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Marburg,
Donnerstag 26 März 1896
Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnrnlents-Preis bei der Erve» dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 26 Ma (erfL Bestellgeld). JnsertionSgebübr für die gespalten, Zeil« »d« deren Raum 10 Pfg. Rellamen für di« Zeile 25 Pfg.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedttion dieses Blatter sowie bU Annoncen-Bureaux von Haasenftein u Vogler in Frankfutt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf YYII Qnfirrt Moll« in Frankfutt a. M., Berlin, München u Köln; C. L. L >)"yrg. Daubeu. Eo. in Frankfutt a. M., Berlin Hannover Paris
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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Druck und Verlag: Ioh. Äug. Koch, UnioersttätS-Buchdruckern in Marbuia. . 43 ä# w . . 7 7
Redaktion und Expedition: Markt 21. -"-ardur^ VeraMwottlichn Redakteur: Friedrich Colbapky in Marburg.
WWw»W||¥VWIt« Svre-bstundcn der Redaktion: 10—11 Uhr Vormittags
Erstes Blatt
kameradschaftlich bei — das Fernbleiben von den
* (Bismarck und Hohenlohe.) Gesperrt druckt die „Nordd. Allg. Ztg." folgende Noüz: Wie wir Horen, ist dem Reichskanzler aus Anlaß des Tttnkspruchs, welchen er bei dem Erinnerungsfeste
gehaltene Bewillkommnungsartikel. Um 7 '/2 Uhr fuhr die Kaiserfamilie mit der Yacht „Hohenzollern" nach Neapel weiter. Bei der Ausfahrt rief der
(Nachdruck verboten.)
Die Salon-Fee. fbewi von X. SRarfc«.
(Fortsetzung.)
Des Reichstags Osterferien.
(Rückblick und Vorschau.)
letztvergangenen Sessionen, so war die an ihn herantreten werden, wird erledigen können, l Meiningen, der eine Erholungsreise nach Wien “ ... — - ift ,-Mch sraglich. D-- do- Gefttz 'hm, war Mr Begrißung d-i «ais-Ätchm
über den unlauteren Wettbewerb und die Zuckersteuer- Majestäten nach Genua gekommen. Alle Häuser und Novelle werden aber jedenfalls zur Verabschiedung Höhenzuge am Hasen waren dicht von Menschen -gelangen. ^Ebenso ist es wohl anznnehmen, daß die «besetzt. Die Zeitungen brachten sehr sympathisch I Justtznovelle noch in dieser Session die zweite und ’ —L-'1— - — -
> dritte Lesung passiren wird, nachdem der von der Kommission eingefugte § 55a über das Recht ber r.. vvt v
Zeugnißverweigerung bei Preßdelikten von berselben Kaiser auf der Kommanbobrücke italienisch- ' Es Kommission wieder beseitigt worden ist. So lebhaft lebe der König!" Die Volksmenge erwiderte darauf es zu wünschen ist, daß die strafprozessuale Ver-!begeistert: „Es lebe der Kaiser!" — General- rolgung von Preßvergehen Milderungen erfahre, so!feldmarsch all von Blumenthal ist an einem ist es doch zu begrüßen, daß durch die Zurückziehung«Bronchial-Katarrh erkrankt. — Der letzte alten» I §■ 55a baS Zustandekommen einer Vorlage, diekburgische Landtagsabgeordnete, der bis zu seinem doch immerhin einige Verbesserungen gegenüber dem Lebensende die alteuburgische Bauernttacht nicht ab- bisherigen Zustande answeist, wahrscheinlich gemachtIgelegt hat, Gutsauszügler Jakob Mälzer ans wird. Ob der Reichstag, wenn er Justiznovelle, Drogen, ist g e st o r b e n. — Zu den bei A d u a G e - Boyengesetz und Zuckecheucrvorlage erledigt hat, noch fall en en gehört auch ein Neffe des Reichs- das bürgerliche Gesetzbuch m seinem ganzen Umfange kanzlers, ein Sohn des Fürsten Ehigi - Albani I '"^Welter Lesung durchberathen wird, ist recht frag- und der jüngeren Schwester der Gemahlin des Reichs- “.7! „,en" der Frühlingszeit einen beschluß- kanzlers. — Der kranke ThronfolgerErzherzoa
fähigen Reichstag auf viele Wochen hinaus zusammen- Franz Ferdinand von O e st e r r e i ch - E st e ist l galten, ist bekanntlich sehr schwierig. Und die aus Aegypten in Genug angekommen und heute nach I Erledigung einer solchen Aufgabe durch einen konstant I Monte-Carlo weitergereist.
