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der Schnellknallerei zu stellen, hat keinen Zweck und darum hat auch die jetzt aus Frankreich kommende Meldung von einer Umwandlung der dortigen Artillerie zu einer Schnellfeuer-Artillerie nicht viel zu besagen. Jenseits der Vogesen hatte man auch die Melinit-Bomben, mit welchen eine ganze Armee zerschmettert werden sollte. Die Sache ist auch bei uns stillschweigend untersucht, und trotz aller ftan- zösischen Prahlereien ließ man die Finger davon. Und das Ende vom Lied war, daß die Franzosen nach Verausgabung von etwa 70 Millionen ihre Melinit-Bomben in altes Eisen umgewandelt hatten. Wir brauchen uns vorläufig also noch gar nicht weiter zu erhitzen.
daß Elli sich vielleicht unglücklich fühlte an seiner zeugen, daß die beiden geliebten Menschen, Elli und Teste, daß sie am Ende schon bereute, seine Frau chr Gatte, nicht ganz glücklich mit einander waren, geworden zu sein. Ihrem Glücke wollte er nun und \ Eortsetzung folgt.)
die Mittailleuse kein Weltwunder geworden war, die Armeeverwaltungen haben sich durchaus weiter eingehend darum bekümmert.
Die Leistungen der Mittailleuse erfolgten
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so drauf losknallen wollte, der würde neben den Ausgaben noch nicht einmal einen reellen Nutzen von diesem Feuergefecht haben.
Eine Att Vorläufer dieses Schnellfeuergeschützes war die Kugelspritze, die Mitrailleuse. Ehe der Krieg von 1870 71 begann, machten die Franzosen von ihrem Chassepotgewehr und der Mittailleuse ein außerordentliches Wesen. Daß das Chassepotgewehr dem deutschen Zündnadelgewehr überlegen war, ist gar keine Frage, wären die französischen Soldaten überall bessere Schützen, als sie es thatsächlich waren, gewesen, es hätte den Unserigen mitunter sehr bös ergehen können. Auch die Mittailleusen haben sich für uns mehr als einmal peinlich bemerkbar gemacht, aber doch nur bei Sturmangriffen in geschlossenen Kolonnen. Im Fernkampf und beim Angriff in Schützenzügen waren die Dinge minder ängstlich. Es hat sich ja auch nach dem Kriegsschluß gezeigt, daß
gegeben, nnullirt. rtalog (2391
unter dem alten Pulver, aber dies ist heute ein überwundener Standpunkt, überall ist man zum rauch- schwachen Pulver gekommen, und das Gefecht gegen einen nahen oder doch wenigstens deutlich in die Erscheinung ttetenden Feind wird nicht etwa häufiger, sondern viel seltener werden. Das liegt in der Natur der Sache. Wenn auch die Schlachtenführer der Zukunft über große Menschenmassen verfügen, zum „Kanonenfutter" sind sie nicht da, und kommt man beim Sturm einander näher, dann wird das Repelir- gewchr am Ende dieselben Dienste leisten, wie ein Schnellfeuergeschütz. Keinesfalls hat es aber Zweck, eine ganze Armee-Artillerie aus Schnellfeuergeschützen zusammenzusetzen, sie sind nicht so bedeutend, daß sie vermöchten, aus der Ferne heranziehende feindliche Kolonnen zu erschüttern, und gerade das ist doch der Zweck der Arttllerie.
In dem großen Manöver bei Hannover, in welchem Kaiser Wilhelm II. die eine Partei befehligte, der spätere Reichskanzler Graf Caprivi die andere, ist von Schumann'schen Panzerthürmen und Schnell- seuergeschützcn aller Systeme ein ausgedehnter Gebrauch gemacht. Di- damals eri ungenen Erfahrungen sind für unser Heer ganz sicher nicht verloren, und in der deutschen Armee sind heute vielleicht schon weit mehr Schnellfeuergeschütze vorhanden, als Jemand ahnt, der außerhalb der militärischen Kreise steht. Aber die ganze Artillerie unter das Scepter
nimmer im Wege stehen, koste es, was es wolle, eS galt ihm höher, als alles Andere.
