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Ä*tg* "tatet wtgegc* btt 6y>tbtti»n diese» Blatte», sowie di, Atmoncev-Biirtmlx von Haafenftei» u Vogler ia Frwlkfurt a. M., Laffel, Magdebarg and Wien; Rudolf XXXI. 5würa. Stoff« ta Frankfurt a. M., Berlin. Münch« u SSln; 6. L.

Saab* a. Te i* Frankfurt a. M., Berlin Hannover Pari»

öchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham.

***** ^ltoe#toe*imb SflKbtttoaf^orft XLn,^TO* Jllustrirtes Sonntagsblatt. *""^r^^^der*RchEoü* lO^-n'ubt* ^eto^***

Erscheiat täglich außer an Werktag« nach Bern« und tr ä

ä sssffi L"L st Marburg,

Sonntag, 23. Februar 1896.

Des Kaisers jüngste Rede

Bd be« mx Doaurrstag Abend ta .Englischen Hanse' <x Bcrltx fta t^h.vtex Diner, welche» »er v»erpräfide»t, Staattmintver von Achenbach, de» Kttgltederx d i Previnjiallandiage» bei P ootxz Piandeebnrg gab und da» der Lats er durch leine Org'»»art beehrte, brachte der Overprästdeat da» -och eef de, «bni. ichen Herrn in erhebe» den n d ergreifende, W» le« au». Er hob die Jubelfest- de» Borjahrer. die Feier am 18. Januar d. I. de sonder» hervor nnd ereühnte bei Seiltbe, da» der staiier ta Weiß » Saale bei König!» Schlosse er »«eit Hobe und betonte, daß der Ratter »ach «aßen stet» bestrebt sei, de» Friede» |» erhalte», m Inner» aber die Eintracht der Birger zu Wahr n llb dies all dal höchste Zi I seine» «önigl. Stete»« benechte. Die Lage der «rteilevde» Kl.ffe, za Heden, sei dal Mermüvliche Streben de» hochirltge» Kaffer» Wilhelm L gewefe», irtn Enk-l, W i l h e lm II habe dtesel Ziel Wetter verfolgt »»b Wen» L« ta Gut-n die Birger jtn.st anffurderte, ihm hierzn behilflich z» f.b, |» sei rl Pflicht »er Brande» bnrger, die den Hotze»zollei»füifte» so segealretche -»stände verdankten, ihre» Fürsten, dem «Inge t» diesem Bestrebe» zu folg.» »nd Allerhöchst besieh« to seine» »ohlmei e ben Z ele» zur Sette z» stehe». v»»e de» König sei be» » cht möglich, »ar mit »em Fürste», be« Könige, sei »al Ziel erreichbar, btt Eintracht der Bürger herbei,»sü,re». De« König

gelte fei» Hoch, tt lebe hoch! hoch! hoch!

Bald »ach dies« Worten erhob stch der Kaiser Pt folgender Ermtderang:

.Ich knüpfe an an die uni Alle» zu Herze» g-he». ' h« Worte Ihre» verehrte» Ovetprästde»tlv, »m 3h»« Meine» herzlichste. Dank »»» innigste» Dank ««zasprechen für bei, »al Mir fo.be» au» seinem Munde in Ihre« Namen entgegengeklungen ist. Mit Recht hat Uofet verehrter OoerprLflde.t an die groß. Lest app.Uin, bte »ir soeben durchlebt haben »,d 3ch möchte an» bet Erinnerung an btefe ehe» Moment auch heute hier vorlühe», be» Ich durch gebt habe »ad be» Jh.ea kuudzagebe» 3h bd Mir Beschloß. El »ar t« Herbst del vorige» Jahrei, hl» Ich bte Schlachtfelder bet Metz vereiste, aus Mae« Punkte, bet h.ll tx bet Geschichte Unsere» bnbeaben R tchel bafteht. Ich »ot auf tte Höhe khimurfgegauge», aus der einst da« »ä ktsche So.pt Metzle, um fit sehe, König und Markgrafen »te letf ei treue erftretten zu Hilfe». Ich habe bewegte.

