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Deutsches Reich.

ochentliche Beilage«: Kreisblatt

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Quartal-Monnements-Preis bei der Expe- ditiou 8 Ml., bet allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (erfl BeiteLgeld). JnsertwnSgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg. Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Druck und Verlag: I o h. Au g. Koch, MiverfitätS-Buchdruckerei in Marburg. Redaktion und EWHitton: Markt 21. 81

Marburg,

Sonnabend, 7 März 1896.

. Berlin, 5. März. (Tagesbericht.) Bei ,.5"'!"lichen Majestäten fand gestern eine mlisikallsche Abendunterhaltung statt, worauf der Kar, er noch einige Zeit mit den Ministern Miquel und Thielen im Rauchzimmer verblieb. Heute hörte der Monarch nach einem Spaziergang durch den ^.hiergarten verschiedene Vorträge. Abends besuchte derselbe das geistliche Konzert in der Kaiser Wilhelm- Gedachtnißkirche. Eine Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und dem König von Belgien cin.er Meldung desEtoile Belge« im Hochsommer in Ostende stattfinden. Der öfter- reichisch -ungarische Reichskanzler Graf Goluchowski wird, derN. Fr. Pr." zufolge, An­fangs nächster Woche in Berlin Eintreffen, um dem ö-urften Hohenlohe feinen Gegenbesuch zu machen. Er durste auch vom deutschen Kaiser in Privataudienz

®lu. Wertig« »»Wta, mit d-m «°flsl-b,» d,-I,l7r T-L kutbuL, *

Aiyeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenftein u Vogler in Fs°nkfurt °. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXII Mofle in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; C L 'Vuy*He

Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover Pari»

I Die Salon"»»i8Wem ** b«

ö I Die ihm in jeder Beziehung zusagende Wohnuna I . I werfen können, doch reichte er hin, ihr Mutterherz

Roman von 8L Marb». einer kindlichen Einbildung wegen aufzuaeben sei e? -. "@enU9 davon! Es ist die höchste Zeit, liebesh»t ichwerer Sorge zu erfüllen.

(Fortsetzung.) «nicht gewillt! Kindische Einbildung!' fie' lacfite1ba^ 2)11 Dich umkleidest. Du weißt, HildaIEs ist wahr wie ich aeabnt! O über do«

, /»Albnt darf nicht verlangen," fuhr Dora heftig ^"^dend -o dieser empörende Egoist!« IfTfta/für ^den Obercontwbm? KnS fiTrJ01' »"glückselige Kind. Was soll nun werden?«

M? ich°wed"er^lagNoch^ Eltern" toÄ? Lnfzer"°d°/tzA Ä wohl"

Papa täglich Beweise denn nfinWA $» I "Bitte, Mama, nimm ihn nicht in Schub es I würdigen Herrn Hartmann böse zu fein, seit einiger I f'VnrHekmt« t

ÄlTÄ"*? Ä* ÄV! und Leben.

18 leib« zwischen Dti unb'Krtb« <?"*' welche absmbePorfl-llmg! HontenLtbenlli»,« $!*lfer onta Unimrfm ?nsE$«liot^S

sagte Frau Steuerrath ernst |mlt ^ncm edlen Herzen hat durchaus keine Anlage I a kx $* "der die Lippen drangen I hygleiuschen Institute l)n Rubner (bekanntlich früher in

hum Tyrannen, und daß er aeaen SVfae woIIcn' doch un nächsten Moment wandte sie «Marburg. Die Red.) ist der Rothe Adlerorden 4. Klasse

."Trage etwa ich die Schuld?« fragte Dora mit sich s° wenig nachgiebig zeigt 8? lm,.t tincr W hastigen Bewegung das Gesicht|} a . n. ......

toe?4fraUh&h3flJaeiIKr «®3 schrecklich, mitlsür einen so verwöhnten kle'inen Querkopf ist einIInster zu, der volle, halb geöffnete!Der durch den Tod des Pros. Hoppi - Scyler'verw-iste

bldantischen Gewissenhaftigkeit Albert bie I fetter männlicher Wille sogar böcbst nötbia'!^-^ * Ie länger die Mama sprach, I Lehrstuhl für physiologische Chemie an der h efigen Uni«

Wigfte Sache von der Welt auf die Spitze treibt! Trotzdem« Frau Cteucrratb Ä f SrK!"e5t erblaßten die Rosen auf Doras Wangen, °»btät ist noch immer unbesetzt. Ebenso wie zuvor Prof.

