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Demscher Reich.
Anna Vendt, in eine nahe Apotheke bringen. Dann setzte der Monarch die Fahrt fort. Als nachher Flügeladjutant Graf Moltke in die Apotheke zurückkehrte, um die anscheinend überfahrene in ein Krankenhaus bringen zu lassen, stellte sich heraus, daß sie nicht überfahren, auch nicht verletzt, sondern nur vor Schreck ohnmächtig geworden war. — Wie aus Wesel gemeldet wird, hat die dortige Stadtverordnetenversammlung beschlossen, dem Kaiser und der Kaiserin anläßlich ihrer bevorstehenden Anwesenheit zur Einweihung des Willibrordidomes ein Festmahl im großen Saale des altehrwürdigen Rathhauses darzubieten. — Die „Hamburger Nachrichten" melden: Die Mittheilung von einer Auszeichnung des österreichischungarischen Ministers des Auswärtigen Grafen Golu- chowski durch einen preußischen Orden benkht auf Erfindung. Zu einer solchen Auszeichnung lag kein unmittelbarer Grund vor. — Dem Kommandeur
wärttgen Politik der beiden mächtigen und noch befreundeten Reiche werden auch ihrerseits nicht unwesentlich dazu beitragen, das eigentliche Ziel des Dreibundes, die Erhaltung des europäischen Friedens, thunlichst zu kräftigen und zu förbrrn. Bestimmte Abmachungen find nicht getroffen worden, es lag hierzu auch kein Anlaß vor. Aber in allen schwebenden Fragen wird ein gemeinschaftliches Zusammenwirken nach wie vor verbürgt sein.
* (Reichstag.) Der Eindruck der zweitägigen Reichstagsdebatte über den Fall Peters ist in beiden Parlamenten, wie überhaupt in allen politischen Kreisen ein sehr nachhaltiger. Die geftrige Reichstagssitzung ist eine der stürmischsten gewesen, die jemals stattgefunden haben. Was den Verlauf derselben für Dr. Peters so -ungünstig gestaltete, war weniger der Angriff von sozialdemokratischer Seite, als die gewundene Vertheidigung, die ihm der Leiter des Kolonialamtes zu Theil werden ließ und die überall den Eindruck bestärken mußte, als ob es sich hier allerdings um schwere Verfehlungen handele, die ihre Sühne hätten finden muffen. Wenn Direktor Dr. Kayser keine Wirte ernstererVeruttheilung fand, so ist dies wohl auch damit zu erklären, daß ein Theil der gegen Dr. Peters gerichteten Vorwürfe auf seine vorgesetzte Behörde fallen muß. In der heutigen Sitzung theilte Direktor Kayser mit, daß aus Anlaß des von Bebel erwähnten Briefes an den englischen Bischof Tucker eine Untersuchung angeordnet sei. Die Abgg. v. Maffow und Graf Arnim nahmen Peters etwas in Schutz, die anderen Redner aber vcrurtheilten ihn ohne Weiteres. So hat insbesondere die scharfe Verurtheilung des Dr. Peters durch Dr. Hammacher tiefen Eindruck gemacht. Wenn von gewisser Seite Gerüchte lanckit werden, die Stellung des Direktors der Kolonialabtheilung Dr. Kayser sei erschüttert, so ist das absolut falsch. Denn Ge- Heimrath Dr. Kayfir gehörte innerhalb der Regierung feit Jahr und Tag zu den entschiedensten Gegnern des Dr. Peters und als sich einflußreiche Personen aufs Eifrigste für die Ernennung des Dr. Peters zum Gouverneur von Deutschosraftika verwandten, ist gerade Dr. Kayser derjenige gewesen, der davon abrieth und nach heftigen Kämpfen die
der Reichstag besser werde". Er verlangt Nichts für sich, nur „Luft und Licht für unsere Thättgkeit". Die Gegner, die ja doch wohl auch nichts Anderes wollen, appelliren nach Herrn Weigert nur an die Selbstsucht. Und doch seien die Versammelten es, die erst „die materielle Wehr schmieden, auf die der Staat in der Stunde der Gefahr zurückgreife. Das mobile Kapital liefere die Mittel zur Kriegführung, während mit den unverkäuflichen Landgütern der Agrarier in solcher Zeit nichts anzufangen sei". Wir müssen zugestehen, selten einer so verwegenen Anschauung begegnet zu sein. Dann bringt wohl nur das „mobile Kapital" im Kriegsfälle Opfer? Dann gewinnen wir wohl unsere Siege nur deßhalb, weil die Weigert und Bamberger uns helfen? Dann haben wir wohl nicht dem ehrwürdigen Kaiser Wilhelm und seinen Getteuen zu danken, sondern den Börsengewaltigen ? Wir sind nicht so boshaft, an den Erfolg der ersten deutschen Anleihe im Jahre 1870 zu erinnern und an die damalige Thättgkeit der Börse, aber das müssen wir doch betonen, daß bei einem derartigen „Waffenschmieden" der Bürger und Bauer schwere Opfer bringt, während die Börse verdient und recht tüchtig verdient. Hat nicht Herr v. Bleichröder im Kriege so schwere Opfer gebracht, daß er der reichste Mann Berlins wurde? Es ist wirklich schwer, da keine Satire zu schreiben. Oder will Herr Weigert andeuten, daß im nächsten Kriege das „mobile Kapital" seine Hilfe versagen könnte? 