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öchcntliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Ouartal-AbonnementS-PreiS bei der Expedition 2 5DZL, bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Psg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile »der der« Raum 10 Pfg. Reklamen für die Zeile 26 Pfg.
Marburg,
Donnerstag, 27. Februar 1896.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie dir Annoncen • Bureaux von Hänfenstem u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlm, München u. Köln; E L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Paris.
XXXI. Jahrg.
(•ut parirt.) Student (exf eine« Dampfer de« Vierwaldstätter See» tixex Passagier gxbrüllexd): „Dummer Zunge!' — Passagier: „Sie ine» sich, Dtl berühmte Sch» kommt erst dort unten I'
Zweites Blatt.
(Nachdruck verdaten»)
Verwelkt!
Stu« Aschermittwochlskizz« von L. Elster.
«ne lustige, elegante Fastnrchtsgesellschaft war eß.
Lar »einen Augen fluthete da« schimmernde, glänzende, blitzende, fardenbunte» brausende Meer de« vallsaale«. Durch die schwere Portiere einer Fensternische, halbverhüllt, blickt« ich hinein in da« finnvrrwirrende Meer der Freude, der Lust der Leichtfertigkeit, der Gefallsucht und — der zerstörten Hoffnungen, welche« in dem Licht und glanzerfülltem Saale auf und ab wogte Ach, »er in den Herzen aller jener Menschen lesen könnte? Wer diese« spöttische Lächeln, diese glühenden Blicke, dieser Aufl-uchten der Augen, diese« Flüstern, diese« Lachen der Lippen richtig zu 'deuten verstände! Wie viel heimliche Sorge, wie viel heimliche Qual, wie viel hastige«, eitle*, nichtige» Streben, wie viel getäuschte Hoffnungen, unerfüllte« Sehnen, zerstobene Wünsche würde er auf dem Grunde der Herzen unter der täuschenden Ra»ke de» Frohstnn» entdecken!
In «einer unmittelbaren Nähe saß ein junge« Mädchen. Raum achtzehn Jahr« mochte e« zählen. Blonde Locken umrahmten da« reizende, unschuld«, volle Rinderantlitz; in trübem Sinnen, scheu, wie dir Augen «ine« Rinde«, blickten die großen, blauen Augen in da« lachende, schimmernde Treiben de« Ballsaale«, den der kleine Fuß vielleicht zu« ersten Male betrat. Um die weichen, purpurnen Lippen schwebte ein leichte» Lächeln, da« die weißen Perlenzähne sehen ließ. S« «ar kein Lächeln der Freude, der harmlosen Lust. E« war ein Lächeln de« verborgenen Schmerze«, ein Lächeln unter h-im. lichen Thränen. Sin rosa Rleid mit zierlichen Heckenrößchen garnirt umspannte knapp die in Jugendfülle schwellende zierliche Gestalt. Ein kleine« Rosensträußchen schmückte ihren Gürtel und eine Rosenranke durchwand ihr« blonden Locken.
Ein zierliche« thausrische« Röschen »ar da« Rädchen selbst, verschwindend unter den stolzen Tentifolien, farbenprächtigen Blumen de« Ballsaale«, di« in Sammet und Seide, in blitzenden Geschmeiden einherrauschten und die Huldigungen der Herrenwelt »st fürstlicher Herablasiung entgegennahmen
Arme», kleine» Röschen! SB«« willst Du unter diesen stolzen, strahlenden, glänzenden Blumen, in der sch»ülen Lust de« Treibhaus«», der Gesellschaft groß gezogen, erblüht in der heißen, tropischen Sonne einer Dir fremden West? Du gehörst in den thaufrifchen Wald l Auf da« vom Frühling«, sonneultcht überfluthete Felo! An den stillen, laufchigm Wesenhain, der von dem murmelnden Bächlein durchströmt wird. Hier in der schwülen Treibhausluft mußt Du verdorren, verwelken.
Da sah ich da» Antlitz de» Mädchen» aufleuchteu. Siu fteudiger Blitz zuckte in ihre« Auge auf. Ihre Hippe» lächeste» ei» glückliche«, fteudige» Lächeln.
St» jn»ger, schlanker Offizier trat auf sie zu.
„Sie fitze» so still »ud einsam, Fräulein Cläre,' fegte er lächelxb. „Sind Sie mir böse?'
