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Der Handelsvertrag mit Japan
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Dies war die Richtschnur ihres Leben geworden.
Oftmals dachte sie an die ferne Schwester, die «hl eine feine, junge Dame geworden war, viel- k«ht stolz und hochmüthig dazu; ste würde fich Wenfalls ihnr und ihres Vaters schäme» und mit
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daß die Absendung von Helfern und Material für die italienischen Verwundeten nicht mehr erforderlich sei. Man will die Russen nicht haben, weil sie auch den Abessiniern Hilfe leisten, überhaupt auf der Letzteren Seite stehen.
1896. E«traf, bekam Madlon die Hälfte heimlich zugesteckt, hnlr: lm das Nöthigste einkaufen zu können.
auf ihrem Boden unnöthig macht. Gegenüber Japan, das seit lange an der Reform seiner bürgerlichen und Strafgesetze und seiner Gerichte unter dem Beistände europäischer Berathcr gearbeitet hat, ist bereits von andern Staaten, wie England, auf die Konsulargerichtsbarkeit grundsätzlich verzichtet worden. Deutschland konnte also schon darum an seiner Konsular- gcrichtsbarkeit nicht unbedingt festhalten. Es ist aber gelungen, bestimmmte Vorbehalte, namentlich im Personenrechte und der freiwilligen Gerichtsbarkeit zu Gunsten der Regelung durch die Konsularbehörde festzusetzen. Als Termin für die Ausdehnung der japanischen Gerichtsbarkeit ist das Jahr 1899 in Aussicht genommen. Bedingung dabei ist, daß die neuen japanischen Justizgesetzt vorher mindestens ein Jahr in Kraft sind. Ein neues Strafgesetzbuch, eine Strafprozeßordnung, eine Eivilprozeßordnung:c. sind schon in Gültigkeit, ein bürgerliches Gesetzbuch ist soeben vom japanischen Parlament angenommen worden. Bei der Ausarbeitung dieses Gesetzbuches haben die wichsigsten deutschen Rechtsgrundsätze zum Vorbild gedient.
Der Vertrag, der also den deutschen Tarif unberührt läßt und gegen den Verzicht auf ein für die Dauer kaum haltbares Recht erhebliche wirthschaftlichc Vortheile für Deutschland sichert, darf wohl allgemeine Zustimmung finden.
den dicken Kopf setzen und ihm einen Besen in den Arm geben. »Elli, was meinst Du, was Papa sagen wird, wenn er meinen Schneemann sieht?" sagte er jubelnd, »der ist doch sehr schön, nicht?"
Das junge Mädchen nickte lächelnd, sie nahm sich kaum Zeit, das g-rühmte Wunderwerk zu be- trachten, sie war mit ihren Arbeiten für das Weihnachtsfest noch lange nicht fertig und wollte deßhalb diesen Nachmittag recht fleißig sein.
Sie hob daher auch nur flüchtig den Kopf, als der Briefträger die Postsachen hereinlangte, und nickte dem freundlichen alten Manne einen Gruß zu, als er sein „guten Tag, Fräulein Elli," ertönen ieß. Emsig stickte sie weiter an einem prächtigen Teppich für Frau Frida, bis der hereinbrechende Abend sie zwang, die Arbeit zusammenzupacken.
Mechanisch griff sie, als sie ihre Arbeit endlich bei Seite gelegt, nach den Briefschaften und Zeitungen, gleichgiltig überflog ihr Blick einige Karten und Sonstiger. Plötzlich erweiterten sich die großen Augen, sie trat ganz nahe an's Fenster, um bester lesen zu können. Die Hand, die die Postkarte hielt, zitterte heftig; .mit Mühe entzifferte Elli die krummen, mit Bleistift geschriebenen Buchstaben: „Verzein's gütigst, werthester Herr, daß ich Ihnen chon wieder belästigen muß. Ich bin in großer Roth und bitte dringend, mir wieder eine Kleinigkeit zu schicken, der Verdienst ist so gering. Grüßen Sie die Elli. Ulrich Libert."