9hm, wenn die Aussichten Deutschlands schlecht stehen — was Gott verhüte — dann wird es ohnehin den Beutel zu- halteu, stehen sie gut, so wird es unbekümmert um Börsenreform und Margarinegesetz sein Schäfleiu scheeren. In beiden Fällen aber wird der Mann, der Bürger und Bauer, mit seinem Leben zugleich seine Ersparnisse auf den Altar des Vaterlandes niederlegen!
Ernennung Wißmaun's durchsetzte. — Morgen wird die Debatte fortgesetzt. (Vergl. Bettcht unter „Parlamentarisches". D. Red.)
* (Quebrachoholz-Zoll.) Der Bundesrath hat, wie der „Nordd. Allg. Ztg." beftätigt wird, es abgelehnt, einen Zoll auf Quebrachoholz zu legen. Im Reichstage war bekanntlich im Vorjahre ein bezüglicher Beschluß im Interesse der deutschen Lohe gefaßt worden.
* (T r a n s v a a l.) Die englische Regierung macht neue Anstrengungen, die Regierung von Transvaal zu umgarnen. Jetzt hat sie dem Präsidenten Krüger angeboten, die Unabhängigkeit von Transvaal zu garantiren, wenn die britischen Untertanen im Lande das Wahlrecht erhielten. Präsident Krüger will in einigen Tagen antworten, ein Zeichen, daß das Oberhaupt der Boern Mißtrauen hegt. Und wcnn Einer, so hat er Grund dazu.
* München, 14. März. (Staatsobligationen.) Von der Königlichen Hauptbank in Nürnberg wird mitgetheilt, daß die Summe der jetzt zur Emission gelangenden bayettschen Staatsobligattonen 25 Mill. Mark beträgt.
Ein „Schutzverband gegen agrarische Uebergriffe".
*** Im Anschluß an den in vergangener Woche stattgehabten Deutschen Handelstag war eine Versammlung abgehalten worden, in der die Begründung eines „Schutzverbaudes gegen agrarische Uebergriffe" beschlossen wurde. Eine große Anzahl geheimer und gewöhnlicher Kommerzienräthe hat an diesen Kundgebungen Theil genommen und in dieser Versammlung ist auch der schon fast verschollene Herr Bamberger wieder auf dem Plane erschienen, um zu versichern, daß auch er und s ine Freunde „im Schweiße ihres Angesichtes ihr Brod essen"; ob sie es auch im Schweiße ihres Angesichtes verdienen, hat er zu erwähnen allerdings vergessen.
So beachtenswerth es ist, wenn eine Korporattou wie der Deutsche Handelstag Stellung ergreift zu Vorlagen, von denen er glaubt annehmen zu sollen, daß sie berechtigte Interessen schädigen, so bedauerlich ist der Schritt, den man mit der Gründung des Vereins zum Schutz „gegen agrarische Uebergriffe" gethan hat. Wenn man auch überzeugt fein kann, daß hiermit nur ein Schlag in's Wasser gethan ist, darf man bei Betrachtung des Angestrebten Eins nicht vergessen: die Herren, die sich da zusarnmen- gethan haben, gehören saft durchweg der Börse an oder stehen mit ihr im engsten Zusammenhang. Feindschaft aber muß Feindschaft, Haß muß Haß erzeugen. Die Ereignisse der letzten Jahre nun haben ohnehin schon eine genügende Summe berechtigten Grolls gegen die Börse ausgehäust, um den Wunsch gerechtfertigt erscheinen zu lassen, daß nicht noch neuer Stoff hinzugefügt werde. Der Groll der versammelten Kommerzienräthe hat sich fast ausschließlich auf die Börsenreform konzenttirt; aber man vergißt, daß selbst der Vorsitzende des Handelstages, Herr Frentzel, sich für die Einführung des am heftigsten bekämpften Börsenregisters erklärt hat, und daß die geplante Reform keineswegs den ehrbaren Kaufmann in seiner Thätigkeit hemmen, in seinem Verdienste schmälern soll, sondern daß sie lediglich den Zweck verfolgt, einen Schutz gegen die Ausbeutung, gegen die Uebervortheilung zu bieten.
