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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

' *" TO"r,nlia Jllnstrirtes Sonntagsblatt. Mr «wEon: 1011 Uhr Sonntna« *

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Erichetut täglich «utzer en Werktagen nach Sonn» und Zeiertagen. - Quartal- AboimementS-Prei« bei bei Expe­dition 2 ML, bei allen Postämtern 2 ML 28 Pfg (exkl. Bestellgeld). JniertionSgebühr für die gespaltene Zeile ter deren Raum 10 Ma »efienw <i>- m» q»is, 98 Mq

Marburg,

Sonntag 12 April 1896.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese« Blatte«, sowie die Anuoncm-Bnreaux von Haasenstein u Vogler in Frankfurt a. M., Eassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXII Qflfirfl Mosie in Frankfurt a. M., Berlin, München u Köln; 6. L. *0 " »

Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover Pari«

Konfirmation.

Seid eingedenk! O theure Kinderschaar, Vergiß der Stunde nicht,

Wo du gekniet am festlichen Altar Im heil'gen Morgenlicht,

Wo fromm geneigt, mit glühnden Wangen, Den Segen du aus's Haupt empfangen;

Seid eingedenk!

Diese herzandringenden Worte Gerok's sollten Widerhall finden bei allen den Knaben und Mädchen, die jetzt an den Altären knieen und gesegnet werden. ES ist ja der Einsegnungstag für die Kinder, für die Eltern und die ganzen Gemeinden mit der ge- weihteste und ernsteste des Lebens. Die Einsegnung erinnert zunächst an die Taufe. Da waren es die Eltern und die nächsten Freunde des Hauses, welche das Gelöbniß ablegten für die Kinder, die in ihren Armen schlummernd ruhten, welche für die Kinder die gnadenreichen Verheißungen der Kirche empfingen und in ihre Hand das feierliche Versprechen gaben, die Seele des Kindes zu schützen, sie zuzubereiten auf diesen Tag. Heute begleiten sie die Kinder an den Altar, sie umringen sie mit ihrem Flehen, mit ihrem Dankopfer für Alles, was der Herr an denselben gethan, mit ihren seligen Hoffnungen auf die Zukunft derselben. An ihrem Innern zieht heute noch einmal vorüber der Kinder ganzes vergangenes Leben, von der Stunde der Geburt bis zu der neuen Geburt im Geiste. Und jene heilige, namenlose Freude, die sie empfanden, als die Kinder an das Licht dieser Welt geboren wurden und sie dieselben zum ersten Mal jubelnd in ihre Arme nahmen, sie erneuert sich heute noch einmal in ihrer Seele mit unaussprechlichem Entzücken, da die Kinder an das Licht des geistigen Lebens treten und in die Arme Christi gegeben werden sollen.

Die Kinder selbst aber empfinden wohl die ungeahnten, wunderbaren Schauer, die durch ihre Seele ziehen, und erkennen, daß diese Stunde > s ist, die der Herr für sie bereitet hat, in der er spricht zu einem Jeden unter ihnen:Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein." Ein frisches Blatt wird aufgeschlagen im Buche ihres Lebens. O daß es doch ihnen gelingen möge, dieses Blatt zu be­schreiben nicht nur mit der Geschichte vom verlorenen, sondern auch von dem wiedergewonnenen Paradiese der Gotteskindschast.

Der Einsegnungstag bringt für die Kinder mit sich das Gefühl der Trennung von Alledem, was

(Nachdruck verboten.)

Aus niedrem Stand.

Original-Roman von Irene v. Hellmuth.

(Fortsetzung.)

Elli verhielt sich vollständig theilnahmSlos, sie saß dabei mit abgewandtem Gesicht, als höre sie gar nicht auf das, was gesprochen wurde, und be­sorgt betrachtete Wolfhardt das immer schmäler werdende Gesicht, ja den beobachtenden Männern wollte es oft scheinen, als litte Elli schwerer an dem Schmerz um den tobten Liebling, als sie Alle zusammen.

