Ei»
Jetzt schrieb er —
Auf
u. ; ' •• *vuuic et» «moi ■ attanti
Albrecht, einer alte» FreuudeS, I schrieb
unh
er, er habe ohne Zueifel da» »a» auf der Welt sehe» körne.
a» 7, Februar
—...... vuinvuV, als »u Dora trat. ' Der
«Mensch, ich frage Dich, find da« die Augen eine« Verliebten, solchem Wunderwerke der Schöpfung nachzuschauen? Schwebt da« bezaubernde Mädchen nicht dahin wie die leibhaftige schönste Weihnachirfee, °re fich nur träumen läßt? Wahrhaftig, Kroner, Du bist ein beneiden»weither Glückspilz!'
Er wartete keine Antwort ab; die Damen be- durften seiner bei einigen kleinen Anordnungen, cre noch zu trefftn waren, bevor die Bescheeruna für dre schon ungeduldig harrende Dienerschaft stattfand.
Ausdruck ftine« Gefichte« ließ eigentlich zweifelhaft, ob Je‘”e Seele an dem, wo« Hartmann und Dora m lebhafter, heiterer Unterhaltung erörterten, theil- nahm oder an fernliegende Dinge dachte. Fast schien letztere« der Fall, denn er erschrak sichtlich zusammen, al« Benno« leidenschaftlich bewegte Stimme I
I Sei diesem Gedanken zog fich seine Stirn finster zummmen — da traf laute» Stimmengewirr fest» *r i bben betrat die Dienerschaft den Saal — zugleich eilte die schöne Braut lachend auf Doktor Kroner zu — sein Traumbild verschwand.
(Fortsetzung folgt.)
7**dv * f iiuyui ng cieiclDß aus ¥
Legte auch ste da« Buch - deffelben Inhalt«, wie e« für Dora «»«gewählt — naserümpfend achtlos vn Detter
Ader .über dir Leiche eutsteht lauter uuermeß. Hf“ 3“*m;£ • Boller Schmerz sähe» Eit lebe», Aurger de» Tobte» »och einmal i» sei»e« zi»»rrre» sarge. Durch ga», Deutsckla»d ff™ m.
, „ ■ . . —- -----verleihen, daß es wird
beflcr werden.' .E» ist ei» kalter tobtet Schweiß,' autwortete Luther, .ich werde met»e» «eist aufgebe», die Krankheit «ehret fich.' Da»» begau» er zu bete», wiederholt »»d t»brü»stig, Jes» Christo befahl
| Kroner« Phantasie versetzte ihn in da» einfache kund doch gemüthlich anheimelnde Wohnzimmer, wo I Charlotte mit den Ihrigen heute auch Weihnachten I feierte. Auch dort duftete eine frische Tanne — er I und Han« hatten fie im Lustgarten gekauft: .so groß und schön,' verstcherle Han«, al« er sie I prahlenden Blicke« nach Hause trug, .hätte ihr Weihnachtstisch noch keine gesehen.' Unter dm | grünen Zweigen lagen einfache, praktische Geschenke, Sachen, deren die Kinder dringend bedurften. Doch mcht sämmtliche Gegenstände dienten dem Nützlich, kertrprinzipe — Verschiedene« war der Freude a« schöne^ dem reinen Vergnügen gewidmet. Dies« letzten Dinge, beten Einkauf dem Doktor Krone» sein ganz neue«, reizvolle« Vergnügm gewährte, hatte er, mit den nöthtgen Aufschriften versehen, am Tage seiner Abreise dem froherstaunten Wachtmeister übergeben. Ob fie wohl den beabsichtigten Zweck erfüllten? Und Charlotte — Doktor Kroner hatte
(Nachdruck bet boten.)
Luthers letzte Fahrt.
Zum 350. Gedenktage vvn Luther'» Htuscheiden, 18. Februar.
L?^.D-,»eigte fich 3o;oT,lE16„"Tb । qhr ■ . --------- «Ehrwürdiger Later, wollet
3hr auf Christum u»d die Lehre, wie 3br
L 4. M um und entschlummerte, i» der
blÄ S,7bt 1?” ?a<l‘ 906 « feinen «eist ans. •5^“ eivige U.ruhe, Quäl.ng de« Leibe« ob« schmerze» de« Tode»' ging er dahin, wie feine P“"Jbe' bie üox feinem Ende berichtet haben, sage»
uns, Eige« Vergnügen gewährt'"'^7 vertieften "stck beide in ein- ___ "““tjten ncy
Deutsches Reich.