Mtt einem innige» Blick scha»te fie zu ihm auf. „Sie fragen »och?' flüsterte fie.
Der junge O fijier »ahm a» ihrer Seite Platz. „Ra» hat so viel Berpflichtunge» zu erfülle»,' fuhr er fett. „Sie dürfe» mtt deßhalb nicht böse fei», daß ich Sie öfter alle!» laffe . . .'
„Ich bi» Jhue» nicht böse. Ich freue »ich, wen» Sie sich amüstreu.'
,U»d Sie scheine» fich »icht z» amüstre».'
„O, gewiß' ....
„Ist e» »icht herrlich hier? — Da» ist doch ga»z etwa» andere», wie die einfache» Tanzerete» unserer Heimath' . . .
„Und doch wollte ich, ich wäre nie hierher, gekommen.'
S» kla»g wie ei» verhaltene» Schluchzen. Sie senkte da» Röpfche»; erstaunt, »erlege» blickte der Offizier fie «.
„Aber ich bitte Sie, Frä»leiu Cläre versprachen Sie mir nicht, al» wir «n» auf meine« Herbst»rlaub sähe», daß Sie de» ganze» Winter hier
bei Ihrer Tante bleibe» würde», daß wir «■» recht oft sehe» wollte» . . . ?'
„61 ist heute da» erste Ral, daß ich Sie sehe . . . .'
„Und doch diese» trübe Gefichtcheu?'
,E» wird da» letzte Mal sei» . , .
„Cläre?!'
„Ich weiß ei i . . . Da» letzte Ral. . . •'
Sie wa»dte fich ab. Der jmige, elegante Offizier zerrte im verlegenen Schweige» a» seinem blonden Schnurrbart. Die Mxstk Hub von Neue« au.
„Ah, die Quadrille .... find Sie engagirt, Fräulein Cläre?'
„Rein
„Ich führe Jhueu eine» Tänzer zu. — Leider bi» ich schon engagirt.... Da ko»«t «eine Dame. . . .'
Er sprang rasch auf. Auch Cläre erhob fich Ihr G ßchlchkn war blaß geworden. Sie sah die große ekgeitc Dame ix de« prächtigen Ball!leide, dal den weiße», scht««ernde» Hal», die runden Schulter» vollständig ft ei li ß, mit leicht spöttischem Lächeln gerade auf fie und de» jauge» O filier zukommeu. Also wieder mtt dieser Dame tanzte et ? Echo» mehrere Male hatte er mit ihr getanzt. Ihre Auge» hatten dal schöne Paar de» ganze» Abend über verfolgt — und jetzt ta»zt« er wieder mit ihr?
Sie athmete hastig auf. „Ich tauze nicht,' stieß fie hervor. „Ich werde «eine Tante bitte», daß wir nach Hause fahre» — — lebe» Sie wohl
Sie reichte ihm die Hand, während fie fich ab- wandte. Hastig ergriff er die kleine, schmale Hand, all wollte er die zierliche Gestalt an fich ziehen.
„Cläre,' flüsterte er bewegt, „nicht so .... ich bitte Sie glaube» Sie »icht» Schlechte» von mir “
„Ich glaube »icht» Schlechte» vo» Ihnen. Sie find wie die Andere» alle. Leben Sie wohl. ..
Sie entzog ihm ihre Haud und eilte davo». Der folge Offizier «achte eine rasche Bewegung, al» wollte er ihr »acheilen. Ein trüber, finsterer Zug glttt über sein Geficht.
„«» kann ja doch nicht sei»,' murmelte er auf- athmend.
Ich sah, Vie die dunkle» Auge» der schönen, elegante» Dame mit fpötttsche« Lächeln auf de« folgen Offizier ruhte», Langsa« bewegte fie den weiße» Maraboufächer auf und ab. Und wie vo» ihrem »lick «aguetisch «gezogen, wandte fich der Osfizter ihr zu. Sine kleine Weile ruhte» ihre Auge» fregexd, forschend in einander.
„Wer war die niedliche Rletne?' fragte die Dame, »ährend ein Lächeln ihre stolze» Lippe» träufelte.
„Sh, Lerzeihuug, «eine Gnädige.... Fräulein Cläre Wim« — ein junge» Mädchen an» «einer H imath. ...'