Anfangs trat freilich immer wieder die Frage an das Mädchen heran, wie sie in Zukunft weiter leben sollte, denn sie maß sich allein alle Schuld an dem namenlosen Unglück bei. Sie, die man aus Barmherzigkeit ausgenommen in diesem Hause, der man Kindesrechte hier eingeräumt, fie mußte nun all' das Gute mst Bösem vergelten.

Bin ich wirklich schuld an dem Tode des Kindes?" Der Gedanke beschäftigte Elli unaufhörlich. Tag und Nacht. Es wäre ihr auch unmöglich ge­wesen, mit irgend Jemand darüber zu sprechen, fie hatte bis jetzt nicht gewagt, die Details jenes Un­glücksabends zu erzählen, man vernahm überhaupt nur selten ein Wort von ihr.

So war eine Woche vergangen, als Elli durch einen Zufall wieder an die verhängnißvolle Karte ihres Vaters erinnert wurde. Sie hatte dieselbe in dm Tagm des Schmers und der Trauer voll­ständig beigeff en.

Weihnachten war nahe und da fiel ihr ein, wenigstens den Teppich für Frau Frida fertig zu stickm. Wmu fie fleißig war, konnte die Arbett noch

die Jahre der Kindheit ihnen gegeben, und was sie jetzt hinter sich lassen sollen, von allem Zauber dunkeln Hoffens und Treibens, von allen lieblichen Spielen der Kindhett; das schmerzliche Gefühl der Ent­lassung aus dem elterlichen Hause, und wenn auch nicht aus seinen Räumen, so doch aus der steten wachenden und fürsorgenden Obhut der geliebten Eltern, die sie nun nicht mehr tragen können durch's Leben, sondern auf die eigenen Füße stellen, daß sie mit freiem Entschlüsse und aus eigener Kraft wandeln auf den Wegen, die der Herr gezeichnet hat. Er­hebend und erschütternd zugleich durchdringt sie das ahnungsvolle Gefühl der Freiheit, der Selbst­verantwortlichkeit für ihren Glauben, für ihr Thun. Wahrlich ein Großes und Gewichtiges ist es: selbstverantwortlich werden, verantwortlich nicht nur vor der bürgerlichen Obrigkeit, die ihren Handlungen von heute an die volle Zurechnungs­fähigkeit beilegt, verantwortlich vor ihrem Gott und für ihrer Seelen Heil. Aber dies Frei- und Mündig­sprechen, durch welches die Müder eintreten in die vollen Rechte der Bürger im Reiche Gottes, diese Freiheit der Mnder Gottes ist zugleich ein Gebunden- sein in den heiligsten Banden und in den tiefsten Gründen ihres Lebens. Denn die Kirche, die sie heute frei und mündig spricht, fordert von ihnen nicht nur das Bekenntniß ihres Glaubens, nein, das Ge­löbniß, in diesem Glauben zu leben, und treu zu sein bis an den Tod. Es ist dies der Tag, da sie Trme schwören ihrem einigen Meister, wie die jungen Krieger, die ausziehen in den Kampf, den Fahneneid schwörm ihrem Könige und Miegsherrn.

Seid eingedenk! O großes Hirtmherz, Du hast sie dir erkauft;

Du blutetest um sie in Todesschmerz, Auf dich sind sie getauft;

Wir lassen sie in Seinen Händen, Du wollst das gute Werk vollenden; Seid eingedenk.

Deutsches Reich.

* Berlin, 10. April. (Tagesbericht.) Se. Maj. der Kaiser wird sich auch in diesem Frübjahr aus mehrere Tage zur Rehpmsche nach Prökelwitz begeben; vorläufig ist Mitte Mai dafür in Aussicht genommen. Ihre Majestät die Kaiserin, die am 15. d. Mts., Mittags, in Berlin wieder eintrifft, gedenkt am 18. April die beiden älteften Söhne nach Plön zu geleiten und am 19. d. Mts. von dort direkt nach Koburg zu der Vermählungsfeier sich zu

vor dem Feste fertig werden. Wohl wußte fie, daß die arme Frau an nichts Freude haben würde, doch wollte fie versuchen, durch die kunstvolle Arbeit die quälenden Gedanken ein wenig abzulenken.