Freilich, eine Trennung von ihr, es wäre dar Furchtbarste, und doch gab es vielleicht keinen andern Ausweg, ihr das Glück wieder zu geben.
Laut stöhnte der gequälte Mann, den Kopf in beide Hände gestützt, endlich suchte er auch sein Lager auf, um im Schlaf Vergessen all der «Sorgen zu finden, die ihn bedrückten. Doch auch diese Wohllhat wurde ihm für diese Nacht nicht zu Theil. —
Am andern Morgen war Elli ttank, sehr krank. Der kalte Wind da draußen, der den Bäumen die letzten Blätter raubte, er schien auch die schwache Frau mit sich nehmen zu wollen, so lautlos und still, wie die gelben Blätter zur Erde taumelten, so still lag dies blasse Weib in den weißen Kiffen Fieberschauer schüttelten den zarten Körper, er glich der hinsterbenden Natur.
Mit nimmer müder Geduld saß der Gatte Tag und Nacht an dem Lager der heißgeliebten Frau. Es schien sie zu beruhigen, wenn er seine kühle Hand auf ihre heiße (Stirn legte und oft bat sie: „Bleibe bei mir Ernst, ich fürchte mich."
Dann saß er still, kein Schlaf kam in seine Augen, so viel die Mutter chn auch bat, sich zu schonen, er hörte sie nicht.
I Oft schien es, als wollte Elli ihm ein Ge- ständniß machen, als wollte sie sprechen, doch niemals fand sie das erlösende Wort.
Endlich, im November könnt- Elli als Genesende bettachtet werden. Langsam, doch stetig erholte sie sich.
Täglich besuchte Wolfhardt mit seiner Frau die Kranke, doch diese mußten sich zu ihrem Leid über-
Empfang. Das ganze HauS war geschmückt mit Tannengrün und Blumen, alle Zimmer waren hell erleuchtet und wegen der Herbstkühle angenehm erwärmt.
Wolfhardt mit seiner Frau erwartete die Beiden am Bahnhof und begleitete sie nach ihrem schönen Heim.
Die Mutier empfing „ihre lieben Kinder" mit inniger, herzerwärmender Freundlichkeit. Einen Augenblick schlang die junge Frau ihre Arme um den Hals der gütigen Matrone, wie Friede überkam es sie dabei.
Die alte Haushälterin überreichte ihrer Herrin ein mächtiges Bouquet. Elli nahm eS zwar mit freundlichem Lächeln entgegen, doch kein Wort des Dankes ward hörbar.
Der Hausherr winkte ebenfalls den versammelten Dienstboten, sich zurückzuziehen, er schien kaum zu bemerken, wie liebevoll Alles zum Empfang bereitet war.
Elli begab sich sofort in ihr Zimmer, „sie sei todtwüde," lautete die leise Entschuldigung.
Das Dienstboten-Völkchen fühlte sich tief verletzt. Noch lange wurde die Ankunft der Herrschaft in dem flehten Kreise erörtert. Die alte Matthe sühtte das Dort.