„Hebet da» Sie fast vergaßen, daß Sie «ich zm Quadrille engagirt haben. Wohl eine Iagendliebe?...'
„Ich verstchere Eie, meine Gnädige '
„O, da» hat wetter »icht» ,» bedeuten. Eine kleine Schwärmerei — voilÄ tont! — Doch die Paare etb«en fich '
„Darf ich bitten ' Der junge Offizier reichte ihr de» An». Be«»nder»d blickte er in ihr stolz-schöner Antlitz. Noch einen Augenblick hielt sie ihn zurück.
„Sie machte» vorhi» eine Andeutung ' „Gnädige» FräuleinI Sie zürne» mit?' „Nicht im Geringste»,' lachte fie. „Aber die kleine» Schwäcmereien «äffe» Sie vergeffeu.'
„Sie mache» «ich zu« Glücklichste» der Menschen." Sr küßte ihr die Hand in stürmischer Weise.
„Nicht so stürmisch, «ei» Frennd. — Rommen Sie '
Sie legte ihre Hand in seine» Ar« «nd lachte ihm frenndlich'stol, zu. Die Mufik schmetterte laut empor. Die Paare «beete» fich zum Tanz. ' Da» Meer von Glauz und Licht, von lauter Fröhlichkeit und W-ltlnst überflathrte Herz »nd Sinne de» junge» Osfizier».
Ich trat an» meinem Versteck hervor »nd schaute mich »ach dem junge» Mädchen »«. E« war »irgend» zn erblicke». Dort, wo e» zuletzt gestanden, lag aus >e« glatte» Parquetbodeu eine Nose»k»o«pe, die de« Strauß an ihre« Gürtel entglitte» sei» «achte. Ich !vb fie auf. Matt feilte die RnoSpe dal kau« er chliffeue Röpfche» — «1 war verdorrt, verwelkt i»
der heiße», schwülen Treibha»lluft del Ballsaale». Sine kurze Hoffnung war dahin gewelt, wie die ftohe F-stellanne del Faschingl vor bea Aschermittwoch, der da kündet, daß Mühe «nd Sorge del Leben» Inhalt bilde».
Vermischte-.
(Frithjof Na»se»'l Nordpolschiff.' Asgeficht« de» »»gewöhnliche» Intereffe», welche» die Nachricht hervorgemfe» hat, daß Frithjof Nansen den Nordpol erreicht habe, erscheint e» angebracht, über da» Schiff selbst, welche» dazu bestimmt war, durch die fibki'ch-giönläxdische Strömung, zwischeu Eilbergen eingeklemmt, zn« Nordpol getragen zu werden, einige Mittheiluuge» zu mache». Na»se» hatte mehrere Schiffsmodelle zurückgewiese», bevor jene» Fahrzeug konstruirt war, dal ihm zur Aul sühruug seine» Unternehme«» zweck »tsprecheud zu sein schien. Da« 1891 auf der Schiffiwerst vo. Colli» Archer in Laurwig in Bau grvommeue Schis' lief im Jahre 1892 von Stapel, wobei e» de» für die waghalsige Fahrt bezeichnende» Name» „Fram' (Vorwättl) erhielt. Ma» hatte dem Fahrzeuge stark aus buchtende Seiten »nd ein?» flache» Bode» gegeben, sodaß, wen» SiSmaffeu gegen da« Schiff presse», diese», wie man voraussetzte, »icht zerdrückt, ftxbern gehoben und so auf dem Eise liegexb von diesem «eitergettage» wirb. 6» ist von dem stärkste» Holze, ba» zu habe» war, gebaut, inneu gehörig der- steift und so sorgfälttg in waflerdichte Räume getheilt, daß jeder Zoll, der von den Räumen für die Besetzung und de» Proviant für fünf Jahre entbehrlich schien, aulgenutzt ist. Der „Fram' hat elektrische Einrichtung, sodaß man während der Polarnacht da» schönste Licht auf »em Schiffe haben wird. Zu deffeu Erzeugung bient ein auf Deck angebrachter Motor, doch ist Vorsorge getroffen, daß die Dynamomaschine auch mtt tzandkrast betrieben werden kann. 3m „Salon', der im Winter znrn g mdefame« Wohnraum bient, ist ein Klavier vorhanden, so daß e» selbst am Nordpol nicht an Rnfik fehlen wird. Die wifs n. schaftliche Ausrüstung ist natürlich ungemein reichlich. Allel, was el an Instrumente» und Geiäthe» giebi, die für die Srpedttio» vo» Nutze» fehl könne», be findet fich a» Bord. Für die »»»wähl der mageeti- scheu Instrumente hat Geheimrath Dr. Neumater, Direktor der Seewarte ix Hamburg, Sorge getragen Proviaxt wurde für füxf Jahre mitgeuommex.