Und ferne Briefe? Nun, fie bestehen zwar nickt mebr!bekümmert trotzdem n,6atL 'eu^|ein Sittern durchlief die zierliche Gestalt und jetzt «Hufner in Tübingen, hat nunmehr auch Prof. E. Bau«

entfer8nttrChrfC flnb aber auch weit «Euren grundverschiedenen Charakteren kann^chDciner^^ b If^n ^geworfenen Frage, brach es die Bemf?ng' nach' ©traÄ^ibgekS?15ow,c,Sei,Iet8'

N-ru.t von zärtlichen Liebes-Episteln an eine Braut! Zukunft nicht ohne Sorgen flebenfe»» ?a Z kurzen schrillen Lachen über die zuckenden ------L_°L6ntl

^ftor^auSSn^^ben^^^^ürbe I 28(6 erschrocken über ihre eigene Siebe nm|?^l-^arimamiS no$ $(Iba8 Herjensangelegen-1B e"b°a ch tu n "en °g?m°cht°" Darnach ^st'e« wahrÄiniich

SrübiabrH 4 würbe wenn wir im ein Haar hätte die weltgewandte Fran Tu ein« nPcittn! . " dem durch Tageslicht erregten Phorpyorescenzlicht

fflÄWrt - b-°« mbj*«

antwortet Albert? Dann müsse er m w/S t® fc? , Sohlen prüfenden ©eüen6li£f|3,mmer' b,e Thur hastig hinter sich zuschlagend. «Eintritt in ein andere« Medium erfahren; sie verhalten fich " dl-örtere«« ut| g,gte,maisMs M,

(Nachdruck verboten.) I reichender Grund fein, die blühende und glänzende I Ufern ,der Theiß, wie der Drau, des Marosch und Ein Blick auf hfp ntMArifrfiP SÄbt rueoxvit« Iliillxruie« im Laufelder Waag werden während sechs Monaten ihreHäus- a ® ungarische dieses Sommers auszusuchen. *) lichkeit in diesem Mikrokosmos des ungarischen Volks-

ivttllennlums-Ausstellung. Aber die Ergebnisse einer sortgeschrittenen Technik, I Iebe?s aufschlagen, weiter Raum ist auch den übrigen Von Profeffor vermanil «Bämberü i rationellen Bodenbearbeitung und eines großen Nationalitäten des polyglotten Ungarn zur Darstellung

. y p I Bodenrerchthums sind schließlich auch anderswo, unb|tbrer Eigenart und Kultur gewährt. Man wird dort

seitdem im verflosseMn halben Jahrhundert das «vielfach in höherer Vollkommenheit oder in noch I ?in schwäbisches, sächsisches, slovakisches und rutheni- Ausstellmigswesen eine ftmher nicht geahnte Bedeutung«größerer Fülle zu sehen, und die Vergleichung und I Bauernhaus sammt feinen originalen Insassen

getoontuii Jat und ein mächtiges Agens des Kultur- l Abwägung hat doch nur für begrenzte Kreise höheren «s^" und interessante Studien und Vergleiche anzu- ftrtschrrttes geworden ist, sind schon zu wiederholten I Reiz. Was für das große europäische Publikum von I ftelIen in der Lage sein, auch wenn Zeit und Lust Malen zur Erinnerung an hervorragende geschichtliche «allgeDeinem Interesse sein wird, ist der historische IE ausrcicheu sollte, mit dem Besuche des schönen Creigmffe umfassende und begrenzte Ausstellungen l Theil der Ausstellung, der die Entwicklung des I Budapest anregende Ausflüge in die Provinz, in das veranstaltet worden. So ist die hundertste Jährung«ungarischen Volkes während eines Jahrtausends den rein magyarische Alföld, in die hohe Tatra, nach itr °^"9'9« ^Eruug der Vereinigten Staaten I Kindern des neunzehnten Jahrhunderts vor Augen zu j Siebenbürgen oder auch nur an den nahen Plattensee! von Nordamerika und der französischen Revolution,«führen, ihnen die Bilder längst vergangener Jahr-13U verbinden. Mehrere Hochzeiten von Brautpaareil bas funfzigfahrlge Jubiläum der SelbsfftändigkeitlHunderte vor die Seele zu zaubern berufen ist. «aus den betreffenden Comitaten werden in der statt-1 »elgienS, das vlerhundertjährige der Entdeckung« m..- hen . «licheu Dorfkirche stattfinden, welche nebst einem Gc-

Bon. den betreffenden Nationen in einer! Monarchie und^vkler Mujeen de^r l meinhe- und einem Wohnhause den ideellen Mittel-

dem Geiste unferer Zeit gewiß entsprechenden WeisebesAbe!s ons8?n^^7s ^vI?unft bie>er aus dem Leben gegriffenen ethnographi-! dürfte

ÄÄÄoT^

«Ärteii ort ung-wö,lich-n B-b«,i,mg «»« Hdju X 'Sf Platz deficit! stnb *W L * (««(«reife.) Ueber-M-Reife b«brutschen