Großer Gott, das war von ihrem Vater, er bettelte bei den Pflegeelteru, die doch so viel, so unendlich viel an seinem Kinde schon geihan hatten. Sie sollten auch noch den Vater unterstützen, und jedenfalls war es nicht das erste Mal, daß er sich mit der Bitte um Geld hierher wandte, — man hatte eS ihr gewiß nnt ans Zartgefühl verschwiegen. (Forts, folgt)
* (Das bürgerliche Gesetzbuch.) Der konservative Abgeordnete v. Buchka spricht sich in der „D. Jurist.-Ztg." dahin aus, daß die Aussichten auf das Zustandekommen des Entwurfs des bürgerlichen Gesetzbuches in der gegenwärtigen Session des Reichstags erheblich gesunken seien. Es dürfte aber an der Hoffnung festgehalten werden, daß die endliche Verabschiedung des Werkes in absehbarer Zeit erfolgen werde.
* (Kreditvorlage.) Die Kreditvorlage ist soeben im preußischen Abgeordnetenhause vertheilt worden. Danach sind zum Bau von Sekundärbahnen einschließlich der 6651000Mk. zusammen 57 503 000 Mk. ausgeworsen. Auf die Provinzen Ost-, Westpreußen und Pommern entfallen nmd 22 Millionen Mk., also nahezu die Hälfte. Im verflossenen Jahre bettugen die Aufwendungen einschließlich der 8 550 000 Mk. für Beschaffung von Bettiebsmitteln rund 45,3 Millionen Mk. Diesmal sind es also rund 12,2 Millionen Mk. mehr. Für die Forderung des Baues von Kleinbahnen sind diesmal 8 Millionen ausgeworfen, 3 Millionen Mk. mehr als im Vorjahr. Für die Betheiligung des Staates an dem Bau von Kornhäusern werden 3 Millionen Mk. neu gefordert. — Es werden folgende Bahnen gebaut: 1) von Löwenhagen nach ©erbauen, 2) von Schönsee nach Sttasburg (Westp.), 3) Berent-Carthaus, 4) Konitz-Lippeusch, 5) Bütow- Leba, t>) Jellowa-Kreuzburg t. 7) Koberwitz- Heidersdorf, 8)Britz-FürstenbergMeckl., 9)Franken- hausen a. Kysfh.-Sondershausen, 10) Soltau-Buchholz, 11) Sulingen-Bassum, 12) Paderborn - Brackwede, 13) Corbach-Frankenberg in Hessen-Nassau, 14) Weidenhausen- Herborn, 15) Friedrichsdorf-Friedberg in Hessen, 16) Wipperfürth - Marienheide, 17) von Simmern einerseits nach Kirchberg im Hunsrück andererseits nach Eastellaun und 18) von Kreuzau nach Heimbach.
Aus der Begründung der Vorlage bezüglich der Getreidelagerhäuser hebt die.Berl. Korresp.' Folgendes hervor: Die Staatsregierung hat der Frage der Errichtung von Kornhäusern und der durch dieselbe hervorgerufenen Bewegung unter den Landwitthen, sowie den sich daran anschlietzenden Erörterungen stets ihre Aufmerksamkeit
Deutsches Reich.
* Berlin, 7. April. (Tagesbericht.) Auf der Wartburg wird der Besuch des Kaisers vom 22. bis 25. April erwartet. Der Monarch ge- denft bei dieser Gelegenheit auch das vom Brande zerstörte Brotterode zu besuchen lind die dorthin in Bau begriffene Feldbahn zu-besichttg«».-----Der
Regent von Braunschweig, Prinz Albrecht von Preußen, ist zn einem mehrwöchigen Kurgebrauch in Wiesbaden eingetroffen. —• Die Prinzessin Marie von Griechenland hat sich mit dem Großfürsten Georg Michajlowitsch von Rußland verlobt. — Eine Landesverraths- angelegenheit, die sich gegen den Ingenieur und Mühlenbesitzcr Encillon aus Urgeville richtet, schwebt seit einiger Zeit in Metz. Die Voruntersuchung soll schon abgeschlossen sein; ein Anklagebeschluß des Reichsgerichts liegt jedoch bis jetzt noch nicht vor. — Einer Nachricht aus München zufolge ist in Rosenheim der Reichstags- und bayerische Landtagsabgeordnete Geistlicher Rath und Domdekan Reindl gestorben. — Die italienische Gesell-
(Nachdruck verboten.)
Ein Arbeitstag des deutschen Kaisers.