Und welche Maßregeln sind es denn sonst noch, die etwa dem Groll der Versammelten Nahrung böten? Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb doch wohl nicht? Wir meinen, daß jeder anständige Mensch diesen ersten Versuch, die besseren Elemente zu schützen, nur mit Freude begrüßen wird. Be- ftimmungcn über den Hausirhandel? Aber hier hat ja gerade der Reichstag dafür gesorgt, daß wirkliche Härten aus der Vorlage entfernt wurden! Das Margarinegesetz? Es will die unlautere Konkurrenz, die der Naturbutter durch die Kunstbutter gemacht wird, beseitigen und dafür sorgen, daß der, der Butter kauft und bezahlt, nicht ein minderwerthiges Produkt erhält. Woher also die Thränen? Vielleicht findet man die Antwort, wenn man dem neuen Verein den Namen gicbt „Verband zum Schutze des Terminhandels und der Spekulanten". Der Beschluß der Reichstagskommission, das Termingeschäft inGe- tteide aufzuheben, ist einzig und allein der Vater des neuen Verbandes gewesen. Oder soll etwa der kleine (Seroerbetreibenbe, der Mittelstand, durch diesen - Verein geschützt werden? Im Contits fitzen sechs Kommerzienräthe, sechs Bankdireftoren, zwei frühere freisinnige Abgeordnete. Haben sie ein Recht, für ' den gefarmten Kaufmannsstand zu sprechen? Und ' glauben sie wirklich, selbst bei der reichen Fülle der ■ ihnen zu Gebote stehenden Geldmittel, eine auch nur 1 annähernd so ausgedehnte, so ttefgehende und so ' populäre Bewegung hervorznrufeu, wie sie in dem ■ Bunde der Landwirthe zum Ausdruck kommt? Gerade die Vereinsgründung könnte Uebelwollenden den Argwohn beibringen, daß die Hintermänner in der
Parlamentarisches.
Deutscher Reichstag.
* Berlin, 14, März. (60. Sitzung.) DerReich»- tag setzte heute die Beiathung de» K o l o n i a l e t a t 8 fort. Der Dir ktor der Kolonialabtheilung Kayser thente mit, der Reichskanzler habe in Folge der gestrigen Angabe deS Abg. Bebel, daß Dr. Peters an den Bischof Tucker imen Brief gerichtet habe, worin er die Hinrichtung be8 Negermädchens zu entschuldigen suchte, eine erneute Unter) u^ung des Falles angeordnet. Bon dem Briefe sei bisher der Regierung nicht« 6 fannt gerne en. Zwei frühere Ermittlungen hätten keine Veranlassung zum strafrechtlichen Einschreiten gegeben. — Abg. v. Massow (deutschkons.): Die Freunde oes Redners könnten nur auf Grund von Akten urtheilen; ober schon jetzt sei das Vorgehen des Dr. Peters, wenn die vorgebrachten Beschuldigungen wahr wären, als absch ulich zu bezeichnen. Hoffenl- lich gelinge es dem Angeschuldigten, sich von den Vorwürfen zu reinigen. Eine verschiedene Moral dürfe man nicht zu,eben. Vor allen ringen wollen wir in Afrika
Pionire deS Christ nihumS fein. Die Regierung möchte doch recht vorsichtig in der Wahl ihrer Kolonialbeamten fein. — Abg. Graf Arnim «Reichip.) betonte, daß der gestrige Tag einer der erschütterndsten gewesen sei, be.i er 'm Reichstage erlebt habe, weil Peters ein Mann sei, der m der gesamwten civilisirten Welt mit Achtung genannt metbe, ein Mann, ohne den wir Osta'rika nicht besäßen. Peters habe dem Redner ein Schriftstück übergeb n, worin er darlege, daß das Meiste, was geftern gegen ihn vorgebracht worden sei, unwahr wä e. Namentlich fei es völlig aus der Luft gegriffen, daß Dr. Priers zwei junge Neger aus Eifersucht der TodeSsttafe jollte überantwortet haben. Der Mann sei kriegsgerichtlich wegen gewaltsamen Einbruchs verurtheilt; das junge Mädchen habe man zu den Eltern zurückgeschickt. Ein ganz anderes Mädchen sei später wegen Spionage zum Tode verurthellt, also mit der im Kriege einzig üblichen Strafe für solches Vergehen belegt worden. Die Sicherheit der