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Was wurde nur Robert zu all' diesen Dingen sagen, wenn er fle erführe? Die Schwester konnte es ihm nicht einmal mittheilen, da er seinen timen Nachrichten nie eine Adresse beifügte, er war fast jeden Tag wo anders.

Grete hatte ihrer Mutter gegenüber die Der- muthung schon öfters ausgesprochen, daß Rob rt in I ®ni verliebt sei und nun auf einmal die plötzliche Abreise des Ersteren, diese unvorhergesehene Ver­lobung der Freundin; Grete grübelte wohl lange darüber nach, wie dies Alles zusammenhänge.

Elli hatte doch bei ihren häufigen Besuchen nie- nals auch nur mit einer Silbe erwähnt, daß Förster ich um ihre Gunst bewarb, im Gegentheil, erschien! es doch stets, als ob auch fie für Stöbert herzliche! Zuneigung empfinde, daraus konnte man doch einfach! nicht klug werden. I

Wochenlang bildete auch zwischen Grete und ihrer!

Marburg,

Donnerstag 23 April 1896

L Indessen war Förster mit seiner jungen Frau in lBerlttl dem Endziel ihrer Reise angelangt. Sie ! sich hier noch eine Woche aufzuhalte», um IZcit zu haben, all' die Schönhetten der Kaiserstadt Izu betrachten.

I Auf Ellis empfänglicher Gemüth war die Herr- I liche Reise nicht ohne Eindruck geblieben. Zwar l zeigte fie sich auch jetzt noch sehr zurückhaltend dem ! ^ntten gegenüber, aber er bemerkte doch zuweilen, baL?'.He&fe ®d6 mti freundlichem Lächeln zu ihm aufblickte, er verlangte ja vorläufig nicht viel I Liede, nach und nach würde fie doch einsehen, wie treu er fie liebte und würde fich ganz ihm zuweuden Vor diesem Bild verschwanden all' seine bangen Zweifel, die ihn öfters beschleichen wollten.

In Venedig war es gewesen, wo das Paar den Ersten längeren Aufenthalt genommen. Mit großen staunenden Augen bettachtete Elli all' die Schönheiten dieser wunderbaren Stadt, die auf den, der fie zum ttsteu Male schaut, einen geradezu überwältigenden ®inbru(f macht. Besonders der unvergleichliche Markusplatz übte seinen Zauber, dem fich so leicht kein Fremder entzieht, auch auf sie aus.

(Fortsetzung folgt.)

M** 'Üöich «frt* öectiae* »ach »<x* u* bei der <h>* fei tiü* 8 Mk. «i Psg («Eft.

di, gespatt«, Ze».

**** *ana 10 StiCUmMi ftr bi. ZM. 26 $ffl.

. Abö. von Manteuffel (tonf.) warf dem Abg.Bebel vor, gestern die Ausführungen des Abg. Schall verdreht ,u haben (Uniuhe link,.) Der Abg. Schall hat durchaus £e8 Du-ll an sich verurtheilt. Ich selbst stimme durchaus den Ausführungen des Abg. Bachem bei; ich bemerke nur noch, daß H-rr von Kotze nicht etwa geflüchtet ist. sondern sich sofort stellte. Redner vertheidigte die Studenten- ?rux'n u*i? betonte, auch seine Freunde verurtbeilten vom chrrstlichen Standpunkt die Duelle durchaus. Auch legen bmtI6c« /(idrkwegs die Bedeutung von Gottesgerichten !» k Eesertrgung der Duelle von heute auf morgen ist, freilich nicht möglich, auch in England ist dar nicht möglich gewesen. Und wenn die Arbeit zur Beseitigung des Duells so anfangt, wie gestern mit der Rede des Abg Bebel £?nn W ba$ 'in schlechter Anfang. Falsch ist es auch, da» Duellwesen stet» mit dem Militarismus in Zusammenhang nia m"86,?,; Quelle kommen mehr bei Reserve-Offizieren, als bei aktiven Dffyieten vor. W-ßhalb? Weil bei jenen - - .............. mumii. «o,^5 .'»enge Zucht des Kommandeurs fehlt. In anderen

er auch über die studentischen Duelle. Nicht! ^"bern duelllren sich sehr häufig Parlamentarier, Minister rc., ®'*'---------- < Jt ' ' 'bei welchen doch von Militarismus keine Rede ist Noth-

wendig stnd vor Allem anders organistrte Ehrengerichte und sttengere Bestrafung der Beleidigung. U W . Abg. Förster (Antis.) ei klärte, seine Freunde seien Duells, das Ehrgefühl bedürfe aber honender Berücksichtigung durch verschärfte Bestrafung der jöeicwtßungen.