„Das sieht doch Jeder auf den ersten Blick, daß die Beiden nicht glücklich find," sagte sie wiederholt zu den Andern. „Unser Herr hätte auch gescheidter gethan, sich eine Andere auszusuchen, als die Tochter eines Seiltänzers, ihm standen alle Thüren offen, er konnte anklopfen, wo er wollte, Bürgermeisters Matte, die guckte sich schier die Augen nach uuserm Herrn aus, die ist gar nicht stolz und hochmüthig, ich mußte ihr öfters erzählen von der Herrschaft. Er aber sah nie tin junges Mädchen an und wenn sie es ihm noch so deutlich merken ließen, daß er
«st dem Gerücht der Fall, das verschiedene Blätter über eine bevorstehende größere Artillerie- Lorlage berbreiten, die dadurch nothwendig werden würde, daß der ftanzöstsche Kriegsminister von den Sammern einen Kredit von 470 Millionen zur Bewaffnung der Feldartillette mit Schnellfeuergeschützen zu verlangen gedenke. Diese Mittheilungen, welche in solcher Hinsicht die Preffe durchlaufen, sind jedoch, zuverlässigen Informationen der „Post" zufolge, mit Vorsicht aufzunehmen. Nach der Erklärung, die der preußische Kriegsminister in der Budget - Kommiffion deS Reichstags am 24. Januar d. I. abgegeben hat, unterliegt es allerdings keinem Zweifel, daß ein Vorgehen Frankreichs oder Rußlands in der Frage der Neubewaffnung der Feldartillerie auch Deutschland zur Einführung verbesserter Feldgeschütze zwingen würde. Die Nachricht von der französischen 470 Millionen - Forderung aber hat bisher noch keinerlei Bestätigung gefunden und dürfte eine solche auch schwerlich finden. Die Att, wie diese der „France" aus Berlin zugegangene Nachricht von gewissen deutschen Blättern kommentirt worden ist, läßt vielmehr die Bermuthung aufkommen, daß es sich bei der ganzen Angelegenheit nur um ein Manöver handelt, um gegen die Marine-Fordernngen Stimmung zu machen.
Das Schnellfeuergeschütz, besonders das von dem Amettkaner Maxim konsttuitte Geschütz, ist schon lange keine Neuheit mehr. Aber da die Geschützladung eine wesentlich teuerere ist, wie die Gewehrladung, hatte selbstredend ein Staat nur Anlaß, mit Schnellfeuerkanonen da Versuche zu machen, wo sie Wittlich lohnten. Das war hauptsächlich bei drei Gelegenheiten der Fall. Auf dem Lande sind die Maximgeschütze vor allen Dingen in Verschanzungen, besonders in Panzerthürmen verwendet, dann hat man sie auf den Kriegsschiffen verschiedentlich einge- fühtt, und hervorragend viel sind sie im Kolonialdienst gebraucht. Alles drei sind Gelegenheiten, in
welchen es sich, wenn auch nicht gerade um einen direkten Nahekampf, so doch um einen Kampf in
größerer Nähe handelt, wo also das Geschütz auf
kompakte Massen von Angreifern gerichtet werden konnte. Bei einem Kampf in weiterer Entfernung ist ein genaueres Zielen unerläßlich, und wer da nur
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte«, sowie d« Annonc«n-Bnr«aur von Haasenstein u Vogler in „
Frankfurt <t M., Cassel, Magdeburg und Men; Rudolf XXXI. ftaöra Moss, in Frankfurt a. M., Berlin, München u Köln; C. L. “ “ 8
Daube u. Co. in Franksutt a. M., Berlin Hannover Patt«
Sttcheiut täglich außer au Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. - Ouattal-Abonnrrnents-Preis bei der Expedition S Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (rxkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für di» gespalten« Zeil« •Mr deren Raum 10 Pfg. Reklamen für di« Zell« 25 Pfg
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Aus nied'rem Stand.
Ottgiual-Roman von I r « n e v. Hellmuth. (Fortsetzung.)
Bereitwillig ging Förster auf ihren Wunsch
Die Schnellfeuer-Kanonen.
* Wenn einmal eine Nachricht auftaucht, die
eignet ist, hier und dott Nervosität zu erregen, kommt sie auch nicht zur Ruhe. Dies ist jetzt wieder
DemscheS Reich.