Station habe Strenge durchaus gefordert. Er, Peter», habe weder an den Bischof Tucker noch an sonst Jemanden einen solchen Brief geschrieben, wie der Abg. Bebel behauptet babe- 3m Uebrigen betonte Redner, wie der Abg. Bebel Verschiedenes tendenziös aus dem Zusammenhang gertffen unb damit ganz falsche Anschauungen hervorgerufcu habe. Eine neue Untersuchung würde die Wahrheit ergeben. Klarer wäre heute die Angelegenheit, wenn bereits in der Kommission der Abg. Bebel seine Anschuldigungen vorgebracht hatte. Die Stellung al» Landeshauptmann am Tauganika habe Peters selbst abgelehnt. — Direktor Kayser bemerke, öeters selbst habe auSgesagt, daß da» Negermädchen eine Art «rreudenmadchen gewesen sei und er Umgang mit ihm gehabt habe. Daß Peter» die Stellung als Landeshauptmann selbst abgelehnt habe, treffe nicht zu. - Abgeordneter Hammacher (natlib.): Dr. Peters sei, bis die Untersuchung hn nicht gereinigt habe, vor aller Welt gerichtet. Durch olche Vorfälle würbe den Freunden der Kolonialpol tik her Boden entzogen. - Direktor Kayser wie» den Vorredner nochmal» darauf hin, daß es juristisch unmöglich gewesen, gegen Wehlau einzuschretten. Darauf sei sofort versucht, das Gerichtsverfahren in den Kolonien zu regeln, was mit «roßen Schwierigkeiten verknüpft sei. Eine vorläufige Regelung sei schon durch die mehrfach angeführte Allerhöchste Verordnung erfolgt. Wa» die von Herrn Bebel gegen Peters genannten Zeugen betreffe, so sei der größte Theil .derselben Angelegenheit bereits vernommen. Sei der drl-fanden Bis ros Tucker echt, so enthalte er allerdings em Schuldbekenntniß. - Abg. Lenzmann (frs. Vp.)fragte, auf Grund welches Gesetzes da» Todekurtheil gegen die -‘f8er gefallt worben fei, und wer Peters autorisirt habe, wegen Diebstahls oder Desertion das TodeSurthell zu fällen. Was ihm die Kolonialpolitik so unsympathisch wache, das ei die Willkür, mit der die Reger behandelt würden. Redner hält da» Gutachten te» Oberstaatsanwalt» für un- nchtig. Tie bloße Amtsentsetzung genüge dem Recht»- bewumsein des Volkes nicht. Noch jetzt sollte die strafrechtliche Anklage gegen Leist, Wehlan und Peters erhoben
Es ist natürlich, daß dort, wo die Thorheit ihre Orgien feiert, auch Herr Bamberger nicht fehlt. So tritt er jetzt hervor mit dem lapidaren Satze: „Der mächtigste Faktor ist jetzt das Agrarierthum, dieser Faktor muß wieder beseitigt werden." Es ist wohl selten der Haß gegen die landwirthschastliche Produktion so klar ausgesprochen worden, wie von Herrn Bamberger, dem Vertreter jener internationalen Familie, deren Söhne in Frankreich glühende Deutschenhasser, in Ungarn echte Magyaren sind. Wir sind gerade der umgekehrten Meinung und wissen uns darin Eins mit den Besten unseres Volkes: Es darf nicht ein Vernichtungskrieg zwischen Stand und Stand, zwischen Beruf und Berus, zwischen Stadt und Land geführt werden, sondern es ist unsere ernste und hohe Anf- gabe, die produzirenden, werkthätigen Klassen miteinander zu versöhnen, einen Ausgleich der Interessen zu schaffen, zu sorgen, daß Allen Licht und Luft gesichert sei. Herr Frentzel selbst hat erklärt: „Wir verkennen nicht einen Augenblick die traurige Lage, in der sich die deutsche Landwirthschaft befindet. Der deutsche Handelsstand ist schon deßhalb bemüht, ihr aufzuhelfen, da er sich bewußt ist, daß ans die Dauer der Handel nicht blühen kann, wenn es der Landwirthschaft schlecht sieht- _ Dieser Ausspruch trifft das Richtige. Aber o möge denn auch Herr Frentzel, so möge der ganze Freisinn, der den „Verband" geschaffen hat, in den Bufen greifen und die Frage beantworten: Welcher andwirthsfreundlichen, ja, welcher mittelstands- reundlichen Maßregel hat er jemals zugestimint? Benn er auf diese Frage eine ausreichende Antwort n-a' m I.T8 er Verbände gründen und an den Wassern Babylons Thränen vergießen über die Leute, die nichts Anderes wollen als Lust und Licht zur Arbeit! 0