. no$ einmal danken für alle

bem "men Kinde gethan,

Gott segne Euch dafür/ stammelte fie. 9

XBoIfjarbt tourte ihr ab, er war selbst so be- w^, b°ch wollte er es nicht merken lassen, um ihr dm Abschied nicht noch schwerer zu machen

.Werdet glücklich miteinander, so sind wir reich­lich für Alles belohnt, was wir thaten Dn hast uns ja stets viel Freude bereitet, mein Kind "

Die Freunde schüttelten sich kräftig die Hände noch ein letztes Winken und Grüßen und fort rollte der Wagen, der die Beiden eben noch rechtzeitig an den Bahnhof brachte

3m Gutshofe war es recht still geworden nach all' den Aufregungen der letzten Tage, die einer Hochzeit stets boranzugehen pflegen. Die Zurück­gebliebenen empfanden die Leere jetzt doppelt, da fie

So behutsam und vorsichttg die Einladung auch ahgefaßt ist, wer zwischen den Zeilen zu lesen weiß, wftd nicht im Zweifel darüber sein, was der Eroberungspolitik" gemeint ist. Die Sozialdemo- krgtie kann und will nichts anderes sein als eine Avolutipnspartei. Nichts ist verkehrter als die Meinung, die Sozialdemokratte habe neuerdings ihren revolutionären Charakter abgelegt und entwickle sichln einer ftiedlichen Reformpartei. Nach wie vor erblickt sie in der Pariser Kommune ihr Ideal, das j fie -^wirklichen will, sobald sie sich in die Lage gesetzt glaubt, den Kampf gegen den Staat offen mlfzunrhmen. Die Hymnen auf den 18. März, den Jahrestag der Pariser Kommune, die in der sozial­demokratische Presse vor wenigen Tagen angestimmt wurden,, reden eine deutliche Sprache.

Vorläufig allerdings ist dermorsche Staat" >och zu widerstandsfähig, als daß er bei einer Re-1 volution wie ein Kartenhaus über den Haufen ge­worfen würde. Darum ist denn die Sozialdemokratie! emsig an der Urbeit, den Staat zu schwächen und! sich zu stärken. Diesem Zwecke dient auch die Taktik,! in gewissen Augenblicken ihr Ziel zu verhüllen, um! dm Gegnern Sand in die Augen zu stteuen. Was! ist es anders als Heuchelei, wenn Leute, welche die! Mordbrenner der.Kommune und die anarchistischen! DhnamitbMder als Helden verherrlichen und welche! nichts sehnlicher herbeiwünschen, als einen Weltkrieg! gegen Rußlmtd, weil dieser sie durch die darnach ein-! tretende Erschöpfung her Völker ihrem Ziele, dem! Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschafts-1 «dnung nahe bringen würde, wenn solche Leute «rf dem Londoner Kongresse die Verhandlungen mit! Meröffentlichen Demonstration im Freien zur Be-! lirtoortung des Weltfriedens-" einleiten wollen? !

Durch derarttge Vorspiegelungen sollen lediglich!' »eue Anhänger der fozialdemokrattschen Lehre ge=

Heuten Saal her, wo man für alle Dienstboten der beiden Häuser eine Tafel gedeckt hatte.

! Aan Frida half Elli beim UmHeiben, während beu Beiden das Herz zum Zerspringen voll war.

AbsMed" fiel" ,b<e Dhränen und beim

L ®Bt fch^chzend der treuen Pflegerin ihrer Kindheit um den Hals. a

Eroberungspolitik

O Sozialdemokratische Blätter erließen vor Kurzem eine Einladung an die .werthm Brüder und i n°$ä. ber,. ®rbe ?u zahlreicher Betheiligung an dem Ende Juli in London tagenden internationalen Arbeiter- und Gewerkschaftskongreß. Zugelassen zum Kongreß werden alle Arbeiter-Gewerkschaften und alle! dlejmlgen sozialistischen Parteien und Verbindungen, welche dieNothwendigkeit der Arbeiter-Organisation mb der politischen Aktion anerkennen". Unterpo­litischer Aktion" aber verstehen die Kongreßeindemf, r, . .daß die Arbeiterparteien die politischen Rechte und dre Gesetzgebungsmaschinerie nach Kräftm benutzen 5 ? » m c,IDbern fuchrn, zur Förderung der Interessen des Proletariats und zur Eroberung der -politischen Macht". I

G°nms gemacht werden soll. Von diesem Gesichts-! die° studentischen Duell-"bie'rrwt"ru tbmn v .fünfte aus verdrent der Kongreß in London eine [bei solchen Duellen meine Gegner ^ar nicht^gew^nt nähere Berücksichtigung. emen persönlichen Konflikt mit ihnen gehabt. Was das

(Nachdruck verboten.)

