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Mit bewunderndem Staunen betrachtete Robert oft das schöne Mädchen. Er war ein lustiger leichter Gesell, mit einer seltenen Unterhaltungsgabe ausgestattet und von jener bestechenden Liebens-

Marburg,

Mittwoch, 15 April 1896

(Nachdruck verboten.)

Aus niederem Stand

Original-Roman von Irene v. Hellmuth.

bindende Glied zwischen der österreichisch-ungarischen Monarchie und Italien darstellt. Wenn das Wmi: rle8 anns de . es amis sunt me- amis jemals zugetroffen hat, so ist es hier eine Wahrheit, denn nur die Freundschaft Deutschlands mit Oesterreich und Italien bildet die Brücke der Verständigung und der Freundschaft zwischen diesen beiden Staaten. Daß diese Brücke aber recht fest gebaut ist, das beweisen von Neuem die Zusammenkünfte von Venedig und Wien, die darthun, daß der Dreibund sich auch durch traurige Zufälligkeiten, wie es der Tag von Adua war, nicht erschüttern läßt. Und darin liegt nicht zum kleinsten Theile die hohe Bedeutung des Besuches des deutschen Kaisers in der alten Donaustadt.

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Und die guten Pflegeeltern freuten sich über die Veränderung, d,e dem Mädchen vorging ihre sonnige Heiterkeit schien auch auf die betrübten Herren derselben nicht ohne Einfluß zu bleiben. S heiteres Wort wurde auf dem Gutshofe wieder ge­wechselt. u

ntnunt entgegen die Expedttton diese« Blatter, ^i^dlMEEreaur von Haasenstein u Vogler in

roÄAf- M., Casick, Magdeburg und Men; Rudolf XXII

in Frankfurt a. M., Berlin, München u Köln; E. L *

danbe h. Eo. tn Frankfurt <t M., Berlin Hannover Varis

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Grete freute sich des abwechslungsreichen Lebens, I Ein Mann, der sich so emvor nrheit

SSrt aSttlfe llÄ! Ä toenn mon konnte beinahe sagen, von Verrücktheft, nämlich ^rooeri erzählte, er wußte Alles so.intereffant zu ge-Ian einer unverftlgbaren Liebe ru einer schwarten K^gtTbent^St^eriA?^ S°ben' b? " °us alten Katze mit einem großen weißen, halb^mensch- entfZS*V ' E immer der Wahr- lichen Gesichte. Er hütete sie, als ob sie ein Kind

b Entsprachen sondern von ihm ausgeschmückttsei, er hätschelte und liebkoste sie zur Zeit unb zur 4bQL als der Held erschien, -Unzeit, und fehlte ihr etwas, so schickte er gftich dm i>as wußten ja seine aufmerksamen Zuhörerinnen nicht.! hervorragendsten Thierarzt zu ihr. Zum Unglück für , .Dl-Stunden und Tage eilten wie im Fluge Sir Philipp starb di-Katze baro« 1 ff

wieder dieselbe, wie in der fernen Kinder-1 kleine Tochter Mary auf sie setzte ^Sir Phiftvv war äc tf' J0 khoe schönsten Stunden auf dem Schlöffe | tief betrübt. Der einzige Trost, den er fand war üerlebt ^te. Manche Erinnerung daran wurde! sie auszustopfen und in einen Glasschrank setzen ru unter Lachen und Weinen. Grete lassen. Und da ging er nun KMät'VuL saß »ft sftll dabei, wenn die Andern sich so viel er-, streichelte sie ,P 9tn UIti>

Zählten, sie hatte nicht selten das Gefühl, als sei sie Ja, Tredgold's Liebe ru fein« r*;«, !ar nickt^meb? °b" als wußten Jene Iden Jahren noch zu wachsen. Als er zur?Baronet

wSr1ta?ei ^' b 6' Wn Segen- erhoben wurde, ließ er in sein Wappenschild eine

^warze Katze mit dem Motto setzen:Fortunam (Fortsetzung folgt.) |dedi . Sein Sohn Francis, dem die wunderlichen

ücking.

e r i n g. rteu er, »hefte [2250 >88, rche.