* Berlin, 24. April. (Tagesbericht.) Unser Kaiser ist heute Morgen von Dresden nach der Wartburg zurückgereist. König Albert geleitete den Monarchen von der Villa Sttehlen bis en den Salonwagen, wo sich die beiden Fürsten auf das Herzlichste verabschiedeten. Mittags traf der Kaiser in Weimar ein und wurde auf dem Bahnhof vom Großherzog empfangen und zum Schlosse geleitet. In den festlich geschmückten Sttaßen begrüßte ein zahlreiches Publikum den Monarchen mit lebhaften Zurufen. Im Schloß fand, nachdem der Kaiser die Großherzogin begrüßt hatte, Tafel statt. Nach zweistündigem Aufenthalt erfolgte die Weiterreise nach der Wartburg, wo der Kaiser gegen Abend wohlbehalten ankam. Se. Majestät wollte sich später nochmals nach Wasungen begeben und von dott im Laufe des morgigen Tages nach Schlitz fahren. — Im Auftrage Sr. Majestät des Kaisers hat sich gestern Abend der Flügel-Adjutant Oberst Graf v. Moltte nach Kreisau begeben, um heute, am Sterbetage des General - Feldmarschalls Grasen v. Moltke, einen von beiden Majestäten gewidmeten Lorbeerkranz auf den Sarg des General-Feldmarschalls niederzulegen. — Frhr. o. Hammerstein empfing im Ber.inerUnter- suchungsgesängniß den Besuch seiner Vertheidiger, mit denen er längere Zeit über die Begründung seiner Revision fonferirte. Er äußerte u. A., daß er gegen die Dauer der ihm zudiktitten Freiheitssttafe nichts einzuwenden habe, er glaube nur die Art derselben, das Zuchthaus, nicht verdient zu haben. — In Sachen Stöcker-Witte melbet die „Bett. V.- Zeitung": Zwischen dem Pfarrer Witte und dem Hofprediger a. D. Stöcker hat ein schiedsmännischer Sühneversuch stattgefunden, der erfolgslos geblieben
ist. Demnach steht ein gerichtliches Verfahren gegen Stöcker in Aussicht.
* (Assessoren-Paragraph.) Die Kommission des preußischen Abgeordnetenhauses für das Kichterbesoldungsgesetz hat in zweiter Lesung den von den Konservativen und Freikonservativen beanttagten Ersatz für den 8 8, den Assessoren-Paragraphen, mit 11 gegen die 10 Stimmen der antragstellenden Patteien abgelehnt.
L (Der „große" Politiker bi. Virchow) hat sich vor Kurzem in Mailand von einem Mitglied e der Lombardischen Friedensvereinigung interviewen lassen und dabei folgenden Orakelspruch abgegeben: „Ich bin kein Prophet, aber während viele Leute die Zukunft düster und drohend sehen, erscheint sie mir gar nicht so ernst. Heute über zwanzig Jahre wird eine neue Generation längst der elsaß-lothringischen Frage überdrüssig und Frankreichs Stellung zu nnS dank der wissenschaftlichen und indnstttellen Verbindungspunkte eine freundschaftliche sein. Wenn erst in Deutschland die Freiheit wie in Belgien und England herrschen wird, werden wir noch schneller in dieses Freundschaftsverhältniß mit Frankreich getteten fein. Was uns heute am meisten von Frankreich trennt, ist der Militarismus, den ich und meine Freunde genau wie die Sozialisten bekämpfen, und wenn wir auch heute noch nichts im Reichstage in dieser Beziehung erreichen, infolge der nnS ungünstigen politischen Wahlen, so werden wir doch nach den nächsten Wahlen, verstärktdurch die zahlreichen Unzufriedenen, hoffentlich mit mehr Erfolg kämpfen und wir sind sicher, durch diesen Kampf nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa zu nützen." Herr Professor Virchow hat ttotz der vielfachen Mißerfolge, die er selbst, aber auch seine Partei, davongettagen hat, immer noch Hoffnung, mit feinem Abrüstungsanttage durchzudringen. Er rechnet dabei, wie man sieht, auf die von ihm sehr geschätzten Sozialdemokraten, aber auch auf andere „Unzufriedene" — vermuthlich die von Herrn I-,. Batth mobil gemachte Schutzgarde. Daß sich diese „Unzuftiedenen" aber gerade um Herrn Virchow und seinen Freisinn „schaaren" sollten, ist nicht anznn hmcn. Anfteizen kann der Freisinn wohl, aber zu fesseln vermag er nicht. Der Hinweis auf die belgische und englische „Freiheit" ist bezeichnend, man erkennt daraus, daß der große Politiker Virchow sein fteiheitliches Ideal in der Parlamentsherrschaft erblickt. Man ist aber schon gewohnt, daß Herr Di. Virchow auf seinen Reisen dem Auslande seine schönsten Verbeugungen
Marburg,
Sonntag, 26 April 1896
41.
