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tij^leriiMng a»erka»»t find, begonnen. Ztmmererstreik habe» 570 Firmen mit Arbeitern die neu»ständig« Arbeitszeit mit Smndenlohn von 55 Pfennig bewilligt.
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* (Reichstag.) Der Reichstag erledigte heute einen großen Theil beS OrdinariumS des Militär etatl, wobei namentlich auch die Bewährung einer tb nbLft für sie Solbatm angeregt wurde. EZtgege» einem »eitergehenden Anträge des Sbg. v. Gült
3« 2000 einem
zlüaertoae zur Freunsm, .daß die arme Dreßier erkrankt rst? Sie soll, wie ihre Matter erzählt, an der mühsamen Stickerei, die sie nur mit Aufbietung ihrer ganzen Kräfte zu der von Dir festgesetzten Stunde fertig zu liefern vermochte und drei Nachte zu Hilfe nehmen mußte, fich überarbeitet haben. Der ürzt nennt diesen Zustand bedenklich l Mama und mir thut da« arme Mädchen, so geschickt und fleißig, schreckuch leid! Unsere Köchin hat gestern und heute Kraftsuppen hingetragen, unser.Eingemachte«' gehl lewer zu Neige — aber wenn Ihr vielleicht? Tu bist'» ihr eigentlich schuldig, Dora' —'
„Ja, ja,' fiel &|tere, der ihre vorherige kleine Bosheit mit Zinsen zurückbezahlt wurde, mit unsicherer Stimme hastig em, .Mama wird gern hin- schicken, wa« ste irgend entbehren kann!'
.Sie athmete auf, al« Käthe fich erhob, aber al« sie, von Rtonet’« andauernder Schweigsamkeit befremdet, da« Köpfchen nach ihm wandte, sagte ihr sein auffallend erblaßte« Gesicht und der seltsame, halb strenge, halb traurige Ausdruck in feinen Augen, daß er Alle« gehört und verstanden yaite. Ihr Herz erbebte, doch da« bezaubernde Lächeln auf ihren schwellenden Lippen sesthaltend, flüsterte sie unter verführerischem Augenausschlong:
«Albert — bist Du mir böse?'
»Gestatte eine Gegenfrage," versetzte er, bemüht, einen schmerzlichen Unwillen zu beherrschen. „Wozu oevurste e« einer so kleinlichen Lüge?'
Dunkle Gluth Übergoß Dora« Antlitz, doch er- weckte sein harte« Wort in ihr mehr Trotz al« B.- schämunz.
der liberale kur aukratirma», b<r Alles vorn grünen Ti ch aus regeln will, ohne «eröckfichtigung der bestehenden «erhällniffe und her historisch g-worderen Soiporatiouen. Im Gegensatz zu den kestrebungen be» boktrinSreu 8i»erati8mn8 will ba« konservative Programm da, witthschastliche nab soziale L ben fördern und fordert den Schutz de« Staate, für den M ttelstand, e» hält fortwährende Neuerungen nicht für wüascheniwetth und will abwarten, ob an, bin gegebenen Anregungen fich etwa» Neues entwickelt. Der Souservatitmu, will die Erhaltung und Förderung d-r lanrwirthschaftlichen B.vöikerurg da °u« dem Riedergang derselben schwere Gefühlen für ben Stern n«b bi» Gesellschaft entstehen. Die ungäntzigen Bei hältniffe auf dem Lande treiben die Arbeiter nach °er Stadt, wo ste die Löhe diücken, die Zahl de- Srreit,losen vermehren und der Sozialdemokcatie verfallen. Die mittlere Schicht der Bevölkerung zu erhalten ist die Pfl'cht ds Staates, er «rfüllt mit derselben nur die Pflcht der Selbstethaltarg. schon in Bezug auf die Taugtichkeit der Heere« pflichtigen, ll-sere lelbftständigen Handwerker ab r ; ollen nicht glauben, daß ste Alles vom Staate erhalten wollen Sie sollen auch Linen, die Selbstsucht in fich za ertödten, nnb den kleineren StandeSgruoffen helfend zur Seite stehen. Selbst die beste ZwaugSinumg nützt nicht,, wenn wir nicht an die eigene Brust schlagen, an unsere Besserung die Hand legen nno zum öpfeibii.gen bereit find. Schon 1861 sagte Bttmarck, mit einem Programm, da, fich tn lauter £e ntinnngen bewegt, erlangt man keine Erfolge. — Der Bortragende schloß seine Ansführuager mit den Worten, das konservative Programm könnte große Erfolge erzielen, wenn wir selbst etwas thun wollen, wenn wir befiere Menlchen werten.