! Aus nied'rem Stand.

Original-Roman ton Iran« v. Hellmuth.

(Fortsetzung.)

Als Förster am Morgen deS Hochzeittsges kam, »te junge Brant zu der feierlichen Handlung ab* M°Ien, konnte auch er, wie alle die Andern, die s Elli heute schon angestaunt, einen Ausruf der Be­wunderung nicht unterdrücken.

Elli, meine Elli, wie schön Du bist!" . Dieser Ernst lag auf seinem Gesicht, als er rasch

Pe zueilend, ihre beiden Hände ergriff und mit «ässen bedeckte.

3a, die junge Braut war in der That schön Z lklten -ine Das kostbare, weiße Seidenkleid stoß in reichen Fallen von der junonischm Gestalt meber und endigte in einer langen Schleppe, die AZ am Rande kleine Mtzrtheusträußchen zierten, »er gestickte Schleier hüllte die zarte Gestalt wie in

i £1 duftige Wolke ein. Der herrliche Myrthevkranz üaq mit seinen schimmernden weißen Blüthen seit-! mm ab von dem rabenschwarzen Gelock, auf dem! n saß. |

torr b-s Städtchens war gedrängt

Neugieriger, ein allgemeinesAh" ertönte, als °°s schöne, stattliche Paar das Gotteshaus betrat.! £er Bräutigam schritt erhobenen Hauptes stolz daher,! Nue blauen Augen leuchteten im schönen Glanze!

Z? manchmal ftreifte ein besorgter Blick das blaffe'

Uzende Gesicht der Braut an seiner Seite. !

A^igvl nimmt rntg^eu die Expedition dieses Blatte», sowvedi« Anuonceu^ureaur von Haaseusteiu n Vogler in ??' Magdeburg und Wien; Rudolf YTTI Qnftr/f

Stoff« in Fraickfurt tu M., Berlin, München u. flöht; C. L.

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover Paris

L, blbg. Bebel verwahrte fich dagegen, die Worte de, .Ybrt"6t 6?1btn' Thatsächlich hat Abg' l Schall das Duell für unter Umständen uothwcndig erklärt, !ssN°u so, wie neulich Graf Roon und heut-Graf Berustorff' D-rAbg v Bennigsen hat sich offenbar vorhin in Ver- legenhett befunden, und nur deshalb meine eigen- Stellung hur Kommune an den Haaren herbei,ezogen Zweifellos

! hat die Kommune einen berechtigten Kern gehabt; zu Re- I hRn^allC t ru ?tc,tI6c überdies erst gegriffen, als ihre An- I ^Üfrt wurden. Was den vorliegenden Antrag ! Bach-m betrifft, so werden wir nur den Absatz 3 annehmen, !,to r für Absatz . nicht stimmen, weil der- h-lb- nichts wirken wird, und ebensowenig für Absatz z Aeber ^nz im Sinne des UmsturzgesetzeS l verschärfte Beleidigungsstrafen einführen will. 6 L ..Präsident v. Buol: Der Abg. Bebel hat vorhin die ^?^"^<flche statt dir Gesetze für die

Schall (kons.) polemisirte lebhaft gegen di« I Sozialdemokratie, die sich ja selber das Recht zur Selbft- i»r Gewalt zuschreibe. Die sozialdemokratische Partei Kp.r" Iqm jtogg g rf,f ,fc --- Mutter diese Hochzeit den Gesprächsstoff. Das junge Mädchen hatte ber Trauung ihrer Freundin als stille Zuschauerm beigewohnt, eine Einladung ober An- jeige hatte sie nicht erhaltm.

für di-StreifeMard»r««»»Kirchham ------y-Juef8a--- Jlluftriries S-aaiaaSdl-tt.

Die Duell - Interpellation |l

im h aber toch'Niimand 'bchan wen "wollen" totz^ne

tnr </relchstage. |^t»* 1 * * *Vfen fr persönliche Würde gehabt hätten.

* gtfrlitt 91 Qfhrir m rc.; u^u. j?a8 Duell ist eine ftanzosische Einrichtung und ist bei den s. 5Bor Eintritt m bt-! Franzosen geradezu zur Farr- g-wor en. Wenn die Auf-

hetttige Tagesordnung machte- Präsident von 2)uol r<^un9.. ber klaffe, in welcher die Duelle staitfinden sich Mtttheilung von dem Eingänge eines Antrages, ber&erbe" °"ch die Duelle nicht schwinden.

bS' >"

Adt, mt-rz ich»« ift ' 1=1 *** ,&-.»{*»«« <W>: 3» ... ta!

'2 1,1 * I sozialistischen Wendungen abgesehen, Alles, waSAbg Bebel!