Herz«» ,,d fechte, Auge» eaf bat »efilde geiehe« »b ta Geiste »te Ko»pag»ie» »ab Regimenter der alt« Märker geschaut, »te sie vorüber zöge,, ihr.» blutige, L ruf »erfolgend. Ich habe fie t« Geiste lalle» sehen, degeib »tt de« Tode, dal brechende Ange gen Himmel ge»eudet, «tt bet festen lleberzeng,,, be» S' 0'1 t« Herze» und bet ge»onneu« Schlackt. Co ist Mir zu« erste» Male bte volle Gröge der Tvat. die die Mark fit thte» König t« große» «liege g-thr» hat, klar ge»ot»e» »»b ia Metae« Ö'ti'R regte sich bei Gelübde, daß für »te Leute, bte solche Thate» tha» könne», nicht» I* hoch, Richt« |, viel sei, all daß el bei «ark,rat kha» müßte, nm stch bei ihnen dafür zu deda.ke». Diel der Rückte i in bte große Zeit, bte wir soeben i» bet Erinnerung erlebten. Rn» laff » eie Mim 3 ta« em Bi d erneuern aul der Zett d I Jabi äuml bei vergangene« J^hrel. Die Mensch.x tfl gen gern die E eigniffe in bet Nainr, die stch um uni absptele», t» Berbinbu.g zu bring« mit dem Finget bet Vorsehr ng unseres Gölte». All stch bte .Hohe» zollet,' bet Einmündung bei «<t{et Wilhelm Konal» näherte, »ar bte Nacht ta öecfch»tnde,. E>» schmeiel Gewitter stand über anl und Blitz ,»d Donner »echselle, rasch «tt ei.o,der Et, gewaltige» Schaap'ell E» schic» die Natur t, großer «aftegaeg zu fern. Da eh » che» G »tter bte Eröffnung, ja bte ga»ze Feier ta Frage ft ll« koante, regte stch die Be orgaiß t, Mehr« He je,, ob na» auch bte» wohl gelingen möge, denn el »ar da» große Werk, welche» Mein Herr Großvater »gefangen hatte, welche» unter den Augen bet gesummte» Welt «er Bollenbn»g entgeg n ging, »ad et» aagster füllte» Gebet ra»g stch aal Metae« Herze', ob bet Himmel ml Wehl et» gaade»reiche» Zetche» g>d« würde nab », e» nne oe chiebe» s ta würde, b.u Idiiea Lag zu erlebe», va» Schiff lenkte tu bte Schien e ein, lief durch und enf der and re« Seite, wo der Kanal begirnl, wnre» mächtige Thvrme aufgestellt von «o!z wie fie i» alten Z-iteu die Steuzfahrer bunten uad erricht te», um bte Maueru von Burgen Und ettbte» zu oreche». Bon b« beiden Thürme» hi, gen deutsche Fahne» aerob «ab ei» gewaltige» Seil Ip ernte sich üoer den Kanal Langsam, in tiefer Todleastille, bew gte stch » gewaltige Schiff vorrä t». Hinter nn» rollt« bte letzten Donner »», zuckt«, bte Itzt.« Blitz na» vor uni »ar ein««ernb> düstere» Gewölk an» be« bereit» ein goldener G oeiensch.i» a fing aufzngeh«. D-l Sch ff erreichte da» Than, er «paare stch, der Widerstand schien «»üoerwiadlich.

