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öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Druck und Verlag: Ioh. Aug. Koch, Unioerfitätr-Buchdmckerei in Marburg. «eranworüicher Redakteur: Friedrich Colbatzky in Marburg.

Redaktion und Expedition: Markt 21. Svrecbstunden der Redaktion: 1011 Ubr Vormittags

JK 58.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Abonnements-PreiS bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für dir gespalten« Zeil« ober deren Raum 10 Pfg. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Sonntag, 8. März 1896.

Anzeigen nimmt entgegen di« Expedition dieses Blattes, sowie di« Annonern-Bureaux von Haasenstrin u Vogler in Franksutt a. M., Lasiel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moss« in Franksutt a. M., B«rlin, München u. Köln; C. L. Daube u. Eo. in Franksutt a. M.. Berlin Hannover Paris

XXII. Jahrg.

Erstes Blatt.

Die umschmeicheltenGenossen"

t Die Sozialdemokraten berührt cs gerade in der heutigen Zeit, wo sie in mannigfacher Hinsicht mit ihrem Latein zu Ende sind und wo sie sich immer mehr als gewissenlose Verhetzcr entpuppen, die nicht das Interesse des Arbeiterstandes wahren, sondern sich desselben nur als Sprungbett bedienen, um zur Macht und damit zu materiellen Vortheilen zu gelangen, in hohem Maße angenehm, wenn Bourgeois" sich finden, die ihr Loblied singen. Einer jener Politiker, die in der Umschmeichelung der Sozialdemokratie ihre Hauptaufgabe erblicken, ist der bekannte Pfarrer Naumann, der sich um jeden Preis populär zu machen sucht. So hat ererst vor Kurzem wieder in Leipzig eine Leistung zum besten gegeben, die selbst der Sozialdemokratie zu weit zu gehen scheint. Naumann rechnete nämlich mit den Parteien ab, und während er die alten Parteien als voll­ständig überlebt hinstellte, sprach er der Sozial­demokratie Anerkennung über Anerkennung aus. Am eigenthümlichsten nahm es sich aber aus, daß der Frankfurter Pastor auch darin die Sozialdemokratie belobte, weil sieeine Art Lüeratnr für das Volk geschaffen habe, durch die die Wahrheit in das Volk geworfen werde". Das ist denn doch eine noch stärkere Leistung als der bekannte Lobeshymnus Naumann's auf den sozialdemokratischen Taktiker von Vollmar. Bei einer solchen Gesinnung des Vorttagenden aber wird man jetzt verstehen, weßhalb die von ihm herausgegebeneHilfe" in den Spuren der Sozialdemokratie wandelt und weßhalb in diesem Blatte dieWahrheit" ost ein so ganz unwahr­haftiges Gepräge zeigt. Die sozialdemokratische Presse ist eben für Herrn Pfarrer Naumann dasjenige Ideal, dem er auf jede Weise nachzustteben versucht. Daß derVorwätts" das Naumann'sche Lob schmunzelnd einstteicht, ist selbstverständlich. Zur Rellame für die, wie ost die letzten Müttärdebatten erwiesen, vielfach mtt den Mitteln bewußter Un­wahrheit sowie auch des Diebstahls und der Hehlerei arbeitend n sozialdemokratischen Blätter wird die Naumann'sche Auffassung gute Dienste leisten.

In ähnlicher Weise wie Naumann sucht auch der bekannte Phantast von Egidy die Sozialdemokratie zu umschmeicheln; doch dieGenoffen", die sich ja

(Nachdruck verboten.)

Die Salon-Fee.

Roman von A. Norby.

(Fortsetzung.)

