichstagsabgeordnete Bneb wurde Sonnabend Abend 10 Uhr auf Grund des § 131 des Strafgesetzbuchs und bes Att. 31 der Reichs­verfassung in Mülhauseni. E. verhaftet. Sonntag Nachmittag wurde derselbe wieder auf freien Fuß gesetzt, nachdem zwei Ballen sozialistischer Flug­schriften, wegen deren Beiseiteschafftmg er verhaftet worden war, bei einem Patteigenossen aufgefunden worden waren. Die sozialistischen Abgeordneten des

streichelte ihr bie blaffen Wangen und fragte leise und schüchtern:Mutter, wohnt hier derTöuiq?"

Diese schüttelte lächelnd den Kops.

Mutter," begann der Kleine wieder,bekomme ich morgen wieder solche tute Milch wie heute und darf ich morgen wieder in bem fönen, warmen Bett flefen, ja, Muttchen?"

»Alle Tage sollst Du hier schlafen," antwortete Förster statt der Geftagten,unb Milch sollst Du bekommen, so viel Du nur immer magst, mein Junge; unb Aepsel unb Nüsse gibt es bei uns ttr Menge."

lieber biefer Aussicht klatsche ber Knabe vergnügt in bie Hänbe, jauchzend schlang er bie dünnen Aermcherr um der Mutter Hals,lltli will auch bat) fein, Mntterle, arg bau, ich habe Dich so lieb," und dabei drückte ber kleine Schelm fein Gesichtchen fest an ihre nassen Wangen.

Nach einer kleinen Weile klang es schlaftrunken von ben Lippen des Kindes:

Müde bin ich, teh' zur Ruh, schließe meine Augen zu, Vater lat bie Augen Dein, über meinem Bette tein. Hab ich unrecht heut' tethau---

Daun war es still im Zimmer, die blasse Frau an dem Sette des Kindes lehnte ben Kopf an ben bequemen Sessel und ein innige» Gefühl bes Dankes quoll aus ihrem Herzen; nun sollte sie immer hier bleiben unb nimmer hungern und frieren unb ihr kleiner, süßer Liebling würde nicht mehr vergebens um etwas für feinen Hunger bitten. Unter diesen Gedanken fielen auch ihr bie Augen zu.

(Schluß folgt.)