die T ü«e krachten, doch bei Seil riß »nb da» Schrff lief i« bea Kanal. I, demselben Augenblick stiege, die erst« Strahl« der Morge»so,,e bet» da» G wölk empor, baffclbe zertheilend Mb eine kurze Stande beeeef leuchtete die volle Sonne. An da» hehre Zeichen aber eröffn te stch der Kanal «ad el ersitzt« dal Schiff «tt der Lindcl Flagge bei »«geeinte« Reiche», begrüßt von d« Donner der Schiffe der ganz« Welt Nrn, Re ne Herre», da» ist da» Facit, wo» » r an» b« vergangenen 95 Jahr» gezogen hab»; biee der Rückblick NM erwächst aber anch fit nn» die Pflicht für die Znknnft. Dal, »al wir er leot nnb »el wir gesehen, verdanken »it be« groß n Kaiser Wilhelm »nb feixe« Gottoertran». Die ganze Feier, bte sich ix be« letzten Jahre abspielte, ist gewidmet xnt dessen Verherrlichung, seiner geradezu heilig ge«ord»ex Persöultchkeft; fie v> körpert für ual die BetdnigMg nnfettl ot I ersehnt» n»«n deutschen B ater [anbei El ist für Ml die heftige Pflicht, diese Persönlichkeit, dal geheiligte«», denken an diesen hohe« Herrn rein nnb tz'hr zu vertheidigen gegen Jedermann, er möge kommen, von wo er anch will. Ich bin der fest» Ueberzeugung, daß wie Ich etaft »en Appell an Sie gerichtet habe, den Sie auch texte fo wann beantwortet haben, stch um Mich zu ichaar» Md Meinem Werke zu Helf«, »tt mit anderer Hilfe noch »etter kommen werden. 3» denke dabei an die deutschen Frauen und Jungfranen. Ich dachte ihrer auf be* Feld, Don B onoille, »ie fie freudig ihre Söhne, Gatten, thte Bräuligaml bahingegeben haben, um uni Miet Batcrlai) wieder zu «streiten. An ihnen ist ee nn» neue tüchtige Männer heranzuzieheo. 3» unserer Mutter, unserer deutschen Frau, liegt eine gewaltige Macht, die Niemanb z- überwinde» vumag. Möge fie ix ihrem Berufe stet» d-ffen eingedenk lein, von welch nng meiner Wichtig k-it sie ist und möge» speziell die Mäek-tinnen btfl.» st»-« eingedenk fein, baß fie eine braoe tüchtig. Generation jung« Märker voll Goitvertrauen und Zaverstcht heranzudihea hab». Sie aber, Mei.e H rren, die hier schlag» en nnb pochende» Herzend nn, gehobene» Sinnes versammelt find, Sie fordere Ich anf, Mie da» Gelübde zu ernenn», da» in bet Devise gipfelt, die anf btn Orden, der zu» An denke» Kalt« Wilhelm» gewidmet ist, stedt, i« Andenke» a» Kaiser Wilhelm z« »Ule«, et» 3eder an seine» Flecke, «al er sei, ob Abgeordneter, ob Landralh, ob eh»

f«$er 8m«, ,» stehe» Md zx «bette» für bei Wohl »»serel Baterla»del. 3» biefe« Shne erhebe Ich Mein «la» »nd r»fe: Die Mark xib die Märker fie lebe» hoch f nnd »ochmall hoch! nab zu» deitt» Male hoch l"

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Sie die «»sprachen vom 18. Januar, so ist anch diese »ene R-oe untere» Kaiserlich» Herr« wieder oox wahre« Natio«alstolz «nd heißer Battrlantelteta »Ukchglnhk. «och fie e n reichen Beifall ta deutsch» Volke fi-de», de.« Alle «äffe» »ir danach nachte», «it Kaiser Wtlhel« II. wettzaetf-r», be« na» ix Kais« Wilhelm I. gegeben n Lorbilbe ix hexet Arbeit,nm Wohle bei Vaterländer nach, .eifern. Denn Kaiser Wilhelm I. war sei» Leb» la» g da» oollenbetfte Bild treneftn Pfl chterfüllMg im Dteuste bei Vater« hebel tu» ei» leuchtende» Bor bild für sei» Vo.k.

Der Kolonialetat

in der Budgetkommijsion.

f I» der Badgel Ko««isf io» de» Reichs» tage» »4t»e am Freuag der Etat für da» süd» weftafrikuaifche Schatzgebiet berathex. a-ttektor Kayser hatte am Doennstag »ttgetheilt, daß sich e* Kup Croß eine eng.iiche Gesellschaft ge» bildet habe, X» bea dortigen ergiebigen Felsengeano im Umfange von tibt; 100,000 Ton» zu gewinn». Der Guano werbe eine» P.eil oon 300 Mk Haden, nnb solle dlßhalb die Gcwiuanng »tt 3035 Mk, oeft «eit werde«, »al b t einer 3ahreig<wt»n«ns von 10,000 Ton» btl 350 000 Mk Einnahme ormgen würde. Din tut Kay e- gab a» heim, die Einnahme «m 950,000 Mk. höher -»»«setzen. «0«. Or. Hammacher t»iftevlt, den Zoll zu»ächst »nt uns ein Jahr fe zasetz u. D.e Höre de, Zolle» e^icheine engem ssc», auch die Emsü trung eine» V hzollcl -ürde stch empt.hl». Adg. Graf Arni» findet tl dedenketch, eagliich.« Gesell- chasren «ouze fio.en zn errhetlen, nu» wünscht da» o-msche Kapital mehr betheiltgt zu seh ». Man habe älichllcherweife Süoafrika al, ein Sandloch hingt« st.llt, in be« jede Geibaulage verloren sei. Er möchte »iss», »al bte englisch» «es.llchafte» b.thu geleistet, nnb wie lange der» Konzeifio.e» »och laufen. Darüber sei fast nicht» bekannt geworden, auch wisse «an nicht, ob etxe Ueberttngnng der «Mjejffo« zuläifig sei. Unter der BernaUn«» be» M jo.» Lentwei», ber ptukriiche Pelttik tr.ibe, hätten Itd) die V ihältalffe allerdings wesentlich gebessert.