bekannt wurde. Ln die Möglichkett dieser Verbindung hatte Niemand gedacht. In den hell- erleuchteten Küsinosälen fanden fich die meisten Lheilnehmer be« Sylvesterballe« diesmal ungewöhnlich früh ein, um den Augenblick, in welchem da« neue Brautpaar erscheinen würde, nicht zu versäumen
Die sanftm Laubenaugen der blonden Käthe glänzten in ungewöhnlichem Feuer, der bescheidenen Hlnmuth, womit ste die Beglückwünschungen ent« E gegennahm, war ein eigeuthümlich triu-rphirender Ausdruck beige mischt. Doktor Werder, dieser «raltirte Gefühlsmensch, welcher vor einem halben Jahre wegen seiner unerwiderten Liebe zu Dora Herbst zu sterben wünschte, heute schwebend in BräutigamSseligkett, versicherte jeden seiner Gratu- ■ kanten unter «üd-rholtem Händedruck in höchster Emphase: .Er sei der Glücklichste aller Sterblichen!'
V- .Mein Bräutigam liebt «ich auf»Zärtlichstel' rannte Käthe Zeller ihrer .herzigen' Dora im "Flüstertöne, doch laut genug zu, um von Doktor Kroner, der hinter dem Stuhle seiner Braut stand, verstanden zu werden. .Denke Dir, unsere Hoch- »eü wird schon Anfang« März stattfinden. Mama
Was heißt heute deutschkonservaliv?
* Hebet obige, Thema sprach vor einigen Tagen der zeitige Lhefredaktenr der.Krzztg.', Hen R-ichrtag». abgeordneter Piofeffor Dr. Kropatschek, in bet Rv.atSversammlung be« konseraatioen B-rein« in Leipzig. Die Grundgedanken de» Äefeiat», das IVi Stunden Zeit in »n'prnch nahm, laffeu fich ia Foigentem zusamm «fasse?:
Konservativ nur Konservatismus bedeutet, zni gegebenen Zeit und zu bestimmten Zwecken fich mit «»deren Parteien zn vereinigen, ohne die alten konser vativen Grün» ätze zu verleugnen. Bielen Anhängern be« Parteiprogramm» ist dasielbe noch unbekannt. Der Begriff .staatserhalteub' beckt fich nicht mehr Mit bem Wesen be« KonservattSrnllk. 81« staatserhaltend find heute noch eine ganze Anzahl anderer Parteien za nennen. Da» Alte zu erh,lten ober frühere Zustände zurück,»führen, ist falsch nnb n chi da» Ziel be, Konservatirmn«, sondern die natm- gemäße Entwickelung des staatlichen Organirmue helfend zu fördern. Der LtveraliSmu» hat etwas theoretisch «bstratte«, er ist bestrebt, den Staat nach abstrakten Idealen nmznmodeln. In Deutschland ist der LtberaliSmu» älter al» der Konservatismus, er ist mit seinen idealen Theorien aus der französische» R volntion hervorgegangen. Die Grundidee» der letzteren find da» Loslagen von der Reügion un» bet Autorität Gottes, ba« Lossagen von bet Autorität be« Staate« und die grundsötzliche Berneinnug der geschichtlichen Entwickelung bet bestehende» gesillschaft lichen nnb staatlichen Korporationen. Diese Grund- sätze bedingen in ihrer An»führung ein immer größer werdende» Zurückblängen bei wtrthschastlich Schwachen. Der Liberalismus kann fich über Biele« Hinwegsetzen, was der Konserva ismus nicht kann. Letzt ter süht: fich gebneben an die 3«ee der göiliichen Autorität, an unsere geschaffene Staatkverfassaag und an unsere gesellschaftlich gegliederten Einrichtungen. Wer einmal mit dem Glauben an Gott gebroch n hat, der wird fich auch leicht von der weltlichen Autorität lossagen Der Konservatismus verurtheilt die Aurichreituige» be« Judenthnm« nnb will die gegenwärtige E-n- richtung der Staaten im deutsche, Reich erhalte» wiffe»; unklug würde e» sei», die deutschen Staate» aufgehen zu iaffen in ein einh itlicheS Reich. Such der LtberaliSmu« hat fich hierin gefügt, er rechne: mit den Einzelstaute» und hat sein Ideal eine» einigen deutschen Reiche« fallen gelaffen. So ge sährlich wie der abstrakte LberalismuS ist, ist auch
Parlamentarisches.
