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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.

41 in Marburg. AM stetes »««.umonU^ Reoatteur: Friedrich Colbayty ui Marburg.

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Die Monarchen-Zusammenkunft in Venedig.

*♦* König Humbert von Italien ist uns einer der sympathischsten Monarchen. Grade die Eigen­schaften, die dem deutschen Wesen am meisten ent­sprechen, sind in ihm verkörpert: Pflichtbewußtsein und Treue. Ob in Neapel die Cholera herrschte, ob in Rom eine furchtbare Feuersbrunst ausbrach, ob Wasserrgefahr oder Hungersnoth das Land heimsuchte, immer war und ist König Humbert auf dem Platze. Tröstet die Kranken, ermahnt die Lässigen, spendet den Armen. Und in — wir möchten sagen: deutscher Treue — hängt er an den Männern, die er als die Stützen seines Vaterlandes erkennt, und hängt er an dem Bündnisse mit dem Volke, das er mit dem seinen durch die Bande der Sympathie Md der Interessengemeinschaft verbunden weiß. So ist es ihm eine besondere Freude, den ersten Ver- treter dieses Volkes als seinen Gast zu begrüßen, eine ganz besondere Freude in diesen für Italien trüben Zeiten. König Humbert weiß, daß er in seinen Auffassungen über die Lage Italiens und über die Schritte, die Italien zu thun hat, um sein An­sehen überall wiederherzustellen, mit dem deuffchen Volke und dem deutschen Monarchen mehr überein­stimmt, als mit seinen eigenen Ministern und mit einem Theile der italienischen Volksvertretung. Er war es, der in der Krisis nach der Schlacht bei Adua allein den Kopf oben behielt und der darauf drang, daß das Ansehen und die Machtstellung Italiens nicht preisgegeben werden dürften. Mit dieser Auffassung hat er die Sympathie des deuffchen Volkes, des thatkräftigcn deuffchen Kaisers voll­ständig auf seiner Seite gehabt.

Und darum ist die diesmalige Zusammenkunft der beiden Herrscher von ganz besonderer Bedeutung, weil grade diese trübe Zeit das Gefühl der Zu­sammengehörigkeit, der unauflöslichen Gemeinschaft zwischen den beiden Fürsten gesteigert hat. Aber über diese gemüthlichen Beziehungen hinaus haben die Tage von Venedig eine weittragende politische Bedeutung. Wenn schon die thörichten Hoffnungen der Franzosen, daß der Tag von Adua den Dreibund zertrümmert habe, durch die Haltung der deutschen Regierung und der deutschen Presse, durch die offiziösen Erklärungen der dem neuen italienischen Ministerium zur Verfügung stehenden Zeitungen, durch die Reise des deutschen Kaiserpaares und die immer sich erneuernden, immer sich steigernden Beweise der Sympathien, die

(Nachdruck verboten.)

Aus nied'rem Grand

Origiual-RomM von Ir » ue v. Hellrnuth.

(Forffetzung.)

„Ein eigethümliches Anliegen führt mich zu Ihnen," begann Elli schüchtern und zögernd, „und ich weiß nicht, ob Sie meine Bitte erfüllen werden."

Die Augen suchten den Boden, eine kleine Pause entstand, während Ernst Förster erwartungsvoll dessen harrte, was da kommen sollte.

„Nun Elli? Heraus mit der Sprache!"

„Würden Sie mir Geld geben, auch wenn ich Ihnen nicht sagen könnte, wozu ich es brauche, noch wann ich es Ihnen zurückerstatten werde?"

„Das Alles will ich auch gar nicht wissen."

„Es ist für einen guten Zweck."

„Ich weiß ja wohl, daß es nur etwas Gutes sein kann, wozu Du Geld nöthig hast: und wie viel brauchst Du Elli?"

„Hundert Mark."

„Gleich sollst Du es haben, nur einen Augenblick Geduld."

Förster verließ eilig das Zimmer und kehtte gleich darauf mit einem Huudertmarkschrin zurück.