Millennmmsfeler die einzelnen Akte derselben in groß- mqt leicht finden werden. Und all diefel . . «Kalserfamilie nach dem Süden wird aus Wien ae-

artigen Dimensionen unter Zusammenfassung aller! ^b DBn miem stylgerechten Rahmen! höherem Grabe als sonst wirb übrigens Buba-1 meldet:Das deutsche Kaiservaar nahm eine (?4n- nationalen Charakterzüge geplant sind, wfid auch!,?9^^^"^ der^noch während seines Entstehens I wahrend der Millenniums feier der Bersammlungs-1 ladimg der Gräfin Henckel-Donnersmarck m! h^ren

die Millenarausstellung weit über die bei ähnlichen!^gen^Lne® Entzücken hervorgerufen hat. Die im|bort donLandesburgern aus den verschiedenen TheilenIneuerbaute, herrlich gelegene Villa in Abbatia ru Veranlassmigen üblichen Grenzen ?? "nb ^1, wie fern Der Besuch der Ausstellung wird bewohnen.^ $ie^^@räün^ tourbe !ba fX bie ©efunbfieU

vermöge ihrer Originalität auch weit über bie Grenzen wrm" Anlehnung an lauterld^ unbemittelten Klassen, Landleuten, Handwerkern,«der Kaiserin soweit besserte daß fie^ die Reife Ver­des Landes hinaus Slufmerksarnkeit und Interesse!!« ^'vorhandene Bauten in den verschiedenstenI Nrbeltern nicht blos durch Gewährung minimaler «trägt, benachrichtigt, daß zuerst die Kaiserin mit bm erregen. ' 'smatnt ©egenben Angarns au einer Insel des Pester Stabt- Fahrpreise auf ber Ei ftnbahn, fonbern durch syste- Kaiserlichen Kindern bfen

w m x m Wäldchenteiches ausgeführten Gebäude sind fchon an "-atische Veranstaltungen zu billigster Wohnung und nachf?lge7we de D -Backt n

vor^den AEN^ ^9^ E Werth harmis, und für sich architektonische Juwelen. Ueberhaupt,Verpflegung ganz außerordentlich erleichtert. Neben am 7 Män den K^ler^n"^ ^^ Jortsckritt? a ,s uberraschenb ichnellen zeigt sich das Können der ungarischen Architekten auf bct" Zweck eines praktischen AnschauungsunterrichtesL. in Fi^me "in D? Kaick! S ?

Fortschritte auf den Gebieten der materiellen Pro-!dem werten Ausstellungsgebiete in sehr vortheilhafter!""b etner Erweiterung des Horizontes von Hundert-! $-r.at^er bur^e a"f der

tataj, brr L-rtmrthfch-ft -rt b« Jrt-ftrl- H>r. Wrlfr -rt wirb b-rch rme -b-r-Z iSfe tab. (« «8»«btt

da bie ftuh« mit b« B-zrichnung .rittrr-Ifchastliche Umrahmung auf das B-fte gehoben |3<it nur in geringem Maße nutzbar zu fein pflegen I fahrt fall Sna ^^7 nn<£(, <er fad-

-w» MW, «gentWW.it b«|@ebanfe1'ma8gebertf^<iuA^bie Aber

: Führung zur Gewinnung einer neuen .Heimath nach ?L?uw'-A^ wird das große Dorf fdJ^ Reise bisher' nicht vorliegfi 9

fuwpa gekommenen Reitervolkes sehr wohl toiffen^ Senfkn^eTnbei^h^P ??^ufern ber DerMgefjängfeit, von dem Glauben an Re Größe nnd anl * (Pr- Buhl f.) Der frühere Vizepräsident ^aLr ^lrLle.fl^er,te! WohIande die politischeDün b ® Comitatsmrwnkckn^'"'"^'^^ Hilden Fortschritt des Vaterlandes durchdringen zu lassen !b,e8 Reichstages, Dr. Buhl aus Deidesheim, Ä rfe. b« während dieses Sommers dst Haupfftadt L.«--. Er stand im 57. Lebensjahre, war

©taaten ruht, und daß drefc nur durch harte Arbeit!9 ^^n Comitate« beS ! des schönen und gastfteundlicheu Ungarlandes^auf-! Relchsrath der Krone Bayem auf Lebenszeit und hat

f. ^onfurrensfampre mit den fortgeschrittensten! D . gr |?eben"b. ^eben | sucht, wird in ihr wirklich einen Zusammenfluß aller Ibem beuWn Reichstag, in dem er den pfälzischen

S E"gen werden kann. Und was nach ?L0[( "oll- Klaffen und Arten seiner Bürger beobachten und ch W?h"reis Homburg verstrat, als Mitglied der nattonal-

S ?.lltun8f kne- Budapester Ausstellung bieten|3 blos magyarische Bauern von denlder Ausstellung int Stadtwäldchen aus den Zeua-Ik'beralen Fraktion von 1871 bis 1893 angehört,

über'den "Krad Jrrthum I *) fjner our4rjft b , Iniffen einer an großen Momenten so reichen 23er J * (Reichstag.) Der Reichstag brauchte heute

allerRuas^ mit welchen Ungarn,! Caffel entnehm«, wir^daß^ zum ^Bes>^ Ausfielluna! g^ng^vhell und einer rühmlichen Theilnahme an dem noch die ganze Sitzung, um die erste Berathuug der

-----~~ |------------------- I- «Wort zur Erwiderung auf die geftrige Rede des

SttllfttittlS SOtttltddSBIdfta ^"°n§°nlicher Redakteur: Friedrich Colbatzky in Marburg.

Svreebstunden der Redaktion: 1011 Uhr Vormittag« *