Deutscher Reichstag.
* Berlin, 17. Febr. (49 Sitzun g.) Zum Beginn der heutigen Sitzung rief Präsident v. Buol den Abg. Stadthagen (Soz.) zur Ordnung, well er gest rn den Kriegsminister mit einem Theaterdirektor verglichen habe. Dann wur edie Beratbung des Militär- et a t» fortgesetzt. Beim Kapitel „Mililärgeistllchkell' richtete Abg. L t n g e n S (Ctr.) im Interesse der katholischen Soldaten verschiedene Anfragen an den Kriegsmininer, namentlich wegen des Kirchenbesuchs. — Generaltieutenaut v. Spitz erwidert, daß die Soldaten, welche die Kirche allsonntäglich besuchen wollen, hierzu nach dem ausdrücklichen Willen des Kaise » Ella.biüß erhalten sollten. — Abg. v. Z a r l i n » k i (Pole) beschwert sich übet einen Hauptmann in Bromberg, der zu leinen Soldaten „polnische Hunde" sage. - Der Kriegsmini st er versprich,, die Sache untersuchen zu lassen. — Abg v. Gultlingen (freikons.) regt die Einführung eines warmen Abendbrotes an für die Mannschaften, worüber chon im Vorjahre verhandelt ist, und wünscht, der Retch»- lanzler möchte die erforderlichen Mittel in den Etat ein» teilen lassen, — Generalmajor v. Gemmingen erwidert, die MUitärverwaltung wäre natürlich dankbar, wenn der Reichstag die erforderlichen Mittel ,ur Verfügung stellen wollte. Bisher sei es leider nicht möglich gewesen, den Mannschaften warme Abendkost zu geben, well dazu di« Mittel fehlten Abg. Richter (f elf. Voiksp.) beme kt, die Sache selbst sei ihm sympathisch; bei angemessenen Er- parungen könnten die Mittel hierzu beschafft weiden; ein« neue Wehrsteuer würde -r aber zu dies m Zweck nicht bewilligen. — Abg. Gröber (Ctr.) ist dafür, daß in de«
Unsen, bet ohne Weiteres bfe Mittel dafür in den nächsten Etat aufgeeommen sehe» will, fand (in Knlrag Stöbet, zunächst Mittel für «ersuche in den nächste« Etat tinzustelle», vielfache Zustimmung im Hause. Morgen kommen die Anträge wegen de« Lereinrrecht» zur Verha.dlung. (Sergi. Reichstags- bericht. D. R,b)
* (Reichstagsersatzwahl.) Sin heißer Kampf eelfpinnt fich zu bet in Osnabrück benot» Kehenden Reichstagsersatzwahl. Die Nationalliberalen ha'on» be« bisherigen «9g, Wamhoff, bet «nnb bet Landwiithe nnb die Hntl emUen ein n Herrn Weidner als Kandidaten aufgestellt. Die Welfe» habe» sich auf die Person be« Fthtn. v. Scheie geeinigt, be: Osnabrück von 1884 bis 93 im Reichstage vertrat nnb bei dem großen Ansehen, das er an« diesem «runde im Wahlkreise genießt, al» gefährlichster Gegner be» nationalliberalen fla bi raten anzusehen ist. flanbibat der Fteifionigen ist Fabrikant Hiikenkarnp und der der 6ojtalb.mo traten Rauf «am Schrader. Laß Wamhoff oder v. Schele, deren Wahl allein ernstlich in Betracht kommt, schon im ersten Wahlgange als Sieget ans der Urne hervorgeh-u, ist miet solchen Umständen höchst unwahrscheinlich.
Partei, die Reichs Partei, die »ationallibetale Partei und da» Centrum heute geeinigt, dieselbe am 21 März im RttchrtagSgebände stal sieben zn laffe».