Zum ersten Male in ihrem Leben bereitete die reizende Dora ihren Eltern wttklichen Kummer, sie ließen es doch »ach wie vor an nichts fehlen, dem einzigen abgöttisch geliebtcn Kinde alle Wünsche ab» zulauschen, und trotzdem schien es unbestiedigt. Dunkle Schatten trübten den wonnigen Maientag, als wclcher bisher Doras Dasein verfioffen I

Wo kamen die Wolken her?" Dies fragten die Gütern sich verwundert. Dora war eine glückliche Brant, dem Manne ihrer freien Wahl verlobt und stand dem Zi le ihrer Wünsche nahe, hauptsächlich auf ihre schmeichelnden Bitten hatte Weihnachten der Steuerrath eingewilligt, seines Hauses Sonnenstrahl früher, als bei der Verlobung besttmmt worden, sottziehen zu laffen und gerade seitdem erschien sie verändert, von Tag zu Tag auffallend verändett! Die flüchtigen Bestimmungen, welche während Kroner's letztem Besuche zwischen den Ver­lobten zuweilen geherrscht, konnten doch unmöglich solchen nachthefligen Einfluß üben! War sie krank? Der Hausarzt, von den besorgten Eltern gerufen, vermochte kein bestimmtes Urtheil festzustellen. Vater und Mutter drangen vergeblich in das theure Kind, zu gestehen, waS ihm fehle Dora wies die lieb­reichen Fragen entweder in höchst ungnädiger Weise ab oder schwieg beharrlich brach wohl auch in Thränen aus, fuhr aber nichtsdestoweniger fort, Eltem und Dienstboten durch launischen Eigensinn zu tyrannisiren. Noch vergnügungssüchtiger als sonst, schien sie sich nur wohl zu fühlen, wenn ein großer Kreis schmeichelnder Bewunderer^sie. umgab. Es war

auch von dieser Seite die Umschmeichelung gefallen lassen, wissen genau, daß hinter Herrn von Egidy nichts weiter steckt, und daß dessen liebevolles Um­werben weder für noch wider die Sozialdemokratte irgend welche Bedeutung hat. Bezeichnend ist es nur, daß solche Herren, die es nicht einmal vermögen, das wahre Wesen der Sozialdemokratie zu durchschauen, mit so großer Breitspurigkeit auftteten und sich als besonders berufene Interpreten der Volksmeinung ausspielen. Wenn Beispielsweise Herr von Egidy jetzt äußette, er sei der Ueberzeugung, daß im ganzen deutschen Volke außer den Richtem es sehr Wenige seien, die die in Essen wegen Meineides vemttheilten Sozialdemokraten wirklich für meineidig halten, so zeugt das zwar ebenso von einer ganz bedeutenden Ueberhebung, wie von einer nur bei der Sozial­demokratie vorkommenden Nichtachtung aller staatlichen Grundlagen; allein int Munde des Herrn von Egidy sind derartige Bravaden nur von humoristischer Wirkung.

Crispi's Rückttitt und die jetzigen Zustände in Italien.

* Die allgemein in Italien vorherrschende Hoff­nung, daß Crispi's Klugheit und Energie nach der afrikanischen Katasttophe als Retter des Vaterlandes sich erweisen würde, hat sich nicht erfüüt. Er trat, wie bereits gemeldet, zurück und folgte damit einem parlamentarischen Brauche, der in diesem Falle ein Mißbrauch ärgster Art ist. Er geht, weil er für die Astikapolittk nach diesem Brauche verantwortlich ist, die anscheinend unverantwortliche Handlungsweise des Generals Baratieri, und ein Kriegsunglück beraubt das Staatsschiff in feiner Roth auch noch der Hand seines bewährtesten Steuermannes. Die parlamenta­rische Opposition, die aus Anarchisten, Franzosen- freunben und nicht zum geringsten aus persönlichen Feinden und Neidern Crispi's besteht, will sogar noch ihrer Freude über das Abgehen Crispi's in einem förmlichen Beschlüsse Ausdruck geben. Elende Gesellschaft, die einen Crispi, einen König Humbert und die Freundschaft Oesterreichs und Deutschlands wahrlich nicht verdient. Aber diese Freundschaft soll diesen Männern doch, wie aus Wien und Berlin mit Bestimmtheit verlautet, gehalten werden. Die dottigen leitenden Kreise, die Kaiser an der Spitze, sind überzeugt, daß in Italien nicht die Schreier die Mehrheit haben, sondern das national em­pfindende Volk, und daß dieses auch den zeitigen

ihr gleichgiltig, ob dieGesellschaft" sich mehr oder minder laut über die kleine fallsüchtige Koketie moquirtt und mit vieldeutigem Lächeln über de» fernen Bräutigam flüsterte.