Der Reichstag wolle beschließen, die verbün-! wäre schlimm, wenn nur die Sozialisten

beten Regieningen aufzuforbern, mit allen ihnen! das Duellwesen dächten. Dem Ducllwesen ist

gesetzbuche m Widerspruch befindlichen Duellwesen j fo «"beftwW8tnb, so lau und flau, daß sie lauer uud^flauer entgegen$utreten." «nicht sein konnte. Di-Erklärung sprach von .Elwägungen"

, °-»rd° di- ta Snier. WwÄ'gS

beHaiion Sa chem bett, das Duellwesen fort-! dochseine fertigen Entschlüsse haben. Herr von Bennigsen hat das Duell verurtheilt, aber unter f» vielen mildernden

LA«*101« «ernstorf-Lauenburg (freit.): Herr mttd tonkt'er auch aUc-^*ätfe niD,mt- S°>

ud fpiodj flcflcrn öon w.0rolifcbtT 83crlumbthpitlht* r*x. ------vhu?«

^rftnigen Kresse, welche das Duell unterstützten. Solchen sotonn^d?/ K?nntfihT <Vrr" S"b H^ptsache, Beleidigungen gegenüber ollte man doch auf Wege finn n Du-ll- ,1 ^etr von Bennigsen steht dte

ihneu zu begegnen und sie zu v-rhwdeni Dleine her^n.'I <ci" Ehwendiges Uebel an, anders aber

liche Stellung zum Duell habe ich früher fchon klaraelcat ! " btn weisen unabhängiger

Dasselbe ist durch die öffentliche Meinung gerichtet ^Ab-r!chr 60,n Raufbolden will sich damit

man bedenke doch auch die Umstände, w toetoenfidiein i,in$ ,f. ,6aIten'/ttoa ,0- H-rr v. Hammer- schwer Beleidigter befind t. So auch H«r D &t, B- 's Ä ,/ch für viel zu gebildet,

hatte ec thuen sollen? (Unruh, links ) ^ch Ktbtw I ub. Tuellnothwendigkeit zu denken

das ist ein wunder Punkt Soll man etwabeimS cb äffen- tos Drnllw-Begnadigungen an der Erhaltung gericht eine Buße von .0 SM. -m streben? Manmnst I Wenn ein Berurtheilter fast

Gerichte schaffen, welche in solchen Fällen eine angemessene I kommt roiIb/ wie -r auf der Festung an-

Suhne ermöglichen. Etwas muß in jedem Falle cetoehen m 8 «>ner Strafrechts-Suspension fast gleich

Redner bemängelt, daß gestern Abg. Bebel to» Seßnobtauna8.' i Mf tor ArS,r, br- SltteiU Kirchenbauten auffordert,

gleich abreifen, das Reisekleid der jungen'Fwu" lag!lobuna'Mi?^"s^^ ^atte bie plötzliche Ber­sch«» bereit in ihrem Stübchen 1 8 fl|I®6nng Ellis, der fast unmittelbar bie Hochzeit ge- Bcrgnügt unb lustig ging t% nur im oberen toar' "i^t wenig Staunen, bei Grete sogar .....«n Saal her, wo man für nrr, Bestürzung hervorgerufen. So oft fie auch ben Diener mit einer Einlabung zu ber Freundin schickte immer gleich lautete ber B-scheib. Elli war j-bes Mal verhinbert, zu kommen, fie batte auf einmal fein' Seit mehr, wo fie sonst fast täglich im Schlosse vorsprach. "

Wonncn werden, um sie dann in den Vereinen und I verherrlicht und zur Nachahmunaanaerea^ab^Di^^^^^^^^^^^^^^^^s^M^ Gewerkschaften zu zielbewußtmGenossen" auszu-1 dr-ff- habe di« vorgetommenen Duelle zu sehr breit ne-Ls. . ^"iwlschen gelangte ein Anttag Bachern zur Ver­bilden, mit bereu Hilfe bereinft bem Bürgerthiim berLl^cl ®inbtucf hervorbrachte, als hätten .?er Reichstag wolle beschließen, 1) daß

------- ----- " ' ' k,..di- Duelle zugenommen. Und war haben denn! Schiedsgerichte zu endgiltiger Entscheidung von Ehren- 7 ih^"d Jch habe selbst I Händeln geschaffen werden, mit der Befugmß, ihren

--nen perwuitch-n Konflikt mit ihnen "ge2t. ^ Was das 81(6111119 verschaffen:

-rg-ntlich- tuest anbelangt, so muß die Abhilfe die durch.|E? Wirksamere Bestrafung von Beleidigungen: 3) ^irnK?x'nb?. fV-in?6,n b-im Ehrbegriff. Das!Vorlegung eines Gesetzentwurfs, durch welchen die