(Pistoleudxell.) Zwischen de« Reserve- lieutenant SB. xnd de« Druckereibefitzer G. in Treptow a. d. Toll, fand gestern Morgen ein Pistolendnell statt, bei welchem G. schwer verwundet wurde. Da» gestern fällig gewesene Treptower Wochenblatt, btffe» Besitzer Herr G. ist, ka« deßhalb verspätet zur Au», gebe, wie ehe Extrablatt besagte, „wegen eine» Mx» fall» fo der Druckerei'.
(Kleine Nachrichten.) 'Die Arbeiten am Unterbau bei Reifet Wilhelm > Denkmal» in Berlin fi-d in bet letzten Zeit nur lergfe» gefördert worden Indessen iß die Sandsteinmaver bi» auf die Schlußsteine und Uebermanetneg bet oberen Fläche vollenbet. Der Platz wirb jetzt mit Granitplatten belegt Die Anlagen nm be» Denkmal werden erst »ach bet Sttt- weihnng in Angriff genommen. — Die Selbstmorde m bet Armee vermindern fich etfrenlichet Weise vo» Jahr zn Jahr. An» bet Statistik ergiebt fich, daß die Seldstmordziffcr jetzt von 7,65 auf 5,47 Prozent gefallen ist. — Wegen bet Berliner Gewerbe - Aal- tellnvg wirb ba» Beamtexpersonal bet Eisenbahn Kationen ix und bei Berlin zum Sommer bedeutend verstärkt. Die Direktion Berlin hält jetzt Umfrage bei den Stationen ix der Provinz, ob und welche Beamte während bet Sommermonate nach Setlin abgegeben werden können. — In Bonn am Rhett überfuhr eine Lokomotive zwischeu Linz—Erpel eie Ehepaar. Beide bliebe» auf der Stelle tobt. — ii» heftige» Erdbeben ist i« badisch« x Oberlande wieder beobachtet. Mehrere triftige Stöße erfolgte» ; leichte Gegenstände fiele» m». Die Bewohnet eilte» erschreckt auf die Straßen. — Wegen Betrag» ist der Großschlächtermeister Fi'chet an« Nanex bei Berlin, owie feix Geselle verhaftet worden. F. »ar im Befitz ehre« »achgemachte» Stempel» de» Fleischschan» amt» Naue» »nd hat dal von ihm geschlachtete Fleisch fich selbst abgestempeft.
Bom Büchermartt
— T r i l b tz ist der Name eine» neue» Roman» von George de Manrier, ber in bett Ländern englischer Zange einen sensationellen Eifrig hat und besten lieber» s-tzun, die „Roman »elf jetzt bringt. Wie e» in jenen Ländern üblich, hat dieser Erfolg fich in riesige Zahlen umgeietzi. Bon ber amerikanischen iHuftrhten Buchausgabe des „Trilby' würben in ben wenigen Monaten 100 000 Exemplare abgcsetz«, »ährend in London gleichzeitig fielen Auflagen bei dreibändigen Ausgabe zu 31'/» Shilling erschienen. Der Einfluß be» Buche» ei streckt sich selbst auf bie biesjähi ige hohe Mode für die amerikanische Damenwelt, die Trilbyhüte, Trildyschleier, Trilbyhandschuhe ziitigle. Der Verfass r ist einer ber bedeutendsten zeichnerischen Mitarbeiter be» „Punch', be» berühmtesten illustrirten Witzblatter ber englischen Welt.
Patent-Nachrichten.
Auszug für bie „Oberhesfi Zeitung' von Brockhxe» & Cie Technische» Patent- und Uebersetzung»-BureaXi Köln a. Rh Metzerstraße 6.