** (Bund bet Landwiithe.) In der heutigen Borstand« fitzung des Bundes bet Lanbwirihe wurde, wie die. Post' hört, ein vollständig er Ent. »utf eines neuen Alters- und Invalid! tätsgefetzes vorgelegt und »cch einzehkudet Debatte zu: Betaihung tm Plenum gutgeheiben. Den Schluß bet Lethanb nagen bildete eine Dirkuifiou übet die Arbeiterfrage. Herrn v. Plötz wurde ein BerttauenSvotnm für seine Geschäftsleitung im letzten Jahre aus gesprochen.
* (Berliner Streikunruhen.) Der Streik in bet KonfektiouSbtanche ergreift unter btr Einwirkung bet sozialdemokratische» Sgilatto» all mählig wettere Kreise. Der Andrang zu den vo» sozialdemokratischer Sette tinberafenen fünf öffent- lichen Versammlungen, die hier gestern abgehalten wurden, war ein enormer. Die Streikenden wurden von den foz'alsemokratischeu Rednern gewarnt, der Arbeiterfrennblichkeit der bürgerlichen Parteien, wie solche in der ReichstazSsitzung am Mittwoch zum Ausdruck gebracht sei, sowie auch den Zusicherungen prozentualer Lohnerhöhung Seitens einzelner Unter- nehmet zu trauen, und aufgefordert, bet Fünfer- kommisston die Verfolgung der aufgestellten Forderungen ausschließlich zu Übetlaffen. Der Vorwurf der bürgerlichen Parteien, daß ia diesem Kumpf die Sojialoemotrate» wieder einmal die Streikführer ge wes-», müsse energisch zmückzewiejen werden. Die Streikenden wurden zn muthiget Ausdauer äuge feuert. Die Zahl der Streikenden in der Konfektion«- btanche wurde h-ute anf über 27 000 geschätzt. Die Arbeiterinnen in der Bioseubranche die biSger nur vereinzelt die Arbeit einftellte», haben fich nunmehr auch bem Ausstand nugeschlosseu. Wetter in de» Streik eingetreten find am Montag die Möbel Polierer; ste fordern die u-nnstündige Arbeitszeit und einen Minimallohu von 27 Ml. für Poliret, 18 Mk. für Arbeiterinnen. Partielle Streiks habe» die Holzarbeiter, bereu Forderungen von der
Ganz GrÜnau gerieth in Aufregung, Stzlvestetabend die Überraschende Neuigkeit Fräulein Zeller'« Verlobung mit Doktor Werdet mit bet Schnelligkeit eine« Lauffeuer» in bet Stadt
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Soun- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exll. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespalten« Zell« oder deren Raum 10 Pfg. Reklamen für die Zelle 25 Pfg.
(Nachdruck verboten.)
Die Salon-Fee.
Roman von A. Marbtz.
(Forts «»un».)
12.
Demlches Rerch.
♦ 5»et«u, 17. gebt. (Tagesbericht.) Das «aiserpaar begab stch gestern vorn Jagdschloß öubertn stock au» in da« naheliegend- Revier zu Sefichtigung von ungarischen tzttsche». Später nahm der Monarch den «onrag de» Chef« de» Mili är kadinet» entgegen. Heute hat die Kaiserin Hubertus pock wieder verlaffen und ist Mittags wohlbehal-en wieder in Berlin eingenoffen. — 6t«at»fctreiär von Stephan wir» in den nächste» Tagen eine Urlaubs- reise »ach Italien an trete». — Der Bun»e»rath «trd am Doanerstag die 25jäh ige Wiederkehr des Tage», an welchem er feine erste Sitzung hielt, dn-ch ein Festmahl begthe». Bezüglich einer gleiche. Feier be» Reichstage» haben fich die konservative protestirt zvar, weißt Du, der 8mneuer wegen, aber Werder hört nicht auf, die Eltern mit leiden schriftlichen Bitten zu bestürmen 1"
»Die ja doch wohl, bei Deiner bekannten Schwärmerei für einen möglichst kurzen Brauistanv, mit Deinen eigenen Wünschen harmoniren?' warf Dora harmlos lächelnd ein. .Hilda behaupte: sogar, Deine Aussteuer fei bereit« seit Jahr und Tag fettig, um eintntenbenfaH«' — o, sie konnte auch boStzaft fein, die kleine Dotal — .keine Ver- zögerung zu veranlassen, welche, nach dem von Di, so gern citirten Beispiel der schönen Therese, oft recht verhängn ßvoll werden kann-'
.Woran ermnerst Du mich? Aber daran, lieb » Herz, hat Slam* wohl kaum gedacht, wenn ste bet Berten für meine Aussteuer gesorgt; doch vollständig fertig, wie Hilda glaubt, ist sie keineswegs l Acht Wochen mindesten« muß Werdet stch gedulden, ich wüßte nicht, wie ich mein Brautgeschenk früher vollenden sollte. Ich will einen Teppich arbeiten ganz so — ober doch ähnlich, wie Du — Darf ich mir die Frage erlauben, H-tt Dok.or Krönet,' wandte sich Fräulein Käthe plötzlich um - „wie Ihnen Dora« Weihnachtsgeschenk — ich meine Mo aber 6 der Teppich — gefällt?'