Zu den fleißigsten Monarchen, die es je gegeben hat, gehött ohne Zweifel Kaiser Wilhelm II., der einen Arbeitseifer und eine Arbeitskraft besitzt, welche bewundernewerth sind. Zum Glück gleicht der Monarch die außerordentlichen Ansttengungen, die er sich ununterbrochen zumuthet, dadurch aus, daß er sich viel Leibesbewcgung macht und sehr stark ißt, sonst wären die Befürchtungen, die man in eingeweihten Kreisen hegt, daß der Kaiser sich durch seine Unermüdlichkeit und durch sein ununterbrochenes Arbeften nervös mache, nur zu gerechtfertigt.
Der Kaiser steht um fünf Uhr des Morgens auf, nimmt unmittelbar darauf ein kaltes Bad und kleidet ich rasch an. Um halb sechs Uhr frühstückt er.
Unmittelbar nach dem Frühstück begiebt fich der Kaiser in sein Arbeitszimmer, wo ganze Stöße von Briefen und Attenstücken seiner bereits harren. Hier liegen die Briefe, welche in der Nacht von außerhalb an das Kabinetspostamt eingegangen und in frühester Morgenstunde durch besondere Boten in Berlin oder Potsdam nach dem Palais überbracht worden find. Hier liegen die schriftlichen Berichte der Ministerien und der obersten Verwaltungsbehörden, und der Kaiser, der alle Angelegenheiten selbst erledigt, hat mit dem Durchlesen der Brieffchasten soviel zu thun, mß er sich keinen Augenblick Ruhe gönnen kann, wenn er sämmtliche Eingänge erledigen will und dies zu thun ist bei ihm Grundsatz. Er hat niemals siiückstände, sondern arbettet stets Alles auf und müßte er fich die Zett dazu vom Schlaf oder vom Essen absparen. Natürlich find die Adjutanten vom Dienst
(Nachdruck verboten.)
Aus niederem Stand.
Original-Roman von Irene v. Hellmuth.
(Fortsetzung.)
Geringschätzung auf Beide herabblicken, wie alle diese vornehmen Menschen, so nahm sie an.
Freilich hätte in dem braunen, sonnverbrannten Geschöpf Niemand die Schwester der schönen, all- bewundeiten Elli vermuthet.
Madlon äußerte einmal dem Vater gegenüber den Wunsch, Elli Wiedersehen zu dürfen, aber dieser mied ängstlich jene Gegend, wo er seine jüngere Tochter zurückgelaffen, vermuthlich schämte er sich, ihr und ihren Pflegeeltern in seinem heruntergekommenen Zustand vor die Augen zu treten.
IV.
Der Winter war eingezogen und hatte die Mutter Erde mit einem weißen, reinen Tuch zuge- deckt, das fich über Wald und Feld aus breitete. Tiefe Stille herrschte in der Natur, bis der warme Hauch des Frühlings sie wieder erwecken würde zu neuem Leben.
Tief verschneit lag auch der Gutshof da, der Vorübergehende konnte glauben, daß auch in dem Hause Alles den Winrerschlof schliefe, es war so still, wie in Dornröschens Schloß.
Elli befand sich heute allein in dem gemüthlichen Wohnzimmer des alten Hauses. Papa und 'Mama waren ausgefahren, einige nothwendige Besuche und Besorgungen zu machen. Dabei sollle jedenfalls das Weihnachtsgeschenk für das Pflegetöchterchen etn- gekauft werden, denn man hatte dieses heute nicht, wie gewöhnlich, aufgefordert, mitzufahren.