!ange?ortft°b^ b° " bWbt au$ 0ar ru würbigkeit^die einem unerfahrenen, jungen Mädchen-1

2tb« insw* t l ! Herzen so leicht gefährlich wird. I Ä (Nachdruck verboten.)

schönen Sommertaa^ faablnth' l-b-nslustige etile Mann hatte gar bald Die Katze des Bankiers

(Fortsetzung.) «und Frohsinn. ' $ Jugendubermuth wahrgenommen was Elli kaum S» verbergen ver- Novellette nach dem Englischen von R. «bell.

f(St niff2L®^en^4Ur Vater. Sie Wochenlang hatte es geregnet immer ! ^obne Auf roa ,md 2 siesounwiberstehlich in seine Nähe Chef ber Bankiersfirma Smith, Sillery 2 TrebgoL SkLWZWWW>M«WZ!SMM «esehen, daß seine Kinder sich so innig mft Elli he- wort verändert, stand die ganze Welt da Alles drängte steundeten, doch konnte er, ohne unhöflich zu erscheinen, dem Licht- zu. * ' UC$5 Dran9te

kn V-rk-hr der bedien Mädchen auch jetzt nicht Draußen in Feld und Wald hatte die Köniain «mCWm « mebr' aIS fdne Gattin ebenfalls Sonne alle diese Wunder geschaffen, aber bei Elli?

2 Ä toor das Mädchen unter Sollte der herrliche Sonnenschftn auch bei ihr solche ^em möglichen Vorwand an das Schloß zu feffeln I Veränderung hervorgebracht haben? Wie -ine Blume

® | die lange Zeit in einem dumpfen Zimmer gestanden

Robert wellte zur Vervollkommnung seiner Studien »nd nun plötzlich an die frische Lust, in den goldenen wf einer landwirthschaftlichen Schule, wurde aber Sonnenschein gebracht wird, so blühte Elli auf Anfangs Juli zurückerwartet, um dann für immer wunderbar. Ihr war eS mit einem Ma e Wohnsitz nn Schloss- ,»N«*; -ta. atoagTrnmaiai

,-sammelten Kenntnisse praktisch zu verwerthen, da Glückes, st- vergaß darüber all das Leid Las so pr dem Besitze ausgedehnte Ländereien gehörten die lange ihr Herz bedrückt hatte.

« rationell zu bewirthschasten gedachte. 1 ""k -

, Di-s-r Besuch gewinnt aber auch durch einen Ln7e?enhff SFOfa&J anderen Umstand ein erhöhtes Interesse, wir möchten IF ' - - ~ w/k sagen: einen pikanten Reiz. Er trifft nämlich Milch Zufällig gerade mit dem Besuche des Fürsten Ferdinand von Bulgarien in St. Petersburg und der Anwesenheit des jugendlichen Herrschers von Serbien m Athen zusammen. Diese Besuche können in Wien wenig Freude erwecken. Die Anwesenheit des Fürsten Ferdinand in der Residenz an der Newa, die hohen! Ehren, die ihm erwiesen werden und die weit über d,e Bedeutung hinausgehen, die der Machtstellung s-mes Landes zukommen wie weit sie über die Be- beutung hinausgehen, die feiner Persönlichkeit!

ausd!ücken bas^bewM^ Rustlan^"?^ Messtischen Herrscher. Denn jedesmal,'wenn er 1^. «'»"an yar alle an stemden Universitäten I uuöuic °yu uct Kamine v. Araber nach­jahrelang eine passiveZuschaumolle^ a^nüb« zusammenkommt, wird er daran studrrenden jungen Türken nach Haus berufen. Er^ie Erlaubntß zur Aufbahrung der Leiche ihres

Ereignissen in Bulgarien knFnnnert' daß bas Geschick ihm einen Sohn geraubt wemt, bte jungen Leute würben in ber Fremb- unJ 9cr t /bencn Oberhauptes tn ber Friedenskirche zu

S "ft eine b°t' ber ? sichern Alter stand, wie Kaiser Wilhelm ruftieden. * Potsdam erst eriheilt, dann aber schnell wieder zurück­

spielen: daß es aber diese Rolle nirfit lIrbesteunbet war, unb daß bte TH-on-I * (Deutschland unb Italien) Ti« m ISe3°Öen wurde. Es wäre dies die erste Leichenfeier Oesterreichs spielen wird, liegt auf der Hand AberIDanim"ist" Wochen Füßen steht.!sprechnngen zwischen Kaiser Wilhelm und König!dieser^Stätte statt stVeisetzung an SVZWMkMWMNK« ' -----l= ------------- 1 ' «Es dürste nur Wenigen bekannt sein, daß die anonymen

öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Mrchhain.