Mtt einem leisen: „Danke, danke," wollte sich Elli eilig entfernen, doch fühlte sie plötzlich ihre Hand festgehalten, und die eigenthümlich bewegte Stimme Förster's klang ganz nahe an ihrem Ohr: „Nicht wahr Kind, wenn Du wieder, etwas nölhig haben solltest, dann kommst Du wieder zu mir? — find soll ich Dich nicht begleiten?"

„Nein, nein," wehrte das Mädchen eifrig ab, »ich möchte nicht, daß Jemand erführe, wo ich ge­

ben fürstlichen Gästen von der italienischen Be- völkemng entgegengeb-acht wurden, arg erschüttert ist, so zeigt die freundschaftliche Zusammenkunft der beiden Monarchen, daß diese Hoffnungen der Franzosen sich auch in alle Zukunft nicht erfüllen werden. Das Zusammentreff-n der Monarchen ist aber auch von einer nicht zu unterschätzenden moralischen Be­deutung. Es ist gewissermaßen das sichtbarliche Zeichen dafür, daß für Italien der Bund mit dem mächtigsten Militärstaate Europas einen Rückhalt bildet gegen Jnttiguen und Zufälligkeiten aller Art. Dieser Beruhigung bedürfen die Italiener aber grade jetzt, wo sich anscheinend ein neues Gewitter am Horizonte von Nordostafrika zusammenzieht. Wenn die Nachricht sich bewahrheitet, _ daß König Menelik mit den Derwischen freundschaftliche Bezi. Hungen anzuknüpfen sucht, so bedeutet das die Fortdauer und die Er­schwerung der Kämpfe in Afrika. Wenn Abessinier und Mahdisten, die einen fanatischen Glaubenshaß gegeneinander hegen, zu gemeinsamer blutiger Arbeit sich zusammenthun, so müssen sie von einem noch leiden­schaftlicheren Hasse gegen einen Dritten, den sie be­fehden, erfüllt sein. Und so scheint es, als ob Menelik nicht eher ruhen will, als bis er die Italiener völlig aus Afrika verdrängt hat.

Das aber werden die Italiener sich nicht gefallen lassen, weil sie wohl wissen, daß sie dann ihres Ansehens im europäischen Konzert beraubt sein würden. Und auch deßhalb ist die Zusammenkunft der beiden Herrscher von hoher Bedeutung, well sie dazu beitragen wird, dem italienischen Volke und seinen Vertretern den Muth zu mannhaftem Ent­schlüsse zu festigen. Es ist deßhalb sehr zu begrüßen, daß die Deputtrten Venetiens und die Senatoren nach Venedig geeilt sind, um dem deuffchen Herrscher ihre Huldigung darzubringen. Sie werden so Ge­legenheit haben, den Monarchen aus nächster Nähe zu sehen, und ein Blick in das ernste, offene, männ­liche Gesicht des deuffchen Kaisers wird ihnen das Verttauen geben, daß er ein für allemal gewillt ist, die Treue, die er einmal gelobt hat, zu halten. In dem sicheren Gefühle aber, daß sie auf Deuffchlands Treue bauen können, dürfen die Italiener es wagen, ihre Aime zu regen, um den Feind in Afrika ab­zuwehren, denn sie wissen, daß das Bündniß sie vor unliebsamen Ueberraschungen durch die „lateinische Schwesternation" schützt.

Während Frankreich für Italiens Unglück nur Spott und Hohn hatte, ist der deuffche Kaiser nach Italien geeilt, um dem italienischen Volke und dem italienischen Herrscher zu zeigen, daß ihr Unglück ihn wesen, und ich brauche Sie doch nicht erst um Schweigen zu bitten, nicht wahr?"

3Jtit flüchtigem Lächeln, das so matt war, wie die fahle Wintersonne, die sich eben zum Untergänge rüstete, eilte das Mädchen davon.