(Nachdruck »erbeten.)

Die Salon-Fee.

Roman von A. Marbtz.

(Ferftetzung.)

I Tora machte einige Schritte zur Thüre, da ver. Mit rhr Ätoner den Weg.

; Auch er hatte, am zweiten Fenster lehnmd und Wüsteren B.icke» hinautstanenü, ähnlichen Gedanken Mchgehangen. Auch er träte am liebsten in'»

Meie gestürmt, unbekümmert um Regen und Wino, Wüte er dadurch bte unbestimmten, quälenden Wapfindungen klären, da» dumpfe Weh feine, Herzen» beschwichtigen können. Beile fühlten, e» i»r nicht Alle» arte sonst woran lag die»? Ba» wat'», da« entfremdend zrischen die Ver- Bbten trat? Wenn sonst ein leichter Zwist tot Dora, cholerischer Gemüthiart entstunden, I ließ die Verhöhnung niemals lange auf stch arten da, Abbitten i linkte Dora nicht minder Bj wie Albert da» Verzeihen, warum fand diesmal tt erste veisöhnenoe Wort so schwer den Weg der Beider Lippen?

.Mama hat recht, sie ist dn verwöhnte« Kind, Nt solchem muß man Nachsicht fiten!" sprach Wroner zu sich zum wer weiß wie weiten Male. »Ah will mein Möglichste» »ersuchen, hoffentlich Rstingt el mir, durch Sanftmut- ihren Trotz zu [ Er wandte sich, seinen Entschluß rasch zur Au». Wruxg zu bringen, gerate in dem Augenblick, al« tote Braut da» Zimmer verlcffen wollte,

»Wohin, Dora?" fragte Ätoner.

«Was fragst Du danach? Laß mich!"

Sie wollte an ihm »orteischlfipfen, ater er legte wtt seinen Arm um ihr» zierliche Taille.

» Cora, fuh.ft Du nbt, daß et so nicht wette gehen darf?' fragte er eindringlich. »Komm, latz uns Frieden schließen."

Er wollte sie zum Sophi führen, tot Coro, obgleich der alte innig; Klang in Äroneit stimme nicht ohne Eindruck auf sie blieb, rtß stch heftig los.

.Frieden? Wozu? Wir hatten doch feinen Krieg ? fragte sie mit kaltem Hohn zuruck.

.Nun um so besser! Ater dann hilte auch nicht länger die Miere eine« eigensinnig schmollenden Kinde» fest."

.Mein Golt! Du wirst ja nicht gezwungen, mich anzublicken l"

.Ater mein Herz sehnt sich nach einem freund­lichen Blick, einem lieben Lächeln."

D wirklich V

Dora sank in einen ber kleinen weichen Sess l und griff nach einer Häkelarbctt, ohne weiter Nattz von ihrem Bräutigam zu nehmen. Kroner ließ sich vor dem g« öffneten Pianino nieder und schlug emige volle Aceorte au.

.Bitte, lör' auf, ich kann'« nicht hören!" unter» »rach ihn Dora.

.Verzeih, ich vergaß, daß ich ein Stümper bin. Komm, spiele Du!"

.Danke, nein!"

.Willst Du lieber fingen? Ich wice Dir dankbar, wolltest Du mich durch einige Deiner hübschen Steher erfreuen, die neuen Sachen host Du mich noch gar nicht hören lassen und e, inb koch gewiß sehr ansprechende darunter. Soll ch Dir etwa« aufschlagen?'