I * Nerkfat, 15 Febr. (TageSb^tiKtl Se. Majestät der Kaiser sah/ gestern Nachmittags Begleitung Ihr» Majestät der Kaiserin von Hubertn«- stock nach der Obe-fürßerei Pcchttich und erlegte im dortigen Revier zwei Bierzehuender und einen Dam- I schaifler. «egen Abend kehrten der Kaiser und die Kaiserin nach dem Jagdschlofle Hubertusstock zurück. Da« Kaiserpaar scheint bei bem herrschend.» schönen Mett« seinen Aufenthalt daselbst verlängern zu wolle», Lebensgenüsse huldigend, n Menschen hätte wohl den wahren Werth de« um seine Existenz ringenden, von gemeinen Sorgen gequälten edlen Mädchen« erkannt?
S bCt ®re"ieu b-r Manrfeldischen empfing ihn ” «hr-ng. leite mit 113 Pferden, um ihn nach Eis «ben zu führe». Aber auf de« Wege gcrieth er i» we» große» Schwächezußand, der seinen Freunden Wie Sorgen «achte. Noch erholte er fich wieder: ,f’.e^9et Wind sei ihm auf ben Kopf gekommen, Wiieb er später an Frau Käthe, und so zog er in u Batttstadt ein, wo er i« Hause de» Stadt I
*°* "schlich beschiede». I» de« Stadt- . -g'-ß“ 'Stube, i» bet der Doktor täglich
:|8rafcn»" e»W zu. W kU- lunb die Künste d.r Juristen arg verfilzter Handel, e “!? “Mb im«er wieder auf LT Lh” 4? lUebk,biI“8e «erträglichkeit drang, mußte ImJ,? ’?/ ®cmfi,ber fo voll Mißtrauen -» 7 K Pe bti ieb“ Silbe «ist argwöhnten'.! JJiS “o toa= “ f*0B f» aufgebracht, daß b? a5aflen schmieren wollte;
lab« schließlich gelang das We k unerwarteter Weise P;? °°Zr U'dwährend die Manrf-ldische» Fräulein, aüi S»nt,. .tbCr, 'E dem Naireuglöckiein Jj 5jIftR?r,*ä“fa"?UB hnn»fuhren, wurde e» P1“ ”eb S** im fersen de» alten Mannes. E» war ihm wohl „im Vaterlande' und er freute sich Sorgfalt, mit bet ihn Alle umgaben!
Auch der Rath der Stadt schickte ihm »u iebet Mahlzeit einen Stüber Wein. 1 1 \
@%te” ber rode-ahnung fielen aus feinen «eist. „Ich habe lange genug gelebt,' hatte! er an die Kurfürst!» geschriene». ,«ott beschere mir! Sbr !”6 bet fanIe «»«Ütze Madensack
unter die Erde sich sammle zu seine» Volke!' Sein Testament hatte «schon 1542 gemacht und darin
er habe es so wohl, daß er ihrer wohl ver-1er sein
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unb inbrünstig der Ewigkeit zu. Wenn er mit den I - •
M-rbur, «i-chff-m.
£ila.n^^"el?ent8,*rLti8 der 6r>e- Zvidtfiltfet Awnigen nimmt
Dienstag, 18 Febma'r 1896. »ÄäSSä'S rrri. Jahrg.
-- D-ub. u.Co.in Frankfurt a. M., Verl« Haniwvn'^M
todt hiufällt und der Andere jammert, so jammere 5, L-th-r' Ei» statiliche, «.folg-ge«
leitete die Leiche über Halle, wo sie mit lautem Weh- Hagen empfange» wurde, »ach Wittenberg. Hi« la»gt- st- am 22. nm 9 Uhr an und wurde znr cs iciDfi, ni» LMyer erholte sich so toeit, I eiTaßd^ Batterie» ‘ßeben faud.
--Ich« „W; hTÄm IÄ
|Mten Jahre» u«b Zeit» zwischen der alten Sachse»- s-a tt, wo er geboren, und der, die seine geistliche» Anfänge gesehen, in engem Kreise bewegt. «eburl "Ud «tab. ein ewige» Meer, ei» wechselnd Weben'.
«J e 6a,b?er fü'ft- Karl an bei
«ruft i» der WÜtenbetger Schloßkirche. Di- Spanier wollten ihn berede», die L iche ausgraben n»d mit «chi«pf verbrenne» zu laff.». Da sprach er i ne« fWr8‘b“‘“ W'e * *
.. «--«»», L»ch-- Mt ln «1,1,6«,
” die .liebe» Landerherten', an denen er mit deutscher Treue hing, untereinander und mit ii-en llntetthanen vergleichen wollte. E» war ein ae wagte« Stück und nickt ohne Sorge ließ ihn bie «anifru ziehe». ,81*, abgelebt, träge, »übe, kalt! nb nun gar einäugig' nennt er fich in biefer Zeit feWet, nnb er klagt darüber, daß ihm nicht, al« einem d°st°rbene», die gerechte Ruhe vergönnt, sondern d-ß er überschüttet werde »it Dingen die geschrieben, ge sproche», verhandelt, gethau werde» sollten.