Mit großen Schritten durchmaß der Zmück- bletbenbe das Wohnzimmer. Ein paar Mal fuhr er sich durch das dichte Haar, unverständliche Worte murmelnd. Er trat vor den großen Spiegel, der zuischen den beiden Fenstern hing und musterte auf­merksam sein Gesicht, bann nahm er feine Wanberung auf, mit den Händen geftitnlirenb, bald lächelnd, dann wieder ernster werdend. „Es ist auch ver­dammt langweilig in dem einsamen Hanse," sagte er halblaut vor sich hin, „nicht ein einziges, junges KeM. lauter verschrumpste, alte, häßliche Gesellen; toie ich sie schon mein Leben lang gekannt habe, so sehen sie noch heute aus." Er reckte seine Gestalt Md ftanb dabei schon wieder vor dem Spiegel. „Nun, so alt bin ich ja eigentlich noch nicht, brei- unbvierzig Jahre, hm, hm." — Es war inzwischen völlig dunkel im Zimmer geworden, ungebulbig lief er nach Licht.

»Ihr wollt mich wohl die halbe Nacht im Finstern hier sitzen lassen, in diesem verwünschten Krähwinkel! herrschte er den mit bcr Lampe ein­tretenden Diener an.

Kopfschüttelnd entfernte sich dieser wieder. Das war nun noch nicht dagewesen, ein Krähwinkel, das schöne „Schlößchen", das von jedem Vorübergehenden angeftaunt wurde.

Was mochte nur in den Herrn gefahren sein, daß man ihm durchaus nichts recht machen konnte heute Abend? So wie er mit dem alten Martin verfahren hatte, schalt er auch die Haushälterin, überhaupt Jeden, der ihm vor die Augen kam.

nur um so fester an sie geknüpft hat. Wer das Glück hat, einen so treuen Freund zu besitzen, der darf nicht verzagen. Und darum hoffen wir, daß die Tage von Venedig dazu beitragen werden, die Spannkraft des italienischen Volkes neu zu beleben.

Deutsches Reich.

* Berti», 11. April. (Tagesbericht.) Tas deutsche Kaiserpaar ist heute Nachmittag in Venedig angekommen, begrüßt von |bcm Jubel einer tausendköpfigen Menschenmenge und dem Donner der Salutschüsse. Eine Flottille von festlich geschmückten Fahrzeugen, Barken und Gondeln war den hohen Gästen entgegengefahren, unter Musik und lauten Lvivu-Rufen erfolgte die Beendigung der Fahrt. Tausende von Fremden verweilen in der überall fest­lich geschmückten Stadt, in welcher schon gestern Abend die italienische Königsfamilie eingetroffen war. Zugegen sind auch der Premierminister Rudini, sowie die Minister Sermoneta (Aenßeres), Brin «Marine). Die Begrüßung zwischen den deutschen und italienischen Majestäten war eine überaus herz­liche, auch die beiden ältesten Söhne des deutschen Kaiserpaares wurden darin eingeschlossen. Als die italienischen Majestäten an Bord der „Hohenzollern" kamen, wurden sie mit donnerndem Hurrah von den Mattosen begrüßt. Der Kaiser begrüßte die ihm schon bekannten Minister Rndini und Brin sehr ftenndlich, unterhielt sich mit ihnen, wie mit dem Herzog von Sermoneta längere Zeit. Die Hafen­quartiere von Venedig waren mit einer unabsehbaren Menschenmenge dicht gefüllt, besonders die Piazetta, die Quartiere beim Palais und die Riva degli Schiavorio. Der Kaiser dankte für die immer er­neuten Hochrufe in liebenswürdigster Weise. Die Königin und die Kaiserin begrüßten sich besonders zärtlich. Den ihn begrüßenden Vertretern der Be­hörden sprach der Kaiser im Namen bei Kaiserin und in seinem eigenen seinen wärmsten Dank au». Als die deuffchen Majestäten int Palais einen Besuch abftatteten, waren Ehrenwachen aufgestellt, der Kaiser schritt mit sichtlicher Theilnahme die Front ab. Bei einem kurzen Besuch auf der Piazza von San Mareo wurden stürmische Ovationen laut, die sich immer wieder erneuerten. Auch vor dem Palais fanden immer von Neuem wiederholte Kundgebungen statt, die Majestäten taten wiederholt auf dm Balkon und verneigten sich dankend. Am Abend fand glänzende Tafel statt, Trinksptüche wurden nicht ausgebracht, der Kaiser tank den ttalienischen Ministern