.Danke, ich bin nicht tei Stimme.' lehnte fie ater «al« kurz ab

Einen <Stuf,er unterdrückend, blätterte Äronei noch eine Werte in einem alten L eoerteste. D« siel sein gedankenvoll über Text »ns Noten schweifender Blick auf die Worte:

.E, fiel ein Reis in ter Frühlingsnacht l"

Er erbebte »ie unter einem ohnun «vollen Mauer und schlug hasiiq da« Buch zu, als ver- a öde er dadurch ein unaufhaltsam nahende« Ur heil avzuwenden. Durch seine Schuld sollte fein er latenter Reif auf die Frühlingeblü-hen ihrer Liebe allen und ohne die leifette Spur von Ungeduld «ter Dora, abrodfenbe Antworten z» verrathen, ühr er im freundlichsten Tone zu fragen fort:

»Wenn e« nun heute mit dem Musiziren nicht« ist, wie bann die Lektüre? Soll ich Dir vor lesen?"

Dora nickte kaum merklich.

.Au« welchem Buche?"

»Sie Dir beliebt 1" sagte sie gleichgiliig.

Ein flüchtige« Roch üterslog Kröver'« Stirn, e« kostete ihn Müye, ein Wort ter Ungeduld zurück, zuhatten. Mtt fest auseii ander gepreßten Lippen trat er an an te» mit Journalen und Büchern meist schöngeistigen Jnhatt«, bedeckten Tisch, sein Auge fiel aus Leixner'« .Bildende Künste". Hal unwibkurlich ergriff er be« Buch, ließ e« ater sofort «ieber finke»: für seinen zu« Denken aufforßernben Jnhatt schien Dors« heutige Stimmung am wenigsten geeignet. .Reuter'« Werke". Darin »äre eher etwa« zu finden. Doktor Kroner erinnerte sich, ooß er daran» im »ergangenen Jahre den Damen zäafiz vorgelesen und wie besonder« Dora unter herzlichem Lachen an Inspektor Bräfig's humoristische» Einfällen stch ergötzt hatte.

.Wie wäre h «it Reuter? Eine lustige Snake be» ehrlichen vrüfig dürfte dem ttübseligen Wetter

oas teste Gegengewl^t hallen. Meinst Du Nicht, Dora?" forschte Kroner freundlich.

»Verschone mich um Himmel-willen mit solchen abgeschmackten Albernheiten," entgegnete Dora mürrisch.

»9tber, beste» Herz" rief Kroner in ver­schärftem Tone .hilf mir doch, bitte, die Wahl er leichtern l Sage, war Tu zu hören wünschest? Etwa Gedichte? ja? zum Beispiel ah! Alfred rei-ny on? Liebst Du ihn? Wie ist'« mit Enoch ilrnen? Hörst Du die Dichtung auch gern noch mal?"

»Ich kenne fie nur oberflächlich, gelesen habe ich fie noch gar nicht," gestand Dora glerchgrltig.

«Nicht? Und doch verdient fie von Vielen ge» tonnt zu fein. E« wundert mich"

Doktor Ätoner brach ab, doch ber mi leidige spöttische Blick, womtt er die glänzenden, Goldschnitt p.unkenden Salonzierten auf dem Buchertsche stieisie, hätte s.iner Braut, wenn fie ihn angesehen, te entsprechendste Erklärung seiner weiteren G>

-ai !en gegeben I

Ja lieber Gott I die kleine Dora hätte viel Zett nöthig gehabt, alle die Prachtoerke, welche fie besaß, tu lesen! Man kaufte fie, weil der .gute Ton" oiehöhere Bildung" solche» vorschrieb, ater tei Den wenigsten kam fie über ein fluchtige» Durch- blättern hman», um nöthigenfall» rnitiprechen oder ourch eine irgendwo axfgefuntene geistreiche Klookel ihre Belesmhett dnrchblicken lassen zu können. Da­mit war'» ja reichlich genug!

»Ich hoffe," sagte Kroner, während er eine* Seffd herbeirollte und dicht neben Dora Platz »ah» .die liebliche, von rührend innige* tzerzen»tönen getragene Dichtung be» englische*