Als fie in der Tasche ihres Kleides nach dem Fingerhut suchte, fiel ihr auch die zerknitterte Karte in die Hände.

Kalte Schauer rannen durch dm zarten Körper des Mädchens, fie fühlte wieder die weichen Sinter» arme um ihren Hals, die fie zu halten suchten.O wäre ich doch nicht fortgegangen," flüsterte vorwurfs­voll der bleiche Mund.

Sinnend stand Elli am Fenster und grübelte darüber nach, wie bemannen, alten Vater am Besten zu helfen fei. Jetzt noch weniger als vorher, wollte das Mädchm die Güte der Pflegeeltem in Anspruch nehmen.

Draußen hüpften ein paar hungrige Sperlinge auf dm beschneiten Lindmbäumm schreimd und piepsend von Ast zn Ast.

Da tauchte gedankenschnell das Bild Ernst Förster's vor ihrer Seele auf. Ja, der Mann mit dem goldenen, treuen Herzm, der würde geben, ohne zu fragen, denn auch ihm wollte fie nichts von dem Vater fagen, ein unerklärliches Gefühl, wie.daS der Beschämung, beschlich ihr Herz.

Wie oft, wenn Elli als kleines Mädchm auf dm Kuiem des großen Mannes faß, halte er scherzend zu ihr gesagt:Weißt Du Elli, wenn Du einmal gern etwas möchtest und ter böse Papa will es Dir nicht kaufen, dann kommst Du zu mir und Du be­kommst Alles, was Du habm willst."

Einmal hatte fie bagegen gefragt:Onkel Ernst, Du hast wohl recht viel Geld?"

Darauf hatte er gelacht, daß ihm bk ThrSnm aus ben Rügen liefen.Ei freilich, Du kleine Nm-

begeben. Die Hauptverhandlung gegen ben Frei­herrn von Hammer st ein wirb in Berlin am 22. April, Vormittags 8% Uhr, ihren Anfang nehmen. Kompagnieführer Langfelb der Kaiserlichen Schutztruppe in Deutsch-Ostafiika ist nach mehr als dreijähriger Thätigkeit am Viktoriasee nach Deutschland zurückgekehrt und hält sich einige Zeit bei seinen Verwandten in München auf.

* (Fürst Hohenlohe in Paris.) Der Aufenthalt des Fürsten Hohenlohe in Paris reizt die Phantasie der Pariser Blätter zur Ausspinnung der wunderbarsten Märchen. Sie wollen nicht gelten lassen, daß der Aufenthalt lediglich durch Privat­angelegenheiten des Reichskanzlers veranlaßt ist. Matin" verknüpft Fürst Hohenlohe's Anwesenheit, die Rückkehr des englischen Botschafters Lord Dnffenn nach Paris, Minister Cavaignac's Fernbleiben von der Belfotter Denkfeier und die plötzliche Unter­brechung des englisch-ägypttschen Vormarsches nach Dongola zu einem diplomatischen Roman, dessen guter Ausgang die Wiederannäherung Deutsch­lands an Frankreich und Englands Beschämung wäre. An Alledem ist kein wahres Wott. Wie der Voss. Ztg." telegraphirt wird, ist Fürst Hohenlohe in Paris, um, wie es feit 14 Jahren feine ständige Gewohnheit ist, feine Zähne vom Zahnarzt Dr. Byng in der Rue Cambon der jährlichen Prüfung und Instandhaltung unterziehen zu lassen. Das will natürlich der entflammten Einbildungskraft Pariser Lärmjournalisten unannehmbar scheinen.