Es war nicht zum Verwundern, daß unter der verzehrenden Unruhe Doras Gesundheit wirklich iu's Schwanken gerieth und das reizende Antlitz seine be­zaubernde Frische allmählig verlor. Die Eltern waren rath- und hilflos, als eines Abends blitzartig ein erleuchtender Gedanke das beinahe verzweifelnde Mutterherz durchzuckte:

Wie, wenn eine andere Neigung den Zwiespalt in Doras Brust entfachte?" Die zuerst entsetzt abge­wiesene, aber stetig wiederkehrende Vermuthung ge­wann bei verschärftem Beobachten mehr und mehr an Wahrscheinlichkeit.

Fian Steueirath Herbst war eine zu kluge Dame, um ihre Gedanken sofort zu 6erlautbaren, sie begann die Sache im Stillen hin und her zu erwägen! Obenan stand Doras Glück das mußte, stellte ihre Ahnung sich als begründet heraus, um jeden Preis, selbst um des Eklats willen, den eine auf­gehobene Verlobung für kurze Zeit hervoiruft gesichert werden, ihr einziges Kind an einer unglück­lichen Liebe hinwelken zu sehen, konnte Niemand ver­langen, aber, bevor es galt zu handeln, mußte sie erst volle Gewißheit haben.

Und diese heißersehnte Gewißheit glaubte Fran Sieuerrath Herbst an diesem Februarnachmittage, demselben, von welchem das vorige Kapitel er­zählt, erlangt zu haben.

17^

Zwei Stunden später flog Dora als viel- bewunderte Schlittschuhläuferin »it der wiegenden Lelchtigkett eines Vogels über die spiegelblanke Eis-

Rückschlag wieder überwinden wird. An eine Auf­lösung des Dreibundes, wie man in Paris erhofft, dentt kein Betheiligter. Der österreichisch-ungarische Minister des Auswärtigen, Graf Goluchowski, wird in Berlin erwartet, was dort als ein Ereigniß ersten Ranges angesehen wird, wenn auch der Besuch zu­nächst nur als eine Gegenvistte unferm Reichskanzler gegenüber anzusehen ist. Kaiser Wilhelm hat bereits sein Erscheinen auf der österreichischen Botschaft in Berlin zu einem Festmahle am 10. d§. zugesagt, so­daß der Besuch unmittelbar bevorstehen muß, er wird schon am Sonntag erwartet. Dort werden wichtige Entschlüsse gefaßt werden müssen, jedenfalls wird man die Welt darüber nicht im Unklaren lassen, daß der Dreibund bestehen bleibt. Englands Hilfe, die nächstliegende, würde gern von Italien angenommen werden, wie solche von London aus auch schon in Aussicht gestellt wird; allerdings kann Großbritannien dafür nicht von Deutschland das Aufgeben seiner eigenen kolonialen Rechte in Südafrika verlangen.

Bis zur Ernennung eines neuen Kabinets führt das Kabinet Crispi die Geschäfte fort, voraussichtlich wird aber auch das neue keine politischen Aenderungen treffen, wie im Vordergründe der Ministerkombination die Berufung eines früheren Kriegsministers als Chefminister steht. Der Halt und Hott Italiens ist jetzt aber vor Allem sein König. Die Mehrheit des italienischen Volkes wird das hoffentlich zu schätzen wissen und sich nicht von den Franzosen verführen lassen, welche so gern das statte Königreich Italien in eine schwache Republik verwandelt sähen.