14. März. (Tagesbericht.) Se. Nlajestät der Kaiser besichtigte heute bei den in Berlin garnifomrenden Garde-Kavallerie-Regimentern das..Osterreiten und nahm später das Frühstück im Kreife des Offizierkorps des zweiten Garde-Dragoner- Reglments ein Als der Kaiser nach der Kürassier- ' aferne tilhr, siel an der Ecke der Königgrätzer- und der Großbeerensttaße eine Dame in die Pferde des Kaiserlichen Wagens hinein und wurde, da sie den Zuruf des Kutschers nicht hörte, zu Boden gestoßen wo sie bewußtlos liegen blieb. Ter Kaiser ließ so-
öchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreife Marburg «nd Kirchhain.
Druck und Verlag: Ioh. Ang. Koch, Uni°erfttät»-Buchdruckerri in Marbura i rv* * i • **
-u,«-« m» Av-»«--, W-« Jllttstrrrtes So««tagsblatt.
Anzeigen nimmt entgegen bte Expedition diese» Blatte», sowie die Annoncen-Bureanx von Haaseustein n Vogler in granlfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf YYII Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u Köln; C. L.
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover Pari»
derostasrikanischen Schutztruppe, Oßerftfieutenant von Trotha, soll, nach den „B. N. N.", für den glücklich vollzogenen Feldzug gegen Hassan bin Omari von Mawudje und gegen den Mafiti-Häuptling Matschemba im Hinterlande ton Kilwa und von Lindi der Kronen- orden dritter Klasse mit Schwertern verliehen worden fein.
* (Gras Goluchowsi.) Zum Aufenthalt des östetreichischen Ministers Grafen Goluchowski in Berlin bringt die „Köln. Ztg." noch folgenden Epilog, der offenbar ans dem R e i ch s a m t d e s Auswärtigen stammt: Graf Goluchowski hat Beil n wieder verlassen. Während seines viertägigen Aufenthaltes hat er täglich reiche Gelegenheit gehabt, die deutschen leitenden Staatsmänner zu sprechen. Der Kaffer hat mit ihm eine mehr als einstündige Unter? rebung gehabt. Man wird also als gewiß annehmen können, daß über alle schwebenden politischen Fragen ein gründlicher Meinungsaustausch erfolgt ist und auch darüber kann kein Zweifel obwalten, daß dieser Meinungsaustausch eine allseitige Uebereinstimmung bestätigt hat. Das kann an sich schon als selbstverständlich gelten bei den intimen Beziehungen, )ie seit vielen Jahren zwischen den beiden Regierungen bestehen Die persönlichen guten Beziehungen zwilchen den maßgebenden verantwortlichen Leitern bet aus-
ntuett, gegen die Börsenauswüchse und das unlautere Geschäftsgebahren gerichteten Gesetzgebung eine Gefahr für sich selbst erblicken. Man wird in solchem Argwohn nur beftörft, wenn ein Redner des Handcls- tages emphatisch ausrust: „Die Börsenreform ist das Produkt des Hasses gegen das mobile Kapital."
Ter Geist, der zu der Schöpfung des „Schutzverbandes gegen agrarische Uebergriffe" geführt hat, charakterisier sich am Besten in einzelnen Wendungen der einzelnen Redner. Herr Weigert, der Haupt- tu,« uiwupuv» uc9-u uueu. ^er statfer lieft fo» lerer ent, will durch den Verband dafür sorgen, „daß fort halten und die Dame, eine Friseurin Namens
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- unb CV A *
Feiertagen. - Quartal-Abounements-Preis bei der Erp«-
dttion 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (ejQ.
Bestellgeld). JwertionSgebühr für die gespaltene Zelle DienSlklktz 17 >U)nri 1QQ« oder deren Raum 10 Pfg. Reklamen für die Zelle 25 Pfg. 1 < iHUlft 10170.