N«o«ktio/^°E 222 Jllnstrirtes Sonntagsblatt. Beramwottlichrr Sttbatteur: Frteoriw Eoldatzky tn Msrburg

a======a=a=^^=!= ----------- ----- a sor-cvslunvrn bet Rrdaktwo: 1011 Ubr Vor»inagS

Der deutsche Kaiser in zlehungen zwischen den beiden vom russischen Einfluß «Besuch Kaiser WilhelmsinWiei^iest^iH^^^^^^T'^^^^^^^^^^^^^'^

I Ijer tn Italien, erfüllten Staaten enger geknüpft werden, so kannlnenten Beweis dafür, daß diest Frenndsckaft mft dl-n^>^0/0cker revocirt.) Bekanntlich hatte Graff *** Es liegt etwas Symbolisches darin, daß der bic Position Oesterreichs auf der Balkan-! Jahren nicht an Kraft ve.liert sondern imm« ttst« >' 1 c & e n 5 Saoditten eine Beleidigungsklage gegen

denffche Kaiser unmittelbar nach den Tagen^von ?ffinsel, di- ohnehin von Jahr zu Jahr eine inniger, feI6Mf2Ur 2b f f ' b^ffr.9^?' nnn einem Anträge

V-n-big, nach ber Zusammenkunft mit dem italieni- f^rotert9ere wirb, natürlich nicht gewinnen. Jn bieser! __________ Ibe? ersteren als von einemunverschämten Anttage'

schm Herrscher, in Wien weilt, um bie enge Freund- Oesterreich so wenig bequemen Situation ist nun| ! gesprochen hatte. Die Klage war jedoch inzwischen

schäft, die ihn mit dem österreichischen Kaiserhause burcb bie Anweftnheit des deutschen Kaisers in DeMsckeS Nksffl gff - Ezogen worden Die Vermuthung, daß S t ö ck e r

verknüpft, zu erneuern. Es liegt in dieser Thatsache!®ten verkörperte und neubefestigte Bündniß mit! . m JtetO). «Abbitte geleistet habe, bestätigt sich. DieKreuz-

ber erneute Beweis dafür, daß Deutschland den Deutschland eine Beruhigung für Oesterreich. Denn Berlin, 13. April. (Tagesbericht.) Se. A^ng veröffentlicht heute folgende Erklämng im Mittelpunkt des Dreibundes bildet daß es bas ber-itocnn man in Oesterreich auch sehr wohl weiß, baßl^jestat ber Kaiser hat bem italienischen Minister blatt: Die am 7. Februar 1896 inberTon- ra,I-v '[ Deutschland den Grundsatz, sich in bie orientalischen b^ Auswärtigen, Herzog von Serrnoneta, einen ?ae 9Cgen Se- Exzellenz benGrafen Schlieben-San-

Wirren nicht verstricken zu lassen, niemals aufgeben Crbtn unb dem italienischen Premierminister b"^u gethanen Aeußerungen nehme ich, soweit sie wird, so weiß man doch andererseits, baß Deutsch-1 Andmi fein Bilb verliehen. Heute Vormittag be= | ?re^rnIldb beleidigend sind, gern zurück. Berlin, 13. land eine tödtliche Umarmung Oesterreichs durch einen fidbtigten ber Kaiser und die Kaiserin noch verschiedene ,,^6- Adolf Stöcker." (Wie dasTgbl." übermächtigen Nachbarn niemals dulden wird. I Sehenswürdigkeiten in Venedig, worauf am Mittag I w"theilte, weilte Abg Stöcker heute hier in Marburg.