Cttspi's Rolle ist jedoch in dem heutigen Italien, falls ihn nicht der Tod ereilt, noch lange nicht aus­gespielt; er selbst beabsichtigt auch keinesfalls, au8 dem politischen Leben zuttickzutteten. Den italienischen Patteiwirrwarr kann nur ein energischer Geist, wie Cttspi, meistern. König Humbert hat mit den politischen Autoritäten konferirt, die Bildung des neuen Kabinets soll dem Marquis Rudini, dem Führer der konservativen Partei, unter dessen früherem Ministerpräsidium der Dreibund abgeschlossen wurde, übertragen werden. Das heißt also, was selbst­verständlich war, daß in der auswättigen Politik Alles beim Alten bleibt. Wie in Rom, so haben die radikalen Gegner Cttspi's, den sie mit den tollsten Beschimpfungen und Schmähungen überhäufen, auch in anderen Städten, namentlich in denen der radi­kalen Lombardei, Spektakel angeregt. Wären die Dinge nicht so ernst, man müßte diese Geschichten als Narrenpoffen bezeichnen. Am schlimmsten war

bahn, auf welcher die Gttinauer Gesellschaft dem all­beliebten Wintersport zu huldigen pflegte. Heute zumal, an dem unter lustigen Tanzweisen der Stadt­kapelle und blendender Flackclbeleuchtung großartig in Scene gesetzten Abmd-Eisfeste stürmte, Alt und Jung herbei: ob einer als Meister ober Stümper in Be­herrschung beS Stahlschuhes sich zeigte. Am Ranbe ter ziemlich ausgedehnten Fläche drängte sich das Publikum durcheinander, Beifall spendend ober seine Kritik in beißenben Sarkasmus kleibend.

Von ben Damen galt Dora unbestreitbar als bie beste, stahlbeflügelte Künstlerin, sicher unb graziös schoß sie wie ein Pfeil über bie schneefreie blitzende Fläche. Das elegante Kostüm von dunkelbraunem Sammet, sowie das kleine, pelzbesetzte, mit schillernden Federn geschmückte Barett, leicht anf's gelockte Haar gedrückt, stand dem jungen Mädchen zum Entzücken, ja, mit feinen, von der kalten Lust höher gerötheten Wangm, den fttahlmden Augen, welchen Niemand anmertte, daß sie vor ein paar Stunden Thränm bitterster Verzweiflung geweint, nnd dem bezaubernden Lächeln um den schwellenden Kirschenmund erschien Dora blmdmd schön. Und wer sie so heiter plaudern, lachen und scherzen hötte, mußte glauben, daß sie mit voller Lust die Freuden des Augenblicks genoß.

Wie überall, so auch hier von einem Schwarm enthusiastischer Bewunderer umdrängt, vermochte sie den Bittm der einzelnm, mit ihr laufen, oder ihr Tanzpattner sein zu bürfen, kaum zu genügen. Vierunbzwanzig Paare orbneten sich eben zu einer Ouabrille.

Hast Du Hartmann noch nicht gesehen, Dora? wo er nur bleiben mag? Er hat mich um bie erste Ouabrille gebeten, jetzt kommt auch Lieutenant jBerg was soll ich thun?" flüstette Hilba von

es in Mailanb unb Parma, wo nicht blos ben Behörben bie Fenster eingeworfen wurden, wo man auch bie Schienen auf ben Bahnhöfen ausreißen wollte, um angebliche neue Truppensendungen zu verhindern. Militär und Polizei mußten einschreiten, viele Personen wurden verhaftet, eine Anzahl ver­wundet. Und gerade in diesen Städten hat man sehr lebhaft schleunige Siege in Abessinien gefordert. So bedauerlich diese Ausschreitungen sind, so sind sie doch von Wittlich ernsten Putschen oder republikanischen Demonsttationen weit entfernt. Wenn man sich ausgeschrieen hat, wird man wieder ruhig werden.