Auch Walter hatte zu Hause bleiben muffen, sicherlich aus demselben Grunde; der vergnügte sich draußen, einen Schneemann zu machen, und kam nur zuweilen herein, sich die rosten, erstarrten Hände zu wärmen. Jetzt bat er Elli um Papas alten Hut, de» wove er seinem fertigen Meisterstück auf
Idjaft vom Rothen Kreuz hat den gleichen Ge- zugewcndet, sie har auch den großen Nutzen, welcher die scllschaften in Deutschland und Rußland mitgetheilt, s Einrichtung mit ihren Folgeerscheinungen der heimischen <. r i~ . i Landwii thschast bringen kann, von vornherein nicht ver
kannt, sich auch nicht der Ueberzeugung verschlossen, daß ohne da» Einschreiten des Staate» mit sinanzsillen Mittel» ein kräftige und gleichmäßige Entwickelung des Lagerhaus- westn» kaum zu erwarten ist. Trotzdem hat sie bisher euer Betheiligung des Staates an der Errichtung der Koinhäuser zurückhaltend gegenübergestanden, weil für sie die Ansicht maßgebend ist, daß die finanzielle Förderung derartiger Unternehmungen staatlich, rseits vor Allem von der Initiative und der stlbstthätigen Mitwirkung der zunächst Betheiligten abhängig zu machen ist. Während aKer die Landwirthe anfänglich dem Plane d r Errichtung von Kornhäusern gegenüber einen wenig geneigten, theilweise sogar ablehnenden Standpunkt einnahmen, hat unter ihnen in neuerer Zeit unter dem Drucke der niedrigen Getreidepnise und der ungesunden Entwickelung der Zwischenhandels unverkennbar in diesem Unternehmen günstige Stimmung mehr und mehr Platz gegriffen un» eS macht sich augenblicklich In landwirthschasliichen Kreisen der lebhafte Wunsch geltend, daß staatlicherseits die erforderlichen Bauten auS» geführt und den genoffenschaftlichen Vereinigungen der r/andwirthe zur Verwaltung und Benutzung überwiesen werden mögen. In diesem Sinne ist von einer Reihe landwirthschoftlicher Vereine und Genossenschaften Besch uß gefaßt worden. Auch der E taatsrath hat bekanntlich im März v. I. unter anderen zur Bekämpfung der landwirth» schaftlichen Nothlage zweckdienlich n Mitteln auch die staatS- seitige Unterstützung der genossenschaftlichen Errichtung von Kornspeichern empfohlen, um das angebot der Produzenten zweckmäßiger zu gestalten. Sodann ist in der Sitzung de» Hauses der Avgeordneten vom 27. April 18s#5 dieser Verlangen gestellt und begründet worden, ohne daß Widerspruch dagegen erhoben woroen wäre. Aus diesem Grunde hält die Staatsregierung jetzt den Augenblick für gekommen, der unzweifelhaft in schwi-riger Lage befindlichen Landwirthschaft durch eine finanzielle Förderung der Bildung von Getreide- vorkaufrgenossenschaften eine rot ksame Hilfe angedeihen zu lassen, zumal eine Verletzung anderer berechtigter Interessen bei diesem Vorgehen nicht zu besorgen ist. Da z. Z. noch nicht alle in Betracht kommenden Verhältnisse vollständig klargesttllt sind, und die Meinungen der Sachverständigen noch vielfach über einzelne wichtige Punkte dieser neue» Einrichtung aueeinandergehen, so handelt es fich vorläufig um ein versuchsweise» Vorgehen. Keinesfalls wird der Staat sich darauf einloffcn können, selbst Träger derartiger Einrichtungen zu werden, und den Betrieb aus seine Gefahr und Rechnung selbst zu übert ehmen, sondern die Kornhäuser werden nur aus staatlichen Mitteln möglichst in lieber« einftimmu. g mit den Wünschen der Betheiligten zu ei bauen und sodann an leistungrfähige Korporationen zur Benutzung und Verwaltung gegen Entgelt zu übe lassen sein. Wer diese Träger im einzelnen Fall sein werden läßt sich zur Zeit noch nicht übersehen. Ferner empfiehlt eS sich, bei r er Veischiedenheit der Meinungen darüber, ob für unsere Verhältnisse sich Silos oder Bot euspeicher mhr eignen, hierüber zunächst teilte bestimmten Grundsätze aufzustellen. Auch wird man sich, da es sich um ein re-suchsweises Vorgehen handelt schon im Hinblick auf die erheblichen Kosten vorläufig damit begnügen müssen, nur an einzelnen, besonders geeigneten Stellen, Waffelumschlagsplätzen und Bahnhöfen, die Kornhäuser zu errichten. Für die Schätzung der Höhe des Bedarf» für die nächsten Jahre fehlt eS an sicheren
Die „Ob e rhe ssi s che Zeitung", euf die für das 2. Quartal 1896 noch immer in unserer Expedition (DtarEt 21), auf den Postämtern sowie von den Briefträgern Bestellungen entgcgengenomm?n »erden, liefert auf Wunsch die bereit« mit dem Anfänge des neuen Romans „Aus niederem Stand" erschienenen Nummern umsonst nach.