„Es scheint, Ihr werdet zu alt, Ihr müßt Euch zur Ruhe setzen, man kommt sich ja ordentlich grau vor in dieser Umgebung."--

Elli war indessen unbemerkt in ihr Zlmmerchen geschlüpft; morg n wollte sie dem Vater das Geld schicken, es würde gerade recht kommen zu Weihnachten, da die auf der Karte angegebene Adresse einen Ort im fernen Westfalen bezeichnete.

V.

Weihnachten war vorüber und reichlich waren auf dem Gutshof die Thränen geflissen, denn der­jenige, für den man bereits Geschenke eingekauft hatte, lag draußen unter Schnee und Eis und konnte sich nicht mehr freuen. — — — — t---

Es war zu Anfang Januar, als Elli den unter­brochenen Verkehr mtt ihrer 3ugenbfreunbiu int Fiiedenauer Schloß wieder aufnahm. Wolshardt wünschte dringend, daß sie mehr Zerstreuung und Verkehr suchte. Sie sah wirklich leidend aus, der bleiche Mund schien das Lachen verlernt zu haben, aus dem schmalen Gesichtchen leuchteten die Augen unnatürlich groß hervor und die guten Pflegeeltern fürchteten mit Recht für die Gesundheit des jungen Mädchens. Wit erstrebend folgte Elli dem wohl­gemeinten Rath Wolfhardt's, doch fand sie in der That liebevolle Aufnahme bei der Freundin und deren Mutter und manche Stunde verging ihr jetzt in an­genehmer Unterhaltung. Im Schlosse selbst hatte sich wenig verändert. An Baron Reichenbach waren die Jahre fast spurlos vorübergegangen, nur in sein kaltes hochmüthiges Gesicht hatten sich einige tiefe Linien gegraben und an den Schläfen war das Haar stark ergraut.

(Fortsetzung folgt.)

zu. Glänzend war wiederum die Jllummation der i Stadt, auf dem Canale Grande bewegten sich zahl­reiche mit Lampions geschmückte Gondeln. Die Herzlichkeit der Beziehungen zwischen den hohen Herrschaften erweckte den brausenden Jubel des Volkes. In Venedig werden noch verschiedene Sehens­würdigkeiten in Augenschein genommen und erfolgt bann die Weiterreise nach Wien, wo am Dienstag Vormittag die Ankunft stattfinden soll. — Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist von Paris in Wien angekommen. Damit haben bann die mehr als merkwürbigen Erörterungen, welche bie Pariser Journale an ben Aufenthalt beS deutschen Staatsmannes zu knüpfen liebten, ihr Ende erreicht. — Zum heutigen Geburtstage der Fürstin Bis­marck hatten viele Familien der Berliner Hof­gesellschaft Blumenspenden für das Grab der Fürstin nach Varzin in Pommern gesandt — I -r. Karl Peters hat bis zum Ausgang der Disziplinar- Untersuchung feine Stelle als Mitglied des Haupt- vorstandes der Kolonialgesellschaft niedergelegt. — Der Reichstags - Abgeordnete I r. Böckel ist, wie der „Vorwärts" aus zuverlässiger Quelle erfährt, feit Wochen auf dem statistischen Bureau des Bundes der Landwirthe thätig. — Fürst Ferdinand von Bulgarien wirb sich bekannt­lich von Petersburg nach Paris begeben. Es liegt nahe, baß er sich bann auch beut beutschcn Kaiser in Berlin präsentirt, ber übrigens schon vor zwei Jahren bei ben bamaligeu Hochzeitsfeierlichkeiten in Koburg ben Fürsten von Bulgarien kennen lernte.