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Die Berufung an die Universität zu H . . . . atte Doktor fironer abgelehnt; er wäre ihr nur ge» 1 »Ißt, wenn völlige Hoffnungslosigkeit auf Charlottens kfitz eine Trennung nothwendig gemacht hätte sein gegenwärtiger Wirkungskreis befriedigte ihn in »er Weife, selbst der pekuniäre Erfolg gestaltete sich! 0» Semester zu Semester über Erwarten günstig, ber auch die Rücksicht auf seine „Familie", wie er «ter scherzend sich ausdrückte, machte sein Verbleiben l der Residenz wüuschenswerth. L ,
Km Vorabende ihrer stillen HochzeitSfeier erhielt! James Norih." L, Sie nickte wortlos ihr feines Empfinden fühlte! Einzig und allein im Banne seiner fixen Idee
harlotte ein mit vielen Siegeln verschloffenesBrief-!-, bekunden vergingen, ehe Doktor Kroner und bie|22r Geschwister laute, jubelnde Freude ging Charlottens Verlobung und Hochzett, der damit
«ket. Geschwister ihre Empfindungen, aus Staunen, Weh- Elh--eud was m ihrem Herzen vorging,!verbundene Wohnungstausch au Dokror Wildow
L "Durch Vermittelung der englische» Gesandt» I^uth und Freude gemischt, so weit zu bemeistern Doktor ^ouer die Geliebte sanft an sich und sagte: spurlos vorüber. Auf Charlottens Wunsch bliebm
Käst?" fragte Dottor Kroner lächelnd; „ei, Geliebte, vermochten um Ihnen Horte zu leihen. Nicht, wie! kLiebling, ich verstehe, was Dich bewegt, sie deS Gattens wegen, da der erste Stock seit Das sind das für überseeische Verbindungen?" ’ie «glaubt, hatte Herr Notth die Berliner Freunde!^? 68 D"ner edlen Seele würdig, aber ich Henn Notth's Wegzug noch leer stand und sie die «Auf ihren Wunsch löste er den Umschlag. Beide lägest«, - 0, jetzt verstanden die Verlobtm erftl®?8'« k6®1* den UnwMen gegen die Geschwister, kalten, mit so vielen theuren Ettnnerungen geknüpften Mßeu einen Laut des Staunens aus und Mitffen|bcn Smu feiner geheunnißvollen Abschiedswotte. , find noch Kinder, Lolo! und indem fie ihren! Räume, in denen Lolo als glückliches Kind sich ae- mt erschrocken auf die hohen englischen Werthpapiere,! .Solche unverdiente Großmuth " faafe «ndlkb! "^^"SÜchen Gefühlen so unverfälschten Ausdruck! tummelt, wieder beziehen konnten, im selben Hause welche den Inhalt des Päckchens bildeten. I Charlotte, tief athmend, mit fcuckten _|0fbfn' Aeu sie das Andenken der Heimgegangenen I wohnen.