. litt an einem alte» Steinübel, das ihn schon einmal, im Jahre 1537, dem Tode nahe gebracht hatte, und nun war ,da« Alter da, welche« ,n sich selber alt und krank, krank und schwach ist'. Doch! gut» Muths; .ich bi» so fei« und besser, mtb eÄef^*ieb er seiner gnädigen Heni», | •“ Kurfürsti», und wa« er tbnn konnte, den Jammet! de» Baterlande», an dem et so innig hing, abnr I dustrlle», das wollte er nicht unterlassen. !
So brach rr am Sonnabend, den 23. Januar 154«, mit seine» drei Söhnen auf. Zwei Tage k?« T e\ wo er fich durch das hohe
Wasser der im Eisgänge befindlichen Saale einige |i
S* SÄ L."L Ät »ÄTÄ X“ «”•? ......-
Euch im Wasser ersöffe!' Und an die Frau fibiitb I Vnhr, 6“”a*t Seit ihm i« seiden
-- Waffe-..,-- »,d Gd?. '»? .'«,,""" m',„6Tyra,!..F.4.
to fi”h ..................-J« i« Ä --1!« iLj
■v ^?\ble b“8 Saxb bedeckkte, die dränete uns mit kr Wiedertaufe, . . , mußten also ,n 6aBe " Ät<* to 8 von 1
kn Wassern stille liegen: nicht bafc 6«*8 bartai i btt'^al meinti 4 °»f Erden.'
Ä’“ Ä s°°b»' °"t Dorgisch Bi« Lst? Z-Hen wo«
>«d gute» rheinischen Wein dafür, damit lebten und '
'trösteten wir uni dieweil, ob die Saale wollte wieder ««zürne».'
,, ,, - . T-r- — - Doktor Jones
Ihatte ih» von Halle an« Begleitet, euch Anrifabel "uv der Hofprediger Michael EoelinS leisteten ihm
i Gesellschaft —, und wenn er mit ihnen fröhlich ge. I ""Nu war, denn er liebte noch jetzt gute «esellschaft l uud »einte, Alleinsein bringe keine Fröhlichkeit: bann la?aDer in sein Stübchen zurück unb in der I Fensterbrüstung betete er wohl eine halbe Stunde innifl unb laut, daß die «esellen zuweilen erstatt seine Stimme vernahm. Und al» am 17. der Bet- S Stichen den RauSfeldischen «rasen endgiliig Sarge. Durch ganz Deutschland geschlossen und auch von Luther un1e»eichnet war bau die ’ ’Iofl bte Klage,
da war auch der letzte dünne Faden a.nffen der I Der Sckm-rr d.? ? nun verstummt sei.
Die Freunde geitetheu in große Angst. Zur Gattin de« «rasen Albrecht eilte «urifuber »ach einem seltene» Heilmittel, da» ste besaß, bem .Ein b01"'' ba8' wie Luther'» Biograph Köstli» meint, wohl Narwalzahn gewesen sein wag. Der «ras brachte e» selbst, und Luther erholte fich so wett,
bi» 1 Uhr Nacht», bann erwachte et und klagte: -blch, Herr «ott, lieber Doktor Jonas, wie ist mir to wehe, «ich drückt e» so hart aas der Brust ich achte, ich werd« hier ,» Ei.lebeu bleiben.' Doch ! ging er noch allein in sei» Zimmer, wo er erst auf. unb ab wandelte, daun sich aus'S Ruhebett legte. Viele ferner Freunde versammelten fich jetzt um ihn Sein Wirth kam mit seiner Hausfrau, zwei seiner söhne kamen, auch «ras Albrecht von Mansfeld _ . |ö1e6 der «ras Heinrich von Schwarzbnrg fanden fick
iHcurposttlle vom selige» Tode.^Sei'ne leirte W" tbn£"Jb“ «-°>°hltnne», die dem
am 14. Februar, wußte w mea« predigt, Kranken mit eigene» Hände» Arznei reichte». Aus abbrechen: .Ich bi» zu schwach,'^ch"ß^ er°^wt? suchte man seine Schmerze» zu lindern;
wollen'« hierbei bleiben lassen ' 8»! la« tal !.? /’ 6i”9 »” ®abe- .Mir ist sehr
!äußerte er bei Tische: Kenn aw0ft ^ta* », .ich fahre dahin.'