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nur zu kommen brauchte, er war blind und taub i gegen Alle. Nun hat er sich die Suppe eingebrockt, । jetzt kann er sie auch auslöffeln."
Und Alle nickten im Kreise Zustimmung. !
„Ihr werbet sehen," meinte die rundliche Köchin, : „bet dieser Ehe kommt nichts Gutes heraus und wir . werden unsere beste Zett gehabt haben, denkt an ' mich, wer weiß rote lange rott noch im „Schlößchen" i find, diese „Zigeunerin" schickt «nS vielleicht sammt ' und sonders aus dem Hause." —
Die Sprecherin führte den Schürzenzipfel an die Augen bei dieser Vorstellung „Nun bin ich bald 1 fünfundzwanzig Jahre bei den Föttter's im Dienst ' und wenn ich fort müßte, ich brächt's nicht fertig."
Noch lange dauerte die Konferenz, die Lichter waren längst alle erloschen, nur ans dem Zimmer des Hausherrn drang noch ein matter Schimmer. Förster toanberte ruhelos hin unb her, und grübelte über die Begegnung mit dem jungen Baron nach. Ein Gedanke hatte chn durchzuckt, und ließ ihn nimmer zur Ruhe kommen.
Vielleicht konnte Elli ihm keine Aufilärung geben. —
Wie wenn die Beiden sich geliebt hätten? Vielleicht sich noch liebten? Wenn nur irgend ein’ Streit zwischen ihnen stattgefunden, unb Elli aus, Trotz unb Rachsucht, um Jenen recht tief zu kränken, | in eine Ehe mit ihm getoütigt hätte? Dann war ihr schneller Entschluß auch erklärlich, denn Niemals hätte er zu hoffen gewagt, so rasch bas ersehnte Ziel erreichen zu können.
Doch wie sollte man hier Klarheit schaffen? Am meisten peinigte ben eblen Mann der Gedanke,
Steift schweigend wurde die lange Fahrt zurückgelegt. Elli sah in der That recht angegriffen ans, der Kops lehnte an dem Polster des Wagens, die Augen warm geschlossen Eine Müdigkeit hatte sie plötzlich befalle», das Leben erschien ihr öde und leer. Könnte sie sich doch dem hatten an die Brust werfen und ihm Alles gestehm. Alles was so schwer ans üjrem Herzen lag, es müßte eine Wohllhat sein. Aber der saß so finster unb schweigsam neben ihr, er faßte nicht wie sonst, zärtlich nach ihrer Hcwb, so baß ihr der Muth fehlte, mit ihrer Beichte ihn zu belästigen. Vielleicht weckte sie mit ihrem Ge- stänbniß nur seinen Argwohn, seine Eifersucht, nein, nein, nur nicht daran beuten, nur Alles vergessen, was hinter ihr lag.
In Kops und Herzen tobte der Kamps, den jene Begegnung plötzlich wieder hervorgerufen hatte. Würde sie es jemals lerne«, dem ehemaligen Jugendfreund gleichgilttg zu begegnen, denn daß solches Zusammentreffen in der Heim eth unausbleiblich war, mußte sich Elli immer wieder selbst sogen.
Sie hatte ihn zu hassen geglaubt und nun fühlte sie doch, daß ihr das Blld jenes Mannes noch immer im Herzen saß. Und ihr Gatte? Verdiente er nicht ein volles, reines Glück? . Wie zärtlich war er stets für sie besorgt, nur bemüht ihr Freude zu machen.
Förster hatte telegraphisch die Ankunft nach Hause gemeldet, daher wartete ihrer ein festlicher
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
nab Sttleg•• Jod a«g. Koch, UniDtrftiütS»Buchdrucker«! in Marburg. Verantwortlicher Redakteur: Friedrich Coldatzky in Marburg.
Redaktion and Spedition: Marti 21. Sprechstunden der Redaktion: IC—11 Uhr Vormittags
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