.Außetotbentlich, gnädige« Fräulein! Jeder Blick auf die schönen Stickereien läßt mich die Geduld un-> Geschicklichkeit meiner Braut bewundern.'
.Ihrer «taut? O — ei' sagte Käthe Z llet in einem undefinirbaren Ton. .Ja, ja, die Wahl be« Muster» und der Farben' — in da» Madonnen, aste, loflge Gesicht trat ein entstellender, spöttischer Zug — .macht DoraS Geschmack wirklich 6gre.'| ! bet weißt Du denn, Liebe,' wandte stch diel Sprecherin wieder in jenem besonderen halblauten I
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte»,
"UlUi sowie bk Auuoncen-Bureaur von Haasenftein u Vogler in
t 4O(U, Frankfutt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXXI Qrtfirrt
Mitltvoch, 19 Februar 1896. Moffe in Frankfutt a. W., Berlin, München u Köln; C. L. AA1
__Daube u. So. in Frankfutt a. M., Berlin Hannover Paris
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain.
Jllnstrirtes Sonntagsblatt.
illllg unsere» »u.
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i nnb fron* rfatiom oudenz vtlla oetben [662»
(Nachdruck verboten.)
Die Nachkommen Luther's.
Vo» Pfarrer em. Horbach in Marburg. (Fortsetzung au» Nr. 40.)
Kehren wir nun wieder zn Georg Luther zurück, den wir h 8er: in verlassen hatte». Georg Luther rar vom November 1827 ab zwei Iahte in Berlin verblieben. Er verließ dasselbe am 25 Oktober 1829, a» welchem Tage er Abends 6 llht die Reis» »ach Wittenberg antrat; er erreichte di-se Stadt ei e» Sountag» früh 5 Uhr. Zuerst besah er ba« Lutherderkrnal auf dem Marktplatz. Am 1. Nov mber 1817 mar im Beisein St. Majestät be» König« Friedrich Wilhelm III. der G.uu stein zu diesem Denkmal gelegt worben, nachdem die steiwilligeu Sammlungen für letztere» die Höhe vo» 34 500 Tha'eru erreicht hatten. Am Refoimatoeitage 1821 war bann ba« Denkmal feierlich enthüllt worden. S« teilt auf granitxem Fußgestell ba« metallene Stand- vllb be« R-iormatot» bat, überdeckt von einem gußeisernen 6 Meter hohe» Baldachin. Georg Luther — selbst ei» .lebendige« Denkmal' — schrieb an enem Sonntagmorgen, überwältigt von bem Anblick eine« ehernen «hoeu, Angestchts be« Letzteren feier« iche Worte in sein Notizbuch, die an» seinem innersten Innern kamen und die hierherzusetzen ich mir nicht versagen kann, da ste so recht den begeisteren und anfttätig romrne« Mann charakterifiren. Sie lauten: »Gegrüßt sei mit, mein lieber Ohm, gegrüßt cn« Herze»«, gründe, und möchtest du doch auch so fest und iten, so wie du stehst in Erz, in mein Herz auf immer ge« ) äget sein. O möchte doch dein Geist, der auch >te» Erz belebet und zu un» noch immer kräftig pricht, auch so in mein Herz tief eiagtptäget {ein.
Ma r, al» kaufen, inet,
er, al schul, billige» nähme.
[939 hrauß, in geb. »xg d. . («51