Paten t-Anmelbuvgem
Dampfwasterableiter mit Ausdehnung »körper und elastisch gestütztem Ventil. Zus. g. »nm. Sch. 10492. g. Scholl, Mannheim.
Verfahren zur Darstellung von Diamibophenplazinilobenz». Zus. |. Pat. 8» 388. Farbwerke, Norm. Meister Luciu» & Brüning, Höchst a. M.
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Dampfkessel mit an Stelle ber Fexerbrücke aageerbeeten Que kessel au» Wellblech. H. Göhring, Darmstadt.
Aufhängevorrichtung für Klemm - Isolatoren und Ring- Isolatoren. A. Peschel, Frank urt a. M.
Borrichtung zu« Festhalten be« Hutes in ber Hutschachtel, C. Wagner jr., Offenbach a. M.
Sterilifiroerschluß. F. Bingler, Ludwigshafen e. Rh.
Flugmaschine mit Flügeln. Dr. E. Jacob, Kreuznach.
Obige Firma erteilt ben Lesern der „Oderheistschen Zeitung' unentgettliche Auskunft in allen da» Patentfach betreffenden Anfragen. Die Red.
Repertoir-Entwurf der Frankfurter Stabttheateri
Opern hau»:
Donnerstag, ben 27. Februar: „Getgenmacher von Cremona'. „Bajazzo'» Sonnabend, den 2». Febr.: „Die verkaufte Braut“. Sonntag, ben 1. März: 3*/« Ahr: „Schöne Helena'i Ermäßi Preise. Abend» 7 Ugr: „Bioa'« Große Preise. Dienstag, ben 8. März: „Loheugrtx'.
Schauspielhaus:
Donnerstag, den 27. Febr.: „Herrgottschnitzer'. greiteg, ben 28. Febr.: „Shakespeare-iiyclus'. III. Abend. Vorstellung bei kleinen Preis:»r „Macbeth'» Sou nabend, den 29. Februar: „Liebelei'. .Versucherin'. Sonntag, den 1» März: 3*/i Uhr: „Chai ley'S Tonte'. Außer Abonm Kleine Preise. Abend« 7 Uhr: „Herrgottschnitzer'» Montag, ben 2. März: „Hüttenbkfitzer'.
4eschüfMche Mitttzettxxgn».
Teutonia in Leipzig. Die GeschäftSergebuiffe find auch im verflossenen Jahre wieder recht zufriedenstellende gewesen. — In der Lebenrversicherungs-Avtheilung gingen ein 6062 Anträge über 176^7698 Mark Ber- icherungSkapital und 37143 Mark JahreSrente, »ährend 4402 Versicherungsscheine über 14 996473 Mark Kapital und 367 ib Mark Jahre»rente «»»gefertigt wurden. Der Reinzuwochs belief sich auf 133» Versicherungen über 7258844 Mark Kopstal UN- 309 8 Mark JahreSrente, der Gesamm'versicherungsbestand Ende be» Jahre» 1 95 auf 60759 Policen über 1463 529, Mark Versichernngskapstal und 153528 Mark Jahre»rent'. Die Sterblichkest war zwar gegen das Johr 1894 eine etwa» erhöhte, blieb ober wieder bedeutend hinter bet erwartun smäßigen zurück — Trotzdem bie Teutonia eine Aktiengesellschaft ist, gewährt ie ihren mit Dividende-Anspruch Versicherten auch bie Varlheile einer Gegensestigkeitrgesellschaft. Die Gewinnquellen, welche die Bank neben und außer dem Geschäft der dividendebe echtigtcn Versicherungen besitzt (Zinse r an» dem eixgczahlten Attienkopital und dem Kapital-Reserv fond», Gewinn aus Renten-, «urßeuer-, Unfallversicherung x. s. ».), decken schon für sich allein reichlich ben Gewianantheil, den die Aftionire erhalten, sodaß durch denselben bie Dividende der Versicherten in keiner Weis- geschmälert wird. — In der UnfallversicherungS-Abtheilun, hat sich die Prämieneinnahme von 2507 3 Maik ixt Jahre 1894 auf:94302 Mark im Jahre 89, gehoben. E» wurden 1389 Schadensälle angemeldet worunter « Todesfälle und 7 Säle dauernder Invalidität) An Entschädigungen wurden bi» zum Schluffe bei Jahres bezahlt 95600 Mark.
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