(2026
41.
/ o Der deutsch-japanische Handelsvertrag, über »en fett Jahr und Tag Verhandlungen schwebten, st dieser Tage vom Staatssekretär Freiherrn von Ma^chall und dem japanischen Gesandten in Berlin, i Srafeu Akoi, unterzeichnet worden. Der Zollbeirath, d. h. Sachverständige aus gewerblichen Kreisen, hatte sich kürzlich auch über den Inhalt des Entwurfs | befriedigt ausgesprochen.
Für Deutschland kam es besonders darauf an, inen Vertragstarif zu erhalten, in dem die japanischen jölle für die deutsche Einfuhr herabgesetzt oder ge- «uden d. h. vor Erhöhung gesichert werden. Der öetth der deutschen Ausfuhr nach Japan betrug 1891 14 Millionen Mark und ist seitdem noch um mige Millionen gestiegen. Die Maaren, auf die sich »e neuen Vergünstigungen erstrecken, machen weitaus «n größten Theil des Gesamrntwerthes unserer Aus- »hr nach Japan aus. Alle wesentlichen Wünsche mserer Exportiudustrie und unserer Landsleute in ______, «pari sind in dem Vertrage erfüllt worden. Malen,! Das Haupttnteressc Japans liegt nicht etwa in •er Herabsetzung der deutschen Zollsätze für japanische «aaren, von denen wir 1891 für 7 Millionen Mk. tjogen, sondern darin, daß Deutschland auf seine konsulargerichtsbarkeit in Japan verzichte und die kompetenz der japanischen Gerichte für Rechtsstreittg- etten der Ausländer in Japan anerkennt. In halb- wilisirten Ländern, die keine geordnete unparteiische Rechtspflege besitzen, behalten sich die civilisitten Rationen die Erledigung von Rechtsftagen ihrer Staatsangehörigen für ihre konsularischen Vertreter «r. Für eine zu hoher Kultur austtebende Natton ft es von großem Werthe, anerkannt zu sehen, daß hre eigene Rechtspflege eine fremde Gerichtsbarkeit
Erscheint täglich außer au Werktag»» nach Soun- und Fetrrtagcn. - Quattal-AbonnemrutS-PreiS bei der Expe- ^tio° ii.Mk-. bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsrrtionSgebühr für di» gespalten« Zeil» •b« dttrn Raum 10 Pfg. Reklamen für die Zelle 25 Pfg.
öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain. "Zllnstrirtes Sonntagsblatt.
Ihr kleiner Junge, nach dem Vater Uli ich ge= «feen, war das Einzige, was die arme Frau noch ” das Leben fesselte, sonst hätte sie längst ein Ende «nacht. Oftmals glaubte sie, all' daS Elend nicht wger ertragen zu können, das Leben ekelte sie an, n m> doch mußte fie lächeln und bei der „Vorstellung" r hre Künste zeigen.
______ Tie rohen Späße, die man sich ihr gegenüber solider ^rbie erlauben zu dürfen, trafen das arme, ge- jurlle Herz wie Dolchstöße. Madlon war rein ge- «e&en, trotz des Vagabundenlebens, das;fie zu 7I1F. “sren gezwungen war. Der Vater hatte z seine achter von allem Unedlen zu schützen gewußt, und » Samen des Guten in das junge Herz seines mndeS gesät. Er hatte demselben ost von der »dten Mutter erzählt, wie sanft und lieb dieselbe ftoefen, und immer hinzugefügt: „Madlon, mein ?r>d, werde so wie Deine Mutter war,, damit ich *»ft, wenn fie mich im Himmel nach Dir fragt, ihr «fien kann: Cie ist immer gut und brav gewesen, ®fer Kind macht uns keine Schande!"
Htfyg* Änjttgett ntotmt «ntgsgen bte Expedition diese» Blatte»,
VII»•»? sowie dir Annoncrn-Bureaur von Haasrnstriu u Vogler i»
Q Ml..;. i Q(w* Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXII. Nabra <?OnHCr |1(1Q, y <Hpril lö«7U Moff« in Frankfurt 0. M., Berlin, München u Köln; C. L. ü #
__________ Daube u. Ko, in Frankfurt a M., Berlin Hannover Pan»