* (Duell Kotze-Schrader.) ImHann. Courier" lesen wir:Mit anerkennenswetthem Frei- muth schreibt der hochkonservativeReichsbote" zum Duell Kotze-Schrader: Der elende, jämmerliche Fall Kotze, der uns an Royalismus im Lande schon mehr zertrümmert hat, als jahrelange Jdeenarbeit treuer Monarchieanhänger wieder aufbauen kann, wirft neue Schatten. Wir glauben, daß er die Geduld aller einsichttgen Meise der Natton nachgerade er­schöpft hat, und wir stellen, wenn sich andere maß­gebende Meise gegen den Duellunfug zu verschließen scheinen, zunächst an die Parlamente und Gerichte die dringende Aufforderung, damit endlich reinen Tisch zu machen. So geht es nicht weiter, wenn in dieser Frage nicht eine grelle Disharmonie zwischen der Natton und einigen exklusiven Schichten derselben ausbrechen soll. Die Beseittgung des Duells mit gleichzeitigem Ausbau des Ehrenrechts ist eine Forderung des Tages, die ebenso dringend wie durch­führbar ist. Das Duell hat das muß in aller

gierige, so viel, daß ich gar nicht weiß, was ich da­mit anfangen soll."

Diese kleine Scene fiel ihr jetzt wieder ein, aber sie hatte nie etwas von ihm begeht, ihr war ja jeder Wunsch erfüllt, ehe er ausgesprochen wurde.

Ohne sich noch länger zu besinnen, holte Elli ein warmes, schwarzes Tuch hervor und lief eilends aus dem Hause, um nicht aufgehalten zu werden.

Mit raschen Schrittm ging das Mädchen den wohlbekannten Weg dahin, wohl eine Viertelstunde auswärts. Der feftgefrorene Schnee krachte unter ihren Füßen, es war bitter kalt geworden, doch die Eilende empfand nichts davon, die Wangen hatte eine zarte Röthe überzogen, die kalte Winternacht that ihr ordentlich wohl.

Nach kurzer Wanderung lag das Besitzthum des Freundes vor ihr, das sich wie ein wirkliches Schlößchen ansah. Es war auch in der ganzen Um­gegend unter diesem Namen bekannt, da8 mochte wohl zumeist von den zahlreichen Thürmchm und Erkern herrührm, die das Haus schmückten. Es war über­haupt ein vielfach verschnörkelter Bau, doch sah es sehr zierlich und nett aus.

Die bleiche Wintersonne ließ die Fenster des oberen Stockwerckes aufblitzen, während die unteren schon im Schatten lagen. Das große, ebenfalls reich verschnörkelte, eiserne Gitterthor stand weit offen, und so gelangte Elli ungesehen in ben Haus­flur und trat nach kurzem Klopfen in das zu ebener Erde gelegene Zimmer des Hausherrn.

Förster saß gemüthlich in seinem bequemen Lehn­stuhl, eine feine Havanna rauchend. Fast wäre ihm die Cigarre aus dem Munde gefallen vor Ueberraschung, als das schöne Mädchm plötzlich vor ihm stand. Er mußte ihr leises Slopfen überhört haben und sie hatte Niemand gesehen, der fie melteu konnte.