1 ills der Dottor sie behutsam auseinanderschlug,!, drückt mich förmlich nieder!" 7 9 »«aber, wie Deine Thränen." I Ueberaus erfreut, so oft er Kroner sah faßte er
P?« ei« beschriebenes Bttefblatt entgegen. Er .Ist es denn wttklich wahr Lolo" mein Albett - es auch für eine Wttle, baß Kroner als Charlottens
Werslog eS raschen Blickes unb las bann laut in Hans, noch halb zweifelnd - .'dieft aroßT'Geld "7 ^" Ä'/^n Herrn Notth bentt-" Gatte em zu ihnen gehöriges Familienglied ge» ffrbar bewegtem Tone: | summe soll uns gehören? Mein *nft^n7n cIlI u J "or Allem," — fiel Kroner worden, aber täglich mußte man ihm dies in Er»
[ , "3hnm, Miß Wildow, Ihren Geschwistern und ja mit einem Male schrecklich^»ich f Ob es^wokl voll unattTü^^a ? ~ f«” Leben innerung bringen, sonst vergaß er es wieder. In
unserem gemeinsamen Freunde Dottor Kron-.r — l langt, durch ganz J'alien zu X? ^Asvoll ungestillten Sehnens eine fortgesetzte Qual, da-1 seinem fronten Hirn war nur Raum für feinen seicht ist er Ihnen schon mehr, was ich innig himmlisch fein, die herrlichen Kunstwnke die uns " °"k/meWieder» „Schwalbenflug". Er zog seine Linien und Kreise
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das vornehmlich dem Umstande zu verdanken, daß die wesentlichsten Gesetzentwürfe an Kommissionen Der»
. wiesen wurden, so daß die entscheidenden Abstimm-
WW* Uafere verehrllchen Po st-Ab on lungen, bei denen cs sich zu zeigen hat, ob das Haus nenten werden in ihrem eigenen InteresseIbeschlußfähig ist, oder nicht, erst nach denOsterfetten Mk. ’ . - . . _r ' hu erwarten sind. Ter Umstand, daß der Schwer
ersucht, das Abonnement auf die. „Oberh.Ipuntt der parlamentarischen Thätigkeit in so hohem Ztg." zum Preise von 2 Mk. 25 Pfg. (aud»l®rabe in die Kommissionen gelegt wird, ist nicht zum schließlich Bestellgebühr) pro zweit eJS* bara"' daß die Reichstags-
r ;QQy W \ V.\ ^n9e" e,nem mangelhaften Besuche zu
Quartal 1 89b umgehend ber den!leiden haben. Erst wenn die Abstimmungen bei der betreffenden Postämtern erneuern zu wollen,!?^" Lesung der Geschentwürfe zu erwarten sind, damit am 1 Avril in hör QitfMru™ h-s! sollen sich viele Abgeordnete ein, die sonst nur dann mr . L„ f ” b Zustellung des den Sitzungssaal mit ihrem Besuche beehren, wenn
Blattes kerne Unterbrechung eintritt. Letztere I amüsante oder auftegende Debatten zu erwatten sind, können wir nicht verhindern, falls die l l. • ""^egenden Erörterungen hat es, insbesondere «M-U--UN, d-s Abonnements nicht recht.ÄÄÄ zeitig erfolgt. ! stark gesunkene Niveau des Parlaments dem Hörer!
und Leser wieder einmal deutlich vor die Augen
sührten, abgesehen davon, daß sie bei lärmhaften Scenen den Präsidenten des Reichstags nicht eben
^faobe fanben, sstßen sie btcL ru.rr ,vru,rit rtll,jjuoe ourty einen lonpanr
@na7 Reden der ge- Sozialdemokraten die Rolle des Staatsanwalts in durch den Richstein den lebten 'Fa^n so^wenia in welchem Fürst Bismarck für die
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“2 D-utsch-r Reich. ~
Will man !wch nicht Respettha^n^' Jn^oller.Mdann" N^VNckt^b gerungen liegt * B-rli«, 24. März. (Tagesbericht.) Die w-rden von ach alle höheren Offiziere, welche bis zu
Würdigung dieser Umstände hat deßhalb auch in einM^tebm und^Sübn»nmmbCr .^wuthrg bentsche Kaiserfamilie ist heute Abend 6 Ubr einem b.e’tlln’nte" Lebensalter kein Regiments-, Bri- biefem Winter eine nicht geringe Majorität — unh liST L-Ä ? ®r?erun£ .e;tntreten ru wohlbehalten mGenua eingetroffen und mit der Hafen- oder Divisionskommando erhalten haben, ver-
zur Bildung dieser Mehrhett ttagm allePattettn!^ttame5Sobialdemottatte ein sehr bahn sofort bis zum Ankerplatz der Jacht „Hohen- p^t-t sind ihren Abschied einzureichen. Der„Reichs- -famprnhf<ünftrifh hei — hna t™. s... I «, ® entzogen werden. I zollern befördert. Eine große Zuschauermenge! oazeiger ist zu ber Erklärung ermächtigt, daß diese
^Sitzungen nicht mit den dem Abgeordntten durch balkeeS SÄT ^1.- auf den -b-n begrüßte die deutschen Majestäten, die im Namen desdurchaus auf Erfindung beruht, ihm anverttante Mandat aufcrlcgten Pflichten für!übergroße Pflicktettülliin" Humbert vom Herzog Thomas von Genua! * (Ein preußischer Finanzplan) Finanz-
-stä. . JLJZ
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