Ader nicht nur für den gefammten österreichisch-1 ^ne ^-afet alle fürstlichen Herrschaften und di- Ge-1 eb" b Db-rh. Zig.)

m^8ari^Cn ^^at ist der Besuch des deutschen!^- an Bord ber JachtHohenzollern" vereinte.| * (MajestätsbeleibiaunaKbroreK)

Monarchen am österreichischen Kaiserhofe eine Freude, | Das Kaiserschiff war fortwährend von reichgeschmückten Professor br. Qnibbe in München ber Verfass« sonbcrn ganz besonbers auch für bie wackeren Be-! Pootm umgeben, wie benn überhaupt der Enthusiasmus ber Caligula-Broschüre, ist vom bortiaen ßanbaerirbt wohner ber Stabt Wien. Es ist recht unbehaglich b°'P°"etianer nichts zu wünschen übrig ließ. Am wegen Majestätsbe^

geworben an ber schönen blauen Donau. Ti: I en^ Nachmittag wurde über Mestre unb Undine! Versammlungsrebe in München am 20 Januar b I Wiener stehen kurz hinter häßlichen, leibenschaftlichenIbte Weiterreise nach Wien angetteten, bie Majestäten!zu br e i Monaten Gefängniß verurtbeilt IParteikämpfen und kurz vor einem neuen, bie Leiden-1nb küßten sich wiederholt, zu Tausenden!worden. Ebenso viel erhielt ber Debattenr cha/ten erregenben Ereigniß: ber am 18. b. Mts. ^lt bie Bevölkerung ben zum Bahnhof führenden W i t t r i s ch von ber sächsischen Arbeiterieiwna" in

Iftattftnbenben Bürgermeisterwahl. Da ist benn die Eanal oe Grande besetzt und brachte den fürstlichen Dresden wegen Beleibiguna bes Sta?ts- -"-3 -in Ruhe- und Herrschaften ununterbrochene Ovationen. Der König m in i st e r ium s 9 ^taats-

Erholungspunkt. Er bilbet für bie feindlichen Par-!und die Königin von Italien reiften nach Rom zurück. * ,,

tuen die Gelegenheit, gemeinsam den HerrscherI^rmbentage verlebten auch die deuffchenMattosen in! (Duell Kotze-Schrader.) Die auch von des befteundeien Volkes zu begrüßen. Daß diese in|$encbi9, denen die Bevölkerung mit größter Herz- wredergegebene Meldung eines Reporters, der gemeinsamer fteudiger Feier verbrachten Tage dazugegenübertrat. Alle Zeitungen konstatiren bieL- at'cmr ^abe bem Freiherrn v. Schrader anläßlich cheittagen möchten, bie hademben Parteien einander! ungetrübte Herzlichkeit ber Begegnung. Jhre!'"-^ Verwundung sein Beileid ausgesprochen, beruht zu nähern und die Gegensätze zu mildern, wünschen!Majestät die Kaiserin Friedrich ist inj,a^ purer Erfindung. Der Kaiser hat auch die ihm wir wohl, denn es würde Wien gut anstehen wenn! Wiesbaden eingettoffen. König Alexander! telegraphisch zugesandte Nachricht vorn Tode v. Schrader's es wieder dasgemüthliche" Wien werden wollte, ÜI)n Serbien ist von Athen nach Korfu gereift bt? Je^ beantwortet. Es wird sogar glaub- wobei wir allerdings unter das Wort®etrütblicfcdutn ber Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, die dort!tourb}3 versichert, v. Schrader fei in Ungnade gefallen keif nicht den alten Schlendrian einbegreifen wollen bekanntlich einen prächtigen Palast besitzt, einen Besuch |getoc,e"- Dagegen haben bte Kaiserin Friebrich, bte

Mit väterlicher Liebe, mit Freube unb boch mit | abzustatten. FürftF erb inanb von Bulgarien! Prinzessin Friebrich Karl, ber Großherzog von Mecklen- emer gewiffen Wehmuih begiüßt Kaiser Franz Joseph R von Konstantinopel nach Petersburg abgereist.!burg 2C1 Beileidstelegramme gesandt. Bezeichnend ist '-c-itj. r- r, ~ f « Der Sultan hat alle an fremben UniversitätenIau. ' ba6 be von ber Familie v. Schrader nach-

.. Elli hatte den ehemaligm Jugendgespielen nicht wl-derges-hen, feit sie damals unter heißen Thränen 5b1chl-d genommen hatte, um m die Pension ge­bracht zu toerben.

.^Grete bot Alles auf, die geliebte Freundin zu i-rstreum, sie machte allerlei Pläne und smfzte ost ?^rnb^' "rnn es ihr gar nicht gelingen wollte, das »nge Mädchen ein wenig aufzuheitern.Ach wenn'

im l-sucht. es,

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