Schärfe ausgesprochen werden sich ausgelebt und in einem christlichen Staate keine Existenzberechtigung mehr. Seine einzige Stütze findet es noch in der Armee und in einigen Standesvorurtheilm, die wesentlich wieder durch militärische Anschauungen be­einflußt werden. Diejenigen, die hmte mit ihm noch ihre Ehre vertheidigen zu müssen glauben, werden befriedigt werden, wenn diese Ehre besser als jetzt durch eine erweiterte Ehrengerichtsthättgkeit, die sich für die Armee an die vorhandene mit disziplinären Nmbefugniffen anschließen ließe, gewahrt werden würde. Im Uebrigen sollten sie sich gerade klar machen, daß das moberne Duellunwesen unter den materialistischen Anschauungen der Zeit weiter mit verwildert ist, und daß das Duell heute nur ausnahmsweise noch zum vermeintlichen Schutze einer persönlichen Ehrensache dient, daß es überwiegend zur Zudeckung anrüchiger Sittengeschichten und zur Beftiedigung der Rache, des Hasses und selbst zu gewissenlosen Jnteressen- zwecken gemißbraucht wird. Es ist das ein Punkt, der noch nicht genug beachtet wird. Wohin man hmte blickt, überall treten die Duelle in Verbindung mit den unsaubersten Leidenschaften und Beweggründm auf. Spiel, Trunkenheit, Eifersucht, Rohheit, Schmutz und Ehebruch sind die Quelle der Renconttes, und manch' einer nimmt die Pistole zur Hand, gerate weil er die wahre Ehre längst vergeudet hat, und der nun es doppelt nöthig hat, einen Schein von äußerer Ehre zu wahren. Arn weitesten ist dies bequeme System, alles Faule und Dunkle mit einem Pulverschuß zu tobten, in Paris gebieten; aber wenn wir bie Duellwuih bei uns jetzt betrachten, so ist der Eindruck wenig besser; wir stehen vor einem ähnlichen Faustrecht, einer bedenklichen Flibustiermoral, die den Terrorismus au die Stelle des sittlichen Rechtes setzt. Wir haben Männer gehabt, die, obwohl schon reif für den Staatsanwalt, mit dem vollen Bewußtsein ihrer Verkommenheit noch die Stirn hatten, mit ihrer sogenannten Kavalierehre zu drohen. Besonders schmerzlich berühren in der Natton die fortgesetzten Begnadigungen bestrafter Duellanten. Wir find wohl über den Verdacht erhaben, der Mone ihr schönes Gnadenrecht beschränken zu wollen, aber ebenso frei» müthig muß festgestellt werden, daß diese Begnadigungen im schärfsten Gegensatz zu den Gefühlm der Natton stehen."

* (Der Papst über den Frieden.) Kardinalstaatssekretär Rampolla richtete in Ver- ttetnng des Papstes einen Brief an den Londoner Daily Chronicle", welcher damit beginnt, die Seg­nungen des Friedens hervorzuheben, und weiter sagt,

Ein Heller Strahl unverkennbarer Freude brach aus den guten Hauen Augen, als Förster noch immer wortlos und erstaunt vor Elli stand. Endüch begriff er, daß es doch etwas ganz besonders WichttgeS sein müsse, was das junge Mädchen zu ihm führte.

Ei, et, Elli, Du kommst zu mir? Welch' seltener Besuch," sprach er heiter,oder willst Du zu meiner Mutter? die ist wieder recht von ihrem Rheumattsmus geplagt und befindet fich in ihrem Schlafzimmer."

Er nannte fie nochDu", wie in ihrer Kinder­zeit, Elli hatte es so gewollt und lebhaft dagegen protesttrt, als er sie nach ihrer Heimkehr au8 der Pension mitSie" anreben wollte.

Sie war so schön in ihrer Verlegenheii, wie fie baftanb und nicht wußte, wie fie beginnen sollte. DaS war ihr vorher Alles so viel leichter erschienen, was mußte nur der Mann von ihr denken, wie kam sie nur dazu, ihn um Geld ansprechen zu wollen. Dazu ruhten seine Augen so unverwandt auf ihr, bie Verwirrung des Mädchens wuchs dadurch noch mehr. Unsäglich zudringlich kam fie sich in diesem Augenblick vor, doch es hals nichts, es mußte endlich gesagt werden.

(Fottsetzung folgt.)

Wissenschaft, Kunst und Leben.

Frankfurt a. M., 10. April. (Tode, fall.) Gestern Abend starb nach kurze« schwer« n Leiten ter Nestor te« hiesigen Schanspielensem le« Emil Schneider hrt Alter von 63 Jahren. Derselbe feierte am 14. November vottgen Jahre« da« Jubiläum seiner 40jährigen Thätiakett au der hiesigen Bühne.