Wittenberg komme, so will !ch^m"ch alrdo« Er lag ans de« Rahebette und vr. Jonas suchte einen Sarg lege» und den Ma dm h: Jabt eiiee flro6e" Schweiß
Ä ““ W« »« Sol ei?,’ 6 116 "
tarn ihm die Ahnung: .Ich bin hier au getauft, wie, wenn ich hier blelbtn sollte?' Doch kckrieb er a» seine Fran heiter »ad im beruhigendem
0led6bnuI -rbot«.) | .O - natürlich! obwohl - nun i- eniH- Die Salon-Fee. I^attl®L^icinbJ fflr weinen Bachertisch''
D«a We nur noch hi»,»Wm massen I ,ttnb|M> Di-">» ei "n 2»'” wüg6™"”' f,f,llnMn 3"
> habe nur wenige Stiche an Teppich und Sooba i .Nun ja wenn ,r ' ,, . , , H“lTlulc“r' ulB oennoe lnoensch-
fien gearbeitet, war mit viel zu langweilig, fremde ungelehrte Aing rau wk De1n?"k?-in?Ä fo b <6t - feinem °bie erklang: tabe vollendeten ür kärglichen ^ohn, wä. Dich einmal ist, zu fesseln ^eine Dora nun »mein Werk beglückt.' Aber, wein fie “• «2 illbert nur & KanmSLf?» kk" 4t au-sprach, bie Lüge kam bem schönen Mädchen! Hand strich über fetne Siirn“—* nr». u. ^kleine zum Bewußtsein und machte e« erröthen, al»!kenne Deine Fürsorge kür' 01 *rÄ-er'
von Dora« Worten bewegt, mtt tiefer Lildung bankbar an, ^ur^verlE
»pfindung danke und die lieben .fleißigen'Hände mich sofor t in eine streng wiffen ^Ä' I i4 LS"* Ärttl Sie ließ e« mit abge. | schauerte in komischen Äsetzen und^'^ 7' ivrbte« Blick geschehen, dabei fielen ihre Augen! feierlichen Ton an— den roriHtA™ “ntKn
nicht bemerkte« Packet, rasch entzog ste Kunstabhandlung Eichen Geist lauternde
< s «*- m.
* öge den Umschlag - „weich' prächtiger Ein- sam zw^a er tSt heS gemalt,
tob! Wohl eine neue Anthologie? Ah!" Ein ver Iunwillkürlick au/m. of Erwiderung, die fich ihm Änderte« halb ^ingsch'ätziL Läch?ln «mspL Zim lifif zurück '
ttn schwellenden Mund, während fie Tüelblatt!diffs.r in, k,l8-n dankbar,
lM*tt!,l!nCH.al£,ir?lSn''lita< * f,Sm ftien:|”Wen, «on ®ota eil"
Ihrem Bräutigam wat der Ausdruck von Ent-!^ ei"e WBe Besprechung" ber “eEhl? A>ung in ihrem teijenben Gesicht nicht - ent-! ®eJ^enrt: Hartmann ließ e8 Ä®en* ! ni4l an schmeichelhaften Komplimenten fehlen
«H.r.r.. - —. ___ _ I Denen nie innn* TViihi
I Recht hatte ber Herr Obersteuercontrolmr, nn> I leugbar recht. In ihrer lichten Seidenrobe, um floffen von dem magischen Glanze der Weihnacht,. H^en, elfengleich den Ehristbaum umgaukelnd, war Dora von berückender Lieblichkeü — und doch. ---------------- ------ w
dünke -« Doktor Kroner, al« ob da« strahlende, > gemeint, auch ihr eine kleine Aufmerksamkeit er- gluck' und lebenathmende Bild erblich vor bethet8en i« müssen —, wie nahm sie dieselbe auf* Ichlanken, schlichtgekleideten Mädchengestalt mit "*''* B" a>“JL ~ '
[oem blaffen, ernsten Antlitz unb ben schwer- müthigen, dunklen Augen, bie er im «eiste neben feiner schönen Braut auftauchen sah. Doch nein! ^Prunftooffe, mit kostbaren Zierrathen fast über-, H.. IWu.t,weiVul«il Komplimenten im“? geschmückte große Saal bildete keinen passenden, 6ef8fft h triAie« t rx# !Venen bie junge Dame augenscheinlich für Charlotte Wildow, die kettle Salonsee,
«füllt e« Dir nicht,' forschte a, sich zu ihr,lauschen schien. . . fletn >u ®°bI,ab?r «ine Fee be« Hause« war, ein Fürsten.
I Doktor Kroner verhielt fich schweigsam »erlaber tWf*“? gehabt -
™ 81 wer von biefen hier athmenden, den heitersten!