* (Ueber Moltke's militärische Korre- sponbenz) im Jahre 1866 schreibt das „Mil.- Wchbl.": Ohne einen Bismarck und dessen groß­artige Politik hätte Moltte allerdings kaum Gelegen- hest gehabt, sein Feldherrntalent in so hohem Grade zu bewähren: sagt er doch selbst in seinem Aussatz Über Strategie: „Die Politik bedient sich des Krieges für Erreichung ihrer Zwecke, sie wirkt entscheidend auf ben Beginn unb das Ende desselben ein, so zwar, daß sie sich Vorbehalt, in seinem Verlauf ihre An­sprüche zu steigern ober aber mit einem ntinberen Erfolg sich zu begnügen." Moltte hatte das Glück, in Bismarck ben Vertreter einer kräftigen Politik zur Seite zu haben, unb Bismarck wieder fand in Moltte den thatkräftigen General, der der Politik zum Recht verhalf, selbst dabei aber auch diese Po­litik verstand. So dürfen wir in Moltte nicht nur ben genialen Felbherrn betounbern, nein, auch ben Mann, ber in Beurtheilung auswärtiger Fragen einem Bismarck würdig zur Seite stand. Wir müssen immer

Wissenschaft, Kunst und Leben.

* Wiesbaden, 11. Avril. (Kongreß für innere Medizin.) $ie heutige Schlußsitzung de- Kongreffes für in ere Medizin brachte noch 13 kleinere fachwiffenfchaftliche Vorträge. Geheimrath Bäumler bemerkte in feinem Schluß­worte, obwohl der Kongreß von Anfang an mit Volldampf gearbeitet habe, fei man doch nicht an's Ufer gelangt, sondern müffe bi« zum nächsten Jahre halten. Die große Zahl der Thrilnehmer auch in der letzten Sitzung zeige dar allseitige große Jntereff» an den Verhandlungen. Er seien neue Gesichtspunkt« in wichtigen Fragen gefunden worden. Mit dem Ausdruck des Danke- an alle Vortragenden schloß der Präsident den 14. Kongreß. - Als Themata zu Referaten auf dem nächsten Kongreß ist u. A. vorgeschlagrn worden: Prof. Friedrich Müller-Marburg: Der chronische Gelenkrheumatismus (Beziehungen desselben zu den Nervenkrankheiten und zur Arthiitie deformans mit mit einem vathologischen Anatomen und einem Internen als Referenten).

"Berlin, '0. April. (Kunstausstellung.) Bei der Eröffnungsfeier der diesjährigen großen Kunstourstellung, mit der die Erinnerungsfeier an die vor -00 Jahren er­folgte Gründung der Kgl. Akademie der Künste verbunden ist, wird der Senat der Akademie zum ersten Male in einer ganz sonderbaren Festtracht erscheinen. Sie besteht in einem rolhen Mantel mit weiten, lang herabhängen den Aermeln und in einer rothen Kappe. E- ist tie Tracht, welche einst die Senatoren de- stolzen Venedig trugen.

♦ * Erlangen, io. April. (Universität.) Dr. Albert Fleischmann, bisher Privatdozent, ist zum außer­ordentlichen Professor und, als Nachfolger de- nach München übergefirdelten E. Selenka, zum Direttor de« zoologischen Institute- der hiesigen Universität ernannt worden.

* beidelberg, 11. April. (Stadttheater.) Der Bürgerausschuß bewilligt» 100,000 Mk. für Erweiterung-- und Verbeflerungsbauten de- StadttheaterS. Die Summe soll innerhalb 20 Jahren amortisiit werden.

* Baden.Bade», 11. April. (Ausstellung.) 3m August und September findet hier eine internationale Ausstellung und ein Wettstreit für die Gebiete Hygiene, Volk-ernährung und Armeeverpflegung statt in Verbindung mit einer Spezialau-stellung für Sport und Fremdenverkehr.