Vom Kriegsschauplatz wird gemeldet, daß die 2000 Manu starken Truppen im Fort Adigrat von den Abessiniern bedroht sind und Mangel an Lebens­mitteln haben. Der neue Oberbefehlshaber General Baldissera hat sofort eine Proviantkolonne abgesandt. Ob Italien nicht lieber den Feldzug aufgiebt? Eine Meldung auS meist vorzüglicher Qelle besagt schon, daß König Humbett, eine R evolntion im Innern befürchtend, bereitsFttedensunterhandlungen mitMenelik angeknüpft hat. Dagegen verlautet in Berlin anderer­seits, daß es sich bei den Konferenzen Hohenlohe's und Golnchowski's um eine mittelbare finanzielle Hilfeleistung handeln dürfte, für die vielleicht in London der Hebel anznsetzen wäre.

Deutsches Reich.

* Berlin, 6. März. (Tagesbericht.) Das Kais er paar hat heute Morgen gegen 9 Uhr die Berliner Gewerbeausstellung besucht. Die Wanderung begann vom Chemiegebäude auS, besten imposante Räume großen Beifall fanden, sodann nach dem Fischereigebäude und dem Alpenpanorama. Alt-Berlin fesselte mit seinen Bauten ans der Zeit des Großen Shirfürften wohl eine halbe Stunde die Majestäten, wobei die augenscheinliche treue Wieder­gabe des alten Rathhauses, der Gettchtslaube, sowie des Spandauer- und Georgenthores lobend anerkannt wurde. Danach erfolgte die Besichtigung des großen Restaurants, wo ein Imbiß eingenommen wurde. Cairo besichtigte das Kaiserpaar in allen Einzelheiten. Die Majestäten sprachen auch hier beim Verlassen dem Schöpfer, Herrn Wohlgemuth, den Dank für das wohlgelungene Werk aus. Jetzt an den Gebäuden für Schulen und Wohlfahrtseinrichtungen vorüber nach dem gewaltigen Hauptausstellungsgebäude, dessen

Wulfen, eine schlanke, feurige Brünette, augenblicklich verstimmt, ihrer Freundin zu.

Sehr einfach, Liebe: das Gewisse dem Ungewiffen vorziehen!" rieth Dora lachend.

Die erste Tour, zum Gaudium des zahlrttchen Publikums mit eleganter Sicherheit ausgeführt, war beendet, als Dora, suchend umherblickcnd, eine in ihrer Nähe stehende junge Dame herbeiwinkte.

Bitte, Lisa, möchtest Du wohl für mich ein­treten? Meine Schlittschuhe haben sich gelodert," bat sie freundlich.

Fräulein Lisa erklätte sich mit Vergnügen bereit und nachdem Dora ihrem Tänzer in kurzen Worten den nöthigeu Aufschluß gegeben, glitt sie so eilig wie möglich durch die herzudrängende, bunt durcheinander wimmelnde Zuschauermenge einer der zahlrttch am Rande aufgestellteu Bänke zu. Hier war es jetzt, »eil Alles sich vorwätts schob, um fo nahe als möglich der Tanzenden thttlhastig zu werden, ziem­lich einfant, sogar von den zu Befehlen der Schlitt- schuhlaufendeu hergeordneten Dienern war keiner zu erblicken, sodaß Dora selbst versuchen mußte, die ge­lockerten Stahlsandalen wieder zu befestigen.

Sie war damit noch beschäftigt, als plötzlich dicht neben ihr eine sonore Stimme sprach:Darf ich bitten, mein gnädigstes Fräulein, ben kleinen Ritterdienst Ihrem Diener zu gestatten?"

Dora schaute sehr langsam empor, bas reizenbe Antlitz infolge bes Bückens mit Purpur übergossen, unb Beno Harttnann's Gruß, er verbeugte sich so tief wie vor einer Fürstin, mit kaum merklichem Neigen ihres Kopses ertoibernb, versetzte sie in lässigem Tone;

Ah! Herr Ober - Steuerconttoleur! wirklich sehr verbunden! Ihren kundigen Augen wird es schneller gelingen, den Fehler" sie hielt ihm den